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Brechungswinkel und Grenzwinkel der Totalreflexion online berechnen

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

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deg

Berechnete Werte

Brechungswinkel22.03°
Grenzwinkel–
n11
n21.333
Lichtgeschwindigkeit Medium 2224900569 m/s
ErgebnisBrechung

Strahlengang (Optik)

Einfallende und gebrochene Strahlen für Linsen-/Snellius-Berechnung.

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Kurzantwort

Das Snelliussche Gesetz lautet n1 * sin(alpha1) = n2 * sin(alpha2).

Brechungswinkel berechnen und Lichtübergänge zwischen Medien mit Snelliusgesetz auswerten.

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Brechungs-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Den Brechungswinkel berechnest du mit dem snelliusschen Brechungsgesetz: n₁ · sin α₁ = n₂ · sin α₂. Nach dem gesuchten Brechungswinkel umgestellt ergibt sich α₂ = arcsin(n₁ · sin α₁ / n₂). Du gibst Einfallswinkel und die beiden Brechungsindizes ein, der Rechner liefert direkt den Brechungswinkel sowie den Grenzwinkel der Totalreflexion.

Der Brechungs-Rechner hilft dir, Lichtübergänge zwischen zwei Medien verständlich zu beurteilen, etwa von Luft zu Wasser, Glas oder Kunststoff. Eine anschauliche Herleitung des Brechungsgesetzes bietet LEIFI Physik im Bereich Optik.

Das ist für Schule, Labor, Optik-Grundlagen und technische Plausibilitätschecks nützlich, wenn schnell klar werden soll, wie stark ein Strahl abgelenkt wird und ab wann Totalreflexion statt Brechung auftritt.

Als Brechungsindex-Werte kannst du dich an folgenden Richtwerten orientieren: Vakuum und Luft etwa 1,00, Wasser rund 1,33, typisches Kron- und Fensterglas etwa 1,5 und Diamant rund 2,42.

Neben den Winkeln weist der Rechner die Lichtgeschwindigkeit im zweiten Medium aus, denn genau darüber ist der Brechungsindex überhaupt definiert: n = c / v, also Vakuumlichtgeschwindigkeit geteilt durch die Ausbreitungsgeschwindigkeit im Stoff.

Für Wasser mit n₂ = 1,333 folgt daraus v = 299.792.458 / 1,333 ≈ 224.901 km/s, für Diamant mit n₂ = 2,42 nur noch rund 123.881 km/s.

Ein hoher Brechungsindex besagt also schlicht, dass Licht in diesem Material langsamer vorankommt – und diese Verlangsamung ist die physikalische Ursache der Richtungsänderung an der Grenzfläche.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Für die Berechnung brauchst du drei Angaben: den Einfallswinkel des Lichtstrahls sowie den Brechungsindex n₁ des Ausgangsmediums und n₂ des Mediums, in das der Strahl übertritt. Den Einfallswinkel misst du immer gegen das Lot, also die Senkrechte zur Grenzfläche, und gibst ihn in Grad an.

Die beiden Brechungsindizes liest du aus einer Materialtabelle ab: Luft liegt bei etwa 1,00, Wasser bei rund 1,33, Fensterglas bei etwa 1,5.

Achte darauf, das Ausgangsmedium tatsächlich als n₁ und das Zielmedium als n₂ einzutragen, denn der Brechungswinkel und der Grenzwinkel der Totalreflexion hängen direkt von dieser Reihenfolge ab.

Der Rechner gibt dann den Brechungswinkel aus und meldet, sobald rechnerisch Totalreflexion statt Brechung eintritt.

Eine Messbedingung solltest du beim Ablesen der Tabellenwerte mitdenken: Brechungsindizes werden üblicherweise für die gelbe Natrium-D-Linie bei 589 Nanometern und für Zimmertemperatur angegeben.

Für andere Wellenlängen und Temperaturen wandern sie in der zweiten bis dritten Nachkommastelle.

