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Parallelwiderstand berechnen: bis zu 6 Widerstände online

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Kurzantwort

In der Parallelschaltung liegt dieselbe Spannung an allen Zweigen an. Der Gesamtwiderstand ist immer kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Berechnung: 1 / R_ges = 1 / R1 + 1 / R2 + ... Der Gesamtstrom ist die Summe aller Zweigströme.

Parallelschaltung von Widerständen berechnen: Gesamtwiderstand nach 1/R-Formel

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Parallelschaltung-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Parallelschaltung-Rechner berechnet aus mehreren parallel geschalteten Widerständen und einer Betriebsspannung den Gesamtwiderstand nach der Leitwertformel, den Gesamtstrom und die Leistungsaufnahme jedes einzelnen Zweigs. Im Unterschied zur Reihenschaltung, bei der sich Widerstände addieren, gilt in der Parallelschaltung: Je mehr Zweige hinzukommen, desto kleiner wird der Gesamtwiderstand.

Grundlage ist die erste kirchhoffsche Regel, die besagt, dass sich der Gesamtstrom entsprechend den Einzelleitwerten auf die Zweige aufteilt.

Typische Anwendungen sind Hausinstallationen, Netzteile mit mehreren Verbrauchern und Verstärkerschaltungen, in denen jeder Verbraucher dieselbe Betriebsspannung erhält.

Der Rechner eignet sich für Schüler, Elektrotechnik-Studenten und Maker, die schnell prüfen wollen, welchen Gesamtwiderstand mehrere parallelgeschaltete Widerstände ergeben und wie sich der Strom aufteilt.

Anschaulich verhält sich die Parallelschaltung wie mehrere nebeneinander geöffnete Türen: Je mehr Wege dem Strom offenstehen, desto leichter fließt er, sodass der Gesamtwiderstand stets kleiner ausfällt als der kleinste Einzelzweig.

Bei lauter gleich großen Zweigen lässt sich das Ergebnis im Kopf gegenprüfen, denn dann gilt schlicht R_ges = R / n: Sechs 100-Ohm-Widerstände an 12 Volt ergeben 16,67 Ohm, 720 Milliampere Gesamtstrom und 8,64 Watt.

Mehr als sechs Zweige kennt der Rechner nicht — größere Verteilungen fasst du vorab zu Gruppen zusammen.

Die genannten Hausinstallationen sind dabei nur das Denkmodell für „jeder Verbraucher an derselben Spannung“: Gerechnet wird mit reinen ohmschen Widerständen an Gleichspannung, ohne Schutzleiter, Absicherung oder Blindanteil.

Arbeiten an 230 Volt bleiben Sache einer Elektrofachkraft.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst bis zu sechs Widerstandswerte in Ohm und die Betriebsspannung in Volt ein. Widerstände mit dem Wert 0 werden als nicht vorhanden behandelt und aus der Rechnung ausgeschlossen; trägst du nur R1 ein, rechnet der Rechner diesen einen Zweig sauber durch, auch wenn eine echte Parallelschaltung erst ab zwei Zweigen entsteht.

Die Widerstandswerte liest du aus dem Farbcode, vom Aufdruck eines SMD-Bauteils oder direkt vom Multimeter ab.

Setzt du Nennwerte aus der E-Reihe ein, also beispielsweise 100, 220, 470 oder 1000 Ohm, dann rechne deren Toleranz mit: E12-Werte tragen typisch 10 Prozent, E24-Werte 5 Prozent.

Ein als 100 eingetragener E24-Widerstand liegt real irgendwo zwischen 95 und 105 Ohm, und der berechnete Gesamtwiderstand ist entsprechend nur auf wenige Prozent genau.

Für die Kontrollmessung heißt das: Weicht der gemessene Wert zwei oder drei Prozent vom Rechenergebnis ab, ist das Bauteiltoleranz und kein Fehler — erst deutlich größere Abweichungen deuten auf einen vertauschten Wert oder einen schlechten Kontakt hin.

Die Spannung stammt typischerweise aus dem Netzteil oder der Versorgungsquelle, z. B. 5 V, 12 V oder 24 V. Häufiger Fehler: Kilohm-Werte als Ohm eingeben – 1 kΩ muss als 1000 eingegeben werden, nicht als 1.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

1/R_ges = 1/R1 + 1/R2 + ...

