Rechenbasis
Annahmen und Grenzen
Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.
2 Annahmen und 2 Grenzen
Annahmen
- Der Geschäftswert entspricht dem Nachlasswert im Zeitpunkt des Erbfalls abzüglich der vom Erblasser herrührenden Verbindlichkeiten (§ 40 Abs. 1 GNotKG); bei Teilerbschein zählt der Erbteil (§ 40 Abs. 2). Einen Mindestgeschäftswert gibt es nicht, je Gebühr gilt mindestens 15 Euro (§ 34 Abs. 5).
- Beim Nachlassgericht fallen zwei einfache Gebühren an (Erteilung KV 12210 + eidesstattliche Versicherung KV 23300). Über den Notar kommt eine 1,0-Gebühr (KV 23300) zuzüglich Post-/Telekommunikationspauschale (KV 32005: 20 %, höchstens 20 Euro) und 19 % USt hinzu, dazu die Gerichtsgebühr für die Erteilung.
Grenzen
- Zusätzliche Kosten für Beglaubigungen, Abschriften, Dokumentenpauschale, Dolmetscher und sonstige Auslagen sind nicht enthalten.
- Der gegenständlich beschränkte Erbschein (§ 40 Abs. 3 GNotKG), der Hoferbschein und das Testamentsvollstreckerzeugnis (20 % des Nachlasswerts, § 40 Abs. 5) werden nicht berechnet.
Stand der Prüfung: GNotKG-Gebührenstruktur (§ 34, § 40, KV 12210, 23300, 32005) am 13.10.2026 gegen gesetze-im-internet.de geprüft; Tabelle B nach KostBRÄG 2025.