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Absolute Mehrheit berechnen: Einfache, qualifizierte und 2/3-Mehrheit

Politik & WahlenStand Noch keine Bewertung
Enthaltungen zählen als
%
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Kurzantwort

Eine Mehrheit beschreibt den Mindestanteil an Ja-Stimmen, der für die Annahme eines Beschlusses erforderlich ist. Einfache Mehrheit verlangt mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen, absolute Mehrheit mehr als die Hälfte aller Stimmberechtigten. Qualifizierte Mehrheiten (2/3, 3/4) setzen höhere Schwellen für besonders wichtige Entscheidungen wie Satzungsänderungen.

Mehrheit berechnen: einfache, absolute, qualifizierte 2/3- und 3/4-Mehrheit prüfen

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Mehrheit berechnen: einfache, absolute und qualifizierte Mehrheit erklärt

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Ob ein Antrag angenommen ist oder nicht, entscheidet die Mehrheit — und welche Mehrheit gilt, macht den Unterschied. Der Mehrheitsrechner prüft einfache, absolute, qualifizierte 2/3- und 3/4-Mehrheiten auf derselben Datenbasis und zeigt in einer Vergleichstabelle, wie dasselbe Abstimmungsergebnis unter jedem Mehrheitstyp bewertet wird.

Bei der einfachen Mehrheit müssen die Ja-Stimmen mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen ausmachen. Bei 80 abgegebenen Stimmen liegt die Schwelle bei 41, weil strikt mehr als 50 Prozent verlangt werden.

Die absolute Mehrheit dagegen bezieht sich nicht auf die Abgegebenen, sondern auf alle Stimmberechtigten — bei 100 Stimmberechtigten braucht man also mindestens 51 Ja-Stimmen, auch wenn nur 80 Stimmen abgegeben wurden.

Die qualifizierte 2/3-Mehrheit verlangt mindestens zwei Drittel der abgegebenen Stimmen, bei 150 Abgegebenen also 100, — in Satzungen dient sie häufig Satzungsänderungen, wobei der gesetzliche Regelfall im Verein sogar die 3/4-Mehrheit ist (§ 33 Abs. 1 S.

1 BGB). Für Grundgesetzänderungen schreibt Art. 79 Abs. 2 GG zwei Drittel der Mitglieder des Bundestages vor — die Schwelle bezieht sich hier auf alle Mitglieder (Mitgliedermehrheit nach Art. 121 GG), nicht auf die abgegebenen Stimmen.

Die qualifizierte 3/4-Mehrheit mit Schwelle bei drei Vierteln der Basis ist der gesetzliche Regelfall für Satzungsänderung und Auflösung im Verein (§ 33, § 41 BGB) sowie für die virtuelle Eigentümerversammlung (§ 23 Abs. 1a WEG).

Ein eigenes Eingabefeld steuert die Enthaltungsregel: Zählen Enthaltungen zur Basis (wie Nein-Stimmen), erhöht sich die Schwelle.

Werden sie von der Basis abgezogen, sinkt sie — bei 80 Abgegebenen und 5 Enthaltungen schrumpft die Basis auf 75, die Schwelle fällt von 41 auf 38. Der Rechner prüft die Beschlussfähigkeit nicht — dafür steht der Quorum-Rechner als vorgelagerter Schritt bereit.

Eingaben

Mehrheit berechnen: Stimmberechtigte, abgegebene Stimmen und Enthaltungen eintragen

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Sieben Felder bestimmen das Ergebnis. Die Stimmberechtigten geben die Gesamtzahl aller Personen an, die in diesem Gremium stimmberechtigt sind — diese Zahl ist nur für die absolute Mehrheit relevant, weil sich deren Schwelle auf alle Berechtigten bezieht, nicht nur auf die Anwesenden.

Die abgegebenen Stimmen umfassen alle gültigen Stimmabgaben: Ja, Nein und Enthaltungen zusammen. Ungültige Stimmen zählen nicht dazu und müssen vor der Eingabe abgezogen werden. Die Ja-Stimmen sind die Stimmen für den Antrag.

Nein-Stimmen berechnet der Rechner automatisch als Abgegebene minus Ja minus Enthaltungen.

Die Enthaltungen trägst du separat ein, weil ihre Wirkung vom nächsten Feld abhängt: Die Enthaltungsregel entscheidet, ob Enthaltungen zur Basis zählen (dann wirken sie wie Nein-Stimmen und erhöhen die Schwelle) oder ob sie von der Basis abgezogen werden (dann sinkt die Schwelle).

In den meisten Vereinssatzungen und parlamentarischen Geschäftsordnungen zählen Enthaltungen nicht mit, aber viele Gremien handhaben es anders — prüfe deine Satzung oder Geschäftsordnung.

Der Mehrheitstyp wählt die Schwelle: einfache Mehrheit bei mehr als 50 Prozent der Abgegebenen, absolute Mehrheit bei mehr als 50 Prozent aller Stimmberechtigten, qualifizierte 2/3- oder 3/4-Mehrheit, oder ein benutzerdefinierter Prozentsatz.

Bei benutzerdefiniert erscheint das Feld für die eigene Schwelle in Prozent, das bei den anderen Typen wirkungslos bleibt.

