Überblick
Brille Dioptrien: Was sagt die Zahl auf dem Brillenpass wirklich?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die Zahl im Brillenpass, die Dioptrie (dpt), misst die Brechkraft eines Glases: den Kehrwert der Brennweite in Metern. Für eine kurzsichtige Person hat sie eine sehr greifbare Folge, den Fernpunkt.
Bei −2,00 dpt wird alles jenseits von 50 cm unscharf, bei −1,50 dpt jenseits von etwa 67 cm, bei −6,00 dpt schon nach 17 cm. Der Dioptrien-Rechner übersetzt Sphäre und Zylinder aus dem Brillenpass in drei Antworten.
Er zeigt, bis wohin du ohne Brille scharf siehst. Er nennt den Wert, den eine Kontaktlinse braucht, weil sie auf der Hornhaut sitzt und nicht im Abstand eines Brillenglases.
Und er prüft, ob der Wert die Schwelle erreicht, ab der Erwachsene nach § 33 Abs. 2 SGB V einen Anspruch auf eine Sehhilfe haben. Dazu kommt eine Lese-Addition aus dem Nahpunkt.
Der Rechner richtet sich an Brillenträger, die ihren Brillenpass verstehen wollen. Er stellt keine Diagnose und misst keine Sehschärfe; Messung und Verordnung bleiben bei der Augenoptik und der Augenärztin.
Im Brillenpass stehen die Werte getrennt für das rechte (R, OD) und das linke Auge (L, OS). Drei Spalten zählen für die Rechnung: SPH für die Grundstärke, CYL für die Hornhautverkrümmung und A für deren Richtung in Grad.
Schon das Vorzeichen zeigt die Richtung der Korrektur: Minus gleicht Kurzsichtigkeit aus, Plus Weitsichtigkeit.