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Sitzverteilung mit d'Hondt und Hare-Niemeyer berechnen

Politik & WahlenStand
Dieser Rechner dient zur Veranschaulichung von Wahlsystemen und Sitzverteilungsverfahren. Die Ergebnisse basieren auf den eingegebenen Werten und den jeweils gültigen Wahlgesetzen. Für offizielle Wahlergebnisse sind ausschließlich die zuständigen Wahlbehörden maßgeblich.

Grundeinstellungen – Kommunalwahl

In Bayern gibt es bei Kommunalwahlen keine Sperrklausel. Die Sitze werden nach Sainte-Laguë verteilt (seit 2018, zuvor Hare-Niemeyer).

Zwischen 8 und 80 Sitze, abhängig von der Gemeindegröße.

Die Anzahl der Gemeinderatssitze richtet sich nach der Einwohnerzahl der Gemeinde gemäß Art. 31 GO Bayern.

Standard in Bayern ist derzeit d'Hondt. Mit Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë können Sie alternative Verfahren simulieren.

Sperrklausel anwenden

Bayern kennt bei Kommunalwahlen keine gesetzliche Sperrklausel. Mit dieser Option können Sie z. B. 3 % oder 5 % simulieren.

Stimmergebnisse je Partei oder Liste

Eingabeart:

Erfassen Sie mindestens zwei Parteien oder Listen. Die Berechnung erfolgt automatisch, sobald gültige Werte vorliegen.

Partei / ListeFarbeStimmen (absolut)
#008AC5
#E3000F

Ergebnisse

ParteiStimmenStimmen %SitzeSitzanteil %
CSU
4.20070,0 %1470,0 %
SPD
1.80030,0 %630,0 %
Summe6.000100,0 %20100,0 %

Grafische Darstellung (vereinfachte Balkendiagramm-Ansicht)

Absolute Mehrheit: 11 Sitze.

Verfahrensvergleich
Parteid'HondtHare-NiemeyerSainte-Laguë
CSU
141414
SPD
666

Zellen, in denen ein Verfahren einer Partei mindestens einen Sitz mehr zuweist als ein anderes, sind hellgelb markiert.

Mögliche Koalitionen berechnen

Es werden alle Zweier- und Dreier-Koalitionen angezeigt, die mindestens 11 Sitze erreichen.

KoalitionSitze gesamtMehrheitsüberschuss
CSU + SPD
20+9
CSUAbsolute Mehrheit alleineKnappe Mehrheit
14+3

Grafische Sitzverteilung

Sitzverteilung – TortendiagrammSitzanteile der Parteien als Tortenstücke.CSU: 70,0 % (14 Sitze)SPD: 30,0 % (6 Sitze)
CSU
14 Sitze70,0 %
SPD
6 Sitze30,0 %

Gesamtsitze: 20. Absolute Mehrheit: 11 Sitze.

Für Gemeinderats- und Kreisratswahlen nutzen Sie bitte den Kommunalrat-Rechner.

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Kurzantwort

Sitzverteilungsrechner: Vergleiche d'Hondt, Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë für Bundestag, Landtag, Europa und Kommunalwahl inklusive Mehrheitsgrenze.

Sitzverteilung für Kommunalwahl, Landtag, Bundestag und Europa mit Hare-Niemeyer

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juni 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Sitzverteilung-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Hare-Niemeyer-Rechner, d'Hondt-Rechner und Sainte-Laguë/Schepers-Rechner vereint der Sitzverteilungsrechner in einem einzigen Tool und beantwortet damit genau die häufigen Suchanfragen dazu. Du siehst damit, wie aus Stimmen oder Prozentwerten konkrete Mandate entstehen und warum sich die Sitzverteilung je nach Verfahren spürbar verändert.

Ein Sitzverteilungsverfahren übersetzt die Stimmenanteile der Parteien in eine feste Zahl von Sitzen, wobei Divisoren oder Quoten und eine eventuelle Sperrklausel über jedes einzelne Mandat entscheiden.

Genau an der letzten Mandatsgrenze liegen die Unterschiede: d'Hondt bevorzugt tendenziell die größte Partei, Hare-Niemeyer verteilt Restsitze nach den größten Nachkommawerten, und Sainte-Laguë wirkt zwischen großen und mittleren Parteien ausgewogener.

Das ist besonders hilfreich für Kommunalwahl-, Landtags-, Bundestags- und Europawahl-Szenarien, wenn du nicht nur das stärkste Ergebnis sehen willst, sondern auch knappe Mehrheiten und Koalitionsoptionen vergleichen musst.

Für die Besonderheiten auf Gemeindeebene ergänzt der Kommunalrat-Rechner diese Verfahren.

Wie stark sich die Verfahren am Ende wirklich unterscheiden, hängt dabei an der Größe des Gremiums: Bei 20 Sitzen und vier Listen mit 4.200, 1.800, 1.100 und 900 Stimmen liefern d'Hondt, Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë exakt dieselbe Verteilung von 11, 4, 3 und 2 Sitzen.

Erst wenn viele Listen um wenige Mandate konkurrieren, treten die Unterschiede hervor: Bei acht Sitzen und sechs Listen holt d'Hondt der stärksten Liste einen vierten Sitz, den Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë der kleinsten Liste zusprechen. d'Hondt-Rechner fuer die Betriebsratswahl Bei einer Betriebsratswahl nach dem Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) kommt das d'Hondt-Verfahren zum Einsatz, wenn der Betriebsrat aus Vorschlagslisten gewaehlt wird.

Paragraf 15 Abs. 5 der Wahlordnung (WO) zum BetrVG schreibt das Hoechstzahlverfahren nach d'Hondt ausdruecklich vor.

Die Rechenlogik ist identisch mit der parlamentarischen Variante: Die Stimmen jeder Vorschlagsliste werden durch 1, 2, 3 und weitere Divisoren geteilt, und die hoechsten Quotienten erhalten die zu vergebenden Sitze.

