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Tangente berechnen: Tangentengleichung mit Rechenweg

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Beispiele

Die Tangente an f bei x₀ lautet: y = f'(x₀)·(x − x₀) + f(x₀). Die Steigung wird numerisch über den Differenzenquotienten berechnet.

Tangentengleichung

Gib eine Funktion und x₀ ein.

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Kurzantwort

Tangentengleichung berechnen: f(x) und Stelle x₀ eingeben – Rechner gibt Steigung und Gleichung y = mx + b aus.

Tangentengleichung einer Funktion am Punkt x₀ berechnen

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Mathematik (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Tangenten-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Tangenten-Rechner bestimmt die Tangentengleichung einer Funktion f(x) an einem gegebenen Berührpunkt x₀. Die Tangente ist die Gerade, die den Graphen von f im Punkt (x₀, f(x₀)) berührt und dort dieselbe Steigung hat wie f – also f'(x₀).

Tangenten sind in der Analysis vielfältig einsetzbar: Sie liefern lineare Näherungen, sind die Grundlage von Newton-Raphson und erscheinen in der Optik und Physik.

Der Rechner berechnet die Steigung m = f'(x₀) numerisch über den Differenzenquotienten und ermittelt daraus die Gleichung y = mx + b.

Weil die Tangente den Graphen in der Nähe des Berührpunkts sehr gut annähert, dient sie als lineare Näherung: Für Werte dicht bei x₀ liefert die Geradengleichung nahezu denselben Funktionswert wie f selbst.

Genau dieses Prinzip steckt hinter dem Newton-Verfahren zur Nullstellensuche und hinter vielen Abschätzungen in Physik und Technik, wo man eine komplizierte Kurve lokal durch ihre Tangente ersetzt.

Der Rechner liefert dazu Steigung, Berührpunkt und fertige Gleichung in einem Schritt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner benötigt zwei Angaben: Funktion f(x) und Berührpunkt x₀; zusätzlich lässt sich die Variable (x oder t) wählen. Funktionen in gewohnter Schreibweise: x^2 für Potenzen, 3*x für Multiplikation, sin(x), cos(x), e^x, ln(x).

Das Variablenfeld erlaubt auch t. Beispiel: Für f(x) = x^2 und x₀ = 2 ergibt sich die Steigung m = f'(2) = 4, der Berührpunkt P(2 | 4) und die Tangentengleichung y = 4(x − 2) + 4 = 4x − 4.

Der x₀-Wert muss im Definitionsbereich der Funktion liegen, sonst existiert kein Berührpunkt – bei ln(x) etwa sind nur positive Werte zulässig.

Möchtest du die Tangente an mehreren Stellen vergleichen, gibst du nacheinander verschiedene x₀ ein und beobachtest, wie sich die Steigung ändert: An einem Hochpunkt ist sie null, in steilen Abschnitten betragsmäßig groß.

Für x₀ erwartet das Feld eine Dezimalzahl: Schreibe 0.5 statt 1/2 und 1.5708 statt pi/2, denn Brüche und Konstanten wertet dieses Feld nicht aus.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zitiergrafik: Tangentengleichung y gleich f-Strich von x-Null mal (x minus x-Null) plus f von x-Null Die Tangentengleichung lautet: y = f'(x₀) · (x − x₀) + f(x₀). Mit m = f'(x₀) (Steigung) und b = f(x₀) − m · x₀ (y-Achsenabschnitt) ergibt sich die Normalform y = mx + b.

Der Rechner bestimmt m numerisch via Differenzenquotient: m ≈ (f(x₀+h) − f(x₀−h))/(2h) mit h = 10⁻⁷. Für f(x) = sin(x) bei x₀ = 0: m = cos(0) = 1, b = 0 → Tangente: y = x.

Die Gleichung entsteht in zwei Schritten: Zuerst liefert die Ableitung an der Stelle die Steigung m = f'(x₀), dann sorgt der Berührpunkt dafür, dass die Gerade den Graphen tatsächlich trifft.

