Überblick
De-Broglie-Wellenlänge berechnen: Materiewellen von Elektron, Proton und Neutron
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die De-Broglie-Wellenlänge sagt, welche Wellenlänge ein bewegtes Teilchen hat: λ = h ÷ p, die Planck-Konstante geteilt durch den Impuls. Louis de Broglie stellte diese Idee 1924 auf und erhielt 1929 den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung der Wellennatur der Elektronen.
Hier berechnest du λ für Elektron, Proton, Neutron, Alphateilchen oder eine eigene Masse, wahlweise aus der Beschleunigungsspannung, der Geschwindigkeit oder der kinetischen Energie.
Nach de Broglie hat jedes Teilchen mit Impuls p eine Wellenlänge, auch ein Ball; sie lässt sich aber nur beobachten, wenn sie nicht viel kleiner ist als die Strukturen, an denen das Teilchen gestreut wird.
Im Standardfall hat ein Elektron nach 100 Volt eine Wellenlänge von 122,6 Pikometern, also 0,1226 Nanometern. Das ist die Größenordnung eines Atomabstands im Kristall, und deshalb lassen sich Elektronen an Kristallen beugen.
Clinton Davisson untersuchte das mit einem 54-Volt-Strahl (λ = 166,9 pm); der Nobelpreis 1937 ging dafür an ihn und George Paget Thomson.
Der Rechner richtet sich an Schülerinnen, Schüler und Studierende, die Aufgaben zur Elektronenbeugung lösen, und an alle, die wissen wollen, ab wann ein Teilchen als Welle zählt.
Neu gegenüber der Schulformel ist der Vergleich: Du siehst sofort, wie weit die klassische Rechnung mit p = m·v neben der relativistischen liegt, bei 100 Kilovolt sind es 4,78 Prozent.
Alle Naturkonstanten stammen aus CODATA 2022; die Planck-Konstante ist seit 2019 exakt festgelegt.