Ein Beispiel mit drei Listen und 9 Sitzen: Liste A erhaelt 120, Liste B 85 und Liste C 45 Stimmen. Nach d'Hondt entfallen 5 Sitze auf A, 3 auf B und 1 auf C.

Im Rechner waehlst du unter Verfahren d'Hondt und setzt die Sperrklausel auf 0 Prozent, da das BetrVG keine Sperrklausel kennt.

Fuer Personenwahlen in kleineren Betrieben mit nur einer Vorschlagsliste gelten abweichende Regeln (Mehrheitswahl), die der Rechner nicht abbildet.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Die Wahlebene ganz oben ist kein Filter, sondern ein Umschalter zwischen vier eigenständigen Eingabemasken: Kommunal, Bundestag, Landtag und Europa führen jeweils eigene Sitzzahlen, eigene Parteilisten und ein eigenes Verfahren. Was du im Bundestags-Tab einträgst, taucht im Kommunal-Tab also nicht auf.

Geöffnet wird der Rechner in der Kommunalansicht für Bayern mit 20 Ratssitzen und zwei Beispiel-Listen (CSU 4.200, SPD 1.800) — ein Startpunkt zum Überschreiben, kein Ergebnis, das du zitieren solltest.

In der Kommunalansicht wählst du zunächst das Bundesland, und diese Auswahl setzt Verfahren und Sperrklausel automatisch: Bayern und Baden-Württemberg rechnen nach Sainte-Laguë ohne Hürde, Berlin nach d'Hondt mit 3 Prozent, andere Länder nach Sainte-Laguë ohne feste Schwelle.

Wechselst du das Bundesland, überschreibt der Rechner deine zuvor getroffene Verfahrenswahl — willst du bewusst vergleichen, stellst du das Verfahren also erst danach um.

Die Ratsgröße nimmt Werte zwischen 8 und 80 Sitzen an; die exakte Zahl für deine Gemeinde steht in der Hauptsatzung.

Pro Liste trägst du Namen und Stimmen ein und entscheidest über einen eigenen Umschalter, ob du absolute Stimmen oder Prozentwerte lieferst — beides mischen darfst du nicht, sonst rechnet der Rechner Äpfel gegen Birnen.

Für Bundestag und Landtag kommt optional die Zahl der Direktmandate je Partei hinzu; Prozentwerte solltest du dort vorher auf 100 prüfen, weil gerundete Umfragen bei 99 oder 101 landen und das bereits ein Mandat kosten kann.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Rechenlogik läuft in drei Schritten: Erst werden Parteien unterhalb der aktiven Sperrklausel gefiltert, dann verteilt das gewählte Verfahren die Sitze, danach prüft der Rechner Mehrheitsgrenze und Koalitionsfähigkeit. Beim d'Hondt-Verfahren werden Stimmen durch 1, 2, 3 und weitere Divisoren geteilt; hohe Anfangsquotienten stärken große Parteien oft leicht.

Beim Hare-Niemeyer-Verfahren werden zuerst proportionale Grundsitze vergeben und Restmandate nach den größten Nachkommarestwerten verteilt.

Sainte-Laguë/Schepers nutzt ungerade Divisoren und wirkt in vielen Szenarien ausgewogener zwischen großen und mittleren Parteien.

Konkret sieht der Rechenweg so aus: Bei d'Hondt teilt der Rechner die Stimmenzahl jeder Partei nacheinander durch 1, 2, 3, 4 und weitere ganze Zahlen und vergibt die Sitze an die jeweils höchsten Quotienten, bis die Gesamtsitzzahl erreicht ist.

Sainte-Laguë/Schepers arbeitet stattdessen mit den Divisoren 0,5, 1,5, 2,5 beziehungsweise gleichwertig mit 1, 3, 5, 7.

Hare-Niemeyer bildet zuerst die Quote aus Stimmen mal Gesamtsitze geteilt durch die Gesamtstimmen aller berücksichtigten Parteien, vergibt die ganzzahligen Anteile und verteilt die verbleibenden Restsitze nach der Größe der Nachkommaanteile.

Der Unterschied zwischen den Verfahren zeigt sich fast immer nur am letzten oder vorletzten Mandat, entfaltet genau dort aber die größte politische Wirkung.

Ob aus den verteilten Sitzen eine regierungsfähige Mehrheit wird, prüfst du anschließend im Mehrheiten-Koalitionsrechner.

Nachschlagen

Landtagswahl: Sitze, Verfahren und Sperrklausel nach Bundesland

Wie viele Sitze hat der Landtag, welches Zuteilungsverfahren gilt und wie hoch ist die Sperrklausel? Die Regelgrößen je Bundesland, wie sie der Sitzverteilungsrechner im Landtags-Modus verwendet.

Landtagswahl: Regelsitzzahl, Zuteilungsverfahren und Sperrklausel je Bundesland (Stand 2026)
BundeslandSitze (Regelgröße)VerfahrenSperrklausel
Baden-Württemberg120Sainte-Laguë/Schepers5 %
Bayern180d'Hondt5 %
Berlin147Sainte-Laguë/Schepers5 %
Brandenburg88Sainte-Laguë/Schepers5 %
Bremen87Sainte-Laguë/Schepers5 %
Hamburg123Sainte-Laguë/Schepers5 %
Hessen137Sainte-Laguë/Schepers5 %
Mecklenburg-Vorpommern71Sainte-Laguë/Schepers5 %
Niedersachsen135Sainte-Laguë/Schepers5 %
Nordrhein-Westfalen181Sainte-Laguë/Schepers5 %
Rheinland-Pfalz101Sainte-Laguë/Schepers5 %
Saarland51Sainte-Laguë/Schepers5 %
Sachsen119Sainte-Laguë/Schepers5 %
Sachsen-Anhalt97Sainte-Laguë/Schepers5 %
Schleswig-Holstein73Sainte-Laguë/Schepers5 %
Thüringen90Sainte-Laguë/Schepers5 %

Regelgrößen ohne Überhang- und Ausgleichsmandate; die tatsächliche Landtagsgröße kann davon abweichen. Nur Bayern rechnet regulär nach d'Hondt, alle übrigen Flächenländer nach Sainte-Laguë/Schepers. Die 5-%-Sperrklausel gilt bundesweit einheitlich für Landtagswahlen. Werte im Sitzverteilungsrechner unter Wahlebene „Landtag“ hinterlegt und jederzeit überschreibbar, wenn sich Regeln ändern.

