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Koalitionen und Mehrheiten aus Sitzverteilungen berechnen

Politik & WahlenStand
Dieser Rechner berechnet Mehrheitsverhältnisse und mögliche Koalitionen auf Basis eingegebener Sitzverteilungen. Die Ergebnisse sind rein rechnerischer Natur und treffen keine politischen Aussagen über tatsächliche Koalitionsoptionen.

Mehrheitsrechner

Standardwert 630 entspricht dem Deutschen Bundestag seit 2023. Für andere Parlamente bitte anpassen: Bundesrat 69, Europaparlament 720, Landtage zwischen 51 und 212 Sitze je nach Bundesland.

Benötigte Mehrheiten

MehrheitsartBenötigte SitzeAnteilErklärung
Einfache Mehrheit31650,2 %Mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei voller Anwesenheit entspricht dies der Hälfte der Mitglieder plus eine Stimme.
Relative Mehrheit–KontextabhängigDie meisten Stimmen im Vergleich zu allen anderen Optionen – ohne feste Schwelle. Wird z.B. bei Mehrheitswahl im ersten Wahlgang genutzt.
Absolute Mehrheit31650,2 %Mehr als die Hälfte aller Mitglieder des Parlaments – unabhängig von der Anwesenheit. Entscheidende Schwelle für Regierungsbildungen im Bundestag.
Zwei-Drittel-Mehrheit42066,7 %Zwei Drittel aller Mitglieder. Wird häufig für Verfassungsänderungen oder besonders eingriffsintensive Entscheidungen verlangt.
Drei-Viertel-Mehrheit47375,1 %Drei Viertel aller Mitglieder. In einigen Landesverfassungen für besonders weitreichende Änderungen vorgesehen.
Wofür wird welche Mehrheit benötigt?
Einfaches Bundesgesetz (normaler Bundestagsbeschluss)Einfache Mehrheit
Zustimmungspflichtiges Bundesgesetz im Bundesrat (z.B. viele Steuergesetze)Einfache Mehrheit
Wahl des Bundeskanzlers im Bundestag (Regierungsbildung)Absolute Mehrheit
Konstruktives Misstrauensvotum gegen den BundeskanzlerAbsolute Mehrheit
Vertrauensfrage des BundeskanzlersAbsolute Mehrheit
Änderung des Grundgesetzes im BundestagZwei-Drittel-Mehrheit
Grundgesetzänderung: Zustimmung im BundesratQualifizierte Mehrheit im Bundesrat

Grafische Darstellung

Parlament mit 630 Sitzen
Einfache Mehrheit: 316
Absolute Mehrheit: 316
Zwei-Drittel: 420
Drei-Viertel: 473

Möchten Sie prüfen, welche Parteienkombinationen diese Mehrheiten erreichen? Scrollen Sie zum Koalitionsrechner oder klicken Sie auf den Button.


Koalitionsrechner

Die genauen Sitzzahlen für jede Mehrheitsart finden Sie im Mehrheitsrechner oben.

Tipp: Übernehmen Sie die Sitzzahl aus dem Mehrheitsrechner, um beide Bereiche miteinander zu verknüpfen.

Sitzanteile je Partei

Noch 630 Sitze nicht zugeordnet. Diese werden als fraktionslos behandelt.

Mögliche Koalitionen

Mit den eingegebenen Sitzverteilungen ist keine Mehrheitskoalition möglich. Aktivieren Sie den Schalter „Minderheitsregierungen anzeigen“, um weitere Optionen zu sehen.

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Kurzantwort

Prüft einfache, absolute und qualifizierte Mehrheiten aus Sitzverteilungen und macht rechnerisch tragfähige Koalitionen sowie Minderheitsmodelle sichtbar.

Koalitionen aus Sitzverteilungen durchrechnen und direkt sehen, welche Bündnisse absolute

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Mehrheiten- und Koalitionsrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Sitzstände in konkrete Regierungsoptionen zu übersetzen, ist die Kernaufgabe des Mehrheiten-Koalitionsrechners. Er zeigt, welche Zweier-, Dreier- oder Viererbündnisse eine Mehrheit erreichen, wie stabil diese Mehrheit ausfällt und welche Kombinationen bei kleinen Sitzverschiebungen sofort kippen können.

Grundlage ist die Mehrheitsschwelle: Eine einfache Mehrheit verlangt mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen, eine absolute Mehrheit die Mehrheit aller Parlamentsmitglieder, und für Verfassungsänderungen ist eine Zweidrittelmehrheit nötig.

Zu jeder Koalition weist der Rechner die Sitzreserve aus, also den Abstand zwischen den summierten Sitzen des Bündnisses und der nötigen Schwelle.

So erkennst du nicht nur, ob eine Mehrheit rechnerisch besteht, sondern auch, wie viele Abweichler oder Sitzverschiebungen sie verkraftet, bevor das Bündnis seine Handlungsfähigkeit verliert.

Drei Eingaben hält der Rechner dabei bewusst auseinander: die Gesamtzahl der Sitze, die Zahl der Anwesenden und die Enthaltungen. Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern der Kern der Sache.

Bei 630 Sitzen liegt die absolute Mehrheit bei 316 Stimmen — und sie bleibt bei 316, gleichgültig wie viele Abgeordnete tatsächlich im Saal sitzen, weil sie sich auf die Mitglieder des Hauses bezieht. Die einfache Mehrheit dagegen zählt nach Art.

42 GG nur die abgegebenen Ja- und Nein-Stimmen: Sind 600 anwesend und enthalten sich 20, sinkt sie auf 291.

Neben diesen beiden kennt der Rechner die relative Mehrheit, die Zwei-Drittel-Mehrheit, die bei 630 Sitzen 420 Stimmen verlangt, und die Drei-Viertel-Mehrheit mit 473.