Praxisfälle

Typische Mehrheitsfragen aus der Praxis

Sieben Fälle, die in Suchanfragen rund um Mehrheiten am häufigsten vorkommen — mit dem jeweils nachgerechneten Ergebnis.

  1. Kanzlermehrheit im Bundestag: 316 von 630 Stimmen

    „Wie viele Stimmen braucht die Kanzlermehrheit im Bundestag?“

    Eingabe
    Stimmberechtigte 630, Abgegebene Stimmen 630, Ja-Stimmen 316, Mehrheitstyp Absolute Mehrheit
    Ergebnis
    Schwelle 316 — Mehrheit erreicht, Überschuss 0
  2. Grundgesetzänderung: Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag

    „Wie viele Stimmen braucht eine Verfassungsänderung im Bundestag?“

    Eingabe
    Stimmberechtigte 630, Abgegebene Stimmen 630, Ja-Stimmen 420, Mehrheitstyp Qualifizierte 2/3-Mehrheit
    Ergebnis
    Schwelle 420 — Mehrheit erreicht, Überschuss 0
  3. GmbH-Sperrminorität: 3/4-Mehrheit knapp blockiert

    „Wie viel Prozent braucht eine Sperrminorität bei der GmbH-Satzungsänderung?“

    Eingabe
    Stimmberechtigte 100, Abgegebene Stimmen 100, Ja-Stimmen 74, Mehrheitstyp Qualifizierte 3/4-Mehrheit
    Ergebnis
    Schwelle 75 — Mehrheit nicht erreicht, fehlend 1

    Sperrminorität nach Kapitalanteilen berechnen

  4. Vereinssatzung ändern: 3/4-Mehrheit knapp erreicht

    „Welche Mehrheit braucht eine Satzungsänderung im Verein?“

    Eingabe
    Stimmberechtigte 40, Abgegebene Stimmen 30, Ja-Stimmen 23, Enthaltungen 2, Mehrheitstyp Qualifizierte 3/4-Mehrheit
    Ergebnis
    Schwelle 23 — Mehrheit erreicht (76,7 %), Überschuss 0
  5. Bürgermeisterwahl: absolute Mehrheit im ersten Wahlgang

    „Wie viel Prozent braucht ein Bürgermeister im ersten Wahlgang?“

    Eingabe
    Eigene Domäne, nicht in diesem Rechner: Bewerberstimmen statt Ja/Nein-Abstimmung
    Ergebnis
    Absolute Mehrheit der gültigen Stimmen nötig, sonst Stichwahl mit relativer Mehrheit

    Bürgermeister- und Landratswahl berechnen

  6. WEG-Eigentümerversammlung: einfache Mehrheit oder Doppelschwelle

    „Welche Mehrheit gilt bei der Eigentümerversammlung?“

    Eingabe
    Eigene Domäne, nicht in diesem Rechner: Köpfe UND Miteigentumsanteile
    Ergebnis
    Einfache Mehrheit nach § 25 Abs. 1 WEG, bei baulichen Veränderungen zusätzlich MEA-Schwelle

    WEG-Doppelschwelle berechnen

  7. Enthaltungen richtig zählen

    „Wie zählt eine Enthaltung bei einer Abstimmung?“

    Eingabe
    Abgegebene Stimmen 80, Ja-Stimmen 45, Enthaltungen 5 — einmal zählen zur Basis, einmal zählen nicht mit
    Ergebnis
    Schwelle 41 (zählen zur Basis) gegen Schwelle 38 (zählen nicht mit)

Berechnung

Mehrheit berechnen: Formel für einfache, absolute und qualifizierte Mehrheit

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung folgt vier Schritten. Erstens: Nein-Stimmen gleich Abgegebene minus Ja minus Enthaltungen.

Bei 80 Abgegebenen, 45 Ja und 5 Enthaltungen sind das 30 Nein-Stimmen.

Zweitens: Basis bestimmen — bei einfacher und qualifizierter Mehrheit sind es die abgegebenen Stimmen (bei Enthaltungsregel „zählen nicht mit" abzüglich Enthaltungen), bei absoluter Mehrheit die Stimmberechtigten. Mehrheitsberechnung: Schwellenformel für einfache, absolute und qualifizierte Mehrheit Drittens: Schwelle berechnen.

Einfache und absolute Mehrheit verlangen strikt mehr als die Hälfte, daher gilt Schwelle gleich Abrundung von Basis geteilt durch 2 plus 1. Bei Basis 80 ergibt das 41, bei Basis 100 ergibt das 51.

Die qualifizierte 2/3-Mehrheit verlangt mindestens zwei Drittel, Schwelle gleich Aufrundung von Basis mal 2 geteilt durch 3: bei 150 also Aufrundung von 100 gleich 100.

Die qualifizierte 3/4-Mehrheit nutzt Aufrundung von Basis mal 3 geteilt durch 4: bei 80 also Aufrundung von 60 gleich 60. Viertens: Vergleich — Mehrheit erreicht genau dann, wenn Ja-Stimmen größer oder gleich Schwelle.

Der Überschuss ist Ja minus Schwelle, die fehlenden Stimmen sind Schwelle minus Ja, jeweils mindestens null.

