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Überhangmandate-Rechner: Überhang, Ausgleich und Bundestagsgröße

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Kurzantwort

Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei mehr Direktmandate gewinnt als ihr nach dem Zweitstimmenanteil proportional zustehen. Unter dem alten Wahlrecht (bis 2021) führten sie zu Ausgleichsmandaten und einer Vergrößerung des Bundestags. Das neue BWahlG 2023 beseitigt Überhangmandate durch die Zweitstimmendeckung: Direktmandate, die den proportionalen Anspruch übersteigen, werden nicht besetzt. Dieser Rechner modelliert beide Systeme bundesweit in einem Schritt; die reale Sitzzuteilung läuft zusätzlich über die 16 Bundesländer, sodass einzelne Landesbesonderheiten hier vereinfacht sind.

Berechnet Überhangmandate, Ausgleichsmandate und Bundestagsgröße nach altem und neuem...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was sind Überhangmandate?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie stark wächst der Bundestag, wenn eine Partei mehr Wahlkreise gewinnt als ihr nach dem Zweitstimmenanteil zustehen? Der Überhangmandate-Rechner beantwortet genau diese Frage — für das alte Wahlrecht mit Ausgleichsmandaten und für das neue BWahlG 2023 mit Zweitstimmendeckung.

Überhangmandate entstehen im personalisierten Verhältniswahlrecht, wenn eine Partei in den Wahlkreisen mehr Direktmandate (Erststimme) gewinnt, als ihr nach dem Zweitstimmenanteil proportional zustehen.

Unter dem alten Recht behielt die Partei alle Direktmandate, und die übrigen Parteien erhielten Ausgleichsmandate, bis die Proportionalität wiederhergestellt war — der Bundestag wuchs dabei regelmäßig über die gesetzliche Regelgröße hinaus.

2021 saßen 736 statt 598 Abgeordnete im Plenum. Das BWahlG 2023 beseitigte diesen Mechanismus grundlegend: Überzählige Direktmandate werden nicht mehr besetzt (Zweitstimmendeckung), und der Bundestag bleibt bei der Regelgröße.

Der Rechner modelliert beide Systeme nebeneinander.

Du gibst Parteien mit Direktmandaten und Zweitstimmenanteil ein, und er verteilt die Sitze nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren, ermittelt den Überhang je Partei und zeigt die resultierende Bundestagsgröße.

So wird sichtbar, warum dasselbe Wahlergebnis unter altem Recht einen 695-Sitze-Bundestag erzeugt, unter neuem Recht aber bei 630 Sitzen bleibt. Die proportionale Grundverteilung, auf der der Überhang aufbaut, erklärt der Sitzverteilungsrechner im Detail.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Drei Eingaben bestimmen das Ergebnis. Das Wahlrecht-Feld schaltet zwischen altem Recht (Überhang mit Ausgleich) und neuem Recht 2023 (Zweitstimmendeckung) um.

Die Wahl dieses Modus verändert nicht die Berechnung der proportionalen Sitze, sondern ausschließlich den Umgang mit dem Überhang: Im alten Modus werden zusätzliche Sitze vergeben, im neuen bleiben überzählige Direktmandate unbesetzt.

Die Regelgröße des Bundestags ist auf 630 Sitze voreingestellt und gibt die Gesamtzahl der zu verteilenden Mandate vor. Aktuell liegt die gesetzliche Regelgröße bei 630, vor der Reform 2020 waren es 598.

Für historische Szenarien oder hypothetische Parlamentsgrößen kannst du den Wert frei anpassen. Die Parteientabelle nimmt je Partei drei Werte auf: Name, Direktmandate und Zweitstimmenanteil in Prozent.

Die Summe der Direktmandate sollte 299 betragen (die Hälfte der Wahlkreismandate), ist aber nicht erzwungen, damit du auch Teilszenarien oder Landtage modellieren kannst.

Die Zweitstimmenanteile sollten sich auf rund 100 Prozent addieren; weichen sie erheblich ab, verzerrt das die proportionale Verteilung.

Der Rechner startet mit sechs Parteien: CDU/CSU (195 Direkt, 28 %), SPD (85, 25 %), Grüne (15, 18 %), AfD (3, 15 %), FDP (1, 10 %) und Sonstige (0, 4 %) — ein plausibles Szenario mit deutlichem Überhang für die CDU/CSU, das du als Ausgangspunkt überschreibst.

Praxisfälle

Typische Rechenbeispiele zu Überhangmandaten

Sechs Fälle aus echten Suchanfragen, jeweils mit dem im Rechner nachgerechneten Ergebnis.

