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LED-Vorwiderstand online berechnen mit Normwert-Auswahl

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V
V
mA

Berechnete Werte

Vorwiderstand150Ohm
E12-Empfehlung150 Ω
Widerstandsleistung0.06 W
Empfohlene Bauform-Leistung1/8 W
LED-Strom20 mA
StatusOK

LED-Schaltbild mit Vorwiderstand

Vorwiderstand R=150.00 Ohm, Verlustleistung P=0.0600 W

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Kurzantwort

LEDs benötigen einen Vorwiderstand zur Strombegrenzung. Der Rechner liefert den erforderlichen Widerstand und die Widerstandsleistung.

LED-Vorwiderstand aus Versorgungsspannung, Vorwärtsspannung und Zielstrom berechnen.

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der LED-Vorwiderstand-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Um den Vorwiderstand für eine LED zu berechnen, brauchst du nur drei Größen: die Versorgungsspannung, die Vorwärtsspannung der LED und den gewünschten LED-Strom. Eine LED ist ein nichtlineares Bauteil und würde ohne Strombegrenzung sofort zerstört; der Vorwiderstand nimmt die überschüssige Spannung auf und stellt den Betriebsstrom gemäß den VDE-Sicherheitsrichtlinien ein.

Der LED-Vorwiderstand-Rechner ist für einfache Anzeigen, Status-LEDs und kleine Beleuchtungszweige gedacht, bei denen eine feste Versorgungsspannung sauber auf einen sicheren LED-Strom übersetzt werden muss.

Er hilft also nicht nur beim Finden eines Widerstandswerts, sondern bei der Frage, ob LED, Versorgung und Verlustleistung überhaupt zusammenpassen.

Als grobe Orientierung für eine rote Standard-LED (Vf ≈ 2,0 V) bei 20 mA: An 5V sind rund 150 Ω nötig, an 12V etwa 500 Ω (Normwert 470 Ω) und an 24V rund 1,1 kΩ (Normwert 1 kΩ).

Für eine blaue oder weiße LED (Vf ≈ 3,2 V) verschieben sich diese Werte entsprechend nach unten, weil weniger Spannung am Widerstand abfällt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst Versorgungsspannung, LED-Vorwärtsspannung und Zielstrom ein. Bei Reihenschaltungen zählt die Summe aller LED-Spannungen, nicht nur die einer einzelnen Diode.

Typische Datenquellen sind Netzteil, Datenblatt und Messung am Prototyp. Häufige Fehler sind mA statt A, eine falsche LED-Farbe mit anderer Vorwärtsspannung oder ein Zielstrom oberhalb der Datenblattgrenze.

Als Orientierung für die Vorwärtsspannung: Rot und Gelb liegen bei etwa 1,8 bis 2,2 V, Grün bei rund 2,2 bis 3,0 V und Blau sowie Weiß bei etwa 3,0 bis 3,4 V. Der typische Betriebsstrom kleiner Anzeige-LEDs liegt zwischen 5 und 20 mA.

Wie viel Spannung am Widerstand übrig bleibt, entscheidet über die Stabilität der ganzen Schaltung – und das lässt sich beziffern. Eine weiße LED mit Uf = 3,2 V an 3,3 V ergibt bei 20 mA nur R = 5 Ω.

Sinkt die Vorwärtsspannung durch Erwärmung um 0,1 V, steigt der Strom auf (3,3 − 3,1) / 5 = 40 mA, also auf das Doppelte.

Dieselbe LED an 12 V braucht R = 440 Ω; dort hebt derselbe Spannungsrutsch den Strom nur von 20 auf 20,2 mA, also um ein Prozent.

Je knapper die Restspannung, desto mehr wird der Vorwiderstand zur Wette auf einen Datenblattwert, der sich im Betrieb verschiebt.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

R = (U_versorgung - n * U_f) / I

P_R = U_R * I

I_real = U_R / R_norm

Formeltafel zum LED-Vorwiderstand: Widerstand aus Versorgungsspannung minus LED-Flussspannungen, geteilt durch den LED-Strom.
Vorwiderstand einer LED-Reihenschaltung samt Verlustleistung am Widerstand.

Nachschlagen

LED-Vorwiderstand nach Farbe und Typ: Uf, If und R bei 5 V / 12 V

Formel: R = (Ub − Uf) / If. Die Tabelle gibt typische Vorwärtsspannungen und berechnete Vorwiderstände für gängige LED-Farben.

