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Zollrechner: Zollgebühren und EUSt online berechnen

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Einfuhrumsatzsteuer
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Kurzantwort

Warenwert, Versandkosten und Zollsatz eingeben und Zoll sowie Einfuhrumsatzsteuer berechnen. Wichtig: Die 150-€-Zollfreigrenze ist zum 1. Juli 2026 entfallen (VO (EU) 2026/382). Bis 150 € Warenwert werden 3 € Pauschalzoll je Warenkategorie erhoben, darüber gilt der jeweilige Tarifzollsatz. Die Einfuhrumsatzsteuer fällt unabhängig davon ab dem ersten Euro an.

Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer für Pakete aus Drittländern berechnen

Kilian AchatzFachredaktion Finanzen
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Zoll-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie viel Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer du für ein Paket aus einem Drittland zahlen musst, ermittelt der Zoll-Rechner. Die zentrale Frage: Was kostet ein Online-Kauf aus China, den USA oder der Türkei wirklich, wenn alle Einfuhrabgaben berücksichtigt sind?

Seit dem 1. Juli 2026 gilt dabei neues Recht: Die frühere Zollfreigrenze von 150 Euro ist mit der Verordnung (EU) 2026/382 entfallen.

Bis 150 Euro Warenwert wird jetzt ein Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie erhoben, oberhalb davon greift der jeweilige Tarifzollsatz.

Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) wird davon unabhängig auf jede Drittlandssendung erhoben – seit Juli 2021 ohne jede Freigrenze.

Der Rechner richtet sich an alle, die im Ausland einkaufen – ob bei Temu, Shein oder AliExpress aus China, bei Shops aus der Türkei oder den USA –, gewerblich importieren oder schlicht wissen möchten, was nach dem Zoll vom Preis übrig bleibt.

Entscheidend ist das Zusammenspiel zweier Abgaben: Der Zoll bemisst sich seit Juli 2026 entweder pauschal oder nach Tarif, während die Einfuhrumsatzsteuer stets auf die Zollbasis samt Zoll erhoben wird.

Gerade bei vermeintlichen Schnäppchen aus Fernost kann diese Kombination den Endpreis deutlich erhöhen. Der Rechner macht beide Bausteine sichtbar und zeigt, was aus dem beworbenen Onlinepreis nach allen Einfuhrabgaben tatsächlich wird.

Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine Zoll- oder Rechtsberatung.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst den Warenwert deiner Sendung in Euro ein sowie die Versandkosten, die der ausländische Händler in Rechnung stellt. Diese beiden Werte ergeben zusammen die Zollbasis, auf die der Tarifzoll und die EUSt berechnet werden.

Den Zollsatz wählst du passend zur Warengruppe – typische Sätze liegen zwischen 0 Prozent (z. B. Bücher, viele Elektronikprodukte) und 17 Prozent (z. B. Bekleidung, Schuhe).

Neu ist das Feld Anzahl Warenkategorien: Es zählt, wie viele Positionen mit eigener Zolltarifnummer in der Sendung liegen.

Es wirkt sich nur bis 150 Euro Warenwert aus, weil der Pauschalzoll je Kategorie anfällt – zehn Paar Socken sind eine Kategorie, Socken plus Hose sind zwei.

Den EUSt-Satz wählst du zwischen 19 Prozent (Standardsatz) und 7 Prozent (ermäßigt, z. B. Bücher). Häufige Fehler: Nur den Warenwert einzutragen und die Versandkosten zu vergessen, oder den Zollsatz zu schätzen statt im TARIC-System nachzuschlagen.

Beide Werte, Warenwert und Versandkosten, entnimmst du am besten der Bestellbestätigung oder Rechnung des Händlers, denn zusammen bilden sie die Zollbasis.

Den passenden EUSt-Satz wählst du danach aus, um welche Ware es sich handelt: In der Regel gelten 19 Prozent, für einzelne Warengruppen wie Bücher der ermäßigte Satz von 7 Prozent.

Bist du unsicher bei der Warengruppe, hilft die Zolltarifnummer im TARIC-System weiter, die den passenden Zollsatz eindeutig zuordnet. Je genauer diese Angaben sind, desto verlässlicher fällt die Gesamtkostenschätzung aus.

Praxisfälle

Zoll für typische Bestellungen: Temu, Shein, USA, UK und Österreich

Sieben Fälle aus der Praxis, mit den echten Ergebnissen des Zoll-Rechners nachgerechnet – von der Kleinstbestellung bis zur Sendung aus dem Vereinigten Königreich.

  1. Temu-Bestellung mit zwei Warenkategorien

    „„Wie viel Zoll zahle ich bei Temu?““

    Eingabe
    Warenwert 25,00 €, Versandkosten 5,00 €, 2 Warenkategorien, Zollsatz 12 %, EUSt 19 %
    Ergebnis
    Zollbasis 30 € | Zoll 6,00 € (Pauschalzoll) | EUSt 6,84 € | Gesamtabgaben 12,84 € | Gesamtkosten 42,84 €
  2. Shein-Sammelbestellung mit drei Artikeln

    „„Was kostet eine Shein-Bestellung mit mehreren Artikeln nach Zoll?““

    Eingabe
    Warenwert 60,00 €, Versandkosten 8,00 €, 3 Warenkategorien, Zollsatz 12 %, EUSt 19 %
    Ergebnis
    Zollbasis 68 € | Zoll 9,00 € (Pauschalzoll) | EUSt 14,63 € | Gesamtabgaben 23,63 € | Gesamtkosten 91,63 €
  3. AliExpress-Kleinstbestellung unter 20 Euro

