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PayPal-Gebühren-Rechner: Kosten und Nettobetrag berechnen

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Kurzantwort

PayPal-Gebühren-Rechner: Betrag, Zahlungsart und Richtung wählen und Gebühr, Nettobetrag sowie effektiven Satz erhalten. Angaben ohne Gewähr, Stand 2026.

PayPal-Gebühr berechnen: Kosten, Nettobetrag und Satz je Transaktionsart – national

Kilian AchatzFachredaktion Finanzen
Geprüft: Review-Team Finanzen (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der PayPal-Gebühren-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Zwischen gesendetem Betrag und dem, was tatsächlich ankommt, liegt bei PayPal je nach Zahlungsart eine spürbare Gebühr: Der PayPal-Gebühren-Rechner zeigt dir in Sekunden, wie viel eine PayPal-Zahlung wirklich kostet und wie viel Geld nach Abzug der Gebühr beim Empfänger ankommt. PayPal rechnet nicht mit einem einzigen Satz, sondern je nach Zahlungsart unterschiedlich ab: Waren und Dienstleistungen im Inland mit 2,49 Prozent plus 0,35 Euro, gewerbliche Standard-Zahlungen mit 2,99 Prozent plus 0,39 Euro, internationale Zahlungen in Fremdwährung mit rund 4,48 Prozent plus 0,35 Euro zuzüglich 3 Prozent Währungsumrechnung (bei Zahlungen aus USA/Kanada; EWR-Zahlungen laufen zum nationalen Satz), und Zahlungen an Freunde und Familie im Inland kostenlos.

Genau diese vier Fälle bildet der Rechner ab.

Vor allem drei Gruppen haben etwas davon: Verkäufer auf Kleinanzeigen-Portalen, die wissen wollen, was von einem Verkauf übrig bleibt; Freelancer und Kleinunternehmer, die ihre Preise sauber kalkulieren; sowie Privatpersonen, die Geld ins Ausland senden.

Wichtig: Alle Sätze sind Anbieterkonditionen von PayPal, kein Gesetz. Sie gelten mit Stand 2026 ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern. Übersicht der PayPal-Gebühren 2026 nach Transaktionsart mit Balken je Zahlungsart

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du brauchst nur drei Angaben. Erstens den Betrag in Euro: Im Modus „Ich empfange“ ist das der gesendete Betrag, von dem die Gebühr abgezogen wird; im Modus „Aufschlag“ ist es der Betrag, der beim Empfänger ankommen soll.

Zweitens die Art der Zahlung – hier wählst du zwischen Waren und Dienstleistung im Inland, gewerblich über ein Geschäftskonto, international in Fremdwährung oder Freunde und Familie im Inland.

Die Wahl bestimmt den anzuwendenden Prozentsatz und die Festgebühr.

Drittens die Berechnungsrichtung: Entweder du empfängst einen Betrag und willst wissen, wie viel netto übrig bleibt, oder du willst den Aufschlag berechnen, damit trotz Gebühr der volle Wunschbetrag ankommt.

Häufiger Eingabefehler: Für den Verkauf von Waren wird versehentlich „Freunde und Familie“ gewählt, weil es kostenlos ist – dabei entfällt dann der Käuferschutz.

Für echte Käufe ist immer „Waren und Dienstleistung“ die richtige und abgesicherte Option, auch wenn dort Gebühren anfallen. Mehr als diese drei Angaben nimmt der Rechner nicht entgegen, und das begrenzt seine Reichweite bewusst.

Hinterlegt sind genau vier Zahlungsarten; Sondertarife für Händler mit hohem Volumen, Konditionen für gemeinnützige Organisationen, Rückerstattungen oder Ratenzahlungen bildet er nicht ab.

Auch den Wechselkurs selbst ermittelt er nicht: Bei internationalen Zahlungen rechnet er pauschal mit 3 Prozent Währungsumrechnung auf den Grundsatz von 4,48 Prozent (Annahme: USA/Kanada), woraus der effektive variable Satz von 7,48 Prozent entsteht.