  1. Zweitstimmendeckung 2025: 19 Direktmandate bleiben unbesetzt

    „Wie wirkt sich die Zweitstimmendeckung auf die stärkste Partei aus?“

    Eingabe
    Wahlrecht „Neues Recht 2023“, Regelgröße 630 Sitze, Standardszenario (CDU/CSU 195 Direkt / 28 %, fünf weitere Parteien)
    Ergebnis
    CDU/CSU erhält nur 176 statt 195 Sitze, 19 Wahlkreissieger ziehen nicht ein, der Bundestag bleibt bei 630 Sitzen.
  2. Altes Recht: 19 Überhangmandate erzeugen 46 Ausgleichsmandate

    „Wie stark wächst der Bundestag durch Ausgleichsmandate?“

    Eingabe
    Wahlrecht „Altes Recht“, Regelgröße 630 Sitze, Standardszenario
    Ergebnis
    Der Bundestag wächst von 630 auf 695 Sitze (+10,3 %), 46 Ausgleichsmandate für die übrigen Parteien.
  3. Regelgröße 598: Derselbe Überhang, mehr Ausgleich

    „Wie verändert die frühere Regelgröße 598 den Ausgleich?“

    Eingabe
    Wahlrecht „Altes Recht“, Regelgröße 598 Sitze, Standardszenario
    Ergebnis
    28 Überhangmandate erzeugen 69 Ausgleichsmandate, der Bundestag wächst von 598 auf 695 Sitze (+16,2 %).

    Sitzverteilungsrechner

  4. Kein Überhang bei ausgeglichenem Parteienbild

    „Wann entsteht überhaupt kein Überhang?“

    Eingabe
    Wahlrecht „Altes Recht“, Regelgröße 630 Sitze, Parteien A 150 Direkt / 30 %, B 100 / 25 %, C 49 / 20 %, D 0 / 15 %, E 0 / 10 %
    Ergebnis
    Kein Überhang, Bundestag bleibt bei 630 Sitzen, keine Ausgleichsmandate.
  5. Extremfall: Eine Partei gewinnt alle Wahlkreise

    „Was passiert, wenn eine Partei alle Direktmandate gewinnt?“

    Eingabe
    Wahlrecht „Altes Recht“, Regelgröße 630 Sitze, Partei A 299 Direkt / 40 %, Partei B 0 / 35 %, Partei C 0 / 25 %
    Ergebnis
    47 Überhangmandate erzeugen 70 Ausgleichsmandate, das Parlament wächst auf 747 Sitze (+18,6 %).
  6. Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026: reale Basisgröße 83 ohne Überhang

    „Gilt der Ausgleichsmechanismus auch bei Landtagswahlen 2026?“

    Eingabe
    Regelgröße auf 83 (Sachsen-Anhalt-Basisgröße) lässt sich wegen der Eingabegrenze (min. 100) nicht direkt eintragen — der Rechner rundet intern auf 100 Sitze auf.
    Ergebnis
    Laut amtlichem Endergebnis vom 22. September 2026 blieb der Landtag bei der Basisgröße von 83 Sitzen; keine Partei erzielte einen Überhang. Für Landtage unter 100 Sitzen liefert dieser Rechner daher keine exakte Nachbildung.

    Sperrklausel-Rechner

Berechnung

Sainte-Laguë/Schepers: So werden Überhangmandate berechnet

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner folgt einem dreistufigen Verfahren. Im ersten Schritt verteilt er die Regelgröße proportional nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren auf alle Parteien.

Dabei werden die Zweitstimmenanteile mit einem Divisor geteilt und auf ganze Sitze gerundet; der Divisor wird iterativ so angepasst, dass die Summe aller gerundeten Sitze genau der Regelgröße entspricht.

Bei 630 Sitzen und sechs Parteien mit 28, 25, 18, 15, 10 und 4 Prozent ergibt das 176, 158, 113, 95, 63 und 25 proportionale Sitze. Im zweiten Schritt vergleicht der Rechner für jede Partei die Direktmandate mit dem proportionalen Anspruch.

Hat die CDU/CSU 195 Direktmandate, aber nur 176 proportionale Sitze, entstehen 19 Überhangmandate. Der dritte Schritt unterscheidet sich je nach Wahlrecht. Unter dem alten Recht behält die CDU/CSU alle 195 Direktmandate.

Um die Proportionalität wiederherzustellen, wird die Gesamtsitzzahl iterativ erhöht, bis keine Partei mehr Direktmandate hat als proportionale Sitze auf der neuen Basis.

Im Beispiel wächst der Bundestag von 630 auf 695 Sitze, wobei die 65 zusätzlichen Sitze sich in 19 Überhangmandate (CDU/CSU) und 46 Ausgleichsmandate (SPD 16, Grüne 12, AfD 9, FDP 6, Sonstige 3) aufteilen.

Unter dem neuen Recht 2023 bleiben die 19 überzähligen Direktmandate der CDU/CSU schlicht unbesetzt. Der Bundestag behält seine Regelgröße von 630 Sitzen, und die Partei erhält statt 195 nur ihre 176 proportionalen Sitze.

Welche konkreten Wahlkreissieger nicht einziehen, bestimmt das Gesetz nach den niedrigsten Erststimmenanteilen.

Rechtsgrundlage ist § 6 BWahlG für die Sitzverteilung nach Sainte-Laguë/Schepers sowie § 1 Abs. 3 BWahlG für die seit der Bundestagswahl 2025 geltende Zweitstimmendeckung. Sainte-Laguë-Verteilung und Überhang: Proportionalanspruch gegen Direktmandate

Nachschlagen

Bundestagsgröße und Überhangmandate seit 1990

Schnell nachschlagen – ohne selbst zu rechnen.

