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Überstunden auszahlen Rechner: Netto nach Steuerklasse 2026

FinanzenStand Noch keine Bewertung
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Kirchensteuerpflichtig
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Kurzantwort

Überstunden auszahlen Rechner: Überstunden werden nicht anders versteuert als der übrige Lohn, aber sie erhöhen den Monatslohn und unterliegen deshalb dem höheren Grenzsteuersatz. Bei 3.500 € Gehalt in Steuerklasse 1 bleiben von 20 Überstunden à 22 € mit 25 % Zuschlag (550 € brutto) nach 131,25 € Lohnsteuer und 119,63 € Sozialabgaben 299,12 € netto, also 54,4 %.

Überstunden auszahlen lassen: Berechne den Nettobetrag deiner Überstundenvergütung nach...

Kilian AchatzFachredaktion Finanzen
Geprüft: Review-Team Finanzen (Okt. 2026)Stand:

Rechenbasis

Annahmen und Grenzen

Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.

3 Annahmen und 2 Grenzen

Annahmen

  • Gesetzliche Krankenversicherung mit 14,6 % plus eingegebenem Zusatzbeitrag (ohne Angabe der Durchschnitt 2026 von 2,9 %), Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht, Alter 30 Jahre, Lohnsteuertarif und Beitragssätze 2026.
  • Die Überstundenvergütung ist laufender Arbeitslohn des Auszahlungsmonats: Steuern und Sozialabgaben ergeben sich als Differenz der Monatsabrechnung mit und ohne Überstunden.
  • Freizeitausgleich in Tagen = Überstunden ÷ 8 Stunden je Arbeitstag.

Grenzen

  • Berechnet wird der laufende Lohnsteuerabzug, nicht die Einkommensteuer des Jahres; Nachzahlungen für ein Vorjahr (sonstiger Bezug nach § 39b Abs. 3 EStG) sind nicht abgebildet.
  • Nicht abgebildet sind privat Krankenversicherte, Beamte, Minijobs, das Faktorverfahren, individuelle Freibeträge und steuerfreie Zuschläge nach § 3b EStG.

Stand der Prüfung: Lohnsteuer nach PAP 2026, Sozialversicherungswerte 2026 sowie § 3b und § 39b EStG fachredaktionell geprüft, Stand 26.10.2026.

Überblick

Überstunden auszahlen Rechner: Was bleibt von der Vergütung netto?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Überstunden-Auszahlungsrechner berechnet, wie viel netto auf dem Konto ankommt, wenn Überstunden ausgezahlt statt in Freizeit ausgeglichen werden. Er richtet sich an Arbeitnehmer, die vor der Entscheidung stehen, angesammelte Mehrarbeit vergüten zu lassen oder Freizeitausgleich zu nehmen.

Anders als ein einfacher Stundenrechner verwendet er die Differenzmethode: Er berechnet die Lohnabrechnung einmal ohne und einmal mit Überstundenvergütung und ermittelt aus der Differenz den exakten Grenzsteuersatz sowie die zusätzlichen Sozialabgaben auf den Mehrverdienst.

Als Orientierung: Bei 3.500 Euro Monatsgehalt bleiben von 20 Überstunden mit 550 Euro Bruttovergütung laut Rechner 299,12 Euro netto — eine Auszahlungsquote von 54,4 Prozent.

Fast die Hälfte der Überstundenvergütung geht an Fiskus und Sozialversicherung. Parallel zeigt der Rechner den Freizeitausgleich: 20 Überstunden entsprechen 2,5 Arbeitstagen.

Ob Auszahlung oder zeitlicher Ausgleich günstiger ist, hängt vom persönlichen Grenzsteuersatz und den individuellen Prioritäten ab.

Ein wichtiger Hinweis: Überstundenzuschläge sind — anders als Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge nach § 3b EStG — vollständig steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Die Ergebnisse basieren auf dem Lohnsteuerabzugsverfahren nach § 39b EStG und den Beitragssätzen 2026. Wasserfall: 550 Euro Überstundenbrutto abzüglich Steuern und Sozialabgaben zu 299,12 Euro netto

Eingaben

Überstunden auszahlen netto: Auszahlungsquote und Freizeitausgleich einordnen

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Die Auszahlungsquote ist der wichtigste Einzelwert: Sie zeigt, welcher Anteil der Bruttovergütung auf dem Konto ankommt. In Steuerklasse I liegt sie bei 5.000 Euro Monatsgehalt noch bei 50,4 Prozent und fällt laut Rechner erst zwischen etwa 7.400 und 8.000 Euro unter 50 Prozent (8.000 Euro: 47,9 Prozent).

Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen steigt sie wieder, weil auf den Mehrverdienst keine oder weniger Sozialabgaben anfallen (ab 8.450 Euro: 53 Prozent).

Der Freizeitausgleich verursacht keine zusätzlichen Steuern und Abgaben; 2,5 freie Tage haben jedoch keinen bezifferbaren Geldwert. Je niedriger die Quote, desto größer der Anteil, der an Fiskus und Sozialversicherung geht.

Steuerklasse und Grundgehalt sind die größten Hebel: In Steuerklasse III liegt die Quote bei gleichem Brutto deutlich höher als in Steuerklasse V, weil die Grenzbelastung niedriger ausfällt.

Die Sozialabgaben betragen bei Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze konstant rund 21,75 Prozent (kinderlos, ab 23 Jahre, Zusatzbeitrag 2,9 Prozent), sodass die Schwankung der Auszahlungsquote zwischen verschiedenen Gehaltsstufen fast ausschließlich vom Grenzsteuersatz abhängt.

Der Überstundenzuschlag ist der Prozentsatz, den dein Arbeits- oder Tarifvertrag auf den Stundenlohn aufschlägt (0 bis 100 Prozent, voreingestellt 25 Prozent); ohne vereinbarten Zuschlag trägst du 0 ein.