Welcher Umrechnungskurs tatsächlich angewendet wurde, siehst du erst in der Transaktionsübersicht deines Kontos — der Rechner liefert die Kalkulationsgrundlage davor.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Gebühr setzt sich immer aus zwei Teilen zusammen: einem variablen Prozentsatz auf den Betrag plus einer festen Gebühr pro Transaktion. Für den Empfang gilt: Gebühr = Betrag × Prozentsatz + Festgebühr.

Bei 100 Euro national sind das 2,49 Prozent (2,49 Euro) plus 0,35 Euro, also 2,84 Euro – es kommen 97,16 Euro an, der effektive Satz liegt bei 2,84 Prozent.

Für den Aufschlag-Modus wird umgekehrt gerechnet: Sendebetrag = (Zielbetrag + Festgebühr) ÷ (1 − Prozentsatz). Damit netto 100 Euro ankommen, sendet der Sender (100 + 0,35) ÷ (1 − 0,0249) = 102,91 Euro.

Bei internationalen Zahlungen addiert der Rechner zum Grundsatz von 4,48 Prozent noch 3 Prozent Währungsumrechnung, sodass der effektive variable Satz bei 7,48 Prozent liegt. Der Skonto-Rechner hilft ergänzend, wenn du Zahlungsziele und Nachlässe kalkulierst.

Der Grund für die zweiteilige Gebühr ist wichtig fürs Verständnis: Weil neben dem Prozentsatz immer eine feste Gebühr pro Transaktion anfällt, wiegt diese Festgebühr bei kleinen Beträgen prozentual besonders schwer und macht Kleinstzahlungen verhältnismäßig teuer.

Bei größeren Beträgen fällt sie dagegen kaum ins Gewicht, sodass sich der effektive Satz dem reinen Prozentsatz annähert.

Genau deshalb rechnet der Rechner beide Bestandteile getrennt aus und weist den effektiven Prozentsatz separat aus, damit du die tatsächliche Belastung je nach Betragshöhe realistisch einschätzen kannst. Aufschlüsselung der PayPal-Gebühr für 100 Euro national in variable Gebühr, Festgebühr und Nettobetrag

PayPal-Gebühren-Formel: Gebühr gleich Betrag mal Prozentsatz plus Festgebühr.

Nachschlagen

PayPal-Gebühren 2026: Kosten je Zahlungsart auf einen Blick

Was behält PayPal ein? Die Tabelle zeigt die aktuellen Gebühren für die vier häufigsten Zahlungsarten — mit konkretem Beispiel bei 100 € Zahlbetrag.

PayPal-Gebührenübersicht nach Zahlungsart (Stand August 2026, Inland EUR)
ZahlungsartProzentsatzFestgebührGebühr bei 100 €Nettobetrag bei 100 €
Privat: Freunde & Familie (ohne Käuferschutz)0 %0 €0 €100,00 €
Waren & Dienstleistungen (privater Verkauf, mit Käuferschutz)2,49 %0,35 €2,84 €97,16 €
Gewerblich (Standard)2,99 %0,39 €3,38 €96,62 €
International (Annahme USA/Kanada, grenzüberschreitend)4,48 % + 3 % FX0,35 €7,83 €92,17 €

Gebühren laut PayPal-Gebührenübersicht (paypal.com/de/webapps/mpp/merchant-fees, Stand August 2026). International-Satz gilt für Zahlungen aus USA/Kanada (Grundsatz 2,49 % + Marktaufschlag 1,99 % + 3 % Währungsumrechnung); EWR-Zahlungen laufen zum nationalen Satz 2,49 % + 0,35 €. „Freunde & Familie" darf nicht für Verkäufe genutzt werden — kein Käuferschutz, Verstoß gegen PayPal-AGB. Gewerbetarif gilt für Händlerkonten; Mikrozahlungstarif (4,99 % + 0,09 €) separat beantragbar. Alle Beträge in EUR, Inland. Der Rechner berechnet den exakten Nettobetrag für Ihren Zahlbetrag.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu PayPal-Gebühren-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie viel Gebühren nimmt PayPal in Deutschland?

