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DC-Schnellladung: Ladekosten und Ladezeit berechnen

EnergieStand Noch keine Bewertung
kWh
kW
Abrechnungsmodell Ladesäule
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€/Monat
Ladeleistungsdrosselung ab 80 %
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Kurzantwort

Schnelllade-Kostenrechner: Gib gewünschte lademenge und verfügbare ladeleistung ein und erhalte Ladekosten (€) als Ergebnis. Abweichungen durch individuelle Anlagen- und Nutzungsbedingungen möglich.

DC-Schnellladung aus Tarif, Ladeleistung und Ziel-SoC berechnen: Ladefenster

Kilian AchatzFachredaktion Energie
Geprüft: Review-Team Energie (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Schnelllade-Kostenrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie teuer und wie lang ein DC-Ladestopp im realen Ladefenster wirklich wird, ist die typische Langstreckenfrage, die der Schnellladungsrechner beantwortet. Er ist damit nicht nur ein Zeitrechner, sondern ein Werkzeug für die Praxisplanung: Lademenge, Ladeleistung, Tarifmodell und die zuschaltbare Drosselung am Ladeende greifen direkt ineinander.

Genau deshalb unterscheidet sich Schnellladen deutlich vom ruhigen AC-Laden zuhause.

Die gewünschte Lademenge in Kilowattstunden – die du aus nutzbarer Akkukapazität sowie Start- und Ziel-SoC ableitest – wird durch die real nutzbare Ladeleistung geteilt und liefert die Ladezeit.

Die Kosten entstehen aus dem Tarifmodell, das nach kWh, nach Minute, kombiniert oder als Flatrate abrechnen kann.

Weil die Ladeleistung an der HPC-Säule oberhalb hoher SoC-Werte stark abfällt, kostet ein langer Ladehub über 80 Prozent in der Praxis überproportional viel Zeit und Geld, während er nur noch wenig zusätzliche Reichweite liefert – der Rechner bildet diesen Effekt vereinfacht ab, indem bei aktivierter Drosselung die letzten 20 Prozent der Lademenge nur mit halber Leistung fließen.

So macht der Rechner die Kosten pro Ladestopp und pro 100 km vergleichbar.

Für die Reiseplanung ist das entscheidend, denn zwei kurze Ladestopps im steilen Teil der Ladekurve bringen dich häufig schneller und günstiger ans Ziel als ein einziger langer Stopp bis in den hohen Ladestand. Ladekurve: Volle Leistung bis 65 Prozent, danach starker Abfall

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die gewünschte Lademenge in Kilowattstunden, die verfügbare Ladeleistung, das Abrechnungsmodell – kWh, Minute, Kombination oder Flatrate – mit den zugehörigen Preisen sowie optional Verbrauch und Heimstrompreis für die Vergleichswerte ein. Die Lademenge leitest du selbst aus Akkukapazität und SoC-Fenster ab (77 kWh von 10 auf 60 Prozent ergeben 38,5 kWh); der Schnellladungsrechner teilt sie durch die real nutzbare Ladeleistung und rechnet daraus Ladezeit und Kosten je Ladestopp, ein eigener Schalter aktiviert die Drosselung ab 80 Prozent.

Wichtig ist, ob nach kWh, Minute oder pauschal abgerechnet wird und ob dein Fahrzeug die angegebene Leistung im relevanten SoC-Fenster überhaupt annehmen kann, weil die Ladekurve oberhalb hoher SoC-Werte stark abfällt.

Häufige Fehler sind lineare Annahmen ohne Drosselung, das Rechnen bis 100 Prozent als übliche Vorgabe und das Übersehen von Minutenpreisen bei sinkender Ladeleistung.

Trage die Ladeleistung deshalb als realistischen Mittelwert für dein gewähltes SoC-Fenster ein, nicht als Spitzenwert aus dem Datenblatt.

Achte außerdem darauf, ob der Anbieter zusätzlich eine Startgebühr oder eine Blockiergebühr nach Ablauf einer Freizeit erhebt, denn beide Posten verändern die Kosten je Ladestopp erheblich.