R_ges = R1*R2/(R1+R2) (2 Wid.)

I_n = U/Rn, I_ges = Sum(In)

P_n = U * I_n

Formeltafel zur Parallelschaltung: Kehrwert des Gesamtwiderstands als Summe der Kehrwerte, dazu Zweigstrom und Gesamtstrom.
Parallelschaltung: gleiche Spannung an allen Zweigen, Ströme addieren sich nach der Knotenregel.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Parallelschaltung-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist eine Parallelschaltung und wie funktioniert sie?

In einer Parallelschaltung liegen alle Widerstände nebeneinander zwischen denselben zwei Knotenpunkten. Dadurch liegt an jedem Zweig dieselbe Spannung an, aber der Strom teilt sich gemäß den Einzelleitwerten auf.

Im Unterschied zur Reihenschaltung, bei der der gleiche Strom durch alle Bauteile fließt, erhält in der Parallelschaltung jeder Zweig die volle Betriebsspannung.

Das macht die Parallelschaltung zur Grundlage aller Haushaltsstromkreise: Lampen, Steckdosen und Geräte sind parallel geschaltet, damit eine abgeschaltete Lampe die anderen nicht beeinflusst.

Ein typisches Beispiel aus der Praxis: Drei 60-W-Lampen, je an 230 V betrieben, nehmen zusammen 180 W auf und erzeugen einen Gesamtstrom von etwa 0,78 A. Fällt eine Lampe aus, leuchten die anderen weiter.

Der Rechner berechnet aus bis zu sechs Widerstandswerten und einer Betriebsspannung den Gesamtwiderstand, den Gesamtstrom und die Zweigwerte.

Zweigstrom und Zweigeleistung werden für jeden Zweig separat ausgegeben, was die Auslegung von Sicherungen und Netzteilleistungen erheblich vereinfacht.

Wie lautet die Formel für den Gesamtwiderstand in der Parallelschaltung?

Die Grundformel lautet: 1 / R_ges = 1 / R1 + 1 / R2 + 1 / R3 + ... Das ist die Summe der Kehrwerte aller Einzelwiderstände, der so genannten Leitwerte G = 1 / R. Daraus folgt R_ges = 1 / (1/R1 + 1/R2 + ...).

Für genau zwei Widerstände vereinfacht sich die Formel zur Produktformel: R_ges = R1 · R2 / (R1 + R2). Wichtige Eigenschaft: Der Gesamtwiderstand ist immer kleiner als der kleinste Einzelwiderstand.

Fügt man einen weiteren Zweig hinzu, sinkt R_ges immer weiter – unabhängig davon, wie groß der neue Widerstand ist. Ein Rechenbeispiel: R1 = 100 Ω, R2 = 200 Ω, R3 = 300 Ω ergibt 1/R_ges = 0,01 + 0,005 + 0,00333 = 0,01833, also R_ges ≈ 54,5 Ω.

Der Rechner setzt diese Formel für bis zu sechs Widerstände um und zeigt zusätzlich Zweigstrom und Zweigeleistung.

Für Normwert-Widerstände der E12-Reihe lässt sich der Rechner als schnelles Auslegungswerkzeug einsetzen, bevor eine Schaltung auf dem Steckbrett aufgebaut wird.

Wie teilt sich der Strom in der Parallelschaltung auf?

Der Gesamtstrom I_ges teilt sich an jedem Knotenpunkt gemäß der Knotenregel (1. kirchhoffsches Gesetz) auf die Zweige auf: I_ges = I1 + I2 + I3 + ... Der Zweigstrom hängt dabei vom jeweiligen Widerstandswert ab: I_n = U / R_n.

Ein kleiner Widerstand führt einen großen Anteil des Stroms, ein großer Widerstand nur einen kleinen. Beispiel: Bei U = 12 V, R1 = 100 Ω und R2 = 200 Ω fließen I1 = 0,12 A und I2 = 0,06 A, zusammen I_ges = 0,18 A.

Der niederohmigere Zweig trägt stets den größten Anteil. Dieses Verhalten ist entscheidend für die Auslegung von Sicherungen und Netzteilleistungen.

