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Luftdichte berechnen: Dichte feuchter Luft nach Druck

Wetter & KlimaStand Noch keine Bewertung
Wie gibst du den Luftdruck an?
°C
hPa
%
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Kurzantwort

Berechnet die Dichte feuchter Luft aus Temperatur, Luftdruck oder Höhe und relativer Feuchte: Dampfdruck mit der Magnus-Formel, Dichte nach Dalton aus trockener Luft und Wasserdampf, Vergleich mit der Normdichte von 1,204 kg/m³ bei 20 °C und Tabelle über die Temperatur.

Luftdichte berechnen: Temperatur, Luftdruck oder Höhe und relative Feuchte eingeben

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Okt. 2026)Stand:

Überblick

Luftdichte berechnen: Wie schwer ist ein Kubikmeter Luft?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Luftdichte-Rechner berechnet, wie viel ein Kubikmeter Luft wiegt. Du gibst die Lufttemperatur, den Luftdruck oder die Höhe und die relative Luftfeuchtigkeit ein und erhältst die Dichte feuchter Luft in Kilogramm pro Kubikmeter, den Wasserdampfanteil und den Vergleich mit der Normdichte.

Im Standardfall, 20 °C, 1.013,25 hPa und 50 Prozent relativer Feuchte, beträgt die Dichte 1,1989 kg/m³. Das sind 0,44 Prozent weniger als die Normdichte trockener Luft von 1,204 kg/m³ bei 20 °C.

Feuchte Luft ist leichter als trockene, weil Wasserdampf mit 18 g/mol leichter ist als Stickstoff und Sauerstoff mit rund 29 g/mol. Die Dichte braucht, wer Auftrieb, Luftwiderstand, Lüftungsmengen, Windleistung oder Verbrennungsluft abschätzt.

Der Rechner stützt sich auf die Normatmosphäre, die Magnus-Formel für den Dampfdruck und das Gesetz von Dalton.

Er gilt von −40 bis 60 °C und von 300 bis 1.100 hPa, bei Höhenangaben bis 11.000 m, und liefert zusätzlich den Dampfdruck, den Wasserdampfanteil als Volumen- und Massenanteil und die absolute Feuchte.

Eingaben

Temperatur, Luftdruck oder Höhe und Feuchte eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Die „Lufttemperatur“ trägst du in Grad Celsius ein, im Schatten gemessen. Bei „Wie gibst du den Luftdruck an?“ wählst du zwischen dem Luftdruck in hPa und der Höhe.

Den „Luftdruck am Ort“ liest du vom Barometer ab; gemeint ist der tatsächliche Druck, nicht der auf Meereshöhe umgerechnete Wert im Wetterbericht.

Kennst du nur die „Höhe über dem Meeresspiegel“, berechnet der Rechner den Druck nach der Normatmosphäre. Die „Relative Luftfeuchtigkeit“ liest du vom Hygrometer ab, 0 Prozent bedeutet trockene, 100 Prozent gesättigte Luft.

Typischer Eingabefehler: den auf Meereshöhe bezogenen Wetterberichtsdruck bei einem Ort in 500 m Höhe einsetzen, das ergibt eine zu hohe Dichte. Alle Felder haben Vorgabewerte.

Beachte die Grenzen: Temperaturen von −40 bis 60 °C, Luftdruck von 300 bis 1.100 hPa und Höhen von −500 bis 11.000 m; außerhalb meldet der Rechner einen Hinweis statt einer Zahl.

Praxisfälle

Luftdichte berechnen: Typische Anwendungsfälle

Vier Suchfragen rund um die Luftdichte, jeweils mit dem nachgerechneten Ergebnis.

