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Privatinsolvenz-Rechner 2026: Kosten, Pfändung und Restschuldbefreiung berechnen

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Kurzantwort

Privatinsolvenz-Rechner: Nettoeinkommen, Unterhaltspflichten, Gesamtschulden und Gläubigerzahl eingeben – sofort pfändbarer Betrag, Gesamtzahlung über 3 Jahre, Verfahrenskosten (Gericht, Verwalter, Treuhänder) und die Insolvenzquote nach den Pfändungsfreigrenzen 2026 berechnen.

Privatinsolvenz berechnen: pfändbarer Betrag nach § 850c ZPO, Gerichtskosten

Kilian AchatzFachredaktion Finanzen
Geprüft: Review-Team Finanzen (Sept. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Rechenbasis

Annahmen und Grenzen

Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.

3 Annahmen und 4 Grenzen

Annahmen

  • Restschuldbefreiung nach 3 Jahren (36 Monate); das eröffnete Verfahren bis zur Aufhebung dauert im Modell 12 Monate, danach verwaltet der Treuhänder die pfändbaren Beträge bis Monat 36.
  • Pfändungsfreigrenzen ab 01.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 80): Grundfreibetrag 1.587,40 €/Monat; Pfändungssätze 70 % (0 UP), 50 %, 40 %, 30 %, 20 %, 10 % (5+ UP).
  • Gerichtskosten: 3,0 Gebühren (KV 2310 + 2320) nach Tabelle A aus dem Wert der Insolvenzmasse (pfändbare Beträge der ersten 12 Monate); Verwalter nach § 2 InsVV (Regelsatz oder Mindestvergütung), Treuhänder nach § 14 InsVV, jeweils zuzüglich 19 % USt für die Vergütungen.

Grenzen

  • Auslagen des Verwalters (§ 8 InsVV), Gerichtsauslagen, Kosten eines Schuldenbereinigungsplans und Anwaltskosten sind nicht enthalten; die tatsächlichen Kosten liegen im Einzelfall höher oder niedriger.
  • Nicht pfändbare Einkünfte nach § 850a ZPO (z. B. Weihnachtsgeld) und Einkommensänderungen während der 36 Monate werden nicht modelliert.
  • Forderungen nach § 302 InsO (z. B. Geldstrafen, vorsätzlich begangene unerlaubte Handlungen) sind von der Restschuldbefreiung ausgenommen.
  • Ob der Zuschlag nach § 14 Abs. 3 S. 2 InsVV jährlich oder einmalig anfällt, ist hier als einmalig je angefangene 5 Gläubiger angesetzt (BGH IX ZB 261/09 zu den Voraussetzungen).

Stand der Prüfung: Pfändungsfreigrenzen 2026 (gültig 01.07.2026–30.06.2027), InsVV, GKG und Tabelle A am 13.10.2026 gegen die Gesetzestexte geprüft.

Überblick

Was ist der Privatinsolvenz-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Privatinsolvenz-Rechner ermittelt den pfändbaren Betrag während der Wohlverhaltensperiode, die Gesamtzahlung über 36 Monate, die Verfahrenskosten (Gerichtskosten, Verwaltervergütung, Treuhändervergütung nach InsVV), die tatsächliche Auszahlung an die Gläubiger, die Insolvenzquote und die erlassenen Schulden nach Restschuldbefreiung. Rechtsgrundlage sind §§ 286 bis 303 InsO (Insolvenzordnung), § 850c ZPO (Pfändungsfreigrenzen) und die Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (BGBl.

2026 I Nr. 80, gültig ab 01.07.2026). Die Wohlverhaltensperiode dauert nach dem Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens vom 22.12.2020 (BGBl. I S. 3328) drei Jahre (36 Monate), unabhängig von der erzielten Insolvenzquote.

Der Grundfreibetrag liegt bei 1.587,40 Euro monatlich. Einkommen unterhalb dieses Betrags ist vollständig vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.

Oberhalb greift der Pfändungssatz, der je nach Zahl der unterhaltspflichtigen Personen zwischen 70 und 10 Prozent liegt; ein Mehrbetrag über der Höchstgrenze von 4.866,30 Euro ist voll pfändbar.

Von den pfändbaren Beträgen werden zuerst die Verfahrenskosten beglichen: Gerichtskosten (3,0 Gebühren nach GKG KV 2310 und 2320), die Vergütung des Insolvenzverwalters im eröffneten Verfahren (§§ 2, 13 InsVV, mindestens 1.120 bzw. 1.400 Euro zuzüglich Umsatzsteuer) und die Vergütung des Treuhänders in der Abtretungsphase (§ 14 InsVV).

Nur der Rest geht an die Gläubiger.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Im Feld Monatliches Nettoeinkommen gibst du den Betrag nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ein. Dieses Einkommen bildet die Grundlage für die Berechnung des pfändbaren Betrags nach § 850c ZPO.

