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SF-Klasse berechnen: Schadenfreiheitsklasse und Rückstufung

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Kurzantwort

SF-Klasse berechnen: Aktuelle SF-Klasse und Schäden eingeben – neue SF-Klasse, Beitragssatz und Mehrkosten sofort sehen. Nur Orientierung, kein Ersatz für die individuelle Rückstufungstabelle des Versicherers.

Schadenfreiheitsklasse berechnen: aktuelle SF-Klasse, Schäden und Rabattschutz eingeben

Kilian AchatzFachredaktion Auto & Mobilität
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Schadenfreiheitsklasse-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Schadenfreiheitsklasse-Rechner zeigt, wie sich ein selbstverschuldeter Unfall auf die Kfz-Versicherungsprämie auswirkt und ab welchem Schadensbetrag es günstiger ist, den Schaden aus eigener Tasche zu zahlen. Die SF-Klasse ist eine Einstufung, die jedes schadenfreie Versicherungsjahr um eine Stufe steigt und bei einem regulierten Schaden nach der Rückstufungstabelle des Versicherers zurückfällt.

Je höher die Klasse, desto niedriger der Beitragssatz: Bei SF 0 zahlt der Versicherungsnehmer den vollen Basisbeitrag (100 %), bei SF 12 nur noch rund 50 % und bei SF 35 etwa 30 %.

Kfz-Haftpflicht und Vollkasko führen jeweils eigene SF-Klassen; die Teilkasko kennt keinen Schadenfreiheitsrabatt.

Die hier verwendete Beitragssatz-Staffel ist eine marktübliche Orientierung, die an den GDV-Musterbedingungen AKB (Anhang 1) verankert ist.

Jeder Versicherer legt die Sätze in seinem Tarif selbst fest, sodass dieselbe SF-Klasse bei verschiedenen Anbietern zu unterschiedlichen Prozentsätzen führen kann.

Der Rechner ersetzt keine Tarifauskunft, macht aber die finanzielle Tragweite einer Rückstufung transparent.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Trage die aktuelle SF-Klasse aus dem letzten Versicherungsschein ein — sie steht im Abschnitt Schadenfreiheitsrabatt oder auf der Beitragsrechnung. Falls du deine Klasse nicht kennst, rechne die schadenfreien Jahre seit Führerscheinerwerb als Näherung.

Wähle die Sparte (Haftpflicht oder Vollkasko), gib die Anzahl der im laufenden Jahr regulierten Schäden ein und lege fest, ob dein Vertrag einen Rabattschutz enthält. Der Basisbeitrag ist die Jahresprämie bei SF 0 (100 % Beitragssatz).

Du findest ihn auf dem Versicherungsschein oder rechnest ihn aus deinem aktuellen Beitrag: Beitrag ÷ Beitragssatz × 100. Der Prognose-Zeitraum bestimmt, wie viele Jahre voraus der Rechner die SF-Entwicklung und die kumulierten Mehrkosten abbildet.

Fünf Jahre sind ein guter Richtwert, weil in diesem Zeitraum der größte Teil der Mehrkosten anfällt und die jährliche Hochstufung den Beitragssatz schrittweise wieder senkt.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Jedes schadenfreie Versicherungsjahr stuft den Vertrag um eine Klasse hoch, maximal bis SF 35. Bei einem Schaden wird die Klasse nach der Rückstufungstabelle zurückgestuft — die marktübliche Näherung halbiert die Klasse: SF 12 fällt auf SF 6, SF 20 auf SF 10.

Zwei Schäden im selben Jahr werden nacheinander berechnet: Erst halbiert der erste Schaden die Klasse, dann halbiert der zweite die neue, niedrigere Klasse.

Der Beitrag ergibt sich aus dem Basisbeitrag multipliziert mit dem Beitragssatz der jeweiligen SF-Klasse. Mehrkosten = Beitrag nach Schaden minus Beitrag ohne Schaden, kumuliert über den Prognose-Zeitraum.

Die Vergleichsbasis ist dabei nicht die aktuelle Klasse, sondern die Klasse, die man ohne Schaden erreicht hätte (jedes Jahr +1). Rabattschutz neutralisiert einen Schaden pro Jahr: Die Klasse bleibt unverändert, als wäre der Schaden nicht passiert.