Halte auch fest, ob dein Fahrzeug mit 400 oder 800 Volt Bordnetz lädt, weil das die maximal annehmbare Leistung und damit das realistische Ladefenster deutlich beeinflusst.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Rechnung läuft in Klartext so: Zuerst wird die Energiemenge bestimmt, die zwischen Start- und Ziel-SoC tatsächlich nachgeladen werden muss. Diese Energiemenge wird durch die real nutzbare Ladeleistung geteilt, woraus sich die Ladezeit ergibt.

Anschließend berechnet der Rechner die Kosten aus Tarifmodell und geladener oder belegter Zeit.

Gerade bei Minutenabrechnung wird sichtbar, warum ein langer Hub über 80 Prozent schnell teuer werden kann, obwohl nur noch wenig zusätzliche Reichweite entsteht.

Ausgeschrieben lautet die Kette: nachzuladende Energiemenge gleich nutzbare Akkukapazität mal der Differenz zwischen Ziel- und Start-Ladestand, geteilt durch hundert – diesen Wert trägst du als Lademenge ein.

Die Menge geteilt durch die Ladeleistung und mal sechzig ergibt die Ladezeit in Minuten; ist die Drosselung ab 80 Prozent aktiviert, laufen die letzten 20 Prozent der Lademenge mit halber Leistung, was die Ladezeit um pauschal 20 Prozent verlängert.

Bei kWh-Abrechnung sind die Kosten schlicht die nachgeladene Energiemenge mal dem Arbeitspreis je Kilowattstunde.

Bei Minutenabrechnung dagegen entstehen die Kosten aus Ladezeit mal Minutenpreis, sodass jede Drosselung der Ladeleistung den effektiven Preis je Kilowattstunde stillschweigend erhöht.

Beim Kombinationsmodell addiert der Rechner kWh- und Minutenanteil, bei der Flatrate teilt er die Monatskosten durch die Ladevorgänge pro Monat und weist zusätzlich aus, ab wie vielen Vorgängen die Flatrate den reinen kWh-Tarif schlägt.

Wer beide Modelle sauber vergleichen will, rechnet den Minutentarif in einen effektiven Preis je Kilowattstunde um, indem er die Gesamtkosten durch die tatsächlich nachgeladene Energiemenge teilt.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Schnelllade-Kostenrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was kostet Schnellladen beim E-Auto pro kWh und für 100 km?

DC-Schnellladen kostet an öffentlichen Säulen je nach Anbieter und Tarif in der Regel etwa 59 bis 89 ct pro kWh und liegt damit deutlich über dem Heimladepreis von rund 30 bis 40 ct.

Für 100 km Fahrstrecke ergeben sich daraus bei einem Verbrauch von etwa 18 kWh pro 100 km grob 11 bis 16 Euro, also spürbar mehr als die rund 6 bis 7 Euro beim Laden zu Hause.

Auf einer 400-km-Urlaubsfahrt mit zwei Schnellladestopps können sich diese Mehrkosten gegenüber dem Heimladen schnell auf 15 bis 25 Euro summieren.

Welches Abrechnungsmodell am günstigsten ist, hängt von der geladenen Energiemenge, der Aufenthaltsdauer und der Nutzungshäufigkeit ab.

Der Rechner bildet Ihre konkrete Ladesituation nach und markiert das günstigste Modell farblich, sodass Sie Tarife anhand realer Zahlen statt nach Gefühl auswählen.

Bei wöchentlichen Schnellladevorgängen von je 30 kWh kann die Tarifwahl über das Jahr hinweg einen Unterschied von mehreren hundert Euro ausmachen.

Wie funktioniert die Minutenabrechnung bei DC-Schnellladern im Vergleich zur kWh-Abrechnung?

Bei Minutenmodellen zahlen Sie pro belegter Minute, unabhängig davon, wie viel Energie tatsächlich in den Akku fließt, während kWh-Modelle sich direkt an der geladenen Energiemenge orientieren.

