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Break-Even-Point berechnen: Gewinnschwelle ermitteln

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Kurzantwort

Break-Even-Point berechnen: Fixkosten, Verkaufspreis und variable Kosten eingeben — der Rechner ermittelt Deckungsbeitrag, Deckungsbeitragsquote, Break-Even-Menge und Break-Even-Umsatz.

Break-Even-Point berechnen: Fixkosten, Verkaufspreis und variable Kosten eingeben...

Kilian AchatzFachredaktion Finanzen
Geprüft: Review-Team Finanzen (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Break-Even-Point?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Was ist ein Break-Even-Point-Rechner? Er ermittelt die Gewinnschwelle eines Produkts oder einer Dienstleistung: die Absatzmenge, ab der die Erlöse die Gesamtkosten decken und das Unternehmen weder Gewinn noch Verlust macht. Dafür teilt er die monatlichen Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stück und gibt die Break-Even-Menge in Stück sowie den Break-Even-Umsatz in Euro aus.

Der Deckungsbeitrag pro Stück ist die Differenz aus Verkaufspreis und variablen Kosten — also der Betrag, den jedes verkaufte Stück zur Deckung der Fixkosten beiträgt.

Die Deckungsbeitragsquote setzt diesen Betrag ins Verhältnis zum Verkaufspreis und zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes für Fixkostendeckung und Gewinn verbleiben.

Richtwert: Bei 5.000 Euro Fixkosten, 50 Euro Verkaufspreis und 30 Euro variablen Kosten liegt der Break-Even-Point bei 250 Stück und 12.500 Euro Umsatz. Break-Even-Diagramm: Fixkosten, Gesamtkosten und Erlöse — Gewinnschwelle bei 250 Stück Der Rechner richtet sich an Gründer, Selbstständige und Produktmanager, die vor dem Markteintritt oder einer Preisanpassung wissen müssen, ab welcher Stückzahl ein Produkt profitabel wird.

Er verbindet die Deckungsbeitragsrechnung mit der Fixkostenanalyse zu einer belastbaren Mindestabsatzmenge.

Die Break-Even-Analyse gehört zu den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und wird in Businessplänen, Kreditanträgen und Investitionsentscheidungen regelmäßig verlangt.

Sie setzt voraus, dass die Fixkosten im betrachteten Zeitraum konstant bleiben und die variablen Kosten linear mit der Menge steigen — Annahmen, die für viele Geschäftsmodelle im relevanten Absatzbereich hinreichend genau sind.

Eingaben

Fixkosten, Verkaufspreis und variable Kosten eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die monatlichen Fixkosten in Euro, den Verkaufspreis pro Stück in Euro und die variablen Kosten pro Stück in Euro ein. Fixkosten sind alle Kosten, die unabhängig von der Absatzmenge anfallen: Miete, Gehälter, Versicherungen, Abschreibungen, Leasingraten.

Variable Kosten entstehen je produziertem oder verkauftem Stück: Materialeinsatz, Verpackung, Versandkosten, Provisionen. Trage beide Werte für denselben Zeitraum ein — typisch monatlich.

Der Verkaufspreis ist der Nettopreis ohne Umsatzsteuer, da die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten ist und die Gewinnschwelle nicht beeinflusst.

Achte darauf, dass die variablen Kosten alle stückbezogenen Kosten enthalten: Rohstoffe, Fertigungslohn, Verpackung, Versand, Zahlungsabwicklung und eventuelle Plattformgebühren.

Werden variable Kosten zu niedrig angesetzt, erscheint der Break-Even-Point früherer als er tatsächlich liegt.

Praxisfälle

Break-Even-Point nach Geschäftsmodell berechnen

Sechs Rechenbeispiele für typische Geschäftsmodelle mit unterschiedlicher Deckungsbeitragsquote — jede Zahl direkt mit dem Rechner oben nachvollziehbar.

