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Kirchhoffsche Regeln berechnen: Knoten- und Maschenregel

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

Werte eingeben

Schaltung
V
Ohm
Ohm
Ohm

Berechnete Werte

Gesamtwiderstand790Ohm
Gesamtstrom0.01519 A
Gesamtspannung12 V
Gesamtleistung0.182278 W
Anzahl Widerstände3
SchaltungstypReihenschaltung
Zweigwerte[object Object],[object Object],[object Object]

Schaltbild (schematisch)

Schematische Darstellung der Widerstands- und Spannungsverteilung.

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Kurzantwort

Die kirchhoffschen Regeln bilden die Grundlage der Netzwerkanalyse: Die Knotenregel (1. kirchhoffsche Regel) besagt ΣI = 0 – die Summe der zufließenden Ströme ist gleich der Summe der abfließenden. Die Maschenregel (2. kirchhoffsche Regel) besagt ΣU = 0 – in jeder geschlossenen Masche heben sich Spannungsanstiege und Spannungsabfälle auf. In der Reihenschaltung addieren sich Widerstände, in der Parallelschaltung addieren sich die Leitwerte.

Kirchhoffsche Regeln online berechnen: Knotenregel (ΣI = 0) und Maschenregel (ΣU = 0)...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Kirchhoffsche Regeln: Knotenregel und Maschenregel einfach erklärt

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Kirchhoff-Rechner setzt die beiden kirchhoffschen Regeln dort um, wo sie am klarsten sichtbar werden: in der Reihen- und der Parallelschaltung von bis zu sechs Widerständen an einer Spannungsquelle. Die Regeln selbst tragen weit darüber hinaus und bleiben auch dann gültig, wenn einzelne Reihen- oder Parallelformeln zu kurz greifen, weil mehrere Zweige gekoppelt sind – solche verkoppelten Netzwerke löst du mit denselben Regeln von Hand.

Die Knotenregel (1. kirchhoffsche Regel) besagt, dass an jedem Knoten die Summe der zufließenden Ströme gleich der Summe der abfließenden Ströme ist, wie auch im Lehrbuch OpenStax University Physics hergeleitet.

Die Maschenregel (2. kirchhoffsche Regel) besagt, dass in jeder geschlossenen Masche die Summe aller Spannungen null ergibt. Zusammen bilden Knotenregel und Maschenregel die Grundlage der Netzwerkanalyse.

Typische Fälle sind Laborschaltungen, Verteilnetze, Messaufgaben oder Fehlersuche an Platinen, bei denen Knoten- und Maschenlogik gleichzeitig stimmen müssen.

Der Rechner bestimmt aus den bekannten Widerständen und der Quellspannung die Zweigströme und Spannungsabfälle: Er liefert Gesamtwiderstand, Gesamtstrom und Gesamtleistung sowie je Widerstand Strom, Spannung und Leistung in einer Zweigtabelle – in der Reihenschaltung steckt dabei die Maschenregel, in der Parallelschaltung die Knotenregel.

Auch für Schul- und Studienaufgaben rund um die kirchhoffschen Gesetze liefert er Strom-, Spannungs- und Leistungswerte zur direkten Kontrolle.

Wie viel die Schaltungsart ausmacht, zeigt ein Vergleich mit identischen Bauteilen: Dieselben drei Widerstände mit 100, 220 und 470 Ohm ergeben an 12 Volt in Reihe geschaltet 790 Ohm Gesamtwiderstand und 15,19 Milliampere, parallel geschaltet dagegen rund 60 Ohm und 200 Milliampere.

Derselbe Bauteilsatz, aber mehr als der dreizehnfache Strom — genau diesen Sprung macht die Modusumschaltung unmittelbar sichtbar.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Im Rechner wählst du zuerst die Schaltungsart – Reihe oder parallel –, gibst die Gesamtspannung der Quelle in Volt an und trägst bis zu sechs Widerstandswerte R1 bis R6 in Ohm ein; Felder mit dem Wert 0 bleiben unberücksichtigt, sodass sich eine Schaltung mit drei Zweigen einfach durch Leerlassen von R4 bis R6 abbilden lässt. Daraus löst der Rechner über Knotenregel und Maschenregel die Zweigströme und Spannungsabfälle auf und zeigt sie samt Leistung je Zweig in einer Tabelle.

