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pH-Wert berechnen: pH, pOH und Säure-Base-Einordnung

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Kurzantwort

Der pH-Wert ist der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration. pH = 7 entspricht neutralem Wasser bei 25 °C, pH < 7 ist sauer, pH > 7 ist basisch.

pH-Wert aus der Konzentration der Wasserstoffionen berechnen oder umgekehrt

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der pH-Wert-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Ob eine Lösung sauer, basisch oder neutral ist, lässt sich mit dem pH-Wert-Rechner sofort bestimmen. Das ist nützlich für Chemieunterricht, Laborvorbereitungen, Aquaristik und Lebensmittelchemie, wenn du wissen willst, welchen pH-Wert eine bekannte Wasserstoffionenkonzentration erzeugt – oder umgekehrt, welche Konzentration einem bestimmten pH entspricht.

Die wissenschaftliche pH-Definition basiert auf der IUPAC-Empfehlung (Compendium of Chemical Terminology, Gold Book). Der pH-Wert ist der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenaktivität.

Für verdünnte wässrige Lösungen gilt näherungsweise: pH = −log₁₀(c(H⁺)), wobei c(H⁺) die Konzentration in mol/L ist. Der Wert liegt in der Praxis zwischen 0 (konzentrierte Säure) und 14 (konzentrierte Base), mit pH 7 als Neutralpunkt bei 25 °C.

Ergänzend gilt für wässrige Lösungen bei 25 °C: pOH = 14 − pH und c(OH⁻) = 10^(−pOH).

Im Labor entsteht ein pH-Wert allerdings selten aus einer Rechnung, sondern aus einer Messung – und die erfasst streng genommen nicht die Konzentration, sondern die Aktivität der Wasserstoffionen.

Eine Glaselektrode wird dazu vor jeder Messreihe mit Pufferlösungen kalibriert; gebräuchlich sind die Standardpuffer mit pH 4,01, 6,87 und 9,18 bei 25 °C.

Weicht die Probentemperatur davon ab, rechnet ein guter Messverstärker die Elektrodensteilheit automatisch mit.

Dieser Rechner geht den umgekehrten Weg: Er setzt die Konzentration als bekannt voraus und liefert den ideal dazugehörenden Skalenwert – ein Sollwert, an dem du eine Messung prüfen kannst, aber kein Ersatz für sie.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du wählst zunächst die Berechnungsrichtung: Entweder gibst du die Konzentration c(H⁺) in mol/L ein und erhältst den pH, oder du gibst den pH-Wert ein und erhältst die Konzentration. Für die Richtung Konzentration → pH trägst du c(H⁺) als Dezimalzahl in mol/L ein (z.B.

0,001 für 10⁻³ mol/L). Für die Richtung pH → Konzentration trägst du den pH-Wert als Zahl zwischen 0 und 14 ein. Achte darauf, die Konzentration in mol/L anzugeben, nicht in mol/mL oder anderen Einheiten.

Werte unter 10⁻¹⁴ mol/L überschreiten die theoretische Grenze bei 25 °C und geben einen pH über 14, was in der Praxis nur unter besonderen Bedingungen auftritt.

Den pH-Wert selbst begrenzt der Rechner fest auf das Fenster zwischen 0 und 14 und schneidet Eingaben außerhalb dieser Spanne ab.

Das ist eine Modellgrenze, keine Naturkonstante: Konzentrierte Mineralsäuren erreichen rechnerisch durchaus negative pH-Werte, und Oleum liegt weit darunter.

Nur gilt in diesem Bereich die Näherung über die Konzentration ohnehin nicht mehr, weil Aktivitätskoeffizienten dann den Ausschlag geben.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu pH-Wert-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist der pH-Wert und wie ist er definiert?

Der pH-Wert (lat. potentia hydrogenii) ist der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenaktivität einer wässrigen Lösung.