Das wird vor allem dann teuer, wenn die Ladeleistung gedrosselt ist, etwa bei kaltem Akku oder oberhalb von 80 Prozent Ladestand, weil Sie dann lange Minuten bezahlen, in denen wenig Energie ankommt.

Ein Auto, das nur mit 50 kW statt 150 kW lädt, verdreifacht im Minutenmodell faktisch den Preis pro kWh.

Praktisch bedeutet das: Wer mit einem Wagen, der nur 50 kW Gleichstrom annehmen kann, an einer Minutentarif-Säule 40 kWh lädt, zahlt dafür knapp 48 Minuten — und bezahlt dieselbe Ladezeit, für die ein Fahrzeug mit 150 kW nur rund 16 Minuten benötigt.

Der Rechner zeigt, wie stark sich Drosselung und reale Ladeleistung auf die effektiven Kosten pro kWh und pro 100 km auswirken, damit Sie das passende Modell wählen. So sehen Sie auf einen Blick, welches Abrechnungsmodell zu Ihrem Fahrzeugtyp passt.

Warum lädt das E-Auto ab 80 Prozent langsamer und was bedeutet das im Schnellladerechner?

Viele Fahrzeuge reduzieren ab einem gewissen Ladezustand, oft um 70 bis 80 Prozent, die Ladeleistung deutlich, um die Batteriezellen zu schonen und eine Überhitzung zu vermeiden.

Diese Ladekurve führt dazu, dass der Abschnitt von 80 auf 100 Prozent fast genauso lange dauern kann wie der gesamte Bereich von 10 auf 80 Prozent.

Konkret kann ein Fahrzeug, das von 10 auf 80 Prozent in 25 Minuten lädt, für die letzten 20 Prozent nochmals 20 bis 25 Minuten benötigen.

Der Rechner kann diese Drosselung modellieren, wodurch Ladezeit und Kosten bei Minutenabrechnung realistischer, meist also höher, ausfallen.

So sehen Sie, warum es sich auf Reisen oft lohnt, nur bis etwa 80 Prozent zu laden und dann weiterzufahren, statt teure und langsame Minuten im oberen Ladebereich zu bezahlen.

Diese 80-Prozent-Strategie spart auf einer Langstrecke mit mehreren Stopps spürbar Zeit und Kosten, weil Sie die teuren letzten Prozente am Ladepunkt vermeiden.

Wann lohnt sich eine Schnelllade-Flatrate oder ein Ladeabo gegenüber Ad-hoc-Laden?

Eine Flatrate oder ein monatliches Ladeabo lohnt sich vor allem dann, wenn Sie regelmäßig große Energiemengen öffentlich laden, denn Ad-hoc-Laden ohne Vertrag ist laut ADAC teils bis zu rund 60 Prozent teurer als ein passender Tarif.

Der Rechner berechnet, ab welcher Anzahl und Größe Ihrer typischen Schnellladevorgänge die monatliche Grundgebühr durch den günstigeren Arbeitspreis wieder hereingeholt wird.

Als Faustregel gilt: Wer pro Monat mehr als 100 kWh öffentlich schnelllädt, kann mit einem Ladeabo im Vergleich zu Ad-hoc-Preisen oft 15 bis 30 Euro monatlich sparen.

Für Wenig- oder Gelegenheitsfahrer kann dagegen die Einzelabrechnung günstiger bleiben, weil die feste Grundgebühr nicht durch genug Ladevorgänge gedeckt wird.

So sehen Sie auf einen Blick, ob sich ein Abo bei Ihrem Fahrprofil und Ladestellenmix rechnet oder eher ein teurer Luxus ist.

Beachten Sie dabei auch, dass manche Tarife nur an bestimmten Ladenetzen den günstigen Preis bieten, sodass der reale Vorteil von Ihrem üblichen Streckennetz abhängt.

Wie beeinflusst die gewählte Ladeleistung, zum Beispiel 50 kW gegenüber 150 kW, meine Kosten?

