Zum Hauptinhalt springen

Geschwindigkeit und Beschleunigung online berechnen

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

Werte eingeben

m
s
m/s
kg

Berechnete Werte

Durchschnittsgeschwindigkeit10m/s
Endgeschwindigkeit20 m/s
Beschleunigung2 m/s²
Endgeschwindigkeit72 km/h
Kinetische Energie16000 J
EinordnungEndgeschwindigkeit 20 m/s (72 km/h), Beschleunigung 2 m/s². Ekin = 16000 J. Beschleunigung 2 m/s².

Bewegungsdiagramm (schematisch)

Qualitativer Verlauf von Weg bzw. Geschwindigkeit in Abhängigkeit der Zeit.

Wie hilfreich war dieser Rechner?

Noch keine Bewertungen.
Anzeige

Kurzantwort

Die Geschwindigkeit ergibt sich aus v = s / t, die Beschleunigung aus a = Δv / Δt. Umrechnung: m/s × 3,6 = km/h.

Geschwindigkeit (v = s/t) und Beschleunigung (a = Δv/Δt) aus Weg

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Geschwindigkeits- und Beschleunigungs-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Geschwindigkeits- und Beschleunigungs-Rechner ist ein Rechner der Bewegungsphysik (Kinematik): Er berechnet die Geschwindigkeit aus v = s / t und die Beschleunigung aus a = Δv / Δt. Damit beantwortet er Weg-Zeit-Aufgaben, bei denen aus wenigen Messwerten eine kinematische Gesamtaussage werden soll.

Anders als ein reiner Einheiten-Umrechner (km/h ↔ m/s) leitet er aus Strecke und Zeit echte Bewegungsgrößen ab und ordnet sie ein, wie es auch das NIST in seinen Einheitendefinitionen beschreibt.

Eingabegrößen sind Weg, Zeit, eine optionale Startgeschwindigkeit und die Masse; daraus folgen Durchschnittsgeschwindigkeit, Endgeschwindigkeit, mittlere Beschleunigung und kinetische Energie.

Wichtig ist die Trennung zwischen Durchschnitts- und Endgeschwindigkeit: Die Durchschnittsgeschwindigkeit glättet den ganzen Abschnitt, das Endtempo gilt nur am Schluss eines Vorgangs mit konstanter Beschleunigung.

Die Masse verändert in diesem Modell ausschließlich die Energieaussage, nicht das Weg-Zeit-Ergebnis.

Typische Einsätze sind Unterricht, Trainingsanalyse, einfache Fahrprofile oder die Plausibilitätsprüfung technischer Abläufe mit Durchschnitts- und Endtempo im selben Modell.

Von den vier Eingaben tragen dabei nur Weg und Zeit die Bewegung selbst; Startgeschwindigkeit und Masse verfeinern lediglich die daraus abgeleiteten Aussagen zu Beschleunigung und Energie.

Beschleunigung berechnen: a = Δv / Δt Die Beschleunigung gibt an, wie schnell sich die Geschwindigkeit eines Körpers pro Zeiteinheit ändert, und wird in Meter pro Sekunde zum Quadrat (m/s²) gemessen.

Die Formel a = Δv / Δt teilt die Geschwindigkeitsänderung durch die dafür benötigte Zeit.

Dieser Rechner leitet die mittlere Beschleunigung aus Weg, Zeit und Startgeschwindigkeit ab: Aus v = s / t folgt die Durchschnittsgeschwindigkeit, daraus die Endgeschwindigkeit vEnd = 2 · v − v₀, und die Beschleunigung ergibt sich als a = (vEnd − v₀) / t.

Ein Beispiel: Ein Fahrzeug beschleunigt aus dem Stand auf 100 km/h in 8 Sekunden. Bei 111,11 m Strecke berechnet der Rechner eine mittlere Beschleunigung von 3,47 m/s² und eine kinetische Energie von 578.692 J bei 1.500 kg Fahrzeugmasse.

