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Asymptoten berechnen: waagerecht, senkrecht und schief

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Beispiele

Senkrechte Asymptoten = Polstellen. Waagerechte/schiefe Asymptoten = Verhalten bei x → ±∞.

Asymptoten

Gib eine Funktion ein und klicke auf „Asymptoten berechnen".

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Kurzantwort

Asymptoten berechnen: f(x) eingeben und alle Asymptoten (senkrecht, waagerecht, schief) mit Grenzwertnachweis bestimmen.

Asymptoten einer Funktion berechnen – senkrechte Asymptoten (Polstellen)

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Mathematik (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Asymptoten-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Asymptoten-Rechner findet alle Geraden, denen sich ein Funktionsgraph ins Unendliche annähert, ohne sie je zu erreichen. Es gibt drei Typen: Senkrechte Asymptoten entstehen an Polstellen (wo der Nenner null wird), waagerechte Asymptoten zeigen das Verhalten bei x → ±∞ und schiefe Asymptoten treten auf, wenn der Zählergrad genau eins größer als der Nennergrad ist.

Der Rechner arbeitet numerisch und meldet alle drei Typen als eigene Zeile: Senkrechte Asymptoten findet er, indem er den Bereich um den Ursprung abtastet, jede Stelle mit unbeschränkt wachsendem Betrag von f einkreist und sie anschließend mit den beiden einseitigen Grenzwerten belegt.

Für das Fernverhalten prüft er, ob sich die Funktionswerte bei immer größeren |x| wirklich einem festen Wert nähern – nur dann meldet er eine waagerechte Asymptote; andernfalls untersucht er über den Grenzwert von f(x)/x, ob eine schiefe Gerade vorliegt.

Die unten erklärten Regeln – Nullstellen des Nenners und Polynomdivision – bleiben trotzdem die beste Gegenprobe von Hand.

Asymptoten beschreiben das Fernverhalten und die kritischen Stellen eines Graphen und sind deshalb ein zentrales Werkzeug beim Skizzieren gebrochenrationaler Funktionen.

Die senkrechte Asymptote markiert eine Polstelle, an der der Nenner null wird und die Funktion ausbricht; die waagerechte gibt an, gegen welchen festen Wert sich die Kurve für sehr große Argumente einpendelt; die schiefe tritt an ihre Stelle, sobald der Zähler um genau einen Grad höher ist als der Nenner.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die Funktion in gewohnter Schreibweise ein: 1/(x-2) für eine einfache Polstelle, (x^2-1)/x für eine schiefe Asymptote (Polynomdivision liefert x mit Rest), (2*x+3)/(x-1) für eine waagerechte Asymptote. Potenzen mit ^, Multiplikation mit *.

Der Rechner tastet für senkrechte Asymptoten den Bereich [−15, 15] ab und prüft das Fernverhalten an mehreren wachsenden Stellen von x = ±10⁵ über ±10⁶ bis ±10⁷, statt sich auf einen einzelnen Wert zu verlassen.

Für 1/(x-2) meldet er so die senkrechte Asymptote x = 2 samt den einseitigen Grenzwerten −∞ (links) und +∞ (rechts) sowie die waagerechte y = 0; für (x^2-1)/x nennt er x = 0 und die schiefe Gerade y = x.

Eine Gegenprobe an den Nullstellen des Nenners beziehungsweise per Polynomdivision bleibt trotzdem sinnvoll, weil sie das Ergebnis exakt statt numerisch bestätigt.

Wichtig ist, den Bruch vollständig als einen Term einzugeben und Zähler wie Nenner konsequent zu klammern, etwa (2*x+3)/(x-1), damit der Rechner die Grade richtig erkennt.

Bevor du das Ergebnis übernimmst, lohnt ein prüfender Blick, ob sich Zähler und Nenner kürzen lassen: Eine gemeinsame Nullstelle ist keine Polstelle, sondern eine hebbare Lücke und liefert keine senkrechte Asymptote.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zitiergrafik: Drei Asymptoten-Typen – senkrecht x gleich a, waagerecht y gleich L, schief y gleich mx plus b Senkrechte Asymptoten: x = a, wenn |f(x)| → ∞ für x → a. Waagerechte Asymptoten: y = L, wenn lim_{x→±∞} f(x) = L (endlich).

