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Dreiecksrechner: Seiten, Winkel, Fläche und Umfang berechnen

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Kurzantwort

Wähle, welche Größen bekannt sind (SSS, SWS, WSW oder SSW), gib die passenden Seiten und Winkel ein und berechne alle fehlenden Seiten, Winkel, Fläche, Umfang, Höhen sowie In- und Umkreisradius.

Dreieck berechnen aus drei Seiten oder aus Seiten und Winkeln: fehlende Seiten, Winkel

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Dreiecksrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Sobald du drei passende Angaben kennst – egal ob drei Seiten, zwei Seiten mit Winkel oder zwei Winkel mit Seite –, löst der Dreiecksrechner ein Dreieck vollständig auf. Aus diesen Startwerten berechnet er die fehlenden Seiten, alle drei Winkel, die Fläche, den Umfang, die drei Höhen sowie den Inkreis- und Umkreisradius.

Damit deckt er die klassische Frage „dreieck berechnen“ in einem Schritt ab, statt Kosinussatz, Sinussatz und Flächenformel einzeln von Hand anzuwenden.

Die Bezeichnung folgt der üblichen Konvention: Seite a liegt dem Winkel α gegenüber, Seite b dem Winkel β und Seite c dem Winkel γ. Wer diese Zuordnung im Kopf behält, gibt die Werte gleich richtig ein und erkennt Vertauschungen sofort.

Typische Anwendungsfälle sind Grundstücks- und Dachflächen, Zuschnitte im Handwerk, Vermessungsaufgaben und Geometrie-Übungen in Schule und Studium.

Anders als der Pythagoras-Rechner ist dieser Rechner nicht auf rechte Winkel beschränkt, sondern arbeitet mit beliebigen Dreiecken. Grundlagen und Herleitungen zu Dreiecken erklärt Serlo Mathematik mit interaktiven Beispielen.

Zur Orientierung zeigt die Skizze die übliche Benennung von Seiten und Winkeln. Dreieck-Bezeichnungen: Seiten a, b, c liegen den Winkeln Alpha, Beta, Gamma gegenüber, Winkelsumme 180 Grad

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Wähle zuerst, welche Größen du kennst, denn davon hängt ab, welche Felder ausgefüllt werden müssen. Bei SSS trägst du die drei Seiten a, b und c ein.

Bei SWS gibst du zwei Seiten a und b sowie den eingeschlossenen Winkel γ an, der genau zwischen diesen beiden Seiten liegt. Bei WSW brauchst du zwei Winkel α und β und die dazwischenliegende Seite c.

Bei SSW nutzt du zwei Seiten a und b und den Winkel α, der der Seite a gegenüberliegt. Verwende überall dieselbe Längeneinheit und trage Winkel in Grad ein.

Die sechs Zahlenfelder a, b, c, α, β und γ sind immer alle sichtbar, doch je Modus wertet der Rechner nur drei davon aus – die anderen drei bleiben stumm, egal was darin steht.

Genau darin liegt die häufigste Fehlbedienung: Wer im Modus SWS zusätzlich die Seite c einträgt, weil sie in der Aufgabe steht, ändert am Ergebnis nichts und wundert sich später über einen abweichenden Wert.

Merke dir deshalb die Zuordnung pro Modus: SSS liest a, b, c; SWS liest a, b, γ; WSW liest α, β, c; SSW liest a, b, α.

Winkel erwartet der Rechner ausschließlich in Grad – ein im Bogenmaß eingetragener Wert wie 0,64 wird als 0,64 Grad gelesen und führt zu einem stark verzerrten Dreieck, ohne dass eine Warnung erscheint.

Achte darauf, dass die drei Seiten die Dreiecksungleichung erfüllen: Jede Seite muss kürzer sein als die Summe der beiden anderen.

Verletzt du sie – etwa mit 2, 3 und 10 –, liefert der Rechner keine Fehlermeldung, sondern setzt schlicht alle Ausgabewerte auf null.

Ein Ergebnis, in dem Seiten, Winkel und Fläche gemeinsam auf null stehen, ist deshalb als Ablehnung der Eingabe zu lesen, nicht als Rechenergebnis.