Die Erdanziehung zum Vergleich beträgt 9,81 m/s², der Sprint von 0 auf 100 entspricht also rund 0,35 g. Für reine Fallvorgänge bietet der Freier-Fall-Rechner die passende Berechnung.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du arbeitest mit Weg in Metern, Zeit in Sekunden, einer optionalen Startgeschwindigkeit und einer Masse für die Energiebetrachtung. Die Werte stammen meist aus Stoppuhr, Sensorlog, Streckenmessung oder Aufgabenstellung.

Eine Endgeschwindigkeit trägst du dagegen nicht ein – sie ist ein Ergebnis, kein Eingabefeld.

Der Rechner bildet zunächst die Durchschnittsgeschwindigkeit aus v = s / t und schließt daraus unter der Annahme gleichmäßiger Beschleunigung auf das Endtempo: Weil der Mittelwert bei konstanter Beschleunigung genau zwischen Start- und Endwert liegt, gilt vEnd = 2 · v − v₀.

Die mittlere Beschleunigung folgt anschließend aus a = (vEnd − v₀) / t.

Trägst du also bei 100 m in 10 s eine Startgeschwindigkeit von 5 m/s ein, bleibt der Durchschnitt bei 10 m/s, das Endtempo sinkt aber von 20 auf 15 m/s und die Beschleunigung von 2 auf 1 m/s².

Typische Fehler sind km/h und m/s zu mischen, eine vorhandene Startgeschwindigkeit zu vergessen oder Durchschnittsgeschwindigkeit mit jedem Momentwert gleichzusetzen.

Wer 36 km/h direkt wie 36 m/s weiterrechnet, überschätzt das Tempo um das 3,6-Fache. Halte die Einheiten konsequent metrisch und gib die Masse nur dann an, wenn du die kinetische Energie mit auswerten willst.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

v = s / t

a = Delta v / Delta t

s = v0 * t + 1/2 * a * t^2

Formeltafel zur Bewegung: Durchschnittsgeschwindigkeit aus Strecke und Zeit, Endgeschwindigkeit, Beschleunigung und kinetische Energie.
Gleichmäßig beschleunigte Bewegung: Der Rechner leitet Endgeschwindigkeit und Beschleunigung aus Strecke, Zeit und Startgeschwindigkeit her.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Geschwindigkeits- und Beschleunigungs-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie rechnet man die Geschwindigkeit aus Weg und Zeit aus?

Die Geschwindigkeit berechnest du mit der Formel v = s / t, also Weg geteilt durch Zeit. Das ergibt die Durchschnittsgeschwindigkeit über den betrachteten Abschnitt.

Beispiel: 60 Meter in 6 Sekunden ergeben v = 60 / 6 = 10 m/s, was umgerechnet 36 km/h entspricht. Achte darauf, dass Weg und Zeit zur selben Bewegung gehören und in passenden Einheiten stehen, üblicherweise Meter und Sekunden.

Der Rechner übernimmt diese Division und gibt das Ergebnis zugleich in m/s und km/h aus. Aus der Durchschnittsgeschwindigkeit lässt sich bei gleichmäßiger Beschleunigung zusätzlich die Endgeschwindigkeit ableiten.

So beantwortest du Weg-Zeit-Aufgaben aus Schule, Sport oder Technik in einem Schritt, ohne die Formel selbst umstellen zu müssen. In der Schulphysik der Klasse 7 ist v = s / t meist das erste Bewegungsgesetz, das man auswendig lernt.

Ein Sprinter, der 100 m in 10 s läuft, erreicht dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 m/s, was genau 36 km/h entspricht. Gibst du zusätzlich die Startgeschwindigkeit ein, liefert der Rechner daraus auch die Beschleunigung.

Wie lautet die Formel für die Berechnung der Geschwindigkeit?

Die Grundformel für die Geschwindigkeit lautet v = s / t, mit dem Weg s und der Zeit t. Durch Umstellen ergeben sich daraus s = v · t für den Weg und t = s / v für die Zeit.

