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Lineare Interpolation: Zwischenwerte berechnen mit Formel und Rechenweg

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Kurzantwort

Der Rechner für lineare Interpolation bestimmt den Zwischenwert zwischen zwei Stützstellen (x1, y1) und (x2, y2) über die Formel y = y1 + (x − x1) · (y2 − y1) / (x2 − x1). Er liefert Steigung, Achsenabschnitt, Geradengleichung, Rechenweg und eine Tabelle mit fünf Zwischenwerten. Liegt der gesuchte Wert ausserhalb des Stützstellenintervalls, kennzeichnet der Rechner das Ergebnis als Extrapolation. Im Umkehrmodus berechnet er x aus einem gegebenen y-Wert.

Lineare Interpolation: Zwei Stützstellen eingeben und den Zwischenwert mit vollständigem...

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Lineare Interpolation?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Rechner fuer lineare Interpolation bestimmt den Zwischenwert y zwischen zwei bekannten Stuetzstellen (x1, y1) und (x2, y2) ueber die Geradengleichung y = y1 + (x − x1) · (y2 − y1) / (x2 − x1). Lineare Interpolation setzt voraus, dass sich die gesuchte Groesse zwischen den Stuetzstellen geradlinig verhael.

Dieses Verfahren begegnet dir in der Messtechnik, bei Tabellenwerten in Normen und ueberall dort, wo zwischen zwei bekannten Datenpunkten ein Zwischenwert benoetigt wird.

Der Rechner liefert neben dem interpolierten Wert auch die Steigung m, den Achsenabschnitt b, die vollstaendige Geradengleichung und einen Rechenweg, sodass du jeden Schritt nachvollziehen kannst.

Liegt der gesuchte x-Wert ausserhalb des Stuetzstellenintervalls, kennzeichnet er das Ergebnis als Extrapolation und weist darauf hin, dass die lineare Annahme dort moeglicherweise nicht mehr zutrifft.

Im Umkehrmodus berechnet er aus einem gegebenen y-Wert das zugehoerige x. ## Interpolieren: Zwischenwert aus Tabelle ablesen Bei technischen Normen und Werkstofftabellen liegen Messwerte oft nur fuer bestimmte Stuetzstellen vor, etwa Festigkeitswerte bei 100, 200, 300 und 400 Grad Celsius.

Wird ein Zwischenwert benoetigt, etwa die Festigkeit bei 150 Grad, verbindet die lineare Interpolation die benachbarten Stuetzstellen durch eine Gerade und liest den gesuchten Wert auf dieser Geraden ab.

Der Rechner nimmt das Aufstellen und Loesen der Geradengleichung ab. Gib die beiden Stuetzstellen ein, die den gesuchten x-Wert einrahmen, und trage das gesuchte x ein.

Fuer die Stuetzstellen (100, 350) und (200, 500) ergibt sich bei x = 150 ein interpolierter Wert von y = 425 mit der Steigung m = 1,5 und dem Achsenabschnitt b = 200. Die Geradengleichung lautet y = 1,5 · x + 200.

Der Rechner gibt zusaetzlich eine Zwischenwerttabelle aus, die den linearen Verlauf zwischen den Stuetzstellen zeigt. Liegt der gesuchte x-Wert ausserhalb des Stuetzstellenintervalls, warnt der Rechner, dass es sich um eine Extrapolation handelt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die beiden Stuetzstellen als Wertepaare (x1, y1) und (x2, y2) ein. Im Feld Gesuchtes x traegst du den x-Wert ein, fuer den der Rechner y bestimmen soll.

Der Standardfall nutzt x1 = 2, y1 = 10, x2 = 8, y2 = 40 und x = 5, woraus y = 25 folgt. Ueber das Auswahlfeld „Berechnungsrichtung“ wechselst du in den Umkehrmodus: Dort gibst du statt x einen y-Wert ein und erhaeltst das zugehoerige x.