Für den Empfang von Zahlungen für Waren und Dienstleistungen innerhalb Deutschlands berechnet PayPal 2026 typischerweise 2,49 Prozent des Betrags plus eine Festgebühr von 0,35 Euro (Angaben ohne Gewähr).

Bei 100 Euro sind das 2,49 Euro plus 0,35 Euro, also 2,84 Euro Gebühr – es kommen 97,16 Euro an. Für gewerbliche Standard-Zahlungen über ein Geschäftskonto gelten oft 2,99 Prozent plus 0,39 Euro.

Internationale Zahlungen in Fremdwährung sind deutlich teurer — der Rechner setzt 4,48 Prozent plus 0,35 Euro und 3 Prozent Währungsumrechnung an (Annahme: Zahlungen aus USA/Kanada; EWR-Zahlungen laufen zum nationalen Satz 2,49 Prozent + 0,35 Euro).

Zahlungen an Freunde und Familie im Inland aus PayPal-Guthaben oder vom Bankkonto sind dagegen kostenlos. Die genauen Sätze legt PayPal fest und kann sie jederzeit ändern.

Auf eBay beispielsweise kommen noch eBay-eigene Verkaufsgebühren hinzu, sodass Privatverkäufer schnell 10 bis 15 Prozent des Verkaufspreises abgeben.

Wer regelmäßig Zahlungen über PayPal erhält, sollte seinen tatsächlichen Nettobetrag stets mit dem Rechner oben gegenprüfen – ein Blick auf den Kontoauszug allein zeigt nur die Gesamtsumme, nicht die einzelnen Gebührenanteile.

Was kostet PayPal bei 100 Euro?

Das hängt von der Zahlungsart ab. Empfängst du 100 Euro für Waren oder Dienstleistungen im Inland, ziehst du 2,49 Prozent (2,49 Euro) plus 0,35 Euro Festgebühr ab – die Gebühr beträgt 2,84 Euro und es bleiben 97,16 Euro.

Über ein gewerbliches Geschäftskonto mit 2,99 Prozent plus 0,39 Euro wären es 3,38 Euro Gebühr.

Bei einer internationalen Zahlung in Fremdwährung fallen mit 4,48 Prozent plus 0,35 Euro und 3 Prozent Währungsumrechnung schnell 7 bis 8 Euro an (Annahme: USA/Kanada; EWR läuft zum nationalen Satz).

Schickst du 100 Euro privat an Freunde und Familie im Inland aus deinem Guthaben, kostet das nichts. Der Rechner oben zeigt dir für jeden Fall den passenden Betrag.

Als Alltagsvergleich: Eine PayPal-Gebühr von 2,84 Euro bei 100 Euro entspricht etwa dem Preis einer kleinen Tasse Kaffee. Wer monatlich zehn solcher Transaktionen abwickelt, gibt rund 28 Euro im Monat allein an PayPal-Gebühren ab.

Für Kleinunternehmer und Online-Verkäufer lohnt es, Bestellungen wenn möglich zu bündeln und die Gebühr im Artikelpreis einzurechnen.

Wie berechne ich den Aufschlag, damit der volle Betrag ankommt?

Wer möchte, dass beim Empfänger ein bestimmter Betrag ankommt, darf die Gebühr nicht einfach addieren – sonst bleibt zu wenig übrig. Die korrekte Formel lautet: Sendebetrag = (Zielbetrag + Festgebühr) geteilt durch (1 − Prozentsatz).

Damit netto 100 Euro für Waren national ankommen, rechnest du (100 + 0,35) ÷ (1 − 0,0249) = 100,35 ÷ 0,9751 = 102,91 Euro. Der Sender überweist also 102,91 Euro, PayPal zieht 2,91 Euro ab und es kommen exakt 100 Euro an.