Für verdünnte Lösungen gilt die Näherung pH = −log₁₀(c(H⁺)), wobei c(H⁺) die Konzentration der Wasserstoffionen (H⁺ bzw. H₃O⁺) in mol/L ist.

Die Skala reicht in der Praxis von 0 (stark sauer) bis 14 (stark basisch), mit pH 7 als Neutralpunkt bei 25 °C.

Genau diese beiden Richtungen bildet der Rechner ab: Im Modus "c zu pH" gibst du die Konzentration in mol/L ein, im Modus "pH zu c" den pH-Wert. Voreingestellt sind 0,001 mol/L, woraus pH 3 folgt.

Weil der Logarithmus dahintersteckt, ist die Skala nicht linear: Der Sprung von pH 3 auf pH 2 bedeutet die zehnfache Säurekonzentration, nicht ein Drittel mehr.

So entsprechen drei Zehnerpotenzen zwischen Essig (pH 3) und Kaffee (pH 5) einer 100-fach niedrigeren H⁺-Konzentration im Kaffee. Probiere es aus: Gib 0,00001 mol/L ein – du siehst pH 5.

Was bedeutet pH 7 und warum ist das der Neutralpunkt?

In reinem Wasser bei 25 °C beträgt c(H⁺) = c(OH⁻) = 10⁻⁷ mol/L. pH = −log₁₀(10⁻⁷) = 7. Dieser Punkt, an dem Säure und Base gleich stark sind, heißt neutral. Das Ionenprodukt Kw = c(H⁺) × c(OH⁻) = 10⁻¹⁴ bei 25 °C definiert die Skala.

Bei 37 °C (Körpertemperatur) liegt der Neutralpunkt bei pH ≈ 6,8, weil Kw temperaturabhängig ist.

Neutral heißt also nicht "pH 7", sondern "c(H⁺) = c(OH⁻)" – dass beides bei 25 °C zusammenfällt, ist eine Eigenschaft dieser Temperatur, keine Definition.

Der Rechner arbeitet fest mit Kw = 10⁻¹⁴ und stuft ein Ergebnis als neutral ein, wenn es weniger als 0,01 pH-Einheiten von 7 abweicht; darunter meldet er "Sauer", darüber "Basisch / alkalisch".

Leitungswasser in Deutschland hat nach Trinkwasserverordnung pH 6,5–9,5 und liegt damit beinahe immer leicht sauer bis leicht basisch neben dem Neutralpunkt. Das entspricht H⁺-Konzentrationen zwischen 3 × 10⁻¹⁰ und 3 × 10⁻⁷ mol/L, je nach Quelle.

Wie rechne ich von c(H⁺) zu pH und umgekehrt?

Von Konzentration zu pH: pH = −log₁₀(c(H⁺)). Beispiel: c = 0,01 mol/L → pH = −log₁₀(0,01) = 2. Von pH zu Konzentration: c(H⁺) = 10^(−pH). Beispiel: pH 4 → c = 10⁻⁴ = 0,0001 mol/L.

Jede pH-Einheit entspricht einer Verzehnfachung der H⁺-Konzentration: pH 3 enthält zehnmal mehr H⁺ als pH 4. Beide Beispiele kannst du direkt nachvollziehen: Stelle oben die Berechnungsrichtung um, dann tauscht der Rechner Eingabe- und Ergebnisfeld.

Zwei Stolperfallen bei der Eingabe: Die Konzentration gehört als Dezimalzahl ins Feld (0,001 – nicht "10^-3"), und sie muss größer als null sein.

Bei c = 0 oder negativen Werten meldet der Rechner "Ungültige Eingabe", weil der Logarithmus von null nicht definiert ist.

Als Faustprobe: pH 3 entspricht 0,001 mol/L (Größenordnung Zitronensaft) und pH 7 entspricht 0,0000001 mol/L – das ist ein Faktor von genau 10.000. Solche Sprünge macht der Rechner sichtbar, wenn du zwischen den Modi wechselst.