Höhere Ladeleistungen verkürzen die Standzeit erheblich, was bei Minutenmodellen und kombinierter Abrechnung zu geringeren Kosten führen kann, vorausgesetzt Ihr Fahrzeug kann diese Leistung überhaupt annehmen.

Lädt ein Auto an einer 150-kW-Säule aber nur mit maximal 50 kW, zahlen Sie im Minutenmodell für die langsame, vom Fahrzeug begrenzte Ladung.

Ein Fahrzeug mit 150 kW Spitzenladeleistung kann 40 kWh in rund 16 Minuten laden; ein Modell mit 50 kW Peak benötigt dafür knapp 48 Minuten und zahlt im Minutenmodell dreimal so lange.

Bei kWh-Abrechnung spielt die Leistung für den reinen Energiepreis dagegen keine Rolle, sehr wohl aber für Ihre Reisezeit und mögliche Blockiergebühren.

Der Rechner zeigt, wie sich unterschiedliche Ladeleistungen auf Gesamtdauer, Gesamtkosten und Kosten pro kWh auswirken, damit Sie Säulen passend zu Ihrem Fahrzeug auswählen.

So vermeiden Sie es, an einer teuren High-Power-Säule zu stehen, deren Leistung Ihr Fahrzeug technisch gar nicht abrufen kann, und sparen sich überflüssige Standzeit.

Kann ich mit dem Schnellladungsrechner auch Routen mit mehreren Ladestopps planen?

Ja, Sie können für typische Stopps, zum Beispiel 20 bis 40 Minuten Ladung im günstigen Bereich von 10 auf 80 Prozent, einzelne Szenarien anlegen und die Kosten je Stopp hochrechnen.

Kombiniert mit Ihrer Jahreskilometerleistung und dem Anteil an Langstrecken erhalten Sie eine gute Abschätzung, wie viel Ihr Schnellladeverhalten pro Jahr ungefähr kostet.

Wer zweimal pro Monat auf einer 400-km-Strecke je einmal 25 kWh schnelllädt, kommt so auf rund 600 kWh Schnellladen pro Jahr — der Rechner übersetzt das direkt in Jahreskosten je Tarif.

So lässt sich auch vergleichen, ob ein zusätzlicher kurzer Stopp im günstigen Ladefenster billiger ist als ein langer Stopp mit teuren Minuten im oberen Bereich.

Der Rechner macht damit nicht nur einzelne Ladevorgänge, sondern Ihr gesamtes Reiseprofil finanziell transparent.

Für regelmäßig wiederkehrende Strecken können Sie so ein festes Stoppmuster festlegen und im Voraus abschätzen, welche Ladekosten pro Fahrt und pro Jahr auf Sie zukommen.

Wie vergleiche ich Heimladen, AC-Laden und DC-Schnellladen sinnvoll?

Der Schnellladungsrechner ist vor allem für DC-Ladevorgänge ausgelegt, weil dort die Tarifmodelle und die Drosselung am stärksten ins Gewicht fallen.

In Kombination mit Heim- und AC-Laderechnern können Sie einen Mischpreis pro kWh für Ihr gesamtes Ladeprofil bestimmen, indem Sie die Anteile von günstigem Heimladen, AC-Laden und teurem Schnellladen gewichten.

So sehen Sie, wie stark schon gelegentliche Schnelllader den durchschnittlichen Preis pro kWh nach oben ziehen.

Ein typisches Beispiel: Wer zu 70 Prozent zu Hause für 30 ct/kWh und zu 30 Prozent an DC-Säulen für 75 ct/kWh lädt, zahlt im Durchschnitt rund 44 ct/kWh — also fast 50 Prozent mehr als der reine Heimpreis.

Diese Gesamtsicht ist realistischer als die isolierte Betrachtung eines einzigen Ladeorts und hilft Ihnen, das günstigste Verhältnis aus Heim- und Unterwegsladen für Ihren Alltag zu finden.

Wer beispielsweise 80 Prozent zu Hause und 20 Prozent unterwegs lädt, erhält so einen aussagekräftigen Durchschnittspreis, der für TCO-Vergleiche mit dem Verbrenner taugt.