Bundesland und Kirchensteuerpflicht bestimmen die Kirchensteuer: Sie beträgt in Bayern und Baden-Württemberg 8 Prozent, in den übrigen Bundesländern 9 Prozent der Lohnsteuer und fällt nur bei „Ja“ an (Bayern im Standardfall 288,62 statt 299,12 Euro netto).

Unter den optionalen Eingaben passt du den Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse an; bei 3,5 statt 2,9 Prozent bleiben im Standardfall 298,13 Euro netto.

Praxisfälle

Brutto-Netto-Rechner mit Überstunden: typische Fälle von 20 bis 100 Stunden

Jeder Fall nennt die Suchfrage, die passende Eingabe und das Ergebnis aus der echten Rechenfunktion – von der Standardauszahlung über den Steuerklassenvergleich bis zur großen Stundenzahl.

  1. Freizeitausgleich oder Auszahlung: 20 Überstunden auszahlen lassen

    „Wie viel bleibt netto, wenn ich 20 Überstunden auszahlen lasse?“

    Eingabe
    Monatsgehalt 3.500 €, 20 Überstunden, Stundenlohn 22 €, Zuschlag 25 %, Steuerklasse I
    Ergebnis
    Nettoauszahlung 299,12 € von 550 € brutto – Auszahlungsquote 54,4 %, alternativ 2,5 Tage Freizeitausgleich
  2. 100 Überstunden auf einmal auszahlen lassen

    „Lohnt sich die Auszahlung von 100 angesammelten Überstunden?“

    Eingabe
    Monatsgehalt 4.800 €, 100 Überstunden, Stundenlohn 24 €, Zuschlag 25 %, Steuerklasse III, Kirchensteuer, 2 Kinder
    Ergebnis
    Nettoauszahlung 1.784,95 € von 3.000 € brutto – Auszahlungsquote bleibt bei 59,5 % nahezu unverändert gegenüber kleineren Stundenzahlen, alternativ 12,5 Tage Freizeitausgleich
  3. Überstunden auszahlen Rechner Steuerklasse 3 vs. 5 vergleichen

    „Wie viel Unterschied macht die Steuerklasse bei der Überstundenauszahlung?“

    Eingabe
    Gleiche Eingaben (550 € Überstundenbrutto), einmal Steuerklasse III, einmal Steuerklasse V
    Ergebnis
    Steuerklasse III: 329 € netto (59,8 %) – Steuerklasse V: 248 € netto (45,1 %), Unterschied über 80 € bei identischem Brutto

    Alle sechs Steuerklassen im Vergleich in der Referenztabelle nachschlagen

  4. Überstunden auszahlen Rechner Steuerklasse 4: gleich wie Steuerklasse 1?

    „Bleibt in Steuerklasse 4 mehr netto als in Steuerklasse 1?“

    Eingabe
    Monatsgehalt 3.500 €, 20 Überstunden, Stundenlohn 22 €, Zuschlag 25 %, Steuerklasse IV
    Ergebnis
    Nettoauszahlung 299,12 € von 550 € brutto – Auszahlungsquote 54,4 %, genau wie in Steuerklasse I, weil Steuerklasse IV ohne Faktor denselben Tarif nutzt
  5. Wie viele Überstunden lohnen sich zur Auszahlung?

    „Wie viele Überstunden lohnt es sich auszahlen zu lassen?“

    Eingabe
    Stundenzahl im Rechner variieren (z. B. 20, 50, 100) bei gleichbleibender Steuerklasse und Gehalt
    Ergebnis
    Auszahlungsquote sinkt nur leicht mit mehr Stunden (54,4 % bei 20 Std., 53,3 % bei 50 Std., 52,6 % bei 100 Std.) – Steuerklasse und Gehalt beeinflussen die Quote stärker als die Stundenzahl
  6. Überstundenzuschlag steuerfrei prüfen

    „Sind Überstundenzuschläge steuerfrei?“

    Eingabe
    Zuschlag-Feld auf den vertraglichen Wert setzen (z. B. 25 %) – der Rechner behandelt ihn stets als steuerpflichtig
    Ergebnis
    Der komplette Zuschlag fließt in die Bruttovergütung ein und wird versteuert; nur Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge nach § 3b EStG wären steuerfrei
  7. Urlaubstage oder Überstunden auszahlen lassen

    „Ist es besser, Urlaubstage oder Überstunden auszahlen zu lassen?“

    Eingabe
    Überstunden-Szenario im Rechner berechnen und mit dem Urlaubsabgeltungs-Rechner für offene Urlaubstage vergleichen
    Ergebnis
    20 Überstunden lassen sich laut Rechner sofort mit 299,12 € netto auszahlen; Urlaubstage dürfen während des laufenden Arbeitsverhältnisses nach § 7 Abs. 4 BUrlG grundsätzlich nicht ausgezahlt werden

    Urlaubsabgeltung beim Austritt separat berechnen

  8. Überstunden im Zweitjob (Steuerklasse 6) auszahlen lassen

    „Wie werden Überstunden im Zweitjob in Steuerklasse 6 besteuert?“

    Eingabe
    Monatsgehalt 3.500 €, 20 Überstunden, Stundenlohn 22 €, Zuschlag 25 %, Steuerklasse VI
    Ergebnis
    Nettoauszahlung nur 246,70 € von 550 € brutto – Auszahlungsquote 44,9 %, weil Steuerklasse VI keinen Grundfreibetrag kennt

Berechnung

Wie werden Überstunden versteuert? Die Differenzmethode in drei Schritten

Verstehe den Formelweg.

Zuerst ermittelt der Rechner die Bruttovergütung der Überstunden: Stundenzahl mal Stundenlohn mal (1 plus Zuschlag in Prozent). Bei 20 Stunden, 22 Euro und 25 Prozent Zuschlag ergibt das 20 × 22 × 1,25 = 550 Euro brutto.

Dann folgt die Grenzbelastungsrechnung: Der Rechner berechnet Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und alle vier Sozialversicherungsbeiträge einmal für das Grundgehalt allein (3.500 Euro) und einmal für das Grundgehalt plus Überstundenvergütung (4.050 Euro).