LED-Vorwiderstand-Tabelle: LED-Typ, Vorwärtsspannung Uf, Strom If sowie Vorwiderstand bei 5 V und 12 V Versorgungsspannung
LED-TypUf typisch (V)If typisch (mA)R bei Ub = 5 V (Ω)R bei Ub = 12 V (Ω)
Rot2,020150500
Gelb2,120145495
Orange2,120145495
Grün (standard)2,120145495
Grün (hell/HB)3,32085435
Blau3,32085435
Weiß3,32085435
IR (850 nm)1,35074214
UV (395 nm)3,42080430
RGB – Rot2,020150500
RGB – Grün3,32085435
RGB – Blau3,32085435

Berechnete Werte gerundet auf nächsten E12-Standardwert. Quelle: Datenblätter gängiger 5-mm-LEDs; Formel nach Ohm'schem Gesetz.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu LED-Vorwiderstand-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechnet man den Vorwiderstand für eine LED?

Den Vorwiderstand für eine LED berechnet man mit der Formel R = (Us − n · Uf) / I: Von der Versorgungsspannung Us zieht man die Summe der Vorwärtsspannungen aller in Reihe geschalteten LEDs ab und teilt die Restspannung durch den gewünschten LED-Strom I.

Ein konkretes Beispiel: Eine rote Standard-LED mit 2,0 V Vorwärtsspannung soll an 12 V mit 20 mA betrieben werden. Damit ergibt sich R = (12 − 2,0) / 0,02 = 500 Ω, und die Verlustleistung am Widerstand beträgt (12 − 2,0) · 0,02 = 0,2 W.

Aus der E12-Reihe wählt man 470 Ω oder 560 Ω; bei 470 Ω fließen rund 21 mA, bei 560 Ω rund 18 mA. Der Rechner nimmt dir diese Schritte ab und schlägt direkt den passenden Normwert samt empfohlener Belastbarkeit vor.

Beachte dabei, dass die Vorwärtsspannung je nach Farbe variiert: Rote und gelbe LEDs liegen typisch bei 1,8 bis 2,2 V, blaue und weiße dagegen bei 3,0 bis 3,5 V. Diese Farbabhängigkeit beeinflusst den berechneten Widerstandswert spürbar.

Welcher Vorwiderstand für eine LED an 5 V, 12 V oder 24 V?

Der passende Vorwiderstand hängt von Versorgungsspannung, LED-Farbe und Strom ab. Für eine rote LED (Vf ≈ 2,0 V) bei 20 mA gilt: An 5 V brauchst du rund 150 Ω, an 12 V etwa 500 Ω (Normwert 470 Ω) und an 24 V rund 1,1 kΩ (Normwert 1 kΩ).

Für eine blaue oder weiße LED (Vf ≈ 3,2 V) sind es an 5 V rund 90 Ω, an 12 V rund 440 Ω und an 24 V rund 1,04 kΩ.

Wichtig ist, dass die Versorgungsspannung deutlich über der Vorwärtsspannung liegt, sonst reicht die Restspannung am Widerstand nicht für eine stabile Strombegrenzung.

Gerade an 12 V und 24 V solltest du außerdem die Verlustleistung prüfen, damit ein ¼-Watt-Widerstand nicht überlastet wird.

An 24 V mit 1 kΩ fallen bei einer roten LED rund 22 V am Widerstand ab, was knapp 0,5 W Verlustleistung ergibt – hier ist ein 1-Watt-Typ Pflicht. Der Rechner gibt dir Widerstandswert, Strom und Verlustleistung auf einen Blick aus.

Warum braucht eine LED überhaupt einen Vorwiderstand?

Eine LED braucht einen Vorwiderstand, weil sie ein nichtlineares Bauteil ist und ihren Strom nicht selbst begrenzt.

Oberhalb ihrer Vorwärtsspannung steigt der Strom bei minimal höherer Spannung extrem stark an, sodass die LED ohne Begrenzung sofort thermisch zerstört würde.

Der Vorwiderstand nimmt die Differenz zwischen Versorgungs- und Vorwärtsspannung auf und stellt über das ohmsche Gesetz den gewünschten Betriebsstrom ein.

Ein Beispiel: Bei 5 V Versorgung und 2,0 V Vorwärtsspannung fallen 3,0 V am Widerstand ab; mit 150 Ω fließen genau 20 mA. Ohne diesen Widerstand würde der Strom unkontrolliert ansteigen.