Bei zwei Schäden im selben Jahr wird nur der erste neutralisiert, der zweite stuft normal zurück. SF-Klasse: Rückstufung und Mehrkosten-Formel

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Schadenfreiheitsklasse-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist die Schadenfreiheitsklasse und wie beeinflusst sie die Kfz-Prämie?

Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) ist eine Einstufung, die sich an der Anzahl der schadenfrei gefahrenen Jahre orientiert.

Je höher die SF-Klasse, desto niedriger der Beitragssatz: Bei SF 0 zahlt man den vollen Basisbeitrag (100 %), bei SF 12 nur noch rund 50 % und bei SF 35 nur noch 30 %.

Die Klasse wird für jede Sparte getrennt geführt: Kfz-Haftpflicht und Vollkasko haben jeweils eigene SF-Klassen, die Teilkasko kennt keinen Schadenfreiheitsrabatt. Jedes unfallfreie Versicherungsjahr stuft den Vertrag um eine Klasse hoch.

Bei einem selbstverschuldeten, regulierten Schaden wird der Vertrag dagegen zurückgestuft — wie weit, hängt von der Rückstufungstabelle des eigenen Versicherers ab.

Der Rechner verwendet eine marktübliche Orientierungstabelle, die an den GDV-Musterbedingungen (AKB, Anhang 1) verankert ist.

Wie funktioniert die Rückstufung nach einem Unfall?

Nach einem selbstverschuldeten, regulierten Schaden wird die SF-Klasse zurückgestuft, nicht auf null gesetzt. Die marktübliche Faustregel lautet: Rückstufung auf etwa die halbe Klasse, also von SF 12 auf SF 6 oder von SF 20 auf SF 10.

Zwei Schäden im selben Versicherungsjahr werden nacheinander berechnet: Erst wird die Klasse durch den ersten Schaden halbiert, dann wird die neue, niedrigere Klasse nochmals halbiert.

Entscheidend ist, ob der Schaden der Versicherung gemeldet und reguliert wurde — Parkrempler, die man aus eigener Tasche zahlt, zählen nicht als Rückstufungsschaden.

Die genauen Rückstufungsregeln stehen im Tarifwerk des Versicherers; die GDV-Musterbedingungen AKB (Anhang 1) geben eine branchenübliche Orientierung, die viele Versicherer leicht abgewandelt übernehmen.

Was bringt ein Rabattschutz und wann lohnt er sich?

Der Rabattschutz (auch Rabattretter) verhindert, dass ein einzelner Schaden pro Versicherungsjahr zur Rückstufung führt. Die SF-Klasse bleibt unverändert, als wäre der Schaden nicht passiert.

Bei einem zweiten Schaden im selben Jahr greift der Schutz jedoch nicht mehr, und beide Schäden werden normal abgerechnet, wobei nur der erste neutralisiert wird.

Der Rabattschutz kostet je nach Versicherer 20 bis 60 Euro im Jahr und lohnt sich vor allem bei hoher SF-Klasse, weil dort der Beitragssatzsprung bei Rückstufung besonders groß ausfällt.

Rechenbeispiel: Mit SF 25 (Beitragssatz 34 %) würde ein Schaden auf SF 12 (50 %) zurückstufen — bei 500 Euro Basisbeitrag sind das 80 Euro Mehrkosten im ersten Jahr und über fünf Jahre mehr als 200 Euro kumuliert.

Ob sich der Schutz rechnet, hängt vom Unfallrisiko und der Höhe des Basisbeitrags ab.

Kann ich meine SF-Klasse auf ein anderes Fahrzeug oder eine andere Person übertragen?

Ja, die SF-Klasse lässt sich bei einem Fahrzeugwechsel auf den neuen Vertrag übertragen, sofern der Versicherungsnehmer derselbe bleibt.

Auch die Übertragung auf eine andere Person ist möglich, typischerweise innerhalb der Familie: Eltern übertragen die SF-Klasse häufig auf Kinder, wenn diese ihren ersten eigenen Wagen versichern.

Voraussetzung ist, dass die empfangende Person eine Fahrerlaubnis besitzt, die mindestens so lang gültig ist wie die zu übertragende Einstufung. Die Übertragung muss beim Versicherer beantragt werden; ein automatischer Anspruch besteht nicht.