Nachschlagen

Mehrheitstypen im Vergleich: Schwelle, Bezugsgröße und typische Anwendung (Tabelle 2026)

Welche Mehrheit gilt für welchen Beschluss? Diese Tabelle zeigt die gängigen Mehrheitstypen mit ihrer Schwelle, Bezugsgröße und typischen Anwendung. Die tatsächlich erforderliche Mehrheit ergibt sich aus Satzung, Geschäftsordnung oder Gesetz — prüfen Sie Ihre Unterlagen.

Mehrheitstypen mit Schwelle, Bezugsgröße und typischer Anwendung (Stand 2026)
MehrheitstypSchwelleBezugsgrößeTypische AnwendungRechtsquelle / Hinweis
Einfache Mehrheit> 50 %Abgegebene StimmenLaufende Geschäftsbeschlüsse, TagesordnungspunkteGG Art. 42 Abs. 2 (Bundestag); Satzungen
Absolute Mehrheit> 50 %Alle StimmberechtigtenKanzlerwahl (GG Art. 63), MisstrauensvotumGG Art. 63, Art. 67, Art. 68
Qualifizierte 2/3-Mehrheit≥ 66,7 %Abgegebene Stimmen oder MitgliederGrundgesetzänderungen (Mitglieder), Satzungsklauseln (satzungsabhängig)GG Art. 79 Abs. 2 i.V.m. Art. 121; satzungsabhängig
Qualifizierte 3/4-Mehrheit≥ 75 %Abgegebene Stimmen oder MitgliederSatzungsänderung und Auflösung im Verein (BGB § 33, § 41), virtuelle WEG-VersammlungBGB § 33 Abs. 1 S. 1, § 41; WEG § 23 Abs. 1a; satzungsabhängig
Relative MehrheitMeiste StimmenAbgegebene StimmenStichwahl Bürgermeister, PersonalwahlenKommunalwahlgesetze der Länder
Einstimmigkeit100 %Alle StimmberechtigtenGesellschafterverträge (BGB-Gesellschaft)BGB § 714 (dispositiv)

Der Rechner bildet einfache, absolute, qualifizierte 2/3- und 3/4-Mehrheit ab. Relative Mehrheit und Einstimmigkeit sind hier der Vollständigkeit halber aufgeführt. Die Bezugsgröße „Abgegebene Stimmen" kann durch die Enthaltungsregel variieren: Zählen Enthaltungen nicht mit, sinkt die Basis.

Mehrheiten im Bundestag: Kanzlermehrheit, Misstrauensvotum und Verfassungsänderung (21. Bundestag, 630 Sitze)

Der 21. Deutsche Bundestag (gewählt Februar 2025) hat nach der Wahlrechtsreform von 2023 eine gesetzlich fixierte Größe von 630 Abgeordneten — ohne Überhang- oder Ausgleichsmandate. Diese Tabelle zeigt, wie viele Ja-Stimmen die wichtigsten Bundestagsbeschlüsse bei voller Mitgliederzahl brauchen. Die Zahlen lassen sich im Rechner nachvollziehen: Stimmberechtigte auf 630 setzen, Mehrheitstyp „Absolute Mehrheit" oder „Qualifizierte 2/3-Mehrheit" wählen.

Mehrheitsschwellen im 21. Bundestag bei 630 Mitgliedern (Stand 2026)
BeschlussgegenstandMehrheitstypSchwelle bei 630 SitzenRechtsgrundlage
Kanzlerwahl (Kanzlermehrheit)Absolute Mehrheit der Mitgliedermindestens 316 von 630 Ja-StimmenGG Art. 63 Abs. 2
Konstruktives MisstrauensvotumAbsolute Mehrheit der Mitgliedermindestens 316 von 630 Ja-StimmenGG Art. 67 Abs. 1
Vertrauensfrage (Scheitern)Fehlende Mehrheit der Mitglieder für den Kanzlerweniger als 316 Ja-StimmenGG Art. 68 Abs. 1
GrundgesetzänderungQualifizierte 2/3-Mehrheit der Mitglieder (zusätzlich 2/3 im Bundesrat)mindestens 420 von 630 Ja-StimmenGG Art. 79 Abs. 2
Laufende Beschlüsse, GesetzesbeschlüsseEinfache Mehrheit der abgegebenen Stimmenvariabel — abhängig von der Anwesenheit, keine feste ZahlGG Art. 42 Abs. 2

Kanzlermehrheit und absolute Mehrheit sind rechnerisch identisch — beide verlangen mehr als die Hälfte aller gesetzlichen Mitglieder, nicht nur der Anwesenden (Art. 121 GG). Der Bundestag ist nach eigener Geschäftsordnung unabhängig von der Anwesenheitszahl beschlussfähig, solange die Beschlussunfähigkeit nicht ausdrücklich festgestellt wird — ein Quorum wie bei Vereinen oder der WEG kennt das Grundgesetz für den Regelfall nicht. Quelle Sitzzahl: Deutscher Bundestag, Abgeordneten-Statistik zur Bundestagswahl 2025 (bundestag.de); Wahlrechtsreform vom 17. März 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 78).

Expertenmodus

Mehrheit berechnen: häufige Fragen zu Kanzlermehrheit, Enthaltung und Sperrminorität

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist der Unterschied zwischen einfacher und absoluter Mehrheit?

Einfache Mehrheit verlangt strikt mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen, absolute Mehrheit dagegen mehr als die Hälfte aller Stimmberechtigten, unabhängig davon, wie viele tatsächlich abgestimmt haben.