Nur bei speziellen LED-Modulen mit eingebauter Konstantstromquelle oder integriertem Vorwiderstand kann er entfallen.

Zur Einordnung: Eine typische 5-mm-Standard-LED verträgt dauerhaft 20 mA; schon 30 mA Dauerstrom ohne Schutzwiderstand können sie innerhalb von Sekunden zerstören.

Auch Mikrocontroller wie ein Arduino leiten LED-Ströme oft direkt über GPIO-Pins, wo der Vorwiderstand zusätzlich den Ausgangspin vor Überlastung schützt. Der Rechner liefert dir den richtigen Wert für genau diese Schaltungen.

Wie viel Ohm Widerstand braucht eine LED?

Wie viel Ohm eine LED braucht, ergibt sich aus Versorgungsspannung, Vorwärtsspannung und Zielstrom und liegt für typische Anzeige-LEDs meist zwischen 100 Ω und 2,2 kΩ.

Bei einer roten LED (2,0 V) und 20 mA sind es an 5 V rund 150 Ω und an 12 V rund 470 Ω. Reduzierst du den Strom auf 10 mA, verdoppeln sich die Widerstandswerte entsprechend.

Es gibt also keinen festen Standardwert, sondern immer einen aus der konkreten Schaltung berechneten Wert.

Der LED-Widerstandsrechner zeigt dir neben dem exakten Rechenwert direkt den nächsten E12-Normwert und den sich daraus ergebenden tatsächlichen Strom, sodass du eine praxistaugliche und sichere Auswahl triffst, statt dich auf grobe Faustwerte zu verlassen.

Beim Arduino Uno mit 5 V GPIO-Spannung und einer roten LED ergibt 15 mA Zielstrom rechnerisch 200 Ω; der Normwert 220 Ω lässt dann rund 13,6 mA fließen. Mit 10 mA Zielstrom wächst der Wert auf 300 Ω (Normwert 330 Ω).

So siehst du sofort, wie du Strom und Helligkeit gezielt abstufst.

Was passiert, wenn der Vorwiderstand zu groß oder zu klein ist?

Ist der Vorwiderstand zu klein, fließt ein zu hoher Strom durch die LED: Sie wird zu hell, erwärmt sich stark und altert schnell oder brennt durch.

Ist der Vorwiderstand zu groß, fließt zu wenig Strom, die LED leuchtet nur schwach oder bleibt unter einem bestimmten Wert ganz dunkel.

Ein Beispiel: Statt der berechneten 470 Ω an 12 V führt ein 100-Ω-Widerstand zu rund 80 mA – weit über dem zulässigen Bereich einer 20-mA-LED. Ein 4,7-kΩ-Widerstand dagegen lässt nur rund 2 mA fließen, die LED glimmt nur noch schwach.

In der Praxis wählt man oft den nächsthöheren Normwert, weil die LED dann thermisch entspannter läuft und der Strom geringfügig unter dem Maximalwert bleibt.

Im Dauerbetrieb, etwa bei Statusanzeigen, die rund um die Uhr leuchten, empfiehlt sich ein Zielstrom von 10 bis 15 mA: Die Helligkeit sinkt kaum wahrnehmbar, die Lebensdauer der LED wächst aber erheblich, und der Vorwiderstand bleibt kühler.

Wie lautet die Formel für den LED-Vorwiderstand?

Die Formel für den LED-Vorwiderstand lautet R = (Us − n · Uf) / I, wobei Us die Versorgungsspannung, Uf die Vorwärtsspannung einer LED, n die Anzahl der LEDs in Reihe und I der gewünschte LED-Strom ist.

Sie folgt direkt aus dem ohmschen Gesetz, angewendet auf die Restspannung, die am Widerstand abfällt. Die Verlustleistung am Widerstand berechnet sich als P = (Us − n · Uf) · I oder gleichwertig I² · R.

Ein Beispiel: 12 V Versorgung, 2,2 V Vorwärtsspannung und 15 mA ergeben R = (12 − 2,2) / 0,015 = 653 Ω und P = 9,8 V · 0,015 A ≈ 0,15 W. Praktisch wählt man hier 680 Ω als nächsten Normwert und einen Widerstand mit mindestens ¼ Watt Belastbarkeit.

Der Rechner zeigt die Verlustleistung separat an und empfiehlt die passende Bauformgröße.