Nach der Übertragung startet der abgebende Vertrag in der Regel wieder bei SF 0. Die genauen Bedingungen variieren von Versicherer zu Versicherer.

Was passiert mit der SF-Klasse bei einem Versicherungswechsel?

Bei einem Wechsel des Kfz-Versicherers wird die erreichte SF-Klasse grundsätzlich vom neuen Versicherer übernommen.

Der alte Versicherer stellt eine Bescheinigung über die Vorversicherungszeit aus, aus der die aktuelle Einstufung und etwaige Schäden der letzten fünf Jahre hervorgehen. Der neue Versicherer prüft diese Bescheinigung und stuft entsprechend ein.

Achtung: Jeder Versicherer hat eine eigene Beitragssatz-Tabelle, sodass dieselbe SF-Klasse bei verschiedenen Anbietern zu unterschiedlichen Prozentsätzen führen kann. SF 12 bedeutet nicht überall exakt 50 %.

Der Rechner verwendet eine marktübliche Orientierungstabelle; den tatsächlichen Beitragssatz erfährt man erst aus dem Tarifangebot des Versicherers.

Eine Unterbrechung der Versicherung von mehr als sechs Monaten kann dazu führen, dass die SF-Klasse verfällt.

Was bedeutet die Schwelle Schaden selbst zahlen im Ergebnis?

Die Schwelle zeigt, bis zu welchem Schadensbetrag es finanziell günstiger ist, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen, statt ihn der Versicherung zu melden.

Der Rechner summiert die kumulierten Mehrkosten über den gewählten Prognose-Zeitraum: Wenn die Versicherung nach der Rückstufung über fünf Jahre insgesamt 385 Euro mehr kostet als ohne Schaden, lohnt sich die Regulierung erst ab einem Schaden über 385 Euro.

Liegt der Reparaturbetrag darunter, spart man Geld, indem man ihn selbst bezahlt und die SF-Klasse behält. Diese Rechnung berücksichtigt, dass man in den Folgejahren schadenfrei fährt und sich Stück für Stück wieder hochstuft.

Die kumulierten Mehrkosten sinken also von Jahr zu Jahr, weil die SF-Klasse jährlich um eine Stufe steigt. Bei der Entscheidung sollte man auch die Selbstbeteiligung im Kaskovertrag einrechnen.

Wie unterscheiden sich Haftpflicht und Vollkasko bei der SF-Klasse?

Kfz-Haftpflicht und Vollkasko führen jeweils eigene SF-Klassen, die sich unabhängig voneinander entwickeln. Ein Haftpflichtschaden stuft nur die Haftpflicht-SF-Klasse zurück, nicht die Vollkasko-Klasse, und umgekehrt.

Auch die Beitragssätze je SF-Klasse können zwischen den Sparten abweichen, obwohl viele Versicherer eine einheitliche Tabelle verwenden.

Die Teilkasko kennt gar keine Schadenfreiheitsklasse — Teilkasko-Schäden wie Glasbruch, Wildunfall oder Diebstahl haben keinen Einfluss auf die SF-Einstufung.

Der Rechner berechnet die Entwicklung für jeweils eine Sparte; wer beide Sparten prüfen möchte, führt zwei getrennte Berechnungen durch.

Die Rückstufungslogik (Halbierung der Klasse) ist für beide Sparten gleich, nur der Ausgangspunkt und damit der Aufhol-Pfad unterscheiden sich.

Welche SF-Klasse bekomme ich als Fahranfänger?

Fahranfänger starten in der Regel in der SF-Klasse 0 mit einem Beitragssatz von 100 % des Basisbeitrags.

Manche Versicherer bieten eine Einstufung in SF 1/2 an, wenn der Versicherungsnehmer den Führerschein seit mindestens drei Jahren besitzt und als Zweitfahrer auf einem anderen Vertrag eingetragen war, was den Einstiegssatz auf rund 95 % senkt.

Nach einem schadenfreien Versicherungsjahr steigt der Vertrag auf SF 1, nach zwei Jahren auf SF 2 und so weiter. Der Weg von SF 0 auf SF 12 (ca. 50 % Beitragssatz) dauert also zwölf schadenfreie Jahre.

Eltern können alternativ ihre eigene SF-Klasse auf den Vertrag des Kindes übertragen — dann fährt das Kind sofort mit dem höheren Rabatt, während der Elternvertrag auf SF 0 zurückfällt.