Physikalisch sinnvoll sind Einfallswinkel zwischen 0 und 90 Grad, weil ein Strahl an einer ebenen Grenzfläche gar nicht flacher auftreffen kann als parallel zur Oberfläche.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

n1 * sin(alpha1) = n2 * sin(alpha2)

alpha_grenz = arcsin(n2 / n1)

v_medium = c / n

Formeltafel zum Brechungsgesetz: n1 mal Sinus Alpha 1 gleich n2 mal Sinus Alpha 2, dazu die Lichtgeschwindigkeit im Medium.
Snelliussches Brechungsgesetz an der Grenzfläche zweier Medien mit der Lichtgeschwindigkeit im dichteren Medium.

Nachschlagen

Brechungsindizes n nach optischem Medium (λ = 589 nm)

Der Brechungsindex n – auch Brechzahl genannt und ein direktes Maß für die optische Dichte eines Mediums – gibt an, um welchen Faktor sich Licht darin langsamer ausbreitet als im Vakuum. Der kritische Winkel θ_k gilt jeweils gegenüber Luft.

Brechungsindex-Tabelle: Medium, Brechungsindex n bei 589 nm (Natrium-D-Linie) und kritischer Winkel der Totalreflexion gegenüber Luft
MediumBrechungsindex nKritischer Winkel θ_k (°)
Vakuum1,0000— (Referenz)
Luft (20 °C, 1 bar)1,0003— (≈ Vakuum)
Kohlendioxid CO₂1,0004—
Eis (0 °C)1,30949,8
Wasser (20 °C)1,33348,6
Ethanol1,36147,3
Glycerin1,47342,7
Quarzglas (SiO₂)1,45843,3
Kronglas (leicht)1,5241,1
Kronglas (schwer)1,6238,1
Flintglas (leicht)1,5839,3
Flintglas (schwer)1,7235,6
Acrylglas (PMMA)1,4942,2
Polycarbonat (PC)1,58639,1
Polystyrol1,5938,9
Saphir (Al₂O₃)1,7734,4
Diamant2,41724,4
Silizium (IR, 1 µm)3,4816,7

Werte bei λ = 589 nm (Natrium-D-Linie), 20 °C. Kritischer Winkel: θ_k = arcsin(1/n). Quelle: Bergmann/Schäfer Optik, NIST Refractometry Data.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Brechungs-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechnet man den Brechungswinkel?

Den Brechungswinkel berechnest du mit dem snelliusschen Brechungsgesetz n₁ · sin α₁ = n₂ · sin α₂, aufgelöst nach α₂ = arcsin(n₁ · sin α₁ / n₂).

Du brauchst dafür den Einfallswinkel α₁ zum Lot sowie die Brechungsindizes n₁ und n₂ beider Medien als Eingabe.

Beim Übergang von Luft (n₁ = 1,0) in Glas (n₂ = 1,5) wird ein Einfallswinkel von 45 Grad so auf α₂ ≈ 28,13 Grad gebrochen, beim Übergang in Wasser (n₂ = 1,333) bei 30 Grad Einfallswinkel auf α₂ ≈ 22,03 Grad.

Wenn du im Brechungs-Rechner Einfallswinkel, n₁ und n₂ einträgst, übernimmt das Werkzeug die Umstellung nach arcsin automatisch als Ergebnis.

Nur die Reihenfolge ist wichtig: n₁ steht für das Ausgangsmedium, n₂ für das Zielmedium, nicht umgekehrt, sonst liefert die Formel den falschen Winkel.

Auch der Grenzwinkel und die Lichtgeschwindigkeit im zweiten Medium erscheinen dabei automatisch mit im Ergebnis.

Was ist das snelliussche Brechungsgesetz?

Das snelliussche Brechungsgesetz lautet n₁ · sin α₁ = n₂ · sin α₂ und beschreibt, wie ein Lichtstrahl beim Übergang zwischen zwei Medien mit unterschiedlicher Brechzahl seine Richtung ändert.

Benannt ist es nach dem niederländischen Mathematiker Willebrord Snellius, der die Gesetzmäßigkeit im 17.