Für wen ist der Schnelllade-Kostenrechner besonders hilfreich?

Besonders hilfreich ist der Rechner für E-Auto-Fahrerinnen und Fahrer ohne eigene Heimladeoption oder mit häufigen Langstrecken, die einen großen Teil ihrer Energie über DC-Ladevorgänge beziehen.

Gerade dort entscheiden Tarifmodell, Ladeleistung und Drosselung über deutliche Kostenunterschiede, die sich übers Jahr zu mehreren hundert Euro summieren können.

Der Rechner schafft Transparenz im Tarifdschungel aus kWh-Preisen, Minutenmodellen, Grundgebühren und Blockiergebühren und verhindert böse Überraschungen durch ungünstig gewählte Abrechnungsmodelle.

Wer beispielsweise monatlich 150 kWh über DC-Laden bezieht und dabei zwischen einem Abo mit 45 ct/kWh und Ad-hoc-Preisen von 79 ct/kWh wählt, spart mit dem Abo rund 51 Euro pro Monat — über 600 Euro im Jahr.

So können auch Laternenparker und Vielreisende ihre Ladekosten planbar machen und die für ihr Profil passende Tarif- und Ladestrategie auswählen.

Gerade für Menschen ohne eigenen Stellplatz, die fast ausschließlich öffentlich laden, ist diese Transparenz oft die wichtigste Grundlage für die Entscheidung über das passende Lade-Abo.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Wenn du 38,5 kWh Lademenge (77 kWh Nettoakku, Laden von 10 auf 60 %), 150 kW Ladeleistung, aktivierte Drosselung und 0,09 Euro pro Minute Tarif eingibst, zeigt das Ergebnis: Ladezeit rund 18,5 Minuten, Kosten rund 1,66 Euro. Beim größeren Fenster von 10 auf 80 % (53,9 kWh) steigen Ladezeit auf rund 25,9 Minuten und Kosten auf rund 2,33 Euro.

Das bedeutet fachlich: Die aktivierte Drosselung verlängert jede Ladung um pauschal 20 % gegenüber dem ungedrosselten Ideal (hier 15,4 Minuten und 1,39 Euro), weil die letzten 20 % der Menge nur mit halber Leistung fließen – und die Minutenuhr zählt weiter.

An der realen Säule fällt die Leistung oberhalb von etwa 65 bis 80 % SoC noch deutlich stärker ab; wähle die Ladeleistung deshalb als realistischen Mittelwert für dein Ladefenster, nicht als Datenblatt-Spitzenwert.

Vergleiche dann für denselben Hub kWh-Abrechnung gegen Minutentarif und erkenne, welches Tarifmodell für dein Fahrzeug und deine typische Ladeleistung günstiger ist.

Ein spürbarer Hebel liegt außerdem in der Vorkonditionierung: Wird die Batterie während der Anfahrt auf Temperatur gebracht, nimmt sie an der Säule von Beginn an eine höhere Leistung an, was die Standzeit verkürzt und bei Minutentarifen unmittelbar Geld spart.

Umgekehrt bremst ein kalter Akku im Winter die Ladeleistung deutlich, weshalb der erste Ladestopp einer Winterreise fast immer länger dauert als der zweite. Ladehub-Vergleich: 10 bis 60 Prozent in 18,5 Minuten, 10 bis 80 Prozent in 25,9 Minuten

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Markus macht auf einer Langstrecke einen DC-Ladestopp an einer HPC-Säule.

Er rechnet seine Lademenge vorab aus – 77 kWh nutzbare Akkukapazität, Start-SoC 10 Prozent, Ziel-SoC 60 Prozent: 77 × (60 − 10) ÷ 100 = 38,5 kWh – und gibt in den Schnellladungsrechner ein: Lademenge 38,5 kWh, Ladeleistung 150 kW, Drosselung deaktiviert, Minutentarif 0,09 Euro je Minute.

