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Koordinaten umrechnen: Kartesisch ↔ Polar online

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Kurzantwort

Formel: r = √(x²+y²), φ = atan2(y,x). Beispiel: (3|4) → r = 5, φ = 53,13°. Rückrechnung: x = r·cos(φ), y = r·sin(φ).

Koordinaten umrechnen: Kartesische (x, y) in Polarkoordinaten (r, φ) und zurück umwandeln

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Koordinaten-Umrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Kartesische Koordinaten (x, y) in Polarkoordinaten (r, φ) umzurechnen – oder umgekehrt – ist in Physik, Technik und Mathematik alltäglich. Der Koordinaten-Umrechner berechnet aus x und y den Radius r = √(x² + y²) und den Winkel φ = atan2(y, x) in Grad und Radiant, bestimmt automatisch den Quadranten und gibt den Winkel wahlweise im Bereich −180° bis +180° oder 0° bis 360° aus.

Polarkoordinaten beschreiben einen Punkt durch Entfernung vom Ursprung und Richtungswinkel, kartesische Koordinaten durch horizontale und vertikale Abstände.

Beide Systeme beschreiben denselben Punkt, aber für unterschiedliche Anwendungen ist das eine oder andere natürlicher: Kreisbewegungen, Radardarstellungen und Lautsprecher-Charakteristika beschreibt man am einfachsten polar, während Zeichenflächen, Tabellen und lineare Gleichungssysteme kartesisch arbeiten.

Der Umrechner nimmt dir dabei die Fallunterscheidung nach Quadranten ab: Die Funktion atan2 berücksichtigt die Vorzeichen von x und y und liefert den Winkel eindeutig im vollen Bereich von −180° bis +180°, sodass der Punkt automatisch dem richtigen Quadranten zugeordnet wird.

Beide Winkelangaben erscheinen dabei stets nebeneinander, sodass du dich nicht vorab festlegen musst.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die kartesischen Koordinaten x und y des Punktes ein. Positive x-Werte liegen rechts vom Ursprung, negative links.

Positive y-Werte liegen oben, negative unten. Beide Werte können beliebige reelle Zahlen sein, auch negative oder Dezimalzahlen. Der Sonderfall (0, 0) liefert r = 0 und keinen definierten Winkel.

Die Ergebnisse r, φ (in Grad und Radiant), der Winkelbereich 0°–360° und der Quadrant werden automatisch berechnet. Für die Rückrechnung von Polar nach Kartesisch gilt x = r × cos(φ) und y = r × sin(φ).

Für die Umrechnung von Grad in Radiant, die bei der Rückrechnung gebraucht wird, gilt φ_rad = φ_grad × π/180.

Ein häufiger Sonderfall sind Punkte auf den Achsen: (0, 5) liefert exakt 90°, (−3, 0) genau 180° – gute Kontrollwerte, um die Ausgabe schnell zu prüfen.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Kartesisch → Polar: r = √(x² + y²) und φ = atan2(y, x). Die Funktion atan2 gibt Werte im Bereich −π bis +π (−180° bis +180°) zurück und berücksichtigt die Vorzeichen beider Koordinaten für eine eindeutige Quadranten-Zuordnung.

Für den Bereich 0°–360° addiert man bei negativen Winkeln 360°. Polar → Kartesisch: x = r × cos(φ) und y = r × sin(φ), wobei φ in Radiant eingesetzt wird (φ_rad = φ_grad × π/180). Beispiel: (x=3, y=4) → r = √25 = 5, φ = atan2(4,3) ≈ 53,13°.

Rückrechnung: x = 5 × cos(53,13°) = 3, y = 5 × sin(53,13°) = 4. ✓ Der entscheidende Unterschied zur einfachen Arkustangens-Funktion liegt in der Vorzeichenauswertung: atan(y/x) kennt nur den Quotienten und liefert Werte zwischen −90° und +90°, während atan2(y, x) die Vorzeichen von x und y einzeln betrachtet und den Quadranten dadurch eindeutig festlegt.