In Praxisschaltungen auf einem Arduino-Shield oder Eigenbau-Dimmer hilft diese Angabe dabei, den richtigen Widerstandstyp vor der Bestellung festzulegen, ohne im Nachhinein einen überhitzten Widerstand tauschen zu müssen.

Welcher Vorwiderstand passt bei mehreren LEDs in Reihe oder parallel?

Bei mehreren LEDs in Reihe addieren sich ihre Vorwärtsspannungen, sodass in der Formel n · Uf gilt. Ein Beispiel: Drei rote LEDs mit je 2,0 V an 12 V ergeben R = (12 − 3 · 2,0) / 0,02 = 300 Ω.

Die Versorgungsspannung muss dabei deutlich über der Summe der Vorwärtsspannungen liegen, sonst bleibt zu wenig Restspannung für eine stabile Strombegrenzung.

Parallel geschaltete LEDs sollten dagegen jeweils einen eigenen Vorwiderstand erhalten, weil sich sonst durch kleine Exemplarstreuungen der Vorwärtsspannung der Strom ungleich verteilt und eine LED überlastet wird.

Der Rechner berücksichtigt die Anzahl seriell geschalteter LEDs direkt; für parallele Zweige rechnest du jeden Strang separat und vergibst jeweils einen passenden Vorwiderstand.

Praktisches Beispiel: Zwei parallele Stränge mit je drei roten LEDs an 12 V brauchen je einen 300-Ω-Widerstand mit 0,12 W Verlustleistung.

Ein einzelner gemeinsamer Widerstand würde durch Fertigungsstreuungen einen Strang bevorzugen und überhitzen lassen.

Welche Verlustleistung muss der Vorwiderstand aushalten?

Die Verlustleistung am Vorwiderstand berechnet sich als P = (Us − n · Uf) · I, also Spannungsabfall am Widerstand mal LED-Strom, gleichwertig auch I² · R.

Diese Leistung wird vollständig in Wärme umgesetzt, weshalb der gewählte Widerstand sie dauerhaft abführen können muss.

Ein Beispiel: Bei 12 V Versorgung, 2,0 V LED-Spannung und 20 mA fallen 10 V am Widerstand ab, woraus P = 10 V · 0,02 A = 0,2 W folgen.

Ein ¼-Watt-Widerstand (0,25 W) ist hier zwar rechnerisch ausreichend, läuft aber am Limit – besser ist ein ½-Watt-Typ mit Reserve.

Der Rechner gibt neben der berechneten Leistung auch eine empfohlene Belastbarkeit mit Sicherheitsreserve aus, sodass du den richtigen Bauformtyp wählen kannst, bevor der Widerstand thermisch überlastet.

Als Faustregel gilt: Wähle immer den nächsten Nennwert mit mindestens doppelter Leistungsreserve. Bei 0,2 W Verlustleistung also einen ½-Watt-Typ.

In engen Gehäusen ohne Luftzirkulation oder auf dicht bestückten Platinen kann selbst ein ½-Watt-Typ spürbar warm werden; hier empfiehlt sich ein 1-Watt-Widerstand.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

In der Praxis ist meist der nächsthöhere Normwert besser als der mathematisch exakte Zwischenwert. Der Strom sinkt dadurch leicht, die LED läuft thermisch entspannter und bei Batteriebetrieb steigt oft sogar die Laufzeit.

Du prüfst zusätzlich, ob Versorgungsschwankungen die Reserve wieder auffressen.

Mit einem LED-Widerstandsrechner lässt sich vor dem Löten schnell durchspielen, wie sich Strom und Verlustleistung ändern, wenn statt 470 Ω der nächste Normwert 560 Ω gewählt wird – gerade bei 12V- und 24V-Anwendungen lohnt der Blick auf die Widerstandsleistung, damit ein ¼-Watt-Typ nicht überlastet wird.

Die zugehörigen Grundlagen der Halbleiterphysik erläutert auch LEIFI Physik anschaulich.

Bei mehreren LEDs nebeneinander lohnt außerdem ein eigener Vorwiderstand je Zweig statt eines gemeinsamen Widerstands für alle Dioden, weil schon geringe Unterschiede der Vorwärtsspannung sonst dazu führen, dass eine einzelne LED den größten Teil des Stroms zieht und dadurch heller leuchtet oder vorzeitig ausfällt.

Zu viel Reserve hat allerdings auch ihren Preis, und der Rechner sagt es dir: Betreibst du eine weiße LED mit 3,2 V an 12 V, meldet er eine Warnung, weil über dem Widerstand mehr als das Doppelte der LED-Spannung abfällt.