  1. Break-Even-Point für einen Online-Shop: 250 Stück

    „Wie viele Stück muss ich verkaufen, um kostendeckend zu sein?“

    Eingabe
    Fixkosten 5.000 €, Verkaufspreis 50 €, variable Kosten 30 €
    Ergebnis
    Break-Even-Menge 250 Stück, Break-Even-Umsatz 12.500 € (Deckungsbeitrag 20 €, Quote 40 %)
  2. Break-Even-Analyse für ein Cafe: 1.731 Kaffees pro Monat

    „Wie viele Kaffees muss ich täglich verkaufen, um die Kosten zu decken?“

    Eingabe
    Fixkosten 4.500 €, Verkaufspreis 3,80 €, variable Kosten 1,20 €
    Ergebnis
    Break-Even-Menge 1.731 Tassen pro Monat, Break-Even-Umsatz 6.576,92 € — rund 70 Kaffees pro Tag bei 25 Öffnungstagen
  3. Gewinnschwelle für Freelancer: 38 abrechenbare Stunden

    „Ab wie vielen Stunden bin ich als Freelancer profitabel?“

    Eingabe
    Fixkosten 3.000 €, Verkaufspreis (Stundensatz) 80 €, variable Kosten 0 €
    Ergebnis
    Break-Even-Menge 38 Stunden pro Monat, Break-Even-Umsatz 3.000 €

    Stundensatz-Rechner

  4. Mindestaufträge für eine Schreinerei: 107 Aufträge

    „Wie viele Aufträge braucht ein Handwerksbetrieb im Monat?“

    Eingabe
    Fixkosten 8.000 €, Verkaufspreis 120 €, variable Kosten 45 €
    Ergebnis
    Break-Even-Menge 107 Aufträge, Break-Even-Umsatz 12.800 € (Deckungsbeitragsquote 62,5 %)
  5. Break-Even-Point im Einzelhandel bei niedriger Marge: 750 Stück

    „Warum brauche ich im Einzelhandel viel mehr Absatz als in der Beratung?“

    Eingabe
    Fixkosten 6.000 €, Verkaufspreis 25 €, variable Kosten 17 €
    Ergebnis
    Break-Even-Menge 750 Stück, Break-Even-Umsatz 18.750 € (Deckungsbeitragsquote nur 32 %)
  6. Break-Even-Point für ein SaaS-Abo: 341 Kunden

    „Wie viele Abo-Kunden braucht ein Software-Produkt zur Kostendeckung?“

    Eingabe
    Fixkosten 15.000 €, Verkaufspreis 49 €, variable Kosten 5 €
    Ergebnis
    Break-Even-Menge 341 Kunden, Break-Even-Umsatz 16.704,55 € (Deckungsbeitragsquote 89,8 %)

Berechnung

Break-Even-Point berechnen: Formel und Rechenweg

Verstehe den Formelweg.

Der Break-Even-Point berechnet sich aus der Formel: BEP = K_{fix} / (p - k_{var}), wobei K_{fix} die Fixkosten, p der Verkaufspreis und k_{var} die variablen Kosten pro Stück sind. Die Differenz p - k_{var} ist der Deckungsbeitrag (DB) pro Stück.

Die Deckungsbeitragsquote ergibt sich als DB / p · 100 Prozent, der Break-Even-Umsatz als K_{fix} / (DB / p). Rechenbeispiel: 5.000 Euro Fixkosten, 50 Euro Verkaufspreis, 30 Euro variable Kosten. DB = 50 - 30 = 20 Euro. BEP = 5.000 / 20 = 250 Stück.

DBQ = 20 / 50 = 40 Prozent. BEP-Umsatz = 5.000 / 0,40 = 12.500 Euro. Probe: 250 Stück · 50 Euro = 12.500 Euro Umsatz, 250 · 30 = 7.500 Euro variable Kosten, 12.500 - 7.500 - 5.000 = 0 Euro Gewinn.