Eine sechste Schwelle, die qualifizierte Mehrheit im Bundesrat, blendet er nur ein, wenn du genau 69 Sitze einträgst — dort sind es 46 Stimmen.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die Gesamtsitze des Gremiums und die Sitzzahlen der einzelnen Fraktionen ein; die relevanten Mehrheitsschwellen — einfache Mehrheit, absolute Mehrheit, Zwei-Drittel- und Drei-Viertel-Mehrheit — leitet der Rechner daraus automatisch ab, auf Wunsch unter Berücksichtigung einer abweichenden Anwesenheit und von Enthaltungen. Für belastbare Ergebnisse sollten alle Sitzzahlen aus demselben Datenstand stammen und der realen Größe des Parlaments entsprechen.

Berücksichtige dabei auch fraktionslose Sitze, weil sie die Gesamtzahl und damit die Mehrheitsschwelle verändern.

Typische Fehler sind gemischte Datenstände, das Übersehen fraktionsloser Sitze und die Annahme, dass jede rechnerische Mehrheit eines Bündnisses automatisch politisch realistisch ist.

Die Mehrheitsschwelle richtet sich nach der Gesamtzahl der Sitze: Bei einer geraden Sitzzahl liegt die absolute Mehrheit bei der Hälfte plus eins, bei einer ungeraden Zahl bei der nächsthöheren ganzen Zahl.

Änderst du die Parlamentsgröße oder ergänzt fraktionslose Abgeordnete, verschiebt sich diese Schwelle mit, weshalb der Datenstand für alle Fraktionen derselbe sein muss.

Praxisfälle

Mehrheiten und Koalitionen berechnen: sieben typische Anwendungsfälle

Jeder Fall nennt die Suchfrage, die passende Eingabe und das Ergebnis aus der echten Rechenfunktion des Mehrheitsrechners bzw. Koalitionsrechners.

  1. Absolute Mehrheit im Bundestag berechnen (630 Sitze)

    „Wie viele Sitze braucht man für eine absolute Mehrheit im Bundestag?“

    Eingabe
    Mehrheitsrechner, Gesamtzahl der Sitze im Parlament: 630
    Ergebnis
    Absolute Mehrheit: 316 von 630 Sitzen (50,2 %). Zusätzlich zeigt der Rechner die einfache Mehrheit mit 316 Sitzen bei voller Anwesenheit, die Zwei-Drittel-Mehrheit mit 420 Sitzen und die Drei-Viertel-Mehrheit mit 473 Sitzen.
  2. Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Grundgesetzänderung

    „Wie viele Stimmen braucht eine Grundgesetzänderung im Bundestag?“

    Eingabe
    Mehrheitsrechner, Gesamtzahl der Sitze im Parlament: 630
    Ergebnis
    Zwei-Drittel-Mehrheit: 420 von 630 Sitzen (66,7 %) — die Schwelle, die Art. 79 Abs. 2 GG für Grundgesetzänderungen im Bundestag verlangt.
  3. Qualifizierte Mehrheit im Bundesrat (69 Stimmen)

    „Wie viele Stimmen braucht eine qualifizierte Mehrheit im Bundesrat?“

    Eingabe
    Mehrheitsrechner, Gesamtzahl der Sitze im Parlament: 69
    Ergebnis
    Bei genau 69 Sitzen blendet der Rechner automatisch die Bundesrats-Sonderschwelle ein: 46 von 69 Stimmen (66,7 %). Die reguläre absolute Mehrheit läge bei 35 Stimmen.
  4. Mehrheitsschwellen im EU-Parlament prüfen

    „Wie viele Sitze braucht eine Mehrheit im EU-Parlament?“

    Eingabe
    Mehrheitsrechner, Gesamtzahl der Sitze im Parlament: 720 (eigene Eingabe, kein voreingestellter Modus)
    Ergebnis
    Absolute Mehrheit: 361 von 720 Sitzen, Zwei-Drittel-Mehrheit: 480 Sitze. Der Rechner kennt keinen EU-Parlament-Modus, liefert die Schwellen aber korrekt für jede eingetragene Gesamtsitzzahl.
  5. Dreier-Koalition mit stabiler Mehrheit in einem Landtag

    „Reicht eine Dreier-Koalition für eine stabile Mehrheit im Landtag?“

    Eingabe
    Koalitionsrechner, Gesamtsitze 96, Parteien A 34, B 22, C 18, D 14, E 8 Sitze
    Ergebnis
    A + B + C erreichen 74 von 96 Sitzen — Mehrheitsüberschuss 25 Sitze bei einer Schwelle von 49, vom Rechner als „Stabile Mehrheit“ eingestuft.
  6. Minderheitsregierung erkennen

    „Wann zeigt der Rechner eine Minderheitsregierung an?“

    Eingabe
    Koalitionsrechner, Gesamtsitze 96, Parteien A 34, D 14 Sitze, Minderheitsregierungen anzeigen: Ja
    Ergebnis
    A + D kommen auf 48 von 96 Sitzen — 1 Sitz unter der absoluten Mehrheit von 49. Der Rechner listet das Bündnis als Minderheitsregierung statt es zu verwerfen.
  7. Wie viel Prozent braucht eine Koalition zum Regieren?

    „Wieviel Prozent braucht eine Koalition, um zu regieren?“

    Eingabe
    Koalitionsrechner, Gesamtsitze 96, Parteien A 34, B 22 Sitze
    Ergebnis
    A + B erreichen 56 von 96 Sitzen, das entspricht 58,3 % — oberhalb der 51,0-%-Schwelle (49 Sitze) für die absolute Mehrheit.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Formel in Klartext: Eine Koalition ist mehrheitsfähig, wenn die Summe ihrer Fraktionssitze die absolute Mehrheitsschwelle erreicht oder überschreitet. Der Rechner bildet dafür alle zulässigen Zweier-, Dreier- und Viererbündnisse, berechnet zusätzlich die Sitzreserve (im Rechner „Mehrheitsüberschuss“ genannt), also den Puffer bis zur Schwelle, und lässt jede ausgewählte Koalition außerdem gegen einfache, Zwei-Drittel- und Drei-Viertel-Mehrheit prüfen.