Stelle im Rechner dazu die Richtung auf "Sender soll vollen Betrag erhalten". Wichtig: Einfach 2,84 Euro aufzuschlagen reicht nicht, weil auf den höheren Sendebetrag erneut Prozente anfallen.

Das gleiche Prinzip gilt für gewerbliche Transaktionen mit 2,99 Prozent plus 0,39 Euro: Damit netto 200 Euro ankommen, muss der Sender (200 + 0,39) ÷ (1 − 0,0299) = 206,57 Euro überweisen.

Der Unterschied zwischen naivem Aufschlag und korrekter Formel wächst mit dem Betrag – bei 1.000 Euro liegen mehrere Euro dazwischen. Der Rechner übernimmt diese Berechnung für beide Richtungen automatisch.

Was kostet der PayPal-Käuferschutz und sind Zahlungen an Freunde kostenlos?

Der PayPal-Käuferschutz ist kein separater Kostenfaktor — er ist in der Gebühr für Waren und Dienstleistungen enthalten: 2,49 Prozent plus 0,35 Euro Festgebühr, bei 100 Euro also 2,84 Euro, bei 50 Euro 1,60 Euro.

Wer Waren mit PayPal kauft oder verkauft, zahlt automatisch mit dieser Gebühr für die Absicherung — ohne separaten Einzel-Posten.

Zahlungen an Freunde und Familie im Inland aus dem PayPal-Guthaben oder vom verknüpften Bankkonto sind dagegen kostenlos — allerdings ohne jeden Käuferschutz.

Kostenpflichtig wird es, sobald eine Kreditkarte als Zahlquelle dient oder die Zahlung ins Ausland geht; hier berechnet PayPal einen prozentualen Aufschlag.

Für echte Käufe solltest du deshalb nie „Freunde und Familie" wählen, auch wenn es gratis erscheint — bei Betrug oder Nichtlieferung ist das Geld verloren. Die 2,84 Euro bei 100 Euro sind der Preis der Absicherung.

Wer die Gratis-Option für Verkäufe nutzt, riskiert zudem eine Kontosperrung, da PayPal kommerzielle Zahlungen über diesen Kanal als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen wertet.

Wie hoch sind PayPal-Gebühren bei internationalen Zahlungen?

Internationale Zahlungen sind der teuerste Fall. Für den Empfang aus Ländern außerhalb des EWR (Annahme: USA/Kanada) setzt der Rechner 4,48 Prozent plus 0,35 Euro Festgebühr an; EWR-Zahlungen laufen günstiger zum nationalen Satz 2,49 Prozent.

Kommt eine Währungsumrechnung hinzu, schlägt PayPal zusätzlich 3 Prozent auf den Wechselkurs auf, sodass der effektive Satz bei etwa 7,48 Prozent liegt.

Beispiel: Bei 200 Euro rechnet der Rechner mit 7,48 Prozent plus 0,35 Euro, also 15,31 Euro Gebühr – es kommen 184,69 Euro an, der effektive Satz liegt bei 7,66 Prozent.

Für regelmäßige Auslandszahlungen lohnt daher der Vergleich mit spezialisierten Anbietern. Alle Werte gelten ohne Gewähr, Stand 2026.

Wer etwa als Freelancer Zahlungen aus den USA empfängt, verliert bei einem Auftrag von 500 Euro durch Gebühr und Wechselkursaufschlag rund 35 bis 40 Euro.

Für internationale Überweisungen oberhalb von 200 Euro lohnt ein Direktvergleich mit Wise oder Revolut, die oft günstigere Umrechnungskurse und niedrigere Prozentsätze bieten. Der Rechner gibt den absoluten Abzug sofort aus.

Was ist der Unterschied zwischen gewerblich und privat national?