Die Menge wird aufgerundet, weil ein halbes Stück nicht verkauft werden kann.

Bei ganzzahliger Aufrundung liegt der tatsächliche Gewinn am Break-Even-Point geringfügig über null — die Aufrundung stellt sicher, dass die Gewinnschwelle sicher überschritten ist.

Nachschlagen

Typische Deckungsbeitragsquoten nach Branche

Schnell nachschlagen – ohne selbst zu rechnen.

Richtwerte für die Deckungsbeitragsquote verschiedener Branchen — je höher die Quote, desto schneller wird die Gewinnschwelle erreicht.
BrancheDeckungsbeitragsquoteTypische Fixkosten/Monat
Software / SaaS80 – 90 %5.000 – 50.000 €
Beratung / Freelance70 – 90 %2.000 – 8.000 €
Gastronomie60 – 75 %4.000 – 15.000 €
Einzelhandel30 – 50 %3.000 – 12.000 €
Handwerk40 – 60 %5.000 – 20.000 €
Produktion / Fertigung20 – 40 %10.000 – 100.000 €
E-Commerce (physische Produkte)25 – 45 %2.000 – 10.000 €
Lebensmittelproduktion15 – 35 %8.000 – 40.000 €

Richtwerte aus betriebswirtschaftlicher Fachliteratur zur Deckungsbeitragsrechnung (siehe Quellen, IHK/BWL-Lexikon); tatsächliche Werte schwanken je Unternehmen und Preisstrategie.

Expertenmodus

Häufige Fragen zum Break-Even-Point

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist der Break-Even-Point?

Der Break-Even-Point, auf Deutsch die Gewinnschwelle, ist die Absatzmenge, bei der die Erlöse genau die Gesamtkosten decken — das Unternehmen macht weder Gewinn noch Verlust.

Jedes darüber hinaus verkaufte Stück erzielt Gewinn in Höhe des Deckungsbeitrags pro Stück. Bei 5.000 Euro Fixkosten, 50 Euro Verkaufspreis und 30 Euro variablen Kosten liegt die Gewinnschwelle bei 250 Stück und 12.500 Euro Umsatz.

In der Betriebswirtschaftslehre trennt der Break-Even-Point den Verlustbereich vom Gewinnbereich und ist eine Grundkennzahl für Businesspläne, Kreditanträge und Investitionsentscheidungen.

Ohne diese Kennzahl lässt sich vor einem Markteintritt oder einer Preisanpassung kaum seriös abschätzen, ob ein Geschäftsmodell bei realistischer Absatzmenge überhaupt tragfähig ist.

Für Gründer gehört die Berechnung deshalb zu den ersten Schritten der Finanzplanung.

Wie berechnet man den Break-Even-Point?

Die Formel lautet: Break-Even-Menge gleich Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitrag pro Stück, wobei der Deckungsbeitrag der Verkaufspreis minus die variablen Kosten ist.

Bei 5.000 Euro Fixkosten, 50 Euro Verkaufspreis und 30 Euro variablen Kosten ergibt sich: 5.000 geteilt durch (50 minus 30) gleich 250 Stück. Der Break-Even-Umsatz beträgt dann 250 mal 50 gleich 12.500 Euro.

Die Menge wird im Rechner stets aufgerundet, weil ein halbes Stück nicht verkauft werden kann — bei einem rechnerischen Ergebnis von 249,3 Stück zeigt der Rechner deshalb 250 Stück an.

Ohne diese Aufrundung wäre die Fixkostendeckung am errechneten Wert noch nicht ganz erreicht, das Unternehmen macht dort nämlich noch einen kleinen Verlust.

Prüfe die drei Eingaben deshalb immer für denselben Abrechnungszeitraum, in der Regel einen Monat.

Wie berechnet man den Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag pro Stück ist die Differenz aus Verkaufspreis und variablen Kosten: Deckungsbeitrag gleich Verkaufspreis minus variable Kosten pro Stück.