Beispiel: Bei 120 Sitzen liegt die absolute Mehrheit bei 61. Erreichen zwei Fraktionen zusammen 64 Sitze, beträgt die Reserve 3 Sitze; fallen durch Abweichler oder Sitzverschiebungen 2 Sitze weg, bleibt die Mehrheit erhalten, bei 4 Sitzen kippt sie.

Genau dieser Puffer entscheidet, ob eine Regierungsoption stabil oder gefährdet ist. Mehrheitsschwellen bei 120 Sitzen: einfache, absolute, 2/3- und 3/4-Mehrheit Für eine Zweidrittelmehrheit rechnet der Rechner die Schwelle entsprechend höher: Bei 120 Sitzen sind das 80 Stimmen, was zeigt, warum Verfassungsänderungen meist breite Bündnisse über die Regierungskoalition hinaus erfordern.

Die Sitzreserve ist dabei nicht nur eine Zahl, sondern der praktische Spielraum für Enthaltungen, Krankheitsfälle und einzelne Abweichler; je größer sie ist, desto seltener hängt eine Abstimmung von wenigen Anwesenden ab.

Die Fraktionssitze als Ausgangsbasis liefert der Sitzverteilungsrechner.

Nachschlagen

Mehrheitsschwellen in wichtigen Gremien im Überblick

Wie viele Sitze oder Stimmen eine Mehrheit tatsächlich braucht, hängt vom Gremium ab. Diese Tabelle zeigt die absolute und qualifizierte Mehrheit für Bundestag, Bundesrat, Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union — die konkreten Zahlen lassen sich im Rechner oben mit jeder beliebigen Gesamtsitzzahl nachvollziehen.

Absolute und qualifizierte Mehrheitsschwellen in Bundestag, Bundesrat, EU-Parlament und Rat der EU (Stand 2026)
GremiumMitglieder / SitzeAbsolute MehrheitQualifizierte MehrheitRechtsgrundlage
Deutscher Bundestag630 Sitze (seit Wahlrechtsreform 2023)316 Sitze (50,2 %)Zwei Drittel: 420 Sitze (66,7 %)Art. 121 GG (Mehrheit der Mitglieder); Art. 79 Abs. 2 GG (Grundgesetzänderung)
Bundesrat69 Stimmen35 Stimmen (50,7 %)Zwei Drittel: 46 Stimmen (66,7 %)Art. 51 GG; Art. 79 Abs. 2 GG (zustimmungspflichtige Grundgesetzänderungen)
Europäisches Parlament720 Sitze (Wahlperiode 2024–2029)361 Sitze (50,1 %) — für bestimmte Verfahren wie die zweite Lesung im ordentlichen GesetzgebungsverfahrenIn der Regel genügt die Mehrheit der abgegebenen StimmenArt. 231 AEUV (abgegebene Stimmen); Art. 294 AEUV (Mehrheit der Mitglieder in bestimmten Verfahrensschritten)
Rat der Europäischen Union27 Mitgliedstaaten (je 1 Stimme)Für die meisten Beschlüsse nicht vorgesehen (eigenes Quorum)Doppelte Mehrheit: mindestens 55 % der Staaten (mind. 15 von 27) und mindestens 65 % der EU-BevölkerungArt. 16 Abs. 4 EUV; Art. 238 AEUV

Die Werte für Bundestag und Bundesrat lassen sich im Mehrheitsrechner oben exakt nachrechnen (Gesamtsitze 630 bzw. 69 eintragen, die Bundesrats-Sonderschwelle erscheint automatisch bei 69 Sitzen). Für EU-Parlament und Rat der EU bildet der Rechner nur die reine Sitz-/Stimmenmehrheit ab, nicht die doppelte Mehrheit (Staaten- und Bevölkerungsquorum) im Rat der EU — dafür gibt es kein einfaches Sitz-basiertes Modell.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Mehrheiten- und Koalitionsrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie viele Sitze braucht man für eine absolute Mehrheit im Bundestag?

Die absolute Mehrheit im Bundestag liegt bei 316 von 630 Sitzen, also gut der Hälfte aller Mandate.

Seit der Wahlrechtsreform 2023 hat der Bundestag eine feste Größe von 630 Sitzen, sodass sich die Schwelle nicht mehr wie früher von Wahlperiode zu Wahlperiode verschiebt.

Wichtig ist der Unterschied zur einfachen Mehrheit: Diese bezieht sich nur auf die abgegebenen Ja- und Nein-Stimmen der Anwesenden, während die absolute Mehrheit immer auf alle Mitglieder des Hauses bezogen bleibt, unabhängig davon, wie viele Abgeordnete im Plenum sitzen.

Für die Wahl des Bundeskanzlers, das konstruktive Misstrauensvotum und die Vertrauensfrage ist genau diese absolute Mehrheit erforderlich.

Tragen Sie 630 Sitze in den Mehrheitsrechner ein, zeigt er die Schwelle sofort an und ergänzt direkt die Zwei-Drittel-Mehrheit mit 420 und die Drei-Viertel-Mehrheit mit 473 Sitzen.

Ändert sich die Gesamtsitzzahl durch eine künftige Reform, verschiebt sich die Schwelle automatisch mit, weshalb die aktuelle amtliche Sitzzahl vor jeder Auswertung geprüft werden sollte.

Wie viele Sitze hat der Bundestag aktuell?

Der Bundestag hat aktuell fest 630 Sitze, denn die Wahlrechtsreform 2023 hat die frühere variable Bundestagsgröße mit Überhang- und Ausgleichsmandaten abgeschafft und durch eine starre Obergrenze ersetzt.

Vor der Reform schwankte die Sitzzahl je nach Wahlergebnis erheblich, zuletzt auf bis zu 736 Sitze im 20. Bundestag; dieser Wert ist seit der 2025 gewählten Wahlperiode nicht mehr aktuell und sollte nicht mehr als Rechengrundlage verwendet werden.

