Überblick
Optimale Bestellmenge berechnen: Andler-Formel, Kostenkurve und Gebinde
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die optimale Bestellmenge ist die Stückzahl je Bestellung, bei der du im Jahr am wenigsten für Bestellen und Lagern zahlst. Bestellst du oft und wenig, häufen sich die Bestellkosten; bestellst du selten und viel, steigen Lagerkosten und gebundenes Kapital.
Die Andler-Formel findet den Punkt dazwischen: Bei 10.000 Stück Jahresbedarf, 50 € Bestellkosten, 5 € Einstandspreis und 20 Prozent Lagerhaltungskostensatz liegt er bei 1.000 Stück, also 10 Bestellungen im Jahr und 1.000 € Gesamtkosten.
Das macht sichtbar, was häufiges Bestellen in kleinen Mengen oder seltenes Bestellen in großen Mengen im Jahr wirklich kostet.
Der Rechner richtet sich an Einkäufer, Händler und Selbstständige mit planbarem Bedarf an Handelsware, Material oder Verbrauchsgütern.
Neben der Bestellmenge zeigt er, wie oft du bestellen musst, wie viele Arbeitstage zwischen zwei Bestellungen liegen und wie sich die Kosten aufteilen. Bestellst du nur in vollen Gebinden, rundet er die Menge auf und rechnet die Kosten neu.
Die Formel geht auf Ford W. Harris (1913) zurück; im deutschen Sprachraum heißt sie Andler-Formel (Andler, 1929). Sie beantwortet, wie viel du bestellst. Wann du bestellst, hängt von Lieferzeit und Verbrauch ab und gehört zum Meldebestand.