Schiefe Asymptoten: y = mx + b, wenn lim_{x→∞} f(x)/x = m ≠ 0 und b = lim (f(x) − mx). Für rationale Funktionen: Wenn Zählergrad = Nennergrad, ist y = Leitkoeffizientenquotient; wenn Zählergrad = Nennergrad + 1, liegt eine schiefe Asymptote vor.

Der Typ der waagerechten oder schiefen Asymptote hängt allein vom Gradverhältnis ab: Ist der Zählergrad kleiner als der Nennergrad, ist die x-Achse mit y = 0 die waagerechte Asymptote; sind beide Grade gleich, liegt sie beim Quotienten der Leitkoeffizienten; ist der Zähler um genau eins höher, gibt es keine waagerechte, sondern eine schiefe Asymptote.

Diese schiefe Gerade y = mx + b bestimmt man am bequemsten per Polynomdivision, deren ganzzahliger Anteil die Asymptote bildet, während der verbleibende Restbruch für x gegen unendlich gegen null strebt.

Die senkrechten Asymptoten schließlich stehen an den Nullstellen des Nenners, sofern sich diese nicht mit dem Zähler wegkürzen.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Asymptoten-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist eine Asymptote und welche Arten gibt es?

Eine Asymptote ist eine Gerade (oder Kurve), der sich der Graph einer Funktion immer weiter annähert, ohne sie – zumindest im betrachteten Bereich – zu erreichen.

Es gibt drei Typen: Senkrechte Asymptoten entstehen bei Definitionslücken (Polstellen), z. B. x = 0 bei f(x) = 1/x. Waagerechte Asymptoten beschreiben das Verhalten für x → ±∞, z. B. y = 0 bei f(x) = 1/x.

Schiefe Asymptoten sind Geraden mit einer Steigung ≠ 0, denen sich der Graph für x → ±∞ nähert, z. B. y = x bei f(x) = x + 1/x. Der Rechner erkennt alle drei Typen automatisch.

Bei f(x) = 1/(x(x − 1)) etwa findet er gleichzeitig zwei senkrechte Asymptoten bei x = 0 und x = 1 sowie die waagerechte Asymptote y = 0, weil der Zählergrad (0) kleiner als der Nennergrad (2) ist.

Für f(x) = (x² + 3)/(x − 2) meldet er zusätzlich die schiefe Asymptote y = x + 2. Die drei Typen schließen sich nicht gegenseitig aus: Eine Funktion kann gleichzeitig senkrechte, waagerechte und schiefe Asymptoten besitzen.

Wie berechnet man senkrechte Asymptoten?

Senkrechte Asymptoten entstehen, wenn lim_{x→a⁺} f(x) = ±∞ oder lim_{x→a⁻} f(x) = ±∞. Das passiert typischerweise an Nullstellen des Nenners bei rationalen Funktionen.

Beispiel: f(x) = 1/(x − 3): Der Nenner ist null bei x = 3 → senkrechte Asymptote x = 3. Bei hebbaren Definitionslücken (Zähler und Nenner haben gemeinsamen Faktor) ist es keine echte Asymptote, sondern nur eine Lücke im Graphen.

Der Rechner sucht dabei nicht nach Sprüngen, sondern nach lokalen Minima von |1/f(x)|: Er legt ein Raster mit der Schrittweite 0,01 über [−15, 15] und verfeinert jeden Verdachtspunkt per Golden-Section-Suche.

Als Polstelle zählt nur, wo |f| dabei über 10⁶ hinauswächst. So findet er auch schmale Pole, bei denen kein einziger Rasterpunkt im Blow-up-Bereich liegt.

Bei f(x) = 1/(x² − 9) liegen beide Nullstellen des Nenners — x = −3 und x = 3 — innerhalb von [−15, 15], sodass der Rechner beide Polstellen korrekt ausgibt.

Für tan(x) etwa findet der Rechner im Bereich [−15, 15] neun Polstellen, da der Tangens bei x = π/2 + kπ nicht definiert ist.

Wie berechnet man waagerechte Asymptoten?