Kommunalwahl: Zuteilungsverfahren und Sperrklausel nach Bundesland

Welches Verfahren verteilt die Sitze im Gemeinderat, Stadtrat oder Kreistag, und gilt überhaupt eine Sperrklausel? Anders als bei Landtags- oder Bundestagswahlen ist die Antwort von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Kommunalwahl: Zuteilungsverfahren und Sperrklausel je Bundesland (Stand 2026)
BundeslandVerfahrenSperrklausel
Baden-WürttembergSainte-Laguë/Scheperskeine
BayernSainte-Laguë/Scheperskeine
Berlin (Bezirksverordnetenversammlung)d'Hondt3 %
BrandenburgHare-Niemeyerkeine
BremenSainte-Laguë/Schepers5 %
Hamburg (Bezirksversammlung)Sainte-Laguë/Schepers3 %
HessenHare-Niemeyerkeine
Mecklenburg-VorpommernHare-Niemeyerkeine
NiedersachsenHare-Niemeyerkeine
Nordrhein-WestfalenSainte-Laguë/Scheperskeine
Rheinland-PfalzSainte-Laguë/Scheperskeine
Saarlandd'Hondtkeine
SachsenSainte-Laguë/Scheperskeine
Sachsen-AnhaltHare-Niemeyerkeine
Schleswig-HolsteinSainte-Laguë/Scheperskeine
ThüringenHare-Niemeyerkeine

13 der 16 Bundesländer verteilen Kommunalsitze ohne feste Prozenthürde; nur Berlin und Hamburg kennen mit 3 % eine niedrige Sperrklausel, Bremen die volle 5-%-Hürde. Berlin und Saarland nutzen regulär d'Hondt, sechs Länder (Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) Hare-Niemeyer, die übrigen acht Länder Sainte-Laguë/Schepers. Gemeinderatsgröße richtet sich nach der Einwohnerzahl der Gemeinde und ist hier nicht abgebildet; die genaue Zahl steht in der jeweiligen Hauptsatzung. Detaillierte Prozenthürden mit Rechtsgrundlage je Wahlebene zeigt zusätzlich der Sperrklausel-Rechner.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Sitzverteilung-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie funktioniert der d'Hondt-Rechner online und wo weicht er von Hare-Niemeyer ab?

Der d'Hondt-Rechner teilt die Stimmenzahl jeder Partei nacheinander durch 1, 2, 3, 4 und weitere ganze Zahlen und vergibt die Sitze an die höchsten der so entstandenen Quotienten.

Bei 50 Sitzen und Stimmenanteilen von 34, 28, 18, 11 und 9 Prozent liefert d'Hondt die Verteilung 18, 14, 9, 5 und 4 Sitze, während Hare-Niemeyer auf derselben Stimmenbasis 17, 14, 9, 6 und 4 Sitze ergibt – ein einziges Mandat wandert von der kleinsten zur größten Partei.

Dieser Effekt tritt nicht bei jeder Stimmenlage auf, meistens aber genau am letzten oder vorletzten Sitz, wo er die größte politische Wirkung entfaltet.

Wähle im Rechner d'Hondt und Hare-Niemeyer nacheinander mit identischer Sitzzahl und Stimmenbasis aus, um zu sehen, ob dein konkretes Szenario betroffen ist.

In Deutschland ist d'Hondt unter anderem bei Betriebsratswahlen und bei einigen Landtagswahlen wie Bayern vorgeschrieben.

Was unterscheidet den Hare-Niemeyer-Rechner vom Sitzverteilungsrechner insgesamt?

Der Hare-Niemeyer-Rechner ist kein eigenständiges Werkzeug, sondern eines von drei Verfahren, die im Sitzverteilungsrechner unter „Verfahren“ auswählbar sind.

Hare-Niemeyer bestimmt zuerst für jede Partei einen proportionalen Sitzanspruch aus Stimmen mal Gesamtsitze geteilt durch Gesamtstimmen, vergibt die ganzzahligen Anteile direkt und verteilt die restlichen Sitze an die Parteien mit den größten Nachkommaresten.

Bei 61 Sitzen und Stimmenanteilen von 34, 28, 18, 11 und 9 Prozent ergibt das 21, 17, 11, 7 und 5 Sitze – in diesem Fall identisch mit d'Hondt und Sainte-Laguë, weil die Stimmenlage keine Verfahrensunterschiede erzeugt.

Ein bekannter Nachteil von Hare-Niemeyer ist das Alabama-Paradox: Eine höhere Gesamtsitzzahl kann einer Partei unter bestimmten Bedingungen rechnerisch weniger Mandate bringen als zuvor.

Prüfe deshalb bei knappen Ergebnissen immer zusätzlich d'Hondt oder Sainte-Laguë gegen, bevor du eine Aussage triffst.

Was liefert der Mandatsrechner zusätzlich zur reinen Sitzzahl je Partei?

Über die Sitzzahl je Partei hinaus zeigt der Mandatsrechner die absolute Mehrheitsgrenze und alle Zweier- und Dreier-Koalitionen, die diese Schwelle erreichen.

Die absolute Mehrheit liegt bei der Hälfte aller Sitze plus eins: Bei 630 Sitzen sind das 316, bei 61 Sitzen 31 und bei 50 Sitzen 26 Mandate.