Bei den Winkelmodi muss die Summe der bekannten Winkel unter 180 Grad bleiben, sonst existiert kein Dreieck. Runde deine Eingaben nicht vorab, damit sich Messfehler nicht über Kosinus- und Sinusfunktion verstärken.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner kombiniert vier bekannte Beziehungen. Bei drei gegebenen Seiten liefert der Kosinussatz die Winkel: Der Winkel α ergibt sich aus cos(α) = (b² + c² − a²) ÷ (2·b·c), analog für β und γ.

Ist ein Winkel zwischen zwei Seiten bekannt (SWS), berechnet der Kosinussatz die dritte Seite über c² = a² + b² − 2·a·b·cos(γ).

Bei zwei bekannten Winkeln folgt der dritte aus der Winkelsumme 180 Grad, und der Sinussatz a ÷ sin(α) = b ÷ sin(β) = c ÷ sin(γ) liefert die fehlenden Seiten.

Die Fläche berechnet der Satz des Heron aus dem halben Umfang s = (a + b + c) ÷ 2 als A = √(s·(s−a)·(s−b)·(s−c)). Aus der Fläche folgen die Höhen über hₐ = 2·A ÷ a, der Inkreisradius über r = A ÷ s und der Umkreisradius über R = (a·b·c) ÷ (4·A).

Welcher Weg der richtige ist, hängt allein davon ab, welche drei Größen du eingibst. Am Beispiel eines Grundstücks mit 40 m, 35 m und 25 m ergibt die Formel von Heron rund 433 m². Heron-Formel: Dreieck mit 40 m, 35 m und 25 m, halber Umfang s = 50 m, Fläche Wurzel aus 187500 rund 433 Quadratmeter

Dreieck-Formeln: Fläche gleich 1/2 mal Grundlinie mal Höhe, Umfang gleich a plus b plus c.
Formeln des Dreieck-Rechners für Fläche und Umfang.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Dreiecksrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechne ich ein Dreieck aus drei bekannten Seiten?

Wähle den Modus SSS und gib die drei Seiten ein, zum Beispiel a = 3, b = 4 und c = 5. Der Rechner bestimmt die Winkel über den Kosinussatz: cos(α) = (b² + c² − a²) ÷ (2·b·c). Für das 3-4-5-Dreieck ergibt das α ≈ 36,87°, β ≈ 53,13° und γ = 90°.

Anschließend liefert der Satz des Heron die Fläche von 6 und der Umfang beträgt 12. Voraussetzung ist die Dreiecksungleichung: Jede Seite muss kürzer sein als die Summe der beiden anderen.

Erst wenn diese Bedingung erfüllt ist, existiert ein gültiges Dreieck und der Rechner gibt ein Ergebnis aus.

In der Praxis taucht das 3-4-5-Dreieck oft im Bau auf, um rechte Winkel zu prüfen: Wer 3 m, 4 m und 5 m am Fundament absteckt, erhält exakt 90°.

Der Rechner eignet sich auch für Grundstücksmessungen, bei denen nur drei Abstände vorliegen, aber alle Winkel gesucht werden. Außerdem ist der Satz des Pythagoras a² + b² = c² ein Sonderfall des Kosinussatzes für γ = 90°.

Wie wird die Fläche eines Dreiecks berechnet?

Aus drei Seiten nutzt der Rechner den Satz des Heron. Zuerst wird der halbe Umfang s = (a + b + c) ÷ 2 gebildet, danach gilt A = √(s·(s−a)·(s−b)·(s−c)).

Beispiel: Bei a = 40 m, b = 35 m und c = 25 m ist s = 50 m, also A = √(50·10·15·25) = √187500 ≈ 433 m². Kennst du Grundlinie und zugehörige Höhe, geht es einfacher über A = Grundlinie × Höhe ÷ 2.

Entscheidend ist dabei die senkrechte Höhe zur Grundlinie, nicht eine schräge Seitenkante. Beide Wege führen zum selben Ergebnis, wenn die Höhe korrekt lotrecht gemessen ist.

In der Schule wird die Flächenformel oft am rechtwinkeligen Dreieck eingeführt: Zwei Katheten dienen als Grundlinie und Höhe, etwa 6 cm und 8 cm ergeben 24 cm².

Im Außenbereich lässt sich so auch die Fläche eines dreieckigen Rasenstücks bestimmen, wenn ein Zollstock lediglich die drei Grenzlinien abgreift. Das Rechner-Ergebnis erscheint in der gleichen Einheit wie die Eingabe, also m² bei Meterangaben.

Was bedeuten die Modi SSS, SWS, WSW und SSW?