Pfändbar sind alle Einkünfte aus Arbeit, Rente, Arbeitslosengeld und vergleichbaren Bezügen, soweit sie den persönlichen Freibetrag übersteigen.

Bei den unterhaltspflichtigen Personen wählst du die Zahl der Personen, denen du gesetzlich zum Unterhalt verpflichtet bist.

Dazu zählen Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, Kinder (auch volljährige, solange eine gesetzliche Unterhaltspflicht besteht) und weitere gesetzlich Unterhaltsberechtigte. Die Auswahl reicht von null bis fünf Personen.

Jede unterhaltspflichtige Person erhöht den Freibetrag und senkt den Pfändungssatz: Bei null Personen beträgt der Satz 70 Prozent, bei einer Person 50 Prozent, bei zwei 40 Prozent, bei drei 30 Prozent, bei vier 20 Prozent und bei fünf oder mehr 10 Prozent.

Im Feld Gesamtschulden gibst du die Summe aller Verbindlichkeiten ein, die in die Insolvenz einfließen.

Die Zahl der Gläubiger beeinflusst die Mindestvergütungen von Verwalter und Treuhänder; ob die Unterlagen für den Insolvenzantrag von einer Schuldnerberatung oder einem Anwalt erstellt wurden, senkt die Mindestvergütung des Verwalters von 1.400 auf 1.120 Euro (§ 13 InsVV).

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung folgt vier aufeinander aufbauenden Schritten. Schritt 1 — Pfändbarer Betrag nach § 850c ZPO: pfändbar = (Netto gerundet auf 10 € − Freibetrag) × Pfändungssatz; ein Einkommen über 4.866,30 Euro wird zum Tabellenwert der letzten Stufe plus dem vollen Mehrbetrag gerechnet.

Der Freibetrag bei null Unterhaltspflichtigen beträgt 1.587,40 Euro, bei einer Person 2.184,82 Euro, bei zwei Personen 2.517,65 Euro.

Bei einem Nettoeinkommen von 2.000 Euro ohne Unterhaltspflichten: (2.000 − 1.587,40) × 70 Prozent = 288,82 Euro monatlich. Schritt 2 — Gesamtzahlung und Masse: Gesamtzahlung = pfändbarer Betrag × 36 Monate = 10.397,52 Euro.

Der Rechner nimmt an, dass das eröffnete Verfahren 12 Monate dauert; die Insolvenzmasse sind dann 12 × 288,82 = 3.465,84 Euro, die restlichen 24 Monate verwaltet der Treuhänder (6.931,68 Euro).

Schritt 3 — Verfahrenskosten: Gerichtskosten = 3,0 × Gebühr nach Tabelle A (Anlage 2 zu § 34 GKG) für den Wert der Masse; bis 4.000 Euro sind das 3 × 148 = 444 Euro.

Der Verwalter erhält 40 Prozent der ersten 35.000 Euro der Masse (§ 2 Abs. 1 InsVV), mindestens aber 1.400 Euro bzw. 1.120 Euro mit Unterlagen einer geeigneten Stelle (§ 2 Abs. 2, § 13 InsVV): 40 Prozent von 3.465,84 = 1.386,34 Euro, mit 19 Prozent Umsatzsteuer 1.649,74 Euro.

Der Treuhänder erhält 5 Prozent der ersten 35.000 Euro, 3 Prozent bis 70.000 Euro und 1 Prozent darüber, mindestens 140 Euro je Jahr der Tätigkeit (§ 14 InsVV): 5 Prozent von 6.931,68 = 346,58 Euro, brutto 412,43 Euro.

Verfahrenskosten insgesamt: 444 + 1.649,74 + 412,43 = 2.506,17 Euro. Schritt 4 — Insolvenzquote und Restschuldbefreiung: Auszahlung an Gläubiger = Gesamtzahlung − Verfahrenskosten = 10.397,52 − 2.506,17 = 7.891,35 Euro, höchstens aber die Schulden.

Insolvenzquote = 7.891,35 ÷ 30.000 × 100 = 26,3 Prozent. Erlassene Schulden = 30.000 − 7.891,35 = 22.108,65 Euro.

Privatinsolvenz-Formel: Gesamtzahlung gleich pfändbarer Betrag mal 36 Monate. Insolvenzquote gleich Gesamtzahlung minus Verfahrenskosten geteilt durch Schulden mal 100.
Gesamtzahlung über 36 Monate und Insolvenzquote bei Verbraucherinsolvenz nach InsO.