So lässt sich jede der drei Größen berechnen, sobald die beiden anderen bekannt sind. Beispiel: Bei einer Geschwindigkeit von 10 m/s und 6 Sekunden Fahrzeit beträgt der Weg s = 10 · 6 = 60 m.

Suchst du dagegen die Zeit für 100 m bei 25 m/s, ergibt sich t = 100 / 25 = 4 s. Diese drei Formen sind das kinematische Grundgerüst für gleichförmige Bewegung.

Der Rechner wendet die passende Umstellung automatisch an und ergänzt bei Bedarf Beschleunigung und kinetische Energie. Diese Formeln stehen in der Schulphysik ab Klasse 7 auf dem Lehrplan.

Im Straßenverkehr lässt sich daraus ableiten, wie weit ein Pkw mit 100 km/h (rund 27,8 m/s) in 3 Sekunden rollt: s = 27,8 · 3 = 83 m.

Wie berechne ich die Geschwindigkeit in km/h aus m/s?

Eine Geschwindigkeit in m/s rechnest du in km/h um, indem du den Wert mit 3,6 multiplizierst. Beispiel: 10 m/s entsprechen 10 · 3,6 = 36 km/h, und 25 m/s ergeben 90 km/h.

Umgekehrt teilst du einen km/h-Wert durch 3,6, um auf m/s zu kommen, etwa 72 km/h ÷ 3,6 = 20 m/s. Der Faktor 3,6 entsteht, weil ein Kilometer 1000 Meter hat und eine Stunde 3600 Sekunden, also 3600 / 1000 = 3,6.

Die physikalische Recheneinheit ist m/s, doch im Alltag und Verkehr denkt man meist in km/h.

Der Rechner gibt das Ergebnis deshalb in beiden Einheiten aus, sodass du es direkt mit Rad-, Lauf- oder Fahrzeugwerten vergleichen kannst, ohne selbst umzurechnen. Als Alltagsreferenz: Ein Fußgänger mit 1,4 m/s entspricht etwa 5 km/h.

Ein Radfahrer mit 4,2 m/s fährt 15 km/h. Der Sportwagen, der 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden beschleunigt, erreicht dabei 27,8 m/s. Solche Vergleiche helfen, berechnete Werte sofort auf Plausibilität zu prüfen.

Wann muss man bei der Geschwindigkeit mal 3,6 rechnen?

Den Faktor 3,6 brauchst du immer dann, wenn du von Metern pro Sekunde auf Kilometer pro Stunde umrechnen willst, also von m/s nach km/h. Du multiplizierst dann mit 3,6. Beim umgekehrten Weg von km/h nach m/s teilst du stattdessen durch 3,6.

Beispiel: Ein Läufer mit 5 m/s ist mit 5 · 3,6 = 18 km/h unterwegs, ein Auto mit 30 m/s fährt 108 km/h.

Eine häufige Fehlerquelle ist, einen m/s-Wert direkt wie einen km/h-Wert zu behandeln und so das Tempo um das 3,6-Fache zu unterschätzen oder zu überschätzen.

Der Rechner nimmt dir diese Umrechnung ab und zeigt beide Einheiten parallel an, damit du die Größenordnung sofort richtig einordnen kannst. Zur Einordnung: Ein Fußgänger bewegt sich mit etwa 1,4 m/s, also 5 km/h.

Ein Marathonläufer mit 5 m/s ist 18 km/h schnell. Weltklasse-Sprinter erreichen kurzzeitig bis zu 10,4 m/s, was 37,4 km/h entspricht. Wer diese Referenzwerte kennt, erkennt Rechenfehler sofort an der Größenordnung.

Welche Formeln gibt es für Geschwindigkeit und Beschleunigung?

Für die gleichförmige Bewegung gilt v = s / t, daraus s = v · t und t = s / v. Für die Beschleunigung kommt a = Δv / Δt hinzu, also die Geschwindigkeitsänderung pro Zeit.