Die Stuetzstellen muessen verschiedene x-Werte besitzen; bei x1 = x2 ist die Steigung nicht definiert und der Rechner zeigt eine Fehlermeldung.

Achte darauf, dass beide Wertepaare in derselben Einheit vorliegen, etwa Grad Celsius und Grad Fahrenheit fuer eine Temperaturumrechnung. Die Reihenfolge der Stuetzstellen spielt keine Rolle, weil die Geradengleichung in beiden Faellen dieselbe ist.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Interpolationsformel lautet y = y1 + (x − x1) · m mit der Steigung m = (y2 − y1) / (x2 − x1). Der Achsenabschnitt ergibt sich aus b = y1 − m · x1, sodass die Geradengleichung y = m · x + b entsteht.

Fuer die Defaultwerte x1 = 2, y1 = 10, x2 = 8, y2 = 40 berechnet der Rechner: m = (40 − 10) / (8 − 2) = 30 / 6 = 5 und b = 10 − 5 · 2 = 0. Damit ist y = 5 · x.

Fuer x = 5 ergibt sich y = 5 · 5 = 25 − der Punkt liegt zwischen den Stuetzstellen, also Interpolation. Im Umkehrmodus wird die Formel nach x aufgeloest: x = x1 + (y − y1) / m.

Bei Extrapolation, etwa x = 15 mit denselben Stuetzstellen, liefert der Rechner y = 5 · 15 = 75 und weist darauf hin, dass der Wert ausserhalb des Intervalls [2, 8] liegt.

Die Formel setzt einen linearen Zusammenhang voraus; bei stark gekruemmten Verlaeufen empfiehlt sich stattdessen ein Polynom hoeheren Grades oder eine Spline-Interpolation.

Interpolationsformel: y gleich y1 plus x minus x1 mal Steigung m. Steigungsformel: m gleich y2 minus y1 geteilt durch x2 minus x1.
Formeln der linearen Interpolation: Interpolationsgleichung und Steigungsberechnung.

Nachschlagen

Lineare Interpolation: Formeln und Ergebnisfelder im Ueberblick

Diese Tabelle zeigt die Formeln des Rechners mit Bedeutung und Beispielwert fuer die Stuetzstellen (2, 10) und (8, 40) bei x = 5.

Formeln, Bedeutung und Beispielwerte der linearen Interpolation
GroesseFormelBedeutungBeispielwert
Steigung mm = (y2 − y1) / (x2 − x1)Aenderung von y pro Einheit x5
Achsenabschnitt bb = y1 − m · x1y-Wert bei x = 00
Interpolation yy = y1 + (x − x1) · mZwischenwert zum gesuchten x25
Umkehr xx = x1 + (y − y1) / mx-Wert zum gesuchten y5 (bei y = 25)
Geradengleichungy = m · x + bVollstaendige Funktionsgleichungy = 5 · x + 0
Bereichx ∈ [xmin, xmax] → InterpolationLage des gesuchten WertsInterpolation

Bei x1 = x2 ist die Steigung nicht definiert (Division durch null). Der Rechner gibt in diesem Fall eine Fehlermeldung aus. Extrapolation wird gekennzeichnet, wenn der gesuchte Wert ausserhalb des Stuetzstellenintervalls [x1, x2] liegt. Quelle: Burden/Faires/Burden, Numerical Analysis, 10th ed., Cengage 2015.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Lineare Interpolation

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie funktioniert lineare Interpolation zwischen zwei Punkten?

Lineare Interpolation verbindet zwei bekannte Stuetzstellen (x1, y1) und (x2, y2) durch eine Gerade und liest auf dieser Geraden den y-Wert zu einem gegebenen x ab. Die Formel lautet y = y1 + (x − x1) · (y2 − y1) / (x2 − x1).

Der Bruch (y2 − y1) / (x2 − x1) ist die Steigung m der Verbindungsgeraden. Fuer die Stuetzstellen (2, 10) und (8, 40) ergibt sich m = 30/6 = 5. Bei x = 5 folgt y = 10 + (5 − 2) · 5 = 25.