Nachschlagen

Privatinsolvenz 2026: Insolvenzquote nach Nettoeinkommen, Unterhaltspflichten und Gesamtschulden

Die Tabelle zeigt die Insolvenzquote, die Verfahrenskosten und die erlassenen Schulden für verschiedene Kombinationen aus Nettoeinkommen, unterhaltspflichtigen Personen und Gesamtschulden. Grundlage sind §§ 286-303 InsO, § 850c ZPO, Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 80, gültig ab 01.07.2026) und InsVV (Treuhändervergütung). Abtretungsfrist (Wohlverhaltensperiode): drei Jahre ab Verfahrenseröffnung nach § 287 Abs. 2 InsO in der Fassung des Gesetzes zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens vom 22.12.2020.

Privatinsolvenz: Pfändbarer Betrag, Gesamtzahlung, Verfahrenskosten, Insolvenzquote und erlassene Schulden (Wohlverhaltensperiode 36 Monate, ab 01.07.2026)
Netto / UP / SchuldenPfändbar/MonatGesamtzahlungVerfahrenskostenAn GläubigerQuoteErlassen
1.500 € / 0 UP / 50.000 €0 €0 €1.786,00 € (gestundet)0 €0 %50.000 €
2.000 € / 0 UP / 30.000 €288,82 €10.397,52 €2.506,17 €7.891,35 €26,3 %22.108,65 €
3.000 € / 2 UP / 40.000 €192,94 €6.945,84 €2.042,50 €4.903,34 €12,3 %35.096,66 €

UP = unterhaltspflichtige Personen; fünf Gläubiger, Antragsunterlagen von einer Schuldnerberatung (Mindestvergütung Verwalter 1.120 €). Pfändungssatz nach § 850c ZPO: 0 UP 70 %, 1 UP 50 %, 2 UP 40 %, 3 UP 30 %, 4 UP 20 %, 5+ UP 10 %; Grundfreibetrag 1.587,40 €/Monat. Verfahrenskosten = Gerichtskosten (3,0 Gebühren, Tabelle A, Masse = pfändbare Beträge von 12 Monaten) + Verwaltervergütung (§ 2 InsVV, mindestens 1.120/1.400 € + 19 % USt) + Treuhändervergütung für Monat 13–36 (§ 14 InsVV: 5 % bis 35.000 €, 3 % bis 70.000 €, 1 % darüber, mindestens 140 €/Jahr + 19 % USt). Auslagen sind nicht enthalten.

Gerichtskosten im Insolvenzverfahren: GKG KV 2310 und KV 2320 nach Insolvenzmasse

Auf Antrag des Schuldners entstehen eine 0,5-Gebühr für das Eröffnungsverfahren (KV 2310 GKG) und eine 2,5-Gebühr für die Durchführung (KV 2320 GKG). Die einfache Gebühr richtet sich nach dem Wert der Insolvenzmasse bei Verfahrensende (§ 58 GKG, Tabelle A).

Gerichtsgebühren im Verbraucherinsolvenzverfahren auf Antrag des Schuldners: 0,5-Gebühr plus 2,5-Gebühr nach Wert der Insolvenzmasse (Anlage 2 zu § 34 GKG, abgerufen 14.10.2026)
InsolvenzmasseEinfache Gebühr (Tabelle A)KV 2310 (0,5)KV 2320 (2,5)Summe (3,0-fach)
Masse bis 500 €40,00 €20,00 €100,00 €120,00 €
Masse bis 1.000 €61,00 €30,50 €152,50 €183,00 €
Masse bis 2.000 €103,00 €51,50 €257,50 €309,00 €
Masse bis 3.000 €125,50 €62,75 €313,75 €376,50 €
Masse bis 5.000 €170,50 €85,25 €426,25 €511,50 €

Die Vergütungen von Verwalter und Treuhänder nach InsVV kommen hinzu; der Rechner oben berechnet die Verfahrenskosten insgesamt. Wer die Verfahrenskosten nicht aufbringen kann, beantragt die Stundung nach § 4a InsO: Die Kosten werden dann bis zur Restschuldbefreiung gestundet. Tatsächliche Gebühren hängen von der Masse bei Verfahrensende ab; Auslagen und Anwaltskosten sind nicht enthalten. Werte aus der Gebührentabelle der Anlage 2 zu § 34 GKG. Über 500.000 € Masse steigt die einfache Gebühr je angefangene weitere 50.000 € um 210 € (§ 34 Abs. 1 GKG); der Rechner wendet diese Staffel ohne Obergrenze an.

Ausblick

Was ändert sich bei der Pfändungsfreigrenze für Privatinsolvenzen 2027?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Der Grundfreibetrag, auf dem dieser Rechner aufbaut, wird jährlich zum 1. Juli angepasst (Bekanntmachungen zum 1. Juli 2021 bis 2026). Die nächste Anpassung ist zum 1. Juli 2027 vorgesehen (§ 850c Abs. 4 ZPO).
  • Die konkreten Beträge für 2027 werden erst im Frühjahr 2027 per neuer Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und sind zum Stand dieser Seite noch nicht bekannt. Eine höhere Freigrenze würde den pfändbaren Betrag und damit die Gesamtzahlung an die Gläubiger für laufende Insolvenzverfahren tendenziell senken.
  • Die dreijährige Wohlverhaltensperiode selbst (Gesetz vom 22.12.2020, BGBl. I S. 3328) ist davon unberührt – nur die Höhe des monatlich pfändbaren Betrags ändert sich mit jeder neuen Bekanntmachung, nicht die Verfahrensdauer.

