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AQL-Tabelle 2026: Stichprobenprüfung nach ISO 2859-1 berechnen

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Kurzantwort

AQL-Tabelle: Losgröße, Prüfniveau und AQL-Wert eingeben – sofort Kennbuchstabe, Stichprobenumfang (n), Annahmezahl (Ac) und Rückweisezahl (Re) nach ISO 2859-1 ermitteln.

AQL-Stichprobenplan nach ISO 2859-1 berechnen: Losgröße und Prüfniveau eingeben

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Mathematik (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was ist der AQL-Tabelle?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Die AQL-Tabelle nach ISO 2859-1 bestimmt, wie viele Teile aus einer Lieferung geprueft werden muessen und ab welcher Fehleranzahl das Los angenommen oder zurueckgewiesen wird. AQL steht fuer Acceptable Quality Limit und beschreibt den maximalen Prozentsatz fehlerhafter Einheiten, der vertraglich noch toleriert wird.

Der Rechner nimmt Losgroesse, Pruefniveau, AQL-Wert und Pruefschaerfe entgegen und liefert den Kennbuchstaben, den Stichprobenumfang, die Annahmezahl Ac und die Rueckweisezahl Re.

Damit lassen sich Wareneingangspruefungen, Fertigungskontrollen und Lieferantenaudits nach einem international anerkannten Verfahren planen, ohne die umfangreichen Tabellen der Norm manuell nachschlagen zu muessen.

Typische Anwendungsgebiete sind Elektronikfertigung, Automobilzulieferung, Medizintechnik und Textilimporte.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner benoetigt vier Eingaben. Die Losgroesse gibt an, wie viele Einheiten die zu pruefende Charge umfasst.

Das Pruefniveau bestimmt die Schaerfe der Zuordnung und reicht von den Sonderniveaus S-1 bis S-4 ueber Niveau I bis zum Standard Niveau II und dem strengeren Niveau III.

Der AQL-Wert wird aus 16 Stufen zwischen 0,010 % und 10,0 % gewaehlt und beschreibt das vertraglich akzeptierte Qualitaetsniveau. Die Pruefschaerfe steuert, ob normale, verschaerfte oder reduzierte Stichprobenplaene angewendet werden.

Haeufige Eingabefehler sind die Verwechslung von Losgroesse und Bestellmenge sowie die Wahl eines zu grosszuegigen AQL-Werts bei sicherheitskritischen Produkten.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Der Rechenweg folgt drei Schritten. Zuerst wird aus Losgroesse und Pruefniveau ueber Tabelle 1 der ISO 2859-1 der Kennbuchstabe ermittelt.

Bei Losgroesse 1000 und Pruefniveau II ergibt sich Kennbuchstabe J. Im zweiten Schritt wird aus dem Kennbuchstaben zusammen mit AQL-Wert und Pruefschaerfe die Stichprobentafel nachgeschlagen.

Fuer Kennbuchstabe J, AQL 1,0 % und normale Pruefung ergibt das einen Stichprobenumfang von 80, Annahmezahl Ac = 5 und Rueckweisezahl Re = 6.

Falls der urspruengliche Kennbuchstabe fuer den gewaehlten AQL-Wert keinen gueltigen Plan hat, wird automatisch auf den naechsthoeheren Buchstaben verschoben.

Bei Losgroesse 50, Pruefniveau I und AQL 0,65 % fuehrt der Ausgangsbuchstabe C per Pfeil-Verschiebung zum effektiven Buchstaben E mit Stichprobenumfang 13, Ac = 0 und Re = 1.

AQL-Entscheidungsregel nach ISO 2859-1: Rueckweisezahl Re gleich Annahmezahl Ac plus 1.
Formel der AQL-Stichprobenpruefung: Rueckweisezahl gleich Annahmezahl plus 1 (ISO 2859-1).

Nachschlagen

AQL-Stichprobenplan nach ISO 2859-1: Losgroesse und Kennbuchstabe

Tabelle 1 der ISO 2859-1 ordnet jeder Losgroesse je Pruefniveau (S-1 bis S-4, I, II, III) einen Kennbuchstaben zu. Aus dem Kennbuchstaben, dem AQL-Wert und der Pruefschaerfe ergeben sich Stichprobenumfang, Annahmezahl und Rueckweisezahl.