Rechnest du kompliziertere Netzwerke von Hand nach denselben Regeln, sind typische Fehler widersprüchliche Bezugspfeile, einheitenfremde Teilgleichungen und das Vergessen eines Zweigs in der Bilanz, wodurch die Knotenregel nicht mehr aufgeht.

Lege deshalb vor dem Rechnen fest, welche Richtung als positiv gilt, und behalte diese Festlegung für jede Knoten- und Maschengleichung der Netzwerkanalyse bei.

Notiere dir außerdem alle Werte in Grundeinheiten, also Ohm, Volt und Ampere, denn eine in Milliampere eingetragene Größe neben Ampere-Werten bringt die gesamte Strombilanz am Knoten durcheinander.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

Reihe: R_ges = Sum(Ri)

Parallel: 1 / R_ges = Sum(1 / Ri)

U = I * R

Formeltafel zu Reihen- und Parallelschaltung: Gesamtwiderstand als Summe bzw. Kehrwertsumme, dazu Gesamtstrom und Gesamtleistung.
Ersatzwiderstand nach den Kirchhoffschen Regeln für Reihen- und Parallelschaltung.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Kirchhoff-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was besagt die Knotenregel, das 1. kirchhoffsche Gesetz?

Die Knotenregel, das erste kirchhoffsche Gesetz, besagt: An jedem Knoten eines Stromkreises ist die Summe der zufließenden Ströme gleich der Summe der abfließenden Ströme, kurz ΣI = 0.

Physikalisch folgt das aus der Ladungserhaltung – an einem Verzweigungspunkt kann sich keine Ladung ansammeln, jeder Strom, der hineinfließt, muss auch wieder herausfließen.

Der Kirchhoff-Rechner macht diese Regel im Parallel-Modus sichtbar: Bei drei Widerständen von 100 Ω, 220 Ω und 470 Ω an 12 V liefert er Zweigströme von 120 mA, 54,545 mA und 25,532 mA, deren Summe exakt dem ausgewiesenen Gesamtstrom von 200,08 mA entspricht.

Weicht die Summe der Zweigströme in einer eigenen Rechnung vom Gesamtstrom ab, liegt fast immer ein falsch übertragener Widerstandswert vor, nicht ein Fehler der Knotenregel selbst.

Trage deshalb jeden Zweig einzeln in den Rechner ein und vergleiche die Summe mit dem Gesamtstrom, bevor du das Ergebnis für eine Schaltung übernimmst.

Was besagt die Maschenregel, das 2. kirchhoffsche Gesetz?

Die Maschenregel, das zweite kirchhoffsche Gesetz, besagt: In jeder geschlossenen Masche eines Stromkreises ist die Summe aller Spannungsanstiege und Spannungsabfälle null, kurz ΣU = 0.

Sie folgt aus der Energieerhaltung – durchläufst du eine Masche einmal vollständig, muss sich die eingespeiste Spannung exakt in den Spannungsabfällen der Bauteile wiederfinden.

Im Reihen-Modus des Kirchhoff-Rechners lässt sich das direkt nachrechnen: Bei drei Widerständen von 100 Ω, 220 Ω und 470 Ω an 12 V ergeben sich Spannungsabfälle von 1,519 V, 3,342 V und 7,139 V, deren Summe exakt die eingegebenen 12 V der Quelle ergibt.

Nur wenn diese Bilanz aufgeht, ist die Masche korrekt berechnet; geht sie nicht auf, fehlt meist ein Zweig oder ein Widerstandswert wurde falsch übertragen.

Prüfe deshalb nach jeder Reihenschaltung, ob die Summe der Zweigspannungen mit der Gesamtspannung übereinstimmt, bevor du das Ergebnis weiterverwendest.

Wie lauten die kirchhoffschen Regeln insgesamt?

Es gibt genau zwei kirchhoffsche Regeln: die Knotenregel (ΣI = 0) für Ströme an einem Verzweigungspunkt und die Maschenregel (ΣU = 0) für Spannungen in einem geschlossenen Umlauf.

Beide gehen auf Gustav Robert Kirchhoff zurück und bilden zusammen die Grundlage der klassischen Netzwerkanalyse für Gleichstromkreise.

Der Kirchhoff-Rechner bildet beide Regeln über seine zwei Modi ab: Der Parallel-Modus zeigt die Knotenregel, etwa wenn 100 Ω, 220 Ω und 470 Ω an 12 V liegen und sich die Zweigströme 120 mA, 54,545 mA und 25,532 mA zum Gesamtstrom von 200,08 mA addieren.