Rabattschutz lohnt sich für Fahranfänger meist noch nicht, weil die SF-Klasse niedrig und der Beitragssatzsprung gering ist.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Prüfe bei jedem kleineren Blechschaden, ob die Selbstzahlung günstiger ist als die Regulierung über die Versicherung. Der Rechner zeigt die Schwelle als Eurobetrag: Liegt der Reparaturkostenwert darunter, sparst du durch Selbstzahlung die kumulierten Mehrkosten der Rückstufung.

Bei hohen SF-Klassen (ab SF 15) ist die Schwelle oft überraschend hoch, weil der Beitragssatzsprung bei Rückstufung groß ausfällt und viele Jahre braucht, um sich wieder hochzuarbeiten.

Rabattschutz lohnt sich rechnerisch vor allem bei hoher SF-Klasse und hohem Basisbeitrag: Wer bei SF 25 fährt und 600 Euro Basisbeitrag zahlt, spart durch den Schutz im Schadensfall über 400 Euro Mehrkosten über fünf Jahre.

Bei SF 5 und 300 Euro Basisbeitrag ist der Vorteil dagegen marginal. Vergleiche vor Vertragsabschluss, ob der Aufpreis für den Rabattschutz in einem realistischen Schadensfall durch die eingesparte Rückstufung gedeckt wird.

Tipp: Wer den Kfz-Versicherungs-Rechner parallel nutzt, sieht, wie die SF-Klasse zusammen mit Typklasse und Regionalklasse die Gesamtprämie bildet.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Marco fährt seit 2014 schadenfrei und ist bei SF 12 (50 %) eingestuft. Sein Basisbeitrag für die Kfz-Haftpflicht liegt bei 500 Euro, die Jahresprämie also bei 250 Euro.

Im September 2026 verursacht er einen Auffahrunfall mit 1.800 Euro Sachschaden am anderen Fahrzeug. Soll er den Schaden regulieren lassen oder selbst zahlen?

Eingaben: SF 12, Haftpflicht, 1 Schaden, kein Rabattschutz, 5 Jahre Prognose, 500 Euro Basisbeitrag.

Ergebnis: Rückstufung auf SF 6 (65 %), Jahresbeitrag steigt von 250 auf 325 Euro, Mehrkosten im ersten Jahr 75 Euro, kumuliert über fünf Jahre 385 Euro, Schwelle selbst zahlen 385 Euro.

Interpretation: Der Schaden von 1.800 Euro liegt deutlich über der Schwelle von 385 Euro. Marco sollte den Schaden regulieren lassen, weil die Selbstzahlung teurer wäre als die kumulierten Mehrkosten der Rückstufung.

Hätte der Schaden nur 300 Euro betragen, wäre Selbstzahlung günstiger gewesen. Zweites Szenario: Lisa fährt SF 25 (34 %) mit 600 Euro Basisbeitrag und hat Rabattschutz. Ein Parkrempler verursacht 600 Euro Fremdschaden.

Mit Rabattschutz bleibt ihre SF-Klasse bei 25, die Schwelle liegt bei nur 32 Euro Opportunitätskosten (entgangene Hochstufung). Ohne Rabattschutz wäre sie auf SF 12 zurückgefallen mit 408 Euro Mehrkosten über fünf Jahre.

Hier zeigt sich der Wert des Rabattschutzes: Er spart Lisa bei diesem einen Schaden über 400 Euro.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Fehler 1 — die Rückstufung mit dem Verlust aller schadenfreien Jahre verwechseln: Die SF-Klasse fällt nicht auf null zurück, sondern wird näherungsweise halbiert. Von SF 20 geht es auf SF 10, nicht auf SF 0.

Fehler 2 — Teilkaskoschäden für die Rückstufung berücksichtigen: Wildunfall, Glasbruch, Hagel und Diebstahl laufen über die Teilkasko, die keine SF-Klasse kennt. Nur Haftpflicht- und Vollkaskoschäden stufen zurück.

Fehler 3 — den Basisbeitrag mit dem aktuellen Beitrag verwechseln: Der Basisbeitrag ist die Prämie bei 100 % (SF 0), nicht der Betrag, den man tatsächlich zahlt.