    „„Muss ich für ein 15-Euro-Paket von AliExpress Zoll zahlen?““

    Eingabe
    Warenwert 15,00 €, Versandkosten 4,00 €, 1 Warenkategorie, Zollsatz 12 %, EUSt 19 %
    Ergebnis
    Zollbasis 19 € | Zoll 3,00 € (Pauschalzoll trotz geringem Warenwert) | EUSt 4,18 € | Gesamtabgaben 7,18 € | Gesamtkosten 26,18 €
  4. Kleidung aus Großbritannien nach dem Brexit

    „„Fällt für ein Kleidungsstück aus dem Vereinigten Königreich Zoll an?““

    Eingabe
    Warenwert 300,00 €, Versandkosten 20,00 €, Zollsatz 12 % (Bekleidung), EUSt 19 %
    Ergebnis
    Zollbasis 320 € | Zoll 38,40 € (Tarifzoll, da über 150 €) | EUSt 68,10 € | Gesamtabgaben 106,50 € | Gesamtkosten 426,50 €
  5. Bestellung aus Österreich: kein Fall für den Zoll-Rechner

    „„Muss ich für ein Paket aus Wien Zoll zahlen?““

    Eingabe
    Herkunftsland Österreich (EU-Mitgliedstaat) – keine Eingabe im Zoll-Rechner nötig
    Ergebnis
    0 € Zoll und 0 € Einfuhrumsatzsteuer, weil der EU-Binnenmarkt keine Zollgrenze zwischen Deutschland und Österreich kennt
  6. Post-Auslagenpauschale zusätzlich zum Zoll

    „„Was zahle ich der Deutschen Post zusätzlich zum Zoll?““

    Eingabe
    Warenwert 100,00 €, Versandkosten 10,00 €, 1 Warenkategorie, Zollsatz 12 %, EUSt 19 %
    Ergebnis
    Rechner-Ergebnis: 24,47 € Gesamtabgaben (3,00 € Zoll + 21,47 € EUSt); zzgl. 7,50 € DHL-Auslagenpauschale = 31,97 € Nebenkosten
  7. Elektronik aus den USA über 150 Euro

    „„Wie viel Zoll fällt für ein US-Notebook über 150 Euro an?““

    Eingabe
    Warenwert 300,00 €, Versandkosten 25,00 €, Zollsatz 0 % (viele IT-Produkte zollfrei), EUSt 19 %
    Ergebnis
    Zollbasis 325 € | Zoll 0 € | EUSt 61,75 € | Gesamtabgaben 61,75 € | Gesamtkosten 386,75 €

Berechnung

Zollgebühren und EUSt berechnen: die Formel

Verstehe den Formelweg.

Zoll-Rechner: Drei-Schritte-Formel fuer Zollbasis, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer mit Rechenbeispiel Der Rechner rechnet in drei Schritten. Erstens: Zollbasis = Warenwert + Versandkosten.

Zweitens der Zoll, seit dem 1. Juli 2026 in zwei Varianten: Bis 150 Euro Warenwert gilt Zoll = 3 Euro × Anzahl Warenkategorien, darüber Zoll = Zollbasis × Zollsatz. Drittens: EUSt = (Zollbasis + Zoll) × EUSt-Satz.

Die EUSt gilt immer, unabhängig vom Wert der Sendung. Beispiel: Warenwert 200 Euro, Versandkosten 20 Euro, Zollsatz 12 Prozent, EUSt 19 Prozent. Der Warenwert liegt über 150 Euro, es greift also der Tarifzoll.

Zollbasis = 220 Euro, Zoll = 220 × 0,12 = 26,40 Euro, EUSt = (220 + 26,40) × 0,19 = 46,82 Euro. Gesamtabgaben = 73,22 Euro, Gesamtkosten = 293,22 Euro.

Die Reihenfolge der drei Schritte ist wichtig, weil die Einfuhrumsatzsteuer auf die Summe aus Zollbasis und bereits berechnetem Zoll erhoben wird und damit gewissermaßen auf den Zoll mit anfällt.

Im Beispiel entsteht der EUSt-Betrag deshalb aus 220 Euro Zollbasis plus 26,40 Euro Zoll, also aus 246,40 Euro, und nicht allein aus dem Warenwert.

Läge der Warenwert dagegen bei höchstens 150 Euro, träte an die Stelle der 26,40 Euro der Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie. So bleibt nachvollziehbar, wie sich Gesamtabgaben und Gesamtkosten zusammensetzen.

Nachschlagen

Pauschalzoll, Zollsätze und Regelungen beim Import nach Deutschland (2026)

Seit dem 1. Juli 2026 fällt auf jede Sendung aus Drittländern Zoll an – die frühere 150-Euro-Freigrenze ist entfallen. Die Tabelle zeigt den neuen Pauschalzoll, typische Zollsätze je Warengruppe und die Sonderregel für private Geschenke.