  1. Luftdichte bei 20 Grad

    „Wie hoch ist die Luftdichte bei 20 Grad?“

    Eingabe
    20 °C, 1.013,25 hPa, 50 % relative Feuchte
    Ergebnis
    1,1989 kg/m³, trocken 1,2041 kg/m³
  2. Luftdichte im Winter

    „Wie schwer ist kalte Luft im Winter?“

    Eingabe
    0 °C, 1.030 hPa, 80 % relative Feuchte
    Ergebnis
    1,3113 kg/m³, 8,9 Prozent über der Normdichte
  3. Luftdichte in der Höhe

    „Wie dünn ist die Luft auf 3.000 m?“

    Eingabe
    3.000 m Höhe, −4,5 °C, 50 % relative Feuchte
    Ergebnis
    0,9080 kg/m³ bei 701,09 hPa, etwa ein Viertel weniger als auf Meereshöhe
  4. Feuchte Sommerluft

    „Wie leicht ist schwüle Luft?“

    Eingabe
    30 °C, 1.005 hPa, 70 % relative Feuchte
    Ergebnis
    1,1420 kg/m³, Wasserdampfanteil 2,95 Prozent

Berechnung

Luftdichte berechnen: So rechnet der Rechner

Verstehe den Formelweg.

Luftdichte nach Temperatur bei 1.013,25 hPa und 50 Prozent relativer Feuchte: -20 °C 1,394, 0 °C 1,291, 10 °C 1,244, 20 °C 1,199, 30 °C 1,155, 40 °C 1,112 kg/m³ Die Rechnung hat drei Schritte. Erstens der Dampfdruck: Aus der Temperatur folgt der Sättigungsdampfdruck nach der Magnus-Formel, bei 20 °C sind es 23,34 hPa.

Mit 50 Prozent relativer Feuchte ergibt das einen Wasserdampfdruck von 11,67 hPa.

Zweitens die Dichte nach Dalton: Der Rest des Drucks, 1.013,25 − 11,67 = 1.001,58 hPa, gehört der trockenen Luft und wird durch R_d · T geteilt, R_d = 287,05 J/(kg·K) und T = 293,15 K.

Der Wasserdampf trägt 11,67 hPa geteilt durch R_v · T bei, R_v = 461,52 J/(kg·K). Zusammen sind das 1,1903 + 0,0086 = 1,1989 kg/m³.

Drittens die Höhe: Gibst du statt des Drucks die Höhe ein, bestimmt die barometrische Höhenformel der Normatmosphäre den Druck, auf 1.000 m sind es 898,75 hPa.

Die Gegenprobe mit der CIPM-2007-Gleichung des Internationalen Büros für Maß und Gewicht zeigt eine Abweichung von etwa −0,04 Prozent.

Formelgrafik: Luftdichte gleich 100 mal Druck minus Dampfdruck durch Gaskonstante trockener Luft mal absolute Temperatur plus 100 mal Dampfdruck durch Gaskonstante Wasserdampf mal absolute Temperatur
Bei 20 Grad, 1.013,25 hPa und 11,67 hPa Dampfdruck beträgt die Luftdichte 1,1989 kg/m³; der Dampfdruck folgt aus 50 Prozent Feuchte und 23,34 hPa Sättigungsdampfdruck.

Nachschlagen

Luftdichte nach Temperatur und relativer Feuchte

Die Tabelle zeigt die Dichte feuchter Luft in kg/m³ bei Normaldruck 1.013,25 hPa für zehn Temperaturen und fünf Werte der relativen Feuchte. Gerechnet mit derselben Funktion wie der Rechner.

Luftdichte in kg/m³ bei 1.013,25 hPa nach Temperatur und relativer Feuchte von 0 bis 100 Prozent
Temperatur0 % Feuchte30 % Feuchte50 % Feuchte70 % Feuchte100 % Feuchte
-20 °C1,39441,39421,39401,39391,3937
-10 °C1,34141,34091,34071,34041,3399
0 °C1,29231,29141,29081,29021,2893
10 °C1,24661,24491,24381,24261,2409
15 °C1,22501,22271,22111,21961,2172
20 °C1,20411,20101,19891,19681,1936
25 °C1,18391,17971,17691,17411,1699
30 °C1,16441,15891,15521,15151,1460
35 °C1,14551,13831,13351,12871,1215
40 °C1,12721,11791,11171,10551,0962

Bei 0 Prozent relativer Feuchte ist die Luft trocken. Die Dichte sinkt mit der Temperatur und, schwächer, mit der Feuchte, weil Wasserdampf leichter ist als Stickstoff und Sauerstoff.

Luftdruck und Luftdichte nach Höhe

Die Tabelle zeigt für acht Höhen den Luftdruck nach der Normatmosphäre und die Luftdichte bei der Temperatur der Normatmosphäre und 50 Prozent relativer Feuchte, sowie die Abweichung von der Dichte auf Meereshöhe. Gerechnet mit derselben Funktion wie der Rechner.