Ein Beispiel im dritten Quadranten: Für (x = −3, y = −4) ist r = √25 = 5 und φ = atan2(−4, −3) ≈ −126,87°, was im Bereich 0°–360° dem Winkel 233,13° entspricht.

Genau solche Punkte mit negativen Koordinaten sind der Grund, warum die einfache Arkustangens-Formel hier zu falschen Winkeln führt.

Polarradius: r gleich Wurzel aus x² plus y².
Formel des Koordinaten-Umrechners: kartesisch zu polar.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Koordinaten-Umrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie rechne ich kartesische Koordinaten in Polarkoordinaten um?

Aus den kartesischen Koordinaten (x, y) ergibt sich der Radius r = √(x² + y²) und der Winkel φ = atan2(y, x). Die Funktion atan2 berücksichtigt das Vorzeichen beider Koordinaten und liefert den Winkel im Bereich −180° bis +180°.

Damit ist die Umrechnung eindeutig für alle vier Quadranten. Beispiel: (x=3, y=4) → r = √(9+16) = √25 = 5, φ = atan2(4,3) ≈ 53,13°. Der Rechner gibt dir neben dem Winkel in Grad auch den Wert in Radiant sowie eine Darstellung im Bereich 0°–360° aus.

Das Radiant-Äquivalent zu 53,13° lautet 0,9273 rad (Umrechnung: Grad × π/180).

Polarkoordinaten sind besonders nützlich bei Kreisbewegungen und Winkelmessungen in Physik und Ingenieurwissenschaft, weil der Radius r direkt den euklidischen Abstand zum Koordinatenursprung angibt.

In der Radarmessung entspricht r der Entfernung und φ der Peilung. Sind beide Koordinaten negativ, etwa (x=−3, y=−4), liefert atan2 den Winkel −126,87° und weist damit korrekt den dritten Quadranten aus.

Was ist der Unterschied zwischen atan und atan2?

atan(y/x) liefert nur Werte zwischen −90° und +90° und unterscheidet nicht, ob Punkt (1,1) oder (−1,−1) gemeint ist — beide ergeben 45°. atan2(y, x) nimmt beide Argumente getrennt und liefert Werte von −180° bis +180°, sodass alle vier Quadranten korrekt erkannt werden.

Für (1,1): atan2 → +45°. Für (−1,−1): atan2 → −135° (statt wieder 45°). Dieser Unterschied ist entscheidend für korrekte Polardarstellungen. Der Rechner verwendet intern immer atan2, damit dein Winkel immer dem richtigen Quadranten entspricht.

In der Programmierung ist atan2 in nahezu allen Sprachen verfügbar: JavaScript Math.atan2(y, x), Python math.atan2(y, x), C++ std::atan2(y, x). Wichtig ist dabei die Reihenfolge der Argumente: immer erst y, dann x.

Ein häufiger Fehler ist atan(x/y) statt atan(y/x), was zu gespiegelten Winkeln führt. Beide Funktionen geben das Ergebnis in Radiant zurück; zur Umrechnung in Grad multiplizierst du mit 180/π ≈ 57,296.

Wer stattdessen nur atan(y/x) für Punkt (−3, 4) nutzt, erhält fälschlich −53,13° statt des korrekten 126,87°.

In welchem Bereich liegt der Winkel φ in Polarkoordinaten?

Mathematisch konventionell wird φ im Bereich −180° bis +180° (bzw. −π bis +π) angegeben. Der Rechner zeigt dir beide Varianten: phiGrad im Bereich −180° bis +180° und phiGrad360 im Bereich 0° bis 360°.

Die 360°-Variante erhältst du, indem du negative Winkel um 360° erhöhst. Für technische Anwendungen wie Lagewinkel in der Navigation oder Physik wird oft 0°–360° bevorzugt, während mathematische Analysen meist −180° bis +180° nutzen.