Zollregelungen und häufige Zollsätze für Privat-Importe (Rechtsstand: VO (EU) 2026/382, ab 1.7.2026)
Schwellenwert / WarengruppeZollsatzEUStHinweis
Geschenksendung ≤ 45 €0 %0 %Zoll- und steuerfrei (nur echte Privatgeschenke, kein Onlinekauf)
Warenwert ≤ 150 € (1 Warenkategorie)3 € Pauschalzoll19 % EUStSeit 1.7.2026 (VO (EU) 2026/382): fester Betrag je Zolltarifposition
Warenwert ≤ 150 € (2 / 3 / 5 Kategorien)6 € / 9 € / 15 €19 % EUSt3 € × Anzahl Warenkategorien; kein Tarifzoll unterhalb 150 €
Warenwert > 150 €tariflich (s. u.)19 % EUStZollsatz abhängig von Warengruppe und Ursprungsland
————
Bekleidung & Textilien12 %19 %HS-Kapitel 61–62
Elektronik (Smartphone, Laptop)0 %19 %ITA-Abkommen: viele IT-Produkte zollfrei
Schuhe8–17 %19 %Material- und Herkunftsabhängig
Fahrräder (inkl. E-Bikes mit Motor ≤ 250 W)14 %19 %Anti-Dumping-Zölle auf China-Herkunft möglich
Lebensmittel & Nahrungsergänzung0–20 %+7 / 19 %Veterinär-/Phyto-Kontrolle kann zusätzlich anfallen
Kosmetik & Parfüm0–6,5 %19 %
Tabak & Alkoholtariflich + Verbrauchsteuer19 %Zusätzlich Tabak-/Branntweinsteuer; strenge Freimengengrenzen

Basis: Gemeinsamer Zolltarif der EU (TARIC), VO (EU) 2026/382 (Wegfall der 150-Euro-Zollfreigrenze ab 1.7.2026). EUSt (Einfuhrumsatzsteuer) fällt auf Warenwert + Zoll + Transportkosten an; seit Juli 2021 ab dem ersten Euro. Den Zollsatz gibst du im Rechner selbst ein – den passenden Satz findest du per Zolltarifnummer im TARIC-System der EU-Kommission. Keine Rechtsberatung.

Servicegebühren der Paketdienste für die Zollabwicklung

Zusätzlich zu Zoll und Einfuhrumsatzsteuer verlangen die meisten Zusteller eine eigene Pauschale dafür, dass sie die Abgaben beim Zoll verauslagen und die Sendung anmelden. Diese Servicegebühr berechnet der Zoll-Rechner nicht mit – sie kommt zu Zoll und EUSt noch hinzu.

Auslagen- bzw. Bearbeitungspauschalen ausgewählter Paketdienste für die Zollabwicklung (Herstellerangaben, Stand 09/2026)
ZustellerPauschaleHinweis
Deutsche Post / DHL7,50 €je Sendung, unabhängig von der Höhe der Abgaben
UPSab 12,50 €Bearbeitungsgebühr, da UPS als Zollbroker auftritt
FedEx15,00 € oder 2,5 % der Zoll- und Steuersummeder jeweils höhere Betrag gilt, Stand seit 20.07.2026
DPDca. 5–10 €Abwicklung über kooperierende Zollagenturen, Betrag variiert

Die Beträge sind Angaben der Zusteller bzw. der Fachpresse (u. a. Verbraucherzentrale, Stand 19.08.2026) und können sich ändern; verbindlich ist stets die Rechnung des jeweiligen Zustellers. Sie fallen zusätzlich zu Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an, die dieser Rechner ausweist. Keine Rechtsberatung.

Ausblick

Was ändert sich ab November 2026 beim Zoll?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Ab spätestens November 2026 soll zusätzlich zum Pauschalzoll eine EU-weite Bearbeitungsgebühr (Handling Fee) auf Kleinsendungen aus Drittländern erhoben werden – das hat die Generalzolldirektion in ihrer Pressemitteilung vom 29. Juni 2026 ausdrücklich als eigenständige, zusätzliche Abgabe angekündigt.
  • Die genaue Höhe der Bearbeitungsgebühr steht noch nicht fest: EU-Kommissar Šefčovič hatte rund 2 Euro je Sendung vorgeschlagen, Branchenverbände wie EURATEX forderten bis zu 10 Euro; Mitte September 2026 verhandelten Europaparlament und Rat noch über den Betrag.
  • Nach den bisher diskutierten Vorschlägen sollen vor allem die Online-Plattformen wie Temu, Shein oder AliExpress die Gebühr an die Zollbehörden abführen – ob und in welcher Höhe sie an Käuferinnen und Käufer weitergegeben wird, ist noch offen.
  • Der Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie und die 150-Euro-Schwelle selbst sind von dieser künftigen Änderung nicht betroffen; sie gelten unverändert seit dem 1. Juli 2026 nach der Verordnung (EU) 2026/382.
  • Entwurfsstatus: Die Bearbeitungsgebühr ist Stand September 2026 noch nicht final beschlossen. Dieser Rechner und der Ausblick werden aktualisiert, sobald Betrag und Starttermin feststehen.

Stand: 25.09.2026 · Quelle: Generalzolldirektion, Pressemitteilung vom 29.06.2026 ("Wegfall der 150-Euro-Zollfreigrenze ab 1. Juli")

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Zoll-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was kostet ein Paket von Temu, Shein oder AliExpress nach Zoll wirklich?

Seit dem 1. Juli 2026 ist jede Bestellung bei Temu, Shein oder AliExpress abgabenpflichtig, weil die 150-Euro-Zollfreigrenze entfallen ist.

Bei einem typischen Temu-Artikel mit 25 Euro Warenwert, 5 Euro Versand und zwei Warenkategorien fallen 6 Euro Pauschalzoll und 6,84 Euro Einfuhrumsatzsteuer an, macht 12,84 Euro Abgaben und 42,84 Euro Gesamtkosten.

Bei einer größeren Shein-Bestellung für 60 Euro Warenwert, 8 Euro Versand und drei Kategorien werden es schon 9 Euro Pauschalzoll und 14,63 Euro EUSt, zusammen 23,63 Euro – die Gesamtkosten steigen auf 91,63 Euro.