Bei 50 Euro Verkaufspreis und 30 Euro variablen Kosten beträgt der Deckungsbeitrag 20 Euro — dieser Betrag steht nach Abzug der stückbezogenen Kosten für die Deckung der Fixkosten und später für Gewinn zur Verfügung.

Die Deckungsbeitragsquote setzt diesen Wert zusätzlich ins Verhältnis zum Verkaufspreis: 20 Euro geteilt durch 50 Euro mal 100 ergibt 40 Prozent.

Erst wenn die Summe aller verkauften Deckungsbeiträge die Fixkosten übersteigt, entsteht tatsächlich Gewinn — ein einzelner hoher Deckungsbeitrag pro Stück allein sagt noch nichts über die Profitabilität des Gesamtgeschäfts aus, solange die Stückzahl nicht ausreicht.

Nutze den Rechner deshalb immer zusammen mit einer realistischen Absatzplanung.

Wie hoch sollte die Deckungsbeitragsquote sein?

Eine pauschale Zielquote gibt es nicht, weil sie stark von der Branche abhängt: Software und Beratung erreichen häufig 70 bis 90 Prozent, Gastronomie liegt typischerweise bei 60 bis 75 Prozent, während Einzelhandel und Produktion oft nur 20 bis 50 Prozent schaffen, weil hohe Materialkosten den Deckungsbeitrag pro Stück verringern.

Im Rechner zeigt eine Quote von 40 Prozent, wie bei 50 Euro Verkaufspreis und 30 Euro variablen Kosten, dass 40 Cent jedes umgesetzten Euro für Fixkostendeckung und Gewinn verbleiben.

Je niedriger die Quote, desto mehr Umsatz ist nötig, um dieselben Fixkosten zu decken — bei nur 20 Prozent Quote braucht es doppelt so viel Umsatz wie bei 40 Prozent für denselben Fixkostenbetrag.

Vergleiche deine eigene Quote deshalb immer mit Betrieben derselben Branche und nicht branchenübergreifend, sonst wirkt eine an sich solide Quote fälschlich zu niedrig.

Was zählt zu den Fixkosten – sind Personalkosten und Strom fix oder variabel?

Fixkosten sind mengenunabhängige Kosten, die unabhängig davon anfallen, ob das Unternehmen ein Stück oder tausend Stück verkauft: Miete, Gehälter fest angestellter Mitarbeiter, Versicherungsprämien, Abschreibungen und Leasingraten gehören dazu.

Personalkosten fest angestellter Mitarbeiter zählen zu den Fixkosten, solange die Arbeitszeit nicht direkt an die Produktionsmenge gekoppelt ist; auch Grundgebühren für Strom und Telefon sind fix.

Verbrauchsabhängiger Strom für Maschinen dagegen ist ein variabler Kostenbestandteil, weil er mit der Produktionsmenge steigt und deshalb nicht in die Fixkosten gehört.

Im Rechner tragen Sie die Summe aller mengenunabhängigen Kosten für denselben Zeitraum ein wie Verkaufspreis und variable Kosten — typisch pro Monat.

Wer versehentlich das gesamte Betriebsbudget statt nur der reinen Fixkosten einträgt, überschätzt die Gewinnschwelle erheblich und plant zu vorsichtig.

Was zählt zu den variablen Kosten?

Variable Kosten ändern sich mit der produzierten oder verkauften Menge: Materialeinsatz, Verpackung, Versandkosten, Provisionen, Zahlungsabwicklungsgebühren und Plattformgebühren gehören dazu.

Je verkauftem Stück bleiben sie in der Regel konstant — bei 30 Euro variablen Kosten pro Stück fallen für 100 Stück exakt 3.000 Euro an, für 200 Stück bereits 6.000 Euro.

Im Rechner tragen Sie die variablen Kosten pro Stück ein, nicht die Gesamtsumme für den Monat.