Was ist pOH und wie hängt es mit pH zusammen?

pOH = −log₁₀(c(OH⁻)) beschreibt die Hydroxidionenkonzentration. Bei 25 °C gilt immer pH + pOH = 14 (aus dem Ionenprodukt Kw = 10⁻¹⁴). Also: pOH = 14 − pH und c(OH⁻) = 10^(−pOH).

Bei pH 3 ist pOH = 11 und c(OH⁻) = 10⁻¹¹ mol/L. pH und pOH sind also komplementäre Größen, keine unabhängigen. Genau so rechnet der Rechner: Er bildet pOH stets als 14 − pH und leitet c(OH⁻) daraus ab.

Wundere dich nicht, wenn im Ergebnisfeld c(OH⁻) trotzdem 0 steht: Die Konzentrationen werden auf zehn Nachkommastellen gerundet, und 10⁻¹¹ mol/L liegt unterhalb dieser Auflösung.

Die Null bedeutet hier "zu klein für die Anzeige", nicht "keine Hydroxidionen vorhanden" – in Wasser sind sie nie ganz abwesend. Verlässlich ablesbar bleibt der pOH-Wert.

Ein Praxisbeispiel: Bei Seifenwasser mit pH 10 ist pOH = 4 und c(OH⁻) = 0,0001 mol/L – das ist tausendmal mehr OH⁻ als in neutralem Wasser.

Natronlauge mit c(OH⁻) = 0,1 mol/L ergibt pOH = 1 und damit direkt pH = 13 – ein Fall, bei dem der pOH-Weg kürzer ist als die direkte H⁺-Bestimmung.

Warum gilt die einfache pH-Formel nur für verdünnte Lösungen?

Bei höheren Konzentrationen (über ca. 0,1 mol/L) weichen die Aktivitätskoeffizienten der Ionen vom Idealwert 1 ab. Der korrekte Ausdruck wäre pH = −log₁₀(a(H⁺)) = −log₁₀(γ × c(H⁺)), wobei γ der Aktivitätskoeffizient ist.

In verdünnten Lösungen gilt γ ≈ 1 und die vereinfachte Formel ist ausreichend genau. Für konzentrierte Lösungen (z. B. 10 mol/L HCl) wird eine Aktivitätskorrektur nötig.

Der Rechner setzt γ = 1 und rechnet ausschließlich mit der Näherung – er kennt weder die Ionenstärke noch die Art der Säure. Praktische Konsequenz: Unterhalb von etwa 0,1 mol/L kannst du dem Ergebnis vertrauen, darüber verstehe es als Orientierung.

Eine zweite Grenze wird gern übersehen: Bei sehr schwachen Säuren ist c(H⁺) nicht gleich der eingesetzten Säurekonzentration. Du musst dann erst über die Dissoziation c(H⁺) bestimmen und diesen Wert eingeben.

Ein konkretes Beispiel: 0,1 mol/L Essigsäure (pKa = 4,76) ergibt c(H⁺) ≈ 0,00132 mol/L und damit pH ≈ 2,88 – nicht pH 1, wie man bei starker Säure erwarten würde.

Welche pH-Werte haben typische Alltagssubstanzen?

Beispiele: Magensäure ca. pH 1–2, Zitronensaft ca. pH 2–3, Kaffee ca. pH 5, Regenwasser ca. pH 5,6, reines Wasser pH 7, Blut pH 7,35–7,45, Backpulverlösung ca. pH 8, Seifenwasser ca. pH 9–10, Ammoniak-Lösung ca. pH 11–12, Haushaltsreiniger ca. pH 12–13, konzentrierte NaOH ca. pH 14.

Diese Werte gelten bei Raumtemperatur. Nutze die Liste als Plausibilitätsprüfung für deine eigene Rechnung: Der Vorgabewert 0,001 mol/L ergibt pH 3 und liegt damit im Bereich von Zitronensaft.