Jahrhundert formulierte. n₁ und n₂ sind die Brechungsindizes, α₁ der Einfallswinkel und α₂ der Brechungswinkel, beide gemessen zum Lot auf die Grenzfläche, nicht zur Oberfläche.

Wenn Licht in ein optisch dichteres Medium übergeht, etwa von Luft (n = 1,0) in Wasser (n = 1,333), wird der Strahl zum Lot hin gebrochen und der Winkel kleiner; im umgekehrten Fall wird er vom Lot weg gebrochen.

Aus diesem einen Gesetz leiten sich sowohl der Brechungswinkel als auch der Grenzwinkel der Totalreflexion ab.

Es gilt nur für ebene, homogene Grenzflächen ohne Absorption – bei Linsen oder Mehrschichtsystemen braucht es zusätzliche Rechenschritte, die der Brechungs-Rechner bewusst nicht abbildet.

Wie leitet sich das Brechungsgesetz her?

Das Brechungsgesetz lässt sich aus dem fermatschen Prinzip herleiten, wonach Licht zwischen zwei Punkten immer den Weg der kürzesten Laufzeit nimmt, nicht den kürzesten geometrischen Weg.

Wenn die Laufzeit für einen Strahl über eine ebene Grenzfläche als Funktion des Auftreffpunkts formuliert und ihr Minimum gesucht wird, ergibt die Ableitung nach dem Ort genau die Bedingung n₁ · sin α₁ = n₂ · sin α₂.

Der Grund liegt in der unterschiedlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit c/n in beiden Medien: Ein Strahl spart Zeit, wenn er im langsameren, optisch dichteren Medium einen kürzeren Weg zurücklegt.

Alternativ lässt sich dieselbe Formel über das huygenssche Prinzip mit Elementarwellen an der Grenzfläche herleiten, wie es Lehrbücher wie OpenStax University Physics ausführlich zeigen.

Für die praktische Anwendung im Brechungs-Rechner ist die Herleitung nicht nötig – als Beispiel genügt, dass das Ergebnis, das Verhältnis der Sinus-Werte zum umgekehrten Verhältnis der Brechungsindizes, für jede ebene Grenzfläche exakt gilt.

Was ist der Unterschied zwischen Brechzahl und Brechungsindex?

Brechzahl und Brechungsindex bezeichnen dieselbe physikalische Größe – es sind zwei gleichwertige deutsche Fachbegriffe für dasselbe Formelzeichen n, das angibt, um welchen Faktor sich Licht in einem Medium langsamer ausbreitet als im Vakuum.

In älteren Lehrbüchern wird eher „Brechzahl” verwendet, in Hochschultexten und internationaler Literatur meist „Brechungsindex” oder englisch „refractive index”.

Beide Begriffe führen zur gleichen Formel n = c / v und zum gleichen Ergebnis, etwa n ≈ 1,333 für Wasser oder n ≈ 1,5 für Fensterglas.

Ein Wert n größer als 1 bedeutet immer, dass Licht im Medium langsamer unterwegs ist als im Vakuum, niemals schneller.

Für den Brechungs-Rechner spielt die Bezeichnung keine Rolle: Du trägst denselben Zahlenwert als Eingabe ein, wenn eine Quelle ihn als Brechzahl oder als Brechungsindex bezeichnet.

Nur bei einer „relativen Brechzahl” zwischen zwei konkreten Medien statt dem Absolutwert gegenüber Vakuum ist zusätzliche Vorsicht beim Einsetzen nötig.

Wird Licht beim Übergang in ein anderes Medium zum Lot hin oder weg gebrochen?

Wenn Licht in ein optisch dichteres Medium übergeht, wird es zum Lot hin gebrochen; wenn es in ein optisch dünneres Medium übergeht, wird es vom Lot weg gebrochen.

Ist n₂ größer als n₁, etwa beim Übergang von Luft (n = 1,0) in Wasser (n = 1,333), wird der Brechungswinkel kleiner als der Einfallswinkel: Bei 30 Grad Einfallswinkel entstehen so nur rund 22,03 Grad Brechungswinkel.