Achten Sie darauf, alle stückbezogenen Kosten vollständig zu erfassen: Werden Versandkosten oder Zahlungsgebühren vergessen, fällt der berechnete Deckungsbeitrag künstlich zu hoch aus und der Break-Even-Point erscheint niedriger, als er tatsächlich liegt.

Prüfe deshalb jede Kostenposition einzeln, bevor du den Durchschnittswert pro Stück einträgst, besonders bei mehreren Lieferanten mit unterschiedlichen Konditionen.

Soll ich den Brutto- oder Nettopreis eingeben?

Tragen Sie immer den Nettoverkaufspreis ohne Umsatzsteuer ein, denn die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten und gehört nicht zum Erlös des Unternehmens. Bei 50 Euro brutto und 19 Prozent Umsatzsteuer beträgt der Nettopreis nur 42,02 Euro.

Mit gleichbleibenden 30 Euro variablen Kosten sinkt der Deckungsbeitrag dadurch von 20 auf 12,02 Euro, und die Break-Even-Menge steigt von 250 auf 416 Stück — ein Anstieg um rund 66 Prozent gegenüber der Rechnung mit dem Bruttopreis.

Wer versehentlich den Bruttopreis einsetzt, unterschätzt die nötige Absatzmenge also drastisch und plant zu optimistisch.

Die variablen Kosten tragen Sie ebenfalls netto ein, sofern das Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist; nur bei Kleinunternehmern nach § 19 UStG, die keine Vorsteuer abziehen dürfen, werden konsequent Bruttowerte verwendet.

Wie berechnet man den Break-Even-Umsatz?

Der Break-Even-Umsatz ist der Erlös in Euro an der Gewinnschwelle: Break-Even-Umsatz gleich Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitragsquote.

Bei 5.000 Euro Fixkosten und 40 Prozent Deckungsbeitragsquote beträgt der Break-Even-Umsatz 5.000 geteilt durch 0,40 gleich 12.500 Euro — identisch mit dem Ergebnis aus 250 Stück mal 50 Euro Verkaufspreis.

Der Break-Even-Umsatz ist besonders nützlich, wenn ein Unternehmen mehrere Produkte mit unterschiedlichen Preisen und Deckungsbeiträgen verkauft und die Gewinnschwelle nicht sinnvoll in einer einzigen Stückzahl ausgedrückt werden kann, etwa in einem Cafe mit Kaffee und Kuchen.

Ohne den Break-Even-Umsatz lässt sich bei gemischten Sortimenten kaum abschätzen, wie weit der aktuelle Monatsumsatz noch von der vollständigen Kostendeckung entfernt ist.

Vergleiche den Wert monatlich mit den tatsächlichen Umsatzzahlen aus der Buchhaltung.

Kann der Break-Even-Point auch für Freelancer und Dienstleistungen berechnet werden?

Ja. Für Dienstleistungen ohne stückbezogene Kosten setzen Sie die variablen Kosten auf null oder auf einen geringen Betrag für Arbeitsmaterial. Der Break-Even-Point entspricht dann der Anzahl Aufträge oder Stunden, deren Umsatz die Fixkosten deckt.

Für einen Freelancer mit 80 Euro Stundensatz, 3.000 Euro monatlichen Fixkosten und ohne variable Kosten ergibt sich ein Break-Even von 38 abrechenbaren Stunden im Monat — bei 20 Arbeitstagen also knapp zwei Stunden täglich.

Wichtig ist dabei: Nur tatsächlich abrechenbare, an Kunden fakturierte Stunden zählen, nicht die gesamte Arbeitszeit inklusive Akquise, Buchhaltung und Weiterbildung, die typischerweise ebenfalls anfällt.

Den passenden Stundensatz für die eigene Kalkulation ermittelt der Stundensatz-Rechner, der Fixkosten und Zielgewinn auf abrechenbare Stunden umlegt.

Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag 1 (DB1) und Deckungsbeitrag 2 (DB2)?