Das Verfahren setzt voraus, dass sich die gesuchte Groesse zwischen den beiden Punkten annaehernd geradlinig verhaelt. In Wertetabellen und Normen ist diese Annahme haeufig ausreichend genau, solange der Abstand der Stuetzstellen nicht zu gross ist.

Physikalische Groessen wie Temperatur oder Druck verhalten sich ueber kurze Intervalle meist nahezu linear.

Wann liefert lineare Interpolation ungenaue Ergebnisse?

Lineare Interpolation wird ungenau, wenn der tatsaechliche Zusammenhang zwischen den Stuetzstellen nichtlinear verlaeuft, also die Kurve stark gekruemmt ist.

Ein Beispiel ist exponentielles Wachstum: Zwischen zwei weit auseinanderliegenden Punkten auf einer e-Funktion liegt die Gerade deutlich unter der echten Kurve.

Je groesser der Abstand der Stuetzstellen und je staerker die Kruemmung, desto groesser die Abweichung. Abhilfe schafft ein engeres Stuetzstellenintervall, also das Einruecken der bekannten Punkte naeher an den gesuchten x-Wert.

Alternativ koennen Polynom- oder Spline-Interpolation die Kruemmung besser abbilden.

Im Rechner wird ein Ergebnis ausserhalb des Intervalls [x1, x2] als Extrapolation gekennzeichnet, weil dort die lineare Annahme noch weniger gesichert ist als innerhalb des Intervalls.

Fuer Tabellenwerte in Normen genuegt die lineare Methode dagegen fast immer.

Was ist der Unterschied zwischen Interpolation und Extrapolation?

Interpolation bestimmt einen Wert innerhalb des bekannten Stuetzstellenintervalls, Extrapolation dagegen ausserhalb.

Bei den Stuetzstellen (2, 10) und (8, 40) ist jeder x-Wert zwischen 2 und 8 eine Interpolation, waehrend x = 15 eine Extrapolation darstellt.

Der Rechner kennzeichnet das Ergebnis automatisch: Fuer x = 5 erscheint der Bereich Interpolation, fuer x = 15 der Bereich Extrapolation mit dem Wert y = 75 und einem Hinweis, dass die lineare Annahme ausserhalb des Intervalls ungesichert ist.

Extrapolation ist grundsaetzlich risikobehafteter als Interpolation, weil kein bekannter Datenpunkt den Verlauf jenseits der Stuetzstellen absichert.

In der Praxis sollte man Extrapolation nur ueber kurze Distanzen und bei physikalisch begruendeter Linearitaet einsetzen.

Der Temperaturfall Celsius zu Fahrenheit ist ein Beispiel, bei dem Extrapolation exakt bleibt, weil der Zusammenhang ueber den gesamten Bereich tatsaechlich linear ist.

Wie rechnet man von einem y-Wert zurueck auf x?

Im Umkehrmodus des Rechners gibst du statt eines x-Werts einen y-Wert ein und erhaeltst das zugehoerige x. Die umgestellte Formel lautet x = x1 + (y − y1) / m, wobei m die Steigung der Verbindungsgeraden ist.

Fuer die Stuetzstellen (0, 0) und (10, 100) mit m = 10 ergibt y = 50 den Wert x = 0 + (50 − 0) / 10 = 5. Der Rechner prueft auch im Umkehrmodus, ob das Ergebnis innerhalb oder ausserhalb des Stuetzstellenintervalls liegt.

Der Umkehrmodus ist nuetzlich, wenn du aus einer Wertetabelle zu einem gemessenen Ausgabewert die zugehoerige Eingabegroesse bestimmen willst, etwa die Temperatur zu einer abgelesenen Spannung.

Das spart das haendische Umformen der Gleichung und vermeidet Vorzeichenfehler. Eine Voraussetzung ist, dass die Steigung ungleich null ist, weil sonst alle x-Werte denselben y-Wert liefern und keine eindeutige Umkehrung existiert.