ISO 2859-1 Tabelle 1: Kennbuchstaben nach Losgroesse und Pruefniveau
LosgroesseS-1S-2S-3S-4IIIIII
2 - 8AAAAAAB
9 - 15AAAAABC
16 - 25AABBBCD
26 - 50ABBCCDE
51 - 90BBCCCEF
91 - 150BBCDDFG
151 - 280BCDEEGH
281 - 500BCDEFHJ
501 - 1200CCEFGJK
1201 - 3200CDEGHKL
3201 - 10000CDFGJLM
10001 - 35000CDFHKMN
35001 - 150000DEGJLNP
150001 - 500000DEGJMPQ
500001 und mehrDEHKNQR

Quelle: ISO 2859-1:1999 (DIN ISO 2859-1), Tabelle 1. Kennbuchstabe bestimmt den Stichprobenumfang in den Stichprobentafeln fuer normale, verschaerfte und reduzierte Pruefung.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu AQL-Tabelle

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist AQL und wofuer steht die Abkuerzung?

AQL steht fuer Acceptable Quality Limit, auf Deutsch akzeptables Qualitaetsniveau. Der Wert beschreibt den maximalen Prozentsatz fehlerhafter Einheiten in einem Los, der im Rahmen einer Stichprobenpruefung noch als akzeptabel gilt.

Die Norm ISO 2859-1 definiert AQL als den Qualitaetslevel, bei dem die Annahmewahrscheinlichkeit eines Loses hoch bleibt.

Ueblich sind Werte zwischen 0,010 % und 10,0 %, wobei niedrige AQL-Werte wie 0,065 % bei sicherheitskritischen Bauteilen und hoehere Werte wie 4,0 % bei kosmetischen Maengeln eingesetzt werden.

Die Wahl des AQL-Werts ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen Lieferant und Abnehmer. Sie bestimmt massgeblich, wie viele fehlerhafte Teile in einer Lieferung statistisch toleriert werden.

Je kleiner der AQL-Wert, desto strenger die Pruefung und desto groesser der benoetigte Stichprobenumfang.

Ein AQL von 1,0 % bedeutet beispielsweise, dass ein Los mit durchschnittlich hoechstens einem Prozent fehlerhafter Teile in den meisten Faellen angenommen wird.

Wie bestimmt man die richtige Losgroesse fuer die Pruefung?

Die Losgroesse ist die Gesamtzahl der Einheiten in der zu pruefenden Lieferung oder Produktionscharge.

Sie bildet den Ausgangspunkt fuer jeden AQL-Stichprobenplan, weil sie zusammen mit dem Pruefniveau den Kennbuchstaben und damit den Stichprobenumfang festlegt. ISO 2859-1 gliedert die Losgroesse in 15 Bereiche von 2 bis 500.001 und mehr.

Wichtig ist, dass die Losgroesse der tatsaechlichen Inspektionseinheit entspricht, nicht der Gesamtbestellmenge.

Wird eine Bestellung von 10.000 Stueck in zwei Teillieferungen zu je 5.000 Stueck angeliefert, ist jede Teillieferung ein eigenes Los mit Losgroesse 5.000.

Eine haeufige Fehlerquelle ist das Zusammenfassen mehrerer Chargen zu einem kuenstlich grossen Los, weil unterschiedliche Fertigungsbedingungen die Fehlerverteilung verzerren und der Stichprobenplan nicht mehr aussagekraeftig ist.

Generell gilt: Ein Los sollte aus moeglichst homogenen Produktionsbedingungen stammen, damit die Stichprobe das Qualitaetsniveau des gesamten Loses repraesentativ widerspiegelt.

Welches Pruefniveau sollte man waehlen?

ISO 2859-1 definiert sieben Pruefniveaus: die drei allgemeinen Niveaus I, II und III sowie vier Sonderniveaus S-1 bis S-4. Niveau II ist der Standardfall und wird verwendet, wenn keine besonderen Gruende fuer eine andere Wahl vorliegen.

Niveau I erfordert einen kleineren Stichprobenumfang als Niveau II und eignet sich, wenn die Pruefung zerstoerend oder besonders kostenintensiv ist.

Niveau III verlangt groessere Stichproben und bietet hoehere Unterscheidungssicherheit zwischen guten und schlechten Losen.

Die Sonderniveaus S-1 bis S-4 sind fuer Situationen gedacht, in denen sehr kleine Stichproben noetig sind, etwa bei zerstoerenden Pruefungen wie Druckversuchen oder chemischen Analysen.