Der Deckungsbeitrag, den dieser Rechner ausweist, entspricht dem klassischen DB1: Verkaufspreis minus variable Kosten pro Stück, bei 50 Euro Verkaufspreis und 30 Euro variablen Kosten also 20 Euro.

Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung zieht davon zusätzlich produktfixe Kosten ab, die nur einem einzelnen Produkt zurechenbar sind, etwa eine Produktlinienwerbung oder eine speziell angeschaffte Maschine — das Ergebnis dieser zweiten Stufe heißt DB2.

Dieser Rechner arbeitet bewusst mit einem einfachen Ein-Produkt-Modell und rechnet alle Fixkosten pauschal gegen den DB1, weshalb er keine produktfixen Kosten separat ausweist.

Wer mehrere Produktlinien mit eigenen, klar zurechenbaren Fixkostenblöcken vergleichen will, muss die DB2-Stufe manuell ergänzen, bevor die hier berechnete Break-Even-Menge auf einzelne Produktlinien übertragen wird — sonst verzerrt die pauschale Fixkostenverteilung das Ergebnis.

Hinweise

Deckungsbeitrag erhöhen und Gewinnschwelle senken

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Der wichtigste Hebel für den Break-Even-Point ist der Deckungsbeitrag pro Stück: Jeder Euro mehr Verkaufspreis oder weniger variable Kosten senkt die Gewinnschwelle überproportional. Berechne mehrere Szenarien — Preisanpassung plus fünf Prozent, Materialkostensenkung minus zehn Prozent — und vergleiche die Break-Even-Mengen.

Für Dienstleistungen ohne stückbezogene Kosten setze die variablen Kosten auf null: Der Break-Even-Point entspricht dann der Anzahl Aufträge, deren Umsatz die Fixkosten deckt.

Für Freelancer mit einem Stundensatz von 80 Euro und 3.000 Euro Fixkosten ergibt sich ein Break-Even von 37,5 — also 38 abrechenbare Stunden im Monat. Den passenden Stundensatz kalkulierst du mit dem Stundensatz-Rechner.

Bei mehreren Produkten berechne den Break-Even für jedes Produkt einzeln und prüfe, ob das Sortiment insgesamt die Fixkosten deckt.

Ein Produkt mit negativem Deckungsbeitrag verschiebt den Break-Even-Point der anderen Produkte nach oben und kann das Gesamtergebnis ins Minus ziehen. Den Gesamtgewinn aus dem Produktmix berechnet der Gewinn-Rechner. Deckungsbeitrag und Break-Even: Wirkung einer Preiserhöhung von 50 auf 55 Euro

Anwendung

Break-Even-Point Beispiel: Cafe, Onlineshop und Freelancer

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Sarah eröffnet ein Cafe und will wissen, wie viele Kaffees sie pro Monat verkaufen muss, um die Kosten zu decken.

Ihre monatlichen Fixkosten: 2.400 Euro Miete, 1.800 Euro Personalkosten, 300 Euro Versicherungen und Abschreibungen — zusammen 4.500 Euro.

Ein Kaffee kostet 3,80 Euro netto, die variablen Kosten (Bohnen, Milch, Becher, Wasser, Strom) betragen 1,20 Euro pro Tasse. Eingaben im Rechner: 4.500 Euro Fixkosten, 3,80 Euro Verkaufspreis, 1,20 Euro variable Kosten.

Ergebnis: Deckungsbeitrag 2,60 Euro, Deckungsbeitragsquote 68,4 Prozent, Break-Even-Menge 1.731 Kaffees pro Monat, Break-Even-Umsatz 6.576,92 Euro. Bei 25 Öffnungstagen sind das 70 Kaffees am Tag.

Sarah überlegt, ob sie zusätzlich Kuchen anbieten soll. Ein Stück Kuchen kostet 4,50 Euro netto bei 1,80 Euro variablen Kosten. Sie rechnet den Break-Even für Kuchen separat: Bei denselben 4.500 Euro Fixkosten wären 1.667 Stück nötig.