Die Differenz der beiden Steuerbeträge ergibt die Steuerlast auf die Überstunden (131,25 Euro), die Differenz der Sozialabgaben den SV-Anteil (119,63 Euro).

Dieses Differenzverfahren bildet den progressiven Einkommensteuertarif korrekt ab — ein pauschaler Steuersatz würde die Belastung je nach Einkommensstufe um mehrere Prozentpunkte über- oder unterschätzen.

Die Nettovergütung ergibt sich als Brutto minus Steuern minus Sozialabgaben: 550 – 131,25 – 119,63 = 299,12 Euro. Die Auszahlungsquote ist der Nettobetrag geteilt durch den Bruttobetrag: 299,12 ÷ 550 = 54,4 Prozent.

Der Freizeitausgleich wird als Überstunden geteilt durch 8 Stunden pro Arbeitstag berechnet: 20 ÷ 8 = 2,5 Tage.

Die Grenzbelastung steigt mit dem Einkommen, weil der Steuertarif nach § 32a EStG progressiv verläuft — mit höherem Grundgehalt sinkt die Auszahlungsquote bis etwa 8.000 Euro Monatsgehalt. Auszahlungsquote bei verschiedenen Gehaltsstufen: je höher das Gehalt, desto niedriger der Netto-Anteil

Überstunden-Formel: Bruttovergütung gleich Überstunden mal Stundenlohn mal (1 + Zuschlag geteilt durch 100).
Formel für die Brutto-Überstundenvergütung mit Zuschlag — Grundlage des Überstunden-Auszahlungsrechners.

Nachschlagen

Überstunden auszahlen 2026: Netto-Tabelle nach Stundenanzahl (Orientierungswerte)

Diese Tabelle zeigt Orientierungswerte für die Netto-Auszahlung von Überstunden in Steuerklasse I (ledig, kinderlos, keine Kirchensteuer). Der Stundenlohn beträgt 22 €/h brutto mit 25 % Überstundenzuschlag auf ein reguläres Monatsgehalt von 3.500 €. Das tatsächliche Netto hängt von Steuerklasse, Kinderzahl, Kirchensteuerpflicht und weiteren Faktoren ab.

Netto-Auszahlung bei Überstundenvergütung 2026 nach Stundenanzahl – Steuerklasse I, 3.500 € Gehalt, 22 €/h mit 25 % Zuschlag
ÜberstundenBrutto (ca.)Steuern (ca.)Sozialabgaben (ca.)Netto (ca.)QuoteFreizeitausgleich
5 h138 €32 €30 €76 €55 %0,6 Tage
10 h275 €65 €60 €151 €55 %1,3 Tage
15 h413 €98 €90 €225 €55 %1,9 Tage
20 h550 €131 €120 €299 €54 %2,5 Tage
25 h688 €165 €150 €373 €54 %3,1 Tage
30 h825 €200 €179 €446 €54 %3,8 Tage
35 h963 €235 €209 €518 €54 %4,4 Tage
40 h1.100 €271 €239 €590 €54 %5,0 Tage
45 h1.238 €307 €269 €662 €53 %5,6 Tage
50 h1.375 €343 €299 €733 €53 %6,3 Tage

Orientierungswerte 2026, Steuerklasse I, 3.500 € Monatsgehalt, 22 €/h brutto, 25 % Überstundenzuschlag, Bayern, keine Kirchensteuer, kinderlos, GKV mit 2,9 % Zusatzbeitrag. Die Überstundenvergütung wird zum persönlichen Grenzsteuersatz versteuert (Differenzmethode), daher sinkt die Auszahlungsquote mit steigender Stundenzahl leicht. Freizeitausgleich berechnet auf Basis eines 8-Stunden-Arbeitstags. Für exaktes Netto: BMF-Lohnsteuerrechner unter bmf-steuerrechner.de.

Überstunden auszahlen nach Steuerklasse: Netto-Vergleich 2026

Bei identischem Bruttogehalt und identischer Überstundenzahl entscheidet die Steuerklasse über mehrere hundert Euro Unterschied bei der Netto-Auszahlung, weil sie den Grenzsteuersatz verschiebt. Die Tabelle zeigt alle sechs Steuerklassen im direkten Vergleich.

Netto-Auszahlung von 550 € Überstundenbrutto (20 Std. à 22 €/h, 25 % Zuschlag, 3.500 € Monatsgehalt) nach Steuerklasse
SteuerklasseTypischer FallNetto (ca.)Auszahlungsquote
ILedig, kinderlos299 €54,4 %
IIAlleinerziehend306 €55,6 %
IIIVerheiratet, höher verdienend329 €59,8 %
IVVerheiratet, etwa gleich verdienend299 €54,4 %
VVerheiratet, geringer verdienend248 €45,1 %
VIZweitjob247 €44,9 %

Orientierungswerte 2026 auf Basis von 550 € Überstundenbrutto (20 Std. à 22 €/h, 25 % Zuschlag), Monatsgehalt 3.500 €, Bayern, keine Kirchensteuer, kinderlos, GKV mit 2,9 % Zusatzbeitrag. Steuerklasse IV ohne Faktorverfahren entspricht rechnerisch Steuerklasse I. Die Unterschiede entstehen ausschließlich beim Lohnsteuerabzug; die Sozialabgaben (119,63 €) bleiben in allen Steuerklassen gleich. Am Jahresende gleicht die Einkommensteuererklärung Kombinationen wie III/V wieder aus.