Bei 80 abgegebenen Stimmen liegt die einfache Schwelle bei 41 — abgerundet 80 geteilt durch 2, plus 1.

Bei 100 Stimmberechtigten liegt die absolute Schwelle dagegen bei 51, selbst wenn nur 80 Stimmen abgegeben wurden: Die 20 Nichtwähler zählen zur Basis dazu, nicht zur einfachen Mehrheit.

Deshalb kann ein Antrag die einfache Mehrheit erreichen und die absolute gleichzeitig verfehlen, wie das Beispiel mit 45 Ja-Stimmen zeigt: einfache Schwelle 41 erreicht, absolute Schwelle 51 verfehlt.

Die einfache Mehrheit reicht für laufende Vereinsbeschlüsse (§ 32 BGB), die absolute verlangt das Grundgesetz für die Kanzlerwahl (Art. 63 Abs. 2 GG).

Im Rechner siehst du beide Schwellen gleichzeitig in der Vergleichstabelle, sortiert nach Mehrheitstyp.

Was ist die Kanzlermehrheit im Bundestag?

Kanzlermehrheit ist der parlamentarische Name für die absolute Mehrheit im Bundestag: mehr als die Hälfte aller gesetzlichen Mitglieder, nicht nur der Anwesenden (Art. 63 Abs. 2, Art. 121 GG). Der 21.

Bundestag hat seit der Wahlrechtsreform von 2023 eine fest auf 630 Sitze begrenzte Größe — die Kanzlermehrheit liegt damit bei mindestens 316 von 630 Stimmen. Dieselbe Schwelle von 316 gilt auch für das konstruktive Misstrauensvotum nach Art.

67 GG, mit dem der Bundestag einen amtierenden Kanzler durch Wahl eines Nachfolgers ablösen kann. Scheitert bei der Vertrauensfrage nach Art. 68 GG dagegen die Mehrheit der Mitglieder für den Kanzler, kann der Bundespräsident den Bundestag auflösen.

Im Rechner bildest du die Kanzlermehrheit ab, indem du Stimmberechtigte auf 630 setzt und den Mehrheitstyp Absolute Mehrheit wählst — die zweite Referenztabelle auf dieser Seite listet alle Bundestags-Schwellen mit der jeweiligen Rechtsgrundlage.

Was bedeutet eine qualifizierte Mehrheit?

Qualifizierte Mehrheit ist der Oberbegriff für jede Schwelle oberhalb der einfachen Mehrheit — meist zwei Drittel oder drei Viertel der Stimmen, verlangt für besonders folgenreiche Beschlüsse.

Der Rechner nutzt dabei den exakten Bruch statt einer Rundung: Bei 150 abgegebenen Stimmen liegt die 2/3-Schwelle bei genau 100, aufgerundet aus 150 mal 2 geteilt durch 3.

Die 3/4-Schwelle liegt bei 113, aufgerundet aus 112,5 — nicht bei 112, wie eine ungenaue Rundung nahelegen würde. Im Grundgesetz verlangt Art.

79 Abs. 2 eine 2/3-Mehrheit der Bundestagsmitglieder für Verfassungsänderungen, im Vereinsrecht schreibt § 33 Abs. 1 BGB für Satzungsänderungen sogar drei Viertel der abgegebenen Stimmen vor.

Qualifizierte Mehrheiten sollen verhindern, dass weitreichende Entscheidungen mit einer knappen Zufallsmehrheit fallen. Die Vergleichstabelle im Rechner zeigt beide qualifizierten Schwellen parallel zur einfachen und absoluten Mehrheit.

Wie zählt eine Enthaltung bei einer Abstimmung?

Das hängt von der gewählten Enthaltungsregel ab, die der Rechner als eigenes Eingabefeld führt: Zählen Enthaltungen zur Basis, wirken sie wie Nein-Stimmen und erhöhen die Schwelle.

Bei 80 abgegebenen Stimmen und 5 Enthaltungen bleibt die Basis bei 80, die einfache Schwelle bei 41.

Zählen Enthaltungen dagegen nicht mit, sinkt die Basis auf 75 und die Schwelle auf 38 — ein Unterschied von 3 Stimmen, der bei knappen Abstimmungen über Annahme oder Ablehnung entscheidet.

Im Bundestag zählen Enthaltungen nach ständiger Staatspraxis zu Art. 42 Abs. 2 GG nicht mit: Nur Ja- und Nein-Stimmen bilden die Basis der einfachen Mehrheit, wie auch die Definition der Bundeswahlleiterin bestätigt.

Vereinssatzungen und Geschäftsordnungen können das anders regeln und Enthaltungen ausdrücklich als Nein werten. Prüfe daher immer deine Satzung oder Geschäftsordnung, bevor du die Enthaltungsregel im Rechner umschaltest.

Was ist der Unterschied zwischen absoluter und relativer Mehrheit?

Absolute Mehrheit verlangt mehr als die Hälfte einer festen Bezugsgröße, relative Mehrheit dagegen nur die meisten Stimmen unter mehreren Optionen — auch deutlich unter 50 Prozent.

Bei 100 Stimmberechtigten braucht die absolute Mehrheit mindestens 51 Ja-Stimmen.