Ist n₂ dagegen kleiner als n₁, etwa beim Wechsel von Wasser zurück in Luft, wird der Strahl vom Lot weg gebrochen und der Winkel größer, bis oberhalb des Grenzwinkels Totalreflexion eintritt.

Bei senkrechtem Einfall mit α₁ = 0 Grad bleibt die Richtung immer unverändert, weil sin 0° = 0 ist, auch wenn sich die Lichtgeschwindigkeit im Medium ändert.

Trage im Brechungs-Rechner als Eingabe einfach n₁ und n₂ in der tatsächlichen Reihenfolge des Strahlengangs ein, dann liefert das Ergebnis automatisch die richtige Richtung.

Wie berechnet man den Grenzwinkel der Totalreflexion?

Den Grenzwinkel der Totalreflexion berechnest du mit αc = arcsin(n₂ / n₁), und zwar nur dann, wenn n₁ größer ist als n₂, also beim Übergang vom optisch dichteren ins optisch dünnere Medium.

Für Wasser nach Luft ergibt sich αc = arcsin(1,0 / 1,333) ≈ 48,6 Grad, für Fensterglas nach Luft mit n₁ = 1,5 rund 41,8 Grad, für Diamant nach Luft mit n₁ = 2,42 nur noch etwa 24,4 Grad.

Oberhalb dieses Winkels wird der einfallende Strahl als Ergebnis vollständig reflektiert statt gebrochen, was der Brechungs-Rechner direkt als „Totalreflexion” meldet, sobald der rechnerische Sinus-Wert des Brechungswinkels über 1 steigt.

Unterhalb des Grenzwinkels findet weiterhin normale Brechung statt, allerdings mit einem teilweise reflektierten Lichtanteil, den dieses Modell nicht separat ausweist.

Prüfe im Rechner einfach, ob dein Einfallswinkel unter oder über dem angezeigten Grenzwinkel liegt – genau diese Schwelle entscheidet in Glasfaserkabeln und Prismen, ob Licht im Material bleibt oder austritt.

Welche Brechungsindex-Werte gelten für Luft, Wasser, Glas und Diamant?

Als gängige Brechungsindex-Werte gelten: Luft praktisch 1,00 (genauer 1,0003), Wasser rund 1,333, typisches Kron- und Fensterglas etwa 1,5 und Diamant etwa 2,42, jeweils bezogen auf die gelbe Natrium-D-Linie bei 589 Nanometern und Zimmertemperatur.

Je höher dieser Wert, desto stärker wird ein Lichtstrahl beim Eintritt aus Luft zum Lot hin gebrochen und desto langsamer breitet sich das Licht im Medium aus: In Wasser sinkt die Lichtgeschwindigkeit auf rund 224.901 Kilometer pro Sekunde, in Diamant sogar auf nur noch etwa 123.881 Kilometer pro Sekunde, verglichen mit 299.792 Kilometern pro Sekunde im Vakuum.

Diese Richtwerte reichen als Eingabe für Schul- und Laboraufgaben zu den Übergängen Luft–Wasser, Luft–Glas oder Wasser–Luft völlig aus.

Für Präzisionsoptik oder Sondermaterialien wie Acrylglas (rund 1,49), Quarzglas (rund 1,458) oder Saphir (rund 1,77) solltest du dagegen materialgenaue, wellenlängenabhängige Werte aus Datenblättern nutzen, wenn die zweite oder dritte Nachkommastelle wichtig ist.

Der Brechungs-Rechner hinterlegt Luft und Wasser bereits als Voreinstellung.

Was bedeutet die optische Dichte eines Mediums?

Die optische Dichte eines Mediums beschreibt, wie groß dessen Brechungsindex im Vergleich zu einem anderen Medium ist – sie hat nichts mit der Massendichte oder dem Gewicht eines Stoffes zu tun.

Ein Medium gilt als optisch dichter, wenn sein Brechungsindex n höher liegt und Licht sich darin folglich langsamer ausbreitet, etwa Wasser (n = 1,333) gegenüber Luft (n ≈ 1,0) oder Glas (n ≈ 1,5) gegenüber Wasser.