Je kleiner das Pruefniveau, desto weniger Teile werden geprueft, aber desto groesser ist das Risiko, ein schlechtes Los irrtuemlch anzunehmen.

Beispiel: Bei Losgroesse 1000 ergibt Niveau I den Kennbuchstaben G mit einer typischen Stichprobe von 32 Stueck, waehrend Niveau II den Kennbuchstaben J mit 80 Stueck liefert.

Was bedeuten Annahmezahl Ac und Rueckweisezahl Re?

Die Annahmezahl Ac (Acceptance number) gibt die hoechste Anzahl fehlerhafter Einheiten in der Stichprobe an, bei der das Los noch angenommen wird.

Die Rueckweisezahl Re (Rejection number) ist die kleinste Anzahl fehlerhafter Einheiten, die zur Zurueckweisung des Loses fuehrt. In der Einfachstichprobe nach ISO 2859-1 gilt immer Re = Ac + 1.

Werden also bei einer Stichprobe von 80 Stueck mit Ac = 5 und Re = 6 genau 5 fehlerhafte Teile gefunden, wird das Los angenommen. Werden 6 oder mehr fehlerhafte Teile gefunden, wird es zurueckgewiesen.

Die Annahmezahl kann auch 0 betragen, was bedeutet, dass bereits ein einziges fehlerhaftes Teil in der Stichprobe zur Zurueckweisung fuehrt. Das ist typisch bei sehr niedrigen AQL-Werten und kleinen Stichproben.

Beispiel: Bei Losgroesse 50, Pruefniveau I und AQL 0,65 % ergibt der Plan einen effektiven Kennbuchstaben E mit Stichprobenumfang 13, Ac = 0 und Re = 1.

Wann muss verschaerft geprueft werden?

Die verschaerfte Pruefung (Tightened Inspection) wird eingeleitet, wenn die Qualitaet eines Lieferanten nachlaeesst.

ISO 2859-1 schreibt den Wechsel von normaler zu verschaerfter Pruefung vor, wenn 2 von 5 aufeinanderfolgenden Losen bei normaler Pruefung zurueckgewiesen wurden.

Bei verschaerfter Pruefung bleiben Kennbuchstabe und Stichprobenumfang gleich, aber die Annahmezahlen werden gesenkt, sodass die gleiche Stichprobe strenger bewertet wird.

Der Rueckweg zur normalen Pruefung ist moeglich, sobald 5 aufeinanderfolgende Lose bei verschaerfter Pruefung angenommen wurden. Die reduzierte Pruefung erlaubt umgekehrt kleinere Stichproben, wenn die Qualitaet ueber laengere Zeit stabil war.

Konkretes Beispiel: Bei Losgroesse 500, Pruefniveau II und AQL 2,5 % ergibt verschaerfte Pruefung den Kennbuchstaben H mit Stichprobenumfang 50, Ac = 5 und Re = 6.

Werden in mehreren aufeinanderfolgenden Losen nur wenige Maengel gefunden, kann spaeter auf normale oder reduzierte Pruefung umgestellt werden.

Was ist ein Kennbuchstabe und wie wird er ermittelt?

Der Kennbuchstabe (Code Letter) ist das Bindeglied zwischen Losgroesse und Stichprobenumfang.

ISO 2859-1 verwendet die Buchstaben A bis R und ordnet jedem Buchstaben einen festen Stichprobenumfang zu: A entspricht 2 Stueck, B entspricht 3, C entspricht 5, D entspricht 8, E entspricht 13, F entspricht 20, G entspricht 32, H entspricht 50, J entspricht 80, K entspricht 125, L entspricht 200, M entspricht 315, N entspricht 500, P entspricht 800, Q entspricht 1250 und R entspricht 2000.

Der Kennbuchstabe wird aus Tabelle 1 der Norm abgelesen, die Losgroesse und Pruefniveau kreuztabelliert. Bei Losgroesse 1000 und Pruefniveau II ergibt sich Kennbuchstabe J, was einem Stichprobenumfang von 80 entspricht.

Bei kleinen Losen und niedrigen AQL-Werten kann es vorkommen, dass der zunaechst ermittelte Kennbuchstabe keinen gueltigen Plan hat.

In diesem Fall wird automatisch auf den naechsthoeheren Buchstaben verschoben, was die Pfeil-Verschiebung in den ISO-Tabellen abbildet.