Stand: 13.10.2026 · Quelle: Bundesministerium der Justiz – Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 80); § 850c Abs. 4 ZPO

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Privatinsolvenz-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie lange dauert eine Privatinsolvenz in Deutschland?

Die Wohlverhaltensperiode bei einer Privatinsolvenz in Deutschland beträgt 36 Monate, also drei Jahre. Grundlage ist das Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens vom 22.12.2020 (BGBl. I S.

3328), anwendbar auf Anträge ab dem 01.10.2020; die Rechtsgrundlage der Restschuldbefreiung bilden §§ 286 bis 303 InsO. Zuvor lag die Dauer bei sechs Jahren, mit der Möglichkeit einer Verkürzung auf fünf oder drei Jahre unter bestimmten Bedingungen.

Die dreijährige Frist gilt unabhängig davon, wie hoch die Insolvenzquote ausfällt oder ob überhaupt Zahlungen an die Gläubiger geleistet werden.

Die Restschuldbefreiung wird nach 36 Monaten erteilt, sofern der Schuldner seinen Obliegenheiten nachkommt.

Dazu gehört insbesondere die Pflicht, pfändbares Einkommen an den Treuhänder abzuführen, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben oder sich um eine solche zu bemühen und Vermögenserwerb von Todes wegen zur Hälfte herauszugeben.

Wie berechnet sich der pfändbare Betrag bei einer Privatinsolvenz?

Der pfändbare Betrag während der Wohlverhaltensperiode richtet sich nach § 850c ZPO in Verbindung mit der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 80, gültig ab 01.07.2026). Der Grundfreibetrag beträgt 1.587,40 Euro monatlich.

Einkommen unterhalb dieses Betrags ist vollständig geschützt.

Übersteigt das Nettoeinkommen den Freibetrag, wird die Differenz mit dem Pfändungssatz multipliziert: 70 Prozent bei null unterhaltspflichtigen Personen, 50 Prozent bei einer, 40 Prozent bei zwei, 30 Prozent bei drei, 20 Prozent bei vier und 10 Prozent bei fünf oder mehr Personen.

Bei einem Nettoeinkommen von 2.000 Euro ohne Unterhaltspflichten beträgt der pfändbare Betrag 288,82 Euro monatlich.

Mit zwei unterhaltspflichtigen Personen bei 3.000 Euro Netto sinkt der pfändbare Betrag auf nur 192,94 Euro, weil sowohl der Freibetrag steigt als auch der Pfändungssatz von 70 auf 40 Prozent fällt.

Was kostet der Treuhänder bei einer Privatinsolvenz?

Die Vergütung des Treuhänders richtet sich nach § 14 der Insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung (InsVV): 5 Prozent der ersten 35.000 Euro, 3 Prozent des Mehrbetrags bis 70.000 Euro und 1 Prozent darüber, jeweils zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer.

Die Mindestvergütung beträgt 140 Euro für jedes Jahr der Tätigkeit und erhöht sich bei mehr als fünf Gläubigern um 70 Euro je fünf Gläubiger.

Der Treuhänder verwaltet die pfändbaren Beträge in der Abtretungsphase, nach der Aufhebung des eröffneten Verfahrens.

Im eröffneten Verfahren erhält der Insolvenzverwalter eine eigene Vergütung (§ 2 InsVV: 40 Prozent der ersten 35.000 Euro der Masse, mindestens 1.400 Euro, mit Unterlagen einer Schuldnerberatung 1.120 Euro nach § 13 InsVV, zuzüglich Umsatzsteuer).

Im Standardbeispiel des Rechners (2.000 Euro netto, 30.000 Euro Schulden, fünf Gläubiger) sind das 1.649,74 Euro für den Verwalter und 412,43 Euro für den Treuhänder, zusammen mit 444 Euro Gerichtskosten 2.506,17 Euro Verfahrenskosten.

Diese Kosten werden vorrangig aus den pfändbaren Beträgen beglichen, sodass der Betrag, der tatsächlich bei den Gläubigern ankommt, entsprechend sinkt.

Was ist die Insolvenzquote und wie hoch fällt sie typischerweise aus?

Die Insolvenzquote gibt an, welcher Prozentsatz der Gesamtschulden während der Wohlverhaltensperiode tatsächlich an die Gläubiger zurückgezahlt wird. Sie berechnet sich als Verhältnis der Auszahlung an die Gläubiger zur Gesamtschuldensumme.

