Überblick
Was prüft der Benford-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Das Benfordsche Gesetz beschreibt, wie oft die Ziffern 1 bis 9 am Anfang von Zahlen stehen, wenn diese Zahlen viele Größenordnungen überspannen: Die 1 steht bei 30,1 % aller Zahlen vorn, die 2 bei 17,6 %, die 9 nur bei 4,6 %, nach der Formel P(d) = log₁₀(1 + 1/d). Der Benford-Rechner vergleicht die führenden Ziffern deiner eigenen Zahlenliste mit dieser Sollverteilung und zeigt Anzahl, Ist- und Sollanteil, den χ²-Test, die mittlere absolute Abweichung (MAD) und ein Urteil.
Mit den 150 vorbelegten Beträgen ergibt sich χ² = 6,72 bei df = 8 (kritisch 15,507, p = 0,5667): Die Ziffern widersprechen Benford nicht. Simon Newcomb schlug das Gesetz früh vor, der Physiker Frank Benford prüfte es 1938 an vielen Datensätzen.
Nützlich ist das, weil Rechnungsbeträge, Einwohnerzahlen oder Börsenwerte der Verteilung oft nahe kommen, frei erfundene oder gehäuft knapp unter einer Grenze liegende Beträge dagegen nicht.
Bei 150 Beträgen, von denen 70 knapp unter 100 liegen, sind es χ² = 669,14, weil die 9 fast jede zweite erste Ziffer stellt.
Eine Abweichung ist aber nur ein Indiz zum Nachprüfen und kein Beweis für Betrug, denn auch Preise mit Schwellen oder kleiner Streuung weichen ab.
Der Rechner richtet sich an Prüfende, Controlling, Studierende und alle mit einer Zahlenspalte aus Excel. Er prüft die erste Ziffer, die zweite Ziffer oder die ersten zwei Ziffern.