Luftdruck, Temperatur und Luftdichte der Normatmosphäre in acht Höhen bei 50 Prozent relativer Feuchte
HöheTemperaturLuftdruckLuftdichteGegenüber Meereshöhe
0 m15,0 °C1.013,25 hPa1,2211 kg/m³0,0 %
500 m11,8 °C954,61 hPa1,1641 kg/m³-4,7 %
1.000 m8,5 °C898,75 hPa1,1091 kg/m³-9,2 %
1.500 m5,3 °C845,56 hPa1,0560 kg/m³-13,5 %
2.000 m2,0 °C794,95 hPa1,0048 kg/m³-17,7 %
3.000 m-4,5 °C701,09 hPa0,9080 kg/m³-25,6 %
4.000 m-11,0 °C616,40 hPa0,8185 kg/m³-33,0 %
5.000 m-17,5 °C540,20 hPa0,7357 kg/m³-39,8 %

Standardatmosphäre nach ISO 2533: 15 °C und 1.013,25 hPa auf Meereshöhe, 6,5 Kelvin Abkühlung je 1.000 m. Der tatsächliche Tagesdruck weicht davon um bis zu etwa 3 Prozent ab.

Expertenmodus

Häufige Fragen zur Luftdichte

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie hoch ist die Dichte von Luft?

Die Dichte von Luft hängt von Temperatur, Druck und Feuchte ab. Trockene Luft hat bei 15 °C und 1.013,25 hPa, dem Standard der Normatmosphäre, eine Dichte von 1,225 kg/m³, bei 20 °C sind es 1,204 kg/m³ und bei 0 °C 1,292 kg/m³.

Mit 50 Prozent relativer Feuchte sinkt der Wert bei 20 °C auf 1,1989 kg/m³. Auf 1.000 m Höhe sind es noch rund 1,11 kg/m³, auf 3.000 m rund 0,91 kg/m³.

Trage Temperatur, Druck oder Höhe und Feuchte in den Rechner ein, um den Wert für deine Lage zu erhalten, und vergleiche ihn mit der Normdichte. Für grobe Überschlagsrechnungen reichen 1,2 kg/m³ bei Zimmertemperatur.

Auf Meereshöhe schwankt der Luftdruck mit dem Wetter um rund 3 Prozent, die Dichte entsprechend; die Temperatur bringt über das Jahr zwischen −20 und 40 °C eine Spanne von 1,394 bis 1,112 kg/m³.

Wie berechne ich die Luftdichte aus Druck und Temperatur?

Für trockene Luft gilt die Gasgleichung ρ = p / (R_d · T) mit dem Druck p in Pascal, der absoluten Temperatur T in Kelvin und der spezifischen Gaskonstante R_d = 287,05 J/(kg·K). Bei 101.325 Pa und 293,15 K ergibt das 1,204 kg/m³.

Für feuchte Luft addierst du die Dichte des Wasserdampfs: ρ = (p − p_v) / (R_d · T) + p_v / (R_v · T) mit R_v = 461,52 J/(kg·K). Der Dampfdruck p_v folgt aus der relativen Feuchte und dem Sättigungsdampfdruck nach der Magnus-Formel.

Der Rechner erledigt das und zeigt den Rechenweg mit allen Zwischenwerten an. Eingaben: Temperatur in Grad Celsius, Druck in hPa oder Höhe und die relative Feuchte in Prozent.

Eingaben: Temperatur in Grad Celsius, Druck in hPa oder Höhe und die relative Feuchte in Prozent. Die Gleichung gilt für ideale Gase; der Realgasfaktor ändert das Ergebnis um weniger als 0,1 Prozent.

Rechne mit absoluten Temperaturen in Kelvin, nie mit Celsius.

Ist feuchte Luft leichter als trockene Luft?

Ja, feuchte Luft ist bei gleicher Temperatur und gleichem Druck leichter als trockene. Wasserdampf hat eine molare Masse von rund 18 g/mol, Stickstoff und Sauerstoff liegen bei rund 28 und 32 g/mol, im Mittel bei 29 g/mol.