Das Ergebnis: Ladezeit 38,5 kWh ÷ 150 kW × 60 = rund 15,4 Minuten, Kosten rund 1,39 Euro je Ladestopp.

Anschließend zieht er das Ladefenster auf Ziel-SoC 80 Prozent hoch (53,9 kWh) und aktiviert die Drosselung ab 80 Prozent, weil die Säule am Ladeende die Leistung zurücknimmt: Die Ladezeit steigt auf rund 25,9 Minuten – die letzten 20 Prozent der Menge fließen nur mit halber Leistung –, was bei Minutentarif rund 2,33 Euro kostet.

Der große Ladehub liefert also 40 Prozent mehr Reichweite, kostet aber rund zwei Drittel mehr Zeit und Geld. So zeigt der Rechner, dass kürzere Ladestopps bis etwa 60 bis 70 Prozent SoC die günstigsten Kosten pro 100 km erzeugen.

Markus überträgt das Ergebnis auf seine Route und plant statt eines langen Stopps lieber zwei kürzere ein, die er mit Pause und Verpflegung verbindet.

Die Kostenangaben versteht er dabei als Orientierungswerte ohne Gewähr, weil Ladepreise je Anbieter, Roaming-Vereinbarung und Tarif erheblich schwanken. DC-Ladestopp Markus: Laden bis 60 Prozent kostet 1,39 Euro, bis 80 Prozent 2,33 Euro

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Die nominale Maximalleistung der HPC-Säule wird im Schnellladungsrechner häufig mit der real nutzbaren Ladeleistung verwechselt, obwohl die Ladekurve oberhalb hoher SoC-Werte abflacht und die tatsächliche Ladezeit verlängert. Ein zweiter Fehler ist das Rechnen bis Ziel-SoC 100 Prozent, weil der letzte Ladehub über 80 Prozent überproportional viel Zeit und Geld kostet und nur noch wenig Reichweite liefert.

Drittens wird der Einfluss von Batterietemperatur und Säulenauslastung ignoriert, die die annehmbare Ladeleistung im relevanten SoC-Fenster zusätzlich drücken.

Viele übersehen außerdem das Tarifmodell: Ein Minutentarif bestraft eine sinkende Ladeleistung doppelt, während kWh-Abrechnung unabhängig von der Ladedauer bleibt.

Erst wenn nachzuladende Energiemenge, reale Ladeleistung und Tarifmodell gemeinsam betrachtet werden, stimmen die Kosten pro Ladestopp und pro 100 km.

Unterschätzt wird zudem, dass sich mehrere Fahrzeuge an einer Ladesäule die verfügbare Leistung teilen können: Ist der zweite Anschluss belegt, sinkt die tatsächlich abrufbare Leistung an manchen Säulen deutlich, ohne dass dies vorab ersichtlich wäre.

Wer allein mit der aufgedruckten Maximalleistung plant, gerät dadurch unnötig in Zeitverzug.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Schnellladungsrechner berechnet Ladezeit und Kosten je Ladestopp für verschiedene Lademengen und Tarifmodelle und macht den Preisunterschied zwischen kleinem und großem Ladehub sichtbar.

Aus der gewünschten Lademenge – abgeleitet aus nutzbarer Akkukapazität sowie Start- und Ziel-SoC –, der real nutzbaren Ladeleistung und dem Tarif entsteht die Ladedauer am DC-Lader; die zuschaltbare Drosselung ab 80 Prozent bildet vereinfacht ab, dass die Ladekurve am Ladeende abflacht und die Ladezeit überproportional steigt.

Vergleiche kWh-Tarif gegen Minutentarif für dein Fahrzeug und erkenne, welches Preismodell bei deiner typischen Ladeleistung günstiger abschneidet.

Behandle die ausgewiesenen Beträge als Orientierung ohne Gewähr und nicht als Finanzberatung, denn Ladepreise ändern sich häufig und hängen stark von Anbieter, Vertrag und Roaming ab.

Als Faustregel bleibt: Wer im steilen Bereich der Ladekurve lädt, bekommt die meiste Reichweite je Minute und je Euro.

