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Steigungsrechner: Steigung aus zwei Punkten berechnen

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Kurzantwort

Die Steigung m einer Geraden beschreibt, um wie viele Einheiten die y-Koordinate steigt (oder fällt), wenn x um eine Einheit zunimmt. m = 0 bedeutet waagerecht, senkrechte Geraden (Δx = 0) haben keine definierte Steigung.

Steigung berechnen: Aus zwei Koordinatenpunkten Steigungsmaß m

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Steigungsrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Steigungsrechner berechnet aus zwei Koordinatenpunkten P₁(x₁|y₁) und P₂(x₂|y₂) die Steigung m = Δy/Δx, den Steigungswinkel α = arctan(m) in Grad, das prozentuale Gefälle (m × 100), die Streckenlänge zwischen den Punkten und den y-Achsenabschnitt b der Geraden. Eine senkrechte Gerade (Δx = 0) liefert einen besonderen Hinweis, da die Steigung dann nicht definiert ist.

Die Steigung beschreibt, um wie viele Einheiten y steigt oder fällt, wenn x um eine Einheit zunimmt. Positive Steigung: Gerade steigt von links nach rechts. Negative Steigung: Gerade fällt. Bei m = 0 ist die Gerade waagerecht.

Die Steigung ist das Fundament der linearen Algebra und tritt in der Physik (Kraft-Weg-Diagramme), Ingenieurtechnik (Gefälleangaben) und im Schulunterricht (Geradengleichungen) überall auf.

Der Rechner unterscheidet dabei sauber zwischen der Steigung als Verhältnis, dem Steigungswinkel in Grad und dem prozentualen Gefälle – drei Angaben, die dasselbe beschreiben, aber leicht verwechselt werden.

Das Vorzeichen des Winkels hält dabei fest, in welche Richtung die Senkrechte durchlaufen wird: Von (2|1) nach (2|5) meldet der Rechner 90 Grad, in umgekehrter Reihenfolge −90 Grad.

Die Steigung selbst bleibt in beiden Fällen leer, weil eine Division durch null keinen Zahlenwert hat.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die Koordinaten zweier Punkte ein: x₁, y₁ (erster Punkt) und x₂, y₂ (zweiter Punkt). Alle vier Werte können positive oder negative Dezimalzahlen sein.

Wenn x₁ = x₂ ist, liegt eine senkrechte Gerade vor – die Steigung ist dann nicht definiert. Der Rechner gibt in diesem Fall den Winkel (90° oder −90°) aus, aber keine numerische Steigung.

Für Straßen- oder Hangmessungen: x₁ und x₂ sind die horizontalen Distanzen, y₁ und y₂ die Höhenwerte.

Die Reihenfolge der beiden Punkte darfst du frei wählen, solange du Zähler und Nenner konsistent bildest: Ziehst du im Zähler y₂ − y₁ ab, muss im Nenner ebenfalls x₂ − x₁ stehen.

Für negative Koordinaten ist das Vorzeichen entscheidend, weil es über steigende oder fallende Gerade bestimmt.

Ein Sonderfall verdient Beachtung: Trägst du zweimal denselben Punkt ein, erscheint ebenfalls ein Winkel von 90 Grad – obwohl zwei identische Punkte überhaupt keine Gerade festlegen.

Verlass dich hier nicht auf den Winkel, sondern auf die Streckenlänge: Steht dort eine Null, hast du nur einen einzigen Punkt eingegeben und die 90 Grad sind bedeutungslos.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zitiergrafik: Steigungsformeln – m gleich Δy/Δx, Winkel α gleich arctan(m), Streckenlänge gleich Wurzel Δx²+Δy² Steigung: m = (y₂ − y₁) / (x₂ − x₁) = Δy / Δx. Steigungswinkel: α = arctan(m) × (180/π) in Grad.

Prozentuales Gefälle: m × 100. Streckenlänge: √(Δx² + Δy²). y-Achsenabschnitt: b = y₁ − m × x₁. Geradengleichung: y = m·x + b. Beispiel: P₁(0|0), P₂(4|3). m = 3/4 = 0,75. α = arctan(0,75) ≈ 36,87°. Gefälle = 75 %. b = 0. Gerade: y = 0,75x.