Waagerechte Asymptoten entstehen, wenn lim_{x→+∞} f(x) = c oder lim_{x→−∞} f(x) = c für eine endliche Zahl c gilt. Bei rationalen Funktionen hängt das vom Grad ab: Wenn Zählergrad < Nennergrad: y = 0.

Wenn Zählergrad = Nennergrad: y = Leitkoeffizient(Zähler)/Leitkoeffizient(Nenner). Wenn Zählergrad > Nennergrad: keine waagerechte Asymptote (aber eventuell eine schiefe).

Beispiel: f(x) = (3x + 1)/(x − 2) hat Zählergrad = Nennergrad = 1 → Asymptote y = 3/1 = 3.

Numerisch wertet der Rechner die Funktion an drei Stellen aus — bei 10⁵, 10⁶ und 10⁷ — und meldet eine waagerechte Asymptote nur, wenn die Werte dort zur Ruhe kommen.

Ein einzelner Funktionswert an einer sehr großen Stelle wäre kein Nachweis für einen Grenzwert, sondern nur eine Momentaufnahme.

Für f(x) = (2x + 1)/(3x − 5) liefert dieser Test y = 2/3: Die Auswertung bei 10⁷ ergibt f(10⁷) ≈ 0,6667, was mit dem analytischen Wert 2/3 übereinstimmt.

Existiert für x → +∞ ein anderer Grenzwert als für x → −∞, gibt der Rechner beide Asymptoten separat aus – so hat arctan(x) die waagerechte Asymptote y ≈ 1,571 für x → +∞ und y ≈ −1,571 für x → −∞.

Was ist eine schiefe Asymptote und wie berechnet man sie?

Eine schiefe Asymptote hat die Form y = mx + b mit m ≠ 0. Sie tritt auf, wenn der Zählergrad um genau 1 größer als der Nennergrad ist. Berechnung über Polynomdivision: Teile den Zähler durch den Nenner – das Ergebnis ohne Rest ist die Asymptote.

Beispiel: f(x) = (x² + 1)/x = x + 1/x. Für x → ±∞ gilt 1/x → 0, also ist y = x die schiefe Asymptote. Alternativ: m = lim_{x→∞} f(x)/x und b = lim_{x→∞} (f(x) − mx).

Genau diesen zweiten Weg geht der Rechner numerisch: Er bildet f(x)/x bei 10⁶ und 10⁷ für die Steigung m und prüft danach f(x) − m · x an zwei weiteren Stellen für den Achsenabschnitt b.

Bestätigen sich m und b nicht stabil, meldet er lieber gar keine schiefe Asymptote. Ein klassischer Schulfall ist f(x) = (x² + x + 1)/x: Per Polynomdivision erhält man x + 1, also die schiefe Asymptote y = x + 1 mit Steigung 1 und Achsenabschnitt 1.

Kann ein Funktionsgraph seine Asymptote schneiden?

Ja! Entgegen der landläufigen Meinung darf ein Graph seine waagerechte oder schiefe Asymptote durchaus schneiden – sogar mehrfach. Die Asymptote beschreibt nur das Verhalten für x → ±∞, nicht für endliche x-Werte.

Beispiel: f(x) = sin(x)/x hat y = 0 als waagerechte Asymptote, schneidet aber die x-Achse bei x = kπ unendlich oft. Nur senkrechte Asymptoten können nicht geschnitten werden, da die Funktion dort gar nicht definiert ist.

Der Asymptoten-Rechner gibt die Asymptoten als Geraden aus; ob und wo sie geschnitten werden, zeigt der Schnittpunkt-Rechner.

Ein weiteres Beispiel ist die gedampfte Schwingung f(x) = e^{-x} · cos(x): Sie nähert sich für x → +∞ der waagerechten Asymptote y = 0, schneidet sie aber bei jedem x = π/2 + kπ erneut.

Entscheidend ist, dass der Abstand |f(x)| mit wachsendem x gegen null geht — die Kurve darf die Asymptote kreuzen, solange die Abstände langfristig abnehmen.

Ein weiteres Schulbeispiel: f(x) = x * sin(1/x) nähert sich für x → ±∞ der waagerechten Asymptote y = 0, schneidet sie aber unendlich oft nahe x = 0.

Welche Funktionen haben keine Asymptoten?