Genau dieser relative Vergleich entscheidet im Brechungsgesetz als Ergebnis, ob ein Strahl beim Übergang zum Lot hin gebrochen wird oder ob überhaupt ein Grenzwinkel der Totalreflexion existiert, denn diesen gibt es nur beim Wechsel vom optisch dichteren ins optisch dünnere Medium.

Diamant mit n ≈ 2,42 zählt zu den optisch dichtesten gebräuchlichen Materialien und hat deshalb mit rund 24,4 Grad auch den kleinsten gängigen Grenzwinkel.

Trage im Brechungs-Rechner als Eingabe einfach die beiden n-Werte ein, wenn du prüfen willst, welches Medium optisch dichter ist.

Welchen Einfluss hat der Brechungsindex bei Brillengläsern?

Bei Brillengläsern bestimmt der Brechungsindex, wie dick ein Glas bei gleicher Sehstärke ausfällt: Je höher der Brechungsindex des Materials, desto stärker wird Licht schon bei geringerer Wölbung gebrochen, sodass dünnere und leichtere Gläser als Ergebnis möglich werden.

Standardgläser aus Kunststoff liegen bei rund n = 1,5, hochbrechende Gläser für starke Fehlsichtigkeiten bei n = 1,6, n = 1,67 oder bis zu n = 1,74.

Nach demselben Snellius-Zusammenhang, den der Brechungs-Rechner als Eingabe auswertet, gilt: Ein höheres n lenkt einen Lichtstrahl bei gleichem Einfallswinkel stärker ab als ein niedrigeres, weshalb hochbrechende Gläser bei gleicher Dioptrienzahl flacher geschliffen werden können.

Der Nachteil eines hohen Brechungsindex ist eine etwas stärkere Farbaufspaltung und meist ein höherer Reflexionsanteil, weshalb hochbrechende Brillengläser fast immer zusätzlich entspiegelt werden.

Für die reine Winkelrechnung im Brechungs-Rechner genügt nur der Brechungsindex des jeweiligen Glases als n-Wert, unabhängig davon, ob es sich um Standard- oder hochbrechendes Material handelt.

Was passiert, wenn Licht durch ein Prisma fällt?

Wenn Licht durch ein Prisma fällt, wird es beim Eintritt und beim Austritt jeweils an einer eigenen Grenzfläche nach demselben snelliusschen Brechungsgesetz gebrochen, das auch der Brechungs-Rechner für eine einzelne Fläche als Ergebnis auswertet.

Weil der Brechungsindex von Glas geringfügig von der Wellenlänge abhängt, wird blaues Licht dabei etwas stärker gebrochen als rotes, wodurch weißes Licht beim Austritt in ein farbiges Spektrum aufgefächert wird, wie es Prismen und Regenbogen zeigen.

Für eine einzelne der beiden Grenzflächen kannst du im Brechungs-Rechner als Eingabe Einfallswinkel sowie n₁ und n₂ des Prismenmaterials eintragen, etwa den Eintritt von Luft (n = 1,0) in Kronglas (n ≈ 1,52), um den jeweiligen Teilbrechungswinkel exakt nachzurechnen.

Die vollständige Gesamtablenkung durch beide Flächen und den Prismenwinkel zusammen bildet dieses Modell aber nicht ab, weil dafür zusätzlich die Geometrie des Prismas nötig wäre – nur die Einzelbrechung an einer Fläche.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Das bedeutet in der Praxis: Je größer der Unterschied der Brechungsindizes, desto stärker ändert der Strahl seine Richtung. Für die Interpretation ist wichtig, ob der Strahl zum Lot hin oder vom Lot weg gebrochen wird und ob der Grenzwinkel überhaupt erreicht werden kann.

Wenn das Ergebnis auf Totalreflexion springt, ist der nächste Schritt meist ein Vergleich mit Faseroptik, Glasprisma oder Messaufbau, um zu prüfen, ob das betrachtete Medium tatsächlich das optisch dichtere ist.

