Überblick
Was ist der Grundsicherung-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Ob du im Alter oder bei dauerhafter Erwerbsminderung Anspruch auf Grundsicherung hast, schätzt der Grundsicherung-Rechner nach SGB XII ab. Die Kernfrage: Reicht mein Einkommen, oder muss der Staat den Lebensunterhalt aufstocken?
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine Sozialleistung nach §§ 41 bis 46b SGB XII für Menschen ab 65 Jahren oder dauerhaft voll erwerbsgeminderte Personen.
Sie umfasst den Regelbedarf nach § 28 SGB XII (2026: 563 Euro für Alleinstehende, Nullrunde), die angemessenen Kosten der Unterkunft und gegebenenfalls Mehrbedarfe.
Anders als beim Grundsicherungsgeld (bis Juni 2026: Bürgergeld, SGB II) gibt es keine Pflicht zur Arbeitsuche. Seit dem 1.
Juli 2026 heißt das Bürgergeld offiziell Grundsicherungsgeld — verwechsle es nicht mit der Grundsicherung im Alter nach SGB XII, die dieser Rechner berechnet.
Der Rechner ermittelt Regelbedarf, Gesamtbedarf mit Wohnkosten, anrechenbares Einkommen mit Freibeträgen und den geschätzten Anspruch. Er richtet sich an Rentner:innen und Menschen mit Erwerbsminderung, die ihren Anspruch einschätzen wollen.
Verbindlich ist der Bescheid des Sozialhilfeträgers.
Die Abgrenzung zum Grundsicherungsgeld verläuft nicht über die Bedürftigkeit, sondern über die Erwerbsfähigkeit: Wer unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes noch mindestens drei Stunden täglich arbeiten kann, fällt nach § 8 SGB II ins Grundsicherungsgeld und damit zum Jobcenter.
Erst darunter – oder ab der Regelaltersgrenze – greift die Grundsicherung nach dem SGB XII, für die das Sozialamt zuständig ist. Diese Weiche stellt der Rechner nicht selbst; er unterstellt, dass du zum berechtigten Personenkreis gehörst.
Prüfe deshalb zuerst, welche der beiden Leistungen deine ist, bevor du die Zahlen deutest.