Polynome (Grad ≥ 1) haben keine Asymptoten: Sie haben keine Polstellen, und für x → ±∞ divergieren sie gegen ±∞ (keine horizontale Asymptote). Auch sin(x) und cos(x) haben keine Asymptoten – sie schwingen zwischen −1 und 1 ohne Definitionslücken.

Die Exponentialfunktion e^x hat für x → −∞ die waagerechte Asymptote y = 0, aber für x → +∞ keine. Die Wurzelfunktion √x hat keine Asymptoten im betrachteten Bereich x ≥ 0.

Asymptoten sind typisch für rationale Funktionen, gebrochenrationale Ausdrücke und Funktionen mit periodischen Polstellen wie tan(x). Gibt man f(x) = x³ in den Rechner ein, erscheint korrekterweise keine Asymptoten-Ausgabe.

Bei f(x) = x + 1/x dagegen findet er sofort die senkrechte Asymptote x = 0 und die schiefe Asymptote y = x.

Auch ln(x) besitzt eine senkrechte Asymptote bei x = 0, weil lim_{x→0⁺} ln(x) = −∞, aber keine waagerechte, da ln(x) für x → +∞ unbeschränkt wächst.

Umgekehrt besitzt jede rationale Funktion mit einem Pol mindestens eine senkrechte Asymptote; jede mit Nennergrad größer als Zählergrad außerdem eine waagerechte Asymptote y = 0.

Warum findet der Rechner manche Polstellen nicht?

Die häufigste Ursache ist der feste Suchbereich: Der Rechner untersucht ausschließlich [−15, 15], ein eigenes Bereichsfeld gibt es nicht. Eine Polstelle bei x = 20 bleibt deshalb unentdeckt, während x = 14,9 noch sauber gefunden wird.

Krumme Werte sind dagegen kein Problem — die numerische Suche verfeinert jeden Verdacht nach und liefert auch x = 2,005 oder x = 7,3333 exakt.

Ihre Grenze liegt erst bei der Auflösung: Zwei Polstellen, die enger als etwa ein halber Rasterschritt beieinanderliegen, verschmelzen zu einer (bei 0,05 Abstand werden dagegen beide erkannt).

Hebbare Definitionslücken wie sin(x)/x bei x = 0 werden bewusst nicht als Asymptote ausgegeben, weil dort kein Pol vorliegt.

Bei Funktionen mit einseitigem Definitionsbereich, etwa 1/√(x−3), meldet der Rechner keine senkrechte Asymptote, da er den Betragsanstieg von beiden Seiten prüft.

Für analytische Sicherheit bleibt die manuelle Überprüfung des Nenners auf Nullstellen der zuverlässigste Weg. Für tan(x) etwa: Der Nenner cos(x) hat im Bereich [−15, 15] neun Nullstellen, die alle als Polstellen erkannt werden.

Der Rechner zeigt je eine senkrechte Asymptote pro Nullstelle.

Wie hängen Asymptoten und Grenzwerte zusammen?

Asymptoten sind nichts anderes als geometrische Darstellungen von Grenzwerten: Eine senkrechte Asymptote x = a bedeutet lim_{x→a} |f(x)| = ∞. Eine waagerechte Asymptote y = c bedeutet lim_{x→±∞} f(x) = c.

Eine schiefe Asymptote y = mx + b bedeutet lim_{x→±∞} (f(x) − mx − b) = 0. Wenn du den Grenzwert-Rechner nutzt und bei x → ±∞ einen endlichen Wert c erhältst, ist y = c automatisch eine waagerechte Asymptote.

Der Asymptoten-Rechner fasst alle drei Grenzwert-Typen zusammen und zeigt sie als Geraden-Gleichungen an.

Konkret: Für f(x) = (2x² + x)/(x − 3) bestimmt man zuerst m = lim_{x→∞} f(x)/x = 2 und dann b = lim_{x→∞} (f(x) − 2x) = 7, woraus die schiefe Asymptote y = 2x + 7 folgt.

Der Rechner führt genau diese zwei Grenzwert-Schritte numerisch durch: Er wertet f(x)/x bei 10⁶ und 10⁷ für m aus und prüft anschließend f(x) − m · x an zwei weiteren Stellen für b.