In der Praxis teilt sie die Fixkosten nach erwartetem Umsatzanteil auf: 80 Prozent Kaffee (3.600 Euro Fixkosten, Break-Even 1.385 Kaffees) und 20 Prozent Kuchen (900 Euro Fixkosten, Break-Even 334 Stück).

So ergibt sich ein realistisches Tagesziel von 56 Kaffees und 14 Kuchenstücken.

Fallstricke

Häufige Fehler bei der Break-Even-Analyse

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Fixkosten und Gesamtkosten. Fixkosten sind nur der mengenunabhängige Anteil — Miete, Gehälter, Versicherungen.

Wer das Gesamtbudget einträgt, überschätzt die Gewinnschwelle erheblich. Umgekehrt werden häufig variable Kosten vergessen: Verpackung, Versandkosten und Zahlungsgebühren sind variable Kosten, die den Deckungsbeitrag verringern.

Zweiter Fehler: Den Bruttoverkaufspreis statt des Nettopreises eintragen. Die Umsatzsteuer gehört nicht zum Erlos, weil sie an das Finanzamt abgeführt wird.

Bei 50 Euro brutto und 19 Prozent Umsatzsteuer beträgt der Nettopreis nur 42,02 Euro — bei gleichbleibenden 30 Euro variablen Kosten sinkt der Deckungsbeitrag von 20 auf 12,02 Euro und die Break-Even-Menge steigt von 250 auf 416 Stück, ein Anstieg um rund 66 Prozent.

Dritter Fehler: Die Break-Even-Menge als Absatzziel verwenden. Am Break-Even-Point ist der Gewinn null — das Unternehmen verdient noch kein Geld. Der Break-Even ist die Untergrenze, nicht das Ziel.

Ein sinnvolles Absatzziel liegt deutlich über der Gewinnschwelle und beinhaltet eine Sicherheitsmarge für Nachfrageschwankungen und unvorhergesehene Kosten.

Nächster Schritt

Break-Even-Point und Deckungsbeitrag im Überblick

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Break-Even-Point-Rechner ermittelt die Gewinnschwelle aus Fixkosten, Verkaufspreis und variablen Kosten und gibt die Mindestabsatzmenge in Stück sowie den Break-Even-Umsatz in Euro aus.

Er zeigt zusätzlich den Deckungsbeitrag pro Stück und die Deckungsbeitragsquote als Kennzahlen für die Preiskalkulation. Den Gesamtgewinn nach Überschreiten der Gewinnschwelle berechnet der Gewinn-Rechner. Die Rohgewinn-Marge einzelner Produkte prüft der Rohgewinn-Rechner.

Für Freelancer und Dienstleister kalkuliert der Stundensatz-Rechner den Stundenpreis aus Fixkosten und Zielgewinn.

Die hier berechnete Gewinnschwelle gilt unter der Annahme konstanter Fixkosten und linearer variabler Kosten — bei Skaleneffekten, Mengenrabatten oder Staffelpreisen weicht der tatsächliche Break-Even ab.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Break-Even-Menge: 250 Stück, Break-Even-Umsatz: 12.500 Euro

Online-Shop: Gewinnschwelle für ein Produkt

Fixkosten pro Monat
5000
Verkaufspreis pro Stück
50
Variable Kosten pro Stück
30

Beispiel 2 · Mittel · Break-Even-Menge: 1.731 Stück, Break-Even-Umsatz: 6.576,92 Euro

Cafe: Break-Even für Kaffeeverkauf

Fixkosten pro Monat
4500
Verkaufspreis pro Stück
3,80
Variable Kosten pro Stück
1,20

Beispiel 3 · Komplex · Break-Even-Menge: 107 Stück, Break-Even-Umsatz: 12.800 Euro

Handwerk: Mindestaufträge für Schreinerei

Fixkosten pro Monat
8000
Verkaufspreis pro Stück
120
Variable Kosten pro Stück
45