Der Rechner zeigt für jeden der bis zu sechs Zweige den Zweigstrom I_n und die Zweigeleistung P_n = U · I_n = U² / R_n direkt an.

Bei sechs gleichen Widerständen von je 600 Ω und 12 V teilt sich der Strom gleichmäßig zu je 0,02 A auf, der Gesamtstrom beträgt 0,12 A.

Warum ist der Gesamtwiderstand in der Parallelschaltung kleiner als jeder Einzelwiderstand?

Weil jeder zusätzliche Zweig einen neuen Strompfad öffnet und damit den Gesamtleitwert G_ges = G1 + G2 + ... erhöht. Der Widerstand ist der Kehrwert des Leitwerts, also R_ges = 1 / G_ges. Ein größerer Leitwert bedeutet ein kleiner R_ges.

Selbst ein sehr großer paralleler Widerstand (z. B. 1 MΩ) senkt R_ges leicht, weil er einen winzigen Zusatzleitwert beisteuert. Konkretes Beispiel: Liegt R1 = 50 Ω allein an, gilt R_ges = 50 Ω. Schaltet man R2 = 50 Ω parallel, sinkt R_ges auf 25 Ω.

Ein weiterer R3 = 100 Ω senkt R_ges auf 20 Ω – kleiner als jeder Einzelwiderstand. Im Extremfall: Verbindet man die Klemmen mit einem idealen Kurzschluss (R = 0), wird R_ges = 0 – der gesamte Strom fließt durch den Kurzschlusszweig.

Dieses Prinzip zeigt, warum ein Kurzschluss in einer Parallelschaltung gefährlich ist: Der Gesamtstrom steigt unbegrenzt an.

In realen Schaltungen begrenzt der Innenwiderstand der Spannungsquelle den Kurzschlussstrom; deshalb schreibt die Norm Sicherungen und Schmelzsicherungen als Schutzmaßnahme vor.

Welche Spannung liegt an den Zweigen einer Parallelschaltung?

An allen Zweigen liegt dieselbe Spannung – nämlich die Betriebsspannung U. Das ist die definierende Eigenschaft der Parallelschaltung und unterscheidet sie fundamental von der Reihenschaltung, wo sich die Spannung aufteilt.

Physikalisch folgt das aus der Maschenregel (2. kirchhoffsches Gesetz): Liegt an Knoten A und Knoten B dieselbe Potentialdifferenz, sieht jeder Zweig genau diese Differenz.

Daraus ergibt sich, dass jeder Verbraucher – egal wie viele parallel betrieben werden – immer die volle Netzspannung erhält.

Genau das ist der Grund, warum Haushaltssteckdosen parallel verschaltet sind: Jedes Gerät bekommt 230 V, unabhängig von der Anzahl der angeschlossenen Verbraucher.

Im Rechner gibt man die Betriebsspannung einmalig ein, und sie gilt für alle bis zu sechs Zweige gleichermaßen.

Ein Smartphone-Ladegerät (5 V, 10 Ω) und eine LED (5 V, 50 Ω) parallel an einer 5-V-Quelle ziehen 0,5 A bzw. 0,1 A – zusammen 0,6 A, aber beide erhalten stets exakt 5 V.

Wie berechnet man eine Parallelschaltung mit genau zwei Widerständen?

Für zwei Widerstände gilt die vereinfachte Produktformel: R_ges = R1 · R2 / (R1 + R2). Das spart das zweimalige Bilden von Kehrwerten. Beispiel: R1 = 470 Ω, R2 = 680 Ω → R_ges = 470 · 680 / (470 + 680) = 319.600 / 1.150 = 277,9 Ω.

Bei Gleichheit (R1 = R2 = R) vereinfacht sich die Formel weiter zu R_ges = R / 2, also halbiert sich der Widerstand. Konkret: Zwei identische 1-kΩ-Widerstände ergeben R_ges = 500 Ω, zwei identische 10-kΩ-Widerstände ergeben R_ges = 5 kΩ.

Das Halbierungsprinzip wird in der Elektronik genutzt, um aus verfügbaren Normwert-Widerständen Zwischenwerte zu erzielen, die einzeln nicht erhältlich sind.

