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Linsen-Rechner: Brennweite, Bildweite und Linsengleichung

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

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m
m

Berechnete Werte

Bildweite b0.055556m
Brennweite f0.05 m
Gegenstandsweite g0.5 m
Abbildungsmaßstab-0.1111
Brechkraft20 dpt
Bildtypreelles, verkleinertes Bild

Strahlengang (Optik)

Einfallende und gebrochene Strahlen für Linsen-/Snellius-Berechnung.

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Kurzantwort

Die dünne Linsengleichung lautet 1/f = 1/b + 1/g.

Linsengleichung 1/f = 1/g + 1/b online lösen und Brennweite, Bildweite

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Linsen-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Die Linsengleichung lautet 1/f = 1/g + 1/b und verbindet Brennweite f, Gegenstandsweite g und Bildweite b einer dünnen Sammellinse. Nach der gesuchten Größe umgestellt ergibt sich die Bildweite als b = 1 / (1/f − 1/g), die Brennweite als f = 1 / (1/g + 1/b) und die Gegenstandsweite als g = 1 / (1/f − 1/b).

Der Linsengleichung-Rechner löst diese Gleichung für dich und gibt zusätzlich Abbildungsmaßstab und Brechkraft aus.

Der Rechner hilft bei der schnellen Einordnung von Brennweite, Gegenstandsweite und Bildweite für einfache optische Aufbauten, wie sie auch im Lehrbuch OpenStax University Physics im Optik-Kapitel behandelt werden.

Er ist besonders nützlich für Unterricht, Schulphysik, Laborversuche und technische Vorüberlegungen, wenn du verstehen willst, wo ein Bild entsteht, ob es reell oder virtuell ist und wie groß die Abbildung im Verhältnis zum Objekt ausfällt.

Die eigentliche Information steckt dabei in den Vorzeichen der Ausgabewerte. Bei einer 50-mm-Linse und einer Gegenstandsweite von 0,5 m meldet der Rechner einen Abbildungsmaßstab von −0,1111; das Minuszeichen steht für das umgekehrte, reelle Bild.

Rückt der Gegenstand mit g = 0,03 m innerhalb die Brennweite, kippen beide Vorzeichen: Die Bildweite wird mit −0,075 m negativ, der Maßstab mit +2,5 positiv.

Genau diesen Fall benennt der Rechner im Klartext als virtuelles, aufrechtes Bild – die Lupensituation. Strahlengang an einer Sammellinse mit Brennweite, Gegenstandsweite und Bildweite

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Für die Linsengleichung gibst du zwei Größen ein: die Brennweite f der Sammellinse und die Gegenstandsweite g, jeweils in Metern. Die Brennweite stammt meist aus den Objektivdaten oder der Linsenbeschriftung, die Gegenstandsweite aus der Aufgabenstellung oder einer Messung am optischen Aufbau, also dem Abstand zwischen Gegenstand und Linsenmitte.

Achte darauf, beide Werte in derselben Einheit anzugeben: Eine Brennweite von 50 Millimetern wird zu 0,05 Metern, ein Objektabstand von 50 Zentimetern zu 0,5 Metern.

Aus Brennweite und Gegenstandsweite berechnet der Rechner anschließend Bildweite, Abbildungsmaßstab und Brechkraft.

Liegt die Gegenstandsweite kleiner als die Brennweite, entsteht statt eines reellen Schirmbildes ein virtuelles Bild wie bei einer Lupe – der Rechner weist dann eine negative Bildweite aus.

Ein Einheiten-Dropdown steht bei diesen beiden Feldern nicht zur Verfügung: Millimeterangaben aus Objektivdatenblättern rechnest du deshalb selbst in Meter um, bevor du sie einträgst.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

1 / f = 1 / b + 1 / g

m = b / g

D = 1 / f (Dioptrie)

Formeltafel zur dünnen Linse: Abbildungsgleichung mit Brennweite, Gegenstands- und Bildweite, dazu Abbildungsmaßstab und Brechkraft.
Abbildungsgleichung der dünnen Linse mit Abbildungsmaßstab und Brechkraft in Dioptrien.

Nachschlagen

Linsengleichung, Linsenmacherformel und Abbildungsgesetz im Vergleich

Linsenmacherformel, Abbildungsgesetz und Mehrlinsensysteme tauchen häufig zusammen mit der Linsengleichung in Suchanfragen auf, meinen aber jeweils etwas anderes. Die Tabelle ordnet die Begriffe ein und zeigt, was dieser Rechner davon tatsächlich berechnet.