Wie klein darf der AQL-Wert sein?

Die ISO 2859-1 definiert 16 AQL-Stufen von 0,010 % bis 10,0 %. Der niedrigste Wert 0,010 % bedeutet, dass im Durchschnitt hoechstens ein fehlerhaftes Teil pro 10.000 Stueck akzeptiert wird.

Solch strenge Vorgaben erfordern sehr grosse Stichproben und sind typisch fuer sicherheitskritische Produkte wie Medizinprodukte, Luftfahrtteile oder pharmazeutische Verpackungen.

Je kleiner der AQL-Wert, desto groesser muss die Stichprobe sein, um die gewuenschte Unterscheidungssicherheit zu erreichen.

Bei einem AQL von 0,25 % und Losgroesse 10.000 mit Pruefniveau II ergibt der Plan Kennbuchstabe L mit 200 Stueck Stichprobe, Ac = 3 und Re = 4. Wird der AQL-Wert dagegen auf 0,010 % gesenkt, waechst die benoetigte Stichprobe erheblich.

In der Praxis muss abgewogen werden, ob die Pruefkosten einer grossen Stichprobe im Verhaeltnis zum Risiko eines fehlerhaften Produktes stehen.

Ein zu grosszuegig gewaehlter AQL-Wert spart Pruefkosten, erhoet aber die Wahrscheinlichkeit, ein qualitativ unzureichendes Los faelschlich anzunehmen.

Was ist der Unterschied zwischen Einfach- und Doppelstichprobe?

Die Einfachstichprobe (Single Sampling) ist der Standardfall in ISO 2859-1 und wird von diesem Rechner abgebildet. Es wird eine einzige Stichprobe gezogen, geprueft und das Los auf Basis der Annahmezahl Ac direkt angenommen oder zurueckgewiesen.

Bei der Doppelstichprobe (Double Sampling) wird zunaechst eine kleinere erste Stichprobe gezogen. Ist die Anzahl fehlerhafter Teile sehr niedrig, wird sofort angenommen; ist sie sehr hoch, wird sofort zurueckgewiesen.

Liegt sie im Grenzbereich, wird eine zweite Stichprobe gezogen und die Entscheidung auf Basis der kumulierten Fehleranzahl getroffen.

Die Doppelstichprobe kann den durchschnittlichen Pruefaufwand senken, weil bei eindeutig guter oder schlechter Qualitaet weniger Teile geprueft werden als bei der Einfachstichprobe.

Die Mehrfachstichprobe erweitert dieses Prinzip auf bis zu sieben Stufen. Der Nachteil ist ein komplexeres Pruefverfahren und die Notwendigkeit, mehrere Entscheidungsgrenzen zu verwalten.

Fuer die meisten Wareneingangspruefungen ist die Einfachstichprobe der Standard.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Pruefe vor jeder Eingabe, ob das Los tatsaechlich aus homogenen Produktionsbedingungen stammt. Werden Teilchargen verschiedener Fertigungstage gemischt, kann die Stichprobe die Qualitaet des Loses nicht repraesentativ abbilden.

Bei sicherheitskritischen Merkmalen empfiehlt sich ein niedriger AQL-Wert von 0,065 % bis 0,25 %, waehrend kosmetische Maengel mit 2,5 % bis 4,0 % bewertet werden koennen.

Die Wahl des Pruefniveaus sollte dokumentiert und vertraglich fixiert werden, damit Lieferant und Abnehmer denselben Plan anwenden.

Ein Wechsel von normaler zu verschaerfter Pruefung wird nach ISO 2859-1 ausgeloest, sobald 2 von 5 aufeinanderfolgenden Losen zurueckgewiesen wurden.

Die Rueckkehr zur normalen Pruefung erfordert 5 aufeinanderfolgende Annahmen bei verschaerfter Pruefung.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall Wareneingangspruefung: Ein Elektronikhersteller erhaelt eine Lieferung von 5000 Leiterplatten und will nach ISO 2859-1 pruefen.

Das Pruefniveau ist II, der AQL-Wert betraegt 1,5 % fuer funktionale Maengel, und die Pruefschaerfe ist reduziert, weil die letzten zehn Lose angenommen wurden.

Der Rechner liefert Kennbuchstabe L, Stichprobenumfang 200, Annahmezahl Ac = 7 und Rueckweisezahl Re = 8. Das Pruefteam zieht 200 Leiterplatten zufaellig aus der Lieferung und testet sie auf Loetstellen, Bauteilplatzierung und elektrische Funktion.