Entwicklung der tatsächlichen Bundestagsgröße, der Überhangmandate und der Ausgleichsmandate bei den Bundestagswahlen seit der Wiedervereinigung. Ab 2013 gelten Ausgleichsmandate, ab 2025 die Zweitstimmendeckung.
WahlRegelgrößeÜberhangAusgleichTatsächliche GrößeWahlrecht
BTW 199065660662Ohne Ausgleich
BTW 1994656160672Ohne Ausgleich
BTW 1998656130669Ohne Ausgleich
BTW 200259850603Ohne Ausgleich
BTW 2005598160614Ohne Ausgleich
BTW 2009598240622Ohne Ausgleich
BTW 2013598429631Mit Ausgleich
BTW 20175984665709Mit Ausgleich
BTW 202159834104736Mit Ausgleich
BTW 20256300*0630Zweitstimmendeckung

* Seit dem BWahlG 2023 werden überzählige Direktmandate nicht mehr besetzt (Zweitstimmendeckung). Bei der Bundestagswahl 2025 betraf das bundesweit 23 Wahlkreissieger aus zehn Bundesländern, die trotz Direktmandat nicht einzogen; in vier Wahlkreisen erhielt niemand ein Mandat. Der Bundestag bleibt bei der Regelgröße, auch wenn Parteien mehr Wahlkreise gewinnen als ihnen proportional zustehen. Quellen: Bundeswahlleiterin (Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2025), Bundeswahlgesetz.

Ausblick

Was ändert sich 2026 bei Überhangmandaten?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Bei der Bundestagswahl 2025 griff die Zweitstimmendeckung erstmals: 23 Wahlkreissieger aus zehn Bundesländern zogen trotz gewonnenem Direktmandat nicht in den Bundestag ein, in vier Wahlkreisen erhielt niemand ein Mandat. Der Bundestag blieb bei der Regelgröße von 630 Sitzen.
  • Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 rechnete weiterhin nach dem alten Überhang-Ausgleichs-Prinzip: Die Basisgröße von 83 Sitzen wird um das Doppelte der Überhangmandate erhöht. Laut amtlichem Endergebnis vom 22. September 2026 blieb es bei 83 Sitzen, weil keine Partei einen Überhang erzielte.
  • Für die nächste reguläre Bundestagswahl 2029 gilt nach heutigem Stand weiterhin die feste Regelgröße von 630 Sitzen ohne Ausgleichsmandate, solange das BWahlG 2023 in seiner aktuellen Fassung fortbesteht.
  • Das BVerfG erklärte 2024 die ersatzlose Streichung der Grundmandatsklausel für verfassungswidrig, sodass drei gewonnene Direktmandate weiterhin von der 5-Prozent-Hürde befreien — das betrifft die Sperrklausel, nicht den Überhangmechanismus selbst.

Stand: 27.09.2026 · Quelle: Bundeswahlleiterin – Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2025

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Überhangmandaten und Ausgleichsmandaten

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Warum hat der Bundestag heute 630 statt früher 598 Sitze?

630 ist die feste Regelgröße nach dem Bundeswahlgesetz 2023, die ab der Bundestagswahl 2025 gilt und die frühere Regelgröße von 598 Sitzen (gültig seit der Wahlkreisreform 2002) ablöst.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Zahl selbst, sondern im Mechanismus dahinter: Die alte Regelgröße 598 war nur ein Sollwert, den Überhang- und Ausgleichsmandate regelmäßig überschritten — 2021 wuchs der Bundestag dadurch auf tatsächlich 736 Sitze.

Die neue Regelgröße 630 ist dagegen eine feste Obergrenze, weil die Zweitstimmendeckung verhindert, dass zusätzliche Sitze entstehen: Direktmandate, die den proportionalen Anspruch einer Partei übersteigen, bleiben unbesetzt statt ausgeglichen zu werden.

Bei der Bundestagswahl 2025 blieb der Bundestag dadurch tatsächlich bei 630 Abgeordneten.

Mit diesem Rechner lässt sich beides gegenüberstellen: Trägst du das voreingestellte Szenario unter altem Recht ein, wächst das Parlament von 630 auf 695 Sitze; unter neuem Recht bleibt es exakt bei 630.

Die Wahlkreiszahl blieb bei der Reform unverändert bei 299.

Was sind Überhangmandate?

Überhangmandate entstehen im deutschen Wahlrecht, wenn eine Partei über die Erststimme mehr Wahlkreise direkt gewinnt, als ihr nach dem Zweitstimmenanteil proportional zustehen.

Bei einer Regelgröße von 630 Sitzen und einem Zweitstimmenanteil von 28 Prozent stehen einer Partei nach Sainte-Laguë 176 proportionale Sitze zu.

Gewinnt sie aber 195 Direktmandate in den Wahlkreisen, übersteigt sie diesen Anspruch um 19 Sitze — das sind 19 Überhangmandate, wie es der Rechner mit den Standardwerten sofort ausweist.

Der Effekt tritt vor allem bei Parteien auf, die in einer Region flächendeckend Wahlkreise gewinnen, bundesweit aber nur einen mittleren Zweitstimmenanteil erreichen.

Historisch war die CDU/CSU die häufigste Quelle von Überhangmandaten, weil sie in Westdeutschland nahezu flächendeckend Wahlkreise gewann, bundesweit aber durch schwächere Ergebnisse in den neuen Ländern unter der Direktmandatsquote blieb.