Vergleich der Begriffe Linsengleichung, Linsenmacherformel (Linsenschleiferformel), allgemeines Abbildungsgesetz und Mehrlinsensystem mit Formel und Bezug zu diesem Rechner
BegriffWas er beschreibtFormelIn diesem Rechner
Dünne LinsengleichungBildlage (Bildweite) einer einzelnen dünnen Sammel- oder Zerstreuungslinse aus Brennweite und Gegenstandsweite1/f = 1/g + 1/bJa – Kernformel dieses Rechners
Linsenmacherformel (Linsenschleiferformel)Ermittelt die Brennweite f selbst aus den Krümmungsradien R₁, R₂ der beiden Linsenflächen und der Brechzahl n des Glases1/f = (n − 1) · (1/R₁ − 1/R₂)Nein – f wird hier als bekannter Eingabewert vorausgesetzt
Allgemeines Abbildungsgesetz (Linsen und Spiegel)Gleiche Grundform wie die Linsengleichung, gilt zusätzlich für Hohl- und Wölbspiegel mit eigener Vorzeichenkonvention für f1/f = 1/g + 1/b (Spiegel: abweichende Vorzeichenregel)Nein – nur der Linsenfall wird berechnet
Mehrlinsensystem (Linsen in Kontakt)Brechkräfte mehrerer dünner Linsen in unmittelbarem Kontakt addieren sich zur GesamtbrechkraftD_ges = D₁ + D₂ + …Nein – nur eine einzelne Linse je Berechnung

Alle vier Formeln gelten für die idealisierte dünne Linse ohne Linsendicke, Hauptebenen oder Aberrationen. Quelle: OpenStax University Physics Volume 2, Kapitel Geometrische Optik; NIST SP811 (Einheiten), geprüft 26.09.2026.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Linsen-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie lautet die Linsengleichung und wie berechnet man damit die Bildweite?

Die Linsengleichung lautet 1/f = 1/g + 1/b und verknüpft Brennweite f, Gegenstandsweite g und Bildweite b einer dünnen Sammellinse.

Nach b umgestellt ergibt sich b = 1 / (1/f − 1/g): Du setzt die bekannte Brennweite und Gegenstandsweite ein und bildest den Kehrwert der Differenz.

Beispiel: Bei f = 0,05 m und g = 0,5 m folgt b = 1 / (20 − 2) ≈ 0,0556 m, also gut 5,6 Zentimeter hinter der Linse. Alle drei Längen müssen dabei in derselben Einheit stehen, sonst verschiebt sich das Ergebnis um ganze Zehnerpotenzen.

Der Rechner übernimmt die Umstellung automatisch und liefert zusätzlich Abbildungsmaßstab und Brechkraft in Dioptrien mit.

Die Formel gilt streng nur für eine idealisierte dünne Linse ohne eigene Dicke; bei dicken Linsen oder mehrlinsigen Objektiven weicht die reale Bildlage geringfügig ab, wie die Linsenmacherformel weiter unten zeigt.

Wie berechnet man die Brennweite einer Sammellinse aus Gegenstands- und Bildweite?

Die Brennweite ermittelst du aus der umgestellten Linsengleichung f = 1 / (1/g + 1/b), sobald Gegenstandsweite g und die zugehörige Bildweite b bekannt sind, etwa aus einem Versuch mit scharfem Schirmbild.

Beispiel: Liegt der Gegenstand bei g = 0,5 m und das scharfe Bild bei b = 0,0556 m, ergibt sich f = 1 / (2 + 18) = 0,05 m, also 50 Millimeter, entsprechend 20 Dioptrien Brechkraft.

Achte darauf, g und b in derselben Längeneinheit einzusetzen; gibst du beide in Millimetern ein, liefert die Formel f ebenfalls in Millimetern.

Miss die Gegenstandsweite immer vom Linsenmittelpunkt aus, nicht vom Rand der Fassung, sonst verschiebt sich das Ergebnis um mehrere Prozent.

Für eine einzelne dünne Sammellinse reicht diese Rechnung aus; bei einem realen, mehrlinsigen Objektiv weicht die effektive Brennweite wegen der Hauptebenen zusätzlich etwas ab.

Wie berechnet man die Gegenstandsweite g aus Brennweite und Bildweite?

Die Gegenstandsweite g folgt aus der nach g umgestellten Linsengleichung g = 1 / (1/f − 1/b), wenn Brennweite f und Bildweite b bereits feststehen.