Die vier Kürzel beschreiben, welche drei Größen bekannt sind.

SSS steht für drei Seiten, SWS für zwei Seiten mit dem eingeschlossenen Winkel dazwischen, WSW für zwei Winkel mit der Seite zwischen ihnen und SSW für zwei Seiten mit einem gegenüberliegenden Winkel.

Jede dieser Kombinationen legt ein Dreieck grundsätzlich fest – mit einer Ausnahme: SSW kann in bestimmten Fällen zwei verschiedene Dreiecke zulassen. Der jeweils passende Rechenweg ergibt sich automatisch aus dem gewählten Modus.

Wähle also zuerst den Modus, der zu deinen bekannten Angaben passt, und fülle danach nur die dafür nötigen Felder aus.

Ein praktisches Beispiel für SWS ist ein Dachgiebel, bei dem beide Dachschrägen und der eingeschlossene Firstwinkel von 110° bekannt sind.

WSW passt dagegen für ein Landvermessungsszenario, wo zwei Richtungswinkel zu einem Punkt und die Basisstrecke zwischen den Messstellen vorliegen.

Zögere beim SSW-Modus kurz: Falls du a, b und α eingibst, prüfe vorab mit einer Skizze, ob eine oder zwei Lösungen geometrisch möglich sind.

Wann verwende ich den Kosinussatz und wann den Sinussatz?

Der Kosinussatz hilft, wenn du drei Seiten (SSS) oder zwei Seiten mit dem eingeschlossenen Winkel (SWS) kennst. Er lautet c² = a² + b² − 2·a·b·cos(γ) und lässt sich auch nach den Winkeln umstellen.

Der Sinussatz a ÷ sin(α) = b ÷ sin(β) = c ÷ sin(γ) ist dagegen der richtige Weg, wenn ein Winkel und die gegenüberliegende Seite bekannt sind, wie bei WSW und SSW. Der Rechner wählt den passenden Satz automatisch anhand des Modus.

Als Faustregel gilt: Fehlt eine Seite zwischen zwei bekannten Seiten, nimm den Kosinussatz; geht es um Seiten-Winkel-Paare, ist der Sinussatz zuständig.

Konkret: Bei a = 8 cm, b = 6 cm und γ = 60° ergibt der Kosinussatz c² = 64 + 36 − 48 = 52, also c ≈ 7,21 cm. Willst du danach Winkel α bestimmen, wechselt der Rechner automatisch zum Sinussatz.

Dieses Zusammenspiel beider Sätze ist typisch für Aufgaben in der Geodäsie, etwa beim Abstecken von Grundstücksgrenzen aus zwei Messpunkten.

Wie erkenne ich, ob drei Seiten überhaupt ein Dreieck bilden?

Prüfe die Dreiecksungleichung: Die Summe zweier Seiten muss stets größer sein als die dritte Seite. Die Seiten 2, 3 und 10 bilden also kein Dreieck, weil 2 + 3 = 5 kleiner als 10 ist – die kurzen Seiten reichen nicht zusammen.

Die Seiten 5, 6 und 7 dagegen erfüllen die Bedingung (5 + 6 > 7) und ergeben ein gültiges Dreieck. Der Rechner prüft diese Regel automatisch und gibt kein Ergebnis aus, wenn sie verletzt ist.

Ein leeres oder null-Ergebnis ist deshalb meist ein Hinweis auf eine unmögliche Seitenkombination oder auf gemischte Einheiten in der Eingabe.

Das Grenzgebilde, bei dem eine Seite genau gleich der Summe der anderen beiden ist, nennt sich entartetes Dreieck und fällt auf eine Gerade zusammen. Der Rechner zeigt in diesem Fall ebenfalls kein Ergebnis, da Winkel und Fläche nicht definiert sind.

Beim Arbeiten mit Maßeinheiten aus der Praxis – etwa Kilometer für Landkarten – sollten alle drei Seiten vor der Eingabe auf dieselbe Einheit umgerechnet werden.

Was ist der zweideutige Fall bei SSW?

Wenn zwei Seiten und ein gegenüberliegender Winkel bekannt sind (SSW), kann es manchmal zwei gültige Dreiecke geben – ein spitzwinkliges und ein stumpfwinkliges.

Der Sinussatz liefert für sin(β) nämlich zwei mögliche Winkel, deren Summe 180° ergibt, etwa 40° und 140°. Beide können je nach Restwinkel zu einem echten Dreieck führen. Der Rechner gibt hier die spitzwinklige Lösung aus.