Das BVerfG entschied 2012, dass unausgeglichene Überhangmandate die Proportionalität nur begrenzt verzerren dürfen, und erzwang damit den Ausgleichsmechanismus, der den Bundestag ab 2013 regelmäßig über seine Regelgröße hinaus vergrößerte — bis zur Reform 2023.

Was sind Ausgleichsmandate?

Ausgleichsmandate sind zusätzliche Sitze, die unter dem alten Wahlrecht an die übrigen Parteien vergeben wurden, um die durch Überhangmandate gestörte Proportionalität wiederherzustellen.

Hatte eine Partei 19 Überhangmandate, wurde die Gesamtsitzzahl so lange erhöht, bis jede Partei mindestens so viele Sitze erhielt, wie ihr nach dem neuen, größeren Gesamtschlüssel proportional zustand.

Im voreingestellten Szenario des Rechners erzeugen 19 Überhangmandate 46 Ausgleichsmandate, das Parlament wächst von 630 auf 695 Sitze.

Seit dem BWahlG 2023 gibt es für den Bundestag keine Ausgleichsmandate mehr, weil überzählige Direktmandate nicht mehr besetzt werden.

Der Multiplikatoreffekt — wenige Überhangmandate erzeugen ein Vielfaches an Ausgleichssitzen — erklärt, warum der Bundestag trotz überschaubarer Überhangzahlen massiv wuchs: Bei der Bundestagswahl 2021 trieb dieser Mechanismus die Parlamentsgröße mit 34 Überhang- und 104 Ausgleichsmandaten auf 736 Sitze.

Einige Landtage, etwa in Sachsen, kennen das Prinzip bis heute; andere Länder begrenzen oder streichen den Ausgleich.

Wurden Überhangmandate abgeschafft?

Ja und nein: Die Wahlrechtsreform 2023 (BWahlG 2023) hat Überhangmandate für den Bundestag nicht begrifflich abgeschafft, aber ihre Wirkung beseitigt.

Unter dem alten Recht behielt jede Partei alle gewonnenen Direktmandate, auch wenn sie den proportionalen Anspruch überstieg — der Bundestag wuchs regelmäßig über die Regelgröße hinaus, 2021 auf 736 Sitze.

Das neue Recht führt die Zweitstimmendeckung ein: Gewinnt eine Partei mehr Direktmandate als ihr nach dem Zweitstimmenanteil proportional zustehen, werden die überzähligen Wahlkreissitze nicht besetzt.

Überhangmandate können also rechnerisch weiterhin entstehen, führen aber seit der Bundestagswahl 2025 nicht mehr zu zusätzlichen Sitzen: 23 Wahlkreissieger aus zehn Bundesländern zogen deshalb trotz gewonnenem Direktmandat nicht ein.

Die Rechtsgrundlage ist § 1 Abs. 3 BWahlG, der die Sitzzuteilung strikt an den Zweitstimmenanteil bindet.

Das BVerfG bestätigte die Reform 2024 in wesentlichen Teilen, erklärte die ersatzlose Streichung der Grundmandatsklausel jedoch für verfassungswidrig, sodass drei gewonnene Direktmandate weiterhin von der 5-Prozent-Hürde befreien.

Was bedeutet Zweitstimmendeckung?

Zweitstimmendeckung ist das Kernprinzip des Bundestagswahlrechts seit der Reform 2023.

Es besagt, dass eine Partei nur so viele Sitze erhält, wie ihr nach dem Zweitstimmenanteil proportional zustehen — unabhängig davon, wie viele Wahlkreise sie direkt gewinnt.

Gewinnt sie mehr Direktmandate als proportionale Sitze, werden die überzähligen Wahlkreissitze nicht besetzt; die betroffenen Wahlkreissieger mit den niedrigsten Erststimmenanteilen ziehen nicht ein.

Im voreingestellten Szenario dieses Rechners hätte die CDU/CSU unter neuem Recht nur 176 statt 195 Sitze, 19 Wahlkreisgewinner blieben ohne Mandat. Bei der realen Bundestagswahl 2025 betraf das bundesweit 23 Direktmandate.

Rechtsgrundlage ist § 1 Abs. 3 BWahlG. Wichtig: Die Deckung wird je Bundesland ermittelt, nicht bundesweit — ein Aspekt, den dieser Rechner zur Vereinfachung nicht getrennt abbildet.

Das BVerfG bestätigte den Mechanismus als verfassungskonform, weil die Gleichheit der Wahl primär über die Zweitstimme verwirklicht wird und die Erststimme eine personelle Präferenz innerhalb der proportionalen Verteilung ausdrückt.

Wie funktioniert das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren bei Überhangmandaten?

Das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren verteilt die Regelgröße des Parlaments proportional auf die Parteien, bevor der Überhang überhaupt ermittelt wird.

Dazu werden die Zweitstimmenanteile durch eine Folge ungerader Divisoren (1, 3, 5, 7 …) geteilt, die Quotienten sortiert und die Sitze der Reihe nach an die höchsten Werte vergeben, bis die Regelgröße erreicht ist.