Beide Fälle betreffen Zahlungen für Waren und Dienstleistungen, unterscheiden sich aber im Tarif. Der Standardsatz für den nationalen Empfang liegt bei 2,49 Prozent plus 0,35 Euro.

Gewerbliche Zahlungen über bestimmte Geschäftskonto-Tarife oder Zahlwege können mit 2,99 Prozent plus 0,39 Euro abgerechnet werden.

Bei 500 Euro bedeutet das national 12,80 Euro Gebühr (2,49 Prozent + 0,35 Euro), gewerblich dagegen 15,34 Euro (2,99 Prozent + 0,39 Euro) – ein Unterschied von rund 2,50 Euro pro Transaktion.

Vielverkäufer sollten ihre konkreten Konditionen im PayPal-Konto prüfen, da PayPal für höhere Umsätze individuelle Sätze anbietet. Der Rechner nutzt die zum Stand 2026 üblichen Standardwerte und rechnet beide Varianten getrennt aus.

Wer monatlich zehn Transaktionen zu je 80 Euro abwickelt, zahlt national 23,42 Euro Gebühren im Monat – gewerblich wären es 27,82 Euro. Über ein Jahr beläuft sich der Mehraufwand durch den Tarifunterschied auf 52,80 Euro.

Wer also seinen tatsächlichen Tarif kennt, kann realistischer kalkulieren; dafür lohnt ein Blick ins PayPal-Geschäftskonto unter Kontoeinstellungen.

Warum ist der effektive Gebührensatz bei kleinen Beträgen höher?

Weil die Festgebühr von 0,35 Euro unabhängig von der Höhe des Betrags anfällt und bei kleinen Summen prozentual stark ins Gewicht fällt.

Empfängst du national 10 Euro, zahlst du 2,49 Prozent (0,25 Euro) plus 0,35 Euro, also 0,60 Euro Gebühr – das sind effektiv 6,0 Prozent.

Bei 100 Euro sinkt der effektive Satz auf 2,84 Prozent, bei 1.000 Euro auf nur noch 2,53 Prozent (25,25 Euro Gebühr). Die Festgebühr verteilt sich also auf einen größeren Betrag und wirkt sich weniger aus.

Für viele Kleinbeträge kann sich deshalb das Bündeln von Zahlungen lohnen. Der Rechner weist den effektiven Satz separat aus, damit du diesen Effekt sofort erkennst.

Konkret: Statt zehnmal 5 Euro zu empfangen (10 × 0,47 Euro = 4,70 Euro Gebühr gesamt), reicht eine einzige 50-Euro-Zahlung mit nur 1,60 Euro Gebühr – das spart 3,10 Euro oder 6,2 Prozent des Betrags.

Diese Bündelungsstrategie lohnt besonders für Sammelbestellungen, WG-Abrechnungen und Crowdfunding-Beiträge.

Wer zahlt die PayPal-Gebühr – Käufer oder Verkäufer?

Bei Zahlungen für Waren und Dienstleistungen trägt grundsätzlich der Empfänger, also der Verkäufer, die Gebühr; sie wird direkt vom eingehenden Betrag abgezogen.

Der Käufer zahlt den ausgewiesenen Preis, ohne dass für ihn zusätzliche PayPal-Kosten entstehen. Verkäufer dürfen die Gebühr nicht als separaten "PayPal-Zuschlag" auf den Käufer abwälzen – das ist laut PayPal-Nutzungsbedingungen unzulässig.

Wer die Kosten dennoch einpreisen will, kalkuliert sie in den Verkaufspreis ein und nutzt dafür den Aufschlag-Modus dieses Rechners.

Bei Freunde-und-Familie-Zahlungen kann dagegen der Sender die Gebühr übernehmen, wenn eine kostenpflichtige Zahlquelle genutzt wird. Für abgesicherte Käufe bleibt "Waren und Dienstleistungen" trotz der 2,49 Prozent plus 0,35 Euro die richtige Wahl.