Das Zusammenspiel aller Grenzwerte zeigt f(x) = (x^3 − 1)/(x^2): Es hat eine Polstelle bei x = 0 und die schiefe Asymptote y = x – alle drei Typen in einer Funktion.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Für rationale Funktionen lässt sich die Asymptote analytisch bestimmen: Führe zuerst die Polynomdivision durch (nutze den Polynomdivision-Rechner) – der Quotient gibt die Asymptoten-Gerade an, der Rest geht für x → ±∞ gegen null. Zwei verschiedene einseitige Grenzwerte lim_{x→a⁺} und lim_{x→a⁻} zeigen, ob der Graph die Asymptote von derselben oder von verschiedenen Seiten annähert – das kann +∞ und −∞ gleichzeitig sein.

Zum sicheren Bestimmen einer schiefen Asymptote teilst du den Zähler durch den Nenner: Der Quotient ohne den Restbruch ist die Asymptotengerade, weil der Rest mit wachsendem Betrag von x verschwindet.

Prüfe die senkrechten Asymptoten immer über die beiden einseitigen Grenzwerte, denn der Graph kann sich von links und rechts unterschiedlich verhalten – auf der einen Seite gegen plus unendlich, auf der anderen gegen minus unendlich.

Und vergiss die hebbaren Lücken nicht: Kürzt sich ein Faktor vollständig heraus, fehlt an dieser Stelle zwar ein Punkt, es entsteht aber keine Polstelle und damit keine senkrechte Asymptote.

Genau das setzt der Rechner um: Beim Term (x^2-1)/(x-1) weist er ausschließlich die schiefe Asymptote y = x + 1 aus und meldet bei x = 1 richtigerweise keine Polstelle.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Asymptoten von f(x) = (2x + 3)/(x − 1) bestimmen. Schritt 1 – Senkrecht: x − 1 = 0 → x = 1, f explodiert → senkrechte Asymptote x = 1. Schritt 2 – Waagerecht: lim_{x→∞} (2x+3)/(x−1) = 2 (Quotienten der Leitkoeffizienten) → y = 2.

Schritt 3 – Schief: Da Zähler- und Nennergrad gleich sind, gibt es keine schiefe Asymptote. Ergebnis: senkrechte Asymptote x = 1, waagerechte Asymptote y = 2.

Ein zweiter Fall zeigt die schiefe Asymptote: Für f(x) = (x^2 − 1)/x liefert die Polynomdivision x mit dem Rest minus eins durch x, sodass die Gerade y = x die schiefe Asymptote bildet, der sich der Graph für große Beträge von x immer enger anschmiegt.

Die senkrechte Asymptote liegt bei x = 0, weil dort der Nenner null wird, während der Zähler mit minus eins von null verschieden bleibt.

Ein dritter, lehrreicher Fall ist f(x) = (x^2 − 1)/(x − 1): Hier kürzt sich der Faktor (x − 1) heraus, sodass bei x = 1 keine Polstelle, sondern nur eine hebbare Lücke entsteht und die vermeintliche senkrechte Asymptote gar nicht existiert.

Dieser Vergleich schärft den Blick dafür, echte Polstellen von harmlosen Lücken zu unterscheiden.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Häufiger Fehler: Polstellen mit Definitionslücken verwechseln – bei f(x) = (x^2−1)/(x−1) ist x = 1 eine hebbare Lücke (kein Pol), weil sich Zähler und Nenner kürzen. Zweiter Fehler: Die Asymptote y = 0 bei 1/x übersehen – der Grenzwert bei ±∞ ist 0.

Dritter Fehler: Bei schiefen Asymptoten das Vorzeichen der Steigung falsch bestimmen. Vierter Fehler: Bei x = a an sich selbst den Funktionswert berechnen – der ist dort nicht definiert; relevant ist der Grenzwert.

Fünfter Fehler: eine schiefe und eine waagerechte Asymptote gleichzeitig zu erwarten, obwohl beide einander ausschließen – je nach Gradverhältnis gibt es entweder die eine oder die andere.

Sechster Fehler: bei gleichem Grad von Zähler und Nenner die x-Achse als waagerechte Asymptote anzunehmen, obwohl der Grenzwert der Quotient der Leitkoeffizienten und selten null ist.