Bei 630 Sitzen und Anteilen von 28, 25, 18, 15, 10 und 4 Prozent ergibt das 176, 158, 113, 95, 63 und 25 Sitze — exakt die Werte, die der Rechner mit den Standardeingaben ausgibt.

Diese proportionalen Sitze bilden den Maßstab, gegen den die Direktmandate verglichen werden: Hat eine Partei mehr Direktmandate als proportionale Sitze, entsteht der Überhang.

Das Verfahren löste 2008 das bis dahin verwendete Hare/Niemeyer-Verfahren ab und ist nach dem Mathematiker Hans Schepers benannt.

Gegenüber dem älteren d'Hondt-Verfahren bevorzugt Sainte-Laguë keine großen Parteien systematisch, weil die Divisorenreihe gleiche Abstände hat und Rundungsvorteile sich gleichmäßiger verteilen.

Warum wuchs der Bundestag 2021 auf 736 Sitze?

Bei der Bundestagswahl 2021 gewann die CDU/CSU 143 der 299 Wahlkreise bei nur 24,1 Prozent Zweitstimmenanteil — ein deutliches Missverhältnis, das unter dem damaligen Recht Überhangmandate erzeugte.

Weil der Ausgleich die Proportionalität aller Parteien vollständig wiederherstellen musste, summierte sich die Vergrößerung auf insgesamt 138 zusätzliche Sitze über die damalige Regelgröße von 598: 34 Überhangmandate zogen 104 Ausgleichsmandate nach sich.

Mit 736 Abgeordneten war der 20. Bundestag das größte frei gewählte Parlament der Welt — größer als der chinesische Volkskongress im Verhältnis zur Bevölkerung.

Dieser Rekord machte die politische Debatte über eine verbindliche Verkleinerung des Parlaments unausweichlich und führte direkt zur Wahlrechtsreform 2023.

Mit diesem Rechner lässt sich das Szenario nachvollziehen: Regelgröße auf 598 stellen, Modus 'Altes Recht' wählen und die damaligen Direktmandate und Zweitstimmenanteile eintragen, um den Ausgleichsmechanismus Schritt für Schritt zu sehen.

Gibt es unter dem neuen Wahlrecht überhaupt noch Überhangmandate?

Rechnerisch ja, praktisch wirken sie nicht mehr.

Seit der Wahlrechtsreform 2023 können Parteien weiterhin in mehr Wahlkreisen die Erststimmen-Mehrheit gewinnen, als ihnen nach dem Zweitstimmenanteil proportional Sitze zustehen — das ist weiterhin ein Überhang.

Allerdings werden die überzähligen Direktmandate unter dem neuen Recht nicht mehr besetzt: Die Wahlkreissieger mit den niedrigsten Erststimmenanteilen ziehen nicht in den Bundestag ein, und Ausgleichsmandate entfallen komplett.

Bei der Bundestagswahl 2025 — der ersten unter dem reformierten BWahlG — griff dieser Mechanismus erstmals: 23 Wahlkreissieger aus zehn Bundesländern blieben ohne Mandat, in vier Wahlkreisen erhielt sogar niemand ein Mandat.

Der Bundestag blieb dadurch bei 630 Sitzen, während er bei den vorangegangenen Wahlen 2017 und 2021 durch Überhang und Ausgleich auf 709 beziehungsweise 736 Sitze angewachsen war.

Der Rechner zeigt beide Szenarien nebeneinander, damit die Wirkung der Reform für jede eigene Eingabe direkt sichtbar wird.

Was ist der Unterschied zwischen Erststimme und Zweitstimme bei Überhangmandaten?

Die Erststimme entscheidet, wer in einem der 299 Wahlkreise das Direktmandat gewinnt — wer dort die meisten Stimmen erhält, zieht als Wahlkreisabgeordneter ein, sofern das Mandat unter neuem Recht durch die Zweitstimme gedeckt ist.

Die Zweitstimme dagegen bestimmt die Gesamtsitzzahl jeder Partei im Parlament und ist damit die eigentliche Machtstimme: Sie legt über das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren fest, wie viele Sitze einer Partei insgesamt zustehen.

Überhangmandate entstehen exakt an der Schnittstelle beider Stimmen — wenn die Erststimmen einer Partei mehr Wahlkreissiege liefern, als ihre Zweitstimmen an Gesamtsitzen hergeben.

Der häufigste Fehler beim Umgang mit diesem Rechner ist, den Erststimmenanteil statt des Zweitstimmenanteils in das Feld 'ZS-Anteil' einzutragen: Das verzerrt die proportionale Berechnung vollständig, weil die Erststimme für die Sitzzuteilung ohne Bedeutung ist.

Trage ausschließlich den Zweitstimmenanteil ein, die Anzahl gewonnener Wahlkreise gehört ins Feld Direktmandate.

Kann ich mit dem Rechner auch Landtagswahlen berechnen?

Für Landtage mit mindestens 100 Sitzen funktioniert das Modell des Rechners näherungsweise: Bayern (181 Sitze) oder Nordrhein-Westfalen (195 Sitze) lassen sich eintragen, indem du die Regelgröße anpasst und die landesspezifischen Direktmandate und Zweitstimmenanteile einträgst.

