Überblick
Was berechnet der Freiheitsgrade-Rechner in der Statistik?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Freiheitsgrade (englisch degrees of freedom, kurz df) geben in der Statistik an, wie viele Werte einer Berechnung frei variieren dürfen, nachdem Schätzungen aus denselben Daten feststehen. Wer den Mittelwert aus 11 Messwerten schätzt, hat nur noch 10 frei wählbare Abweichungen, denn die elfte ist durch die Summe festgelegt.
Der Freiheitsgrade-Rechner bestimmt df für neun Verfahren und nennt dazu den kritischen Wert der passenden Verteilung.
Im Standardfall, einem Ein-Stichproben-t-Test mit n = 11, sind es df = 10 und ein kritischer t-Wert von 2,228 bei α = 5 % zweiseitig. Welche Formel gilt, hängt vom Test ab.
Beim t-Test zählt n − 1, beim Zwei-Stichproben-Test mit gleichen Varianzen n₁ + n₂ − 2, beim Welch-Test eine Näherung, die selten eine ganze Zahl ergibt: Mit s₁ = 2, n₁ = 10 und s₂ = 4, n₂ = 15 sind es 21,72.
Eine 3 × 4-Kontingenztafel hat 6, eine ANOVA mit 3 Gruppen und N = 30 hat 2 und 27, eine Regression mit n = 30 und 2 Prädiktoren hat 27 Freiheitsgrade.
Der kritische Wert ist die Schwelle, die die Prüfgröße deines Tests übersteigen muss, damit er bei α ablehnt.
Der Rechner richtet sich an alle, die einen Test mit Software, Taschenrechner oder Tabelle auswerten und die Freiheitsgrade selbst bestimmen oder nachprüfen müssen.
Er rechnet nur Statistik: Die Freiheitsgrade der Mechanik, also die Bewegungsmöglichkeiten eines Körpers, sind ein anderes Thema.