Setzt man den Punkt (x₀, f(x₀)) in y = m·x + b ein und löst nach b auf, ergibt sich der y-Achsenabschnitt b = f(x₀) − m·x₀.

Der Rechner bestimmt m nicht symbolisch, sondern über den zentralen Differenzenquotienten, also den Anstieg einer sehr kurzen Sehne zwischen x₀ minus h und x₀ plus h mit winzigem h – ein Verfahren, das für alle unterstützten Funktionen zuverlässig denselben Wert liefert wie die exakte Ableitung.

Winzige Abweichungen bleiben dabei bestehen: Für x^2 bei x₀ = 3 liefert der Differenzenquotient intern 5,99999999 statt exakt 6 – die Anzeige rundet das auf 6.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Tangenten-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist eine Tangente und wie berechnet man sie?

Eine Tangente ist eine Gerade, die einen Graphen in genau einem Punkt berührt und dort dieselbe Steigung hat wie die Funktion. Die allgemeine Tangentenformel lautet: t(x) = f'(x₀) · (x − x₀) + f(x₀).

Dabei ist x₀ der Berührpunkt, f'(x₀) die Steigung (erste Ableitung an der Stelle x₀) und f(x₀) die y-Koordinate des Berührpunkts. Beispiel: f(x) = x² bei x₀ = 2: f'(x) = 2x, f'(2) = 4 (Steigung), f(2) = 4 (y-Wert) → t(x) = 4·(x − 2) + 4 = 4x − 4.

Der Rechner berechnet alle Werte automatisch. Im Tangenten-Rechner gibst du f(x) und den Wert x₀ ein; die Ausgabe enthält die vollständige Gleichung t(x) = m·x + b sowie den berechneten Steigungswert und den Berührpunkt als Koordinatenpaar.

Ein interaktiver Graph zeigt Funktion und Tangente übereinander, sodass du das Berühren des Graphen an genau einem Punkt visuell nachvollziehen kannst.

Für f(x) = sin(x) bei x₀ = 0 gilt f'(0) = cos(0) = 1 und f(0) = 0, also t(x) = x — die Ursprungsgerade mit Steigung 1 erklärt direkt die Kleinwinkelnäherung sin(x) ≈ x aus der Physik.

Was ist der Unterschied zwischen Tangente und Sekante?

Eine Tangente berührt den Graphen in genau einem Punkt x₀ und hat dort die Steigung f'(x₀). Eine Sekante verbindet zwei Punkte des Graphen (x₁, f(x₁)) und (x₂, f(x₂)) – ihr Steigungsmaß ist der Differenzenquotient (f(x₂) − f(x₁)) / (x₂ − x₁).

Die Tangente ist der Grenzwert der Sekante, wenn x₂ → x₁: Das ist die Definition des Differentialquotienten f'(x₀) = lim_{h→0} (f(x₀+h) − f(x₀)) / h.

Praktisch: Die Sekante gibt den Durchschnittswert über ein Intervall, die Tangente den Momentanwert an genau einer Stelle.

Mit dem Tangenten-Rechner kannst du beide Konzepte vergleichen: Berechne die Tangente an x₀ = 2 und bilde daneben manuell den Differenzenquotienten für x₁ = 1,9 und x₂ = 2,1 – die Sekantensteigung liegt nahe, aber nicht gleich dem Tangentenwert f'(2).

Je enger du das Intervall wählst, desto deutlicher zeigt sich die Annäherung an den Differentialquotienten.

In der Physik entspricht die Sekante der Durchschnittsgeschwindigkeit über ein Zeitintervall, während die Tangente die Momentangeschwindigkeit am exakten Zeitpunkt beschreibt.

Wie lese ich die Tangentengleichung ab?

Der Rechner gibt die Tangente in der Form t(x) = m·x + b aus, wobei m die Steigung und b der y-Achsenabschnitt ist.