Jedes Wasserdampfmolekül verdrängt ein schwereres Luftmolekül. Bei 20 °C und 1.013,25 hPa sinkt die Dichte von 1,2041 kg/m³ bei 0 Prozent auf 1,1936 kg/m³ bei 100 Prozent relativer Feuchte, bei 40 °C von 1,1272 auf 1,0962 kg/m³.

Der Effekt wächst mit der Temperatur, weil warme Luft mehr Dampf aufnimmt. Schwüle Sommerluft ist daher etwas dünner als trockene Luft, was Flugzeuge und Motoren kaum, Präzisionswägungen aber deutlich merken.

Praktisch heißt das: Die Luft an einem schwülen Tag ist dünner als an einem trockenen mit derselben Temperatur. Ein Hygrometer misst die relative Feuchte; der Rechner macht daraus den Dampfdruck.

Wie ändert sich die Luftdichte mit der Höhe?

Die Luftdichte nimmt mit der Höhe ab, weil der Luftdruck sinkt, und zwar ungefähr exponentiell. In der Normatmosphäre sinkt der Druck von 1.013,25 hPa auf Meereshöhe auf 898,75 hPa bei 1.000 m, 794,95 hPa bei 2.000 m und 701,09 hPa bei 3.000 m.

Dazu kommt die Abkühlung um 6,5 Kelvin je 1.000 m, die die Dichte etwas stützt.

Das Ergebnis bei 50 Prozent Feuchte und der Temperatur der Normatmosphäre: 1,2211 kg/m³ auf Meereshöhe, 1,1091 kg/m³ auf 1.000 m, 1,0048 kg/m³ auf 2.000 m und 0,9080 kg/m³ auf 3.000 m.

Wähle im Rechner die Eingabe über die Höhe, um dieses Verhalten nachzuvollziehen. Das tatsächliche Wetter kann um mehrere Prozent abweichen.

Prüfe bei Wanderungen oder Flügen die Höhe, an der du tatsächlich arbeitest, und nutze die Werte als Grundlage für Leistung, Auftrieb oder Atemluft. Der Sauerstoffanteil bleibt dabei gleich, nur die Menge je Kubikmeter sinkt.

Welche Luftdichte gilt als Normdichte?

Es gibt mehrere Normdichten, je nach Bezug. Im physikalischen Normzustand bei 0 °C und 1.013,25 hPa hat trockene Luft rund 1,29 kg/m³. In der Internationalen Standardatmosphäre bei 15 °C und 1.013,25 hPa sind es 1,225 kg/m³.

Für Raumtemperatur von 20 °C sind 1,204 kg/m³ gebräuchlich, diesen Wert nutzt der Rechner für den Vergleich. Gib bei Berichten immer an, auf welche Bedingungen du dich beziehst.

Der Rechner zeigt dir die Abweichung deiner Luft von 1,204 kg/m³ in Prozent, damit du schnell erkennst, ob sie dichter oder dünner ist als der Referenzwert, und die Dichte trockener Luft bei gleichem Druck und gleicher Temperatur zum Vergleich.

Ältere Tabellen nennen oft 1,29 kg/m³, weil sie vom Normzustand bei 0 °C ausgehen. Für Rechnungen im Alltag ist 20 °C der passendere Bezug. Lege den Bezug im Text fest, damit andere deine Zahlen richtig lesen. Beide Bezüge sind zulässig.

Welchen Luftdruck nehme ich für meinen Ort?

Nimm den tatsächlichen Druck am Ort, den ein Barometer anzeigt, nicht den auf Meereshöhe umgerechneten Wert der Wetterberichte. Wetterdienste rechnen die Messungen auf Meereshöhe um, damit sich Orte vergleichen lassen.

In 500 m Höhe herrscht aber real nur rund 955 hPa statt 1.013 hPa. Kennst du nur die Höhe, wähle im Rechner die Eingabe über die Höhe; dann bestimmt der Rechner den Druck nach der Normatmosphäre.

Für Höhen bis 11.000 m über dem Meer gilt die barometrische Höhenformel, der Tagesdruck weicht davon um bis zu etwa 3 Prozent ab. Smartphones messen den Druck oft selbst; lies dort den absoluten Wert ab.

Prüfe auch, ob dein Barometer den absoluten oder den relativen Druck anzeigt. Beide Werte sollten zu Ort und Höhe passen, sonst ist das Gerät falsch kalibriert. Die Höhenformel gilt in der Troposphäre bis 11 Kilometer zuverlässig.