Beispiel: Bei f = 0,1 m und einer gemessenen Bildweite von b = −0,15 m ergibt sich g = 1 / (10 − (−6,667)) = 1 / 16,667 ≈ 0,06 m, also 6 Zentimeter — das entspricht dem klassischen Lupenaufbau mit virtuellem Bild.

Ein negatives b darfst du dabei nicht weglassen, sondern musst es mit Vorzeichen in die Formel einsetzen, sonst kippt das Ergebnis.

Nutze diese Umstellung zum Beispiel, wenn du aus einer Objektiv- oder Lupenspezifikation den passenden Arbeitsabstand für einen Aufbau ermitteln willst.

Wie bei den anderen beiden Größen gilt auch hier nur die Näherung der dünnen Linse, reale Optiken mit mehreren Linsengruppen weichen etwas ab.

Wie stellt man die Linsengleichung nach der Bildweite b um?

Um die Linsengleichung 1/f = 1/g + 1/b nach b umzustellen, isolierst du zuerst 1/b = 1/f − 1/g und bildest anschließend den Kehrwert: b = 1 / (1/f − 1/g).

Beispiel: Bei f = 0,05 m und g = 0,5 m ergibt sich 1/b = 20 − 2 = 18, also b ≈ 0,0556 m, ein positives, reelles Bild.

Steht der Gegenstand dagegen innerhalb der Brennweite, etwa bei f = 0,1 m und g = 0,06 m, wird die Differenz negativ und b = −0,15 m: Das Minuszeichen zeigt ein virtuelles Bild an, das sich nicht auf einem Schirm auffangen lässt.

Achte deshalb immer zuerst auf das Vorzeichen von 1/f − 1/g, bevor du den Kehrwert bildest, denn genau dieses Vorzeichen entscheidet über reell oder virtuell.

Der Rechner übernimmt diese Fallunterscheidung automatisch und benennt den Bildtyp im Klartext.

Was ist der Abbildungsmaßstab (die Vergrößerung) einer Linse und wie berechnet man ihn?

Der Abbildungsmaßstab beschreibt die Vergrößerung einer Linse als Verhältnis von Bild- zu Gegenstandsgröße und berechnet sich aus m = −b / g, also der Bildweite geteilt durch die Gegenstandsweite mit umgekehrtem Vorzeichen.

Beispiel: Bei f = 0,02 m und g = 0,025 m ergibt sich b = 0,1 m und damit m = −0,1 / 0,025 = −4, das Bild ist also viermal größer und steht auf dem Kopf – typisch für ein Mikroskop-Objektiv nahe der Brennweite.

Ein Betrag über 1 bedeutet Vergrößerung, ein Betrag unter 1 Verkleinerung, das Vorzeichen zeigt zusätzlich aufrecht oder umgekehrt an.

Nutze diesen Wert, um vorab abzuschätzen, wie groß ein Bild auf Sensor oder Schirm ausfällt, bevor du einen Aufbau tatsächlich justierst.

Nur bei virtuellen Bildern, deren Bildweite negativ ist, wird der Maßstab positiv und das Bild erscheint aufrecht statt umgekehrt.

Wie hängen Dioptrien und Brennweite einer Linse zusammen?

Dioptrien und Brennweite hängen über den Kehrwert zusammen: Die Brechkraft D in Dioptrien ergibt sich aus D = 1 / f, wobei f in Metern einzusetzen ist.

Bei f = 1 m ergibt das exakt 1 Dioptrie, bei f = 0,5 m bereits 2 Dioptrien, und bei einer kurzen 50-Millimeter-Linse (f = 0,05 m) sind es schon 20 Dioptrien.

Je kürzer die Brennweite, desto stärker bricht die Linse das Licht und desto höher die Dioptrienzahl; Sammellinsen liefern positive, Zerstreuungslinsen negative Werte.

Achte unbedingt auf die Einheit Meter, denn wer versehentlich Millimeter einsetzt, erhält ein um den Faktor 1000 verfälschtes Ergebnis.

Kombinierst du zwei dünne Linsen direkt hintereinander in Kontakt, addieren sich ihre Brechkräfte näherungsweise zu D_ges = D₁ + D₂ — dieser Rechner berechnet aber stets nur eine einzelne Linse je Aufruf.

Wann entsteht ein reelles und wann ein virtuelles Bild bei einer Sammellinse?