Bei einer Personenwahl mit drei Kandidaten und Stimmen von 40, 35 und 25 Prozent gewinnt der erste Kandidat mit relativer Mehrheit, obwohl 60 Prozent der Wähler für jemand anderen gestimmt haben.

Relative Mehrheit kommt typisch bei Personenwahlen mit mehr als zwei Optionen vor, etwa in der Stichwahl um ein Bürgermeisteramt oder bei Vorstandswahlen im Verein — der Rechner bildet ausschließlich Ja/Nein-Abstimmungen mit absoluter, einfacher und qualifizierter Mehrheit ab, keine Mehrpersonenwahl mit relativer Mehrheit.

Die zweite Zeile der Referenztabelle auf dieser Seite ordnet die relative Mehrheit zur Einordnung neben die vier berechenbaren Mehrheitstypen ein.

Wie viel Prozent braucht ein Bürgermeister im ersten Wahlgang?

In allen 13 deutschen Flächenländern braucht ein Bürgermeister- oder Landratskandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen — mehr als die Hälfte, nicht nur die meisten.

Wird diese Schwelle verfehlt, folgt eine Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Bewerbern, in der dann die relative Mehrheit genügt; Baden-Württemberg bildet die Ausnahme mit einer offenen Neuwahl statt einer Stichwahl.

Diese Schwelle bezieht sich auf die abgegebenen gültigen Stimmen der konkreten Wahl, nicht auf alle Wahlberechtigten — sie ähnelt damit eher der einfachen als der absoluten Mehrheit im Sinne dieses Rechners, auch wenn die Wahlgesetze der Länder dafür den Begriff absolute Mehrheit verwenden.

Weil eine Bürgermeisterwahl mit variabler Kandidatenzahl, Wahlbeteiligung und Stichwahlregeln arbeitet, bildet sie nicht der Mehrheitsrechner ab, sondern der eigenständige Kommunalwahl-Direktwahl-Rechner, der Bewerberstimmen, Bundesland und Wahlgang direkt verarbeitet.

Wie viele Stimmen braucht eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag?

Für eine Grundgesetzänderung schreibt Art. 79 Abs. 2 GG zwei Drittel der Mitglieder des Bundestages vor, nicht nur der abgegebenen Stimmen. Bei 630 Sitzen im 21.

Bundestag liegt diese Schwelle bei genau 420 Stimmen, aufgerundet aus 630 mal 2 geteilt durch 3 — hier ohne Rundungsrest, weil 630 durch 3 exakt teilbar ist. Zusätzlich verlangt Art.

79 Abs. 2 GG dieselbe 2/3-Mehrheit im Bundesrat, sodass eine Verfassungsänderung beide Kammern mit qualifizierter Mehrheit passieren muss.

Diese Schwelle unterscheidet sich von einer einfachen 2/3-Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wie sie manche Satzungen für Sonderbeschlüsse vorsehen: Dort sinkt die Basis mit der Anwesenheit, bei der Mitgliedermehrheit im Bundestag bleibt sie bei 630 fix.

Im Rechner bildest du die Bundestags-Variante ab, indem du Stimmberechtigte und abgegebene Stimmen beide auf 630 setzt und den Mehrheitstyp Qualifizierte 2/3-Mehrheit wählst.

Was ist eine Sperrminorität?

Eine Sperrminorität ist der Stimmenanteil, mit dem eine Minderheit einen qualifizierten Mehrheitsbeschluss verhindern kann, ohne selbst eine Mehrheit zu benötigen.

Bei einer 3/4-Mehrheit genügt dafür bereits mehr als ein Viertel der abgegebenen Stimmen: Bei 100 abgegebenen Stimmen und einer Schwelle von 75 reichen 74 Ja-Stimmen nicht mehr aus, sobald 26 Stimmen dagegen oder in der Enthaltung stehen — die 3/4-Mehrheit ist dann verfehlt, es fehlt genau 1 Stimme.

Im GmbH-Recht ist dieser Mechanismus besonders praxisrelevant: Eine Satzungsänderung braucht nach § 53 Abs. 2 GmbHG drei Viertel der abgegebenen Stimmen, sodass ein Gesellschafter mit mehr als 25 Prozent Geschäftsanteil jede Satzungsänderung blockieren kann, auch gegen den Willen aller übrigen Gesellschafter.

Der Mehrheitsrechner zeigt diesen Effekt über den Überschuss oder die fehlenden Stimmen in der Vergleichstabelle; für die konkrete Stimmkraft nach Kapitalanteilen führt der Stimmgewichtung-Rechner die Sperrminorität explizit als eigenes Ergebnisfeld.

Welche Mehrheit gilt bei der Eigentümerversammlung oder im Betriebsrat?

Beide Gremien haben eigene Mehrheitsregeln, die über die vier Standardtypen dieses Rechners hinausgehen.

Bei der WEG-Eigentümerversammlung gilt für die meisten Beschlüsse die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen nach § 25 Abs. 1 WEG, für bestimmte bauliche Veränderungen zusätzlich eine Doppelschwelle aus Kopf- und Miteigentumsanteilsmehrheit nach § 21 Abs. 2 Nr. 1 WEG — und für virtuelle Versammlungen eine 3/4-Mehrheit nach § 23 Abs. 1a WEG.

Im Betriebsrat gilt für Beschlüsse grundsätzlich die einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder, während für die Wahl selbst je nach Betriebsgröße das Mehrheits- oder das Verhältniswahlrecht mit qualifizierten Zusatzregeln greift.