Für einen kleinen AliExpress-Artikel mit 15 Euro Warenwert und 4 Euro Versand bleiben es 3 Euro Pauschalzoll plus 4,18 Euro EUSt, also 7,18 Euro Abgaben. Trag deine eigenen Werte in den Zoll-Rechner ein, um die Kosten vor dem Kauf zu kennen.

Entscheidend ist die Anzahl der Warenkategorien: Bestellst du mehrere unterschiedliche Artikel in einer Sendung, addiert sich der Pauschalzoll je Kategorie, auch wenn der Gesamtwert unter 150 Euro bleibt.

Wie hoch sind die Zollgebühren seit dem 1. Juli 2026?

Seit dem 1. Juli 2026 sind 150 Euro nicht mehr zollfrei: Nach der Verordnung (EU) 2026/382 zahlst du bis zu diesem Warenwert einen Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie, den formal die Empfängerin oder der Empfänger der Sendung trägt.

Eine Bestellung mit einer Kategorie kostet 3 Euro, mit drei unterschiedlichen Artikeln wie Hose, Schuhen und Ladekabel bereits 9 Euro Zoll.

Über 150 Euro Warenwert gilt weiterhin der tarifliche Zollsatz auf die Zollbasis aus Warenwert plus Versand, zum Beispiel 12 Prozent bei Bekleidung.

Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 oder 7 Prozent kommt in beiden Fällen zusätzlich hinzu und wird auf Zollbasis plus Zoll berechnet.

Bei 200 Euro Warenwert, 20 Euro Versand und 12 Prozent Zollsatz ergeben sich so 26,40 Euro Zoll und 46,82 Euro EUSt, zusammen 73,22 Euro Abgaben. Plane zusätzlich mit einer Auslagenpauschale des Zustellers für die Zollabwicklung.

Achtung: Maßgeblich ist der Einfuhrzeitpunkt, nicht das Bestelldatum – auch vor dem 1. Juli 2026 aufgegebene Bestellungen können betroffen sein, wenn die Ware erst danach in der EU ankommt.

Wie berechne ich Zollgebühren für ein Paket aus China nach Deutschland?

Der Rechner geht in drei Schritten vor. Schritt 1: Zollbasis = Warenwert + Versandkosten. Schritt 2: Liegt der Warenwert bei höchstens 150 Euro, fällt seit dem 1.

Juli 2026 ein Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie an; darüber gilt der Tarifzoll = Zollbasis × Zollsatz. Schritt 3: EUSt = (Zollbasis + Zoll) × 0,19 oder × 0,07.

Den passenden Zollsatz für deine Ware findest du im TARIC-System der EU-Kommission.

Beispiel: Warenwert 200 Euro, Versand 20 Euro, Zollsatz 12 Prozent – der Warenwert liegt über 150 Euro, also Zoll = 26,40 Euro, EUSt = 46,82 Euro, Gesamtabgaben 73,22 Euro.

Zum Vergleich: Ein Artikel mit 80 Euro Warenwert und 10 Euro Versand bleibt unter der Schwelle und kostet nur 3,00 Euro Pauschalzoll und 17,67 Euro EUSt, zusammen 20,67 Euro.

Trag alle Felder vollständig aus, damit der Rechner automatisch entscheidet, ob Pauschalzoll oder Tarifzoll greift – ein vergessenes Feld verzerrt sonst die gesamte Rechnung.

Was ist der Unterschied zwischen Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer?

Der Zoll ist eine Abgabe an die EU beim Überschreiten der Außengrenze; sein Satz richtet sich nach Warenart und Herkunft, seit Juli 2026 mit dem Pauschalzoll von 3 Euro je Kategorie bis 150 Euro Warenwert.

Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) ist dagegen die deutsche Mehrwertsteuer auf die Einfuhr und fällt seit Juli 2021 auf jede Drittlandssendung an, unabhängig vom Warenwert.

Sie beträgt 19 Prozent oder – etwa bei Büchern und Lebensmitteln – 7 Prozent; im Rechner wählst du den Satz im Feld „Einfuhrumsatzsteuer“.

Entscheidend ist die Reihenfolge: Die EUSt wird auf die Zollbasis plus den bereits berechneten Zoll erhoben, du zahlst also Steuer auf den Zoll mit.

Vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen bekommen die EUSt zurück, Privatpersonen nicht – für sie ist sie ein echter Kostenfaktor.

Zahlenbeispiel: Bei 200 Euro Warenwert, 20 Euro Versand und 12 Prozent Zollsatz entstehen 26,40 Euro Zoll und danach 46,82 Euro EUSt.

Für Unternehmen im B2B-Import ist die Trennung entscheidend: Der Zoll ist dauerhafter Kostenfaktor, die EUSt ein durchlaufender Posten, der per Voranmeldung zurückgeholt wird.

Welchen Wechselkurs nutze ich, wenn ich in Dollar oder Pfund bezahlt habe?

Für die Zollberechnung zählt nicht der Kurs deiner Kreditkarte oder von PayPal, sondern der amtliche Zollwertkurs, den die Generalzolldirektion nach Art. 53 Abs. 1 Buchst. a UZK in Verbindung mit Art.

146 UZK-IA monatlich veröffentlicht – meist Mitte des Vormonats für den Folgemonat. Er gilt für den gesamten Kalendermonat, in dem die Ware angemeldet wird, unabhängig davon, wie der Kurs am Bestelltag stand.