Ob in deiner Aufgabe die andere Variante gemeint ist, entscheidest du am besten mit einer Skizze. In vielen Praxisfällen ist durch die Aufgabenstellung ohnehin nur eine Lösung sinnvoll, etwa wenn eine der Seiten deutlich länger ist.

Konkret tritt der zweideutige Fall auf, wenn die gegebene Seite a kürzer ist als b, aber dennoch länger als b·sin(α).

Stell dir vor, du misst bei einer Dreiecksparzelle a = 5 m, b = 8 m und α = 30°: Dann gibt es zwei Möglichkeiten für den gegenüberliegenden Winkel β, nämlich etwa 53° und 127°.

Zeichne beide Varianten maßstabsgetreu, um zu entscheiden, welche mit deiner tatsächlichen Situation übereinstimmt.

Wie berechnet der Rechner Höhen, Inkreis- und Umkreisradius?

Alle drei Größen leiten sich aus Fläche und Seiten ab. Die Höhe auf eine Seite ergibt sich aus hₐ = 2·A ÷ a – bei einer Fläche von 6 und Seite a = 3 also hₐ = 4.

Der Inkreisradius, also der Radius des größten einbeschriebenen Kreises, folgt aus r = A ÷ s mit dem halben Umfang s; beim 3-4-5-Dreieck ist r = 6 ÷ 6 = 1.

Der Umkreisradius, auf dessen Kreis alle drei Ecken liegen, berechnet sich über R = (a·b·c) ÷ (4·A), hier R = 60 ÷ 24 = 2,5. Diese Werte sind praktisch für Konstruktionen, Passungen und geometrische Beweise.

In der Praxis braucht man den Inkreisradius bei der Auslegung von Passteilen, die flächenbündig in eine dreieckige Aussparung gesetzt werden.

Der Umkreisradius ist in der Navigation nützlich, wenn drei Bojenstandorte bekannt sind und der Mittelpunkt des kleinsten umhüllenden Kreises gesucht wird. Für alle drei Höhen zusammen gilt stets: 1/hₐ + 1/h_b + 1/h_c = 1/r mit dem Inkreisradius r.

Welche Arten von Dreiecken unterscheidet der Rechner?

Das Ergebnis benennt die Art nach zwei Kriterien. Nach den Winkeln ist ein Dreieck spitzwinklig (alle Winkel unter 90°), rechtwinklig (ein Winkel genau 90°) oder stumpfwinklig (ein Winkel über 90°).

Nach den Seiten ist es gleichseitig (drei gleiche Seiten und drei 60°-Winkel), gleichschenklig (zwei gleiche Seiten und zwei gleiche Winkel) oder unregelmäßig. Ein 3-4-5-Dreieck ist demnach rechtwinklig und unregelmäßig.

Diese Einordnung ist mehr als Etikett: Sie dient als schnelle Kontrolle. Erwartest du zum Beispiel ein gleichschenkliges Dreieck, im Ergebnis erscheint aber „unregelmäßig”, stimmt vermutlich eine Eingabe nicht.

Gleichseitige Dreiecke spielen in der Technik eine besondere Rolle: Sie treten in Bienenwaben, Gitterträgern und regulären Pflastermustern auf.

Ein gleichschenkliges Dreieck mit zwei Seiten von je 10 cm und einer Basis von 12 cm hat demnach Basiswinkel von 53,13° und einen Spitzenwinkel von 73,74°.

Der Rechner gibt für jedes Ergebnis automatisch die Dreiecksklasse aus, was bei der Lernkontrolle nach einem Linealtest sofort Rückmeldung gibt.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Lies das Ergebnis immer mit einem kurzen Plausibilitätscheck. Der größte Winkel liegt stets der längsten Seite gegenüber – passt diese Zuordnung nicht, wurden Seiten oder Winkel vertauscht.

Ein gleichseitiges Dreieck hat drei Winkel von genau 60 Grad, ein gleichschenkliges zwei gleiche Winkel; weichen die Werte davon ab, prüfe die Eingabe.

Für die Fläche gilt eine schnelle Kontrolle: Sie kann nie größer sein als das halbe Produkt der beiden längsten Seiten, weil das der Fläche bei einem rechten Winkel zwischen ihnen entspricht.