Der Reihen-Modus zeigt dagegen die Maschenregel, weil dieselben drei Widerstände an derselben Spannung Spannungsabfälle von 1,519 V, 3,342 V und 7,139 V liefern, deren Summe wieder genau 12 V ergibt.

Mehr als diese beiden Regeln braucht ein reines Gleichstromnetzwerk aus ohmschen Widerständen nicht; erst bei mehreren gekoppelten Zweigen und Quellen wird eine vollständige Gleichungssystemlösung von Hand nötig.

Was ist der Unterschied zwischen Knotenregel und Maschenregel?

Der Unterschied liegt in der Bezugsgröße: Die Knotenregel bilanziert Ströme an einem Verzweigungspunkt, die Maschenregel bilanziert Spannungen entlang eines geschlossenen Umlaufs.

Die Knotenregel (ΣI = 0) beruht auf der Ladungserhaltung, die Maschenregel (ΣU = 0) auf der Energieerhaltung – beide Erhaltungssätze wirken in jeder Schaltung gleichzeitig, aber an unterschiedlichen Stellen.

Ein Beispiel macht den Unterschied greifbar: Im Kirchhoff-Rechner liefern dieselben drei Widerstände (100 Ω, 220 Ω, 470 Ω) je nach Modus unterschiedliche Werte.

Parallel geschaltet an 12 V liefert die Knotenregel Zweigströme von 120 mA, 54,545 mA und 25,532 mA, die sich zu 200,08 mA Gesamtstrom summieren.

In Reihe geschaltet an denselben 12 V liefert die Maschenregel dagegen Spannungsabfälle von 1,519 V, 3,342 V und 7,139 V, die sich zu den vollen 12 V summieren.

Wähle deshalb den passenden Modus abhängig davon, ob deine Aufgabe eine Stromaufteilung an einem Knoten oder eine Spannungsaufteilung in einer Masche beschreibt.

Was ist der Maschensatz und wie hängt er mit der Maschengleichung zusammen?

Der Maschensatz ist ein anderer Name für die Maschenregel und meint dieselbe Gleichung: ΣU = 0 für jede geschlossene Masche eines Stromkreises.

Die Maschengleichung ist die konkrete Formel, mit der du diese Regel für eine bestimmte Masche aufschreibst, etwa U_Quelle − U_R1 − U_R2 = 0.

Im Kirchhoff-Rechner lässt sich der Maschensatz direkt nachvollziehen: Für zwei Widerstände von 100 Ω und 200 Ω in Reihe an 12 V lautet die Maschengleichung 12 V − 4 V − 8 V = 0, denn der Rechner liefert für diese Werte einen Strom von 40 mA sowie Spannungsabfälle von 4 V und 8 V.

Damit die Maschengleichung aufgeht, müssen alle Spannungsquellen und alle Spannungsabfälle der Masche mit korrektem Vorzeichen erfasst sein; fehlt ein Bauteil oder wird ein Vorzeichen vertauscht, stimmt die Bilanz nicht mehr.

Nutze den Rechner deshalb auch, um eine von Hand aufgestellte Maschengleichung an einem einfachen Beispiel gegenzuprüfen.

Wie berechne ich mit der Knotenregel einen fehlenden Zweigstrom?

Mit der Knotenregel berechnest du einen fehlenden Zweigstrom, indem du die bekannten Ströme an einem Knoten addierst beziehungsweise subtrahierst, bis ΣI = 0 erfüllt ist.

Fließen etwa zwei Ströme in einen Knoten hinein und ist nur ein abfließender Zweig unbekannt, muss dieser Zweig genau die Summe der einfließenden Ströme führen.

Der Kirchhoff-Rechner liefert dafür in seinem Parallel-Modus ein direktes Beispiel: Bei zwei gleich großen Widerständen von je 50 Ω an 10 V teilt sich der Gesamtstrom von 400 mA exakt in zwei Zweigströme von je 200 mA auf, die Knotenregel ist damit für diesen Knoten erfüllt.

Weichen die addierten Zweigströme später von einem gemessenen Gesamtstrom ab, liegt die Ursache in der Regel an einem falsch abgelesenen Widerstandswert oder einem übersehenen Zweig, nicht an der Knotenregel selbst.

Notiere dir deshalb vor der Rechnung, wie viele Zweige tatsächlich am Knoten zusammenlaufen.

