Überblick
Mehrheit berechnen: einfache, absolute und qualifizierte Mehrheit erklärt
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Ob ein Antrag angenommen ist oder nicht, entscheidet die Mehrheit — und welche Mehrheit gilt, macht den Unterschied. Der Mehrheitsrechner prüft einfache, absolute, qualifizierte 2/3- und 3/4-Mehrheiten auf derselben Datenbasis und zeigt in einer Vergleichstabelle, wie dasselbe Abstimmungsergebnis unter jedem Mehrheitstyp bewertet wird.
Bei der einfachen Mehrheit müssen die Ja-Stimmen mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen ausmachen. Bei 80 abgegebenen Stimmen liegt die Schwelle bei 41, weil strikt mehr als 50 Prozent verlangt werden.
Die absolute Mehrheit dagegen bezieht sich nicht auf die Abgegebenen, sondern auf alle Stimmberechtigten — bei 100 Stimmberechtigten braucht man also mindestens 51 Ja-Stimmen, auch wenn nur 80 Stimmen abgegeben wurden.
Die qualifizierte 2/3-Mehrheit verlangt mindestens zwei Drittel der abgegebenen Stimmen, bei 150 Abgegebenen also 100, — in Satzungen dient sie häufig Satzungsänderungen, wobei der gesetzliche Regelfall im Verein sogar die 3/4-Mehrheit ist (§ 33 Abs. 1 S.
1 BGB). Für Grundgesetzänderungen schreibt Art. 79 Abs. 2 GG zwei Drittel der Mitglieder des Bundestages vor — die Schwelle bezieht sich hier auf alle Mitglieder (Mitgliedermehrheit nach Art. 121 GG), nicht auf die abgegebenen Stimmen.
Die qualifizierte 3/4-Mehrheit mit Schwelle bei drei Vierteln der Basis ist der gesetzliche Regelfall für Satzungsänderung und Auflösung im Verein (§ 33, § 41 BGB) sowie für die virtuelle Eigentümerversammlung (§ 23 Abs. 1a WEG).
Ein eigenes Eingabefeld steuert die Enthaltungsregel: Zählen Enthaltungen zur Basis (wie Nein-Stimmen), erhöht sich die Schwelle.
Werden sie von der Basis abgezogen, sinkt sie — bei 80 Abgegebenen und 5 Enthaltungen schrumpft die Basis auf 75, die Schwelle fällt von 41 auf 38. Der Rechner prüft die Beschlussfähigkeit nicht — dafür steht der Quorum-Rechner als vorgelagerter Schritt bereit.