Ausblick

Was ändert sich 2027?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Der Grundfreibetrag soll 2027 laut Regierungsentwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027 (Bundestag-Drucksache 21/8235 vom 28.09.2026) von 12.348 € auf 12.564 € je Person steigen (2028: 12.900 €) – das senkt die Grenzbelastung auf Überstundenvergütung in unteren und mittleren Einkommensbereichen leicht, weil ein größerer Teil des Gehalts steuerfrei bleibt.
  • Die Beitragsbemessungsgrenze der Renten- und Arbeitslosenversicherung soll 2027 laut Referentenentwurf zur Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung von 8.450 auf 8.850 Euro im Monat steigen, wodurch Überstundenvergütung bei hohen Gehältern bis zu einer höheren Grenze voll sozialversicherungspflichtig bleibt.
  • In der Kranken- und Pflegeversicherung soll die Beitragsbemessungsgrenze 2027 überproportional von 69.750 auf rund 76.500 Euro pro Jahr (6.375 Euro im Monat) steigen – bei Gehältern nahe dieser Grenze verändert das den Sozialabgabenanteil auf ausgezahlte Überstunden.
  • Die steuerfreie Grundlohngrenze für Sonntags- und Feiertagszuschläge nach § 3b EStG soll ab 2027 von 50 auf 75 Euro je Stunde steigen; für Nachtzuschläge bleibt sie bei 50 Euro. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme vom 16.10.2026 gebeten zu prüfen, ob auf diese Anhebung verzichtet und stattdessen die Zuschlagssätze für Sonn- und Feiertagsarbeit moderat angehoben werden können (Bundesrat-Drucksache 507/26 (B)). Überstundenzuschläge sieht der Entwurf nicht als steuerfrei vor; eine im Koalitionsvertrag angekündigte Steuerfreiheit ist bislang nicht beschlossen, der Rechner behandelt sie weiter als voll steuer- und sozialversicherungspflichtig.
  • Das Einkommensteuerreformgesetz muss noch Bundestag und Bundesrat passieren, die Rechengrößenverordnung braucht die Zustimmung des Bundesrats; beides kann sich bis zum Beschluss ändern, der Rechner rechnet bis dahin mit den Werten 2026.

Stand: 26.10.2026 · Quelle: Bundestag-Drucksache 21/8235 (Gesetzentwurf der Bundesregierung, 28.09.2026) und Referentenentwurf der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027

Expertenmodus

Werden Überstunden anders versteuert? Fragen zum Überstunden auszahlen

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Sind Überstundenzuschläge steuerfrei?

Nein, reguläre Überstundenzuschläge sind voll steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Steuerfrei nach § 3b EStG sind nur Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit, und zwar bis zu Höchstsätzen des Grundlohns: Nachtarbeit bis 25 Prozent (von 0 bis 4 Uhr bis 40 Prozent, wenn die Arbeit vor Mitternacht beginnt), Sonntagsarbeit bis 50 Prozent, Feiertagsarbeit bis 125 Prozent, am 24.

Dezember ab 14 Uhr, am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Mai bis 150 Prozent. Der Grundlohn zählt dabei höchstens mit 50 Euro je Stunde. Der Rechner behandelt den eingegebenen Zuschlag deshalb immer als steuerpflichtig.

Wie viel Netto bleibt von ausbezahlten Überstunden?

Bei 3.500 Euro Monatsgehalt in Steuerklasse 1 bleiben von 550 Euro Überstundenbrutto laut Rechner 299,12 Euro netto, also rund 54 Prozent.

Maßgeblich ist der Grenzsteuersatz, nicht der Durchschnittssteuersatz: Auf die 550 Euro entfallen 131,25 Euro Steuern (knapp 24 Prozent) und 119,63 Euro Sozialabgaben (21,75 Prozent).

Mit höherem Grundgehalt sinkt die Quote zunächst, bei 8.000 Euro auf 47,9 Prozent, weil der Tarif nach § 32a EStG progressiv ist. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen steigt sie wieder, weil auf den Mehrverdienst keine Beiträge mehr anfallen.

Wie viele Überstunden lohnt es sich auszahlen zu lassen?

Eine Mindestzahl gibt es nicht, denn die Stundenzahl verändert die Auszahlungsquote kaum: In Steuerklasse 1 liegt sie laut Rechner bei 20 Überstunden bei 54,4 Prozent, bei 50 Überstunden bei 53,3 Prozent und bei 100 Überstunden bei 52,6 Prozent.

Stärker wirken Steuerklasse und Grundgehalt: In Steuerklasse 3 bleiben bei gleichem Brutto 59,8 Prozent netto, in Steuerklasse 5 nur 45,1 Prozent.

Je niedriger die Quote, desto mehr der Vergütung geht an Fiskus und Sozialversicherung; der Freizeitausgleich verursacht dagegen keine zusätzlichen Abzüge.

Werden Überstunden anders versteuert?

Nein, für Überstunden gibt es keinen eigenen Steuersatz. Die Vergütung ist laufender Arbeitslohn und wird im Monat der Auszahlung zusammen mit dem Gehalt versteuert.

Weil sie den Monatslohn erhöht, greift der Grenzsteuersatz: Bei 3.500 Euro Gehalt in Steuerklasse 1 kosten 550 Euro Überstundenvergütung laut Rechner 131,25 Euro Lohnsteuer und 119,63 Euro Sozialabgaben.

Zahlt der Arbeitgeber Überstunden für ein Vorjahr nach, gilt die Zahlung als sonstiger Bezug und wird nach der Jahreslohnsteuertabelle besteuert, meist günstiger als im Rechner.

Steuerfrei sind nur Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit nach § 3b EStG.

Ist es besser, Urlaubstage oder Überstunden auszahlen zu lassen?

Überstunden kannst du auszahlen lassen, wenn Arbeits- oder Tarifvertrag das vorsehen; Urlaub dagegen nicht.

Nach § 7 Abs. 4 BUrlG darf Urlaub nur abgegolten werden, wenn er wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann.

Steuerpflichtiger Arbeitslohn ist beides, die Abrechnung unterscheidet sich aber: Eine Urlaubsabgeltung beim Ausscheiden wird in der Regel als sonstiger Bezug versteuert, die Überstundenvergütung als laufender Arbeitslohn.

20 Überstunden bringen laut Rechner 299,12 Euro netto; die Abgeltung offener Urlaubstage berechnest du separat mit dem Urlaubsabgeltungs-Rechner.

Wie berechne ich die Überstundenvergütung?