Wie beachte ich bei der Maschenregel die richtigen Vorzeichen?

Bei der Maschenregel beachtest du die Vorzeichen, indem du vor dem Rechnen einen Umlaufsinn festlegst und daran festhältst: Spannungsquellen und Spannungsabfälle, die in Umlaufrichtung wirken, zählen positiv, alle entgegengesetzt gerichteten negativ.

Ein negatives Ergebnis ist dabei kein Rechenfehler, sondern zeigt nur, dass die reale Spannung oder der reale Strom entgegen der angenommenen Richtung fließt.

Der Kirchhoff-Rechner selbst rechnet ausschließlich mit reinen ohmschen Reihen- und Parallelschaltungen ohne wechselnde Polung, deshalb bleiben seine Zweigwerte immer positiv – bei drei Widerständen von 100 Ω, 220 Ω und 470 Ω in Reihe an 12 V etwa liefert er ausnahmslos positive Spannungsabfälle von 1,519 V, 3,342 V und 7,139 V, die sich zu 12 V summieren.

Für Netzwerke mit mehreren Quellen und unterschiedlichen Umlaufrichtungen bleibt die Vorzeichenkontrolle jedoch von Hand nötig, weil sie über die reine Reihen- oder Parallelrechnung hinausgeht.

Zeichne dir die Schaltung deshalb immer mit einem einheitlichen Pfeilsinn auf, bevor du eine Maschengleichung von Hand aufstellst.

Wie rechne ich eine komplette Aufgabe mit Knoten- und Maschenregel durch?

Eine komplette Aufgabe rechnest du durch, indem du zuerst mit der Knotenregel alle unbekannten Zweigströme bestimmst und anschließend mit der Maschenregel die zugehörigen Spannungsabfälle prüfst.

Ein durchgerechnetes Beispiel: Bei zwei Widerständen von 47 Ω und 100 Ω in Reihe an 9 V liefert der Kirchhoff-Rechner einen Strom von 61,22 mA sowie Spannungsabfälle von 2,8776 V und 6,1224 V.

Die Maschenregel bestätigt das Ergebnis, denn 2,8776 V plus 6,1224 V ergeben wieder genau die eingegebenen 9 V der Quelle – die Masche ist damit widerspruchsfrei geschlossen.

Für eine Parallelschaltung läuft die Kontrolle stattdessen über die Knotenregel, weil sich der Gesamtstrom dort exakt als Summe der einzelnen Zweigströme ergeben muss, so wie es der Rechner für jede Parallelschaltung ausweist.

Ohne diesen Vergleich bleibt nicht sicher erkennbar, ob im Netzwerk ein Zweig fehlt oder falsch übertragen wurde. Rechne deshalb bei komplexeren Aufgaben immer beide Regeln nacheinander durch, bevor du ein Ergebnis als korrekt übernimmst.

Wie wende ich die kirchhoffschen Regeln in Reihen- und Parallelschaltung an?

In der Reihenschaltung wendest du vor allem die Maschenregel an, in der Parallelschaltung vor allem die Knotenregel – der Kirchhoff-Rechner bildet genau diese Aufteilung über seine zwei Modi ab.

Bei identischen Widerständen von 100 Ω, 220 Ω und 470 Ω an 12 V zeigt der Reihen-Modus einen Gesamtwiderstand von 790 Ω und einen Strom von 15,19 mA, während derselbe Widerstandssatz im Parallel-Modus nur rund 60 Ω Gesamtwiderstand und 200,08 mA Gesamtstrom ergibt – mehr als das Dreizehnfache.

Dieser Unterschied entsteht, weil sich in der Reihenschaltung die Widerstände addieren (Maschenregel), während sich in der Parallelschaltung die Leitwerte addieren (Knotenregel).

Wähle den Reihen-Modus, wenn durch alle Bauteile derselbe Strom fließt, und den Parallel-Modus, wenn alle Zweige an derselben Spannung liegen; bei gemischten Netzwerken aus beiden Strukturen reicht keiner der beiden Modi allein aus.

Zerlege eine solche Schaltung deshalb zunächst in reine Reihen- und Parallelabschnitte, bevor du sie im Rechner abbildest.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Lege die Bezugssinne und Polaritäten für jeden Zweig vor dem Rechnen fest und ändere sie unterwegs nicht mehr, sonst werden Knotenregel und Maschenregel widersprüchlich. Ein negativer Zweigstrom bedeutet dann nicht automatisch einen Fehler, sondern oft nur die reale Gegenrichtung.