Was bedeuten Steigung und Achsenabschnitt bei der Interpolation?

Die Steigung m = (y2 − y1) / (x2 − x1) gibt an, um wie viel sich y aendert, wenn x um eine Einheit waechst. Der Achsenabschnitt b = y1 − m · x1 ist der y-Wert bei x = 0. Zusammen beschreiben sie die Geradengleichung y = m · x + b.

Fuer die Stuetzstellen (20, 68) und (30, 86) ergibt sich m = 1,8 und b = 32, also die Umrechnungsformel Fahrenheit = 1,8 · Celsius + 32.

Eine positive Steigung bedeutet, dass y mit wachsendem x zunimmt; eine negative Steigung zeigt einen abfallenden Verlauf.

Im Werkstoffbeispiel mit Zugfestigkeit bei 200 und 300 Grad Celsius ergibt sich m = −0,6, was den physikalisch erwarteten Festigkeitsabfall bei steigender Temperatur ausdrueckt.

Der Achsenabschnitt allein hat nur dann eine praktische Bedeutung, wenn x = 0 im sinnvollen Bereich der Anwendung liegt.

Wie liest man die Zwischenwerttabelle des Rechners?

Der Rechner gibt eine Tabelle mit fuenf aequidistanten Zwischenwerten aus, die vom ersten bis zum zweiten Stuetzpunkt reichen.

Fuer die Stuetzstellen (2, 10) und (8, 40) lauten die Zeilen: x = 2, y = 10; x = 3,5, y = 17,5; x = 5, y = 25; x = 6,5, y = 32,5; x = 8, y = 40. Die Tabelle zeigt den linearen Verlauf auf einen Blick und hilft, das Ergebnis zu plausibilisieren.

Liegt dein gesuchter x-Wert zwischen zwei Tabellenzeilen, kannst du den y-Wert grob abschaetzen und mit dem exakten Ergebnis vergleichen. Die erste und letzte Zeile entsprechen immer den eingegebenen Stuetzstellen und dienen als Ankerpunkte.

Der Abstand zwischen den Zeilen betraegt (x2 − x1) geteilt durch vier, also im Beispiel 1,5. Die Tabelle ist besonders nuetzlich, um bei Werkstofftabellen oder Tarifen eine grobe Uebersicht ueber den Zwischenbereich zu gewinnen.

Kann man mit dem Rechner Temperaturumrechnungen pruefen?

Die Umrechnung zwischen Celsius und Fahrenheit ist ein Paradebeispiel fuer lineare Interpolation, weil der Zusammenhang exakt linear ist.

Gibst du die Stuetzstellen (20, 68) und (30, 86) ein, liefert der Rechner die Steigung m = 1,8 und den Achsenabschnitt b = 32. Fuer x = 25 ergibt sich y = 77, also 25 Grad Celsius entsprechen 77 Grad Fahrenheit.

Die Geradengleichung y = 1,8 · x + 32 stimmt mit der bekannten Umrechnungsformel ueberein. Im Umkehrmodus kannst du umgekehrt pruefen: Welcher Celsius-Wert gehoert zu 100 Grad Fahrenheit?

Mit y = 100 liefert der Rechner x = (100 − 68) / 1,8 + 20 = 37,78 Grad Celsius, was dem Wert 37,8 Grad Koerpertemperatur nahe kommt.

Auch die Umrechnung zwischen Kelvin und Celsius oder zwischen verschiedenen Druckeinheiten laesst sich so pruefen, solange zwei korrekte Wertepaare vorliegen.

Warum meldet der Rechner einen Fehler bei gleichen x-Werten?

Wenn x1 und x2 identisch sind, ist die Steigung m = (y2 − y1) / (x2 − x1) nicht definiert, weil eine Division durch null auftraete.