Die fünf ausgegebenen Größen hängen alle an demselben Steigungsdreieck aus Δx und Δy.

Der Steigungswinkel folgt aus α = arctan(m), das prozentuale Gefälle aus m × 100, und die Streckenlänge ist die Hypotenuse √(Δx² + Δy²) nach dem Satz des Pythagoras.

Der y-Achsenabschnitt b = y₁ − m·x₁ verschiebt die Gerade senkrecht und liefert zusammen mit m die Geradengleichung y = m·x + b.

Ein zweites Beispiel verdeutlicht das: Für P₁(1|2) und P₂(5|4) ist m = (4−2)/(5−1) = 0,5, der Winkel arctan(0,5) ≈ 26,57°, das Gefälle 50 % und b = 2 − 0,5·1 = 1,5, also y = 0,5x + 1,5.

Der senkrechte Fall zeigt, wie die fünf Größen zusammenhängen: Fällt Δx auf null, verlieren gleich drei von ihnen ihren Sinn – Steigung, Prozentgefälle und y-Achsenabschnitt bleiben leer, weil alle drei den Nenner Δx enthalten oder auf ihm aufbauen.

Winkel und Streckenlänge überstehen den Grenzfall dagegen unbeschadet, denn √(Δx² + Δy²) kommt ohne Division aus. Für die Punkte (2|1) und (2|5) stehen deshalb 90 Grad und die Strecke 4 im Ergebnis, während die übrigen drei Felder leer bleiben.

Steigungsformel: m gleich Δy geteilt durch Δx.
Formel des Steigung-Rechners: Steigung aus zwei Punkten.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Steigungsrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist die Steigung einer Geraden und wie berechnet man sie?

Die Steigung m einer Geraden beschreibt, um wie viele Einheiten die y-Koordinate steigt (oder fällt), wenn x um eine Einheit zunimmt. Die Formel lautet m = (y₂ − y₁) / (x₂ − x₁) = Δy / Δx.

Dabei sind (x₁, y₁) und (x₂, y₂) zwei beliebige Punkte auf der Geraden. Beispiel: P₁ = (0, 0) und P₂ = (4, 3) ergeben m = (3 − 0) / (4 − 0) = 0,75. Das bedeutet: Geht man 4 Einheiten nach rechts, steigt die Gerade um 3 Einheiten.

Eine positive Steigung bedeutet eine ansteigende Gerade, eine negative Steigung eine abfallende. Bei m = 0 ist die Gerade waagerecht, bei einer senkrechten Geraden ist Δx = 0, weshalb die Steigung nicht definiert ist.

Zwei Geraden sind parallel, wenn ihre Steigungen gleich sind (m₁ = m₂), und stehen senkrecht aufeinander, wenn m₁ · m₂ = −1 gilt.

Der Steigung-Rechner ermittelt m sowie den Steigungswinkel α und den y-Achsenabschnitt b direkt aus zwei eingegebenen Punkten.

Wie hängen Steigung und Steigungswinkel zusammen?

Der Steigungswinkel α ist der Winkel, den die Gerade mit der positiven x-Achse einschließt. Er berechnet sich als α = arctan(m) und wird in Grad angegeben. Beispiele: m = 0 → α = 0° (waagerecht); m = 1 → α = 45°; m = ∞ → α = 90° (senkrecht).

Wichtig: arctan gibt Werte zwischen −90° und +90° zurück. Für m < 0 ergibt sich ein negativer Winkel, was einer fallenden Geraden entspricht. Der Zusammenhang gilt für alle Geraden im kartesischen Koordinatensystem.

Für die Praxis: Ein Straßengefälle von 10 % entspricht m = 0,1, also α = arctan(0,1) ≈ 5,7°. Umgekehrt erhält man die Steigung aus dem Winkel über m = tan(α): Für α = 30° ergibt sich m = tan(30°) ≈ 0,577, was einem Gefälle von rund 57,7 % entspricht.