Trägst du zusätzlich Direktmandate ein, berücksichtigt der Rechner bei Bundestagsszenarien auch die Grundmandatsklausel, nach der eine Partei mit mindestens drei Direktmandaten trotz verfehlter Sperrklausel einzieht.

Für eine tiefere Koalitionsprüfung mit Sitzreserve und Mehrheitsarten wie Zwei-Drittel-Mehrheit wechselst du anschließend in den Mehrheiten-Koalitionsrechner.

Ohne feststehende Sitzzahlen ist jede Koalitionsüberlegung reine Spekulation, deshalb baut der Mandatsrechner konsequent auf der berechneten Sitzverteilung auf.

Für welche Wahlebenen und Wahlarten ist der Sitzverteilungsrechner geeignet?

Der Sitzverteilungsrechner deckt vier Wahlebenen mit jeweils eigener Eingabemaske ab: Kommunalwahl, Landtag, Bundestag und Europawahl.

In der Kommunalansicht bestimmt die Auswahl des Bundeslands automatisch Verfahren und Sperrklausel, weil sich beide je nach Land unterscheiden – 13 der 16 Länder kennen auf Gemeindeebene gar keine feste Prozenthürde.

Für den Bundestag ist die Sitzzahl seit der Wahlrechtsreform 2023 fest auf 630 begrenzt, ohne Überhang- oder Ausgleichsmandate, und es gilt zusätzlich zur 5-Prozent-Hürde die Grundmandatsklausel ab drei Direktmandaten.

Bei der Europawahl verteilt der Rechner die 96 deutschen Sitze nach Sainte-Laguë/Schepers ganz ohne Sperrklausel, weil das Bundesverfassungsgericht die frühere 3-Prozent-Hürde 2014 gekippt hat.

Wechsle die Wahlebene über die Tabs oben, denn jede Ansicht führt eigene Parteilisten und Sitzzahlen, die beim Wechsel zurückgesetzt werden.

Wie berechne ich die Sitzverteilung im Gemeinderat mit dem Rechner?

Öffne die Kommunalansicht, wähle dein Bundesland und trage die Gesamtsitzzahl deines Gemeinderats ein, die je nach Einwohnerzahl zwischen 8 und 80 Sitzen liegt und in der Hauptsatzung deiner Gemeinde steht.

Die Bundeslandauswahl setzt Verfahren und Sperrklausel automatisch: Bayern und Baden-Württemberg rechnen ohne Hürde nach Sainte-Laguë/Schepers, Nordrhein-Westfalen mit 2,5 Prozent, Berlin nach d'Hondt mit 3 Prozent.

Trage anschließend je Liste den Namen und die Stimmen ein – entweder durchgehend als absolute Stimmen oder durchgehend als Prozentwerte, ein Mischen beider Formate verfälscht das Ergebnis.

Bei 20 Sitzen und den Beispiellisten CSU mit 4.200 und SPD mit 1.800 Stimmen ergibt Hare-Niemeyer eine Verteilung von 14 zu 6 Sitzen.

Für Gemeinden mit Bundesland-Feinheiten wie Kumulieren und Panaschieren liefert der Kommunalrat-Rechner zusätzliche Hinweise zur Wahlpraxis.

Gilt der Rechner auch für die Sitzverteilung in Ausschüssen nach Hare-Niemeyer?

Ja, dieselbe Rechenlogik gilt für Ausschüsse eines Gemeinderats, Kreistags oder Betriebsrats, nur mit einer kleineren Sitzzahl als im Plenum.

Bei einem neunköpfigen Ausschuss und Fraktionsstärken von 35, 25, 20, 12 und 8 Prozent liefert Hare-Niemeyer die Verteilung 3, 2, 2, 1 und 1 Sitz – alle fünf Fraktionen sind vertreten.

Mit d'Hondt verschiebt sich dasselbe Szenario auf 4, 2, 2, 1 und 0 Sitze: Die kleinste Fraktion geht in diesem Fall komplett leer aus, weil bei wenigen zu vergebenden Sitzen die Bevorzugung großer Fraktionen stärker durchschlägt als im großen Plenum.

Trage im Rechner einfach die Fraktionsstärken und die tatsächliche Ausschussgröße ein, statt die Plenumssitze proportional im Kopf umzurechnen.

Ausschüsse werden in vielen Kommunalordnungen ausdrücklich nach dem Stärkeverhältnis der Fraktionen im Rat besetzt, weshalb die gewählten Stimmenanteile direkt übernommen werden können.

Was bedeutet Sainte-Laguë/Schepers und wann wird es in Deutschland angewendet?

Sainte-Laguë/Schepers ist ein Höchstzahlverfahren, das Stimmen durch die ungeraden Zahlen 1, 3, 5, 7 und so weiter teilt, statt wie d'Hondt durch alle ganzen Zahlen – dadurch werden mittlere und kleinere Parteien im Vergleich zu d'Hondt etwas weniger benachteiligt.

Der Deutsche Bundestag nutzt Sainte-Laguë seit der Wahlrechtsreform 2013 anstelle des vorher verwendeten Verfahrens, und auch bei der Europawahl gilt es seit 2009 ohne Sperrklausel für die 96 deutschen Sitze.

Bei den meisten Landtagswahlen ist Sainte-Laguë ebenfalls das Regelverfahren, nur Bayern rechnet weiterhin nach d'Hondt.

Rechnerisch unterscheidet sich das Ergebnis von Hare-Niemeyer häufig gar nicht: Bei identischer Stimmenbasis liefern beide Verfahren in vielen, aber nicht allen Fällen dieselbe Sitzverteilung, während d'Hondt am ehesten abweicht.

Wähle im Rechner Sainte-Laguë, wenn du das seit 2013 gültige Bundestagsverfahren nachvollziehen willst.

