Für quadratische Funktionen f(x) = ax² + bx + c gilt: x_S = −b/(2a). Die Scheitelpunktform lautet f(x) = a·(x − x_S)² + y_S mit y_S = f(x_S) = c − b²/(4a).
Für allgemeine Funktionen gilt: Scheitelpunkt = lokales Extremum, gefunden über f'(x₀) = 0. Beispiel: f(x) = 2x² + 8x − 1 → x_S = −8/(2·2) = −2, y_S = 2·4 − 16 − 1 = −9 → S(−2 | −9), Scheitelpunktform: 2·(x+2)² − 9.
Die Formel x_S = −b/(2a) folgt direkt aus der Symmetrie der Parabel: Die beiden Nullstellen liegen spiegelbildlich zur Achse, und ihr Mittelwert −b/(2a) ist genau die x-Koordinate des Scheitels.
Den zugehörigen y-Wert erhält man, indem man diese Stelle in die Funktion einsetzt, was auf y_S = c − b²/(4a) führt.
Die Scheitelpunktform a·(x − x_S)² + y_S beschreibt dieselbe Parabel wie die Normalform, macht aber Scheitel und Öffnung unmittelbar sichtbar.
Für nicht-quadratische Funktionen greift der Rechner auf die allgemeine Extremwertsuche zurück und bestimmt den Scheitel als lokales Extremum über die Bedingung f'(x₀) = 0.
Ob eine Funktion als quadratisch durchgeht, entscheidet der Rechner nicht am Aussehen des Terms, sondern rechnerisch über die dritte Ableitung: Nur wenn sie verschwindet, liegt eine echte Parabel vor, und nur dann erscheint die Scheitelpunktform überhaupt in der Ausgabe.