Wie genau ist die Berechnung der Luftdichte?

Der Rechner nimmt ideale Gase an und verwendet die Magnus-Formel für den Sättigungsdampfdruck.

Gegenüber der CIPM-2007-Gleichung des Internationalen Büros für Maß und Gewicht, die den Realgasfaktor berücksichtigt, liegt die Abweichung im empfohlenen Bereich von 15 bis 27 °C und 600 bis 1.100 hPa bei etwa −0,04 Prozent.

Das reicht für Auftriebs-, Wind- und Lüftungsrechnungen; für Auftriebskorrekturen in der Massenmetrologie ist die CIPM-Gleichung maßgeblich.

Die größere Unsicherheit liegt in den Messwerten: Ein Thermometerfehler von 1 K ändert die Dichte um 0,34 Prozent, ein Druckfehler von 10 hPa um knapp 1 Prozent, ein Feuchtefehler von 10 Prozentpunkten bei 20 °C um rund 0,1 Prozent.

Für die meisten Anwendungen in Haus, Werkstatt und Sport ist die Genauigkeit mehr als ausreichend; wichtiger als die Rechenmethode sind sorgfältig gemessene Eingabewerte. Stelle das Thermometer im Schatten auf und warte, bis die Anzeige stabil ist.

Wozu brauche ich die Luftdichte?

Die Luftdichte geht in viele Rechnungen ein. Der Luftwiderstand eines Autos oder Fahrrads ist proportional zur Dichte, ebenso die Leistung einer Windkraftanlage und der Auftrieb von Flügeln, Rotoren und Ballons.

In der Lüftungstechnik rechnet man Volumenströme in Massenströme um, bei Verbrennungsmotoren und Heizungen bestimmt sie die Sauerstoffmenge. Auf Berggipfeln und bei Hitze sinkt die Dichte, Flugzeuge brauchen dann längere Startstrecken.

Der Rechner liefert die Dichte für deinen Ort und die Abweichung von der Normdichte. Im Beispiel eines Drohnenflugs auf 2.000 m Höhe sind es 17,7 Prozent weniger Dichte und damit rund 17,7 Prozent weniger Auftrieb als auf Meereshöhe.

Auch Atemluft und Sauerstoffaufnahme hängen von der Dichte ab: Auf 3.000 m stehen je Atemzug rund ein Viertel weniger Sauerstoffmoleküle zur Verfügung als auf Meereshöhe, deshalb die Anpassung beim Bergsport.

Der Rechner hilft, die Größenordnung zu sehen.

Hinweise

Temperatur, Feuchte und Druck richtig einordnen

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Lies zuerst die Dichte, dann die Abweichung von der Normdichte. Die Temperatur wirkt am stärksten: Bei 1.013,25 hPa und 50 Prozent Feuchte sind es bei −20 °C 1,394 kg/m³, bei 0 °C 1,291 kg/m³, bei 20 °C 1,199 kg/m³ und bei 40 °C 1,112 kg/m³.

Kalte Luft trägt also mehr, warme weniger. Die Feuchte wirkt schwächer: Bei 20 °C und 1.013,25 hPa sinkt die Dichte von trockener Luft mit 1,2041 kg/m³ auf 1,1936 kg/m³ bei 100 Prozent relativer Feuchte, also um knapp 1 Prozent.

Bei 40 °C ist der Effekt mit 1,1272 gegen 1,0962 kg/m³ schon rund 3 Prozent. Der Druck zählt linear. Auf 3.000 m Höhe sinkt der Druck auf 701 hPa und die Dichte um etwa ein Viertel.

Wähle die Eingabeart nach deiner Messung: Hast du ein Barometer, trage den Druck ein, sonst die Höhe.

Für die Dichtehöhe in der Luftfahrt oder für Auftriebskorrekturen in der Massenmetrologie sind eigene Verfahren üblich; der Rechner liefert die Dichte der Luft am Ort.

