Der Grenzwert-Rechner (Limes-Rechner) berechnet den Wert, dem sich eine Funktion f(x) annähert, wenn x gegen eine bestimmte Stelle a strebt – das kann eine Zahl, +∞ oder −∞ sein. Grenzwerte sind die Grundlage der gesamten Analysis und stehen hinter Ableitungen, Asymptoten und Stetigkeit.
Gebrochen-rationale Terme löst der Rechner exakt: Er kürzt gemeinsame Faktoren (x − a), vergleicht bei x → ±∞ die Grade und nennt den Grenzwert als Bruch oder Zahl samt Rechenweg.
Bei Quotienten vom Typ 0/0 wendet er die Regel von L'Hôpital an, alle übrigen Funktionen untersucht er numerisch, indem er die Funktion an Werten auswertet, die immer näher an a liegen, und zeigt diese Annäherung als Wertetabelle.
Ein Grenzwert beschreibt also nicht den Funktionswert an der Stelle selbst, sondern das Verhalten in ihrer unmittelbaren Umgebung – gerade dort, wo die Funktion vielleicht gar nicht definiert ist.
Genau das macht Grenzwerte so mächtig: Sie erlauben es, eine hebbare Definitionslücke zu überbrücken, das Verhalten eines Graphen im Unendlichen zu erfassen und über den Differenzenquotienten die Ableitung überhaupt erst zu definieren.
Die angezeigte Wertetabelle macht diese Annäherung Zeile für Zeile sichtbar und ersetzt das reine Auswendiglernen von Regeln durch ein greifbares Zahlengefühl.
Ein Detail zur Anzeige: Die Tabelle rückt bis auf 0,0001 an die Stelle a heran; die numerische Auswertung geht mit vier Stützstellen je Zehnerpotenz viel weiter (bei x → ±∞ bis 10³⁰⁰, an der Stelle 0 bis 10⁻¹⁵⁰) und prüft, ob die Schwankung je Zehnerpotenz schnell schrumpft (Konvergenz), die Werte über alle Grenzen wachsen (Divergenz) oder dauerhaft schwanken wie cos(x) für x → ∞ (kein Grenzwert).
Liegt eine Seite außerhalb des Definitionsbereichs, etwa bei x·ln(x) an der Stelle 0, nennt er den einseitigen Grenzwert. Bleibt ein Fall unentscheidbar, sagt der Rechner das, statt „existiert nicht“ zu behaupten.