Wie stark die Skala spreizt, zeigt der Vergleich von Magensäure (pH 1) und Blut (pH 7,4): Das sind gut sechs Zehnerpotenzen, also rund 2,5 Millionen Mal mehr H⁺-Ionen.

Und der scheinbar enge Blutbereich von 7,35 bis 7,45 ist medizinisch eng aus gutem Grund – bereits kleine Abweichungen sind kritisch.

Zum Vergleich: Magensäure mit pH 1,5 und c(H⁺) = 0,032 mol/L kann Zink auflösen; Trinkwasser bei pH 7,5 hat dagegen nur 0,000000032 mol/L H⁺, also eine Million Mal weniger.

Wie beeinflusst die Temperatur den pH-Wert?

Die Temperatur beeinflusst das Ionenprodukt des Wassers Kw und damit den neutralen pH-Wert. Bei 25 °C ist Kw = 10⁻¹⁴ und neutral = pH 7. Bei 37 °C (Körpertemperatur) ist Kw ≈ 10⁻¹³·⁶ und neutral ≈ pH 6,8.

Das bedeutet: Blut mit pH 7,4 bei 37 °C ist leicht alkalisch – nicht etwa weniger alkalisch als eine Lösung mit pH 7,4 bei 25 °C. Der Rechner gilt für 25 °C.

Er hat bewusst kein Temperaturfeld: Die 14 in der Beziehung pH + pOH = 14 ist fest verdrahtet und damit an 25 °C gebunden. Wichtig zur Einordnung: Erwärmtes reines Wasser wird dadurch nicht sauer.

Es sinkt zwar sein pH-Wert, aber c(H⁺) und c(OH⁻) steigen gemeinsam und bleiben gleich – es bleibt neutral, nur eben bei einer niedrigeren Zahl. Für Messungen abseits von 25 °C brauchst du das Kw der jeweiligen Temperatur.

In der Lebensmittelanalytik und medizinischen Diagnostik kalibrieren pH-Messgeräte deshalb stets bei der tatsächlichen Probentemperatur, um temperaturbedingte Abweichungen zu vermeiden.

Wann ist ein pH-Wert außerhalb der Skala 0–14 möglich?

Technisch ja: Sehr konzentrierte Salzsäure (z. B. 10 mol/L HCl) hätte bei der vereinfachten Formel pH = −1, konzentrierte NaOH (10 mol/L) hätte pH = 15.

In der Praxis verliert die vereinfachte pH-Skala bei diesen Extremwerten an Aussagekraft, weil Aktivitätskoeffizienten stark abweichen. Im Laboralltag und Unterricht ist die Skala 0–14 die übliche Referenz.

Kenne deshalb eine bewusste Grenze dieses Rechners: Er begrenzt jedes Ergebnis auf 0 bis 14. Gibst du 10 mol/L ein, zeigt er pH 0 statt des rechnerischen −1; ein eingegebener pH 15 wird als 14 verarbeitet.

Das ist kein Rechenfehler, sondern eine Absicherung – im Bereich, in dem die Näherung ohnehin zusammenbricht, gibt der Rechner lieber den Skalenrand aus. Für Extremwerte brauchst du eine Aktivitätskorrektur, die dieser Rechner nicht leistet.

Dabei passiert etwas Interessantes: 10 mol/L HCl hat tatsächlich mehr als 10 mol/L Ionen in Lösung – Chlorid und Hydronium zusammen – und der Aktivitätskoeffizient von H⁺ steigt dann sogar über 1.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Beachte, dass die Näherung pH = −log₁₀(c(H⁺)) nur für verdünnte ideale Lösungen gilt. Bei Konzentrationen über 0,1 mol/L weichen Aktivitätskoeffizienten vom Idealwert ab und der tatsächliche pH liegt etwas über dem berechneten.

