Überblick
Stichprobengröße berechnen: Umfrage, Mittelwert und Zwei-Gruppen-Vergleich
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die Stichprobengröße ist die Zahl der gültigen Beobachtungen, die du vor einer Erhebung einplanst, damit das Ergebnis eine vorher festgelegte Genauigkeit erreicht. Der Rechner beantwortet drei Planungsfragen: Wie viele Personen muss eine Umfrage befragen, damit ein Anteil auf wenige Prozentpunkte genau feststeht?
Wie viele Messwerte braucht ein Mittelwert bei bekannter Streuung für eine Genauigkeit von zwei Einheiten? Und wie viele Beobachtungen je Gruppe braucht ein Test, damit er einen erwarteten Unterschied mit 80 % Teststärke entdeckt (Poweranalyse)?
Das Ergebnis hängt von drei Stellschrauben ab: der gewünschten Sicherheit, der tolerierten Fehlermarge und der Streuung im Merkmal.
Die bekannteste Antwort lautet 385: Bei 95 % Konfidenzniveau, einer Fehlermarge von ±5 Prozentpunkten und einem erwarteten Anteil von 50 % genügen 385 gültige Antworten, praktisch unabhängig davon, ob die Grundgesamtheit 100.000 Personen (dann 383) oder Millionen umfasst.
Ist sie klein, etwa 1.000 Beschäftigte, sinkt der Bedarf durch die Endlichkeitskorrektur auf 278. Für den Vergleich zweier Gruppen mit mittlerer Effektstärke d = 0,5 sind es 63 je Gruppe, zusammen 126.
Zusätzlich nennt der Rechner die Brutto-Stichprobe bei erwartetem Ausfall und eine Tabelle, die zeigt, wie stark Fehlermarge und Sicherheit den Aufwand treiben. Er plant die Menge der Beobachtungen, nicht die Qualität der Erhebung.
Die Zahlen gelten für eine einfache Zufallsstichprobe, bei der jede Person der Grundgesamtheit dieselbe Chance hat, gezogen zu werden. Konfidenzniveau, Fehlermarge und Streuung legst du deshalb vor dem ersten Fragebogen fest und nicht danach.
Wer schon Daten hat und daraus ein Intervall bilden will, nutzt den Konfidenzintervall-Rechner.