Bei gleichmäßiger Beschleunigung aus dem Stand ergeben sich außerdem v = a · t und der Weg s = ½ · a · t². Beispiel: Beschleunigt ein Körper in 6 Sekunden von 0 auf 20 m/s, beträgt a = 20 / 6 ≈ 3,3 m/s².

Die kinetische Energie folgt aus E = ½ · m · v². Diese Formeln bilden zusammen das kinematische Grundgerüst der Mechanik.

Der Rechner kombiniert sie, sodass du aus Weg, Zeit und Startgeschwindigkeit Durchschnittstempo, Beschleunigung, Endgeschwindigkeit und Energie in einem Durchgang erhältst.

Im Alltag fährt ein Mittelklassewagen von 0 auf 27,8 m/s (100 km/h) in etwa 8 bis 10 Sekunden, was einer Beschleunigung von rund 2,8 bis 3,5 m/s² entspricht. Diese Werte lassen sich direkt in den Rechner eingeben.

Wie berechnet man die Beschleunigung eines Körpers?

Die Beschleunigung berechnest du mit a = Δv / Δt, also der Änderung der Geschwindigkeit geteilt durch die dafür benötigte Zeit. Sie gibt an, um wie viel m/s das Tempo je Sekunde zunimmt.

Beispiel: Steigt die Geschwindigkeit in 5 Sekunden von 0 auf 15 m/s, beträgt die Beschleunigung a = 15 / 5 = 3 m/s². Ein negativer Wert bedeutet eine Verzögerung, also Bremsen. Die Einheit ist Meter pro Sekundenquadrat (m/s²).

Zur Einordnung: Die Erdbeschleunigung im freien Fall liegt bei rund 9,81 m/s². Der Rechner leitet aus Weg, Zeit und Startgeschwindigkeit eine mittlere Beschleunigung ab.

Das ist gut für eine erste Orientierung, ersetzt aber bei stark schwankender Beschleunigung keine vollständige Bewegungsanalyse mit Messreihe.

Zum Vergleich: Ein Pkw, der in 8 Sekunden von 0 auf 100 km/h (27,8 m/s) beschleunigt, weist a = 27,8 / 8 = 3,5 m/s² auf. Ein abruptes Bremsen erzeugt bis zu 8 m/s² Verzögerung. Solche Größenordnungen helfen, Rechenergebnisse direkt einzuordnen.

Wie berechnet man die Durchschnittsgeschwindigkeit einer Strecke?

Die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnest du, indem du die gesamte zurückgelegte Strecke durch die gesamte benötigte Zeit teilst, also v = s / t.

Wichtig ist, dass du immer Gesamtweg und Gesamtzeit nimmst, nicht die einzelnen Teilabschnitte gemittelt. Beispiel: Ein Radfahrer legt 4 km in 12 Minuten zurück; mit s = 4000 m und t = 720 s ergibt sich v = 4000 / 720 ≈ 5,56 m/s, also rund 20 km/h.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit glättet alle Schwankungen über den Abschnitt und sagt für sich genommen nichts über das Momentantempo an einer einzelnen Stelle aus.

Der Rechner liefert diesen Mittelwert direkt und ergänzt bei gleichmäßiger Beschleunigung die Endgeschwindigkeit, die am Ende des Abschnitts oft deutlich höher liegt.

Klassisches Schulbeispiel: Ein Auto fährt 60 km in 45 Minuten; damit ergibt sich v = 60.000 / 2.700 ≈ 22,2 m/s, also 80 km/h als Durchschnitt. Ob zwischendurch Tempo 50 oder 100 gefahren wurde, spielt dabei keine Rolle.

Wie berechnet man die Geschwindigkeit beim freien Fall?

Beim freien Fall berechnest du die Geschwindigkeit mit v = g · t oder direkt aus der Höhe mit v = √(2 · g · h), wobei g die Fallbeschleunigung von etwa 9,81 m/s² ist.