Praktisch bedeutet das: Zahlst du 30 US-Dollar für einen Artikel, rechnest du den Betrag zum amtlichen Monatskurs in Euro um, bevor du ihn im Zoll-Rechner als Warenwert einträgst – nicht zum tagesaktuellen Bankkurs.

Das kann entscheidend sein, wenn dein Warenwert knapp an der 150-Euro-Schwelle für den Pauschalzoll liegt: Ein leicht ungünstigerer Zollkurs kann eine Sendung von unter auf über 150 Euro heben und damit vom Pauschalzoll von 3 Euro je Kategorie auf den vollen Tarifzollsatz umschlagen lassen.

Die aktuellen Kurse veröffentlicht der Zoll monatlich auf zoll.de; für nicht notierte Währungen ermittelt sie die Generalzolldirektion gesondert.

Wie viel Auslagenpauschale verlangt die Post zusätzlich zum Zoll?

Die Deutsche Post/DHL berechnet aktuell 7,50 Euro Auslagenpauschale je Sendung dafür, dass sie den Zoll bei der Einfuhr verauslagt und die Abwicklung mit dem Zollamt übernimmt (Stand: Verbraucherzentrale, 19.08.2026) – zusätzlich zu Zoll und EUSt, die der Zoll-Rechner ausweist.

Andere Zusteller berechnen andere Sätze: UPS verlangt als Zollbroker eine Bearbeitungsgebühr ab 12,50 Euro, FedEx seit dem 20.

Juli 2026 pauschal 15 Euro oder 2,5 Prozent der Zoll- und Steuersumme, je nachdem was höher ist, DPD kooperiert mit Agenturen zu rund 5 bis 10 Euro.

Bei einer Sendung mit 100 Euro Warenwert, 10 Euro Versand und einer Warenkategorie berechnet der Rechner 3 Euro Pauschalzoll und 21,47 Euro EUSt, zusammen 24,47 Euro; mit DHL-Auslagenpauschale kommen real rund 31,97 Euro an Nebenkosten zum Warenwert hinzu.

Frag beim jeweiligen Zusteller nach, welche Pauschale er konkret erhebt, denn die Beträge ändern sich regelmäßig und werden im Zoll-Rechner nicht mitberechnet – er zeigt ausschließlich Zoll und Einfuhrumsatzsteuer.

Fällt seit dem Brexit Zoll für Bestellungen aus Großbritannien an?

Ja. Seit dem Brexit zum 1.

Januar 2021 zählt das Vereinigte Königreich zollrechtlich als Drittland, genau wie die USA oder China – auf Bestellungen aus England, Schottland oder Wales fallen deshalb dieselben Abgaben an wie bei jedem anderen Nicht-EU-Import. Seit dem 1.

Juli 2026 gilt zusätzlich: Bis 150 Euro Warenwert wird der Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie fällig, darüber der tarifliche Zollsatz.

Beispiel: Ein Kleidungsstück aus einem britischen Onlineshop für 300 Euro Warenwert und 20 Euro Versand liegt über der Schwelle, sodass bei 12 Prozent Zollsatz für Textilien 38,40 Euro Zoll und 68,10 Euro Einfuhrumsatzsteuer entstehen – zusammen 106,50 Euro Abgaben, macht 426,50 Euro Gesamtkosten.

Trag Warenwert und Versand deiner UK-Bestellung wie bei jedem anderen Drittland in den Zoll-Rechner ein.

Ausnahme: Für Warensendungen zwischen Nordirland und der EU gelten wegen des Nordirland-Protokolls abweichende Regeln, die dieser Rechner nicht abbildet – hier lohnt sich eine gesonderte Prüfung.

Muss ich für Bestellungen aus Österreich oder anderen EU-Ländern Zoll zahlen?

Nein.

Innerhalb der Europäischen Union – also auch zwischen Deutschland und Österreich – gibt es keinen Zoll und keine Einfuhrumsatzsteuer, weil der EU-Binnenmarkt den freien Warenverkehr garantiert; es fällt lediglich die im Kaufpreis bereits enthaltene Mehrwertsteuer des Verkäuferlandes an.

Der Zoll-Rechner ist deshalb nur für Sendungen aus Drittländern gedacht, also von außerhalb der 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen als EWR-Staaten.

Einen „Zollfreibetrag“ für Österreich gibt es insofern nicht, weil dort schlicht keine EU-Zollgrenze verläuft.

Verwechslungsgefahr besteht bei Ländern, die geografisch nah, aber zollrechtlich Drittland sind: Die Schweiz zum Beispiel gehört trotz Lage in Mitteleuropa nicht zur EU, sodass für Bestellungen von dort dieselben Regeln wie für die USA oder China gelten – Pauschalzoll bis 150 Euro, darüber Tarifzoll, plus Einfuhrumsatzsteuer.

Prüfe deshalb vor der Bestellung, ob dein Händler tatsächlich aus einem EU-/EWR-Land oder aus einem Drittland versendet.

Muss ich Versandkosten in die Zollbasis einrechnen?

Ja, für die Berechnung der Abgaben. Die Zollbasis, auch Zollwert genannt, umfasst den Warenwert plus die Versandkosten bis zum Eingang in die EU; beide Posten werden addiert, bevor Zoll und EUSt berechnet werden.

Wer die Versandkosten vergisst, unterschätzt die Zollbasis und damit auch Zoll und EUSt.

Zu unterscheiden ist davon der Sachwert: Für die 150-Euro-Schwelle zählt nach Angabe des deutschen Zolls nur der reine Warenpreis, wenn die Fracht auf der Rechnung getrennt ausgewiesen ist – bei 140 Euro Ware plus 20 Euro Versand ist der Sachwert also 140 Euro, nicht 160 Euro.