Und schließlich wird die schiefe Asymptote gern falsch berechnet, wenn man beim Ausführen der Polynomdivision einen Vorzeichenfehler macht; eine Kontrolle des Quotienten schützt hier vor einer falsch geneigten Geraden.

Stutzig werden solltest du außerdem, wenn du eine Funktion nur an einer einzigen sehr großen Stelle auswertest und dort einen riesigen Wert wie 100 000 000 erhältst: Das ist keine waagerechte Asymptote, sondern lediglich ein weiterer Funktionswert – bei (x^2−1)/x etwa wächst f über alle Grenzen und besitzt die schiefe Asymptote y = x.

Ein einzelner Wert belegt nie einen Grenzwert; erst wenn sich die Werte bei wachsendem |x| einem festen Ergebnis annähern, liegt eine waagerechte Asymptote vor.

Genau deshalb vergleicht der Rechner mehrere immer größere Stellen miteinander, statt nur eine einzusetzen – und für die Kontrolle von Hand entscheidet der Vergleich der Grade.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Asymptoten-Rechner sucht numerisch nach senkrechten (Polstellen), waagerechten (Grenzwert bei ±∞) und schiefen Asymptoten und gibt jeden gefundenen Typ mit seinem Nachweis aus – bei Polstellen mit den beiden einseitigen Grenzwerten, im Unendlichen mit dem geprüften Grenzwert.

Im Beispiel hat 1/(x−2) die senkrechte Asymptote x = 2 und die waagerechte y = 0; beide meldet der Rechner direkt. Gib deine Funktion ein und prüfe die drei Typen.

Für Grenzwerte an bestimmten Punkten nutze den Grenzwert-Rechner; für die Polynomdivision zur Bestimmung schiefer Asymptoten den Polynomdivision-Rechner.

Prüfe bei jeder gebrochenrationalen Funktion alle drei Typen der Reihe nach und denke daran, vor der Suche nach senkrechten Asymptoten zu kürzen, damit hebbare Lücken nicht fälschlich als Polstellen gezählt werden.

So entsteht ein vollständiges Bild vom Rand- und Fernverhalten des Graphen, das eine saubere Skizze erst möglich macht.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Senkrechte Asymptote: x = 0 | Schiefe Asymptote: y = x

Rationale Funktion mit schiefer Asymptote: x + 1/x

Funktion f(x)
x + 1/x
Variable
x

Beispiel 2 · Mittel · Senkrechte Asymptoten bei x ≈ ±1,571; ±4,712; ±7,854; ±10,996; ±14,137 (= ±π/2 + kπ)

Mehrere Polstellen: tan(x)

Funktion f(x)
tan(x)
Variable
x

Beispiel 3 · Komplex · Senkrechte: x = ±1 | Waagerechte: y = 3

Rationale Funktion mit gemeinsamen Grad: (3*x^2 + x)/(x^2 - 1)

Funktion f(x)
(3*x^2 + x)/(x^2 - 1)
Variable
x

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Weiternutzung

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  • Infografik: Asymptoten bestimmen, DREI TYPEN, Senkrecht:  x = a, |f(x)| → ∞ für x → a, Waagerecht:  y = L, lim f(x) = L für x → ±∞, Schief:  y = mx + b, Zählergrad = Nennergrad + 1

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/asymptoten-rechner
  • Infografik: Asymptoten: Horizontale, Vertikale, Schiefe, x = a, y = c, VERTIKALE ASYMPTOTE, x = a (Polstelle), Nenner = 0 → f(x) → ±∞, HORIZONTALE ASYMPTOTE, y = c = lim f(x) für x → ±∞

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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Asymptoten werden numerisch bestimmt: Polstellen durch Division-durch-null-Detektion, waagerechte und schiefe Asymptoten durch Grenzwerte für x→±∞. Für gebrochene rationale Funktionen ist das Ergebnis am zuverlässigsten.

Quelle: Numerische Grenzwertanalyse (mathjs-Parser), Polstellen-Detektion

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Analysis
Formeln basieren auf
Senkrecht: lim x→x₀ |f(x)|=∞; waagerecht: lim x→±∞ f(x)=c; schief: m=lim f(x)/x, b=lim(f(x)−mx)
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Rechner-Portal (2026). Asymptoten-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/asymptoten-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Asymptoten-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/asymptoten-rechner

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