Ob ein reelles oder virtuelles Bild entsteht, hängt vom Verhältnis der Gegenstandsweite g zur Brennweite f ab.

Steht der Gegenstand außerhalb der Brennweite (g größer f), liefert die Linsengleichung eine positive Bildweite und damit ein reelles, umgekehrtes Bild, das sich auf Schirm oder Sensor auffangen lässt.

Steht er dagegen innerhalb der Brennweite (g kleiner f), wird die Bildweite negativ, und es entsteht ein virtuelles, aufrechtes und vergrößertes Bild wie bei einer Lupe.

Im Grenzfall g gleich f laufen die Strahlen parallel, die Linsengleichung liefert keinen endlichen Wert für b, und es entsteht gar kein Bild – der Rechner meldet diesen Sonderfall ausdrücklich als Parallelbild ohne Bild statt eines Zahlenwerts.

Konkret: Bei f = 50 mm und g = 200 mm ergibt sich b ≈ 66,7 mm, ein reelles Bild; bei f = 50 mm und g = 30 mm dagegen b = −75 mm, also virtuell.

Prüfe bei Werten nahe g = f deshalb immer das Vorzeichen der Bildweite, bevor du das Ergebnis für einen realen Aufbau nutzt.

Was ist der Unterschied zwischen der Linsengleichung und der Linsenmacherformel (Linsenschleiferformel)?

Die Linsengleichung 1/f = 1/g + 1/b berechnet die Bildlage einer Linse, wenn die Brennweite f bereits als bekannter Wert vorliegt — genau das macht dieser Rechner, etwa mit f = 0,05 m und g = 0,5 m zu b ≈ 0,0556 m.

Die Linsenmacherformel, auch Linsenschleiferformel genannt, geht einen Schritt weiter zurück und ermittelt f selbst aus der Linsengeometrie: 1/f = (n − 1) · (1/R₁ − 1/R₂), mit den Krümmungsradien R₁ und R₂ der beiden Linsenflächen und der Brechzahl n des Glasmaterials.

Diese Rückrechnung von der Geometrie zur Brennweite bildet dieser Rechner bewusst nicht ab, weil dafür zusätzliche geometrische und Materialangaben nötig wären, die ein Standardanwender selten zur Hand hat.

Wer stattdessen eine bekannte Objektiv- oder Brillenglasbrennweite einsetzt, ist bei der Linsengleichung genau richtig; wer eine Linse aus Rohlingsdaten neu auslegt, braucht zusätzlich die Linsenmacherformel.

Was besagt das allgemeine Abbildungsgesetz der Optik – gilt es auch für Spiegel?

Das allgemeine Abbildungsgesetz der Optik hat dieselbe Form wie die Linsengleichung, 1/f = 1/g + 1/b, gilt aber nicht nur für Linsen, sondern auch für sphärische Hohl- und Wölbspiegel, allerdings mit einer abweichenden Vorzeichenkonvention für die Brennweite f.

Bei einem Hohlspiegel mit f = 0,05 m und einem Gegenstand bei g = 0,5 m ergäbe sich rechnerisch dieselbe Bildweite b ≈ 0,0556 m wie bei der entsprechenden Sammellinse – die Struktur der Gleichung ist identisch, nur die physikalische Herkunft und die Vorzeichenregel für Hohl- gegenüber Wölbspiegeln unterscheiden sich.

Dieser Rechner deckt ausschließlich den Linsenfall ab und überträgt keine Spiegel-Vorzeichenregeln.

Willst du stattdessen einen Hohlspiegel oder Wölbspiegel auslegen, brauchst du die spiegeloptische Variante mit eigener Konvention, nicht dieses Werkzeug für Linsen.

Worin unterscheidet sich die Brennweite in Fotografie und Schulphysik?

In der Schulphysik bezeichnet die Brennweite die Eigenschaft einer einzelnen dünnen Sammellinse und steht direkt in der Linsengleichung 1/f = 1/g + 1/b, mit der sich Bildlage und Abbildungsmaßstab berechnen lassen – das ist der Fall, den dieser Rechner abdeckt.

In der Fotografie meint Brennweite dagegen meist die feste Konstruktionsbrennweite eines kompletten Objektivs aus mehreren Linsengruppen, die zusammen mit der Sensorgröße den Bildwinkel bestimmt, etwa 24 Millimeter Weitwinkel oder 200 Millimeter Tele.

Für reale Kameraobjektive ist die einfache dünne-Linsen-Formel nur eine grobe Näherung, weil Hauptpunktlagen, Linsendicke und Aberrationen die effektive Bildlage verschieben.