Dieser feste Rahmen verhindert den Großteil späterer Vorzeichenprobleme in der Netzwerkanalyse.

Zur Schaltungsverifikation lohnt danach der Energiecheck: Die Summe der Leistungen aller Zweige muss der Gesamtleistung entsprechen — stimmt das nicht, liegt fast immer ein vergessener Zweig oder ein Vorzeichenfehler vor.

Den berechneten Gesamtstrom und die Teilströme lassen sich am realen Aufbau mit einem Multimeter gegenmessen und mit den Knoten- und Maschenwerten abgleichen. LEIFI Physik bietet dazu ergänzende Aufgaben und Simulationen für den Unterricht.

Zeichne die Schaltung vor dem Rechnen einmal sauber ab und markiere jeden Knoten mit einem Buchstaben, damit du beim Aufstellen der Gleichungen keinen Zweig doppelt erfasst.

Für die Kontrolle am Aufbau lohnt ein Blick auf die Messtechnik selbst: Ein Strommessgerät wird in den Zweig eingeschleift und muss dafür niederohmig sein, ein Spannungsmessgerät liegt parallel und muss hochohmig sein.

Wer beides vertauscht, legt entweder einen Kurzschluss über das Bauteil oder misst gar nichts.

Und weil jedes reale Messgerät die Schaltung geringfügig verändert, weichen Messung und Rechnung immer etwas voneinander ab – bei hochohmigen Zweigen mehr als bei niederohmigen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein typischer Fall für die Netzwerkanalyse mit den kirchhoffschen Regeln: An einem T-Knoten fließen zwei Ströme hinein, I₁ = 350 mA aus der Versorgung und I₂ = 120 mA aus einem zweiten Zweig.

Die Knotenregel (1. kirchhoffsche Regel) ergibt: Summe Zufluss = 350 + 120 = 470 mA; der Abfluss im dritten Zweig muss damit I₃ = 470 mA betragen.

Anschließend prüft die Maschenregel (2. kirchhoffsche Regel) die zugehörige geschlossene Masche: Die Quellenspannung liegt bei 9 V; an R₁ = 10 Ω fallen 3,5 V ab, an R₂ = 15 Ω fallen 5,25 V ab – zusammen 8,75 V, die restlichen 0,25 V entfallen auf den Innenwiderstand der Quelle.

Damit ergibt die Summe der Spannungen in der Masche wieder null, die Maschenregel ΣU = 0 ist erfüllt.

Die Zweigströme und Maschenspannungen schließen sich konsistent; hätte ein Zweigstrom abgewichen, wäre das ein direkter Hinweis auf einen Verdrahtungsfehler im Aufbau, den die Knoten- und Maschenkontrolle aufdeckt.

Im Rechner selbst bildest du solche Kontrollen über die beiden Modi ab: Der Parallel-Modus zeigt die Stromaufteilung nach der Knotenregel, der Reihen-Modus die Spannungsaufteilung nach der Maschenregel – für das T-Beispiel mit zwei einspeisenden Zweigen und Innenwiderstand bleibt die Handrechnung nach denselben Regeln das Mittel der Wahl. Kirchhoff: Knotenregel 350 plus 120 gleich 470 mA, Maschenregel 9 V Summe gleich null

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Häufige Fehler sind doppelt gezählte Zweige, vergessene Spannungsabfälle, vorschnelles Vereinfachen nicht passender Teilnetze und das Übersehen von Quelleninnenwiderständen in der Bilanz. Schon ein kleiner Strukturfehler macht die Gleichung numerisch lösbar, aber physikalisch falsch, und die berechneten Zweigströme stimmen dann nicht mehr mit der Messung überein.

Knotenregel und Maschenregel wirken nur dann verlässlich, wenn die Bezugssinne vor dem Rechnen sauber festgelegt und danach konsequent beibehalten werden.

Genau deshalb sollte der Kirchhoff-Rechner in der Netzwerkanalyse immer mit sauber markierten Pfeilen, Knoten und Maschen gelesen werden.

Ein weiterer Fehler ist, ein negatives Ergebnis sofort als Rechenfehler zu deuten: Ein negativer Zweigstrom bedeutet lediglich, dass der reale Strom entgegen dem gewählten Bezugspfeil fließt, und ist damit ein gültiges Ergebnis.