Beim Modus SSW ist Vorsicht geboten, denn diese Kombination kann zwei verschiedene Dreiecke zulassen (der sogenannte zweideutige Fall).

Der Rechner gibt die spitzwinklige Lösung aus; ob in deiner Aufgabe die stumpfwinklige Variante gemeint ist, musst du anhand einer Skizze entscheiden.

Nutze die Dreiecksart im Ergebnis als zusätzliche Orientierung: Sie sagt dir sofort, ob dein Dreieck spitz-, recht- oder stumpfwinklig und ob es gleichseitig, gleichschenklig oder unregelmäßig ist. Weitere Geometrie-Übungen bietet Khan Academy.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Ein dreieckiges Grundstück soll vermessen werden. Die drei Seiten sind mit dem Maßband zu a = 40 m, b = 35 m und c = 25 m aufgenommen. Gesucht ist die Fläche für die Grundsteuer- und Bebauungsplanung.

Schritt 1 – halber Umfang: s = (40 + 35 + 25) ÷ 2 = 50 m. Schritt 2 – Satz des Heron: A = √(50·(50−40)·(50−35)·(50−25)) = √(50·10·15·25) = √187500 ≈ 433 m².

Schritt 3 – Gegenprobe über einen Winkel: Der Kosinussatz liefert für den Winkel gegenüber der 40-m-Seite rund 81,8 Grad. Alle drei Winkel liegen unter 90 Grad, das Dreieck ist also spitzwinklig.

Das Ergebnis von rund 433 m² lässt sich direkt für Grundstückswert, Zaunplanung (Umfang 100 m) oder die überbaubare Fläche nutzen.

Prüfe zusätzlich, ob das reale Grundstück wirklich ein ebenes Dreieck ist – bei mehr als drei Ecken zerlegst du die Fläche in Teildreiecke und addierst deren Einzelflächen.

Für die Praxis heißt das: Aus drei sauber gemessenen Seiten folgt über den Satz des Heron sofort die Fläche, ohne dass du einen einzigen Winkel kennen musst.

Genau diese Winkelunabhängigkeit macht das Verfahren im Gelände besonders robust, weil sich Längen mit dem Maßband zuverlässiger erfassen lassen als Winkel. Grundstück mit den Seiten 40 m, 35 m und 25 m: nach dem Satz des Heron rund 433 Quadratmeter

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist eine falsche Zuordnung von Seite und gegenüberliegendem Winkel: Wer Seite a mit Winkel β kombiniert, erhält ein formal berechnetes, aber falsches Dreieck. Ebenso oft wird beim Modus SWS ein nicht eingeschlossener Winkel eingegeben, obwohl der Kosinussatz zwingend den Winkel zwischen den beiden Seiten braucht.

Ein dritter Fehler betrifft die Dreiecksungleichung: Werte wie 2, 3 und 10 bilden kein Dreieck, weil 2 + 3 kleiner als 10 ist – der Rechner meldet dann kein Ergebnis.

Auch gemischte Einheiten führen zu Unsinn, etwa wenn eine Seite in Zentimetern und eine andere in Metern eingetragen wird.

Beim Modus SSW schließlich wird der zweideutige Fall übersehen: Zwei Seiten und ein gegenüberliegender Winkel können manchmal zwei gültige Dreiecke ergeben.

Prüfe deshalb immer, ob die berechnete Dreiecksart zur Skizze deiner Aufgabe passt, bevor du das Ergebnis weiterverwendest. Trügerisch ist zudem die Erwartung, eine verletzte Dreiecksungleichung werde als Fehler gemeldet.

Der Rechner protestiert nicht, sondern zeigt schlicht nichts Verwertbares: Für 2, 3 und 10 stehen Umfang, Höhen sowie In- und Umkreisradius auf null, und die Dreiecksart erscheint nur als Gedankenstrich.

Prüfe die Bedingung a + b > c deshalb vorab im Kopf – und zwar für jede der drei möglichen Seitenkombinationen, nicht bloß für die längste Seite.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Dreiecksrechner gibt aus drei passenden Angaben alle Seiten, Winkel, die Fläche, den Umfang, die Höhen sowie In- und Umkreisradius aus und benennt die Art des Dreiecks.

Wähle den Modus danach, welche Größen du sicher kennst, und kontrolliere das Ergebnis über die Regel, dass der größte Winkel der längsten Seite gegenüberliegt.