Die Überstundenvergütung ist Stundenzahl mal Stundenlohn mal (1 plus Zuschlag): 20 Überstunden zu 22 Euro mit 25 Prozent Zuschlag ergeben 20 × 22 × 1,25 = 550 Euro brutto.

Kennst du deinen Stundenlohn nicht, teile das Monatsgehalt durch die Monatsstunden: Bei 40 Wochenstunden sind das 40 × 13 ÷ 3 = 173,33 Stunden, bei 3.500 Euro also 20,19 Euro je Stunde.

Einen gesetzlichen Zuschlag gibt es nicht; er folgt aus Arbeits- oder Tarifvertrag. Im TVöD (VKA) beträgt er 30 Prozent in den Entgeltgruppen 1 bis 9b und 15 Prozent ab 9c.

Wie viel Steuern zahlt man auf Überstunden?

Das hängt vor allem von der Steuerklasse ab.

Auf 550 Euro Überstundenvergütung bei 3.500 Euro Monatsgehalt fallen laut Rechner an Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag an: Steuerklasse 1 und 4 je 131,25 Euro, Steuerklasse 2 124,75 Euro, Steuerklasse 3 101,34 Euro, Steuerklasse 5 182,33 Euro und Steuerklasse 6 183,67 Euro.

Dazu kommen in allen Klassen 119,63 Euro Sozialabgaben, mit Kirchensteuer in Bayern weitere 10,50 Euro. Der monatliche Abzug ist eine Vorauszahlung; die endgültige Steuer ergibt sich erst aus der Einkommensteuer des Jahres.

Überstunden auszahlen in Steuerklasse 1, 3, 4 oder 5: Wie viel bleibt netto?

Von 550 Euro Überstundenbrutto bei 3.500 Euro Monatsgehalt bleiben laut Rechner in Steuerklasse 1 und 4 je 299,12 Euro netto (54,4 Prozent), in Steuerklasse 3 329,03 Euro (59,8 Prozent) und in Steuerklasse 5 248,04 Euro (45,1 Prozent).

Steuerklasse 4 ohne Faktor nutzt denselben Tarif wie Steuerklasse 1. In Steuerklasse 2 bleiben dank Entlastungsbetrag für Alleinerziehende 305,62 Euro.

Ehepaare mit der Kombination 3 und 5 müssen eine Einkommensteuererklärung abgeben (§ 46 Abs. 2 Nr. 3a EStG); der Jahresausgleich kann den monatlichen Vorteil teilweise aufheben.

Wie viel bleibt von 100 Überstunden netto?

Bei 3.500 Euro Monatsgehalt, 22 Euro Stundenlohn und 25 Prozent Zuschlag bleiben von 100 Überstunden laut Rechner 1.446,00 Euro netto.

Die Bruttovergütung von 2.750 Euro mindern 754,66 Euro Steuern und 549,34 Euro Sozialabgaben; die Auszahlungsquote liegt bei 52,6 Prozent und damit nur knapp unter den 54,4 Prozent bei 20 Überstunden.

Als Freizeitausgleich entsprächen die 100 Stunden 12,5 Arbeitstagen. Der Rechner nimmt an, dass alle Stunden mit dem Gehalt eines Monats ausgezahlt werden; eine Nachzahlung für das Vorjahr wird als sonstiger Bezug anders besteuert.

Wie werden Überstunden im Zweitjob in Steuerklasse 6 besteuert?

Im Zweitjob in Steuerklasse 6 fällt die Lohnsteuer schon ab dem ersten Euro an, weil dort weder Grundfreibetrag noch Arbeitnehmer- und Sonderausgaben-Pauschbetrag berücksichtigt werden.

Von 550 Euro Überstundenbrutto bleiben laut Rechner 246,70 Euro netto, also 44,9 Prozent. Trage dafür Steuerklasse 6 und das Gehalt des Zweitjobs ein.

Wer nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Lohn bezieht, muss eine Einkommensteuererklärung abgeben (§ 46 Abs. 2 Nr. 2 EStG); dort werden beide Löhne zusammen nach § 32a EStG besteuert, was zu einer Erstattung oder einer Nachzahlung führen kann.

Hinweise

Lohnt es sich, Überstunden auszahlen zu lassen? Tipps nach Steuerklasse

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

In Steuerklasse I bleiben bei mittlerem Einkommen rund 50 bis 58 Prozent der Überstundenvergütung netto übrig. Mit steigendem Grundgehalt wird dieser Anteil bis etwa 8.000 Euro kleiner, weil der Grenzsteuersatz mit dem Einkommen steigt.

Bei 2.000 Euro Monatsgehalt liegt die Auszahlungsquote laut Rechner bei etwa 58 Prozent, bei 5.000 Euro nur noch bei rund 50 Prozent — die Steuerprogression frisst den Zuschlag zunehmend auf.

Rechne immer beide Varianten durch: Auszahlung und Freizeitausgleich. Der monetäre Wert eines freien Tages ergibt sich aus der Nettoauszahlung geteilt durch die Freizeittage.

Im Standardbeispiel sind das 299,12 Euro für 2,5 Tage, also rund 120 Euro pro freiem Tag. Wer diesen Tag anderweitig nutzen kann — etwa für eine bezahlte Nebentätigkeit oder eingesparte Betreuungskosten — sollte den Freizeitausgleich bevorzugen.

Überstundenzuschläge sind steuerlich nicht privilegiert.

Wer stattdessen Nacht-, Sonn- oder Feiertagsarbeit leistet, profitiert von den Steuerbefreiungen nach § 3b EStG: Nachtzuschläge bis 25 Prozent, Sonntagszuschläge bis 50 Prozent und Feiertagszuschläge bis 125 Prozent des Grundlohns bleiben steuerfrei.

Der SFN-Zuschlagsrechner zeigt den Unterschied im Detail. Wer seinen vertraglichen Stundenlohn nicht kennt, kann ihn über den Stundenlohn-Rechner aus dem Monatsgehalt ableiten.