Ein Beispiel zur Einordnung: Bei 40 Vereinsmitgliedern, 30 abgegebenen Stimmen und einer 3/4-Mehrheits-Satzungsklausel liegt die Schwelle bei 23 Stimmen — mit exakt 23 Ja-Stimmen ist der Beschluss mit 76,7 Prozent knapp angenommen.

Die Doppelschwelle der WEG bildet der WEG-Abstimmungsrechner ab, die Betriebsratsgröße und Freistellungsstaffel der Betriebsratswahl-Rechner.

Wie berechnet man eine Mehrheit — welche Formel steckt dahinter?

Die Formel unterscheidet sich danach, ob strikt mehr als die Hälfte oder mindestens ein Bruchteil verlangt wird. Einfache und absolute Mehrheit brauchen strikt mehr als die Hälfte: Schwelle gleich abgerundete Basis geteilt durch 2, plus 1.

Bei einer Basis von 80 ergibt das 41, bei 81 ebenfalls 41 — die Abrundung beseitigt den halben Rest, so bleibt die Schwelle immer die kleinste ganze Zahl über der Hälfte.

Qualifizierte Mehrheiten verlangen dagegen mindestens einen Bruchteil, keine strikte Überschreitung: Die 2/3-Schwelle ist die aufgerundete Basis mal 2 geteilt durch 3, die 3/4-Schwelle die aufgerundete Basis mal 3 geteilt durch 4.

Bei einer benutzerdefinierten Schwelle von etwa 60 Prozent verwendet der Rechner dieselbe Aufrundungslogik mit dem eigenen Prozentsatz.

Die Basis selbst hängt vom Mehrheitstyp ab: abgegebene Stimmen bei einfacher und qualifizierter Mehrheit, alle Stimmberechtigten bei absoluter Mehrheit — und bei aktiver Enthaltungsregel zählen nicht mit sinkt die Basis um die Zahl der Enthaltungen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Die Vergleichstabelle ist der eigentliche Mehrwert des Rechners: Sie zeigt dasselbe Abstimmungsergebnis unter allen vier Mehrheitstypen gleichzeitig. Bei 80 abgegebenen Stimmen und 45 Ja-Stimmen liegt die einfache Mehrheit bei Schwelle 41 und ist mit Überschuss 4 erreicht, während die absolute Mehrheit bei 100 Stimmberechtigten erst bei 51 greift und mit 6 fehlenden Stimmen verfehlt wird.

Die qualifizierte 2/3-Mehrheit bei Schwelle 54 fehlen 9, die 3/4-Mehrheit bei 60 fehlen 15.

Diese Gesamtübersicht zeigt auf einen Blick, warum dasselbe Ergebnis je nach Satzungsregel oder Gesetzesgrundlage zu unterschiedlichen Beschlüssen führen kann.

Prüfe daher vor jeder Abstimmung, welcher Mehrheitstyp für diesen Beschlussgegenstand gilt — Satzungsänderungen verlangen oft eine qualifizierte Mehrheit, laufende Geschäfte nur eine einfache.

Die Enthaltungsregel verdient besondere Aufmerksamkeit: Wechselt die Regel von „zählen als Nein" zu „zählen nicht mit", sinkt bei 80 Abgegebenen und 5 Enthaltungen die Basis von 80 auf 75 und die Schwelle von 41 auf 38.

Der Überschuss steigt von 4 auf 7 — derselbe Antrag, der mit „zählen als Nein" knapp durchkam, gewinnt mit „zählen nicht mit" deutlich komfortabler.

Wer unsicher ist, welche Regel gilt, findet die Antwort in der Geschäftsordnung oder Satzung des Gremiums.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein Vereinsvorstand legt der Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung vor. 100 Mitglieder sind stimmberechtigt, 80 Stimmen werden abgegeben, davon 45 Ja, 30 Nein und 5 Enthaltungen.

Die Satzung verlangt für Änderungen eine 2/3-Mehrheit der abgegebenen Stimmen, Enthaltungen zählen als Nein.

Der Rechner zeigt: Basis 80, Schwelle bei Aufrundung von 80 mal 2 geteilt durch 3 gleich 54, Ja-Stimmen 45 — die 2/3-Mehrheit ist nicht erreicht, es fehlen 9 Stimmen.

Die Vergleichstabelle zeigt gleichzeitig, dass dieselben 45 Ja-Stimmen für die einfache Mehrheit (Schwelle 41, Überschuss 4) ausgereicht hätten, für die absolute Mehrheit (Schwelle 51, fehlend 6) aber nicht. Mehrheitsvergleich: Dasselbe Ergebnis unter vier Mehrheitstypen — 45 Ja bei 80 Abgegebenen Ein zweiter Fall zeigt die Wirkung der Enthaltungsregel: Dieselbe Abstimmung, aber Enthaltungen zählen nicht mit.

Die Basis sinkt auf 75, die 2/3-Schwelle auf 50 statt 54. Mit 45 Ja-Stimmen fehlen jetzt nur 5 statt 9 — die Enthaltungsregel allein verschiebt die Lücke um 4 Stimmen.