Anders als bei der gleichförmigen Bewegung wächst die Geschwindigkeit hier ständig, weil der Körper dauerhaft beschleunigt wird. Beispiel: Nach 2 Sekunden Fall beträgt v = 9,81 · 2 ≈ 19,6 m/s, also rund 71 km/h.

Aus 20 m Höhe ergibt sich derselbe Wert über v = √(2 · 9,81 · 20) ≈ 19,8 m/s. Die Masse spielt im Idealmodell ohne Luftwiderstand keine Rolle.

Dieser Rechner behandelt vor allem die gleichförmige Bewegung; für reine Fallaufgaben mit Höhe, Fallzeit und Aufpralltempo ist der freier-Fall-Rechner die passendere Wahl.

Ein anschauliches Beispiel: Ein Gegenstand, der aus 10 m Höhe fällt, erreicht beim Aufprall v = √(2 · 9,81 · 10) ≈ 14 m/s, also rund 50 km/h. Das zeigt, warum selbst niedrige Abstürze gefährlich sind.

Wie berechnet man die Beschleunigung eines Autos von 0 auf 100 km/h?

Die Beschleunigung ergibt sich aus der Geschwindigkeitsänderung geteilt durch die benötigte Zeit: a = Δv / Δt. Bei einem Sprint von 0 auf 100 km/h, also von 0 auf 27,78 m/s, in 8 Sekunden beträgt die mittlere Beschleunigung a = 27,78 / 8 = 3,47 m/s².

In diesem Rechner gibst du nicht die Endgeschwindigkeit direkt ein, sondern Weg und Zeit. Der Weg berechnet sich bei gleichmäßiger Beschleunigung aus dem Stand als s = v_durchschnitt × t = (27,78 / 2) × 8 = 111,11 m.

Daraus leitet der Rechner die Durchschnittsgeschwindigkeit von 13,89 m/s, die Endgeschwindigkeit von 27,78 m/s und die Beschleunigung von 3,47 m/s² ab. Zum Vergleich: Die Erdbeschleunigung beträgt 9,81 m/s², der Sprint entspricht also rund 0,35 g.

Sportwagen mit 3 Sekunden für 0 auf 100 erreichen dagegen über 9 m/s² — fast Fallbeschleunigung. Das Modell setzt gleichmäßige Beschleunigung voraus; reale Fahrzeuge beschleunigen durch Gangwechsel und Drehmomentverlauf ungleichmäßig.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Entscheidend ist die Einordnung, nicht nur die Zahl. Ein hoher Durchschnittswert kann zu einem gleichmäßigen Ablauf oder zu einer späten starken Beschleunigung gehören.

Wenn das Ergebnis unplausibel wirkt, prüfe als Nächstes, ob das Geschehen wirklich mit konstanter Beschleunigung beschrieben werden darf oder ob Zwischenphasen, Bremsen oder Reaktionszeiten fehlen.

Achte zudem stets auf die Einheit: m/s × 3,6 ergibt km/h, der häufigste Stolperstein bei der Plausibilitätsprüfung. Interaktive Aufgaben zur Kinematik bietet LEIFI Physik im Bereich Mechanik.

Ein praktischer Kniff für den Alltag: Die Umrechnung von m/s in km/h über den Faktor 3,6 lässt sich im Kopf erledigen, indem du den Wert verdreifachst und ein Fünftel des Ergebnisses dazuzählst. Aus 10 m/s werden so 30 plus 6, also genau 36 km/h.

Achte außerdem darauf, ob eine Startgeschwindigkeit vorliegt: Ein Vorgang, der nicht bei null beginnt, weist eine kleinere Beschleunigung auf als einer aus dem Stillstand, obwohl beide dieselbe Endgeschwindigkeit erreichen.