Wie stark verändert die 5-Prozent-Sperrklausel das Ergebnis im Sitzverteilungsrechner?

Die Sperrklausel kann das Ergebnis erheblich verschieben, weil ausgeschlossene Stimmen aus der Verteilungsmasse fallen und rechnerisch an die verbliebenen Parteien gehen.

Bei 50 Sitzen und Stimmenanteilen von 31, 27, 19, 10 und 8,1 Prozent sowie einer sechsten Partei mit 4,9 Prozent scheidet Letztere an der 5-Prozent-Hürde aus, und Sainte-Laguë verteilt die verbleibenden Sitze auf 17, 14, 10, 5 und 4 Mandate.

Läge dieselbe Partei stattdessen bei 5,1 statt 4,9 Prozent, zöge sie mit 3 Sitzen ein, die sie sich bei den größeren Parteien holt. Ein Unterschied von 0,2 Prozentpunkten kann damit über mehrere Mandate gleichzeitig entscheiden.

Bei der Bundestagswahl greift zusätzlich die Grundmandatsklausel: Ab drei gewonnenen Direktmandaten zieht eine Partei trotz verfehlter 5-Prozent-Hürde ein.

Rechne bei knappen Werten deshalb immer eine Variante knapp über und knapp unter der Schwelle durch.

Wie wird die Sitzverteilung bei einer Betriebsratswahl nach § 15 WO BetrVG berechnet?

Bei einer Betriebsratswahl mit mehreren Vorschlagslisten schreibt § 15 Abs. 5 der Wahlordnung zum Betriebsverfassungsgesetz das d'Hondt-Verfahren als Höchstzahlverfahren zwingend vor, eine Sperrklausel kennt das Gesetz dabei nicht.

Bei 9 zu vergebenden Sitzen und den Stimmen 120 für Liste A, 85 für Liste B und 45 für Liste C ergibt d'Hondt eine Verteilung von 5, 3 und 1 Sitz – Liste A erhält mit 48 Prozent der Stimmen 56 Prozent der Sitze, weil sich der Rundungsvorteil bei kleinen Sitzzahlen stärker auswirkt als in großen Parlamenten.

Wähle im Rechner das Verfahren d'Hondt und setze die Sperrklausel auf 0 Prozent.

Das Verfahren gilt nur bei Listenwahl mit mindestens zwei eingereichten Vorschlagslisten; bei nur einer Liste oder in Kleinbetrieben bis 100 Beschäftigten mit vereinfachtem Wahlverfahren findet stattdessen eine Mehrheitswahl statt, die der Rechner nicht abbildet.

Was bildet der Sitzverteilungsrechner bei Bundestag, Landtag und Kommunalwahl nur näherungsweise ab?

Der Rechner bildet die mathematische Kernlogik von d'Hondt, Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë/Schepers zuverlässig ab, aber nicht jede wahlrechtliche Sonderregel im vollen Umfang.

Seit der Bundestagswahlrechtsreform 2023 ist die Sitzzahl fest auf 630 begrenzt, Überhang- und Ausgleichsmandate entfallen vollständig – ältere Bundestagswahlen mit variabler Sitzzahl bildet der Rechner deshalb nicht ab.

Auf Landtagsebene rechnet er mit der Regelsitzzahl je Bundesland, während die tatsächliche Größe durch Direktmandate zusätzlich abweichen kann, etwa in Bayern oder Baden-Württemberg mit personalisierter Verhältniswahl.

Auf Kommunalebene gelten 16 unterschiedliche Landesregelungen zu Sperrklausel und Verfahren, die der Rechner zwar hinterlegt hat, aber bei jeder Wahlrechtsänderung im Bundesland selbst neu geprüft werden müssen.

Für die amtliche Feststellung eines Wahlergebnisses bleibt stets die zuständige Wahlbehörde maßgeblich; der Rechner liefert eine Modellrechnung für Szenarien und Verfahrensvergleiche, kein amtliches Endergebnis.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nutze den Rechner immer als Verfahrensvergleich mit identischer Stimmenbasis. Beispiel: 61 Sitze, Stimmenanteile A 33 %, B 28 %, C 18 %, D 12 %, E 9 %.

Bei Sainte-Laguë ergibt sich 20/17/11/7/6, bei d'Hondt dagegen 21/17/11/7/5 — Hare-Niemeyer liefert hier dasselbe Bild wie Sainte-Laguë.

Das eine zusätzliche Mandat der größten Partei geht exakt zulasten der kleinsten Liste und kann später über absolute Mehrheiten entscheiden.

Erwarte diesen Effekt aber nicht bei jedem Datensatz: Verschiebst du die Anteile nur leicht auf A 34 %, B 28 %, C 18 %, D 11 %, E 9 %, liefern alle drei Verfahren identische 21/17/11/7/5.

Ob die Methodenwahl überhaupt etwas ändert, ist also eine Eigenschaft der konkreten Stimmenlage und keine feste Regel — genau deshalb rechnest du sie durch, statt sie vorherzusagen.

Für Kommunalwahl-Suchfälle wie sitzverteilung kommunalwahl oder mandatsrechner kommunalwahl lohnt zusätzlich ein zweiter Lauf mit leicht veränderten Randparteiwerten, etwa 5,1 % gegen 4,9 %, weil schon diese Schwelle die gesamte Koalitionsarithmetik verschieben kann.

Verändere zwischen zwei Läufen immer nur eine einzige Größe, also entweder die Stimmenanteile oder das Verfahren, sonst lässt sich die Wirkung nicht sauber zuordnen.

Prüfe außerdem, ob deine Prozentwerte in der Summe wirklich 100 ergeben: Gerundete Umfragewerte addieren sich häufig auf 99 oder 101 Prozent, und diese Differenz kann bereits ein Mandat verschieben.

Notiere zu jedem Lauf das Datum, die Datenquelle und das gewählte Verfahren, damit später nachvollziehbar bleibt, worauf eine Aussage beruht.