Von 240 Milliwatt Gesamtleistung landen dann rund 176 Milliwatt als Wärme im Widerstand und nur 64 Milliwatt in der Diode.

Für eine einzelne Status-LED ist das gleichgültig, für eine Lichterkette mit Dutzenden Zweigen nicht – dort schaltet man LEDs in Reihe, bis die Summe der Vorwärtsspannungen die Versorgung besser ausnutzt.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Sarah baut eine Status-LED in ein Heimautomations-Projekt mit 3,3-V-Mikrocontroller-Pin ein. Die rote LED (2,0 V Vorwärtsspannung, 10 mA Nennstrom) braucht einen Vorwiderstand. Sie gibt 3,3 V Versorgung, 2,0 V LED-Spannung und 10 mA Zielstrom ein.

Der Rechner ergibt: R = (3,3 − 2,0) V / 0,010 A = 130 Ω; Verlustleistung am Widerstand = 1,3 V × 0,010 A = 13 mW. Der Normwert 130 Ω ist in der E24-Reihe verfügbar; alternativ passt 150 Ω mit ca. 8,7 mA ebenfalls sicher.

Sarah wählt 150 Ω als thermisch entspanntere Variante und prüft, dass der GPIO-Pin mit 8–12 mA Treiberstärke den Strom dauerhaft liefern kann.

Weil der Mikrocontroller im Batteriebetrieb läuft, spielt Sarah zusätzlich durch, wie sich ein größerer Vorwiderstand auswirkt: Bei geringerem Strom leuchtet die Status-LED etwas schwächer, hält aber die Ruhestromaufnahme der Schaltung niedrig.

Für eine reine Betriebsanzeige, die nur im Dunkeln erkennbar sein muss, ist dieser Kompromiss die sinnvollere Wahl.

Ihr Aufbau profitiert dabei von einer Eigenheit der 3,3-Volt-Versorgung: Mit 1,3 Volt am Widerstand bleibt reichlich Restspannung, sodass die übliche Streuung der Vorwärtsspannung von einigen Zehntelvolt den Strom kaum verschiebt.

Hätte Sarah eine weiße LED mit 3,2 Volt gewählt, wäre exakt das gekippt – dann blieben nur 0,1 Volt für die Strombegrenzung übrig, und schon geringe Bauteiltoleranz oder Erwärmung würden den Strom verdoppeln.

Für Weiß oder Blau am 3,3-Volt-Pin greift man deshalb zu einer Konstantstromquelle statt zum Vorwiderstand. LED-Vorwiderstand: 150 Ohm bei 3,3 V ergibt 8,7 mA und 11 mW Verlustleistung

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Viele rechnen nur den Widerstandswert aus und vergessen, dass derselbe Vorwiderstand auch die Verlustleistung als Wärme abführen muss. Ebenso verbreitet sind Versorgungsschwankungen, zu wenig Restspannung am Widerstand bei Reihenschaltungen und die Annahme, Rot, Grün und Blau hätten identische Vorwärtsspannungen.

Ein dritter typischer Fehler ist, den LED-Strom in Ampere statt Milliampere einzugeben, sodass der berechnete Vorwiderstand um den Faktor 1.000 danebenliegt. Gerade dort kippt eine scheinbar simple LED-Schaltung schnell aus dem sicheren Bereich.

Der LED-Vorwiderstand-Rechner ist deshalb nur dann sauber, wenn Versorgungsspannung, LED-Vorwärtsspannung, Zielstrom und Verlustleistung zusammen betrachtet werden.

Unterschätzt wird auch die Temperaturabhängigkeit: Die Vorwärtsspannung einer LED sinkt bei Erwärmung leicht, wodurch der Strom bei fester Versorgungsspannung ansteigt und die Diode sich weiter aufheizt.

Bei knapp dimensionierten Vorwiderständen kann dieser Effekt die Lebensdauer der LED deutlich verkürzen.

Ein letzter, oft teurer Irrtum ist die Annahme, eine LED ließe sich direkt an eine Spannungsquelle hängen, wenn diese „zufällig“ zur Vorwärtsspannung passt.

Die Kennlinie einer Diode steigt in diesem Bereich so steil an, dass wenige Millivolt Unterschied den Strom vervielfachen – ohne strombegrenzendes Bauteil entscheidet dann allein der Innenwiderstand der Quelle darüber, ob die LED überlebt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der LED-Vorwiderstand-Rechner bestimmt aus Versorgungsspannung, LED-Vorwärtsspannung und Zielstrom den benötigten Vorwiderstand und die am Widerstand entstehende Verlustleistung.