Bei einem Nettoeinkommen von 2.000 Euro ohne Unterhaltspflichten und 30.000 Euro Gesamtschulden beträgt die Quote 26,3 Prozent: Von den 10.397,52 Euro Gesamtzahlung gehen 2.506,17 Euro an Gericht, Verwalter und Treuhänder, die verbleibenden 7.891,35 Euro an die Gläubiger, und 22.108,65 Euro werden erlassen.

Bei höheren Schulden oder Unterhaltspflichten sinkt die Quote deutlich: 3.000 Euro Netto mit zwei Unterhaltspflichten und 40.000 Euro Schulden ergeben nur 12,3 Prozent Quote.

In der Praxis liegen die Quoten häufig im einstelligen Bereich, insbesondere bei Schuldnern mit niedrigem Einkommen oder mehreren Unterhaltspflichten. Die Höhe der Quote hat keinen Einfluss auf die Erteilung der Restschuldbefreiung nach 36 Monaten.

Was bedeutet Restschuldbefreiung und welche Schulden werden erlassen?

Die Restschuldbefreiung nach § 301 InsO befreit den Schuldner von allen Verbindlichkeiten, die zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestanden haben und nicht während der Wohlverhaltensperiode getilgt wurden.

Bei 30.000 Euro Gesamtschulden und einer Auszahlung von 7.891,35 Euro an die Gläubiger werden nach 36 Monaten die verbleibenden 22.108,65 Euro erlassen.

Die Restschuldbefreiung gilt für alle Insolvenzgläubiger, auch wenn diese ihre Forderungen nicht angemeldet haben.

Ausgenommen von der Restschuldbefreiung sind nach § 302 InsO bestimmte Forderungen: vorsätzlich begangene unerlaubte Handlungen, Geldbußen und Geldstrafen, Unterhaltspflichten, die der Schuldner vorsätzlich pflichtwidrig nicht erfüllt hat, sowie Steuerschulden aus Steuerstraftaten.

Die Restschuldbefreiung wird nach genau 36 Monaten erteilt, unabhängig davon, ob und in welcher Höhe Zahlungen an die Gläubiger geflossen sind.

Ist man nach drei Jahren Privatinsolvenz automatisch schuldenfrei?

Nicht ganz automatisch, aber nahezu: Nach Ablauf der 36-monatigen Wohlverhaltensperiode prüft das Insolvenzgericht, ob ein Versagungsgrund nach § 290 InsO vorliegt oder ein Gläubiger einen solchen rechtzeitig geltend gemacht hat.

Liegt keiner vor, erteilt das Gericht die Restschuldbefreiung durch Beschluss und erlässt alle zum Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung bestehenden Schulden — bei 30.000 Euro Gesamtschulden und 7.891,35 Euro Zahlung an die Gläubiger wären das 22.108,65 Euro Erlass.

Ausgenommen bleiben nach § 302 InsO bestimmte Forderungen wie vorsätzliche unerlaubte Handlungen, Geldstrafen und vorsätzlich nicht erfüllte Unterhaltspflichten.

Der Gerichtsbeschluss selbst erfolgt deshalb nicht taggenau am Tag 1.096, sondern erst nach einem kurzen Prüfverfahren im Anschluss, das in der Praxis einige Wochen bis wenige Monate dauert.

Schulden, die erst nach der Verfahrenseröffnung neu entstanden sind, etwa durch neue Kredite, fallen ohnehin nicht unter die Restschuldbefreiung.

Kann die Restschuldbefreiung versagt werden?

Ja. Nach § 290 InsO versagt das Insolvenzgericht die Restschuldbefreiung, wenn ein Insolvenzgläubiger, der seine Forderung angemeldet hat, dies beantragt und ein Versagungsgrund vorliegt.

Die wichtigsten Gründe: eine rechtskräftige Verurteilung wegen einer Insolvenzstraftat (§§ 283 bis 283c StGB) zu mehr als 90 Tagessätzen oder mehr als drei Monaten Freiheitsstrafe in den letzten fünf Jahren vor dem Eröffnungsantrag oder danach; vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtige schriftliche Angaben über die wirtschaftlichen Verhältnisse in den letzten drei Jahren, etwa um einen Kredit oder öffentliche Leistungen zu erhalten; das Verschwenden von Vermögen oder das Begründen unangemessener Verbindlichkeiten; sowie verletzte Auskunfts- und Mitwirkungspflichten im Verfahren.

Davon zu unterscheiden sind die Sperrfristen nach § 287a Abs. 2 InsO: Der Antrag auf Restschuldbefreiung ist schon unzulässig, wenn dem Schuldner in den letzten elf Jahren Restschuldbefreiung erteilt oder in den letzten fünf Jahren nach § 297 InsO versagt wurde.