Praxisbeispiel: Wer einen Artikel für 50 Euro verkauft, erhält nach Gebührenabzug von 1,60 Euro nur noch 48,40 Euro netto. Um wirklich 50 Euro netto zu erhalten, muss der Listenpreis auf 51,64 Euro angehoben werden.

Diesen korrekten Aufschlag berechnet der Rechner automatisch, wenn du auf den Netto-Zielbetrag-Modus wechselst; so lässt sich der Verkaufspreis ohne Restrisiko kalkulieren.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Drei Stellschrauben senken deine PayPal-Kosten spürbar. Erstens: Bündele kleine Beträge.

Weil die Festgebühr von 0,35 Euro immer anfällt, ist der effektive Satz bei 10 Euro mit 6,0 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei 100 Euro (2,84 Prozent).

Wer statt zehn Einzelzahlungen à 10 Euro eine Sammelzahlung über 100 Euro erhält, spart die neunfache Festgebühr. Zweitens: Nutze für private Überweisungen an Bekannte konsequent „Freunde und Familie“ aus Guthaben – das ist im Inland kostenlos.

Für Käufe bleibt aber „Waren und Dienstleistung“ Pflicht, weil nur so der Käuferschutz greift. Drittens: Prüfe bei regelmäßigen Auslandszahlungen Alternativen, denn mit effektiv 7 bis 8 Prozent sind internationale PayPal-Zahlungen teuer.

Wenn du ein Konto für den Zahlungsverkehr aussuchst, hilft dir der Kontogebühren-Vergleich, die Gesamtkosten im Blick zu behalten. Alle genannten Sätze gelten mit Stand 2026 ohne Gewähr. Was kostet PayPal beim privaten Verkauf?

Wer auf Kleinanzeigen oder Vinted einen Artikel über PayPal verkauft, zahlt als Empfänger den Satz „Waren und Dienstleistung“ von 2,49 Prozent plus 0,35 Euro je Transaktion.

Bei einem Verkauf über 50 Euro sind das 1,60 Euro Gebühr, es kommen 48,40 Euro an.

Die Alternative „Freunde und Familie” ist zwar kostenlos, bietet dem Käufer aber keinen Käuferschutz — bei echten Käufen ist „Waren und Dienstleistung” deshalb die einzig abgesicherte Option, auch wenn sie Gebühren kostet.

Die 2,49 Prozent plus 0,35 Euro sind damit der Preis des Käuferschutzes — nicht für die Transaktion allein, sondern für die rechtliche Absicherung des Käufers im Streitfall. Viertens lohnt die Frage, ob du das Geschäftskonto überhaupt brauchst.

Der Rechner trennt den gewerblichen Standardsatz von 2,99 Prozent plus 0,39 Euro sauber vom Satz für Waren und Dienstleistungen mit 2,49 Prozent plus 0,35 Euro.

Auf 100 Euro macht das 3,38 statt 2,84 Euro — 54 Cent je Transaktion, die sich bei 200 Verkäufen im Jahr auf über 100 Euro summieren.

Lass die beiden Zahlungsarten einmal gegeneinander laufen, bevor du das Kontomodell wechselst: Ob sich die gewerblichen Funktionen lohnen, hängt an deiner Transaktionszahl, nicht am Gefühl.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Eine Kleinunternehmerin verkauft ein handgefertigtes Produkt für 100 Euro und möchte wissen, was übrig bleibt. Sie wählt „Waren und Dienstleistung“, Richtung „Ich empfange“, Betrag 100 Euro. Ergebnis: 2,84 Euro Gebühr, 97,16 Euro netto.

Weil sie ihre Marge sichern will, kalkuliert sie den Verkaufspreis neu über den Aufschlag-Modus: Damit netto 100 Euro bleiben, muss der Preis auf 102,91 Euro steigen.

Für einen Auslandskunden, der in Fremdwährung zahlt, prüft sie denselben 100-Euro-Verkauf im Modus „International“: Hier gehen rund 7,83 Euro an Gebühren ab, es bleiben nur 92,17 Euro.