Typische Dachneigungen liegen zwischen 25° und 45°, was Steigungswerten von m ≈ 0,47 bis m = 1 entspricht. Im Radsport gilt eine Rampe ab α ≈ 10° (m ≈ 0,18) als anspruchsvoll. Der Rechner gibt Steigung, Winkel und Gefälle in Prozent gleichzeitig aus.

Was bedeutet Steigung in Prozent (Gefälle)?

Die prozentuale Steigung (oder das prozentuale Gefälle) ist die Steigung m multipliziert mit 100. Eine Steigung von m = 0,1 entspricht 10 % Gefälle. Das bedeutet: Auf 100 m horizontaler Strecke steigt (oder fällt) die Route um 10 m.

Bei Straßen und Radwegen wird die Steigung standardmäßig in Prozent angegeben, nicht in Grad. Ein Anstieg von 8 % gilt für Radfahrer als steil, 15 % als sehr steil. Im Bergbau oder bei Skipisten werden oft noch steilere Werte angegeben.

Der Unterschied: 45° Steigungswinkel entsprechen 100 % Gefälle (m = 1), nicht 45 % – ein häufiger Denkfehler.

In der Bautechnik gilt für Treppen nach DIN 18065 eine typische Steigungshöhe von 17–19 cm bei einem Auftritt von 28–29 cm, was rund 60–65 % Gefälle entspricht.

Auf deutschen Autobahnen ist laut Richtlinie die Längsneigung auf maximal 4 % begrenzt, im Stadtstraßennetz auf bis zu 12 %.

Bergpässe wie der Grimselpass haben Abschnitte mit bis zu 9 % Gefälle; einzelne Forstwege oder Gebirgsstraßen erreichen 25–30 %.

Wie lautet die Geradengleichung mit Steigung und y-Achsenabschnitt?

Die Geradengleichung in der Normalform lautet y = m·x + b, wobei m die Steigung und b der y-Achsenabschnitt (der y-Wert bei x = 0) ist. Den y-Achsenabschnitt berechnet man aus einem bekannten Punkt: b = y₁ − m·x₁.

Beispiel: m = 0,75, P₁ = (0, 0) → b = 0 − 0,75 · 0 = 0. Die Gerade lautet y = 0,75x. Zweites Beispiel: m = 2, P₁ = (3, 5) → b = 5 − 2 · 3 = −1. Die Gerade lautet y = 2x − 1.

Der y-Achsenabschnitt ist wichtig, um die vollständige Gerade im Koordinatensystem zu beschreiben und Schnittpunkte mit der y-Achse und anderen Geraden zu berechnen.

Neben der Normalform existiert die Punkt-Steigungs-Form y − y₁ = m · (x − x₁), die keinen expliziten y-Achsenabschnitt benötigt. Für m = 0,75 und P₁ = (4, 3) ergibt sie y − 3 = 0,75 · (x − 4), umgeformt: y = 0,75x.

Zwei parallele Geraden haben stets gleiche Steigung m, aber unterschiedliche Werte für b.

Was ist der Unterschied zwischen Steigung und Steigungswinkel bei steilen Hängen?

Beide messen dieselbe Eigenschaft, aber auf unterschiedlichen Skalen. Die Steigung m ist ein Verhältnis (Δy/Δx), der Steigungswinkel α ist der entsprechende Winkel.

Bei kleinen Steigungen unterscheiden sich die Werte kaum: 5 % Gefälle entsprechen 2,86°. Bei steilen Hängen wird der Unterschied größer: 100 % Gefälle (m = 1) entsprechen 45°, aber 200 % Gefälle entsprechen nur 63,4°, nicht 90°.

Die 90°-Grenze (senkrecht) wird erst bei unendlicher Steigung erreicht. In der Praxis wird für Straßen und Wege die Prozentangabe bevorzugt, weil sie linear skaliert und leicht messbar ist.

In der Geometrie und Mathematik ist der Winkel α oft anschaulicher.