Aus den 630 Sitzen leitet der Mehrheitsrechner automatisch alle Schwellen ab: 316 Sitze für die absolute Mehrheit, 420 für eine Zwei-Drittel-Mehrheit bei Grundgesetzänderungen und 473 für eine Drei-Viertel-Mehrheit.

Geben Sie 630 als Gesamtsitze ein, um diese Werte direkt zu sehen, oder passen Sie die Zahl an, wenn Sie einen Landtag oder Gemeinderat mit abweichender Größe prüfen.

Beachten Sie, dass sich die Sitzzahl nur zu einer neuen Bundestagswahl oder durch eine erneute Reform ändert, nicht während einer laufenden Wahlperiode.

Wieviel Prozent braucht eine Koalition, um zu regieren?

Eine Koalition braucht rechnerisch mehr als 50 Prozent aller Sitze, um die absolute Mehrheit zu erreichen; bei 630 Bundestagssitzen sind das 316 Mandate oder rund 50,2 Prozent.

Der genaue Prozentsatz hängt dabei leicht von der geraden oder ungeraden Gesamtsitzzahl ab: Bei 96 Sitzen etwa liegt die Schwelle bei 49 Sitzen, also 51,0 Prozent, weil bei einer geraden Zahl immer die Hälfte plus ein Sitz gilt.

Der Koalitionsrechner zeigt zu jeder eingetragenen Parteienkombination automatisch den prozentualen Sitzanteil an, sodass Sie nicht selbst umrechnen müssen.

Eine Koalition mit 56 von 96 Sitzen kommt beispielsweise auf 58,3 Prozent und liegt damit über der 51,0-Prozent-Schwelle.

Wichtig ist die Abgrenzung zur einfachen Mehrheit bei Abstimmungen: Dort zählen nur die abgegebenen Ja- und Nein-Stimmen der Anwesenden, wodurch der nötige Prozentsatz der Gesamtsitze bei geringer Anwesenheit sinken kann, ohne dass sich die Regierungsmehrheit selbst ändert.

Für eine stabile Regierung reicht die knappe Überschreitung der 50-Prozent-Schwelle oft nicht aus, weil schon einzelne Abweichler die Mehrheit kippen können.

Wie viele Stimmen braucht eine qualifizierte Mehrheit im Bundesrat?

Eine qualifizierte Mehrheit im Bundesrat verlangt 46 von 69 Stimmen, also zwei Drittel aller Stimmen der 16 Bundesländer.

Der Bundesrat hat unabhängig vom jeweiligen Gesetzentwurf immer 69 Stimmen, weil jedes Land je nach Einwohnerzahl zwischen drei und sechs Stimmen erhält und diese Verteilung in Art. 51 GG festgelegt ist.

Die einfache absolute Mehrheit im Bundesrat liegt bei 35 Stimmen, die qualifizierte Zwei-Drittel-Mehrheit wird vor allem bei zustimmungspflichtigen Grundgesetzänderungen benötigt, die zusätzlich zur Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag mit 420 Stimmen erforderlich ist.

Tragen Sie im Mehrheitsrechner genau 69 als Gesamtsitze ein, blendet der Rechner die Bundesratsschwelle automatisch zusätzlich zur regulären absoluten und Zwei-Drittel-Mehrheit ein; bei jeder anderen Sitzzahl bleibt dieser Sonderfall ausgeblendet, weil er nur für den Bundesrat gilt.

Für die meisten Gesetze reicht dagegen eine einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen im Bundesrat, sofern das Gesetz überhaupt zustimmungspflichtig ist.

Funktioniert der Koalitionsrechner auch für Landtagswahlen wie in Sachsen-Anhalt?

Der Koalitionsrechner funktioniert für jedes Gremium mit fester Sitzverteilung, also auch für Landtage wie in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern oder Thüringen; anders als spezialisierte Wahltools bringt er aber keine vorbefüllten Ergebnisse einzelner Landtagswahlen mit.

Sie tragen die Sitzzahl des jeweiligen Landtags und die Mandate jeder Fraktion selbst ein, und der Rechner bildet daraus automatisch alle mehrheitsfähigen Zweier-, Dreier- und Viererkoalitionen.

Das amtliche Endergebnis der jeweiligen Landtagswahl liefert die zuständige Landeswahlleitung; erst mit diesen bestätigten Sitzzahlen liefert die Koalitionsauswertung belastbare Ergebnisse.

Der Vorteil gegenüber einem auf eine einzelne Wahl zugeschnittenen Tool liegt in der Flexibilität: Ändert sich die Sitzverteilung durch Nachwahlen, Fraktionswechsel oder eine neue Wahlperiode, muss nur die Eingabe angepasst werden, statt auf ein anderes Tool zu wechseln.

Nutzen Sie dafür die Sitzzahlen aus dem Sitzverteilungsrechner, falls Sie zunächst aus Stimmenanteilen die Mandate ermitteln müssen, bevor Sie sie hier auf Mehrheitsfähigkeit prüfen.

Wie wirken sich Enthaltungen auf die einfache Mehrheit im Bundestag aus?

Enthaltungen senken bei der einfachen Mehrheit die Zahl der maßgeblichen Stimmen, weil nur abgegebene Ja- und Nein-Stimmen zählen und Enthaltungen weder als Zustimmung noch als Ablehnung gewertet werden.

Sind von 630 Sitzen beispielsweise 500 Abgeordnete anwesend und enthalten sich 30, sinkt die einfache Mehrheit auf 236 Stimmen statt auf 251, wie es ohne Enthaltungen der Fall wäre.

Für die absolute und die qualifizierte Mehrheit gilt diese Regel dagegen nicht: Sie bleiben unabhängig von Anwesenheit und Enthaltungen immer auf die volle Mitgliederzahl bezogen, bei 630 Sitzen also konstant bei 316 beziehungsweise 420 Stimmen.