Für drei oder mehr Widerstände muss man auf die allgemeine Leitwertformel zurückgreifen, da die Produktformel nur für genau zwei Widerstände gilt. Der Rechner erledigt das automatisch und zeigt alle Ergebnisse auf einen Blick.

Die Produktformel lässt sich auch umkehren: Aus gewünschtem R_ges und bekanntem R1 folgt R2 = R_ges · R1 / (R1 − R_ges) — nützlich zum Berechnen fehlender Normwerte.

Wie unterscheidet sich die Parallelschaltung von der Reihenschaltung?

In der Reihenschaltung gilt: Alle Bauteile liegen hintereinander, derselbe Strom fließt durch alle Glieder, und die Gesamtspannung teilt sich proportional zu den Widerstandswerten auf (R_ges = R1 + R2 + ...).

In der Parallelschaltung dagegen: Alle Zweige liegen nebeneinander an denselben Knoten, dieselbe Spannung liegt an allen Zweigen, und der Gesamtstrom teilt sich proportional zu den Leitwerten auf (1/R_ges = 1/R1 + 1/R2 + ...).

Merksatz: Reihe summiert Widerstände, Parallel summiert Leitwerte. Ein zahlenbasierter Vergleich verdeutlicht den Unterschied: R1 = 100 Ω und R2 = 100 Ω in Reihe ergeben R_ges = 200 Ω; dieselben Widerstände parallel ergeben nur R_ges = 50 Ω.

Ein weiterer Unterschied: Fällt ein Bauteil in der Reihenschaltung aus, unterbricht das den gesamten Stromkreis.

In der Parallelschaltung fließt Strom weiterhin durch die verbleibenden Zweige – ein entscheidender Vorteil für sicherheitskritische Anwendungen wie Netzteile oder Beleuchtungssysteme.

In der Praxis kombiniert man beide Schaltungsarten: Reihenglieder zur Strombegrenzung, Parallelzweige für Redundanz — typisch in Computernetzteilen und LED-Treiberschaltungen.

Was ist der Leitwert und wie hängt er mit dem Widerstand zusammen?

Der elektrische Leitwert G ist der Kehrwert des Widerstands: G = 1 / R. Die Einheit ist Siemens (S). Ein Widerstand von 100 Ω hat einen Leitwert von 0,01 S, einer mit 1000 Ω hat G = 0,001 S.

In der Parallelschaltung addieren sich die Leitwerte direkt: G_ges = G1 + G2 + G3 + ... Das macht die Rechnung für viele Zweige übersichtlicher, weil man zuerst alle Leitwerte addiert und dann einmal den Kehrwert bildet, um R_ges zu erhalten.

Beispiel: Vier Widerstände mit je 250 Ω haben je G = 0,004 S; G_ges = 0,016 S; R_ges = 1 / 0,016 = 62,5 Ω.

Der Gesamtleitwert einer Parallelschaltung ist immer größer als jeder einzelne Leitwert – entsprechend ist R_ges immer kleiner als jeder Einzelwiderstand.

Der Rechner arbeitet intern mit der Leitwertmethode und zeigt das Endergebnis als Widerstand in Ohm.

Leitwerte spielen auch in der Netzwerkanalyse eine wichtige Rolle: In der Admittanzmatrix von Schaltkreisen werden Parallelwiderstände direkt als addierte Leitwerte eingetragen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Prüfe nach der Berechnung, ob der Gesamtstrom für die vorhandene Quelle noch verträglich ist. In einer Parallelschaltung steigt der Gesamtstrom mit jedem weiteren Zweig an, was die Versorgungsquelle stärker belastet.

Besonders bei kleinen Widerstandswerten kann die Gesamtleistung schnell in kritische Bereiche geraten. Für genaue Messwerte im Praxisaufbau das Multimeter direkt in den Hauptast schalten und den Gesamtstrom messen.

Die berechneten Zweigströme lassen sich dann einzeln gegen den gemessenen Gesamtstrom prüfen – stimmt die Summe nicht, liegt meist ein Wackelkontakt oder ein falscher Bauteilwert vor.