Nur wenn sich die Versandkosten nicht herausrechnen lassen, gilt der Gesamtbetrag.

Der Rechner folgt dieser Unterscheidung: Die 150-Euro-Schwelle für den Pauschalzoll misst er am Warenwert, die Zollbasis für Tarifzoll und EUSt dagegen an Warenwert plus Versand.

Bei 100 Euro Warenwert – der Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie fällt trotzdem an – wächst die EUSt durch 30 statt 10 Euro Versandkosten spürbar, ein Posten, den viele Käuferinnen und Käufer unterschätzen.

Gilt für Geschenke aus dem Ausland ebenfalls Zoll und EUSt?

Kleine Geschenksendungen zwischen Privatpersonen aus Drittländern sind bis zu einem Warenwert von 45 Euro von Zoll und EUSt befreit (Art.

25 ff. der Verordnung (EG) Nr. 1186/2009) – wenn es sich tatsächlich um ein Geschenk ohne Selbstbestellung, keine kommerziellen Mengen und um eine gelegentliche Sendung handelt.

Übersteigt der Wert 45 Euro, gelten die normalen Regelungen inklusive Pauschalzoll bzw. Tarifzoll und EUSt.

Die Ausnahme gilt nicht für Bestellungen im Onlinehandel – auch dann nicht, wenn der Händler „Gift“ auf den Zollinhaltsschein schreibt; maßgeblich ist, dass Absender und Empfänger Privatpersonen sind.

Die 45 Euro sind zudem eine Freigrenze, kein Freibetrag: Bei 50 Euro Warenwert werden alle 50 Euro belastet, nicht nur die 5 Euro darüber.

Für Tabak, Alkohol und Parfüm gelten selbst darunter nur enge Mengengrenzen, die Geschenksendungsregelung greift dort kaum.

Aus Sicht des Zoll-Rechners: Gib den Warenwert ohne Versandkosten ein, wenn du prüfen willst, ob die 45-Euro-Grenze überhaupt greift, bevor du überhaupt mit Zoll oder EUSt rechnest.

Hinweise

Zollsatz richtig ermitteln: Tipps für den Import

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Prüfe zuerst, auf welcher Seite der 150-Euro-Schwelle dein Warenwert liegt: Darunter zahlst du seit dem 1. Juli 2026 pauschal 3 Euro je Warenkategorie, darüber den vollen Tarifzollsatz auf Ware plus Versand.

Die alte Faustregel „unter 150 Euro ist zollfrei“ gilt nicht mehr – und die EUSt wurde ohnehin schon seit Juli 2021 auf jede Drittlandssendung erhoben.

Den richtigen Zollsatz findest du im TARIC-System der EU-Kommission anhand der Zolltarifnummer deiner Ware.

Bei Paketsendungen kann der Zollsatz je nach Warengruppe stark variieren: Textilien liegen oft bei 12 Prozent, Elektronik häufig bei 0 Prozent, Spielzeug bei 4,7 Prozent.

Achte auch darauf, ob Präferenzabkommen (z. B. mit dem Vereinigten Königreich) den Zollsatz senken.

Schlage den konkreten Zollsatz immer anhand der Zolltarifnummer im TARIC-System nach, statt ihn zu schätzen, denn schon wenige Prozentpunkte Unterschied verändern die Gesamtkosten spürbar.

Rund um die 150-Euro-Schwelle lohnt der Vergleich besonders: Ein Warenwert knapp darunter kostet nur 3 Euro Zoll, knapp darüber greift sofort der volle Tarifsatz auf die gesamte Zollbasis.

Die Einfuhrumsatzsteuer bleibt in jedem Fall bestehen, sodass ein Drittlandskauf seit Juli 2026 in keinem Fall mehr abgabenfrei ist.

Anwendung

Zoll in der Praxis: Schritt-für-Schritt-Beispiel

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Eine Käuferin bestellt Sportschuhe aus China für 180 Euro, die Versandkosten betragen 15 Euro, der Zollsatz für Schuhe liegt bei 17 Prozent, EUSt 19 Prozent.

Schritt 1 – Warenwert prüfen: 180 Euro liegen über 150 Euro, es gilt also der Tarifzoll. Schritt 2 – Zollbasis: 180 + 15 = 195 Euro. Schritt 3 – Zoll: 195 × 0,17 = 33,15 Euro. Schritt 4 – EUSt: (195 + 33,15) × 0,19 = 43,35 Euro.

Schritt 5 – Gesamtabgaben: 76,50 Euro. Aus dem Onlinepreis von 180 Euro werden so tatsächlich 271,50 Euro Gesamtkosten. Sie prüft den Zollsatz anschließend im TARIC-Portal der EU-Kommission.

So entsteht das Ergebnis Schritt für Schritt: Weil der Warenwert die Schwelle von 150 Euro überschreitet, greift nicht der Pauschalzoll, sondern der Tarifsatz.

Warenwert und Versand ergeben eine Zollbasis von 195 Euro, davon 17 Prozent sind 33,15 Euro Zoll. Die Einfuhrumsatzsteuer wird anschließend aus 195 plus 33,15 Euro berechnet und ergibt 43,35 Euro.

Zusammen sind das 76,50 Euro an Einfuhrabgaben, sodass aus dem Onlinepreis von 180 Euro tatsächlich 271,50 Euro werden. Hätte sie stattdessen für 140 Euro bestellt, fielen seit Juli 2026 genau 3 Euro Zoll an – vor der Reform wären es 0 Euro gewesen.

