Überblick
Wie werden die 96 deutschen EP-Sitze verteilt?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die 96 deutschen Sitze im Europäischen Parlament nach dem gesetzlichen Verfahren auf die antretenden Parteien zu verteilen — genau das leistet der Europawahl-Sitzverteilung-Rechner. Er wendet das Divisorverfahren mit Standardrundung nach § 2 Abs.
3 EuWG an, das auch als Sainte-Laguë/Schepers bekannt ist, und zeigt für jede eingetragene Partei die resultierende Sitzzahl, den Stimmanteil, den Sitzanteil und die Abweichung zwischen beiden.
Die Besonderheit der Europawahl in Deutschland: Es gibt keine Sperrklausel. Das Bundesverfassungsgericht hat zuerst die 5-Prozent-Hürde (2011) und dann die 3-Prozent-Hürde (2014, Az. 2 BvE 2/13) für verfassungswidrig erklärt.
Deshalb können auch kleine Parteien mit weniger als einem Prozent der Stimmen einen Sitz erhalten, sofern ihr Quotient im Divisorverfahren mindestens 0,5 erreicht.
Der allgemeine Sitzverteilungsrechner vergleicht Sainte-Laguë, d'Hondt und Hare-Niemeyer über Wahlebenen hinweg — der Europawahl-Rechner konzentriert sich auf das eine Verfahren, das bei der EP-Wahl tatsächlich gilt.
Zusätzlich zeigt der Rechner, ob am letzten Sitz ein Losentscheid nach § 2 Abs. 3 Satz 4 EuWG nötig wäre — ein Fall, der bei den bisherigen Europawahlen nie eingetreten ist, aber gesetzlich vorgesehen bleibt.