Für die Gesamtplanung empfiehlt sich zusätzlich der Lohnerhöhungs-Rechner, um zu prüfen, ob eine dauerhafte Gehaltserhöhung netto mehr bringt als wiederkehrende Überstundenauszahlungen.

Anwendung

20 Überstunden auszahlen lassen: Praxisbeispiel in Steuerklasse 1

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Eine Angestellte mit 3.500 Euro Monatsgehalt in Steuerklasse I (Bayern, keine Kirchensteuer, kinderlos) hat 20 Überstunden angesammelt und steht vor der Wahl: Auszahlung oder Freizeitausgleich.

Eingaben im Rechner: Monatsgehalt 3.500 Euro, 20 Überstunden, Stundenlohn 22 Euro, Zuschlag 25 Prozent, Steuerklasse I, Bayern, keine Kirchensteuer, 0 Kinder. Ergebnis: Bruttovergütung 550,00 Euro (20 × 22 × 1,25).

Steuern 131,25 Euro, Sozialabgaben 119,63 Euro, Nettoauszahlung 299,12 Euro. Auszahlungsquote: 54,4 Prozent. Freizeitausgleich: 2,5 Arbeitstage.

Entscheidung: Für 299,12 Euro netto hat die Angestellte 20 Stunden zusätzlich gearbeitet — das sind 14,96 Euro netto pro Überstunde. Umgerechnet auf einen freien Tag hätte sie pro Tag auf rund 119,65 Euro Nettovergütung verzichtet.

Ob das lohnt, hängt von der persönlichen Situation ab: Wer das Geld für eine anstehende Anschaffung braucht, wählt die Auszahlung. Wer Erholung oder Kinderbetreuung priorisiert, nimmt den Freizeitausgleich.

In Steuerklasse III sinkt die Steuerlast auf dieselben 550 Euro laut Rechner auf 101,34 Euro, netto bleiben 329,03 Euro (59,8 Prozent). Als Vergleichswert zeigt der Brutto-Netto-Rechner, was vom regulären Gehalt ohne Überstunden netto bleibt.

Den reinen Bruttowert der Überstunden ohne Steuerabzug rechnet der Überstundenrechner vor. Vergleich: 299,12 Euro Nettoauszahlung gegenüber 2,5 Tagen Freizeitausgleich für 20 Überstunden

Fallstricke

Überstundenzuschlag steuerfrei? Typische Fehler beim Überstunden auszahlen

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Annahme, Überstundenzuschläge seien steuerfrei. Anders als Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge nach § 3b EStG sind reguläre Überstundenzuschläge vollständig steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Wer 25 Prozent Zuschlag erhält, darf nicht davon ausgehen, dass dieser Betrag ungeschmälert ankommt — bei 550 Euro brutto bleiben nur 299,12 Euro netto. Zweiter Fehler: den Durchschnittssteuersatz statt des Grenzsteuersatzes ansetzen.

Überstunden werden nicht mit dem Durchschnittssatz des gesamten Gehalts besteuert, sondern mit dem höheren Grenzsteuersatz, weil sie auf das Grundgehalt aufgeschlagen werden.

Wer pauschal 20 Prozent Steuer ansetzt, unterschätzt die tatsächliche Belastung bei mittleren und hohen Einkommen erheblich. Dritter Fehler: den Stundenlohn falsch berechnen.

Viele rechnen mit vier Wochen pro Monat statt mit dem Durchschnittsfaktor 52 ÷ 12 = 4,33. Bei 3.500 Euro und 40 Wochenstunden ergeben sich 173,33 Monatsstunden und ein Stundenlohn von rund 20,19 Euro, nicht 21,88 Euro (3.500 ÷ 160 Stunden).

Vierter Fehler: den Freizeitausgleich als wertlos abzutun.

2,5 Tage zusätzliche Freizeit bei einer Auszahlungsquote von nur 54 Prozent können wirtschaftlich gleichwertig oder sogar vorteilhafter sein, wenn für die Mehrarbeit zusätzliche Fahrt- oder Betreuungskosten anfallen.

Fünfter Fehler: Überstunden mit Mehrarbeit im arbeitsrechtlichen Sinne verwechseln.

Überstunden überschreiten die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit, Mehrarbeit die gesetzliche Höchstarbeitszeit nach Arbeitszeitgesetz — die steuerliche Behandlung ist identisch, aber die Vergütungspflicht unterscheidet sich je nach Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.

Nächster Schritt

Überstunden auszahlen: Steuern, Sozialabgaben und Grenzen 2026

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Die Berechnung stützt sich auf den Einkommensteuertarif 2026 nach § 32a EStG und das Lohnsteuerabzugsverfahren nach § 39b EStG.

Die Sozialversicherungsbeiträge folgen den Beitragssätzen und Bemessungsgrenzen 2026 aus SGB IV, V, VI und XI: Krankenversicherung 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag deiner Kasse (im Rechner einstellbar, ohne Angabe der Durchschnitt 2026 von 2,9 Prozent), Rentenversicherung 18,6 Prozent, Arbeitslosenversicherung 2,6 Prozent und Pflegeversicherung 3,6 Prozent zuzüglich Kinderlosenzuschlag.

Die Beitragsbemessungsgrenzen 2026 (5.812,50 Euro im Monat in der Kranken- und Pflegeversicherung, 8.450 Euro in der Renten- und Arbeitslosenversicherung) stehen in der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026.

Das Modell hat Grenzen: Es bildet das laufende Lohnsteuerabzugsverfahren ab, nicht die Einkommensteuererklärung. Werbungskosten über dem Pauschbetrag, Nebeneinkünfte und tarifvertragliche Sonderregelungen bleiben unberücksichtigt.

Fest angesetzt sind gesetzliche Krankenversicherung, Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht, Alter 30 Jahre und die Steuerklasse ohne Faktorverfahren.

Die Auszahlung gilt als laufender Arbeitslohn des Auszahlungsmonats; Nachzahlungen für ein Vorjahr werden als sonstiger Bezug nach § 39b Abs. 3 EStG besteuert und nicht abgebildet.