Wer mehrere Artikel bestellt, sollte beachten, dass sich die Zollbasis aus dem gesamten Sendungswert einschließlich Versand ergibt und nicht pro Einzelartikel gilt. Die Beträge sind Näherungen ohne Gewähr; verbindlich ist der Bescheid der Zollstelle.

Fallstricke

Typische Fehler bei der Zollberechnung

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist inzwischen die Annahme, Sendungen unter 150 Euro seien zollfrei: Diese Freigrenze ist zum 1. Juli 2026 entfallen, seither werden dort 3 Euro je Warenkategorie fällig.

Zweiter Fehler: die Versandkosten bei der Zollbasis zu vergessen – sie werden zum Warenwert addiert und erhöhen damit Tarifzoll und EUSt.

Dritter Fehler: den Zollsatz zu schätzen statt im TARIC-System nachzuschlagen – falsche Sätze können die Gesamtkosten erheblich verzerren. Vierter Fehler: den deutschen Importzoll mit dem Zollsatz des Herkunftslandes zu verwechseln.

Ebenso verbreitet ist der Irrtum, die Einfuhrumsatzsteuer und den Zoll gleichzusetzen: Es handelt sich um zwei getrennte Abgaben mit unterschiedlichen Regeln, denn der Zoll richtet sich nach Warenwert und Tarif, während die Einfuhrumsatzsteuer immer anfällt.

Wer außerdem den falschen EUSt-Satz wählt, etwa 19 statt der ermäßigten 7 Prozent für Bücher, verschätzt sich beim Endpreis.

Auch der Blick auf mögliche Präferenzabkommen wird oft vergessen, obwohl sie den Zollsatz für Waren aus bestimmten Ländern senken können.

Schließlich unterschätzen viele die Wirkung der Reihenfolge, weil die Einfuhrumsatzsteuer auch auf den zuvor berechneten Zoll erhoben wird und die Gesamtabgaben dadurch etwas höher ausfallen als eine getrennte Betrachtung vermuten lässt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Zoll-Rechner berechnet Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer für Pakete aus Nicht-EU-Ländern. Seit dem 1.

Juli 2026 gilt: bis 150 Euro Warenwert 3 Euro Pauschalzoll je Warenkategorie, darüber Zollbasis × Zollsatz; die EUSt fällt immer aus (Zollbasis + Zoll) × EUSt-Satz an.

Im Beispiel kosten Sportschuhe für 180 Euro aus China nach Versand und Abgaben insgesamt 271,50 Euro. Konkret: Trag Warenwert und Versand ein, wähle den richtigen Zollsatz aus dem TARIC-System und gib bis 150 Euro die Zahl der Warenkategorien an.

Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung.

Merke dir die neue Grundregel: Zollfrei ist seit Juli 2026 nichts mehr, unterhalb von 150 Euro bleibt der Zoll mit 3 Euro je Kategorie aber überschaubar, und die Einfuhrumsatzsteuer wird aus Zollbasis plus Zoll berechnet.

Bestimme den Zollsatz anhand der Zolltarifnummer im TARIC-System und wähle den richtigen EUSt-Satz für deine Warengruppe, bevor du den Endpreis kalkulierst.

So erkennst du schon vor dem Kauf, was ein Paket aus dem Drittland wirklich kostet und kannst es mit einem Angebot aus dem EU-Binnenmarkt vergleichen.

Für die inländische Umsatzsteuer auf Waren und Dienstleistungen – zum Beispiel um die Mehrwertsteuer aus einem Bruttobetrag herausrechnen – steht der Mehrwertsteuer-Rechner bereit.

Vertiefung

Zollrechner-Beispiele: Temu, USA, UK und China

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Zollbasis 110 € | Zoll 3,00 € (Pauschalzoll) | EUSt 21,47 € | Gesamtabgaben 24,47 € | Gesamtkosten 134,47 €

Sendung unter 150 Euro – Pauschalzoll + EUSt

Warenwert
100,00 €
Versandkosten
10,00 €
Zollsatz
12 %
EUSt-Satz
19 %

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Zollbasis 325 € | Zoll 0 € | EUSt 61,75 € | Gesamtabgaben 61,75 €

Elektronik aus den USA – Zollsatz 0 %

Warenwert
300,00 €
Versandkosten
25,00 €
Zollsatz
0 %
EUSt-Satz
19 %

Beispiel 3 · Komplex · Zollbasis 92 € | Zoll 3,00 € (Pauschalzoll) | EUSt 6,65 € | Gesamtabgaben 9,65 € | Gesamtkosten 101,65 €

Bücher aus der Türkei mit ermäßigter EUSt

Warenwert
80,00 €
Versandkosten
12,00 €
Zollsatz
0 % (Bücher)
EUSt-Satz
7 %

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · Zollbasis 30 € | Zoll 6,00 € (Pauschalzoll) | EUSt 6,84 € | Gesamtabgaben 12,84 € | Gesamtkosten 42,84 €

Temu-Bestellung mit zwei Warenkategorien

Warenwert
25,00 €
Versandkosten
5,00 €
Zollsatz
12 %
EUSt-Satz
19 %

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · Zollbasis 320 € | Zoll 38,40 € (Tarifzoll) | EUSt 68,10 € | Gesamtabgaben 106,50 € | Gesamtkosten 426,50 €

Kleidung aus Großbritannien nach dem Brexit

Warenwert
300,00 €
Versandkosten
20,00 €
Zollsatz
12 % (Bekleidung)
EUSt-Satz
19 %