Dritter Fall: Eine GmbH-Gesellschafterversammlung mit 10 Gesellschaftern, 8 abgegebenen Stimmen, 5 Ja, 2 Nein, 1 Enthaltung. Einfache Mehrheit: Basis 8, Schwelle 5, exakt erreicht mit Überschuss 0.

Absolute Mehrheit: Basis 10, Schwelle 6, nicht erreicht, 1 fehlend. Die Vergleichstabelle zeigt, dass der Beschluss bei einfacher Mehrheit gerade noch gilt, bei absoluter aber scheitert — welche Schwelle gilt, steht im Gesellschaftsvertrag.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von einfacher und absoluter Mehrheit. Die einfache Mehrheit bezieht sich auf die abgegebenen Stimmen, die absolute auf alle Stimmberechtigten — bei 80 Abgegebenen von 100 Berechtigten liegt die einfache Schwelle bei 41, die absolute bei 51.

Wer die Begriffe vertauscht, bewertet ein Abstimmungsergebnis falsch. Zweitens wird übersehen, dass Enthaltungen die Schwelle verschieben, statt wirkungslos zu sein.

In vielen Gremien zählen Enthaltungen zur Basis — 5 Enthaltungen bei 80 Abgegebenen erhöhen die Basis gegenüber der Alternative um 5 und die Schwelle um bis zu 3 Stimmen.

Drittens werden Nein-Stimmen manuell eingegeben, obwohl der Rechner sie automatisch berechnet: Nein gleich Abgegebene minus Ja minus Enthaltungen. Wer Nein separat einträgt, riskiert eine Inkonsistenz, bei der die Stimmen nicht zur Gesamtzahl passen.

Viertens wird die qualifizierte 2/3-Mehrheit als „ungefähr 66 Prozent" gerundet, obwohl der Rechner den exakten Bruch verwendet: Bei 100 Abgegebenen liegt die Schwelle bei 67, nicht bei 66.

Die Rundungsdifferenz von einer Stimme kann über den Beschluss entscheiden.

Fünftens wird vergessen, dass die Beschlussfähigkeit vor der Mehrheit geprüft werden muss — ein Beschluss mit einfacher Mehrheit ist nichtig, wenn das Quorum gar nicht erreicht war.

Sechstens wird der gesetzliche Regelfall für Vereinsbeschlüsse übersehen: Das BGB verlangt für Satzungsänderungen (§ 33 Abs. 1 S.

1) und Vereinsauflösung (§ 41) drei Viertel der abgegebenen Stimmen — eine 2/3-Mehrheit genügt nur, wenn die Satzung sie ausdrücklich bestimmt.

Im Bundestags-Sprachgebrauch meint „absolute Mehrheit" die Kanzlermehrheit: mehr als die Hälfte aller gesetzlichen Mitglieder (Art. 121 GG), nicht nur der Anwesenden.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Mehrheitsrechner prüft einfache, absolute, qualifizierte 2/3- und 3/4-Mehrheiten aus Stimmberechtigten, abgegebenen Stimmen, Ja-Stimmen und Enthaltungen.

Die Vergleichstabelle zeigt dasselbe Ergebnis unter allen vier Mehrheitstypen auf einen Blick — Schwelle, Überschuss oder fehlende Stimmen werden für jeden Typ nebeneinandergestellt.

Die Enthaltungsregel macht sichtbar, wie Enthaltungen die Basis und damit die Schwelle verschieben: Bei 80 Abgegebenen und 5 Enthaltungen sinkt die einfache Schwelle von 41 auf 38, wenn Enthaltungen nicht mitgezählt werden. Enthaltungs-Regel: Wirkung auf die Schwelle — Vergleich der zwei Enthaltungsregeln bei 80 Abgegebenen und 5 Enthaltungen Die Beschlussfähigkeit prüft vorab der Quorum-Rechner — erst wenn das Quorum steht, ist die Mehrheitsprüfung rechtswirksam.

Für WEG-Versammlungen mit der Doppelschwelle aus Köpfen und Miteigentumsanteilen steht der WEG-Abstimmungsrechner bereit. Anteilsgewichtete Stimmrechte berechnet der Stimmgewichtung-Rechner. Ob Bündnisse im Parlament eine Regierungsmehrheit bilden, zeigt der Mehrheiten-Koalitionsrechner.

Die Beteiligungsquote einer Wahl berechnet der Wahlbeteiligung-Rechner, und die Sitzverteilung nach d'Hondt, Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë liefert der Sitzverteilungsrechner. Für Vorstandswahlen im Verein mit Stichwahl und Protokolltext steht der Vereinswahl-Rechner bereit.

Wie viele Delegierte jede Gliederung zum Parteitag entsendet, berechnet der Delegiertenschlüssel-Rechner. Eine Bürgermeister- oder Landratswahl mit Stichwahlregeln bildet der Kommunalwahl-Direktwahl-Rechner ab, nicht dieser Rechner.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Mehrheit erreicht: Ja — Schwelle 420, Ja 420, Nein 210, Überschuss 0

Grundgesetzänderung — Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag

Stimmberechtigte
630
Abgegebene Stimmen
630
Ja-Stimmen
420
Enthaltungen
0

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Mehrheit nicht erreicht — Schwelle 75, Ja 74, Nein 26, fehlend 1