Bei ungerader Gesamtsitzzahl lohnt ein zusätzlicher Blick auf die Mehrheitsgrenze, weil dort ein einzelnes Mandat über die absolute Mehrheit entscheidet.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein Kommunalwahl-Szenario macht den Verfahrensvergleich greifbar: In einem Rat mit 50 Sitzen liegen nach Auszählung A 29,0 %, B 26,0 %, C 19,5 %, D 12,0 %, E 8,6 %, F 4,9 %. Bei 5-%-Sperrklausel fällt F aus der Sitzverteilung.

Mit Sainte-Laguë erhält A 15, B 14, C 10, D 6, E 5 Sitze; Hare-Niemeyer kommt auf exakt dieselbe Verteilung.

Wechselst du auf d'Hondt, verschiebt sich genau ein Mandat: A steigt auf 16, E fällt auf 4 — die größte Liste gewinnt auf Kosten der kleinsten, und A plus D erreichen mit 22 Sitzen zwar noch keine Mehrheit, rücken ihr aber einen Sitz näher.

Ob ein Bündnis tragfähig ist, prüfst du im Mehrheiten-Koalitionsrechner. Genau dafür ist ein d'hondt rechner online im Vergleich mit Hare-Niemeyer praktisch: Du siehst sofort, ob ein Bündnis vom Verfahren abhängt oder auch bei Methodenwechsel stabil bleibt.

Ein zweiter Durchgang macht die Empfindlichkeit derselben Wahl sichtbar: Läge F nicht bei 4,9, sondern bei 5,1 Prozent, zöge die Liste nach Sainte-Laguë mit 3 Mandaten in den Rat ein — und diese drei Sitze holt sie sich bei A (15 auf 14), B (14 auf 13) und E (5 auf 4), während C und D unverändert bleiben.

Aus einer rechnerisch knappen Konstellation würde damit eine deutlich andere Ratsarithmetik.

Deshalb lohnt es sich, jedes Szenario einmal knapp über und einmal knapp unter der Sperrklausel durchzurechnen und die Mandatsdifferenz zu notieren, bevor aus dem Ergebnis politische Schlüsse gezogen werden. Sitzverteilung 50 Sitze: Sainte-Lague vs d Hondt, Partei A gewinnt den Sitz von Partei E

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Gleich mehrere Denkfehler wiederholen sich hier: Erstens die Annahme, dass d'Hondt, Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë bei identischen Stimmen praktisch dieselben Mandate ergeben, obwohl sich die Sitzverteilung gerade am letzten Sitz je nach Verfahren unterscheidet. Zweitens werden Prozentwerte aus Umfragen direkt wie Endergebnisse gelesen, ohne Sperrklausel- oder Rundungseffekte mitzudenken.

Drittens vergleichen Nutzer Verfahren mit unterschiedlicher Sitzzahl, was den Vergleich der Mandate wertlos macht.

Viertens wird eine Modellrechnung der Stimmenanteile als amtliches Endergebnis interpretiert, obwohl Sonderregeln wie Überhang- und Ausgleichsmandate zusätzliche Effekte erzeugen können.

Fünftens bleibt unbeachtet, dass eine Partei knapp an der Sperrklausel je nach Stimmenbasis ganz aus der Sitzverteilung fällt und damit die Koalitionsarithmetik kippt.

Sechstens wird übersehen, dass die Stimmen einer an der Sperrklausel gescheiterten Partei nicht einfach verfallen: Sie fließen zwar nicht direkt an andere Listen, fehlen aber in der Verteilungsmasse, wodurch alle verbleibenden Parteien anteilig mehr Sitze erhalten und größere Listen davon am stärksten profitieren.

Siebtens werden Direktmandate und Listenmandate vermengt, obwohl beide im Wahlrecht unterschiedlich behandelt werden und nur die Zweitstimme über das Kräfteverhältnis im Parlament entscheidet.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Auf derselben Stimmenbasis stellt der Sitzverteilungsrechner die Mandatsverteilung für Hare-Niemeyer, d'Hondt und Sainte-Laguë/Schepers nebeneinander.

Damit kannst du Unterschiede zwischen den Verfahren nicht nur sehen, sondern direkt für Mehrheiten, Koalitionen und Kommunalwahl-Szenarien bewerten.

Behalte dabei die aktive Sperrklausel und die korrekte Gesamtsitzzahl im Blick, weil beide jedes einzelne Mandat verschieben — welche Parteien die Hürde überhaupt überspringen, zeigt vorab der Sperrklausel-Rechner.

Wie viele Stimmen überhaupt abgegeben wurden, klärt vorab der Wahlbeteiligung-Rechner, und die Anteile der einzelnen Parteien ermittelt der Stimmen-Prozent-Umrechner mit Summenprobe. Für Gemeinde- und Stadträte übernimmt der Kommunalrat-Rechner dieselbe Verfahrenslogik.

Bevor du dich festlegst, vergleichst du mindestens zwei Verfahren mit identischer Sitzzahl und dokumentierst die Mandatsdifferenz der stärksten und kleinsten Partei, weil genau dort die entscheidende politische Verschiebung entsteht.

Den Vergleich zweier Wahlen nach Gewinnern und Verlierern in Prozentpunkten liefert der Wahlswing-Rechner. Wie sich Überhangmandate auf die tatsächliche Bundestagsgröße auswirken, zeigt der Überhangmandate-Rechner.

Fünf Wahlsysteme einschließlich FPTP, MMP und STV vergleicht der Wahlsystem-Vergleichsrechner auf derselben Stimmenbasis.

Das Prinzip, Ergebnisse nach festen Regeln in eine Rangfolge zu bringen, kennst du auch aus dem Sport, etwa beim Gruppentabellen-Rechner zur WM 2026. ## D'Hondt-Rechner: Hoechstzahlverfahren Schritt fuer Schritt Beim D'Hondt-Verfahren, auch Hoechstzahlverfahren nach Victor d'Hondt genannt, werden die Stimmen jeder Partei nacheinander durch die Divisoren 1, 2, 3, 4, 5 und so weiter geteilt.