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 6 · Komplex · Zollbasis 19 € | Zoll 3,00 € (Pauschalzoll) | EUSt 4,18 € | Gesamtabgaben 7,18 € | Gesamtkosten 26,18 €

AliExpress-Kleinstbestellung unter 20 Euro

Warenwert
15,00 €
Versandkosten
4,00 €
Zollsatz
12 %
EUSt-Satz
19 %

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Reihengeschäft-RechnerReihengeschäft nach § 3 Abs. 6a UStG bestimmen: Welche Lieferung ist die bewegte Lieferung, wo liegt der Lieferort und welche Steuerfolgen ergeben sich — Transporteur und USt-IdNr-Verwendung eingeben.Brutto-NettoBruttogehalt in Nettogehalt umrechnen: Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer und Sozialversicherung 2026KreditMonatliche Rate, Gesamtkosten und Zinskosten für Ratenkredite berechnenEinkommensteuer-Rechner 2026Einkommensteuer 2026 mit Progression, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Grenzsteuersatz aus Jahresdaten belastbar vorausberechnen.Elterngeld-RechnerGeschätztes Basiselterngeld aus dem durchschnittlichen Nettoeinkommen vor der Geburt berechnen – mit Mindest- und Höchstbeträgen.KGV-RechnerKGV einer Aktie aus Aktienkurs und Gewinn pro Aktie berechnen, im Branchenkontext einordnen und mit Index sowie weiteren Aktien vergleichen.Rebalancing-RechnerPortfolio-Rebalancing planen: Abweichungen von der Zielallokation erkennen, notwendige Käufe und Verkäufe mit minimalem Handelsaufwand berechnen oder das Portfolio allein über eine monatliche Sparrate schrittweise zurück zur Zielallokation führen.Sparplan-RechnerETF-Sparplan berechnen, Sparplan vs. Einmalanlage vergleichen und inflationsbereinigtes Vermögen ermitteln. Mit Jahrestabelle und Grafiken.StundenlohnStundenlohn, Monatsgehalt und Jahresgehalt gegenseitig umrechnen – inklusive Mindestlohn-Vergleich und optionaler Urlaubsberücksichtigung.LohnerhöhungVergleich Gehalt vor und nach Lohnerhöhung: Netto-Mehrwert, Steuern und Sozialversicherung aufgeschlüsseltSteuerklassenwechsel-VergleichVergleicht das Nettogehalt bei verschiedenen Steuerklassenkombinationen für Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartner – zeigt, ob sich ein Wechsel lohnt.RentenlückeRentenlücken-Rechner: Monatliche Lücke zwischen gesetzlicher Rente und Wunschstandard, benötigtes Kapital und nötige Sparrate berechnen.Tagesgeld- und Festgeld-RechnerTagesgeld und Festgeld nach Zinssatz, Laufzeit, Zinsgutschrift und Steuern vergleichen und den echten Nettoertrag sauber berechnen.ProvisionsrechnerProvision berechnen aus Umsatz und Satz, den Provisionssatz aus dem Betrag, das Umsatzziel für eine Wunschprovision, Staffelprovisionen stufenweise oder nach Gesamtumsatz sowie Fixum plus Provision, netto und brutto mit Umsatzsteuer.Churn-Rate-RechnerChurn-Rate berechnen: verlorene Kunden durch den Bestand zu Periodenbeginn teilen, Retention, Monats-, Quartals- und Jahreswert, Kundendauer und Kundenwert (CLV) ermitteln – oder den Umsatz-Churn mit Net Revenue Retention aus dem MRR.

Weiternutzung

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  • Infografik: Import-Abgaben: Schritt für Schritt, Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern · Zollrecht der EU, Zollwert, Warenwert, + Versand, + Versicherung, ZOLL, 0–17 %

    Zoll-Rechner Abgabenstruktur

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/zoll-import/zoll-rechner
  • Infografik: Zoll-Rechner – Einfuhrabgaben, ZOLL, Zoll = Zollbasis × Zollsatz, EINFUHRUMSATZSTEUER, EUSt = (ZB + Zoll) × EUSt-Satz, Zollbasis = Warenwert + Versandkosten | EUSt gilt für jede Sendung (seit 07/2021), VARIABLEN, Zollbasis – Wert + Versand

    Zoll-Rechner Formel

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           width="760" height="334">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/zoll-import/zoll-rechner">Zoll-Rechner Formel auf Rechner-Portal</a></p>

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Ergebnisse sind Orientierungswerte. Verbindliche Zollsätze sind im TARIC-System der EU-Kommission nachzuschlagen. Keine Rechtsberatung.

Quelle: VO (EU) 2026/382 (Wegfall der 150-Euro-Zollfreigrenze zum 01.07.2026), Zollbefreiungs-VO (EG) 1186/2009, Unionszollkodex, Bundeszollverwaltung (zoll.de), TARIC-System der EU-Kommission

Stand: 2026-09-25

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
25. September 2026
Fachbereich
Finanzen / Zoll & Import
Formeln basieren auf
Bis 150 € Sachwert: Pauschalzoll = 3 € × Warenkategorien (VO (EU) 2026/382 ab 01.07.2026). Über 150 € Sachwert: Zoll = Zollwert × Tarifzollsatz, Zollwert = Warenwert + Fracht. EUSt = (Zollwert + Zoll) × EUSt-Satz, fällt ab dem ersten Euro an.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Zoll-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/zoll-import/zoll-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Zoll-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/zoll-import/zoll-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.