Diese Differenz von gut 5 Euro pro Auslandsverkauf (7,83 statt 2,84 Euro Gebühr) fließt nun bewusst in ihre Preisliste ein.

So trifft sie ihre Entscheidung mit belastbaren Zahlen statt mit Bauchgefühl – und weiß, wann sich ein Verkauf lohnt und wann sie besser einen alternativen Zahlweg anbietet. Wer freiberuflich abrechnet, kombiniert das sinnvoll mit dem Stundensatz-Rechner.

Aus diesem Fall lässt sich eine allgemeine Regel für die Praxis ableiten: Kalkuliere Gebühren immer vor der Preisfestsetzung ein, nicht nachträglich, und unterscheide klar zwischen inländischen und internationalen Zahlungen, weil die Währungsumrechnung die Kosten deutlich erhöht.

Wer regelmäßig kleine Beträge empfängt, prüft, ob sich Zahlungen bündeln lassen, um die feste Gebühr pro Transaktion seltener zu zahlen.

Und bei echten Verkäufen bleibt die abgesicherte Zahlungsart Pflicht, auch wenn sie Gebühren kostet – der Käuferschutz ist den Aufpreis in aller Regel wert.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der teuerste Fehler ist, den Aufschlag falsch zu berechnen. Wer bei einem Wunschbetrag von 100 Euro einfach die 2,84 Euro Gebühr addiert und 102,84 Euro sendet, bei dem kommen nur 99,93 Euro an – denn auf den höheren Sendebetrag fallen erneut Prozente an.

Richtig sind 102,91 Euro. Zweiter häufiger Fehler: „Freunde und Familie“ für den Kauf von Waren zu nutzen, um die Gebühr zu sparen. Das ist zwar kostenlos, aber ohne jeden Käuferschutz – bei Betrug ist das Geld meist verloren.

Dritter Fehler: den effektiven Satz zu unterschätzen. Bei kleinen Beträgen wirkt die Festgebühr stark, bei 5 Euro national beträgt der effektive Satz schon 9,5 Prozent.

Vierter Fehler: internationale Zahlungen mit nationalen Sätzen zu kalkulieren – die Währungsumrechnung von 3 Prozent wird oft vergessen.

Fünfter Fehler: die Gebühr als separaten Zuschlag auf den Käufer aufzuschlagen, was PayPal ausdrücklich untersagt.

Ein sechster Fehler ist, die Modi „Ich empfange“ und „Aufschlag“ zu verwechseln: Beide Richtungen liefern unterschiedliche Beträge, und wer sie vertauscht, kalkuliert entweder zu knapp oder zu großzügig.

Ein siebter Fehler betrifft die Annahme, alle Zahlungsarten seien gleich teuer – tatsächlich unterscheiden sich private, gewerbliche und internationale Zahlungen erheblich, sodass die Wahl der Zahlungsart am Ende maßgeblich über die Höhe der Gebühr entscheidet.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der PayPal-Gebühren-Rechner beantwortet zwei Fragen: Wie viel kostet eine Zahlung und wie viel kommt am Ende an?

Er rechnet für alle vier gängigen Fälle – national 2,49 Prozent plus 0,35 Euro, gewerblich 2,99 Prozent plus 0,39 Euro, international rund 7,48 Prozent plus 0,35 Euro und Freunde & Familie im Inland 0 Euro – und beherrscht beide Richtungen: Abzug vom empfangenen Betrag oder Aufschlag für den vollen Zielbetrag.

So kalkulierst du Verkaufspreise, prüfst Auslandszahlungen und vermeidest teure Aufschlag-Fehler. Am besten trägst du direkt deinen konkreten Betrag ein und wählst die passende Zahlungsart.

Für die Gesamtkosten deines Zahlungsverkehrs lohnt anschließend ein Blick auf den Kontogebühren-Vergleich. Hinweis: Alle Sätze sind PayPal-Anbieterkonditionen mit Stand 2026, ohne Gewähr und jederzeit änderbar.