Behalte besonders die Gesamtleistung im Auge: Weil jeder zusätzliche Zweig den Gesamtstrom erhöht, kann die Summe schnell die Belastbarkeit von Netzteil oder Leiterbahn übersteigen, obwohl jeder einzelne Widerstand für sich unkritisch wirkt.

Rechne deshalb vor dem Aufbau, ob der Ausgangsstrom der Quelle über dem berechneten Gesamtstrom liegt, und plane einen Reserveanteil ein. Sehr kleine Widerstandswerte sind besonders heikel, weil sie den Zweigstrom stark anheben.

Wo die Wärme anfällt, ist in der Parallelschaltung genau umgekehrt zur Reihenschaltung. Weil an jedem Zweig dieselbe Spannung liegt, gilt P = U² / R – der kleinste Widerstand setzt also die größte Leistung um.

An 12 Volt verheizt ein 100-Ohm-Zweig 1,44 Watt, ein 470-Ohm-Zweig dagegen nur 0,31 Watt, obwohl beide an derselben Quelle hängen.

Wer die Bauteilgröße nach dem Mittelwert aller Zweige wählt, unterdimensioniert damit ausgerechnet den Zweig, der am heißesten wird.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Lena baut eine RGB-LED-Leiste mit drei verschiedenfarbigen Vorwiderstandszweigen parallel an 5 V. Sie möchte wissen, welchen Gesamtstrom die Quelle liefern muss. Die Vorwiderstände betragen R1 = 150 Ω (Rot), R2 = 180 Ω (Grün), R3 = 220 Ω (Blau).

Sie gibt U = 5 V, R1 = 150, R2 = 180, R3 = 220 in den Rechner ein. Ergebnis: R_ges = 59,6 Ω, I_ges = 83,8 mA, P_ges = 419 mW. Durch R1 fließen 33,3 mA, durch R2 27,8 mA, durch R3 22,7 mA.

Lena wählt ein 5-V-Netzteil mit 500 mA Ausgangsstrom – das reicht mit Reserve. Die berechnete Gesamtleistung von 419 mW liegt weit unter dem Nennstrom des Netzteils.

Zur Kontrolle vergewissert sich Lena, dass sich die drei Zweigströme zum Gesamtstrom addieren und nicht der größte Einzelzweig schon den Bedarf bestimmt: Die Quelle muss die Summe aller Zweige liefern, hier rund 84 mA statt nur der 33,3 mA des stärksten Zweigs.

Als sie überlegt, einen vierten Zweig zu ergänzen, rechnet sie ihn probeweise mit: Der Gesamtwiderstand sinkt weiter und der Gesamtstrom steigt, doch das 500-mA-Netzteil behält reichlich Reserve.

Auch die Leistungsverteilung liest Lena mit: Der rote 150-Ohm-Zweig setzt mit rund 167 Milliwatt am meisten um, der blaue 220-Ohm-Zweig mit etwa 114 Milliwatt am wenigsten.

Für Standard-Widerstände mit 250 Milliwatt Nennleistung bleibt damit überall Luft.

Sollte sie die Leiste später auf 12 Volt umbauen, wäre jedoch genau der rote Zweig derjenige, der zuerst an seine Grenze käme – ihn prüft sie deshalb als Ersten, obwohl er der kleinste Widerstand der drei ist.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Reihen- und Parallelformel: In der Reihe addiert man Widerstände, in der Parallelschaltung addiert man Leitwerte. Zweiter Fehler: die Produktformel auf mehr als zwei Widerstände anwenden – sie gilt nur für genau zwei.

Dritter Fehler: den Gesamtwiderstand höher als den kleinsten Einzelwiderstand annehmen – in der Parallelschaltung ist R_ges immer kleiner als jeder einzelne Zweig.

Vierter Fehler: den Gesamtstrom als kleiner als einen Zweigstrom lesen – er ist die Summe aller Zweigströme. Fünfter Fehler: Widerstände in Kilohm eingeben, ohne den Faktor 1000 zu berücksichtigen.

Ein sechster Stolperstein ist, die Produktformel auch bei drei oder mehr Zweigen anzusetzen, obwohl sie nur für genau zwei Widerstände gilt; bei mehr Zweigen liefert allein die reziproke Leitwertsumme das richtige Ergebnis.

