Lena baut ein Widerstands-Testfeld mit drei parallelen Lastwiderständen an 5 V. Sie möchte wissen, welchen Gesamtstrom die Quelle liefern muss. Die Widerstände betragen R1 = 150 Ω, R2 = 180 Ω und R3 = 220 Ω.
Sie gibt U = 5 V, R1 = 150, R2 = 180, R3 = 220 in den Rechner ein. Ergebnis: R_ges = 59,6 Ω, I_ges = 83,8 mA, P_ges = 419 mW. Durch R1 fließen 33,3 mA, durch R2 27,8 mA, durch R3 22,7 mA.
Lena wählt ein 5-V-Netzteil mit 500 mA Ausgangsstrom – das reicht mit Reserve. Die berechnete Gesamtleistung von 419 mW liegt weit unter der Nennleistung des Netzteils (5 V · 0,5 A = 2,5 W).
Zur Kontrolle vergewissert sich Lena, dass sich die drei Zweigströme zum Gesamtstrom addieren und nicht der größte Einzelzweig schon den Bedarf bestimmt: Die Quelle muss die Summe aller Zweige liefern, hier rund 84 mA statt nur der 33,3 mA des stärksten Zweigs.
Als sie überlegt, einen vierten Zweig zu ergänzen, rechnet sie ihn probeweise mit: Der Gesamtwiderstand sinkt weiter und der Gesamtstrom steigt, doch das 500-mA-Netzteil behält reichlich Reserve.
Auch die Leistungsverteilung liest Lena mit: Der 150-Ohm-Zweig setzt mit rund 167 Milliwatt am meisten um, der 220-Ohm-Zweig mit etwa 114 Milliwatt am wenigsten. Für Standard-Widerstände mit 250 Milliwatt Nennleistung bleibt damit überall Luft.
Sollte sie das Testfeld später an 12 Volt betreiben, wäre jedoch genau der 150-Ohm-Zweig derjenige, der zuerst an seine Grenze käme – ihn prüft sie deshalb als Ersten, obwohl er der kleinste Widerstand der drei ist.