Wie weit das Fahrzeug nach einem Ladestopp bei dem dann erreichten Ladestand, der Außentemperatur und dem geplanten Fahrprofil noch kommt, berechnet der Reichweitenrechner für E-Autos für die Etappenplanung.

Die gesamten Haushaltsstromkosten — E-Auto-Laden eingerechnet — berechnet der Strom-Rechner gerätescharf und auf Jahresbasis. AC vs. DC vergleichen: Ladezeit-Rechner für alle Ladetypen – mit Ladefenster, Verlustfaktor und fahrzeugspezifischer Deckelung.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Ladekosten: 23,20 €; Ladezeit: rund 19,2 Minuten

40 kWh an einer 150-kW-Säule

Gewünschte Lademenge
40 kWh
Verfügbare Ladeleistung
150 kW
Abrechnungsmodell Ladesäule
Preis pro kWh
Preis pro kWh
58 Cent

Beispiel 2 · Mittel · Ladekosten: 16,85 €; Ladezeit: rund 43,2 Minuten. Zum Vergleich wäre die kWh-Abrechnung mit 16,50 € hier günstiger gewesen

30 kWh an einer 50-kW-Säule mit Minutenpreis

Gewünschte Lademenge
30 kWh
Verfügbare Ladeleistung
50 kW
Abrechnungsmodell Ladesäule
Preis pro Minute
Preis pro Minute
39 Cent/Min

Beispiel 3 · Komplex · Kosten je Ladevorgang bei der Flatrate: 3,48 €; günstigstes Modell im Vergleich ist hier weiterhin die Preis-pro-Minute-Abrechnung mit 2,30 €

Lohnt sich eine Lade-Flatrate bei 4 Sessions im Monat?

Gewünschte Lademenge
40 kWh
Verfügbare Ladeleistung
150 kW
Abrechnungsmodell Ladesäule
Flatrate
Monatliche Flatrate-Kosten
13,90 €/Monat

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Zwei Szenarien mit aktivierter Drosselung im Vergleich: Laden von 10 auf 60 Prozent dauert 18,5 Minuten und kostet 1,66 Euro, Laden von 10 auf 80 Prozent dauert 25,9 Minuten und kostet 2,33 Euro.

    Kleiner vs. großer Ladehub

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/elektromobilitaet/schnellladung">Kleiner vs. großer Ladehub auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Vereinfachte Ladekurve mit Ladeleistung über Ladezustand. Volle Leistung bis etwa 65 Prozent, danach fallend. Effizientes Fenster 10-60 Prozent grün markiert, über 80 Prozent rot.

    Die Ladekurve: Warum 80 % reicht

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           alt="Vereinfachte Ladekurve mit Ladeleistung über Ladezustand. Volle Leistung bis etwa 65 Prozent, danach fallend. Effizientes Fenster 10-60 Prozent grün markiert, über 80 Prozent rot."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/elektromobilitaet/schnellladung">Die Ladekurve: Warum 80 % reicht auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

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  • Ladestopp an HPC: 10 bis 60 Prozent dauert 15,4 Minuten für 1,39 Euro (ohne Drosselung), 10 bis 80 Prozent mit Drosselung 25,9 Minuten für 2,33 Euro. Großer Hub kostet überproportional.

    Praxisbeispiel: Schnellladung Markus

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           alt="Ladestopp an HPC: 10 bis 60 Prozent dauert 15,4 Minuten für 1,39 Euro (ohne Drosselung), 10 bis 80 Prozent mit Drosselung 25,9 Minuten für 2,33 Euro. Großer Hub kostet überproportional."
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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

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Quelle: Bundesnetzagentur; BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft); co2online

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Energie / Elektromobilität
Formeln basieren auf
Technisch-energetische Modellannahmen mit Plausibilitätschecks
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Schnelllade-Kostenrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/energie/elektromobilitaet/schnellladung

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Schnelllade-Kostenrechner. Available at: https://rechner-portal.de/energie/elektromobilitaet/schnellladung

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