Aktivieren Sie im Mehrheitsrechner die Option Enthaltungen gesondert berücksichtigen, rechnet er die abgesenkte Basis für die einfache Mehrheit automatisch aus und zeigt die neue Schwelle direkt an.

Wer diesen Unterschied übersieht, überschätzt häufig, wie leicht eine Regierungsmehrheit eine einfache Abstimmung gewinnen kann, verwechselt aber gleichzeitig die für Kanzlerwahl oder Misstrauensvotum entscheidende absolute Mehrheit.

Wie viele Stimmen braucht eine Grundgesetzänderung im Bundestag?

Eine Grundgesetzänderung im Bundestag verlangt eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 420 der 630 Sitze, wie Art. 79 Abs. 2 GG festlegt.

Diese Schwelle bezieht sich auf alle Mitglieder des Bundestages und nicht nur auf die im Plenum Anwesenden, weshalb sie auch bei geringerer Anwesenheit unverändert bei 420 Stimmen bleibt.

Zusätzlich muss derselbe Vorgang auch im Bundesrat eine Zwei-Drittel-Mehrheit erreichen; dort liegt die Schwelle bei 46 von 69 Stimmen.

Damit eine Verfassungsänderung gelingt, reicht eine einfache Regierungsmehrheit also grundsätzlich nicht aus, es braucht eine deutlich breitere Zustimmung über die Koalition hinaus.

Tragen Sie 630 Sitze in den Mehrheitsrechner ein, zeigt er die Zwei-Drittel-Schwelle direkt neben der einfachen und der absoluten Mehrheit an.

Im Koalitionsrechner lässt sich zusätzlich prüfen, welche Parteienkombinationen diese 420 Sitze überhaupt erreichen könnten; bei den meisten realistischen Zweier- oder Dreierkoalitionen fehlt dafür üblicherweise die Reichweite über die eigentliche Regierungsmehrheit hinaus.

Gibt es einen Mehrheitsrechner für das EU-Parlament?

Einen eigenen EU-Parlament-Modus hat der Rechner nicht, er lässt sich aber mit der aktuellen Sitzzahl von 720 Sitzen der Wahlperiode 2024 bis 2029 genauso nutzen wie für Bundestag oder Landtag.

Tragen Sie 720 als Gesamtsitze ein, zeigt der Rechner eine absolute Mehrheit von 361 Sitzen und eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 480 Sitzen an, Werte, die für bestimmte Verfahrensschritte im EU-Parlament relevant sind, etwa bei der zweiten Lesung im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren nach Art.

294 AEUV. Für die meisten Abstimmungen im EU-Parlament genügt dagegen die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen nach Art. 231 AEUV, die der Rechner über die Anwesenheits- und Enthaltungsoption abbildet.

Nicht abgebildet wird die besondere doppelte Mehrheit im Rat der Europäischen Union: Dort braucht eine qualifizierte Mehrheit mindestens 55 Prozent der 27 Mitgliedstaaten und zusätzlich mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung, ein Modell, das sich nicht auf reine Sitzzahlen reduzieren lässt und deshalb außerhalb der Rechnerlogik bleibt.

Was zeigt der Rechner an, wenn keine Koalition eine Mehrheit erreicht?

Erreicht keine eingetragene Parteienkombination die absolute Mehrheit, zeigt der Rechner zunächst den Hinweis, dass mit den aktuellen Sitzverteilungen keine Mehrheitskoalition möglich ist.

Aktivieren Sie danach die Option Minderheitsregierungen anzeigen, blendet der Rechner zusätzlich Bündnisse ein, die zwar unter der absoluten Mehrheitsschwelle bleiben, aber die stärkste Fraktion enthalten und gemeinsam mehr Sitze als diese allein erreichen.

Bei 96 Sitzen und einer Schwelle von 49 würde beispielsweise ein Bündnis mit 48 Sitzen als Minderheitsregierung mit einem Fehlbetrag von einem Sitz gelistet, statt komplett zu verschwinden.

Solche Minderheitsregierungen sind in Deutschland selten, aber nicht ausgeschlossen, und benötigen für jede einzelne Abstimmung wechselnde Mehrheiten aus der Opposition oder eine feste Duldungsvereinbarung.

Ohne aktivierte Option werden reine Minderheitsoptionen dagegen ausgeblendet, damit die Übersicht nicht mit unrealistischen Restkombinationen überladen wird.

Der Fehlbetrag zur absoluten Mehrheit macht dabei sichtbar, wie viele zusätzliche Stimmen aus der Opposition für eine erfolgreiche Abstimmung nötig wären.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Das Ergebnis ordnet jede Koalitionsoption nach Mehrheitsklasse ein: Die Schwelle einfache Mehrheit (>50 % der abgegebenen Stimmen) reicht für Tagesgeschäft und einfache Gesetze; die Schwelle absolute Mehrheit (Mehrheit aller Mitglieder des Parlaments) gilt für Kanzlerwahl und bestimmte Abstimmungen; für Verfassungsänderungen ist eine 2/3-Mehrheit nötig. Liegt keine Koalition über der absoluten Mehrheitsschwelle, hilft die Option „Minderheitsregierungen anzeigen“: Sie ist standardmäßig ausgeschaltet und blendet auf Wunsch jene Bündnisse ein, die die stärkste Fraktion enthalten und gemeinsam mehr Sitze haben als diese allein.

Prüfe daher immer Mehrheit, Reserve und Sitzstabilität zusammen: 62 von 120 Sitzen wirkt rechnerisch sicher, hat aber nur einen Mehrheitsüberschuss von 1 und verliert bei zwei Abweichlern bereits die Handlungsfähigkeit — der Rechner stuft eine solche Konstellation folgerichtig als „Sehr knappe Mehrheit“ ein.

Genau dieser Puffervergleich ist der entscheidende Hebel für realistische Regierungsszenarien.