Die Regelgröße ist auf 100 bis 2.000 Sitze begrenzt — kleinere Landtage wie Sachsen-Anhalt (Basisgröße 83), Bremen (87) oder Saarland (51) lassen sich damit nicht korrekt abbilden, der Rechner würde die Eingabe intern auf 100 anheben.

Das ist relevant, weil solche Länder das Überhang-Ausgleichs-Prinzip weiterhin anwenden: Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6.

September 2026 etwa wird die Basisgröße von 83 Sitzen um das Doppelte jedes Überhangmandats erhöht — laut amtlichem Endergebnis vom 22. September 2026 blieb der Landtag dabei bei 83 Sitzen, weil keine Partei einen Überhang erzielte.

Prüfe vor jeder Landesrechnung das jeweilige Landeswahlgesetz, denn nicht alle Länder nutzen Sainte-Laguë/Schepers oder einen vollständigen Ausgleich.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Der aufschlussreichste Vergleich entsteht, wenn du dasselbe Parteienszenario einmal unter altem und einmal unter neuem Recht durchrechnest, ohne die Eingaben zu verändern. So siehst du sofort, wie viele zusätzliche Sitze das alte System erzeugt hätte und welche Direktmandate unter dem neuen System unbesetzt bleiben.

Variiere danach die Direktmandate der stärksten Partei in Fünfer-Schritten: Bei 195 Direkten entstehen 19 Überhangmandate, bei 180 nur noch 4, bei 176 exakt null.

Diese Sensitivitätsanalyse zeigt den Kippunkt, ab dem Überhang überhaupt entsteht — er liegt genau bei der Zahl der proportionalen Sitze.

Für historische Szenarien passe die Regelgröße an: Vor 2020 lag sie bei 598, und mit dem entsprechenden Parteienbild erzeugte das mehr Überhang, weil die proportionalen Anteile auf eine kleinere Sitzzahl verteilt wurden.

Vergleiche also nicht nur altes gegen neues Recht, sondern auch verschiedene Regelgrößen, um den Effekt der Parlamentsverkleinerung zu isolieren. Achte darauf, dass die Zweitstimmenanteile zusammen nahe 100 Prozent liegen.

Fehlen mehrere Prozentpunkte, verteilt der Rechner die Proportionalsitze auf eine zu schmale Basis, und der Überhang fällt systematisch zu hoch aus. Ergänze gegebenenfalls eine Zeile Sonstige mit dem Differenzbetrag.

Welche Parteien überhaupt die Sperrklausel überspringen, prüfst du vorab mit dem Sperrklausel-Rechner.

Anwendung

Beispiel: CDU/CSU-Überhang bei der Bundestagswahl 2021 und 2025

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Das voreingestellte Szenario macht den Mechanismus greifbar: CDU/CSU mit 195 Direktmandaten und 28 Prozent Zweitstimmenanteil, dazu fünf weitere Parteien. Im alten Recht verteilt Sainte-Laguë zunächst 630 Sitze proportional — die CDU/CSU erhält 176.

Mit 195 Direktmandaten übersteigt sie diesen Anspruch um 19, es entstehen 19 Überhangmandate.

Der Rechner erhöht die Gesamtsitzzahl iterativ, bis der Überhang durch Ausgleich kompensiert ist: Die SPD erhält 16 Ausgleichssitze, die Grünen 12, die AfD 9, die FDP 6 und die Sonstigen 3.

Der Bundestag wächst auf 695 Sitze — 10,3 Prozent über der Regelgröße. Derselbe Eingabesatz unter neuem Recht ergibt ein völlig anderes Bild: Die CDU/CSU erhält nur ihre 176 proportionalen Sitze.

19 Wahlkreissieger ziehen trotz Direktmandat nicht ein, alle anderen Parteien behalten ihre proportionalen Sitze, und der Bundestag bleibt bei 630. Kein Ausgleich, keine Vergrößerung, aber 19 Abgeordnete weniger für die stärkste Partei.

Ein zweiter Durchgang verschiebt die CDU/CSU-Direktmandate auf 176, also exakt auf den proportionalen Anspruch. Der Überhang verschwindet in beiden Modi, der Bundestag bleibt bei 630 Sitzen, und die Ergebnistabelle ist identisch.

Dieser Vergleich zeigt: Überhang entsteht ausschließlich durch die Differenz zwischen Direktmandaten und proportionalem Anspruch — nicht durch die absolute Stärke einer Partei. Überhangmandate: Vergleich altes Recht (695 Sitze) gegen neues Recht 2023 (630 Sitze)

Fallstricke

Wurden Überhangmandate abgeschafft? Die häufigsten Denkfehler

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Anwendung der alten Überhang-Ausgleich-Logik auf Wahlen nach 2023. Seit dem BWahlG 2023 gibt es keine Ausgleichsmandate mehr — überzählige Direktmandate bleiben unbesetzt.

Wer das alte System unterstellt, überschätzt die Bundestagsgröße um Dutzende Sitze. Zweitens wird der Zweitstimmenanteil mit dem Erststimmenanteil verwechselt. Für die proportionale Sitzverteilung zählt ausschließlich die Zweitstimme.