Wer den Bildwinkel oder die Schärfentiefe eines fotografischen Objektivs ermitteln möchte, sollte deshalb spezialisierte Foto-Rechner nutzen.

Wer dagegen die Bildlage einer einzelnen Schul- oder Laborlinse bestimmen will, gibt hier Brennweite f und Gegenstandsweite g ein und erhält Bildweite, Abbildungsmaßstab und Brechkraft direkt.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Für die praktische Interpretation bedeutet das: Eine positive Bildweite weist auf ein reelles Bild hin, das sich auf einem Sensor oder Schirm auffangen lässt. Eine negative Bildweite bedeutet dagegen ein virtuelles Bild, wie bei einer Lupe im Nahbereich.

Wenn das Ergebnis nicht zu deinem Aufbau passt, solltest du als Nächstes prüfen, ob die Brennweite als Sammellinse gedacht ist, ob die Distanzen korrekt gemessen wurden und ob die dünne-Linsen-Näherung für das reale Objektiv überhaupt genügt.

Die geometrische Optik mit Linsen erklärt LEIFI Physik mit interaktiven Simulationen besonders anschaulich.

Brennweite in der Fotografie versus Schulphysik: Dieser Rechner behandelt die Brennweite im Sinne der Optik und Schulphysik, also als Eigenschaft einer einzelnen Sammellinse in der Linsengleichung.

In der Fotografie meint Brennweite dagegen meist die feste Konstruktionsbrennweite eines mehrlinsigen Objektivs, die den Bildwinkel bestimmt.

Für reale Kameraobjektive mit Brennweiten von 24, 50 oder 200 Millimetern ist die einfache dünne-Linsen-Gleichung nur eine grobe Näherung, weil Hauptpunktlagen und mehrere Linsengruppen die effektive Bildlage verschieben.

Abgrenzung zu Linsenmacherformel und Abbildungsgesetz: Dieser Linsenrechner setzt die Brennweite f als bekannten Wert voraus und berechnet daraus Bildweite, Vergrößerung und Brechkraft.

Die Linsenmacherformel (auch Linsenschleiferformel genannt) geht einen Schritt weiter zurück und leitet f selbst aus Krümmungsradien und Brechzahl des Glases her – das ist eine eigene Rechnung, die dieser Rechner nicht abbildet.

Das allgemeine Abbildungsgesetz der Optik hat dieselbe Form wie die Linsengleichung und gilt zusätzlich für Hohl- und Wölbspiegel, allerdings mit eigener Vorzeichenkonvention.

Eine Übersicht mit Formeln liefert die Vergleichstabelle weiter unten auf dieser Seite.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Anna richtet ein Makro-Aufbaustativ ein: Sie hat ein Makroobjektiv mit 50 mm Brennweite (f = 0,05 m) und will ein 5 mm kleines Insekt fotografieren. Sie wählt Gegenstandsweite g = 0,06 m.

Der Rechner ergibt: Bildweite b = 1 / (1/0,05 − 1/0,06) ≈ 0,30 m, Abbildungsmaßstab M = 0,30 / 0,06 = 5,0×. Das 5-mm-Insekt erscheint 25 mm groß auf dem Sensor – ein reelles Bild mit fünffacher Vergrößerung. Brechkraft = 1 / 0,05 = 20 Dioptrien.

Anna erkennt: Bei g = 0,055 m würde b auf 0,55 m ansteigen, bei g < 0,05 m entstände gar kein reelles Schirmbild mehr.

Zur Gegenprobe rechnet sie eine klassische Porträtsituation mit derselben Linse: Bei einer Gegenstandsweite von 2 Metern ergibt sich eine Bildweite von rund 0,051 Metern und ein Abbildungsmaßstab von etwa 0,026 – das Motiv erscheint also stark verkleinert auf dem Sensor.

Der Vergleich beider Läufe zeigt ihr die zentrale Eigenschaft der Linsengleichung: Je näher der Gegenstand an die Brennweite rückt, desto weiter wandert das Bild von der Linse fort und desto größer wird die Abbildung.

Für den Makroaufbau plant sie deshalb genügend Auszug zwischen Linse und Sensor ein. Linsengleichung: 50-mm-Makroobjektiv bei 60 mm Abstand ergibt 5-fache Vergroesserung

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Eingabefehler betrifft die Einheiten: 50 Millimeter Objektivbrennweite werden als 50 Meter eingegeben oder mit 0,5 Metern verwechselt. Ebenso wird übersehen, dass der Bildmaßstab ein Vorzeichen trägt und die Bildumkehr mit beschreibt.