Ebenso wird häufig vergessen, dass jede unabhängige Masche und jeder Knoten eine eigene Gleichung liefert; wer zu wenige Gleichungen aufstellt, kann das Netzwerk gar nicht eindeutig lösen.

Umgekehrt wird die letzte Knotengleichung gern für eine zusätzliche Information gehalten, obwohl sie sich zwangsläufig aus allen übrigen ergibt und deshalb nichts Neues beisteuert.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Kirchhoff-Rechner berechnet Reihen- und Parallelschaltungen mit bis zu sechs Widerständen nach Knoten- und Maschenregel – Gesamtwiderstand, Gesamtstrom, Gesamtleistung und die Werte jedes Zweigs – und macht so sichtbar, ob Ströme an Knoten und Spannungen in Maschen konsistent zusammenpassen; das gibt eine Methode zur Fehlersuche an die Hand.

Über die Zweigtabelle lässt sich zudem kontrollieren, ob die Energiebilanz der Schaltung stimmt, weil die Zweigleistungen zusammen die Gesamtleistung ergeben müssen.

Ratsam ist als Abschluss zudem ein Messabgleich der berechneten Ströme und Spannungen an der realen Schaltung, um Verdrahtungsfehler oder unerwartete Bauteilwerte frühzeitig zu erkennen. Die Grundlagen dazu liefern Ohmsches Gesetz, elektrische Leistung und Wirkungsgrad.

Halte die einmal gewählten Bezugssinne über die gesamte Rechnung bei, dann bleiben Knoten- und Maschengleichungen widerspruchsfrei.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Gesamtwiderstand 59,98 Ω, Gesamtstrom 0,200077 A, Gesamtleistung 2,400928 W; die Zweigströme betragen 0,12 A, 0,054545 A und 0,025532 A

Drei Parallelzweige an 12 Volt

Schaltung
Parallelschaltung
Gesamtspannung
12 V
R1
100 Ω
R2
220 Ω

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Gesamtwiderstand 147 Ω, Gesamtstrom 61,22 mA, Gesamtleistung 0,551 W sowie Spannungsfälle 2,8776 V und 6,1224 V

Zwei Widerstände in Reihe an 9 Volt

Schaltung
Reihenschaltung
Gesamtspannung
9 V
R1
47 Ω
R2
100 Ω

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Gesamtwiderstand 687,5 Ω, Gesamtstrom 7,27 mA, Gesamtleistung 0,0364 W; die Zweigströme betragen 5 mA und 2,273 mA

Zwei Zweige parallel an 5 Volt

Schaltung
Parallelschaltung
Gesamtspannung
5 V
R1
1.000 Ω
R2
2.200 Ω

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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  • T-Verzweigung mit I1 350 mA und I2 120 mA zufließend, I3 470 mA abfließend. Maschenregel: 9 V minus 3,5 V minus 5,25 V minus 0,25 V gleich null

    Kirchhoff Praxis -- Knotenanalyse einer T-Verzweigung mit Knoten- und Maschenregel

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundgesetze-elektrotechnik/kirchhoff-rechner
  • Infografik: Kirchhoffsche Regeln: Knoten und Maschen, 1. KNOTENREGEL (KCL), Σ I_zu = Σ I_ab, I₁ = 3 A, I₂ = 2 A, I₃ = 4 A, I₄ = 1 A, 3 A + 2 A = 4 A + 1 A ✓

    Kirchhoff-Rechner Knotenregel

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Elektronik- und Physikrechner bilden Standardformeln und idealisierte Modelle ab. Für sicherheitskritische Schaltungen, Netzspannung, Bauteilauslegung oder Laboranwendungen bleiben Datenblätter, Normen und reale Messbedingungen maßgeblich.

Quelle: Kirchhoff- und Widerstandslogik für reine Reihen- und Parallelschaltungen ohmscher Netzwerke.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Grundgesetze Elektrotechnik
Formeln basieren auf
Reihe: R_ges = ΣR; Parallel: 1 / R_ges = Σ(1 / R); I = U / R_ges; Zweigwerte werden je nach Schaltungstyp aus Strom- oder Spannungsaufteilung abgeleitet.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Kirchhoff-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundgesetze-elektrotechnik/kirchhoff-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Kirchhoff-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundgesetze-elektrotechnik/kirchhoff-rechner

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