Genau an dieser Stelle entstehen die meisten Fehler bei Weg-Zeit-Aufgaben, weil der Startwert stillschweigend auf null gesetzt wird.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Jonas testet beim Schulsport seinen 100-m-Sprint: Er legt 100 m in 12 Sekunden zurück und startet aus dem Stillstand. Er gibt 100 m, 12 s, Startgeschwindigkeit 0 m/s und Masse 75 kg ein.

Der Rechner zeigt: Durchschnittsgeschwindigkeit = 100 / 12 ≈ 8,33 m/s (ca. 30 km/h); bei modellierter gleichmäßiger Beschleunigung: a ≈ 1,39 m/s², Modell-Endgeschwindigkeit ≈ 16,67 m/s. Kinetische Energie am Ziel ≈ 10.417 J.

Jonas erkennt: Das Beschleunigungsmodell überschätzt die Endgeschwindigkeit, da echte Sprints keine konstante Beschleunigung zeigen – der Rechner hilft trotzdem, Trainingsszenarien zu vergleichen und Zeitmessungen auf Plausibilität zu prüfen.

Jonas prüft das gegen die Realität: Ein Sprinter beschleunigt in den ersten Metern stark und läuft den Rest nahezu mit konstantem Tempo, statt gleichmäßig bis zum Ziel schneller zu werden.

Sein tatsächliches Spitzentempo liegt deshalb näher an der Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,33 m/s als an den 16,67 m/s aus dem Modell.

Für den Trainingsvergleich reicht ihm das trotzdem: Sinkt seine Zeit über 100 m auf 11 Sekunden, steigt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf rund 9,09 m/s – eine Verbesserung, die er direkt ablesen kann, ohne das Beschleunigungsmodell überzustrapazieren. 100-m-Sprint: 8,33 m/s Durchschnitt bei 12 s Laufzeit, Modell-Endtempo 16,67 m/s

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der erste häufige Fehler ist die direkte Weiterrechnung von 36 km/h wie 36 m/s, also das Mischen der beiden Einheiten beim Weg-Zeit-Ergebnis. Der zweite ist die Verwechslung von Durchschnittsgeschwindigkeit und Endgeschwindigkeit, obwohl v = s / t nur den geglätteten Mittelwert über den ganzen Abschnitt liefert und das Endtempo erst aus Startwert plus a · t folgt.

Der dritte ist die Annahme, die Masse beeinflusse bereits das reine Weg-Zeit-Ergebnis; tatsächlich ändert die Masse in diesem Kinematik-Modell erst die kinetische Energie.

Ebenso wird die Beschleunigung a = Δv / Δt oft als konstant unterstellt, obwohl reale Abläufe Brems- und Reaktionsphasen enthalten.

Damit der Rechner sinnvoll bleibt, musst du Weg, Zeit und Startgeschwindigkeit als zusammenhängende Bewegungsbeschreibung lesen und nicht als isolierte Einzelwerte.

Ein fünfter Fehler betrifft das Vorzeichen: Eine Verzögerung ist eine negative Beschleunigung, und wer beim Bremsvorgang nur den Betrag einträgt, erhält ein Endtempo, das über dem Startwert liegt.

Ein sechster Fehler ist die Verwechslung von Beschleunigung und Geschwindigkeit selbst – a beschreibt die Änderung pro Sekunde, nicht das Tempo.

Ein Wert von 3 m/s² bedeutet, dass die Geschwindigkeit in jeder Sekunde um 3 m/s zunimmt, nicht dass sich der Körper mit 3 m/s bewegt.

Und schließlich wird bei sehr kurzen Zeitspannen die Messungenauigkeit unterschätzt, weil schon Zehntelsekunden das Ergebnis für a deutlich verschieben.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Geschwindigkeits- und Beschleunigungs-Rechner berechnet aus Weg, Zeit und Startgeschwindigkeit Durchschnittsgeschwindigkeit, Beschleunigung, Endtempo und kinetische Energie und macht diese Größen als zusammenhängendes Bewegungsprofil sichtbar.