Beamte, Gesellschafter-Geschäftsführer und geringfügig Beschäftigte werden nicht korrekt abgebildet.

Die Steuerbefreiung nach § 3b EStG für Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge wird bewusst nicht angewendet, da sie nur für diese Zuschlagsarten gilt und nicht für reguläre Überstundenzuschläge.

Die Ergebnisse gelten für das Steuerjahr 2026 und ersetzen keine individuelle Steuerberatung. Bei unterjährigen Beitragssatzänderungen oder einem Wechsel der Krankenkasse können die tatsächlichen Abzüge von der Berechnung abweichen.

Für die detaillierte Gehaltsabrechnung nutze den Brutto-Netto-Rechner, für steuerfreie Schichtzuschläge den SFN-Zuschlagsrechner.

Vertiefung

Überstunden auszahlen Rechner brutto netto: Beispielrechnungen nach Steuerklasse

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Praxisbeispiel

15 Überstunden als Bürokauffrau bei 3.000 € Gehalt auszahlen lassen

Monatliches Bruttogehalt
3.000 €
Anzahl Überstunden
15
Brutto-Stundenlohn
18 €
Überstundenzuschlag
25 %
Steuerklasse
I – ledig
Bundesland
Bayern
Kirchensteuerpflichtig
Nein
Anzahl Kinder (unter 25 Jahre)
0

Ergebnis: Laut Rechner: Bruttovergütung ca. 337,50 €, davon Steuern ca. 75,17 € und Sozialabgaben ca. 73,41 €. Nettoauszahlung ca. 188,92 €, Auszahlungsquote ca. 56 %. Alternativ: 1,88 Tage Freizeitausgleich.

Von 337,50 € brutto bleiben laut Rechner rund 189 € netto übrig – etwa 56 % der Bruttovergütung. Die Überstunden werden zum persönlichen Grenzsteuersatz versteuert; laut Rechner entfallen bei 3.000 € Monatsgehalt in Steuerklasse 1 rund 22 Prozent der Überstundenvergütung auf Steuern (75,17 von 337,50 €). Wer die freien Tage nicht braucht, kann mit der Auszahlung rechnen; bei knappem Budget kann der Freizeitausgleich (1,88 Tage) finanziell günstiger sein, weil das reguläre Gehalt ungeschmälert weiterläuft.

Beispiel 1 · Einfach · Laut Rechner: Bruttovergütung ca. 975 €, davon Steuern ca. 200,16 € und Sozialabgaben ca. 203,78 €. Nettoauszahlung ca. 571,06 €, Auszahlungsquote ca. 58,6 %. Alternativ: 3,75 Tage Freizeitausgleich.

30 Überstunden als Facharbeiter in Steuerklasse 3 mit 2 Kindern

Monatliches Bruttogehalt
4.200 €
Anzahl Überstunden
30
Brutto-Stundenlohn
26 €
Überstundenzuschlag
25 %

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Laut Rechner: Bruttovergütung ca. 160 €, davon Steuern ca. 47,17 € und Sozialabgaben ca. 34,80 €. Nettoauszahlung ca. 78,03 €, Auszahlungsquote ca. 48,8 %. Alternativ: 1,25 Tage Freizeitausgleich.

10 Überstunden im Zweitjob (Steuerklasse 6, ohne Zuschlag)

Monatliches Bruttogehalt
2.800 €
Anzahl Überstunden
10
Brutto-Stundenlohn
16 €
Überstundenzuschlag
0 %

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Laut Rechner: Bruttovergütung ca. 312,00 €, davon Steuern ca. 104,67 € und Sozialabgaben ca. 67,87 €. Nettoauszahlung ca. 139,46 €, Auszahlungsquote ca. 44,7 %. Alternativ: 1,5 Tage Freizeitausgleich.

Überstunden auszahlen Rechner Steuerklasse 5 – 12 Überstunden beim geringer verdienenden Ehepartner

Monatliches Bruttogehalt
3.800 €
Anzahl Überstunden
12
Brutto-Stundenlohn
20 €
Überstundenzuschlag
30 %

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · Laut Rechner: Bruttovergütung ca. 3.000,00 €, davon Steuern ca. 792,77 € und Sozialabgaben ca. 422,28 €. Nettoauszahlung ca. 1.784,95 €, Auszahlungsquote ca. 59,5 %. Alternativ: 12,5 Tage Freizeitausgleich.

100 angesammelte Überstunden auf einmal auszahlen lassen (Steuerklasse 3, Kirchensteuer, 2 Kinder)

Monatliches Bruttogehalt
4.800 €
Anzahl Überstunden
100
Brutto-Stundenlohn
24 €
Überstundenzuschlag
25 %

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · Laut Rechner: Bruttovergütung ca. 120,00 €, davon Steuern ca. 23,67 € und Sozialabgaben ca. 26,70 €. Nettoauszahlung ca. 69,63 €, Auszahlungsquote ca. 58 %. Alternativ: 1 Tag Freizeitausgleich.

Überstunden auszahlen Rechner Steuerklasse 1 – 8 Überstunden ohne Zuschlag bei niedrigem Gehalt

Monatliches Bruttogehalt
2.200 €
Anzahl Überstunden
8
Brutto-Stundenlohn
15 €
Überstundenzuschlag
0 %

