Überblick
Was ist der Sitzverteilung-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Hare-Niemeyer-Rechner, d'Hondt-Rechner und Sainte-Laguë/Schepers-Rechner vereint der Sitzverteilungsrechner in einem einzigen Tool und beantwortet damit genau die häufigen Suchanfragen dazu. Du siehst damit, wie aus Stimmen oder Prozentwerten konkrete Mandate entstehen und warum sich die Sitzverteilung je nach Verfahren spürbar verändert.
Ein Sitzverteilungsverfahren übersetzt die Stimmenanteile der Parteien in eine feste Zahl von Sitzen, wobei Divisoren oder Quoten und eine eventuelle Sperrklausel über jedes einzelne Mandat entscheiden.
Genau an der letzten Mandatsgrenze liegen die Unterschiede: d'Hondt bevorzugt tendenziell die größte Partei, Hare-Niemeyer verteilt Restsitze nach den größten Nachkommawerten, und Sainte-Laguë wirkt zwischen großen und mittleren Parteien ausgewogener.
Das ist besonders hilfreich für Kommunalwahl-, Landtags-, Bundestags- und Europawahl-Szenarien, wenn du nicht nur das stärkste Ergebnis sehen willst, sondern auch knappe Mehrheiten und Koalitionsoptionen vergleichen musst.
Für die Besonderheiten auf Gemeindeebene ergänzt der Kommunalrat-Rechner diese Verfahren.
Wie stark sich die Verfahren am Ende wirklich unterscheiden, hängt dabei an der Größe des Gremiums: Bei 20 Sitzen und vier Listen mit 4.200, 1.800, 1.100 und 900 Stimmen liefern d'Hondt, Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë exakt dieselbe Verteilung von 11, 4, 3 und 2 Sitzen.
Erst wenn viele Listen um wenige Mandate konkurrieren, treten die Unterschiede hervor: Bei acht Sitzen und sechs Listen holt d'Hondt der stärksten Liste einen vierten Sitz, den Hare-Niemeyer und Sainte-Laguë der kleinsten Liste zusprechen.