Überblick
Was berechnet der Wendekreis-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Wendekreis ist der kleinste Kreis, den ein Fahrzeug bei vollem Lenkeinschlag fährt. Zwei Größen werden dabei unterschieden: Der Spurkreis folgt dem äußeren Vorderrad, der Wand-zu-Wand-Kreis der vorderen Außenecke der Karosserie und ist deshalb größer.
Der Wendekreis-Rechner berechnet beides aus Radstand, Spurweite, Fahrzeugbreite, Überhang vorn und dem Einschlagwinkel des inneren Vorderrads.
Mit den vorbelegten Maßen eines Kompaktwagens (Radstand 2,65 m, Spurweite 1,55 m, Breite 1,80 m, Überhang 0,90 m, Einschlag 38°) ergibt sich ein Spurkreis von 11,2 m und ein Wand-zu-Wand-Durchmesser von 12,4 m; das äußere Rad schlägt dabei mit 28,2° ein.
Der Rechner arbeitet in drei Richtungen: Er berechnet den Wendekreis aus dem Einschlag, den Einschlagwinkel aus einem Wendekreis, den du im Datenblatt gefunden hast, und er prüft, ob ein Wendemanöver in einer Straße bestimmter Breite in einem Zug gelingt.
Das hilft beim Vergleich von Fahrzeugen, bei der Planung von Einfahrten, Hofdurchfahrten und Parkplätzen und beim Verstehen der Lenkgeometrie.
Gerechnet wird die ideale Ackermann-Geometrie ohne Reifenschräglauf; Herstellerangaben liegen deshalb um einige Dezimeter daneben.
Dass es zwei Kreise gibt, erklärt viele scheinbar widersprüchliche Angaben: Ein Hersteller nennt den Spurkreis, ein Test den größeren Karosseriekreis, und beide meinen denselben Wagen.
Weil der Rechner beide aus denselben Maßen herleitet, siehst du den Unterschied direkt und kannst Zahlen aus verschiedenen Quellen einordnen.
Eine Modell- oder Markentabelle enthält er bewusst nicht; die Maße trägst du aus dem Datenblatt deines Fahrzeugs oder der Anzeige ein, die du vergleichen willst.