Die zugehörigen Materialkonstanten dokumentiert auch das NIST in seinen Referenzpublikationen.

Nützlich ist außerdem der Blick auf die Dispersion: Weil der Brechungsindex leicht von der Wellenlänge abhängt, wird blaues Licht stärker gebrochen als rotes. Genau darauf beruht die Farbaufspaltung im Prisma.

Für den Rechner bedeutet das, dass ein Tabellenwert immer für eine bestimmte Wellenlänge gilt und ein Ergebnis auf zwei Nachkommastellen mehr Genauigkeit vortäuscht, als die Materialkonstante hergibt.

Was das Modell nicht leistet: Das Brechungsgesetz liefert ausschließlich die Richtung des gebrochenen Strahls, nicht seine Helligkeit.

Auch weit unterhalb des Grenzwinkels wird stets ein Teil des Lichts an der Grenzfläche zurückgeworfen – bei senkrechtem Einfall auf Fensterglas mit n = 1,5 rund 4 Prozent je Fläche.

Wie sich die Intensität auf gebrochenen und reflektierten Anteil aufteilt, beschreiben erst die fresnelschen Formeln, die dieser Rechner bewusst nicht abbildet.

Für die Frage, wohin der Strahl läuft, genügt Snellius; für die Frage, wie viel Licht ankommt, nicht.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Leon untersucht im Physikunterricht Totalreflexion: Er will wissen, ab welchem Einfallswinkel Licht von Wasser (n₁ = 1,333) nach Luft (n₂ = 1,0) total reflektiert wird. Er gibt n₁ = 1,333, n₂ = 1,0 und Einfallswinkel = 50° ein.

Der Rechner ergibt: sin(θ₂) = (1,333 / 1,0) × sin(50°) = 1,021 – größer als 1, also Totalreflexion. Der kritische Grenzwinkel berechnet sich zu arcsin(1,0 / 1,333) ≈ 48,6°.

Zum Vergleich: Bei 45° Einfallswinkel ergibt sich sin(θ₂) = 0,943, also θ₂ ≈ 70,5° – noch keine Totalreflexion. Leon kann die Grenzwinkelschwelle direkt am Rechner ablesen und mit dem Schülerversuch am Halbkreiszylinder vergleichen.

In einem zweiten Durchgang dreht er die Medien um und schickt den Strahl von Luft nach Wasser: Bei 50 Grad Einfallswinkel ergibt sich ein Brechungswinkel von rund 35 Grad, und Totalreflexion tritt in dieser Richtung grundsätzlich nicht auf.

Damit hat er den Kernsatz der Stunde selbst hergeleitet – Totalreflexion ist nur beim Übergang vom optisch dichteren ins optisch dünnere Medium möglich.

Als Kontrollrechnung prüft er zusätzlich Glas nach Luft und erhält einen Grenzwinkel von etwa 42 Grad, was den Wert aus dem Tafelwerk bestätigt.

Nebenbei liest Leon ab, dass Licht im Wasser nur noch mit rund 224.901 km/s unterwegs ist – für das Protokoll notiert er diese Verlangsamung als eigentliche Ursache der Brechung. Brechung: Totalreflexion ab 48,6 Grad beim Uebergang Wasser nach Luft

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der folgenschwerste Messfehler entsteht direkt an der Grenzfläche: Der Winkel wird zur Oberfläche statt zum Lot gemessen, wodurch das Ergebnis sofort falsch wird. Ebenso wird Totalreflexion fälschlich auch für Übergänge von Luft nach Glas erwartet, obwohl sie nur in umgekehrter optischer Richtung möglich ist.

Ein dritter Fehler ist, Brechungsindex und Lichtgeschwindigkeit im Medium nicht als zusammenhängende Größen zu verstehen.

Wer zusätzlich die Reihenfolge der Medien vertauscht oder mit unpassenden Tabellenwerten arbeitet, landet beim Brechungswinkel schnell in der falschen Größenordnung.

