Überblick
Was ist der Kirchhoff-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Kirchhoff-Rechner setzt die beiden kirchhoffschen Regeln dort um, wo sie am klarsten sichtbar werden: in der Reihen- und der Parallelschaltung von bis zu sechs Widerständen an einer Spannungsquelle. Die Regeln selbst tragen weit darüber hinaus und bleiben auch dann gültig, wenn einzelne Reihen- oder Parallelformeln zu kurz greifen, weil mehrere Zweige gekoppelt sind – solche verkoppelten Netzwerke löst du mit denselben Regeln von Hand.
Die Knotenregel (1. kirchhoffsche Regel) besagt, dass an jedem Knoten die Summe der zufließenden Ströme gleich der Summe der abfließenden Ströme ist, wie auch im Lehrbuch OpenStax University Physics hergeleitet.
Die Maschenregel (2. kirchhoffsche Regel) besagt, dass in jeder geschlossenen Masche die Summe aller Spannungen null ergibt. Zusammen bilden Knotenregel und Maschenregel die Grundlage der Netzwerkanalyse.
Typische Fälle sind Laborschaltungen, Verteilnetze, Messaufgaben oder Fehlersuche an Platinen, bei denen Knoten- und Maschenlogik gleichzeitig stimmen müssen.
Der Rechner bestimmt aus den bekannten Widerständen und der Quellspannung die Zweigströme und Spannungsabfälle: Er liefert Gesamtwiderstand, Gesamtstrom und Gesamtleistung sowie je Widerstand Strom, Spannung und Leistung in einer Zweigtabelle – in der Reihenschaltung steckt dabei die Maschenregel, in der Parallelschaltung die Knotenregel.
Auch für Schul- und Studienaufgaben rund um die kirchhoffschen Gesetze liefert er Strom-, Spannungs- und Leistungswerte zur direkten Kontrolle.
Wie viel die Schaltungsart ausmacht, zeigt ein Vergleich mit identischen Bauteilen: Dieselben drei Widerstände mit 100, 220 und 470 Ohm ergeben an 12 Volt in Reihe geschaltet 790 Ohm Gesamtwiderstand und 15,19 Milliampere, parallel geschaltet dagegen rund 60 Ohm und 200 Milliampere.
Derselbe Bauteilsatz, aber mehr als der dreizehnfache Strom — genau diesen Sprung macht die Modusumschaltung unmittelbar sichtbar.