Beide Darstellungen beschreiben denselben Punkt im Raum. Die Konversion lautet: φ360 = φ < 0 ? φ + 360° : φ, also ergibt sich für −90° der Wert 270°.

In der Luft- und Seefahrt gilt Nordbezug (0° = Nord) mit Uhrzeigersinn und ausschließlich 0°–360°-Kursangaben.

In der Mathematik und Physik ist das vorzeichenbehaftete Format −180° bis +180° üblicher, weil positive Winkel Gegenuhrzeigersinn und negative Uhrzeigersinn anzeigen.

In der Robotik hat sich 0°–360° durchgesetzt, weil Steuerungen keine negativen Winkelwerte verarbeiten; dort entspricht −45° dem Wert 315°. Der Rechner gibt stets beide Varianten aus.

Wie unterscheiden sich Polarkoordinaten in der Mathematik von Polarkoordinaten in der Navigation?

In der Mathematik gilt die Standard-Konvention: φ = 0° zeigt in Richtung der positiven x-Achse (Osten), und Winkel wachsen gegen den Uhrzeigersinn.

In der Navigation dagegen zeigt 0° (= Nord) auf die positive y-Achse, und Winkel wachsen im Uhrzeigersinn. Dieser Unterschied führt dazu, dass derselbe Punkt in beiden Systemen verschiedene Winkelangaben hat.

Beispiel: Ein Punkt bei mathematischem φ = 53° liegt nordöstlich vom Ursprung; in der nautischen Konvention entspricht das einem Kurs von 90° − 53° = 37° (Bearing von Nord).

Die allgemeine Konversionsformel lautet: Bearing = (90° − φ_math + 360°) mod 360°. Dieser Rechner folgt der mathematischen Gegenuhrzeigersinn-Konvention und gibt φ wahlweise im Bereich −180° bis +180° oder 0° bis 360° aus.

Wer das Ergebnis in eine nautische Seekarte, ein GPS-Gerät oder eine Drohnensteuerung überträgt, muss den Winkel mit der obigen Formel umrechnen. Besonders in der Robotik und Luftfahrt sind solche Konventionswechsel eine häufige Fehlerquelle.

Was beschreibt der Quadrant und wie finde ich ihn?

Der Quadrant beschreibt, in welchem der vier Bereiche der Ebene ein Punkt liegt. Q1 (x>0, y>0): oben rechts, Winkel 0°–90°. Q2 (x<0, y>0): oben links, 90°–180°. Q3 (x<0, y<0): unten links, −180° bis −90° bzw. 180°–270°.

Q4 (x>0, y<0): unten rechts, −90° bis 0° bzw. 270°–360°. Liegt ein Punkt exakt auf einer Achse, spricht man von einer Achsenposition (positive x-Achse: 0°, positive y-Achse: 90°, negative x-Achse: 180°, negative y-Achse: 270°).

Der Rechner bestimmt den Quadranten automatisch und gibt ihn im Ergebnis aus.

Der Quadrant ist in vielen Anwendungen direkt nützlich: In der Navigation entspricht Q1 (0°–90°) der nordöstlichen Richtung, Q2 der nordwestlichen, Q3 der südwestlichen und Q4 der südöstlichen, wenn 0° = Ost gesetzt wird.

In der Elektrotechnik zeigen Phasendiagramme induktives Verhalten im Q1 (Strom eilt Spannung nach), kapazitives im Q4. Bei Punkten exakt auf der negativen x-Achse (y=0, x<0) gilt φ = 180°, was eine Achsenposition ist.

Wo werden Polarkoordinaten in der Praxis verwendet?

Polarkoordinaten eignen sich überall dort, wo Entfernungen und Richtungen natürlicher sind als x/y-Verschiebungen. In der Navigation (Radar, GPS-Peilung) beschreibt man Ziele mit Kurswinkel und Entfernung.

In der Physik beschreiben Kreisbewegungen und elektromagnetische Wellen sich einfacher polar. In der Ingenieurspraxis benutzt man Polardiagramme für Antennencharakteristiken und Lautsprecherabstrahlverhalten.

