Überblick
Grenzkosten berechnen: Formel, Betriebsminimum und Betriebsoptimum
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Grenzkosten sind die zusätzlichen Gesamtkosten, die entstehen, wenn du ein Stück mehr herstellst. Sie beantworten die Frage, ob sich die nächste Einheit lohnt: Liegt der Verkaufspreis über den Grenzkosten, wächst der Gewinn mit jedem weiteren Stück, liegt er darunter, schrumpft er.
Fixkosten wie Miete oder Maschinenmiete spielen dabei keine Rolle, weil sie sich mit der Menge nicht ändern. Der Rechner kennt zwei Wege. Mit zwei Kostenpunkten rechnest du den Differenzenquotienten: Grenzkosten ≈ (K2 − K1) ÷ (x2 − x1).
Aus 10.000 € bei 1.000 Stück und 10.450 € bei 1.100 Stück folgen 4,50 € je Stück, während ein Stück im Durchschnitt 10,00 € kostet.
Mit einer Kostenfunktion K(x) = a·x³ + b·x² + c·x + d leitest du ab, K'(x) = 3a·x² + 2b·x + c, und erhältst zusätzlich Stückkosten, Betriebsminimum, Betriebsoptimum und die gewinnmaximale Menge.
Das Betriebsminimum ist die Menge mit den kleinsten variablen Stückkosten; der Wert dort ist die kurzfristige Preisuntergrenze.
Das Betriebsoptimum ist die Menge mit den kleinsten Stückkosten insgesamt, der Wert dort die langfristige Preisuntergrenze. Bei K(x) = 0,01·x³ − 0,6·x² + 15·x + 200 liegen sie bei 30 Stück mit 6,00 € und bei 37,22 Stück mit 11,89 €.
Der Rechner richtet sich an Studierende der BWL und VWL, an Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule und an Selbstständige, die einen Zusatzauftrag kalkulieren.