Ein dritter häufiger Fehler ist, mehrlinsige reale Systeme wie ein ideales einzelnes Linsenelement zu behandeln, obwohl Hauptpunkte und effektive Brennweite abweichen können.

Wer außerdem die Gegenstandsweite innerhalb der Brennweite nicht erkennt, erwartet ein reelles Schirmbild, obwohl der Linsen-Rechner dann ein virtuelles Bild zeigt.

Häufig unterschätzt wird auch das Vorzeichen der Bildweite: Ein negativer Wert ist kein Rechenfehler, sondern der klare Hinweis auf ein virtuelles Bild, das sich nicht auf einem Schirm auffangen lässt.

Ebenso wird der Sonderfall vergessen, dass ein Gegenstand exakt in der Brennebene gar kein Bild erzeugt, weil die Strahlen parallel austreten und sich erst im Unendlichen schneiden würden.

Und wer eine Zerstreuungslinse mit positiver Brennweite einträgt, erhält zwangsläufig ein unbrauchbares Ergebnis.

Praktisch fällt die Millimeter-Verwechslung übrigens sofort an der Brechkraft auf: f = 50 statt f = 0,05 liefert 0,02 Dioptrien statt 20 – ein Wert, den keine reale Sammellinse hat.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Bildweite, Abbildungsmaßstab und Brechkraft einer idealisierten dünnen Linse berechnet der Linsen-Rechner aus Brennweite und Gegenstandsweite und macht sichtbar, wo ein Bild entsteht und wie groß es ausfällt.

Das Ergebnis hilft, optische Aufbauten für Fotografie, Labor und Unterricht schnell zu planen.

Ob das reale Objektiv als dünne Linse hinreichend genau beschrieben wird oder ob Hauptpunktlage, Blende und Fokussierweg gesondert betrachtet werden müssen, ist die entscheidende Prüfung vor der weiteren Auslegung.

Weil die Rechnung eine ideale dünne Linse voraussetzt, bleibt sie eine Näherung für reale, mehrlinsige Systeme – für Unterricht, Laboraufbauten und erste Auslegungen ist diese Genauigkeit jedoch völlig ausreichend.

Der zusätzlich ausgewiesene Bildtyp fasst in Worten zusammen, was die Vorzeichen von Bildweite und Maßstab im Detail besagen: reell oder virtuell, aufrecht oder umgekehrt, vergrößert oder verkleinert.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Bildweite -0,15 m, Abbildungsmaßstab 2,5, Brechkraft 10 dpt und Bildtyp Virtuelles Bild

Lupe mit Gegenstand innerhalb der Brennweite

Brennweite f
0,10 m
Gegenstandsweite g
0,06 m

Beispiel 2 · Mittel · Bildweite 0,2083 m, Abbildungsmaßstab -0,0417, Brechkraft 5 dpt und Bildtyp reelles, verkleinertes Bild

Teleobjektiv fotografiert ein weit entferntes Motiv

Brennweite f
0,20 m
Gegenstandsweite g
5,00 m

Beispiel 3 · Komplex · Bildweite 0,1 m, Abbildungsmaßstab -4, Brechkraft 50 dpt und Bildtyp reelles, vergrößertes Bild

Mikroskop-Objektiv mit Gegenstand nahe der Brennweite

Brennweite f
0,02 m
Gegenstandsweite g
0,025 m

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Weiternutzung

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  • Brennweite 50mm, Gegenstandsweite 60mm, 5-fache Vergrößerung, reelles Bild

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  • Infografik: Linsengleichung: 1/f = 1/g + 1/b, FORMEL, 1/f = 1/g + 1/b, D = 1/f [Dioptrien, dpt], ABBILDUNGSMASSSTAB, V = B/G = b/g, V > 1: Vergrößerung, V < 1: Verkleinerung

    Linsen-Rechner Strahlengang

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Quelle: Dünne Linsengleichung 1/f = 1/b + 1/g; Abbildungsmaßstab m = -b/g; Brechkraft D = 1/f.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Optik & Licht
Formeln basieren auf
Dünne Linsengleichung 1/f = 1/b + 1/g; Abbildungsmaßstab m = -b/g; Brechkraft D = 1/f.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Linsen-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/optik-licht/linsen-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Linsen-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/optik-licht/linsen-rechner

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