Zwischen dem Ende des Insolvenzverfahrens und dem Ende der Abtretungsfrist kann die Restschuldbefreiung außerdem nach § 296 InsO auf Gläubigerantrag versagt werden, wenn der Schuldner schuldhaft eine Obliegenheit aus § 295 InsO verletzt und dadurch die Befriedigung der Gläubiger beeinträchtigt – etwa wenn er sich nicht um eine angemessene Erwerbstätigkeit bemüht, einen Wohnsitz- oder Arbeitsplatzwechsel nicht anzeigt oder Zahlungen an einzelne Gläubiger statt an den Treuhänder leistet.

Eine bereits erteilte Restschuldbefreiung kann nach § 303 InsO auf Antrag widerrufen werden, zum Beispiel wenn sich nachträglich eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung herausstellt.

Was passiert bei einem Nettoeinkommen unter dem Pfändungsfreibetrag?

Liegt das monatliche Nettoeinkommen unter dem Grundfreibetrag von 1.587,40 Euro, beträgt der pfändbare Betrag null. Der Schuldner behält sein gesamtes Einkommen.

Bei einem Nettoeinkommen von 1.500 Euro und 50.000 Euro Gesamtschulden fließen über die gesamte Wohlverhaltensperiode von 36 Monaten keine Zahlungen an die Gläubiger. Die Insolvenzquote beträgt 0 Prozent.

Dennoch fallen Verfahrenskosten an: im Rechenbeispiel mit fünf Gläubigern 120 Euro Gerichtskosten, 1.332,80 Euro Verwaltervergütung (Mindestvergütung 1.120 Euro zuzüglich Umsatzsteuer) und 333,20 Euro Treuhändervergütung (2 × 140 Euro zuzüglich Umsatzsteuer), zusammen 1.786 Euro.

Kann der Schuldner diese Kosten nicht aufbringen, werden sie auf Antrag nach § 4a InsO gestundet – sie werden also nicht von der Staatskasse übernommen, sondern nach Erteilung der Restschuldbefreiung nach § 4b InsO gegebenenfalls in Raten zurückgefordert.

Die vollständigen 50.000 Euro werden nach Ablauf der 36 Monate im Wege der Restschuldbefreiung erlassen, sofern der Schuldner seine Obliegenheiten nach § 295 InsO erfüllt hat.

Gerichtskosten im Insolvenzverfahren: Was fällt zusätzlich an?

Der Rechner berücksichtigt neben der Treuhändervergütung auch die Gerichtskosten und die Vergütung des Insolvenzverwalters.

Gerichtskosten fallen nach dem GKG auf Antrag des Schuldners als 0,5-Gebühr für das Eröffnungsverfahren (KV 2310) und 2,5-Gebühr für die Durchführung (KV 2320) an, zusammen das 3,0-Fache der einfachen Gebühr.

Maßgeblich ist der Wert der Insolvenzmasse bei Verfahrensende (§ 58 GKG): Der Rechner nimmt dafür die pfändbaren Beträge der ersten 12 Monate an und wendet die Gebührentabelle Anlage 2 zu § 34 GKG (Tabelle A, Stand 2025) an – bis 500 Euro Wert sind es 3 × 40 = 120 Euro, bis 4.000 Euro 3 × 148 = 444 Euro.

Hinzu kommen Auslagen (Zustellung, öffentliche Bekanntmachung), die der Rechner nicht schätzt, und gegebenenfalls Anwaltskosten, die bei Mittellosigkeit über Beratungshilfe ganz oder teilweise übernommen werden können.

Wer die Verfahrenskosten nicht aufbringen kann, beantragt die Stundung nach § 4a InsO; die Kosten werden dann bis zur Restschuldbefreiung gestundet und anschließend, soweit möglich, zurückgefordert.

Welche Obliegenheiten hat der Schuldner während der Wohlverhaltensperiode?

Die Obliegenheiten des Schuldners während der Wohlverhaltensperiode sind in § 295 InsO geregelt und umfassen mehrere Pflichten. Erstens muss der Schuldner den pfändbaren Teil seines Einkommens an den Treuhänder abführen.

Zweitens muss er eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben oder, wenn er arbeitslos ist, sich um eine solche bemühen und darf keine zumutbare Tätigkeit ablehnen.

Drittens muss er jeden Wechsel des Wohnsitzes oder der Beschäftigung dem Insolvenzgericht und dem Treuhänder unverzüglich anzeigen.

Viertens darf er an einzelne Gläubiger keine Sonderzahlungen leisten, sondern muss alle pfändbaren Beträge über den Treuhänder verteilen. Fünftens muss er Vermögenserwerbe von Todes wegen zur Hälfte an den Treuhänder herausgeben.

Verstößt der Schuldner gegen diese Obliegenheiten, kann ein Gläubiger die Versagung der Restschuldbefreiung beantragen. Das Gericht entscheidet dann, ob der Verstoß erheblich genug war, um die Befreiung zu verweigern.