Ebenso wird gern die Gesamtleistung vergessen: Der Gesamtstrom ist die Summe aller Zweigströme, und an dieser Summe muss sich die Quelle messen lassen, nicht am einzelnen Zweig.

Ein achter Denkfehler betrifft die Leistungsverteilung: Weil in der Parallelschaltung an jedem Zweig dieselbe Spannung anliegt, trägt der kleinste Widerstand die größte thermische Last – nicht der größte.

Wer die Intuition aus der Reihenschaltung mitbringt, wo genau das Gegenteil gilt, prüft die Belastbarkeit am falschen Bauteil und wundert sich, warum ausgerechnet der unscheinbare kleine Widerstand als Erster dunkel wird.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Parallelschaltung-Rechner berechnet Gesamtwiderstand, Gesamtstrom und Zweigströme aus bis zu sechs parallel geschalteten Widerständen und einer Betriebsspannung nach der Leitwertformel 1/R_ges = Σ(1/Ri).

Im Beispiel liefern 100 Ω, 220 Ω und 470 Ω parallel an 12 V einen Gesamtwiderstand von rund 60 Ω und einen Gesamtstrom von 200 mA. Prüfe nach der Berechnung die Gesamtleistung gegen das Nennlimit der Versorgungsquelle.

Denke daran, dass der Gesamtwiderstand kleiner bleibt als der kleinste Einzelzweig und der Gesamtstrom die Summe aller Zweigströme ist, damit du die Quelle am gemeinsamen Bedarf auslegst.

Behalte dabei im Blick, dass der kleinste Zweig die größte Leistung umsetzt, weil an allen Zweigen dieselbe Spannung anliegt – die Belastbarkeit prüfst du deshalb zuerst dort und nicht am größten Widerstand.

Angaben ohne Gewähr; für sicherheitskritische Anwendungen Datenblätter und Normen beachten.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Gesamtwiderstand 277,9 Ω, Gesamtstrom 18,0 mA, Gesamtleistung 90 mW

Zwei Widerstände mit Produktformel (5 V)

Betriebsspannung
5 V
R1
470 Ω
R2
680 Ω

Beispiel 2 · Mittel · Gesamtwiderstand 165 Ω, Gesamtstrom 54,5 mA, Gesamtleistung 0,4909 W; Zweigströme je 27,27 mA

Zwei gleiche 330-Ω-Widerstände parallel an 9 V

Betriebsspannung
9 V
R1
330 Ω
R2
330 Ω

Beispiel 3 · Komplex · Gesamtwiderstand 27,9158 Ω, Gesamtstrom 859,7 mA, Gesamtleistung 20,6335 W; Zweigströme: 510,6 mA, 240 mA, 109,1 mA

Drei Widerstände parallel an 24 V

Betriebsspannung
24 V
R1
47 Ω
R2
100 Ω
R3
220 Ω

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Weiternutzung

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  • Infografik: Parallelschaltung: 1/R_ges = 1/R₁ + 1/R₂ + 1/R₃, I_ges →, 100 Ω, 200 Ω, 300 Ω, R_ges = 54,5 Ω, Gleiche Spannung U an R₁, R₂, R₃, FORMELN

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Rechnerspezifische Grenzen: Elektronik- und Physikrechner bilden Standardformeln und idealisierte Modelle ab. Für sicherheitskritische Schaltungen, Netzspannung, Bauteilauslegung oder Laboranwendungen bleiben Datenblätter, Normen und reale Messbedingungen maßgeblich.

Quelle: Leitwertformel für Parallelschaltungen ohmscher Widerstände (Kirchhoffsche Regeln, Ohmsches Gesetz).

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Grundgesetze Elektrotechnik
Formeln basieren auf
Parallel: 1 / R_ges = Σ(1 / Ri); I_ges = U / R_ges; I_n = U / Rn; P_n = U · I_n; Zweige mit R = 0 werden ausgeschlossen.
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APA-Format

Rechner-Portal (2026). Parallelschaltung-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundgesetze-elektrotechnik/parallelschaltung-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Parallelschaltung-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundgesetze-elektrotechnik/parallelschaltung-rechner

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