Ein weiterer Irrtum betrifft den Sonderfall des senkrechten Einfalls: Trifft der Strahl genau entlang des Lots auf die Grenzfläche, bleibt seine Richtung unverändert, obwohl sich die Lichtgeschwindigkeit im Medium sehr wohl ändert.

Ebenso wird häufig übersehen, dass beim Übergang ins dünnere Medium ein rechnerischer Sinuswert über eins herauskommen kann – das ist kein Rechenfehler, sondern genau das mathematische Signal für Totalreflexion.

Ein letzter Stolperstein steckt in der Ausgabe des Grenzwinkels: Erscheint dort nur ein Strich statt einer Zahl, ist das kein fehlendes Ergebnis, sondern die zutreffende Aussage, dass es beim Weg ins optisch dichtere Medium überhaupt keinen Grenzwinkel geben kann.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Aus Einfallswinkel und den beiden Brechungsindizes ermittelt der Brechungs-Rechner über das snelliussche Brechungsgesetz den Brechungswinkel, den Grenzwinkel der Totalreflexion und die Aussage, ob der Strahl gebrochen oder vollständig zurückgeworfen wird.

So lassen sich Lichtübergänge zwischen Medien wie Luft, Wasser und Glas für Unterricht, Laborversuche und optische Vorabschätzungen rasch einordnen, ohne die Winkelfunktionen von Hand umzustellen.

Weil die Brechzahl von Gläsern und Kunststoffen je nach Sorte und Fertigungscharge leicht variiert, lohnt zur Absicherung schon vorab die Kontrolle mit realen, wellenlängenabhängigen Brechungsindizes aus Herstellerdatenblättern.

Wer den Grenzwinkel praktisch nutzen will, etwa für Glasfaser oder ein Prisma, sollte zusätzlich prüfen, welches der beiden Medien tatsächlich das optisch dichtere ist.

Ergänzend weist der Rechner die Lichtgeschwindigkeit im Zielmedium aus und macht damit anschaulich, dass der Brechungsindex nichts anderes misst als diese Verlangsamung.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Brechungswinkel 90°, Grenzwinkel 41,81031° und Ergebnis Totalreflexion

Glas-Luft-Übergang oberhalb des Grenzwinkels

Einfallswinkel
50°
Brechungsindex n1
1,5
Brechungsindex n2
1,0

Beispiel 2 · Mittel · Brechungswinkel 22,03°, Lichtgeschwindigkeit im zweiten Medium 224.900.569 m/s und Ergebnis Brechung

Licht trifft in 30° von Luft auf Wasser

Einfallswinkel
30°
Brechungsindex n1
1,0
Brechungsindex n2
1,333

Beispiel 3 · Komplex · Brechungswinkel 58,96°, Grenzwinkel 48,6°, Lichtgeschwindigkeit im zweiten Medium 299.792.458 m/s und Ergebnis Brechung

Licht tritt in 40° von Wasser in Luft aus

Einfallswinkel
40°
Brechungsindex n1
1,333
Brechungsindex n2
1,0

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  • Wasser n1=1,333 zu Luft n2=1,0, Vergleich 45 Grad und 50 Grad Einfallswinkel

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  • Infografik: Brechungsgesetz: n₁ · sin(α) = n₂ · sin(β), Luft (n₁ = 1,00), Glas (n₂ = 1,52), Lot, α > β, (zum Lot hin), BRECHUNGSINDIZES, Vakuum: 1,000 · Luft: 1,0003

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Quelle: Snelliusgesetz n1 × sin(α1) = n2 × sin(α2); Grenzwinkel αc = arcsin(n2/n1) für n1 > n2; Lichtgeschwindigkeit v = c0 / n.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Optik & Licht
Formeln basieren auf
Snelliusgesetz n1 × sin(α1) = n2 × sin(α2); Grenzwinkel αc = arcsin(n2/n1) für n1 > n2; Lichtgeschwindigkeit v = c0 / n.
Zitation & Richtlinien

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Rechner-Portal (2026). Brechungs-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/optik-licht/brechungs-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Brechungs-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/optik-licht/brechungs-rechner

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