Das Ergebnis hilft, Weg-Zeit-Aufgaben zu lösen, Trainingsleistungen einzuordnen und technische Abläufe auf Plausibilität zu prüfen.

Sinnvoll ist im Anschluss zudem ein Abgleich mit tatsächlichen Momentanwerten aus Sensormessung oder Video, um das vereinfachte Gleichmäßigkeitsmodell gegen das reale Bewegungsprofil abzugleichen.

Für die Praxis heißt das: Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist der robusteste Wert, weil sie direkt aus Weg und Zeit folgt und keine Annahme über den Verlauf benötigt.

Beschleunigung und Endtempo hängen dagegen an der Voraussetzung gleichmäßiger Beschleunigung und sind nur so gut wie diese Annahme.

Wer beides auseinanderhält, nutzt den Rechner richtig: als schnelle Auswertung gemessener Bewegungen und als Modell zur Einordnung, nicht als exaktes Abbild eines realen Bewegungsablaufs.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Durchschnittsgeschwindigkeit 20 m/s bzw. 72 km/h, Beschleunigung 1 m/s², Endgeschwindigkeit 25 m/s und kinetische Energie 37.500 J

Fahrzeug beschleunigt über 400 Meter

Weg s
400 m
Zeit t
20 s
Startgeschwindigkeit v0
5 m/s
Masse m
120 kg

Beispiel 2 · Mittel · Durchschnittsgeschwindigkeit 16,6667 m/s, Beschleunigung 0,5556 m/s², Endgeschwindigkeit 33,3333 m/s bzw. 120 km/h und kinetische Energie 666.665,33 J

Auto beschleunigt auf 1.000 Metern

Weg s
1.000 m
Zeit t
60 s
Startgeschwindigkeit v0
0 m/s
Masse m
1.200 kg

Beispiel 3 · Komplex · Durchschnittsgeschwindigkeit 5 m/s, Beschleunigung 1 m/s², Endgeschwindigkeit 7 m/s bzw. 25,2 km/h und kinetische Energie 1.715 J

Sprinter mit Anlauf über 20 Meter

Weg s
20 m
Zeit t
4 s
Startgeschwindigkeit v0
3 m/s
Masse m
70 kg

Beispiel 4 · Komplex · Durchschnittsgeschwindigkeit 13,89 m/s, Beschleunigung 3,47 m/s², Endgeschwindigkeit 27,78 m/s bzw. 100 km/h und kinetische Energie 578.692,13 J

Auto von 0 auf 100 km/h in 8 Sekunden

Weg s
111,11 m
Zeit t
8 s
Startgeschwindigkeit v0
0 m/s
Masse m
1.500 kg

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Molare-Masse-RechnerMolare Masse häufiger Verbindungen nachschlagen oder manuell eingeben – Stoffmenge und Teilchenanzahl für eine Probenmasse werden sofort berechnet.Wärmeausdehnung-RechnerLängen- und Volumenänderung bei Temperaturdifferenzen berechnen.Transformator-RechnerSekundärspannung und Übersetzungsverhältnis von Transformatoren berechnen.Volumenstrom-RechnerVolumenstrom Q = A × v aus Rohrdurchmesser und Strömungsgeschwindigkeit berechnen – inklusive Umrechnung m³/h, l/s, l/min und Massenstrom.Drehzahl-RechnerDrehzahl aus Schnittgeschwindigkeit und Durchmesser berechnen – für Zerspanung und allgemeine Rotation, mit Winkelgeschwindigkeit und Umfangsgeschwindigkeit.Ohmsches Gesetz RechnerSpannung, Stromstärke und Widerstand mit dem Ohmschen Gesetz berechnen.pH-Wert-RechnerpH-Wert aus der Wasserstoffionenkonzentration berechnen oder umgekehrt – inklusive pOH und Einordnung als Säure, neutral oder Base.Stoffmenge-RechnerStoffmenge n aus Masse und molarer Masse berechnen (n = m/M) – oder Masse bzw. molare Masse bestimmen. Teilchenanzahl via Avogadro-Konstante.VerdünnungsrechnerVerdünnungen mit c₁·V₁ = c₂·V₂ berechnen – Presets für Ethanol, Isopropanol und H₂O₂, Mischverhältnis und Tabelle gängiger Zielkonzentrationen.Mischungskreuz-RechnerMischungskreuz berechnen: Zwei Konzentrationen und Zielkonzentration eingeben, Mengenanteile und Mischungsverhältnis der Lösungen sofort erhalten.Elektrische Leistungs-RechnerLeistung, Spannung, Strom und Widerstand aus zwei Eingaben berechnen.Wirkungsgrad-RechnerWirkungsgrad, Verlustleistung und Effizienzklassen berechnen.Kirchhoff-RechnerReihen- und Parallelschaltung von Widerständen berechnen.Parallelschaltung-RechnerGesamtwiderstand, Gesamtstrom und Teilströme einer Parallelschaltung von Widerständen berechnen.Drehstrom-LeistungsrechnerBerechnet Wirk-, Schein- und Blindleistung im symmetrischen Dreiphasennetz aus Spannung, Strom und Leistungsfaktor cos φ.