In der Mathematik vereinfachen Polarkoordinaten Kurven wie Spiralen (r = a·φ) oder Kreise (r = const). In der CNC-Programmierung können Bohrbilder auf einem Kreisring polar definiert werden.

In der Computergrafik und Spieleentwicklung werden Sichtfeld- und Kollisionsberechnungen oft polar durchgeführt, weil Entfernung und Blickwinkel die natürlichen Parameter sind.

Auch in der Astronomie sind sphärische Koordinaten — das 3D-Äquivalent — unverzichtbar.

Ein konkretes Beispiel: Ein CNC-Bohrpunkt auf einem Kreisring mit r = 50 mm bei φ = 30° ergibt x = 50 × cos(30°) ≈ 43,3 mm und y = 50 × sin(30°) = 25 mm, was direkt mit diesem Rechner umgekehrt prüfbar ist.

Was passiert, wenn x=0 und y=0 eingegeben wird?

Der Ursprung (0,0) ist ein Sonderfall: Der Radius r = √(0²+0²) = 0, und der Winkel φ ist mathematisch undefiniert, weil ein Punkt ohne Abstand zum Ursprung keine Richtung hat.

In der Praxis liefern die meisten Implementierungen 0° oder eine Fehlermeldung. Auch dieser Rechner gibt bei (0,0) φ = 0° und 0 Radiant aus – das ist die in JavaScript festgelegte Konvention atan2(0,0) = 0, kein mathematisch bedeutsamer Winkel.

Interpretiere die Null hier also nicht als Richtung "nach rechts": Sie ist eine Setzung. Erkennbar ist der Sonderfall am Quadranten-Feld, das statt Q1 bis Q4 ausdrücklich "Ursprung" meldet.

Sobald du einen der Werte von 0 wegbewegst, ergibt sich wieder ein eindeutiger Winkel.

Ein verwandter, aber lösbarer Grenzfall: (x=5, y=0) liefert atan2(0,5) = 0° korrekt auf der positiven x-Achse, und (x=0, y=7) liefert atan2(7,0) = 90° korrekt auf der positiven y-Achse.

Diese Achsenpunkte sind eindeutig definiert; nur der Koordinatenursprung selbst hat keine Richtungsinformation.

Kann ich diesen Rechner auch für 3D-Koordinaten (Kugelkoordinaten) verwenden?

Nein, dieser Rechner rechnet nur zwischen kartesischen 2D-Koordinaten (x, y) und ebenen Polarkoordinaten (r, φ) um. Für 3D benötigst du sphärische Koordinaten (r, θ, φ) oder zylindrische Koordinaten (ρ, φ, z).

In sphärischen Koordinaten kommt ein zweiter Winkel θ (Polarwinkel zur z-Achse) hinzu: r = √(x²+y²+z²), θ = arccos(z/r), φ = atan2(y,x). Für die meisten schulischen und technischen Anwendungen reicht die 2D-Variante aus.

Wenn du 3D-Koordinaten umrechnen möchtest, würde ein separater Sphärischer-Koordinaten-Rechner helfen.

Bei zylindrischen Koordinaten (ρ, φ, z) bleiben x und y wie in 2D-Polarkoordinaten, und z wird unverändert übernommen: ρ = √(x²+y²), φ = atan2(y,x). Dieser Rechner liefert also bereits ρ und φ, wenn du z separat notierst.

Sphärische Koordinaten werden in der Elektrotechnik für 3D-Antennendiagramme, in der Geografie für Breiten- und Längengrade sowie in der Quantenmechanik für Wellenfunktionen verwendet.

Erkenne den richtigen Koordinatentyp anhand der Dimension der Aufgabe, bevor du rechnest.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nutze den Quadranten-Output als Plausibilitätscheck: Q1 (x>0, y>0) hat Winkel 0°–90°, Q2 (x<0, y>0) hat 90°–180°, Q3 (x<0, y<0) hat 180°–270°, Q4 (x>0, y<0) hat 270°–360°. Stimmt das mit dem Vorzeichen deiner Eingaben überein, ist das Ergebnis plausibel.

