Überblick
Was ist der Spulen-Induktivitäts-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die Induktivität einer Spule berechnen bedeutet, aus Windungszahl, Spulengeometrie und Kernmaterial den Wert L in der Einheit Henry (H) zu bestimmen. Die Induktivität beschreibt, wie stark eine stromdurchflossene Spule ein Magnetfeld aufbaut und damit Stromänderungen entgegenwirkt – die zugehörige SI-Einheit Henry ist nach Joseph Henry benannt.
Der Spulen-Induktivitäts-Rechner unterstützt bei Drosseln, Filtern, Resonanzstufen und Lernaufgaben, sobald Windungszahl, Geometrie, Strom und Frequenz zusammen betrachtet werden müssen.
Er ist damit vor allem für Situationen gedacht, in denen nicht nur L interessant ist, sondern auch der induktive Blindwiderstand XL und die im Magnetfeld gespeicherte Energie.
Typische Größenordnungen reichen von wenigen Mikrohenry (µH) bei kleinen Luftspulen über Millihenry (mH) bei Audiodrosseln bis zu mehreren Henry bei Netzdrosseln mit Eisenkern.
Eine Spule berechnen heißt also immer, Geometrie, Windungszahl und Material gemeinsam zu betrachten, weil sie sich gegenseitig stark beeinflussen.
Das Ergebnis ordnet der Rechner zusätzlich einem von drei Bereichen zu: µH bis mH für Filter und Drossel, mH für Netzdrossel und Trafo, H für Netztrafo und Leistungsdrossel.
Zwischen diesen Bereichen wandert man schneller, als die Intuition erwartet, weil die Induktivität quadratisch von Windungszahl und Durchmesser abhängt, aber nur linear von der Länge.
Die voreingestellte Spule mit 120 Windungen, 12 Millimeter Durchmesser, 40 Millimeter Länge und einer relativen Permeabilität von 1000 landet so bei 51,16 mH und erreicht bei 1 kHz einen induktiven Blindwiderstand von rund 321,5 Ohm.