Die Steigung m = f'(x₀) gibt an, wie steil die Tangente ist: m > 0 → steigend, m < 0 → fallend, m = 0 → waagerecht (horizontale Tangente, z. B. an Extrempunkten). Der y-Achsenabschnitt b = f(x₀) − m·x₀ zeigt, wo die Tangente die y-Achse schneidet.

Der Berührpunkt ist P(x₀ | f(x₀)). Beispiel: t(x) = 3x − 1 bedeutet Steigung 3 und Schnittpunkt mit der y-Achse bei y = −1. Der Tangenten-Rechner gibt m und b separat aus, sodass du sie direkt in Schulaufgaben ablesen kannst.

Zur Kontrolle setze x = x₀ in die ausgegebene Tangentengleichung ein – der Funktionswert muss genau f(x₀) ergeben, weil der Berührpunkt auf beiden Kurven liegt.

Ist m = 0, zeigt der Rechner eine horizontale Tangente — ein direkter Hinweis auf einen Extrempunkt-Kandidaten, den du anschließend mit f'' verifizieren kannst.

Wozu braucht man Tangenten in der Praxis?

Tangenten haben vielfältige Anwendungen: In der Physik beschreibt die Tangente an einer Weg-Zeit-Kurve die Momentangeschwindigkeit. In der Optimierung (Gradientenverfahren) zeigt die Tangentensteigung die Richtung des steilsten Anstiegs.

In der Volkswirtschaftslehre beschreibt die Grenzkosten-Kurve eine Tangente an die Kostenfunktion. In der Geometrie dient die Tangente zur Konstruktion von Normal­linien (senkrecht zur Tangente).

In der Numerik nutzt das Newton-Raphson-Verfahren Tangenten zur Nullstellensuche: Der Schnittpunkt der Tangente mit der x-Achse ist der nächste Näherungswert.

Im Rechner kannst du die Newton-Raphson-Idee schrittweise nachvollziehen: Berechne die Tangente an einem Startpunkt x₀, lies den Schnittpunkt der Tangente mit der x-Achse als neuen Näherungswert x₁ = x₀ − f(x₀)/f'(x₀) ab, und wiederhole den Vorgang für x₁.

Der Rechner liefert bei jedem Iterationsschritt die vollständige Tangentengleichung mit Steigung und Absolutglied, sodass die Folge der Näherungswerte deutlich schneller gegen die echte Nullstelle konvergiert als ein einfaches Intervallhalbierungsverfahren.

Was ist eine waagerechte Tangente?

Eine waagerechte Tangente hat die Steigung m = 0, d. h. f'(x₀) = 0 an der Berührstelle. Waagerechte Tangenten treten auf bei Extrempunkten (Hoch- und Tiefpunkte) und Sattelpunkten.

An einem Hochpunkt wechselt f' von + auf 0 auf −; an einem Tiefpunkt von − auf 0 auf +; an einem Sattelpunkt bleibt f' auf einer Seite.

Die Tangentengleichung vereinfacht sich dann zu t(x) = f(x₀) – eine horizontale Gerade auf Höhe des Funktionswerts. Beispiel: f(x) = x² bei x₀ = 0: m = f'(0) = 0, t(x) = 0 (die x-Achse selbst).

Mit dem Tangenten-Rechner kannst du Extrempunkte gezielt überprüfen: Gibt der Rechner für eine bestimmte Stelle x₀ die Steigung m = 0 aus, liegt dort ein Kandidat für Hoch-, Tief- oder Sattelpunkt.

Für die endgültige Klassifikation berechne zusätzlich Tangenten an x₀ − 0,1 und x₀ + 0,1 und vergleiche die Vorzeichen der Steigungen.

Liefert der Rechner an x₀ − 0,1 und x₀ + 0,1 beide Male positive Steigungen, liegt ein Sattelpunkt vor und kein Extremum.

Was ist der Unterschied zwischen Tangente und Normale?