Hinweise

Gerichtskosten im Insolvenzverfahren: GKG KV 2310/2320, Treuhändervergütung InsVV, Stundung § 4a InsO

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Bei einem Nettoeinkommen von 2.000 Euro ohne Unterhaltspflichten, 30.000 Euro Schulden und fünf Gläubigern beträgt die Insolvenzquote 26,3 Prozent: 7.891,35 Euro fließen an die Gläubiger, 22.108,65 Euro werden nach 36 Monaten erlassen. Der größte Hebel ist die Zahl der unterhaltspflichtigen Personen: Mit zwei Unterhaltspflichtigen bei 3.000 Euro Netto und 40.000 Euro Schulden sinkt die Quote auf nur 12,3 Prozent, weil der Freibetrag steigt und der Pfändungssatz von 70 auf 40 Prozent fällt.

Liegt das Einkommen unter dem Grundfreibetrag von 1.587,40 Euro, fließen null Euro an die Gläubiger – die Verfahrenskosten von rund 1.786 Euro (120 Euro Gerichtskosten, 1.332,80 Euro Verwalter, 333,20 Euro Treuhänder) sind dann nicht gedeckt.

Bei fehlendem Vermögen können sie nach § 4a InsO gestundet werden; nach Erteilung der Restschuldbefreiung sind sie zurückzuzahlen (§ 4b InsO), gegebenenfalls in Raten.

Bei 1.500 Euro Netto und 50.000 Euro Schulden beträgt die Quote 0 Prozent, die 50.000 Euro werden erlassen.

Wer die Unterlagen zum Insolvenzantrag über eine Schuldnerberatung oder einen Anwalt erstellen lässt, senkt die Mindestvergütung des Verwalters von 1.400 auf 1.120 Euro; bei 2.000 Euro Netto sind das 16,26 Euro weniger Verfahrenskosten, bei kleinem Masseanteil bis zu 333,20 Euro.

Mit 20 statt 5 Gläubigern steigen die Verfahrenskosten im Default-Beispiel von 2.506,17 auf 2.943,00 Euro.

Die Restschuldbefreiung wird nach 36 Monaten erteilt, unabhängig von der Höhe der Insolvenzquote, sofern der Schuldner seine Obliegenheiten nach § 295 InsO erfüllt hat und kein Versagungsgrund vorliegt.

Gesetzliche Grundlage der Dreijahresfrist ist das Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens vom 22.12.2020 (BGBl. I S. 3328) für Anträge ab dem 01.10.2020.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein Arbeitnehmer mit 2.000 Euro Nettoeinkommen, keinen Unterhaltspflichten, 30.000 Euro Schulden bei fünf Gläubigern und Antragsunterlagen von einer Schuldnerberatung beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Schritt 1 — Pfändbarer Betrag: Grundfreibetrag 1.587,40 Euro, Nettoeinkommen 2.000 Euro. Differenz: 2.000 − 1.587,40 = 412,60 Euro. Pfändungssatz bei null Unterhaltspflichtigen: 70 Prozent.

Pfändbarer Betrag: 412,60 × 70 Prozent = 288,82 Euro monatlich. Schritt 2 — Gesamtzahlung über 36 Monate: 288,82 × 36 = 10.397,52 Euro; davon 3.465,84 Euro Masse im eröffneten Verfahren (12 Monate) und 6.931,68 Euro in der Abtretungsphase.

Schritt 3 — Verfahrenskosten: Gerichtskosten 3 × 148 = 444 Euro; Verwalter 40 Prozent von 3.465,84 = 1.386,34 Euro netto, 1.649,74 Euro brutto; Treuhänder 5 Prozent von 6.931,68 = 346,58 Euro netto, 412,43 Euro brutto. Summe: 2.506,17 Euro.

Schritt 4 — Auszahlung an Gläubiger: 10.397,52 − 2.506,17 = 7.891,35 Euro. Schritt 5 — Insolvenzquote: 7.891,35 ÷ 30.000 × 100 = 26,3 Prozent.

Schritt 6 — Restschuldbefreiung: Nach 36 Monaten werden die verbleibenden 22.108,65 Euro nach § 301 InsO erlassen. Dem Arbeitnehmer stehen während der gesamten Wohlverhaltensperiode monatlich 1.711,18 Euro zum Leben zur Verfügung.

Auslagen des Verwalters und Gerichtsauslagen kommen im Einzelfall hinzu.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Erster Fehler: Bruttoeinkommen statt Nettoeinkommen eingeben. Die Pfändungstabelle nach § 850c ZPO bezieht sich auf das Nettoeinkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben.

Wer das Brutto einsetzt, überschätzt den pfändbaren Betrag und damit die Gesamtzahlung an die Gläubiger erheblich. Zweiter Fehler: Die alte sechsjährige Wohlverhaltensperiode annehmen.

