Überblick
Was sind Verzugszinsen?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Verzugszinsen sind der gesetzlich festgelegte Schadenersatz, den ein Schuldner zahlen muss, wenn er eine fällige Geldforderung nicht rechtzeitig begleicht. Die Rechtsgrundlage bilden § 288 BGB (Verzugszinsen und sonstiger Verzugsschaden) und § 247 BGB (Basiszinssatz).
Der Verzugszinssatz setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank und einem gesetzlichen Aufschlag.
Für Verbrauchergeschäfte beträgt der Aufschlag 5 Prozentpunkte (§ 288 Abs. 1 BGB), für Entgeltforderungen im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen 9 Prozentpunkte (§ 288 Abs. 2 BGB). Der Basiszinssatz ändert sich halbjährlich zum 1. Januar und 1.
Juli und folgt dem Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank. Seit dem 1. Juli 2026 beträgt er 1,52 Prozent, was einem Verzugszinssatz von 6,52 Prozent für Verbraucher und 10,52 Prozent im Geschäftsverkehr entspricht.
Der Rechner teilt den Verzugszeitraum automatisch in Teilperioden auf, wenn der Basiszinssatz während des Verzugs wechselt, und berechnet die Zinsen für jede Periode separat.
Das Ergebnis ist tagesgenau und entspricht dem Berechnungsverfahren, das auch Gerichte und Inkassounternehmen anwenden.