Weiternutzung

Grafiken weiterverwenden

Alle 2 Grafiken dieser Seite darfst du in eigenen Artikeln und Beiträgen verwenden.

Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • 100 m in 12 s, 75 kg, v_avg = 8,33 m/s = 30 km/h, a = 1,39 m/s2, v_end = 16,67 m/s, E = 10.417 J

    Geschwindigkeit Praxis: Sprint

    760 × 340 Pixel · Schaubild

    Herunterladen

    Einbettungscode

    HTML zum Einbinden

    <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/mechanik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/elektronik-physik/geschwindigkeit-praxis-sprint.svg"
           alt="100 m in 12 s, 75 kg, v_avg = 8,33 m/s = 30 km/h, a = 1,39 m/s2, v_end = 16,67 m/s, E = 10.417 J"
           width="760" height="340">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/mechanik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner">Geschwindigkeit Praxis: Sprint auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/mechanik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner
  • Infografik: Beschleunigung: v-t- und s-t-Diagramm, v-t-DIAGRAMM (GESCHWINDIGKEIT), t [s], v [m/s], v = a · t, Fläche = Weg s, s-t-DIAGRAMM (WEG), t [s]

    Geschwindigkeits Beschleunigungs-Rechner Bewegung

    760 × 400 Pixel · Schaubild

    Herunterladen

    Einbettungscode

    HTML zum Einbinden

    <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/mechanik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/elektronik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner-bewegung.svg"
           alt="Infografik: Beschleunigung: v-t- und s-t-Diagramm, v-t-DIAGRAMM (GESCHWINDIGKEIT), t [s], v [m/s], v = a · t, Fläche = Weg s, s-t-DIAGRAMM (WEG), t [s]"
           width="760" height="400">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/mechanik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner">Geschwindigkeits Beschleunigungs-Rechner Bewegung auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/mechanik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Elektronik- und Physikrechner bilden Standardformeln und idealisierte Modelle ab. Für sicherheitskritische Schaltungen, Netzspannung, Bauteilauslegung oder Laboranwendungen bleiben Datenblätter, Normen und reale Messbedingungen maßgeblich.

Quelle: Vereinfachte kinematische Grundgleichungen für Weg, Zeit, mittlere Beschleunigung und kinetische Energie.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Mechanik & Physik
Formeln basieren auf
v = s / t (Durchschnitt); v_end = 2 × s / t − v0; a = (v_end − v0) / t; E_kin = 0,5 × m × v_end² für einen gleichmäßig beschleunigten Bewegungsabschnitt.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Geschwindigkeits- und Beschleunigungs-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/mechanik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Geschwindigkeits- und Beschleunigungs-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/mechanik-physik/geschwindigkeits-beschleunigungs-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.