Denke bei knappen Bündnissen auch an die Tagesform des Parlaments: Nicht jede Abstimmung findet in voller Besetzung statt, sodass eine rechnerische Reserve von zwei Sitzen an einem Tag mit mehreren Abwesenden praktisch verschwinden kann.

Der Rechner zieht seine Grenzen genau hier: Ab 5 Sitzen Überschuss meldet er „Knappe Mehrheit“, erst ab mehr als 20 Sitzen „Stabile Mehrheit“ — alles darunter bleibt „Sehr knappe Mehrheit“.

Ein Bündnis mit vier Sitzen Reserve übersteht einzelne Ausfälle also zwar rechnerisch, gilt im Rechner aber ausdrücklich noch nicht als komfortabel handlungsfähig.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Angewandt auf einen Landtag: Ein Parlament hat 100 Sitze, die absolute Mehrheitsschwelle liegt damit bei 51 Sitzen. Die Fraktionen stehen bei A 38, B 24, C 18, D 12 und E 8 Sitzen.

Der Rechner bildet alle Bündnisse: A plus B erreichen 62 Sitze, also eine Mehrheit mit einer Sitzreserve von 11 — der Rechner nennt das eine „Knappe Mehrheit“, weil er erst ab mehr als 20 Sitzen Überschuss von einer „Stabilen Mehrheit“ spricht.

A plus C kommen auf 56 Sitze (Reserve 5, damit gerade noch „Knappe Mehrheit“), während B plus C plus D als Dreierbündnis mit 54 Sitzen ebenfalls über der Schwelle liegt, aber nur 3 Sitze Reserve hat und deshalb als „Sehr knappe Mehrheit“ erscheint.

Dieses Dreierbündnis verliert seine Mehrheit bereits, wenn vier Abgeordnete abweichen oder ihre Fraktion wechseln.

Der Rechner macht damit sichtbar, dass A plus B die stabilste Regierungsoption ist, weil sie die größte Reserve gegenüber Sitzverschiebungen bietet.

Interessant ist der Vergleich mit A plus C: Diese Kombination erreicht mit 56 Sitzen zwar ebenfalls eine klare Mehrheit, ihre Reserve von 5 Sitzen ist aber weniger als halb so groß wie die 11 Sitze bei A plus B.

Für eine Verfassungsänderung mit Zweidrittelmehrheit, hier 67 Sitzen, reicht dagegen keines der geprüften Bündnisse allein, was den Rechner zu einem nützlichen Frühwarnsystem für solche Sonderfälle macht.

Für Bündnisse in Gemeinde- und Stadträten führt der Kommunalrat-Rechner direkt zu den passenden Sitzzahlen. Koalitionsvergleich: Drei Bündnisoptionen bei 100 Sitzen mit Sitzreserve

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Rund um Mehrheiten häufen sich vermeidbare Irrtümer: Erstens, Prozentwerte aus Hochrechnungen direkt als Koalitionsbasis zu verwenden, obwohl für Mehrheiten die endgültigen Sitze zählen. Zweitens werden einfache Mehrheit, absolute Mehrheit und qualifizierte Quoren vermischt, sodass Bündnisse fälschlich als tragfähig erscheinen.

Drittens wird jede rechnerische Kombination sofort als politisch realistisch gelesen, obwohl Ausschlüsse, Minderheitsmodelle oder Fraktionswechsel das Bild verändern.

Ebenso problematisch ist es, Enthaltungen oder abwesende Mitglieder in Abstimmungsszenarien zu ignorieren, wenn gerade sie die Mehrheitsschwelle verschieben können.

Schließlich wird die Sitzreserve oft unterschätzt: Ein Bündnis mit nur knapper Mehrheit kippt schon bei wenigen Abweichlern.

Ein weiterer Irrtum ist, die reine Sitzsumme mit politischer Geschlossenheit gleichzusetzen, obwohl innerparteiliche Konflikte eine formal ausreichende Mehrheit im Alltag unzuverlässig machen können.

Und wer nur Zweierbündnisse betrachtet, übersieht mitunter, dass erst ein drittes, kleineres Bündnismitglied eine stabile Reserve schafft, auch wenn es die Koalition komplizierter macht.

Ein Irrtum verdient eigene Aufmerksamkeit, weil er spiegelbildlich zum vorigen liegt: die Annahme, eine dünne Anwesenheit senke jede Schwelle. Für die einfache Mehrheit trifft das zu, für die absolute nicht.

Die Wahl des Bundeskanzlers, das konstruktive Misstrauensvotum und die Vertrauensfrage verlangen die Mehrheit der Mitglieder — bei 630 Sitzen also 316 Stimmen, auch wenn nur 400 Abgeordnete im Plenum sind.

Wer hier mit der Anwesenheitszahl rechnet, hält ein Bündnis für kanzlerfähig, das es nicht ist.

Ebenfalls verbreitet ist die Suche nach der qualifizierten Bundesratsmehrheit im Bundestagsszenario: Sie erscheint nur bei genau 69 eingetragenen Sitzen, weil sie an die 69 Stimmen des Bundesrats gebunden ist, und fehlt bei 630 nicht versehentlich.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Alle Zweier-, Dreier- und Viererbündnisse, die eine Mehrheit erreichen, bildet der Mehrheiten-Koalitionsrechner aus Gesamtsitzen und Fraktionssitzen und zeigt den Mehrheitsüberschuss je Konstellation.

Das Ergebnis macht sichtbar, welche Bündnisse robust sind und welche schon bei kleinen Abweichungen kippen.

Entscheidend ist im Anschluss unbedingt die Prüfung der Stabilitätsreserve: Bündnisse mit weniger als 5 Sitzen Puffer weist der Rechner als „Sehr knappe Mehrheit” aus und sie sind in parlamentarischen Praxissituationen stark gefährdet — wer das frühzeitig sieht, bewertet Koalitionsszenarien realistischer.