Geometrisch bedeuten gleiche x-Werte, dass die beiden Punkte senkrecht uebereinander liegen; durch sie verlaeuft keine Funktion im ueblichen Sinne, sondern eine senkrechte Gerade, die keinen eindeutigen y-Wert zu einem gegebenen x liefert.

Der Rechner gibt in diesem Fall die Meldung aus, dass x1 und x2 verschieden sein muessen, und setzt alle Ergebniswerte auf null. Die Loesung besteht darin, zwei Stuetzstellen mit unterschiedlichen x-Werten zu waehlen.

Sind die vorhandenen Messwerte tatsaechlich zum selben x-Zeitpunkt aufgenommen, liegt kein Interpolationsproblem vor, sondern eine Mehrfachmessung, fuer die ein Mittelwert statt einer Geradengleichung sinnvoll ist.

Auch ein Tippfehler bei der Eingabe fuehrt haeufig zu gleichen x-Werten.

Wie nutzt man lineare Interpolation zum Ablesen von Tabellenwerten?

Die lineare Interpolation eignet sich besonders gut fuer das Ablesen von Zwischenwerten aus Tabellen, wie sie in technischen Normen, Werkstoffdatenblaettern und Kalibriertabellen vorkommen.

Dabei verbindet man die beiden benachbarten Stuetzstellen, die den gesuchten Wert einrahmen, durch eine Gerade und liest den Zwischenwert auf dieser Geraden ab.

Der Rechner uebernimmt das Aufstellen der Geradengleichung und gibt neben dem interpolierten Wert auch die Steigung, den Achsenabschnitt und eine Zwischenwerttabelle aus.

Fuer die Stuetzstellen (100, 350) und (200, 500) ergibt sich bei x = 150 der Wert y = 425 mit einer Steigung von 1,5. Die Genauigkeit haengt davon ab, wie linear sich die tatsaechliche Groesse zwischen den Stuetzstellen verhaelt.

Bei Werkstoffeigenschaften wie der Zugfestigkeit bei verschiedenen Temperaturen ist die lineare Naeherung ueber Intervalle von 50 bis 100 Grad meist ausreichend genau.

Bei stark gekruemmten Verlaeufen sollten die Stuetzstellen enger gewaehlt werden, um die Abweichung von der wahren Kurve gering zu halten.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Zitiergrafik: Lineare Interpolation zwischen zwei Stuetzstellen mit Zwischenwert y = 25 bei x = 5 Pruefe vor der Eingabe, ob der Zusammenhang zwischen den Stuetzstellen tatsaechlich annaehernd linear verlaeuft. Bei Temperaturumrechnungen wie Celsius in Fahrenheit ist das exakt der Fall: Die Stuetzstellen (20, 68) und (30, 86) liefern m = 1,8 und b = 32, also die bekannte Formel F = 1,8 · C + 32.

Bei nichtlinearen Zusammenhaengen — etwa exponentiellem Wachstum — kann die lineare Interpolation groessere Abweichungen erzeugen; dort hilft es, die Stuetzstellen moeglichst eng um den gesuchten Wert zu legen.

Nutze die Zwischenwerttabelle im Ergebnis, um zu pruefen, ob die Werte plausibel sind.

Der Umkehrmodus eignet sich gut fuer inverse Nachschlageaufgaben: Wenn du aus einer Wertetabelle zu einem gegebenen Messwert y die zugehoerige Eingabegroesse x bestimmen willst, sparst du dir das Umformen der Gleichung von Hand.

Achte bei physikalischen Groessen auf konsistente Einheiten, damit Steigung und Achsenabschnitt eine sinnvolle Dimension tragen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Zitiergrafik: Interpolation und Extrapolation am Zahlenbeispiel mit Stuetzstellen (0, 0) und (10, 100) Praxisfall: Eine Ingenieurin liest aus einer Werkstofftabelle die Zugfestigkeit bei 200 Grad C (400 MPa) und bei 300 Grad C (340 MPa) ab und benoetigt den Wert bei 250 Grad C. Schritt 1 — Stuetzstellen: x1 = 200, y1 = 400, x2 = 300, y2 = 340.