Bei Temperaturen über 25 °C ändert sich pKw: Bei 37 °C (Körpertemperatur) beträgt pKw ≈ 13,6, sodass der Neutralpunkt bei pH ≈ 6,8 liegt.

Ein nützlicher Merkwert: Jede pH-Einheit entspricht einer Verzehnfachung der Wasserstoffionenkonzentration. pH 3 hat also zehnmal mehr H⁺-Ionen als pH 4 und hundertmal mehr als pH 5.

Deshalb sind kleine pH-Änderungen biologisch und chemisch bereits sehr bedeutsam.

Beachte außerdem den Unterschied zwischen starken und schwachen Säuren: Bei einer starken Säure wie Salzsäure entspricht die Stoffmengenkonzentration näherungsweise der H⁺-Konzentration, weil sie praktisch vollständig dissoziiert.

Eine schwache Säure wie Essigsäure dissoziiert dagegen nur teilweise, sodass eine gleich konzentrierte Lösung einen deutlich höheren pH-Wert zeigt.

Der Rechner geht immer von der bereits vorliegenden H⁺-Konzentration aus – den Dissoziationsgrad musst du vorher selbst berücksichtigen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Anna hat im Chemielabor eine Essigsäurelösung mit c(H⁺) = 0,00316 mol/L (schwache Säure, teilweise dissoziiert) und möchte wissen: Welchen pH hat diese Lösung? Sie gibt c = 0,00316 mol/L ein.

Der Rechner ergibt: pH = −log₁₀(0,00316) ≈ 2,5. pOH = 11,5. c(OH⁻) ≈ 3,16 × 10⁻¹² mol/L. Einordnung: sauer.

Anna weiß nun: Die Lösung ist deutlich sauer (pH 2,5), was typisch für Essigsäure in dieser Konzentration ist und mit Titrationsdaten übereinstimmt. Für die Umkehrrichtung: Ein Reinigungsmittel hat pH 12. c(H⁺) = 10⁻¹² mol/L = 0,000000000001 mol/L.

Das ist stark basisch und erfordert beim Umgang Schutzhandschuhe. Ein dritter Fall aus der Aquaristik: Ein Süßwasserbecken soll bei pH 6,8 laufen.

Daraus folgt c(H⁺) = 10^(−6,8) ≈ 1,6 × 10⁻⁷ mol/L, pOH = 7,2 und c(OH⁻) ≈ 6,3 × 10⁻⁸ mol/L – die Lösung liegt also knapp im sauren Bereich.

Steigt der Wert auf pH 7,8, hat sich die H⁺-Konzentration bereits auf ein Zehntel verringert; für die Beckenbewohner ist das eine erhebliche Veränderung, obwohl die Zahl auf der Skala nur um eine einzige Einheit gewandert ist.

Genau diese Übersetzung vom Skalenwert in die tatsächliche Konzentration macht der Rechner sichtbar.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Oft wird vergessen, dass der Logarithmus nur für positive Konzentrationen definiert ist – eine Konzentration von 0 mol/L ergibt keinen pH. Ebenso werden pOH und pH verwechselt oder als unabhängige Größen behandelt, obwohl pH + pOH = 14 gilt (bei 25 °C).

Ein weiterer Fehler ist, einen pH-Wert über 14 oder unter 0 aus sehr großen Konzentrationen zu erwarten – in der Praxis verlieren diese Werte ihre Aussagekraft, da das vereinfachte Modell nicht mehr gilt.

Ein weiterer Klassiker ist die Verwechslung von Konzentration und Säurestärke: Eine hoch konzentrierte schwache Säure kann einen höheren pH-Wert aufweisen als eine stark verdünnte starke Säure, weil allein der dissoziierte Anteil zählt.

Ebenso wird die Temperatur übergangen – der Neutralpunkt liegt nur bei 25 °C exakt bei pH 7, denn das Ionenprodukt des Wassers ist temperaturabhängig.