Für den zweideutigen SSW-Fall lohnt sich immer eine Skizze, um die richtige der beiden möglichen Lösungen zu erkennen.

Geht es um ein rechtwinkliges Dreieck, ist der Pythagoras-Rechner oft der direktere Weg; brauchst du nur die Fläche einer Standardform, hilft der Flächenrechner. Für die Winkelfunktionen selbst steht der Trigonometrie-Rechner bereit.

Ein letzter Kontrollpunkt: Bilden die drei Angaben kein gültiges Dreieck, erscheint keine Fehlermeldung. Stattdessen fallen Umfang, Höhen und Radien auf null und die Dreiecksart zeigt nur einen Gedankenstrich.

Dieser Strich ist das eigentliche Warnsignal – er besagt, dass die Dreiecksungleichung verletzt ist und die eingegebenen Maße zusammen keine geschlossene Figur ergeben können.

Ein Blick darauf erspart dir, mit einer Null als vermeintlichem Messwert weiterzurechnen.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Fläche 6, Umfang 12, γ = 90°

Drei Seiten (SSS): 3-4-5-Dreieck

Modus
SSS
Seite a
3
Seite b
4
Seite c
5

Beispiel 2 · Mittel · Fläche ≈ 433 m², Umfang 100 m

Grundstück (SSS): 40 m, 35 m, 25 m

Modus
SSS
Seite a
40
Seite b
35
Seite c
25

Beispiel 3 · Komplex · Seite c ≈ 7,21, Fläche ≈ 20,78

Zwei Seiten mit Winkel (SWS): a = 6, b = 8, γ = 60°

Modus
SWS
Seite a
6
Seite b
8
Winkel γ
60

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Weiternutzung

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  • Allgemeines Dreieck mit den Ecken A, B und C. Die Seite a liegt der Ecke A und dem Winkel alpha gegenüber, Seite b liegt B und beta gegenüber, Seite c liegt C und gamma gegenüber. Die Winkelsumme beträgt 180 Grad.

    Bezeichnungen im allgemeinen Dreieck

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  • Vier Panels zeigen, welche Kombination aus Seiten und Winkeln ein Dreieck eindeutig festlegt. SSS: drei Seiten. SWS: zwei Seiten und der eingeschlossene Winkel. WSW: zwei Winkel und die dazwischenliegende Seite. SSW: zwei Seiten und ein gegenüberliegender Winkel. Gegebene Seiten sind grün hervorgehoben, gegebene Winkel orange.

    Kongruenzsätze: SSS, SWS, WSW, SSW

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           alt="Vier Panels zeigen, welche Kombination aus Seiten und Winkeln ein Dreieck eindeutig festlegt. SSS: drei Seiten. SWS: zwei Seiten und der eingeschlossene Winkel. WSW: zwei Winkel und die dazwischenliegende Seite. SSW: zwei Seiten und ein gegenüberliegender Winkel. Gegebene Seiten sind grün hervorgehoben, gegebene Winkel orange."
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  • Ein dreieckiges Grundstück mit den Seiten a gleich 40 Meter, b gleich 35 Meter und c gleich 25 Meter. Der halbe Umfang s ist 50 Meter. Nach dem Satz des Heron ergibt sich eine Fläche von Wurzel aus 50 mal 10 mal 15 mal 25, also rund 433 Quadratmeter.

    Dreiecksfläche eines Grundstücks mit dem Satz des Heron

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           alt="Ein dreieckiges Grundstück mit den Seiten a gleich 40 Meter, b gleich 35 Meter und c gleich 25 Meter. Der halbe Umfang s ist 50 Meter. Nach dem Satz des Heron ergibt sich eine Fläche von Wurzel aus 50 mal 10 mal 15 mal 25, also rund 433 Quadratmeter."
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Rechnerspezifische Grenzen: Die Ausgabe ist eine mathematische Kontroll- und Lernhilfe und ersetzt keine vollständige Herleitung im Unterricht oder in Prüfungen.

Quelle: Dreiecksberechnung nach Kongrünzsätzen SSS, SWS, WSW und SSW über Kosinussatz, Sinussatz und Satz des Heron

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Geometrie
Formeln basieren auf
Kosinussatz, Sinussatz, Winkelsumme und Satz des Heron mit Plausibilitäts- und Dreiecksungleichungscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Dreiecksrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/geometrie/dreieck

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Dreiecksrechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/geometrie/dreieck

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