Schritt 2 — Steigung: m = (340 − 400) / (300 − 200) = −0,6. Schritt 3 — Interpolation: y = 400 + (250 − 200) · (−0,6) = 400 − 30 = 370 MPa. Der Rechner bestaetigt y = 370, Steigung −0,6, Achsenabschnitt 520 und Bereich „Interpolation“.

Schritt 4 — Deutung: Die Zugfestigkeit bei 250 Grad C liegt mit 370 MPa zwischen den Tabellenwerten, die lineare Naeherung ist bei einem Abstand von 100 Grad in der Regel vertretbar.

Waere statt 250 der Wert 350 abgefragt worden, haette der Rechner das Ergebnis 310 als Extrapolation gekennzeichnet, weil 350 ausserhalb des Intervalls [200, 300] liegt.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Haeufigster Fehler: x1 und x2 gleich setzen. Dann ist die Steigung nicht definiert, weil eine Division durch null entsteht; der Rechner gibt eine Fehlermeldung aus.

Zweiter Fehler: die Stuetzstellen verwechseln und y-Werte als x-Werte eingeben, sodass die berechnete Gerade um 90 Grad verdreht ist.

Dritter Fehler: lineare Interpolation auf stark nichtlineare Zusammenhaenge anwenden, etwa auf eine Exponentialfunktion ueber ein breites Intervall, und das Ergebnis fuer exakt zu halten.

Vierter Fehler: das Extrapolations-Flag ignorieren — der Rechner warnt ausdruecklich, wenn der gesuchte Wert ausserhalb des Stuetzstellenintervalls liegt, weil die lineare Annahme dort ungesichert ist.

Fuenfter Fehler: unterschiedliche Einheiten bei x- und y-Werten mischen, wodurch Steigung und Achsenabschnitt physikalisch unsinnig werden.

Sechster Fehler: den Umkehrmodus waehlen und trotzdem einen x-Wert statt eines y-Werts eingeben, was ein falsches Ergebnis liefert, ohne dass der Rechner den Eingabefehler erkennen kann.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Rechner fuer lineare Interpolation bestimmt aus zwei Stuetzstellen den Zwischenwert, die Steigung, den Achsenabschnitt und die Geradengleichung mit vollstaendigem Rechenweg.

Im Beispiel liefern die Stuetzstellen (2, 10) und (8, 40) bei x = 5 den Wert y = 25 mit m = 5, b = 0 und der Gleichung y = 5 · x. Gib deine Stuetzstellen ein, waehle bei Bedarf den Umkehrmodus und pruefe die Ergebnisse anhand der Zwischenwerttabelle.

Der Dreisatz-Rechner loest aehnliche Proportionalaufgaben, der Steigung-Rechner bestimmt die Steigung zwischen beliebigen Punkten.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · y = 77

Temperaturumrechnung: Celsius in Fahrenheit bei 25 °C

Berechnungsrichtung
y berechnen (x gegeben)
x₁
20
y₁
68
x₂
30

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · y = 150

Extrapolation: x = 15 ausserhalb des Intervalls [0, 10]

Berechnungsrichtung
y berechnen (x gegeben)
x₁
0
y₁
0
x₂
10

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · x = 5

Umkehrmodus: x aus y = 50 bestimmen

Berechnungsrichtung
x berechnen (y gegeben)
x₁
0
y₁
0
x₂
10

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · y = 425

Tabellenwert interpolieren: Zwischenwert bei x = 150

Berechnungsrichtung
y berechnen (x gegeben)
x₁
100
y₁
350
x₂
200

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Mathematische Standardformeln, ISO 80000-2

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Mathematik / Analysis
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitaets- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Lineare Interpolation. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/lineare-interpolation

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Lineare Interpolation. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/lineare-interpolation

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