Die daraus entstehenden Quotienten aller Parteien werden in eine gemeinsame Rangliste sortiert, und die Sitze gehen der Reihe nach an die hoechsten Werte, bis alle Mandate vergeben sind.

Ein Beispiel mit drei Parteien und 10 Sitzen: Partei A hat 4.200 Stimmen, Partei B 2.400, Partei C 1.400.

Partei A erhaelt die Quotienten 4.200, 2.100, 1.400, 1.050, 840 und 700, Partei B die Quotienten 2.400, 1.200 und 800, Partei C die Quotienten 1.400 und 700.

Die zehn hoechsten Quotienten lauten 4.200, 2.400, 2.100, 1.400 (A), 1.400 (C), 1.200, 1.050, 840, 800 und 700 (A) — beim doppelten Quotienten 700 von Partei A und Partei C zaehlt der zuerst gelistete, also A.

Daraus ergeben sich 6 Sitze fuer A, 3 fuer B und 1 fuer C.

Die Besonderheit von D'Hondt: Grosse Parteien profitieren tendenziell, weil ihre fruehen Quotienten die Rangliste dominieren und Gleichstaende bei den Quotienten zu ihren Gunsten aufgeloest werden.

Genau deshalb lohnt der Vergleich mit Sainte-Lague und Hare-Niemeyer auf derselben Stimmenbasis.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · A 17 | B 14 | C 9 | D 6 | E 4 Sitze

Hare-Niemeyer als Sitzverteilungsrechner

Verfahren
Hare-Niemeyer
Stimmen
A 34 %, B 28 %, C 18 %, D 11 %, E 9 %
Sitze
50

Beispiel 2 · Mittel · A 18 | B 14 | C 9 | D 5 | E 4 Sitze

d'Hondt-Rechner online mit denselben Stimmen

Verfahren
d'Hondt
Stimmen
A 34 %, B 28 %, C 18 %, D 11 %, E 9 %
Sitze
50

Beispiel 3 · Komplex · A 17 | B 14 | C 10 | D 5 | E 4 Sitze (F ausgeschlossen)

Sitzverteilung Kommunalwahl mit 5-%-Schwelle

Verfahren
Sainte-Laguë/Schepers
Stimmen
A 31,0 %, B 27,0 %, C 19,0 %, D 10,0 %, E 8,1 %, F 4,9 %
Sitze
50
Sperrklausel
5 %

Beispiel 4 · Komplex · Liste A 5 | Liste B 3 | Liste C 1 Sitze

d'Hondt-Verfahren bei einer Betriebsratswahl mit 9 Sitzen

Verfahren
d'Hondt
Stimmen
Liste A 120, Liste B 85, Liste C 45
Sitze
9
Sperrklausel
0 %

Beispiel 5 · Komplex · A 3 | B 2 | C 2 | D 1 | E 1 Sitze

Hare-Niemeyer-Rechner für einen Ausschuss mit 9 Sitzen

Verfahren
Hare-Niemeyer
Stimmen
A 35 %, B 25 %, C 20 %, D 12 %, E 8 %
Sitze
9
Sperrklausel
0 %

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Prozesskostenhilfe-RechnerProzesskostenhilfe nach § 115 ZPO berechnen: einzusetzendes Einkommen, PKH-Freibeträge 2026, Monatsrate und Vermögenseinsatz.RVG-RechnerAnwaltskosten nach RVG berechnen: Gebührentabelle Anlage 2 mit Gegenstandswert, Gebührensätzen und Auslagenpauschale – außergerichtlich, 1. Instanz oder Berufung.PfändungsrechnerPfändbares Nettoeinkommen nach § 850c ZPO berechnen: Pfändungsfreigrenzen ab 01.07.2026, Grundfreibetrag und Zuschläge für Unterhaltspflichtige.Sperrklausel-RechnerSperrklausel prüfen: Welche Parteien überspringen die Prozenthürde und welche scheitern? Mit editierbarer Schwelle, Grundmandatsklausel und Stimmenverfall.Überhangmandate-RechnerÜberhangmandate berechnen: Direktmandate und Zweitstimmenanteil eingeben, Sainte-Laguë-Verteilung, Ausgleichsmandate und Bundestagsgröße nach altem und neuem Wahlrecht ablesen.MehrheitsrechnerMehrheit berechnen: einfache, absolute, qualifizierte 2/3- und 3/4-Mehrheit prüfen – mit Enthaltungs-Regel, Vergleichstabelle und fehlenden Stimmen.WEG-AbstimmungsrechnerWEG-Beschluss prüfen: einfache Mehrheit, qualifizierter Beschluss (2/3 + 50 % MEA), 3/4-Mehrheit und allstimmig — nach WEG und WEMoG 2020.Stimmgewichtung-RechnerStimmrechte nach Kapitalanteilen berechnen: Stimmanteil, Mehrheitsschwelle und Sperrminorität für GmbH (§ 47 GmbHG), AG (§ 134 AktG) und Genossenschaft (§ 43 GenG).Betriebsratswahl-RechnerBetriebsratsgröße berechnen: Anzahl Mitglieder, Freistellungen und Minderheitengeschlecht nach BetrVG §§ 9, 15, 38 — mit Staffeltabelle und Wahlverfahren-Hinweis.Vereinswahl-RechnerVorstandswahl im Verein auswerten: Absolute Mehrheit nach § 32 BGB prüfen, Stichwahl erkennen und fertigen Protokolltext erstellen.Delegiertenschlüssel-RechnerDelegiertenschlüssel berechnen: Anzahl Delegierter aus Mitgliederzahl und Vertretungsschlüssel ermitteln — für Parteitag, Gewerkschaftskongress und Verbandsversammlung.Wahlbeteiligung-RechnerWahlbeteiligung berechnen: aus Wahlberechtigten und abgegebenen Stimmen Beteiligungsquote, Nichtwähler und ungültige Stimmen ermitteln – mit Vorwahl-Vergleich.Stimmen-Prozent-UmrechnerAbsolute Stimmen in Prozent umrechnen oder aus Prozentwerten die Stimmenzahl hochrechnen – mit Summenprobe, 1-von-n-Spalte und Sonstige-Differenz.Wahlswing-RechnerWahlergebnisse zweier Wahlen vergleichen: Swing in Prozentpunkten, relative Veränderung, Two-Party-Swing, Pedersen-Volatilitätsindex und größter Gewinner.Quorum-RechnerBeschlussfähigkeit berechnen: Quorum-Schwelle für Verein, WEG, GmbH, AG und Genossenschaft prüfen – mit Anwesenheitsquote, fehlenden Stimmen und Rechtsform-Presets.