Anwendung

Luftdichte in der Höhe: Beispiel Drohnenflug im Gebirge

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Luftdichte nach Höhe bei Normatmosphäre-Temperatur und 50 Prozent Feuchte: 0 m 1,2211, 1.000 m 1,1091, 2.000 m 1,0048, 3.000 m 0,9080 kg/m³; auf 2.000 m 17,7 Prozent weniger als auf Meereshöhe Ausgangslage: Carlos plant einen Messflug mit einer Drohne im Gebirge. Zu Hause auf Meereshöhe herrschen im Mittel 15 °C, am Startplatz in 2.000 m rechnet er mit 2 °C. Er möchte wissen, wie viel Auftrieb und Windleistung er verliert.

Eingaben: Höhenangabe, 0 m und 15 °C beziehungsweise 2.000 m und 2 °C, jeweils 50 Prozent relative Feuchte. Rechnung: Auf Meereshöhe ergibt der Rechner 1,2211 kg/m³, auf 2.000 m bei 794,95 hPa 1,0048 kg/m³. Die Dichte sinkt um 17,7 Prozent.

Weil Auftrieb und Windleistung proportional zur Dichte sind, verliert Carlos genau diesen Anteil. Zur Kontrolle sieht er: Der Druck fällt von 1.013,25 auf 794,95 hPa, also um 21,5 Prozent.

Die Abkühlung auf 2 °C hebt die Dichte um etwa 5 Prozent wieder an, deshalb sinkt die Dichte weniger stark als der Druck.

Entscheidung: Er plant am Startplatz mit mehr Rotordrehzahl, weniger Nutzlast und einem Sicherheitsaufschlag auf die Flugzeit und prüft die Herstellerangaben zur Dichtehöhe.

Fallstricke

Typische Fehler bei der Luftdichte-Berechnung

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der erste Fehler: Der Wetterberichtsdruck wird für den Ort verwendet. Wetterdienste geben den auf Meereshöhe umgerechneten Druck an; in 500 m Höhe herrscht nur rund 955 hPa, mit 1.013 hPa wäre die Dichte um 6 Prozent zu hoch.

Der zweite Fehler: Feuchte Luft wird für schwerer gehalten. Wasserdampf ist leichter als Stickstoff und Sauerstoff; bei 20 °C und 100 Prozent sind es 1,1936 statt 1,2041 kg/m³. Der dritte Fehler: Die Normdichte wird verwechselt.

Im physikalischen Normzustand bei 0 °C und 1.013,25 hPa sind es rund 1,29 kg/m³, bei 20 °C 1,204 kg/m³ und im Standard der Normatmosphäre bei 15 °C 1,225 kg/m³. Der vierte Fehler: Die Temperatur wird in Kelvin oder Fahrenheit eingetragen.

Der Rechner erwartet Grad Celsius. Der fünfte Fehler: Die Höhe wird zusammen mit einem Druck gewertet. Wähle nur eine Eingabeart; bei Höhenangabe gilt die Normatmosphäre ohne Tagesdruck, der real um bis zu etwa 3 Prozent abweichen kann.

Nächster Schritt

Luftdichte-Rechner: Fazit und nächste Schritte

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Die Luftdichte feuchter Luft entsteht aus Temperatur, Luftdruck und relativer Feuchte: Die Temperatur wirkt am stärksten, der Druck linear, die Feuchte schwach, aber messbar.

Der Rechner liefert die Dichte, den Dampfdruck, den Wasserdampfanteil und den Vergleich mit der Normdichte. Dein nächster Schritt: Temperatur, Druck oder Höhe und Feuchte eintragen und die Dichte mit deiner Anwendung vergleichen.

Die absolute Luftfeuchtigkeit berechnet der Rechner dafür, den Taupunkt der Taupunkt-Rechner. Der Rechner nimmt ideale Gase an; für Auftriebskorrekturen in der Massenmetrologie gilt die CIPM-2007-Gleichung.

Die Tabelle im Ergebnis zeigt, wie sich die Dichte bei gleichem Druck und gleicher Feuchte mit der Temperatur ändert, und hilft beim Abschätzen für andere Jahreszeiten.