Als Faustregel gilt: Bei Steigungen unter 20 % weichen Grad- und Prozentwerte numerisch weniger als 6 Prozentpunkte voneinander ab; bei 100 % Gefälle beträgt der Unterschied bereits 55 Prozentpunkte (45° entspricht nicht 100°).

Für Skisportler: Ein "schwarzer" Hang beginnt typischerweise bei etwa 40 % (ca. 22°), ein "roter" Hang liegt bei 25–40 % (ca. 14°–22°).

Wie berechnet man die Steigung einer Straße oder eines Hangs in der Praxis?

Man misst den Höhenunterschied (Δy) und die horizontale Distanz (Δx) und teilt: m = Δy / Δx. Für das prozentuale Gefälle: Gefälle% = (Δy / Δx) × 100.

Beispiel: Ein Radweg steigt auf 500 m horizontaler Länge um 40 m Höhe. m = 40 / 500 = 0,08, Gefälle = 8 %. Wichtig: Δx ist die horizontale Distanz, nicht die Länge der Straße entlang der Schräge.

Die Streckenlänge (schräge Hypotenuse) berechnet man als √(Δx² + Δy²). Im Beispiel: √(500² + 40²) = √250.000 + 1.600 ≈ 501,6 m.

Der Unterschied zwischen horizontaler Distanz und Streckenlänge ist bei kleinen Steigungen vernachlässigbar, bei steilen Hängen aber relevant.

Mit einem GPS-Gerät lässt sich Δy direkt aus der Höhendifferenz ablesen; Δx ergibt sich aus der horizontalen Projektion der zurückgelegten Strecke.

Topografische Karten zeigen Höhenlinien im Abstand von 10 m oder 20 m – aus dem gemessenen Horizontalabstand zweier benachbarter Linien lässt sich die Steigung direkt ableiten.

Was bedeutet eine negative Steigung?

Eine negative Steigung bedeutet, dass die Gerade von links oben nach rechts unten verläuft – also fällt, wenn x zunimmt. Bei m = −0,5 fällt y um 0,5 Einheiten, wenn x um 1 Einheit steigt.

Im Alltag beschreibt eine negative Steigung ein Gefälle: Eine Straße mit −8 % Gefälle fällt auf 100 m Horizontaldistanz um 8 m. Der Steigungswinkel ist dann negativ: arctan(−0,5) ≈ −26,6°.

Der Betrag des Steigungswinkels ist der gleiche wie bei der entsprechenden positiven Steigung. Für die Geradengleichung ändert sich nur das Vorzeichen von m: y = −0,5x + b fällt von links nach rechts.

In der Physik steht eine negative Steigung im Weg-Zeit-Diagramm für eine Bewegung in negativer Richtung. In der Wirtschaft signalisiert sie einen Preisrückgang oder eine abnehmende Funktion.

Praktisch wichtig: Eine Gerade mit Steigung m und eine Gerade mit Steigung −1/m stehen senkrecht aufeinander – zum Beispiel m = 2 und m = −0,5.

Welche typischen Fehler macht man beim Berechnen der Steigung?

Fehler 1: Δx und Δy vertauschen. Die Formel ist m = Δy / Δx, nicht Δx / Δy. Fehler 2: Punkte in der falschen Reihenfolge subtrahieren. Man muss konsistent sein: entweder (y₂−y₁)/(x₂−x₁) oder (y₁−y₂)/(x₁−x₂), aber nie mischen.

Fehler 3: Den Steigungswinkel mit dem Prozentgefälle gleichsetzen. 45° entsprechen 100 % Gefälle, nicht 45 % Gefälle. Fehler 4: Steigung mit Streckenlänge verwechseln. Die Streckenlänge ist die Hypotenuse √(Δx²+Δy²), die Steigung ist Δy/Δx.

Fehler 5: Für eine senkrechte Gerade eine Steigung berechnen wollen. Bei Δx = 0 ist die Steigung undefiniert; der Rechner gibt dann einen Hinweis aus. Fehler 6: Die horizontale Distanz mit der Schräglänge gleichsetzen.

Beispiel: Bei 10 % Gefälle auf 1.000 m Schräglänge beträgt die wahre Horizontaldistanz cos(arctan(0,1)) × 1.000 ≈ 995 m – ein Fehler von 5 m, der bei Geländeplanung relevant ist.