Die Normale ist die Gerade, die senkrecht zur Tangente im selben Berührpunkt steht. Wenn die Tangente die Steigung m hat, dann hat die Normale die Steigung −1/m (negativer Kehrwert). Die Normalengleichung lautet: n(x) = −1/m · (x − x₀) + f(x₀).

Sonderfall: Falls m = 0 (waagerechte Tangente), ist die Normale eine senkrechte Gerade x = x₀. Falls m = ∞ (senkrechte Tangente), ist die Normale waagerecht.

Anwendung: In der Optik beschreiben Normalen die Reflexions- und Brechungsrichtung an gebogenen Oberflächen.

Mit dem Tangenten-Rechner berechnest du m = f'(x₀) in einem Schritt; die Normalensteigung ergibt sich sofort als negativer Kehrwert −1/m, ohne weitere Ableitung.

Setze zur Probe x = x₀ in beide Geraden ein – Tangente und Normale liefern denselben y-Wert f(x₀), und das Steigungsprodukt m · (−1/m) = −1 bestätigt das Senkrecht-Kriterium direkt aus der Rechnerausgabe.

In der Vektorgeometrie wird die Normale genutzt, um den kürzesten Abstand eines externen Punktes von der Kurve zu berechnen — ein Standardproblem in Abiturprüfungen und Ingenieuranwendungen.

Wie berechne ich Tangenten an Kurven, die nicht durch x gegeben sind?

Manche Kurven sind implizit definiert (z. B. x² + y² = r² für Kreise) oder parametrisch (x(t), y(t)). Für implizite Kurven nutzt man implizite Differentiation: Beide Seiten nach x ableiten und dy/dx auflösen.

Für den Kreis: 2x + 2y·y' = 0 → y' = −x/y. Für Parameterdarstellungen gilt m = y'(t)/x'(t). Der Tangenten-Rechner auf dieser Seite behandelt nur explizite Funktionen f(x), also y als direkte Funktion von x.

Für implizite oder parametrische Kurven muss die Ableitung manuell bestimmt oder ein Computer-Algebra-System verwendet werden.

Für typische Schulaufgaben mit expliziten Funktionen wie f(x) = sin(x) oder f(x) = e^x ist der Rechner direkt einsetzbar: Funktion eingeben, x₀ wählen, fertig.

Stößt du auf eine implizit gegebene Kurve (z. B. eine Ellipse), löse sie zunächst nach y auf – falls das algebraisch möglich ist – und gib den jeweiligen Funktionsast als f(x) in den Rechner ein.

Für den oberen Halbkreis y = sqrt(25 − x^2) liefert der Rechner bei x₀ = 3 die Steigung m = −3/4 — ausreichend für Reflexions- und Brechungsberechnungen.

Wie gebe ich die Funktion korrekt in den Rechner ein?

Die Funktion f(x) wird als mathematischer Ausdruck eingegeben. Regeln: Potenzen mit dem Dach-Zeichen (x^2, x^3), Multiplikation immer mit Stern (3*x, nicht 3x), Standardfunktionen in Klammern (sin(x), cos(x), e^x, ln(x), sqrt(x)).

Der Berührpunkt x₀ ist eine Zahl. Häufige Fehler: fehlendes Malzeichen (2x statt 2*x), e hoch x als ex statt e^x, oder der natürliche Logarithmus als log statt ln. Der Rechner akzeptiert log() als ln() für deutschen Schulgebrauch.

Die Beispiel-Schaltflächen zeigen korrekte Schreibweisen für typische Funktionen.

Teste deine Eingabe zunächst mit einer der Beispiel-Schaltflächen, die fertige Ausdrücke wie sin(x) oder x^3 − 2*x direkt ins Eingabefeld laden und korrekte Syntax anschaulich zeigen.