So wird aus einer Liste von Fraktionssitzen eine klare Rangfolge der Regierungsoptionen, in der nicht nur zählt, ob eine Mehrheit besteht, sondern vor allem, wie viel Puffer sie gegen Abweichler und kurzfristige Ausfälle mitbringt.

Für den vorgelagerten Schritt — die Beteiligungsquote und Nichtwähleranalyse — steht der Wahlbeteiligung-Rechner bereit, die Parteistimmen in Prozente übersetzt der Stimmen-Prozent-Umrechner, welche Parteien die Prozenthürde überhaupt überspringen, zeigt der Sperrklausel-Rechner, und ob die Kräfteverhältnisse gegenüber der Vorwahl stabil geblieben sind, prüfst du im Wahlswing-Rechner.

Ob Überhangmandate die Gesamtsitzzahl und damit die Mehrheitsschwelle verschieben, zeigt der Überhangmandate-Rechner.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Zwei-Drittel-Mehrheit: 420 von 630 Sitzen (66,7 %); Drei-Viertel-Mehrheit: 473 Sitze

Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Grundgesetzänderung (630 Sitze)

Bereich
Mehrheitsrechner
Gesamtzahl der Sitze im Parlament
630

Beispiel 2 · Mittel · Einfache Mehrheit sinkt auf 236 Stimmen (Basis 470 abgegebene Stimmen nach Abzug der 30 Enthaltungen); absolute Mehrheit bleibt unverändert bei 316 Sitzen

Einfache Mehrheit bei abweichender Anwesenheit und Enthaltungen

Bereich
Mehrheitsrechner
Gesamtzahl der Sitze im Parlament
630
Abweichende Anwesenheit berücksichtigen
Ja
Tatsächlich anwesende Mitglieder
500

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Qualifizierte Mehrheit im Bundesrat: 46 von 69 Stimmen (66,7 %); reguläre absolute Mehrheit: 35 Stimmen

Qualifizierte Mehrheit im Bundesrat (69 Sitze)

Bereich
Mehrheitsrechner
Gesamtzahl der Sitze im Parlament
69

Beispiel 4 · Komplex · A + B + C: 74 von 96 Sitzen, Mehrheitsüberschuss 25 Sitze — Status „Stabile Mehrheit“ (Schwelle 49 Sitze)

Dreier-Koalition mit stabiler Mehrheit im Landtag (96 Sitze)

Bereich
Koalitionsrechner
Gesamtzahl der Sitze im Parlament
96
Partei A — Sitze
34
Partei B — Sitze
22

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · A + D: 48 von 96 Sitzen — 1 Sitz unter der absoluten Mehrheit von 49, gelistet als Minderheitsregierung

Minderheitsregierung erkannt (96 Sitze)

Bereich
Koalitionsrechner
Gesamtzahl der Sitze im Parlament
96
Partei A — Sitze
34
Partei D — Sitze
14

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 6 · Komplex · 2 mehrheitsfähige Zweierkoalitionen: A + B (56 Sitze, Knappe Mehrheit) und A + C (52 Sitze, Sehr knappe Mehrheit)

Nur Zweier-Koalitionen filtern (96 Sitze)

Bereich
Koalitionsrechner
Gesamtzahl der Sitze im Parlament
96
Partei A — Sitze
34
Partei B — Sitze
22

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

ZinstagerechnerVergleicht fuenf Zinsmethoden (30/360, 30E/360, act/360, act/365, act/act) fuer denselben Zeitraum und zeigt Zinstage und Zinsbetrag nebeneinander.Wahlswing-RechnerWahlergebnisse zweier Wahlen vergleichen: Swing in Prozentpunkten, relative Veränderung, Two-Party-Swing, Pedersen-Volatilitätsindex und größter Gewinner.Wahlsystem-VergleichsrechnerWahlsysteme vergleichen: Sainte-Laguë, d'Hondt, FPTP, MMP und STV auf einer Stimmenbasis — mit Gallagher-Index, effektiver Parteienzahl und Sitzverteilung je System.Quorum-RechnerBeschlussfähigkeit berechnen: Quorum-Schwelle für Verein, WEG, GmbH, AG und Genossenschaft prüfen – mit Anwesenheitsquote, fehlenden Stimmen und Rechtsform-Presets.MehrheitsrechnerMehrheit berechnen: einfache, absolute, qualifizierte 2/3- und 3/4-Mehrheit prüfen – mit Enthaltungs-Regel, Vergleichstabelle und fehlenden Stimmen.WEG-AbstimmungsrechnerWEG-Beschluss prüfen: einfache Mehrheit, qualifizierter Beschluss (2/3 + 50 % MEA), 3/4-Mehrheit und allstimmig — nach WEG und WEMoG 2020.Stimmgewichtung-RechnerStimmrechte nach Kapitalanteilen berechnen: Stimmanteil, Mehrheitsschwelle und Sperrminorität für GmbH (§ 47 GmbHG), AG (§ 134 AktG) und Genossenschaft (§ 43 GenG).Sperrklausel-RechnerSperrklausel prüfen: Welche Parteien überspringen die Prozenthürde und welche scheitern? Mit editierbarer Schwelle, Grundmandatsklausel und Stimmenverfall.Überhangmandate-RechnerÜberhangmandate berechnen: Direktmandate und Zweitstimmenanteil eingeben, Sainte-Laguë-Verteilung, Ausgleichsmandate und Bundestagsgröße nach altem und neuem Wahlrecht ablesen.Europawahl-Sitzverteilung-RechnerEuropawahl Sitzverteilung berechnen: 96 deutsche EP-Sitze nach Sainte-Laguë/Schepers (§ 2 EuWG) ohne Sperrklausel — Divisor, Stimmanteil und Sitzanteil je Partei.Betriebsratswahl-RechnerBetriebsratsgröße berechnen: Anzahl Mitglieder, Freistellungen und Minderheitengeschlecht nach BetrVG §§ 9, 15, 38 — mit Staffeltabelle und Wahlverfahren-Hinweis.Vereinswahl-RechnerVorstandswahl im Verein auswerten: Absolute Mehrheit nach § 32 BGB prüfen, Stichwahl erkennen und fertigen Protokolltext erstellen.Delegiertenschlüssel-RechnerDelegiertenschlüssel berechnen: Anzahl Delegierter aus Mitgliederzahl und Vertretungsschlüssel ermitteln — für Parteitag, Gewerkschaftskongress und Verbandsversammlung.Wahlbeteiligung-RechnerWahlbeteiligung berechnen: aus Wahlberechtigten und abgegebenen Stimmen Beteiligungsquote, Nichtwähler und ungültige Stimmen ermitteln – mit Vorwahl-Vergleich.Stimmen-Prozent-UmrechnerAbsolute Stimmen in Prozent umrechnen oder aus Prozentwerten die Stimmenzahl hochrechnen – mit Summenprobe, 1-von-n-Spalte und Sonstige-Differenz.