Das Ergebnis hilft, passende Normwerte und sichere Betriebspunkte direkt aus dem Schaltungskontext abzuleiten.

Sinnvoll ist im Anschluss noch die Überprüfung, ob die Treiberquelle (GPIO-Pin, Transistor, Netzteil) den berechneten Strom dauerhaft liefern kann, und der Abgleich mit dem maximalen Ausgangsstrom des Quellbauteils im Datenblatt.

Erst wenn Widerstandswert, Verlustleistung und Belastbarkeit der Quelle zusammenpassen, ist die LED-Schaltung dauerhaft betriebssicher und nicht nur im kurzen Testaufbau auf dem Steckbrett funktionsfähig.

Zur Einordnung nennt der Rechner neben dem exakten Wert auch den nächsten E12-Normwert und eine passende Nennleistung.

Beides zusammen beantwortet die eigentliche Beschaffungsfrage: Ein Standard-Widerstand mit 1/4 Watt deckt die allermeisten Anzeige-LEDs mit großem Abstand ab, während erst mehrere Zweige an höherer Versorgungsspannung in Bereiche führen, in denen die Bauteilgröße wirklich zu prüfen ist.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Bei 24 V, 4 LEDs à 3,2 V und 15 mA werden 746,667 Ω benötigt; als E12-Wert empfiehlt sich 680 Ω. Die Verlustleistung liegt bei 0,168 W, mit 0,336 W Reserve.

Vier helle LEDs an einer 24-V-Steuerspannung auslegen

Versorgungsspannung
24 V
LED-Vorwärtsspannung
3,2 V
LEDs in Reihe
4
LED-Strom
15 mA

Beispiel 2 · Mittel · Bei 9 V, einer LED mit 1,8 V und 10 mA ergibt sich ein Vorwiderstand von 720 Ω, als E12-Wert 820 Ω, mit 0,072 W Verlustleistung und 0,25 W Nennleistung. Hinweis: zu viel Spannung fällt über dem Widerstand ab, Effizienz gering.

Einzelne LED an einer 9-V-Blockbatterie

Versorgungsspannung
9 V
LED-Vorwärtsspannung
1,8 V
LEDs in Reihe
1
LED-Strom
10 mA

Beispiel 3 · Komplex · Bei 5 V, 2 LEDs à 2 V und 20 mA ergibt sich ein Vorwiderstand von 50 Ω, als E12-Wert 56 Ω, mit 0,02 W Verlustleistung und 0,125 W Nennleistung. Status: OK.

Zwei LEDs in Reihe an 5-V-USB-Versorgung

Versorgungsspannung
5 V
LED-Vorwärtsspannung
2 V
LEDs in Reihe
2
LED-Strom
20 mA

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • 3,3 V Pin, rote LED 2,0 V/10 mA: 130 Ohm exakt, 150 Ohm mit 8,7 mA sicherer. Verlustleistung 13 mW vs. 11,3 mW

    LED-Vorwiderstand am Mikrocontroller – Sarah wählt 150 Ohm statt 130 Ohm

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/bauteile/led-vorwiderstand-rechner
  • Infografik: LED-Vorwiderstand: Schaltungsaufbau, U_ges, 5 V, 150 Ω, LED, 1,8 V, I = 20 mA →, R = (5 V − 1,8 V) / 0,02 A = 160 Ω

    Led Vorwiderstand-Rechner Schaltung

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Rechner nutzt ein vereinfachtes LED-Modell mit konstanter Vorwärtsspannung. Temperaturgang, Exemplarstreuung und Versorgungsschwankungen müssen bei realen Schaltungen separat berücksichtigt werden.

Quelle: Ohmsches Gesetz für LED-Serienstränge mit E12-Normwertnähe und Leistungsreserve für den Vorwiderstand.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Bauteile
Formeln basieren auf
R = (Us - n × Uf) / I, P = (Us - n × Uf) × I sowie E12-Nähe über den nächstliegenden Normwert derselben Dekade.
Zitation & Richtlinien

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Rechner-Portal (2026). LED-Vorwiderstand-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/bauteile/led-vorwiderstand-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. LED-Vorwiderstand-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/bauteile/led-vorwiderstand-rechner

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