Die Erststimme bestimmt, wer den Wahlkreis gewinnt, hat aber keinen direkten Einfluss auf die Gesamtzahl der Sitze einer Partei. Diese Verwechslung verzerrt den proportionalen Anspruch und damit den gesamten Überhang.

Drittens werden Überhangmandate als Bonus missverstanden. Unter dem alten Recht waren sie das faktisch, weil die Partei zusätzliche Sitze behielt.

Unter dem neuen Recht sind sie genau das Gegenteil: Wahlkreissieger, die trotz Direktmandats nicht einziehen. Viertens wird übersehen, dass die Summe der Zweitstimmenanteile rund 100 Prozent ergeben muss.

Liegt sie bei 85 Prozent, weil kleinere Parteien fehlen, verteilt der Rechner die Sitze auf zu wenige Listen, und der proportionale Anspruch jeder eingetragenen Partei fällt zu hoch aus. Der Überhang wird dadurch unterschätzt oder verschwindet ganz.

Fünftens wird die Regelgröße mit der tatsächlichen Bundestagsgröße verwechselt. 630 ist die gesetzliche Norm, nicht die Zahl der Abgeordneten. Unter dem alten Recht lag die tatsächliche Größe regelmäßig darüber, 2021 sogar bei 736.

Wer 736 als Regelgröße eingibt, berechnet den Überhang auf einer falschen Basis. Sechstens wird übersehen, dass dieser Rechner bundesweit in einem Schritt rechnet, während die reale Sitzzuteilung über die 16 Bundesländer läuft.

Speist du die bundesweiten Zweitstimmenanteile der Bundestagswahl 2021 ein, ergibt sich rechnerisch kein Überhang, obwohl real 34 Überhangmandate entstanden — weil die CDU/CSU regional, etwa in Baden-Württemberg und Bayern, deutlich mehr Wahlkreise gewann, als ihr dortiger Landes-Zweitstimmenanteil hergab.

Für ein bundesweites Gesamtbild reicht das Modell, für die exakte Reproduktion eines amtlichen Ergebnisses nicht.

Nächster Schritt

Überhangmandate, Ausgleichsmandate und Zweitstimmendeckung im Überblick

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Überhangmandate-Rechner verteilt die Bundestagssitze nach Sainte-Laguë/Schepers, ermittelt den Überhang aus der Differenz zwischen Direktmandaten und proportionalem Anspruch und zeigt die resultierende Bundestagsgröße unter altem und neuem Wahlrecht.

Unter dem alten System wächst der Bundestag durch Ausgleichsmandate, unter dem BWahlG 2023 bleiben überzählige Direktmandate unbesetzt.

Das Ergebnis macht sichtbar, wie stark die Wahlreform die Parlamentsgröße begrenzt und welche Partei am stärksten betroffen ist.

Die proportionale Grundverteilung erklärt der Sitzverteilungsrechner, die Sitzverteilung der Europawahl ohne Sperrklausel zeigt der Europawahl-Sitzverteilung-Rechner, welche Parteien die Hürde überhaupt überspringen, prüft der Sperrklausel-Rechner.

Die Stimmenanteile aus Rohdaten ermittelt der Stimmen-Prozent-Umrechner, die Beteiligungsquote der Wahlbeteiligung-Rechner, und die Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen zwei Wahlen zeigt der Wahlswing-Rechner. Fünf Wahlsysteme einschließlich MMP auf derselben Stimmenbasis vergleicht der Wahlsystem-Vergleichsrechner.

Ob die veränderte Sitzverteilung eine Regierungsmehrheit ergibt, prüft der Mehrheiten-Koalitionsrechner.

Vertiefung

Beispielrechnungen: Regelgröße 598 gegen 630 Sitze

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · CDU/CSU 176 Sitze (19 Direktmandate nicht besetzt), Bundestag bleibt bei 630 Sitzen

Dasselbe Szenario unter neuem Recht 2023

Wahlrecht
Neues Recht 2023 (Zweitstimmendeckung)
Regelgröße
630 Sitze
Parteien
CDU/CSU 195 Direkt / 28 %, SPD 85 / 25 %, Grüne 15 / 18 %, AfD 3 / 15 %, FDP 1 / 10 %, Sonstige 0 / 4 %

Beispiel 2 · Mittel · Kein Überhang, Bundestag bei 630 Sitzen, keine Ausgleichsmandate

Kein Überhang bei ausgeglichenem Parteienbild

Wahlrecht
Altes Recht
Regelgröße
630 Sitze
Parteien
A 150 Direkt / 30 %, B 100 / 25 %, C 49 / 20 %, D 0 / 15 %, E 0 / 10 %

Beispiel 3 · Komplex · Kein Überhang, Bundestag bliebe rechnerisch bei 598 Sitzen (CDU/CSU 158, SPD 168, Grüne 97, FDP 75, AfD 68, Linke 32 proportionale Sitze)

Bundesweite Zweitstimmenanteile der BTW 2021 im Rechner

Wahlrecht
Altes Recht
Regelgröße
598 Sitze
Parteien
CDU/CSU 143 Direkt / 24,1 %, SPD 121 / 25,7 %, Grüne 16 / 14,8 %, FDP 0 / 11,5 %, AfD 16 / 10,3 %, Linke 3 / 4,9 %