Beispiel 4 · Komplex · Break-Even-Menge: 40 Stück, Break-Even-Umsatz: 3.200 Euro

Freelancer: Break-Even bei niedrigen variablen Kosten

Fixkosten pro Monat
3000
Verkaufspreis pro Stück
80
Variable Kosten pro Stück
5

Beispiel 5 · Komplex · Break-Even-Menge: 750 Stück, Break-Even-Umsatz: 18.750 Euro

Einzelhandel: hoher Absatz bei niedriger Marge

Fixkosten pro Monat
6000
Verkaufspreis pro Stück
25
Variable Kosten pro Stück
17

Beispiel 6 · Komplex · Break-Even-Menge: 341 Stück, Break-Even-Umsatz: 16.704,55 Euro

SaaS: Break-Even bei hoher Deckungsbeitragsquote

Fixkosten pro Monat
15000
Verkaufspreis pro Stück
49
Variable Kosten pro Stück
5

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Break-Even-Diagramm zeigt Fixkosten bei 5.000 Euro als horizontale Linie, steigende Gesamtkosten von 5.000 auf 20.000 Euro und steigende Erlöse von 0 auf 25.000 Euro. Der Schnittpunkt bei 250 Stück und 12.500 Euro Umsatz markiert die Gewinnschwelle. Links davon die rot schraffierte Verlustzone, rechts die grün schraffierte Gewinnzone.

    Break-Even-Analyse: Gewinnschwelle bei 250 Stück

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           alt="Break-Even-Diagramm zeigt Fixkosten bei 5.000 Euro als horizontale Linie, steigende Gesamtkosten von 5.000 auf 20.000 Euro und steigende Erlöse von 0 auf 25.000 Euro. Der Schnittpunkt bei 250 Stück und 12.500 Euro Umsatz markiert die Gewinnschwelle. Links davon die rot schraffierte Verlustzone, rechts die grün schraffierte Gewinnzone."
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/break-even-point-rechner">Break-Even-Analyse: Gewinnschwelle bei 250 Stück auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/break-even-point-rechner
  • Vergleich zweier Szenarien: Bei 50 Euro Verkaufspreis beträgt der Deckungsbeitrag 20 Euro und der Break-Even-Point liegt bei 250 Stück. Bei 55 Euro Verkaufspreis steigt der Deckungsbeitrag auf 25 Euro und der Break-Even-Point sinkt auf 200 Stück. Eine Preiserhöhung um 10 Prozent senkt die Gewinnschwelle um 20 Prozent.

    Wirkung einer Preiserhöhung auf den Break-Even-Point

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    <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/break-even-point-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/finanzen/break-even-preiserhoehung.svg"
           alt="Vergleich zweier Szenarien: Bei 50 Euro Verkaufspreis beträgt der Deckungsbeitrag 20 Euro und der Break-Even-Point liegt bei 250 Stück. Bei 55 Euro Verkaufspreis steigt der Deckungsbeitrag auf 25 Euro und der Break-Even-Point sinkt auf 200 Stück. Eine Preiserhöhung um 10 Prozent senkt die Gewinnschwelle um 20 Prozent."
           width="760" height="370">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/break-even-point-rechner">Wirkung einer Preiserhöhung auf den Break-Even-Point auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/break-even-point-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Break-Even-Analyse basiert auf einem Ein-Produkt-Modell mit linearem Kostenverlauf und ersetzt keine betriebswirtschaftliche Beratung.

Quelle: Eigenberechnung nach betriebswirtschaftlicher Deckungsbeitragsrechnung (Ein-Produkt-Modell)

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Finanzen / Selbstständigkeit
Formeln basieren auf
Break-Even-Menge = Fixkosten / Deckungsbeitrag pro Stück; Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − variable Kosten
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Break-Even-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/break-even-point-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Break-Even-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/break-even-point-rechner

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