Vertiefung

Beispielrechnungen: Luftdichte nach Temperatur und Höhe

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Luftdichte 1,3113 kg/m³ | Abweichung +8,9 % | Dampfdruck 4,89 hPa

Kalter Wintertag, 0 °C und 80 Prozent Feuchte

Lufttemperatur
0 °C
Wie gibst du den Luftdruck an?
Als Luftdruck in hPa
Luftdruck am Ort
1.030 hPa
Relative Luftfeuchtigkeit
80 %

Beispiel 2 · Mittel · Luftdichte 1,1420 kg/m³ | Abweichung −5,16 % | Wasserdampfanteil 2,95 %

Schwüler Sommertag, 30 °C und 70 Prozent Feuchte

Lufttemperatur
30 °C
Wie gibst du den Luftdruck an?
Als Luftdruck in hPa
Luftdruck am Ort
1.005 hPa
Relative Luftfeuchtigkeit
70 %

Beispiel 3 · Komplex · Luftdruck 701,09 hPa | Luftdichte 0,9080 kg/m³ | Abweichung −24,59 %

Gebirge auf 3.000 m, −4,5 °C

Lufttemperatur
−4,5 °C
Wie gibst du den Luftdruck an?
Als Höhe über dem Meer
Höhe über dem Meeresspiegel
3.000 m
Relative Luftfeuchtigkeit
50 %

Beispiel 4 · Komplex · Luftdichte 1,2250 kg/m³ | Dampfdruck 0 hPa

Meereshöhe bei 15 °C, trockene Luft

Lufttemperatur
15 °C
Wie gibst du den Luftdruck an?
Als Luftdruck in hPa
Luftdruck am Ort
1.013,25 hPa
Relative Luftfeuchtigkeit
0 %

Beispiel 5 · Komplex · Luftdichte 1,0962 kg/m³ | Wasserdampfanteil 7,28 % | absolute Feuchte 51,05 g/m³

Gesättigte Luft bei 40 °C

Lufttemperatur
40 °C
Wie gibst du den Luftdruck an?
Als Luftdruck in hPa
Luftdruck am Ort
1.013,25 hPa
Relative Luftfeuchtigkeit
100 %

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Weiternutzung

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  • Luftdichte nach Temperatur bei 1.013,25 hPa und 50 Prozent relativer Feuchte: -20 °C 1,394, 0 °C 1,291, 10 °C 1,244, 20 °C 1,199, 30 °C 1,155, 40 °C 1,112 kg/m³.

    Luftdichte-Rechner: Dichte feuchter Luft nach Temperatur bei Normaldruck

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/dichte-luft-rechner">Luftdichte-Rechner: Dichte feuchter Luft nach Temperatur bei Normaldruck auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/dichte-luft-rechner
  • Luftdichte nach Höhe bei Normatmosphäre-Temperatur und 50 Prozent Feuchte: 0 m 1,2211, 1.000 m 1,1091, 2.000 m 1,0048, 3.000 m 0,9080 kg/m³; auf 2.000 m 17,7 Prozent weniger als auf Meereshöhe.

    Luftdichte-Rechner: Luftdichte in 0, 1.000, 2.000 und 3.000 m Höhe bei Normatmosphäre-Temperatur

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           alt="Luftdichte nach Höhe bei Normatmosphäre-Temperatur und 50 Prozent Feuchte: 0 m 1,2211, 1.000 m 1,1091, 2.000 m 1,0048, 3.000 m 0,9080 kg/m³; auf 2.000 m 17,7 Prozent weniger als auf Meereshöhe."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/dichte-luft-rechner">Luftdichte-Rechner: Luftdichte in 0, 1.000, 2.000 und 3.000 m Höhe bei Normatmosphäre-Temperatur auf Rechner-Portal</a></p>

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Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Rechner berechnet die Dichte feuchter Luft für ideale Gase (Dalton) mit der Magnus-Formel für den Dampfdruck. Er ersetzt keine Auftriebskorrektur der Massenmetrologie und keine Messung.

Quelle: ISO 2533 / ICAO Doc 7488, CIPM-2007 (Metrologia 45, 2008) und Alduchov/Eskridge (1996); abgerufen am 10.10.2026.

Stand: 2026-10-10

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
10. Oktober 2026
Fachbereich
Wetter & Klima / Luftfeuchtigkeit
Formeln basieren auf
Gesetz von Dalton mit Normatmosphäre ISO 2533, Magnus-Formel (Alduchov/Eskridge) und CIPM-2007 als Gegenprobe, Stand 10.10.2026.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Luftdichte-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/dichte-luft-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Luftdichte-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/dichte-luft-rechner

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