Gibt der Rechner eine Fehlermeldung aus, überprüfe zuerst das Sternzeichen vor Variablen (2*x statt 2x) und stelle sicher, dass Funktionsname und öffnende Klammer ohne Leerzeichen direkt aufeinanderfolgen – so lässt sich der Fehler in fast allen Fällen schnell beheben.

Als Schnelltest: sin(x) bei x₀ = 0 muss die Steigung m = 1 und den Berührpunkt P(0|0) liefern — stimmt beides, ist die Syntax korrekt. Die Ableitung, aus der die Tangentensteigung folgt, berechnet der Ableitungsrechner.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nutze die Tangentengleichung, um Funktionswerte in der Nähe von x₀ schnell abzuschätzen: f(x) ≈ f(x₀) + f'(x₀)·(x − x₀). Diese lineare Näherung ist präzise für x nahe x₀ und die Basis des Taylor-Verfahrens.

Zwei Funktionen haben an x₀ dieselbe Tangente, wenn f'(x₀) = g'(x₀) gilt – das ist der Begriff „tangieren". Die Normale (senkrecht zur Tangente) hat die Steigung −1/m und lässt sich aus den Werten direkt ablesen.

Die lineare Näherung f(x) ≈ f(x₀) + f'(x₀)·(x − x₀) ist umso genauer, je näher x an x₀ liegt, und bildet zugleich den Anfang der Taylor-Entwicklung, die mit weiteren Ableitungen noch präziser wird.

Praktisch nützlich ist auch die Deutung der Steigung als Winkel: Über tan(α) = m berechnest du den Neigungswinkel der Tangente gegenüber der x-Achse.

Und für die Normale drehst du die Steigung zu minus eins durch m um – an einem Punkt mit waagerechter Tangente steht die Normale entsprechend senkrecht.

Den Definitionsbereich prüft der Rechner am Berührpunkt mit: Für 1/x bei x₀ = 0 oder sqrt(x) bei x₀ = −1 erscheint statt einer Geraden der Hinweis, dass f(x₀) dort nicht definiert ist.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Tangente an f(x) = x^3 − 3x bei x₀ = 1 gesucht. Schritt 1 – Steigung: f'(x) = 3x^2 − 3, f'(1) = 0 → Berührpunkt liegt im Extremum, Tangente ist waagerecht. Schritt 2 – y-Wert: f(1) = −2. Schritt 3 – Gleichung: y = 0·(x − 1) + (−2) = −2.

Ergebnis: Die Tangente bei x₀ = 1 ist y = −2 (waagerechte Gerade). Das ist die charakteristische Tangente an einem Tiefpunkt.

Ein zweiter Fall zeigt die schräge Tangente: An f(x) = x^2 im Punkt x₀ = 2 beträgt die Steigung f'(2) = 4, der Berührpunkt ist P(2 | 4), und mit b = 4 − 4·2 = −4 ergibt sich die Tangente y = 4x − 4.

Setzt man zur Probe x = 2 ein, liefert die Gerade tatsächlich wieder 4, was den Berührpunkt bestätigt.

Praktisch nutzt man eine solche Tangente als lineare Näherung: In der Nähe von x = 2 lässt sich x^2 näherungsweise durch 4x − 4 ersetzen, was für x = 2,1 den Schätzwert 4,4 gegenüber dem echten Wert 4,41 liefert – eine Abweichung von nur einem Hundertstel.

So wird der abstrakte Tangentenbegriff zum handfesten Rechenwerkzeug. Der Rechner bestätigt das: Für f(x) = x^3 − 3x bei x₀ = 2 gibt er die Tangente y = 9x − 16 aus, deren Steigung 9 genau f'(2) = 3·4 − 3 entspricht.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Häufiger Fehler: Die Steigung der Tangente mit dem Wert der Funktion verwechseln – m = f'(x₀), nicht f(x₀). Zweiter Fehler: die Tangentengleichung als y = mx verwechseln und den y-Achsenabschnitt b vergessen.