Eine Einordnung noch zum Rechenmodell: Gearbeitet wird mit den vier fest hinterlegten Sätzen, nicht mit einer Live-Abfrage bei PayPal.

Weil Anbieterkonditionen jederzeit angepasst werden können und für Händlerkonten individuelle Vereinbarungen möglich sind, ist das Ergebnis eine saubere Kalkulationsgrundlage — die verbindliche Zahl steht am Ende in deiner Transaktionsübersicht.

Gleiche deshalb bei regelmäßigen Einnahmen einmal im Jahr ab, ob die hier gerechneten Sätze noch zu deinen tatsächlichen Abrechnungen passen.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Sender sendet 102,91 €, Gebühr 2,91 €, netto 100,00 €

Aufschlag: 100 € sollen ankommen (Waren national)

Betrag
100 €
Art der Zahlung
Waren & Dienstleistung (Deutschland)
Berechnungsrichtung
Sender soll vollen Betrag erhalten (Aufschlag)

Beispiel 2 · Mittel · Gebühr 15,31 €, es kommen 184,69 € an, effektiver Satz 7,66 %

International: 200 € in Fremdwährung empfangen

Betrag
200 €
Art der Zahlung
International / Fremdwährung
Berechnungsrichtung
Ich empfange (Gebühr wird abgezogen)

Beispiel 3 · Komplex · Gebühr 0,00 €, es kommen 500,00 € an

Freunde & Familie im Inland: 500 € senden

Betrag
500 €
Art der Zahlung
Freunde & Familie (Inland)
Berechnungsrichtung
Ich empfange (Gebühr wird abgezogen)

Weiterführende Rechner und Themen

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Weiternutzung

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  • Der gesendete Betrag von 100 Euro wird aufgeteilt in 2,49 Prozent variable Gebühr (2,49 Euro), 0,35 Euro Festgebühr und den Nettobetrag von 97,16 Euro, der beim Empfänger ankommt. Umgekehrt muss der Sender im Aufschlag-Modus 102,91 Euro senden, damit 100 Euro ankommen.

    So entsteht die PayPal-Gebühr bei 100 Euro (Waren national)

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           alt="Der gesendete Betrag von 100 Euro wird aufgeteilt in 2,49 Prozent variable Gebühr (2,49 Euro), 0,35 Euro Festgebühr und den Nettobetrag von 97,16 Euro, der beim Empfänger ankommt. Umgekehrt muss der Sender im Aufschlag-Modus 102,91 Euro senden, damit 100 Euro ankommen."
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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/konten/paypal-gebuehren
  • Vier Balken zeigen die typischen PayPal-Gebühren 2026: Waren und Dienstleistung national 2,49 Prozent plus 0,35 Euro, gewerblich 2,99 Prozent plus 0,39 Euro, international 4,48 Prozent plus 0,35 Euro zuzüglich 3 Prozent Währungsumrechnung (Annahme USA/Kanada), Freunde und Familie im Inland 0 Euro. Angaben ohne Gewähr.

    PayPal-Gebühren nach Transaktionsart (Stand 2026)

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Angaben ohne Gewähr, Stand 2026. PayPal-Preise sind Anbieterkonditionen und kein Gesetz – sie können sich jederzeit ändern und je nach Vertrag, Land und Währung abweichen. Maßgeblich ist stets die aktuelle PayPal-Gebührenübersicht.

Quelle: PayPal-Gebührenübersicht Deutschland, Stand 2026 (Angaben ohne Gewähr)

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Finanzen / Konten & Budget
Formeln basieren auf
Variabler Prozentsatz plus Festgebühr je Transaktionsart, bei internationalen Zahlungen zuzüglich Währungsumrechnung
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). PayPal-Gebühren-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/konten/paypal-gebuehren

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. PayPal-Gebühren-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/konten/paypal-gebuehren

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