Weiternutzung

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  • Vier Wahlebenen mit typischen Merkmalen: Kommunalwahlen 20-80 Sitze, teils ohne Sperrklausel. Landtagswahlen 60-200 Sitze, 5 %. Bundestagswahl 598+ Sitze, 5 %. Europawahl 96 deutsche Sitze, keine Sperrklausel.

    Wahlebenen – Kommunal bis EU im Überblick

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           alt="Vier Wahlebenen mit typischen Merkmalen: Kommunalwahlen 20-80 Sitze, teils ohne Sperrklausel. Landtagswahlen 60-200 Sitze, 5 %. Bundestagswahl 598+ Sitze, 5 %. Europawahl 96 deutsche Sitze, keine Sperrklausel."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/sitzverteilung-rechner">Wahlebenen – Kommunal bis EU im Überblick auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Flussdiagramm: Schritt 1 filtert Parteien unter der Sperrklausel, Schritt 2 verteilt Sitze nach dem gewählten Verfahren, Schritt 3 prüft Mehrheiten und Koalitionsoptionen.

    Sitzverteilung – Berechnungsablauf in 3 Schritten

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           alt="Flussdiagramm: Schritt 1 filtert Parteien unter der Sperrklausel, Schritt 2 verteilt Sitze nach dem gewählten Verfahren, Schritt 3 prüft Mehrheiten und Koalitionsoptionen."
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/sitzverteilung-rechner">Sitzverteilung – Berechnungsablauf in 3 Schritten auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Vergleich der Sitzverteilung nach Sainte-Lagü und d Hondt bei einer Kommunalwahl mit 50 Sitzen. Bei d Hondt gewinnt Partei A einen Sitz, den Partei E verliert.

    Sitzverteilung 50 Sitze: Sainte-Lagü vs d Hondt mit Verschiebung von Partei E zu Partei A

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           alt="Vergleich der Sitzverteilung nach Sainte-Lagü und d Hondt bei einer Kommunalwahl mit 50 Sitzen. Bei d Hondt gewinnt Partei A einen Sitz, den Partei E verliert."
           width="760" height="340">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/sitzverteilung-rechner">Sitzverteilung 50 Sitze: Sainte-Lagü vs d Hondt mit Verschiebung von Partei E zu Partei A auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Balkendiagramm zeigt, wie 61 Sitze bei Stimmenanteilen von 34 %, 28 %, 18 %, 11 % und 9 % je nach Verfahren unterschiedlich verteilt werden. d'Hondt: 22-17-11-7-4, Sainte-Laguë: 21-17-11-7-5, Hare-Niemeyer: 21-17-11-7-5.

    Sitzverteilung: Verfahrensvergleich bei identischer Stimmenbasis

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      <img src="https://rechner-portal.de/images/politik-wahlen/sitzverteilung-verfahren-vergleich.svg"
           alt="Balkendiagramm zeigt, wie 61 Sitze bei Stimmenanteilen von 34 %, 28 %, 18 %, 11 % und 9 % je nach Verfahren unterschiedlich verteilt werden. d'Hondt: 22-17-11-7-4, Sainte-Laguë: 21-17-11-7-5, Hare-Niemeyer: 21-17-11-7-5."
           width="760" height="370">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/sitzverteilung-rechner">Sitzverteilung: Verfahrensvergleich bei identischer Stimmenbasis auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Infografik: Sitzverteilung: Berechnungsverfahren im Vergleich, SAINTE-LAGUË/SCHEPERS, Divisoren: 0,5 · 1,5 · 2,5 · 3,5 ..., Stimmen ÷ Divisor = Höchstzahl, Sitze gehen an die höchsten Höchstzahlen, Vorteil: mathematisch fairste Methode, Begünstigt kleinere Parte

    Sitzverteilung-Rechner Verfahren

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      <img src="https://rechner-portal.de/images/politik-wahlen/sitzverteilung-rechner-verfahren.svg"
           alt="Infografik: Sitzverteilung: Berechnungsverfahren im Vergleich, SAINTE-LAGUË/SCHEPERS, Divisoren: 0,5 · 1,5 · 2,5 · 3,5 ..., Stimmen ÷ Divisor = Höchstzahl, Sitze gehen an die höchsten Höchstzahlen, Vorteil: mathematisch fairste Methode, Begünstigt kleinere Parte"
           width="760" height="400">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/sitzverteilung-rechner">Sitzverteilung-Rechner Verfahren auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/sitzverteilung-rechner

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Quelle: Wahlrecht.de, Bundeswahlgesetz (Wahlrechtsreform 2023), Landeswahlgesetze der Bundesländer, EU-Wahlrecht.

Stand: 2026-09-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. September 2026
Fachbereich
Politik & Wahlen / Sitzverteilung
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Sitzverteilung-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/sitzverteilung-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Sitzverteilung-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/politik-wahlen/sitzverteilung/sitzverteilung-rechner

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