Werden hoechstens 7 fehlerhafte Platten gefunden, wird das Los angenommen. Ab 8 fehlerhaften Platten wird das Los zurueckgewiesen und der Wechsel zur normalen Pruefschaerfe eingeleitet.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der haeufigste Fehler ist die Verwechslung von AQL-Wert und tatsaechlicher Fehlerquote. Ein AQL von 1,0 % bedeutet nicht, dass genau ein Prozent der Teile fehlerhaft sein duerfen, sondern dass Lose mit dieser Fehlerquote eine hohe Annahmewahrscheinlichkeit besitzen.

Ein zweiter Fehler ist die Annahme, die Stichprobe muesse proportional zur Losgroesse steigen. Tatsaechlich waechst der Stichprobenumfang in Stufen, weil er an den Kennbuchstaben gebunden ist.

Bei Losgroesse 501 und 1200 ergibt Pruefniveau II denselben Kennbuchstaben J mit identischem Stichprobenumfang 80.

Ebenso verbreitet ist die Missachtung der Pfeil-Verschiebung, die bei kleinen Losen und niedrigen AQL-Werten den effektiven Kennbuchstaben aendert und damit einen groesseren Stichprobenumfang vorschreibt als zunaechst erwartet.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der AQL-Rechner liefert Kennbuchstabe, Stichprobenumfang, Annahmezahl und Rueckweisezahl fuer Einfachstichproben nach ISO 2859-1.

Alle vier Eingaben — Losgroesse, Pruefniveau, AQL-Wert und Pruefschaerfe — muessen vertraglich zwischen Lieferant und Abnehmer vereinbart sein, damit beide denselben Plan anwenden.

Fuer sicherheitskritische Merkmale werden niedrige AQL-Werte und mindestens Pruefniveau II empfohlen.

Die drei Pruefschaerfen normal, verschaerft und reduziert bilden ein dynamisches System, das sich an die tatsaechliche Lieferqualitaet anpasst und den Pruefaufwand langfristig optimiert.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Kennbuchstabe = H | Stichprobenumfang = 50 | Annahmezahl Ac = 5 | Rueckweisezahl Re = 6

Verschaerfte Pruefung: 500 Stueck, Niveau II, AQL 2,5 %

Pruefschaerfe
verschaerft
Losgroesse
500
Pruefniveau
II
AQL-Wert
2,5 %

Beispiel 2 · Mittel · Kennbuchstabe = L | Stichprobenumfang = 200 | Annahmezahl Ac = 3 | Rueckweisezahl Re = 4

Grosse Lieferung: 10.000 Stueck, Niveau II, AQL 0,25 %, normal

Pruefschaerfe
normal
Losgroesse
10000
Pruefniveau
II
AQL-Wert
0,25 %

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Weiternutzung

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  • Tabelle der Kennbuchstaben-Zuordnung nach ISO 2859-1: Losgroessen von 2 bis 500001+ und Pruefniveaus S-1 bis III ergeben Kennbuchstaben A bis R. Hervorgehoben: Losgroesse 501 bis 1200, Niveau II ergibt Kennbuchstabe J.

    ISO 2859-1 Tabelle 1: Losgroesse → Kennbuchstabe

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  • Stufendiagramm der 16 Kennbuchstaben A bis R mit Stichprobengroessen von 2 bis 2000 nach ISO 2859-1. Hervorgehoben: Kennbuchstabe J mit Stichprobenumfang 80.

    Stichprobenumfang je Kennbuchstabe nach ISO 2859-1

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Tabellen entsprechen ISO 2859-1:1999 (identisch mit DIN ISO 2859-1). Bei Abweichungen zwischen Pfeil-Verschiebungen im Originaldokument und der hier implementierten Logik ist das Originaldokument maßgeblich.

Quelle: ISO 2859-1:1999 (identisch mit DIN ISO 2859-1) — Tabellen 1, 2-A, 2-B, 2-C

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Mathematik / Statistik
Formeln basieren auf
ISO 2859-1:1999 Tabellen 1, 2-A, 2-B, 2-C
Zitation & Richtlinien

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Rechner-Portal (2026). AQL-Tabelle. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/aql-tabelle

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Rechner-Portal, 2026. AQL-Tabelle. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/aql-tabelle

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