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Elterngeld-RechnerGeschätztes Basiselterngeld aus dem durchschnittlichen Nettoeinkommen vor der Geburt berechnen – mit Mindest- und Höchstbeträgen.LohnerhöhungVergleich Gehalt vor und nach Lohnerhöhung: Netto-Mehrwert, Steuern und Sozialversicherung aufgeschlüsseltAusbildungsvergütung-Netto-RechnerAusbildungsvergütung netto berechnen: Mindestausbildungsvergütung 2026 nach § 17 BBiG, volle SV-Beiträge ohne Übergangsbereich, Geringverdienergrenze 325 €.Resturlaub-Verfall-RechnerResturlaub-Verfall prüfen: Ampel zeigt je Urlaubsjahr, ob und wann Urlaubstage nach § 7 BUrlG verfallen – inklusive Hinweispflicht, Langzeiterkrankung und Elternzeit-Kürzung.Sozialplan-Punkte-RechnerSozialplan-Punkte berechnen: Betriebszugehörigkeit, Alter, Unterhaltspflichten und Schwerbehinderung als Punkte, Abfindung mit Punktwert und Vergleich zur Faustformel § 1a KSchG.Netto-BruttoWunsch-Nettogehalt in das nötige Bruttogehalt zurückrechnen: nach Steuerklasse, Bundesland und Krankenversicherung 20263.000 € brutto in netto3.000 Euro brutto ergeben in Steuerklasse I rund 2.054 Euro netto – mit allen Abzügen, Steuerklassen I bis VI und Bundesland-Varianten 20264.000 € brutto in netto4.000 Euro brutto ergeben in Steuerklasse I rund 2.606 Euro netto – mit allen Abzügen, Steuerklassen I bis VI und Bundesland-Varianten 2026UrlaubstageUrlaubsanspruch bei Vollzeit, Teilzeit, Eintritt oder Austritt berechnen und Resturlaub über verschiedene Arbeitsmodelle korrekt umrechnen.Weihnachtsgeld-Rechner (13. Gehalt netto)Weihnachtsgeld, 13. Gehalt und Einmalzahlungen netto berechnen und den realen Auszahlungsbetrag nach Steuer- und Sozialabzügen einordnen.Metall-Elektro-Tarif-RechnerMetall-Elektro-Tarif berechnen: ERA-Entgelttabelle für Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen mit Monatsbrutto, T-ZUG A und B, Transformationsgeld, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Jahresnetto.Minijob- & Midijob-RechnerMinijob-Rechner 2026: Verdienst einordnen, Minijob-Grenze von 603 Euro prüfen und die Abgaben im Midijob-Übergangsbereich bis 2.000 Euro schätzen.Firmenwagen-RechnerGeldwerten Vorteil aus dem Firmenwagen nach 1-, 0,5- oder 0,25-Prozent-Regelung berechnen – inkl. Fahrtkosten-Pauschalwert, Zuzahlung und Netto mit und ohne Dienstwagen.TeilzeitrechnerTeilzeitgehalt aus dem Vollzeitlohn berechnen: Netto, Netto-Differenz, anteiligen Urlaubsanspruch und prozentualen Arbeitszeit-Faktor ermitteln.AltersteilzeitrechnerAltersteilzeit-Gehalt berechnen: Bruttogehalt (50 %), Aufstockung nach AltTZG (20 % brutto) oder tariflicher Netto-Garantie und RV-Aufstockung ermitteln.

Weiternutzung

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  • Wasserfall-Diagramm zeigt die Abzüge bei Auszahlung von Überstunden: 550 Euro brutto werden durch Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge auf 299 Euro netto reduziert. Die Grenzbelastung liegt bei rund 46 Prozent.

    Überstunden auszahlen – Abzüge vom Brutto zum Netto

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           alt="Wasserfall-Diagramm zeigt die Abzüge bei Auszahlung von Überstunden: 550 Euro brutto werden durch Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge auf 299 Euro netto reduziert. Die Grenzbelastung liegt bei rund 46 Prozent."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/gehalt/ueberstunden-auszahlen-rechner">Überstunden auszahlen – Abzüge vom Brutto zum Netto auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/gehalt/ueberstunden-auszahlen-rechner
  • Balkendiagramm zeigt die Auszahlungsquote von 20 Überstunden à 22 Euro mit 25 Prozent Zuschlag in Steuerklasse I: Bei 2.000 Euro Monatsgehalt bleiben 58,4 Prozent der Überstundenvergütung netto, bei 3.000 Euro 55,7 Prozent, bei 3.500 Euro 54,4 Prozent und bei 5.000 Euro 50,4 Prozent.

    Grenzbelastung bei Überstundenauszahlung nach Gehaltsstufe

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           alt="Balkendiagramm zeigt die Auszahlungsquote von 20 Überstunden à 22 Euro mit 25 Prozent Zuschlag in Steuerklasse I: Bei 2.000 Euro Monatsgehalt bleiben 58,4 Prozent der Überstundenvergütung netto, bei 3.000 Euro 55,7 Prozent, bei 3.500 Euro 54,4 Prozent und bei 5.000 Euro 50,4 Prozent."
           width="760" height="370">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/gehalt/ueberstunden-auszahlen-rechner">Grenzbelastung bei Überstundenauszahlung nach Gehaltsstufe auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/gehalt/ueberstunden-auszahlen-rechner
  • Vergleichsdiagramm: Die Auszahlung von 20 Überstunden bringt bei 3.500 Euro Monatsgehalt in Steuerklasse I 299,12 Euro netto von 550 Euro brutto (Auszahlungsquote 54,4 Prozent), der Freizeitausgleich 2,5 freie Arbeitstage ohne zusätzliche Abzüge.

    Auszahlung vs. Freizeitausgleich – Überstunden im Vergleich

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           alt="Vergleichsdiagramm: Die Auszahlung von 20 Überstunden bringt bei 3.500 Euro Monatsgehalt in Steuerklasse I 299,12 Euro netto von 550 Euro brutto (Auszahlungsquote 54,4 Prozent), der Freizeitausgleich 2,5 freie Arbeitstage ohne zusätzliche Abzüge."
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/gehalt/ueberstunden-auszahlen-rechner">Auszahlung vs. Freizeitausgleich – Überstunden im Vergleich auf Rechner-Portal</a></p>

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Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Steuerberatung dar. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Finanzberater, Steuerberater oder Ihre Bank. Ergebnisse sind stets mit aktuellen Vertrags- und Produktdaten abzugleichen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Bundesministerium der Finanzen (BMF), BaFin

Stand: 2026-10-26

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Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
26. Oktober 2026
Fachbereich
Finanzen / Gehalt
Formeln basieren auf
Angewandte Finanzmathematik und dokumentierte Vergleichsszenarien
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