Wer seinen Beitrag von 250 Euro einträgt, obwohl er bei SF 12 (50 %) fährt, unterschätzt die Mehrkosten um die Hälfte. Fehler 4 — den Rabattschutz als vollständige Absicherung verstehen: Er neutralisiert nur einen Schaden pro Versicherungsjahr.

Beim zweiten Schaden greift er nicht mehr, und die Rückstufung fällt dann besonders hart aus, weil die Klasse zweimal halbiert wird. Fehler 5 — die Schwelle ohne Selbstbeteiligung lesen: Der Rechner zeigt die reinen Versicherungsmehrkosten.

Bei einem Kaskovertrag mit 300 Euro Selbstbeteiligung zahlst du die SB in jedem Fall, egal ob reguliert oder selbst bezahlt. Die echte Entscheidungsgrenze ist also Schwelle plus SB.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der SF-Klasse-Rechner berechnet aus aktueller Schadenfreiheitsklasse, Anzahl der Schäden, Rabattschutz und Basisbeitrag die neue Einstufung, den Beitragssatzsprung und die kumulierten Mehrkosten über den Prognose-Zeitraum.

Die Schwelle selbst zahlen zeigt, ab welchem Schadensbetrag sich die Regulierung über die Versicherung lohnt.

Bei den Vorgabewerten — SF 12, ein Schaden, kein Rabattschutz, 500 Euro Basisbeitrag, 5 Jahre — fällt die Klasse auf SF 6, der Beitragssatz steigt von 50 auf 65 Prozent, und die kumulierten Mehrkosten betragen 385 Euro.

Die drei größten Hebel: die Höhe der aktuellen SF-Klasse, der Basisbeitrag und der Rabattschutz. Wer die Gesamtprämie aus allen Faktoren sehen möchte, nutzt den Kfz-Versicherungs-Rechner.

Für die Gegenrechnung Schaden-regulieren-oder-selbst-zahlen in der Kasko hilft der Schadensregulierungs-Rechner. Alle Angaben sind Orientierungswerte auf Basis marktüblicher Staffeln; die tatsächlichen Sätze richtet der eigene Versicherer nach seinem Tarif.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Neue SF-Klasse: SF 12 | Beitragssatz: 34 % → 50 % | Mehrkosten kumuliert: 408 € | Schwelle selbst zahlen: 408 €

SF 25 mit Rückstufung auf SF 12 – hohe Mehrkosten

Aktuelle SF-Klasse
SF 25
Sparte
Kfz-Haftpflicht
Schäden im laufenden Jahr
1
Rabattschutz
Nein

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Neue SF-Klasse: SF 12 | Beitragssatz: 50 % → 50 % | Mehrkosten kumuliert: 40 € | Schwelle selbst zahlen: 40 €

SF 12 mit Rabattschutz – ein Schaden neutralisiert

Aktuelle SF-Klasse
SF 12
Sparte
Kfz-Haftpflicht
Schäden im laufenden Jahr
1
Rabattschutz
Ja

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Neue SF-Klasse: SF 1 | Beitragssatz: 65 % → 95 % | Mehrkosten kumuliert: 968 € | Schwelle selbst zahlen: 968 €

SF 6, Vollkasko, 2 Schäden – doppelte Rückstufung

Aktuelle SF-Klasse
SF 6
Sparte
Vollkasko
Schäden im laufenden Jahr
2
Rabattschutz
Nein

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Beitragssätze und Rückstufungsregeln sind marktübliche Orientierungswerte. Verbindlich ist die Rückstufungstabelle des eigenen Versicherers.

Quelle: Beitragssätze und Rückstufungslogik orientiert an marktüblichen Staffeln, verankert an den GDV-Musterbedingungen AKB (Anhang 1). Jeder Versicherer legt die Sätze in seinem Tarif selbst fest.

Stand: 2026-09-03

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
03. September 2026
Fachbereich
Auto / Recht & Kosten
Formeln basieren auf
SF-Rückstufung auf halbe Klasse nach GDV-Musterbedingungen AKB Anhang 1, Beitragssatz-Staffel marktüblich von SF 0 (100 %) bis SF 35 (30 %).
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Schadenfreiheitsklasse-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/auto/recht-kosten/schadenfreiheitsklasse-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Schadenfreiheitsklasse-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/auto/recht-kosten/schadenfreiheitsklasse-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.