Für Navigationsprobleme und Kreisbewegungen ist die 0°–360°-Darstellung meist intuitiver. Für Signalverarbeitung und Fourier-Transformationen wird oft der −180° bis +180°-Bereich (auch ±π Radiant) bevorzugt. Der Rechner gibt beides aus.

Verwandte Anwendung: In CNC-Programmierung beschreiben Polarkoordinaten Bohrbilder auf einem Kreisbogen deutlich kürzer als kartesische Listen.

Ein weiterer Kontrolltrick ist der Betrag: Der Radius r muss immer positiv sein und mindestens so groß wie der größere Betrag von x oder y – ist er kleiner, liegt ein Rechenfehler vor.

Für periodische Vorgänge lohnt es sich, den Winkel bewusst im passenden Bereich zu wählen: Ein Rotor bei 350° und einer bei −10° stehen an derselben Stelle, weshalb hier der 0°–360°-Bereich übersichtlicher ist als der ±180°-Bereich.

Liegt ein Punkt exakt auf einer Achse, bekommst du das ausdrücklich gesagt: Für x = 0 und y = 5 nennt das Quadrantenfeld nicht Q1 oder Q2, sondern „pos. y-Achse“ bei 90 Grad.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall – Bohrbild auf einem Lochkreis: Eine CNC-Fräse soll sechs Bohrungen gleichmäßig auf einem Lochkreis mit Radius r = 50 mm setzen.

Das Bohrbild ist polar definiert (Radius plus Winkel), die Maschine braucht aber kartesische Koordinaten x und y. Der Winkelabstand beträgt 360° ÷ 6 = 60°, umgerechnet wird mit x = r × cos(φ) und y = r × sin(φ).

Bohrung 1 (φ = 0°): x = 50 × cos(0°) = 50,00 mm, y = 50 × sin(0°) = 0,00 mm. Bohrung 2 (φ = 60°): x = 50 × cos(60°) = 25,00 mm, y = 50 × sin(60°) = 43,30 mm. Bohrung 3 (φ = 120°): x = −25,00 mm, y = 43,30 mm.

Bohrung 4 (φ = 180°): x = −50,00 mm, y = 0,00 mm. Der Quadranten-Output dient als Kontrolle: Bohrung 2 liegt in Q1 (x und y positiv), Bohrung 3 in Q2 (x negativ, y positiv) – beides passt zum erwarteten Winkel.

Entscheidung: Weicht ein berechneter x-Wert vom Sollmaß ab, wurde meist der Winkel φ in Grad statt in Radiant in cos und sin eingesetzt.

Für die untere Kreishälfte ist zusätzlich wichtig, welche der beiden Winkelausgaben du abliest, denn erst dort laufen sie auseinander. Oberhalb der x-Achse sind sie identisch – der Punkt (3|4) liefert zweimal 53,13 Grad.

Unterhalb trennen sie sich um volle 360 Grad: Für (3|−4) stehen −53,13 und 306,87 nebeneinander, für (−3|−4) sind es −126,87 und 233,13. Beide beschreiben dieselbe Richtung.

Übernimmst du aber einen negativen Wert in eine Maschinensteuerung, die nur 0 bis 360 Grad kennt, fährt die Achse in die falsche Richtung.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist, atan(y/x) statt atan2(y,x) zu verwenden: atan gibt nur Werte von −90° bis +90° zurück und kann Q2 und Q3 nicht unterscheiden. Ein zweiter Fehler ist die Verwechslung von Grad und Radiant: π/4 Radiant sind 45 Grad, nicht 45 Radiant.

Drittens wird bei der Rückrechnung (polar → kartesisch) oft vergessen, φ von Grad in Radiant umzuwandeln, bevor man es in cos/sin einsetzt. Vierter Fehler: x und y vertauschen, was einen falschen Quadranten und falschen Winkel ergibt.