GmbH-Sperrminorität — 3/4-Mehrheit knapp verfehlt

Stimmberechtigte
100
Abgegebene Stimmen
100
Ja-Stimmen
74
Enthaltungen
0

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Mehrheit erreicht: Ja — Basis 30, Schwelle 23, Ja 23, Nein 5, Überschuss 0

Vereinssatzungsänderung — 3/4-Mehrheit knapp erreicht

Stimmberechtigte
40
Abgegebene Stimmen
30
Ja-Stimmen
23
Enthaltungen
2

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · Mehrheit erreicht: Ja — Basis 37, Schwelle 19, Ja 22, Nein 15, Überschuss 3

Wirkung der Enthaltungsregel bei einfacher Mehrheit

Stimmberechtigte
50
Abgegebene Stimmen
40
Ja-Stimmen
22
Enthaltungen
3

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Weiterführende Rechner und Themen

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Wahlbeteiligung-RechnerWahlbeteiligung berechnen: aus Wahlberechtigten und abgegebenen Stimmen Beteiligungsquote, Nichtwähler und ungültige Stimmen ermitteln – mit Vorwahl-Vergleich.Betriebsratswahl-RechnerBetriebsratsgröße berechnen: Anzahl Mitglieder, Freistellungen und Minderheitengeschlecht nach BetrVG §§ 9, 15, 38 — mit Staffeltabelle und Wahlverfahren-Hinweis.Delegiertenschlüssel-RechnerDelegiertenschlüssel berechnen: Anzahl Delegierter aus Mitgliederzahl und Vertretungsschlüssel ermitteln — für Parteitag, Gewerkschaftskongress und Verbandsversammlung.Kommunalwahl-Direktwahl-RechnerBürgermeister- oder Landratswahl-Ergebnis berechnen und auswerten: Stimmen eingeben, absolute oder relative Mehrheit je Bundesland, Stichwahl-Simulation und grafische Darstellung.Pixel-cm-UmrechnerPixel in Zentimeter und Millimeter umrechnen: DPI und Pixelzahl eingeben, physische Druckgröße sofort erhalten.FPS-RechnerFrametime aus Bildrate berechnen und Bildraten vergleichen. Airsoft-Modus: FPS in Joule und m/s umrechnen, WaffG-Klasse ablesen.FOV-RechnerField of View (FOV) fuer Monitor und Sim-Racing berechnen: Bildschirmdiagonale, Seitenverhaeltnis und Sitzabstand eingeben, optimalen Blickwinkel ermitteln – mit Triple-Screen-Modus.Komplementärfarben-RechnerKomplementär-, Triaden- und Analogfarben aus einem HEX-Farbwert per Farbkreis-Rotation berechnen – mit HSL- und RYB-Modell und WCAG-Kontrastprüfung.Europawahl-Sitzverteilung-RechnerEuropawahl Sitzverteilung berechnen: 96 deutsche EP-Sitze nach Sainte-Laguë/Schepers (§ 2 EuWG) ohne Sperrklausel — Divisor, Stimmanteil und Sitzanteil je Partei.Stimmen-Prozent-UmrechnerAbsolute Stimmen in Prozent umrechnen oder aus Prozentwerten die Stimmenzahl hochrechnen – mit Summenprobe, 1-von-n-Spalte und Sonstige-Differenz.Wahlswing-RechnerWahlergebnisse zweier Wahlen vergleichen: Swing in Prozentpunkten, relative Veränderung, Two-Party-Swing, Pedersen-Volatilitätsindex und größter Gewinner.Wahlsystem-VergleichsrechnerWahlsysteme vergleichen: Sainte-Laguë, d'Hondt, FPTP, MMP und STV auf einer Stimmenbasis — mit Gallagher-Index, effektiver Parteienzahl und Sitzverteilung je System.Sperrklausel-RechnerSperrklausel prüfen: Welche Parteien überspringen die Prozenthürde und welche scheitern? Mit editierbarer Schwelle, Grundmandatsklausel und Stimmenverfall.Überhangmandate-RechnerÜberhangmandate berechnen: Direktmandate und Zweitstimmenanteil eingeben, Sainte-Laguë-Verteilung, Ausgleichsmandate und Bundestagsgröße nach altem und neuem Wahlrecht ablesen.Kommunalrat-RechnerSitzverteilung im Gemeinderat, Stadtrat und Kreisrat berechnen – für alle Bundesländer mit d'Hondt, Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë, inklusive Sperrklausel, Verfahrensvergleich und Koalitionsrechner.

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Rechnerspezifische Grenzen: Dieser Rechner bildet Mehrheitsschwellen rein mathematisch ab. Die tatsächlich erforderliche Mehrheit hängt von Satzung, Geschäftsordnung oder Gesetz ab — prüfen Sie Ihre Unterlagen. Dieser Rechner ersetzt keine Rechtsberatung.

Quelle: Reine Mathematik. Mehrheitstypen nach parlamentarischer Praxis: einfache Mehrheit (> 50 % der Abgegebenen, vgl. GG Art. 42 Abs. 2), absolute Mehrheit (> 50 % aller Stimmberechtigten = Mitgliedermehrheit, vgl. GG Art. 121, Art. 63 Abs. 2), qualifizierte 2/3-Mehrheit (vgl. GG Art. 79 Abs. 2), qualifizierte 3/4-Mehrheit.

Stand: 2026-09-26

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Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
26. September 2026
Fachbereich
Politik & Wahlen / Abstimmungen
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