Beispiel 4 · Komplex · CSU 90 Sitze (23 Überhang), Grüne 36 (9 Ausgleich), Freie Wähler 36 (9), AfD 34 (9), Sonstige 27 (7), SPD 19 (4) — Parlament 242 Sitze (+33,7 %)

Landtag Bayern (181 Sitze) mit Sainte-Laguë/Schepers

Wahlrecht
Altes Recht
Regelgröße
181 Sitze
Parteien
CSU 90 Direkt / 37 %, Grüne 2 / 15 %, Freie Wähler 2 / 15 %, AfD 0 / 14 %, SPD 0 / 8 %, Sonstige 0 / 11 %

Beispiel 5 · Komplex · Partei A 299 Sitze (47 Überhang), Partei B 261 (40 Ausgleich), Partei C 187 (30) — Parlament 747 Sitze (+18,6 %)

Nur eine Partei mit allen Direktmandaten

Wahlrecht
Altes Recht
Regelgröße
630 Sitze
Parteien
Partei A 299 Direkt / 40 %, Partei B 0 / 35 %, Partei C 0 / 25 %

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Anhänger-VerbrauchMehrverbrauch und Mehrkosten beim Fahren mit Anhänger. Unterschied nach Anhängertyp und Beladung, Gesamtkosten pro Fahrt, Vergleichstypen, CO₂ – für Urlaub, Pferdetransport, Umzug.Reifengrößen-VerbrauchsrechnerReifenwechsel: Verbrauch, Tacho und Kilometerstand – Breitere Reifen, Rollwiderstand, zulässige Abweichung.Kommunalwahl-Direktwahl-RechnerBürgermeister- oder Landratswahl-Ergebnis berechnen und auswerten: Stimmen eingeben, absolute oder relative Mehrheit je Bundesland, Stichwahl-Simulation und grafische Darstellung.Europawahl-Sitzverteilung-RechnerEuropawahl Sitzverteilung berechnen: 96 deutsche EP-Sitze nach Sainte-Laguë/Schepers (§ 2 EuWG) ohne Sperrklausel — Divisor, Stimmanteil und Sitzanteil je Partei.Kommunalrat-RechnerSitzverteilung im Gemeinderat, Stadtrat und Kreisrat berechnen – für alle Bundesländer mit d'Hondt, Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë, inklusive Sperrklausel, Verfahrensvergleich und Koalitionsrechner.MehrheitsrechnerMehrheit berechnen: einfache, absolute, qualifizierte 2/3- und 3/4-Mehrheit prüfen – mit Enthaltungs-Regel, Vergleichstabelle und fehlenden Stimmen.WEG-AbstimmungsrechnerWEG-Beschluss prüfen: einfache Mehrheit, qualifizierter Beschluss (2/3 + 50 % MEA), 3/4-Mehrheit und allstimmig — nach WEG und WEMoG 2020.Stimmgewichtung-RechnerStimmrechte nach Kapitalanteilen berechnen: Stimmanteil, Mehrheitsschwelle und Sperrminorität für GmbH (§ 47 GmbHG), AG (§ 134 AktG) und Genossenschaft (§ 43 GenG).Mehrheiten- und KoalitionsrechnerMehrheiten- und Koalitionsrechner: einfache, absolute und qualifizierte Mehrheiten im Parlament berechnen und mögliche Koalitionen nach Sitzverteilungen analysieren – inklusive Minderheitsregierungen.Betriebsratswahl-RechnerBetriebsratsgröße berechnen: Anzahl Mitglieder, Freistellungen und Minderheitengeschlecht nach BetrVG §§ 9, 15, 38 — mit Staffeltabelle und Wahlverfahren-Hinweis.Vereinswahl-RechnerVorstandswahl im Verein auswerten: Absolute Mehrheit nach § 32 BGB prüfen, Stichwahl erkennen und fertigen Protokolltext erstellen.Delegiertenschlüssel-RechnerDelegiertenschlüssel berechnen: Anzahl Delegierter aus Mitgliederzahl und Vertretungsschlüssel ermitteln — für Parteitag, Gewerkschaftskongress und Verbandsversammlung.Wahlbeteiligung-RechnerWahlbeteiligung berechnen: aus Wahlberechtigten und abgegebenen Stimmen Beteiligungsquote, Nichtwähler und ungültige Stimmen ermitteln – mit Vorwahl-Vergleich.Wahlswing-RechnerWahlergebnisse zweier Wahlen vergleichen: Swing in Prozentpunkten, relative Veränderung, Two-Party-Swing, Pedersen-Volatilitätsindex und größter Gewinner.Quorum-RechnerBeschlussfähigkeit berechnen: Quorum-Schwelle für Verein, WEG, GmbH, AG und Genossenschaft prüfen – mit Anwesenheitsquote, fehlenden Stimmen und Rechtsform-Presets.

Quellen, Transparenz und Haftung

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Quelle: Bundeswahlgesetz (BWahlG), Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
politik-wahlen / sitzverteilung
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitaets- und Vergleichscheck
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APA-Format

Rechner-Portal (2026). Überhangmandate. Abgerufen von https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/ueberhangmandate-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Überhangmandate. Available at: https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/ueberhangmandate-rechner

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