Fehler 7: Negative Steigung als "kein Gefälle" interpretieren; tatsächlich zeigt ein negativer m-Wert einen Abstieg an.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Wichtig: Steigungswinkel (Grad) ≠ Prozentgefälle. 45° entsprechen 100 % Gefälle – nicht 45 %.

Für kleine Steigungen unterscheiden sich Grad und Prozent kaum; bei 5 % Gefälle liegt der Winkel bei 2,86°.

Für Straßen und Radwege wird das Gefälle standardmäßig in Prozent angegeben. Δx ist dabei die horizontale Distanz (Grundlinie), nicht die Streckenlänge. Die Streckenlänge ist die Hypotenuse und immer länger als Δx.

Bei der Geradengleichung y = m·x + b kann b direkt abgelesen werden – er gibt den y-Wert bei x = 0 an.

Merke dir die Umrechnung zwischen Grad und Prozent an ein paar Ankerwerten: 10 % Gefälle entsprechen etwa 5,7°, 45° sind exakt 100 %, und 100 % Steigung meint eine Strecke, die auf einem Meter Horizontaldistanz einen Meter Höhe gewinnt.

Für Verkehrswege gilt die Steigung fast immer als Prozentwert auf die horizontale Grundlinie bezogen, nicht auf die tatsächlich gefahrene Strecke – bei flachen Steigungen ist der Unterschied winzig, bei steilen Passstraßen aber merklich.

Als Ankerpaar für Verkehrsschilder eignet sich außerdem die Zwölf-Prozent-Marke: Sie entspricht 6,84 Grad und markiert damit die Größenordnung, in der sich selbst steile Alpenpässe bewegen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Straßenbau: Eine Straße verläuft von Koordinate (0, 100) nach (500, 140). m = (140−100)/500 = 0,08 → 8 % Gefälle. Steigungswinkel = arctan(0,08) ≈ 4,57°. Streckenlänge = √(500² + 40²) ≈ 501,6 m.

Physik – Kraft-Weg-Diagramm: Zwei Messpunkte P₁(2|8) und P₂(6|20). m = (20−8)/(6−2) = 3 N/m. Die Steigung entspricht der Federkonstante. Schulaufgabe: Geradengleichung durch P₁(1|5) und P₂(3|11). m = (11−5)/(3−1) = 3. b = 5 − 3·1 = 2.

Gerade: y = 3x + 2. Viertes Beispiel – barrierefreie Rampe: Eine Rampe soll auf 6 m horizontaler Länge 30 cm Höhe überwinden. Mit den Punkten (0|0) und (6|0,3) ergibt sich m = 0,3 / 6 = 0,05, also 5 % Steigung und ein Winkel von arctan(0,05) ≈ 2,86°.

Das liegt im üblichen Rahmen für rollstuhlgerechte Rampen. Die tatsächliche Rampenlänge ist die Streckenlänge √(6² + 0,3²) ≈ 6,007 m – kaum länger als die Grundlinie, weil die Steigung flach ist.

Bräuchte dieselbe Höhe eine Rampe mit nur 3 m Grundlinie, verdoppelte sich die Steigung auf 10 %, was für viele Nutzer bereits zu steil wäre.

So macht der Rechner unmittelbar sichtbar, wie Grundlinie und Höhe zusammen über die Begehbarkeit entscheiden.

Die Gegenprobe zur Rampe liefert der Rechner selbst: Für (0|10) und (100|0) meldet er eine Steigung von −0,1, ein Gefälle von −10 Prozent und einen Winkel von −5,71 Grad.

Das Minuszeichen ist hier keine Fehlermeldung, sondern die Fahrtrichtung – bergab statt bergauf.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Fehler 1: Δx und Δy vertauschen – die Formel ist m = Δy/Δx, nicht Δx/Δy. Fehler 2: Punkte inkonsistent subtrahieren – entweder immer (y₂−y₁)/(x₂−x₁) oder immer (y₁−y₂)/(x₁−x₂).