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  • Bei 100 Sitzen und absoluter Mehrheit bei 51: A+B = 62 Sitze (Überschuss 11), A+C = 56 (Überschuss 5), B+C+D = 54 (Überschuss 3). Der Rechner stuft die ersten beiden als knappe, das Dreierbündnis als sehr knappe Mehrheit ein; erst über 20 Sitzen Überschuss gilt eine Mehrheit als stabil.

    Koalitionsoptionen – Sitzreserve im Vergleich

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      <img src="https://rechner-portal.de/images/politik-wahlen/koalition-buendnis-vergleich.svg"
           alt="Bei 100 Sitzen und absoluter Mehrheit bei 51: A+B = 62 Sitze (Überschuss 11), A+C = 56 (Überschuss 5), B+C+D = 54 (Überschuss 3). Der Rechner stuft die ersten beiden als knappe, das Dreierbündnis als sehr knappe Mehrheit ein; erst über 20 Sitzen Überschuss gilt eine Mehrheit als stabil."
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner">Koalitionsoptionen – Sitzreserve im Vergleich auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner
  • Skala zeigt bei 120 Gesamtsitzen die Schwellen: einfache Mehrheit ab 50 % der Anwesenden, absolute Mehrheit 61 Sitze, Zwei-Drittel-Mehrheit 80 Sitze, Drei-Viertel-Mehrheit 90 Sitze.

    Mehrheitsschwellen – Von einfach bis qualifiziert

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           alt="Skala zeigt bei 120 Gesamtsitzen die Schwellen: einfache Mehrheit ab 50 % der Anwesenden, absolute Mehrheit 61 Sitze, Zwei-Drittel-Mehrheit 80 Sitze, Drei-Viertel-Mehrheit 90 Sitze."
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner">Mehrheitsschwellen – Von einfach bis qualifiziert auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner
  • Dreistufiger Prozess: Wähler geben Stimmen ab, ein Sitzverteilungsverfahren übersetzt diese in Mandate, daraus werden Koalitionsoptionen und Mehrheiten abgeleitet.

    Politische Arithmetik – Von Stimmen zu Koalitionen

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           alt="Dreistufiger Prozess: Wähler geben Stimmen ab, ein Sitzverteilungsverfahren übersetzt diese in Mandate, daraus werden Koalitionsoptionen und Mehrheiten abgeleitet."
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner">Politische Arithmetik – Von Stimmen zu Koalitionen auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner
  • Infografik: Koalitionen in Deutschland: Farbcodes und Geschichte, KOALITIONSNAME — PARTEIEN — LETZTE REGIERUNG, Große Koalition (Schwarz-Rot), CDU/CSU + SPD, Merkel IV (2018–2021), Ampel, SPD + Grüne + FDP, Scholz (2021–2025)

    Mehrheiten Koalitionsrechner Beispiele

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           alt="Infografik: Koalitionen in Deutschland: Farbcodes und Geschichte, KOALITIONSNAME — PARTEIEN — LETZTE REGIERUNG, Große Koalition (Schwarz-Rot), CDU/CSU + SPD, Merkel IV (2018–2021), Ampel, SPD + Grüne + FDP, Scholz (2021–2025)"
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner">Mehrheiten Koalitionsrechner Beispiele auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner
  • Infografik: Koalitionsrechner: Mehrheitsarten im Bundestag, MEHRHEITSTYP — SCHWELLE — ANWENDUNG, Einfache Mehrheit, >50 % der Anwesenden, Normale Gesetze, Kanzlermehrheit, >50 % aller MdB (367), Kanzlerwahl (1. Wahlgang)

    Mehrheiten Koalitionsrechner Verfahren

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      <img src="https://rechner-portal.de/images/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionsrechner-verfahren.svg"
           alt="Infografik: Koalitionsrechner: Mehrheitsarten im Bundestag, MEHRHEITSTYP — SCHWELLE — ANWENDUNG, Einfache Mehrheit, >50 % der Anwesenden, Normale Gesetze, Kanzlermehrheit, >50 % aller MdB (367), Kanzlerwahl (1. Wahlgang)"
           width="760" height="415">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner">Mehrheiten Koalitionsrechner Verfahren auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen dienen der rechnerischen Einordnung von Mehrheiten und Koalitionen. Verbindlich sind ausschließlich die Regeln des jeweiligen Gremiums und die amtlich festgestellten Sitz- oder Abstimmungsergebnisse.

Quelle: Bundeswahlgesetz, Geschäftsordnung des Bundestages, Landesverfassungen und Wahlgesetze der Bundesländer, Bundesrat – Geschäftsordnung.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Politik & Wahlen / Mehrheiten & Koalitionen
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Mehrheiten- und Koalitionsrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Mehrheiten- und Koalitionsrechner. Available at: https://rechner-portal.de/politik-wahlen/mehrheiten-koalitionen/mehrheiten-koalitionsrechner

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