Ein fünfter Fehler betrifft die Reihenfolge der atan2-Argumente: Die Funktion erwartet zuerst y und dann x, also atan2(y, x) – wer die beiden vertauscht, spiegelt den Winkel an der 45°-Linie.

Ein sechster Stolperstein ist das Runden des Winkels vor der Rückrechnung: Setzt man einen stark gerundeten Winkel wieder in cos und sin ein, weichen die zurückgerechneten x- und y-Werte spürbar vom Original ab.

Ein siebter Fall betrifft den Ursprung selbst: Für x = 0 und y = 0 zeigt der Rechner einen Radius von 0 und einen Winkel von 0 Grad, während das Quadrantenfeld schlicht „Ursprung“ meldet.

Diese Null beim Winkel ist eine Setzung und kein Messwert – ein Punkt ohne Abstand vom Mittelpunkt hat gar keine Richtung. Wer sie unbesehen als Ausgangswert in eine Drehrechnung übernimmt, rechnet mit einer Richtung weiter, die es nicht gibt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Koordinaten-Umrechner berechnet aus kartesischen Koordinaten (x, y) Radius und Winkel im Polarkoordinatensystem und gibt Quadrant, Grad, Radiant und 0°–360°-Winkel aus.

Für die Rückrechnung polar → kartesisch gelten x = r × cos(φ) und y = r × sin(φ).

Der große Vorteil gegenüber der einfachen Arkustangens-Formel ist die eindeutige Quadranten-Zuordnung über atan2, die auch bei negativen x- oder y-Werten den richtigen Winkel liefert.

Achte bei der Rückrechnung darauf, den Winkel zuerst von Grad in Radiant umzuwandeln, bevor du ihn in cos und sin einsetzt.

So lassen sich Bohrbilder, Radardaten und Kreisbewegungen mühelos zwischen der polaren und der kartesischen Darstellung übertragen. Verwandte Rechner: Pythagoras-Rechner für den Radius ohne Winkel, Trigonometrie-Rechner für Winkelberechnungen in Dreiecken.

Prüfe dabei immer, welche der beiden Winkelspalten dein Zielsystem erwartet – unterhalb der x-Achse unterscheiden sie sich um 360 Grad.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · r = 5,000; φ = 53,130° (0,927 rad); φ im Bereich 0°–360° = 53,130°; Quadrant: Q1

Punkt im ersten Quadranten (3 | 4)

x
3
y
4

Beispiel 2 · Mittel · r = 5,000; φ = −126,870° (−2,214 rad); φ im Bereich 0°–360° = 233,130°; Quadrant: Q3

Punkt im dritten Quadranten (−3 | −4)

x
-3
y
-4

Beispiel 3 · Komplex · r = 7,071; φ = 135,000° (2,356 rad); φ im Bereich 0°–360° = 135,000°; Quadrant: Q2

Punkt im zweiten Quadranten (−5 | 5)

x
-5
y
5

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Weiternutzung

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  • Infografik: Koordinaten-Umrechner: Drei Formate, 60°N, 50°N, 40°N, 30°N, 20°N, 10°E, 20°E

    Koordinaten-Umrechner Systeme

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Rechnerspezifische Grenzen: Der Winkel φ wird mit atan2(y, x) berechnet (Wertebereich −180° bis 180°). Für den Wertebereich 0°–360° wird ein negativer Winkel um 360° erhöht.

Quelle: Analytische Geometrie: Polarkoordinaten r und φ (Azimutwinkel). Winkelberechnung über atan2(y, x) gemäß ISO 80000-2.

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Geometrie
Formeln basieren auf
r = √(x²+y²); φ = atan2(y, x) in Grad. Rückumrechnung: x = r·cos(φ), y = r·sin(φ).
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Rechner-Portal (2026). Koordinaten-Umrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/geometrie/koordinaten-umrechner

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