Fehler 3: Steigungswinkel mit Prozentgefälle gleichsetzen – 45° sind 100 % Gefälle, nicht 45 %. Fehler 4: Streckenlänge mit horizontaler Distanz verwechseln – die Streckenlänge ist die Hypotenuse, nicht Δx.

Fehler 5: Senkrechte Gerade (x₁ = x₂) berechnen wollen – die Steigung ist dort undefiniert. Sechster Fehler: Ein negatives Vorzeichen der Steigung übersehen.

Fällt die Gerade von links nach rechts, ist m negativ, und ein positives Ergebnis deutet auf einen Vorzeichenfehler beim Subtrahieren hin.

Siebter Fehler: Den y-Achsenabschnitt b falsch bestimmen, indem man ihn an einem beliebigen Punkt statt bei x = 0 abliest – korrekt ist b = y₁ − m·x₁.

Achter Fehler: Bei sehr steilen Geraden aus einem großen, aber endlichen m auf einen Rechenfehler schließen, obwohl kleine Δx-Werte tatsächlich zu extrem steilen Steigungen führen; erst ein echtes Δx = 0 macht die Steigung undefiniert.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Steigungsrechner berechnet m = Δy/Δx, Steigungswinkel α = arctan(m) und prozentuales Gefälle aus zwei Koordinatenpunkten. Merke: 45° = 100 % Gefälle, nicht 45 %. Für die Geradengleichung y = m·x + b: b = y₁ − m·x₁.

Aus nur zwei Punkten erhältst du damit die vollständige Beschreibung einer Geraden: Verhältnis, Winkel, Prozentgefälle, Streckenlänge und y-Achsenabschnitt.

Behalte im Kopf, dass Steigungswinkel und Prozentgefälle nicht dasselbe sind – 45° entsprechen 100 %, nicht 45 % – und dass eine senkrechte Gerade mit gleichen x-Werten keine definierte Steigung besitzt.

So eignet sich der Rechner gleichermaßen für Geradengleichungen im Unterricht wie für Gefälleangaben im Straßen- und Wegebau. Verwandte Rechner: Pythagoras-Rechner für Streckenlängen, Dreieck-Rechner für Winkelberechnungen.

Lies leere Felder deshalb als Aussage und nicht als Panne: Sie bedeuten stets Δx = 0, also eine senkrechte Gerade ohne definierte Steigung.

Ob dahinter wirklich eine Senkrechte oder nur ein doppelt eingetippter Punkt steckt, verrät allein die Streckenlänge.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · m = 0,75 | α = 36,87° | 75 %

Steigung aus zwei Koordinatenpunkten

x1
0
y1
0
x2
4
y2
3

Beispiel 2 · Mittel · m = −0,2 | α = −11,31° | −20 %

Negative Steigung (Gefälle)

x1
0
y1
5
x2
10
y2
3

Beispiel 3 · Komplex · m = 1,0 | α = 45° | 100 %

45°-Linie (m=1)

x1
0
y1
0
x2
5
y2
5

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Weiternutzung

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  • Infografik: Steigungsformeln, STEIGUNG, m = Δy / Δx, WINKEL, α = arctan(m), STRECKENLÄNGE, √(Δx²+Δy²), Gefälle = m × 100 %  |  y-Achsenabschnitt b = y₁ − m·x₁  |  Gerade: y = mx + b

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Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Rechner arbeitet in einem einheitsfreien Koordinatensystem. Für Straßen- oder Geländeneigungen müssen Horizontaldistanz (Δx) und Höhenunterschied (Δy) in denselben Einheiten eingetragen werden.

Quelle: Analytische Geometrie: Steigungsformel m = Δy/Δx, Winkelberechnung über arctan, euklidische Distanzformel.

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Geometrie
Formeln basieren auf
m = (y₂−y₁)/(x₂−x₁); α = arctan(m) in Grad; Gefälle% = m × 100; |AB| = √(Δx²+Δy²); b = y₁ − m·x₁.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Steigungsrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/geometrie/steigung-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Steigungsrechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/geometrie/steigung-rechner

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