Überblick
Was ist der Überstunden-Auszahlungsrechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Überstunden-Auszahlungsrechner berechnet, wie viel netto auf dem Konto ankommt, wenn Überstunden ausgezahlt statt in Freizeit ausgeglichen werden. Er richtet sich an Arbeitnehmer, die vor der Entscheidung stehen, angesammelte Mehrarbeit vergüten zu lassen oder Freizeitausgleich zu nehmen.
Anders als ein einfacher Stundenrechner verwendet er die Differenzmethode: Er berechnet die Lohnabrechnung einmal ohne und einmal mit Überstundenvergütung und ermittelt aus der Differenz den exakten Grenzsteuersatz sowie die zusätzlichen Sozialabgaben auf den Mehrverdienst.
Als Orientierung: Bei 3.500 Euro Monatsgehalt, 20 Überstunden zu 22 Euro Stundenlohn und 25 Prozent Überstundenzuschlag ergibt sich eine Bruttovergütung von 550 Euro.
Davon bleiben nach Abzug von 131,25 Euro Lohnsteuer und 119,63 Euro Sozialabgaben genau 299,12 Euro netto — eine Auszahlungsquote von 54,4 Prozent. Fast die Hälfte der Überstundenvergütung geht an Fiskus und Sozialversicherung.
Parallel zeigt der Rechner den Freizeitausgleich: 20 Überstunden entsprechen 2,5 Arbeitstagen. Ob Auszahlung oder zeitlicher Ausgleich günstiger ist, hängt vom persönlichen Grenzsteuersatz und den individuellen Prioritäten ab.
Ein wichtiger Hinweis: Überstundenzuschläge sind — anders als Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge nach § 3b EStG — vollständig steuer- und sozialversicherungspflichtig.
Die Ergebnisse basieren auf dem Lohnsteuerabzugsverfahren und den Beitragssätzen 2026 des Bundesfinanzministeriums.