Dritter Fehler: x₀ außerhalb des Definitionsbereichs wählen (z. B. x₀ = 0 für ln(x)) – dann ist f(x₀) nicht definiert. Vierter Fehler: die Steigung mit dem Winkel verwechseln – der Winkel α ergibt sich aus tan(α) = m.

Fünfter Fehler: die fertige Tangentengleichung nicht am Berührpunkt zu prüfen – setzt man x₀ ein, muss die Gerade denselben y-Wert wie f liefern, sonst steckt ein Rechenfehler in m oder b.

Sechster Fehler: Steigung und Berührpunkt zu vertauschen und f(x₀) als Steigung zu verwenden, obwohl f(x₀) die Höhe und f'(x₀) die Steigung angibt.

Und häufig wird bei einer waagerechten Tangente vorschnell gefolgert, es liege ein Hochpunkt vor, obwohl auch ein Tiefpunkt oder ein Sattelpunkt dieselbe Steigung null besitzt.

Erst die zweite Ableitung entscheidet, welcher der drei Fälle tatsächlich vorliegt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Tangenten-Rechner berechnet die Steigung m = f'(x₀) und die Gleichung y = mx + b der Tangente an f im Punkt x₀. Im Beispiel ergibt x^2 bei x₀ = 2 die Tangente y = 4x − 4. Gib Funktion und x₀ ein und lies Steigung, Berührpunkt und Gleichung ab.

Für die symbolische Ableitung nutze den Ableitungsrechner; für Schnittpunkte der Tangente mit anderen Kurven den Schnittpunkt-Rechner.

Prüfe die ausgegebene Gleichung, indem du x₀ einsetzt und den Funktionswert vergleichst, und deute die Steigung bei Bedarf als Neigungswinkel oder als lineare Näherung für Werte nahe am Berührpunkt.

So wird aus drei Zahlen – Steigung, Berührpunkt und Achsenabschnitt – eine vielseitig nutzbare Geradengleichung.

Behalte dabei im Kopf, dass die Steigung numerisch entsteht: Die angezeigte Ableitungsformel dient der Orientierung, der Wert m stammt aus dem Differenzenquotienten.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · t(x) = 2 (waagerechte Gerade)

Waagerechte Tangente: x^3 - 3*x bei x₀ = -1

Funktion f(x)
x^3 - 3*x
Variable
x
Stelle x₀
-1

Beispiel 2 · Mittel · t(x) = x

Sinusfunktion: sin(x) bei x₀ = 0

Funktion f(x)
sin(x)
Variable
x
Stelle x₀
0

Beispiel 3 · Komplex · t(x) ≈ 2,718*x - 0,718

Exponentialfunktion: e^x bei x₀ = 1

Funktion f(x)
e^x
Variable
x
Stelle x₀
1

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Weiternutzung

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  • Infografik: Tangente und Normale im Berührpunkt, P(x₀|y₀), Tangente, Normale, m = f'(x₀) = Steigung der Tangente, TANGENTENGLEICHUNG, y = f(x₀) + f'(x₀) · (x − x₀), Punkt-Steigungs-Form

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  • Infografik: Tangentengleichung berechnen, y  =  f ′(x₀) · (x − x₀) + f(x₀), NORMALFORM, y = m · x + b     mit  m = f ′(x₀)   und   b = f(x₀) − m · x₀, VARIABLEN, f(x), Funktion – Ausgangskurve., Berührpunkt – x-Stelle.

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Tangentengleichung wird symbolisch über die erste Ableitung und Punktsteigungsform berechnet. mathjs berechnet f'(x₀) und f(x₀) exakt für Standardfunktionen.

Quelle: Symbolische Differentiation (mathjs), Punktsteigungsform der Tangente

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Analysis
Formeln basieren auf
Tangente in x₀: y = f'(x₀)·(x − x₀) + f(x₀), umgestellt zu y = m·x + b
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Tangenten-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/tangenten-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Tangenten-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/tangenten-rechner

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