Und schließlich wird die Skala oft linear gelesen: Der Sprung von pH 6 auf pH 4 bedeutet nicht ein Drittel mehr Säure, sondern die hundertfache H⁺-Konzentration.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der pH-Wert-Rechner verbindet Wasserstoffionenkonzentration c(H⁺) und pH-Wert bidirektional: Aus der Konzentration folgt der pH via pH = −log₁₀(c), aus dem pH folgt die Konzentration via c = 10^(−pH).

Ergänzend werden pOH und c(OH⁻) ausgegeben sowie die Einordnung als sauer, neutral oder basisch. Die Berechnung gilt für 25 °C und verdünnte wässrige Lösungen.

Für höhere Konzentrationen oder andere Temperaturen sind Aktivitätskorrekturen und ein angepasster pKw-Wert nötig.

Prüfe vor der Eingabe, ob deine Säure oder Base vollständig dissoziiert, denn der Rechner setzt die H⁺-Konzentration als bekannt voraus und leitet sie nicht aus der Einwaage ab.

Als Plausibilitätsanker taugen drei Alltagswerte: Magensäure liegt bei etwa pH 1 bis 2, reines Wasser bei 25 °C bei pH 7 und eine Natronlauge aus dem Haushaltsreiniger bei rund pH 13.

Wer sein Ergebnis daneben hält, erkennt einen Zehnerpotenz-Fehler in der Konzentration auf einen Blick.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · c(H⁺) = 1e-12 mol/L; pOH = 2; c(OH⁻) = 0,01 mol/L; Einordnung: Basisch / alkalisch (pH > 7)

Starke Base: pH 12 → c(H⁺) berechnen

Berechnungsrichtung
pH-Wert → Konzentration
pH-Wert
12

Beispiel 2 · Mittel · pH = 2; pOH = 12; c(H⁺) = 0,01 mol/L; c(OH⁻) = 1e-12 mol/L; Einordnung: Sauer (pH < 7)

Starke Säure: c(H⁺) = 0,01 mol/L → pH-Wert berechnen

Berechnungsrichtung
Konzentration → pH-Wert
c(H⁺) Konzentration
0,01 mol/L

Beispiel 3 · Komplex · c(H⁺) = 1e-9 mol/L; pOH = 5; c(OH⁻) = 1e-5 mol/L; Einordnung: Basisch / alkalisch (pH > 7)

Leicht basische Lösung: pH 9 → c(H⁺) berechnen

Berechnungsrichtung
pH-Wert → Konzentration
pH-Wert
9

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Weiternutzung

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  • Infografik: Titration und Pufferlösungen, TITRATIONSKURVE (STARKE SÄURE + STARKE BASE), V(NaOH) [mL], pH 7, Pufferbereich, HENDERSON-HASSELBALCH, pH = pKₛ + lg([A⁻]/[HA]), Puffer: schwache Säure + konjugierte Base

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  • Infografik: pH-Wert-Skala: 0 (sauer) bis 14 (basisch), PH-WERT FARBSKALA, ← SAUER, NEUTRAL, BASISCH →, ALLTAGSBEISPIELE, pH 1: Magensäure (HCl), pH 2: Zitronensaft

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen gelten für wässrige Lösungen bei 25 °C und ideale Bedingungen. Für Temperaturen außerhalb 25 °C und konzentrierte Lösungen gelten abweichende pKw-Werte.

Quelle: IUPAC-Definition: pH = −log₁₀(a(H⁺)), Näherung für verdünnte Lösungen: pH = −log₁₀(c(H⁺)).

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Grundlagen Chemie
Formeln basieren auf
pH = −log₁₀(c(H⁺)); pOH = 14 − pH (bei 25 °C); c(H⁺) = 10^(−pH); pKw = 14 bei 25 °C
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). pH-Wert-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundlagen-chemie/ph-wert-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. pH-Wert-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundlagen-chemie/ph-wert-rechner

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