Seit der Verkürzung auf drei Jahre beträgt die Wohlverhaltensperiode nur noch 36 Monate. Wer mit sechs Jahren rechnet, verdoppelt die erwartete Gesamtzahlung. Bei 288,82 Euro pfändbarem Betrag monatlich wären das 20.795,04 Euro statt 10.397,52 Euro.

Dritter Fehler: Die Verfahrenskosten vergessen. Nicht die gesamte Gesamtzahlung fließt an die Gläubiger. Gericht, Verwalter und Treuhänder werden vorrangig bedient.

Bei einer Gesamtzahlung von 10.397,52 Euro gehen im Standardbeispiel 2.506,17 Euro an Gericht und Vergütungen und nur 7.891,35 Euro an die Gläubiger.

Wer nur die Treuhändervergütung ansetzt, überschätzt die Quote um gut sieben Prozentpunkte (33,3 statt 26,3 Prozent). Vierter Fehler: Annehmen, dass eine hohe Quote die Restschuldbefreiung beschleunigt.

Die Restschuldbefreiung wird nach 36 Monaten erteilt, unabhängig von der erzielten Quote. Auch bei 0 Prozent Quote erhält der Schuldner die Befreiung.

Fünfter Fehler: Die Stundung der Verfahrenskosten mit einer Übernahme durch die Staatskasse verwechseln. Nach § 4a InsO werden die Kosten nur gestundet; nach der Restschuldbefreiung können sie nach § 4b InsO zurückgefordert werden.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Privatinsolvenz-Rechner berechnet pfändbaren Betrag, Gesamtzahlung über 36 Monate, Gerichtskosten, Verwalter- und Treuhändervergütung nach InsVV, Auszahlung an Gläubiger, Insolvenzquote und erlassene Schulden nach Restschuldbefreiung.

Rechtsgrundlage sind §§ 286-303 InsO, § 850c ZPO, InsVV, GKG und die Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 80).

Gib Nettoeinkommen, Zahl der Unterhaltspflichtigen, Gesamtschulden und Gläubigerzahl ein, um sofort zu sehen, wie viel während der dreijährigen Wohlverhaltensperiode an die Gläubiger fließt, welche Verfahrenskosten anfallen und welcher Betrag erlassen wird.

Bei 2.000 Euro Netto ohne Unterhaltspflichten und 30.000 Euro Schulden beträgt die Quote 26,3 Prozent: 7.891,35 Euro fließen an die Gläubiger, 2.506,17 Euro gehen an Gericht und Vergütungen, 22.108,65 Euro werden erlassen.

Die Restschuldbefreiung wird nach 36 Monaten erteilt, unabhängig von der Quote.

Die Ergebnisse beruhen auf Annahmen (12 Monate eröffnetes Verfahren, ohne Auslagen) und ersetzen keine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt für Insolvenzrecht oder eine Schuldnerberatung.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Pfändbarer Betrag 0 Euro/Monat | Gesamtzahlung 0 Euro | Verfahrenskosten 1.786 Euro (gestundet) | Auszahlung an Gläubiger 0 Euro | Insolvenzquote 0 % | Erlassene Schulden 50.000 Euro

1.500 Euro Netto, 0 Unterhaltspflichtige, 50.000 Euro Schulden (unter Grundfreibetrag)

Monatliches Nettoeinkommen
1500
Unterhaltspflichtige Personen
Keine
Gesamtschulden
50000
Anzahl Gläubiger
5

Beispiel 2 · Mittel · Pfändbarer Betrag 192,94 Euro/Monat | Gesamtzahlung 6.945,84 Euro | Verfahrenskosten 2.042,50 Euro | Auszahlung an Gläubiger 4.903,34 Euro | Insolvenzquote 12,3 % | Erlassene Schulden 35.096,66 Euro

3.000 Euro Netto, 2 Unterhaltspflichtige, 40.000 Euro Schulden

Monatliches Nettoeinkommen
3000
Unterhaltspflichtige Personen
2 Personen
Gesamtschulden
40000
Anzahl Gläubiger
5

Beispiel 3 · Komplex · Verfahrenskosten 2.943 Euro | Auszahlung an Gläubiger 7.454,52 Euro | Insolvenzquote 24,8 %

Mehr Gläubiger, mehr Kosten – 2.000 Euro Netto, 20 Gläubiger

Monatliches Nettoeinkommen
2000
Unterhaltspflichtige Personen
Keine
Gesamtschulden
30000
Anzahl Gläubiger
20

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  • Zeitstrahl einer Verbraucherinsolvenz: Eröffnung, 36 Monate bis zur Restschuldbefreiung mit monatlicher Abführung des pfändbaren Betrags, Verfahrenskosten und Restschuldbefreiung am Ende.

    Ablauf der Privatinsolvenz: 36 Monate Wohlverhaltensperiode

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  • Flussdiagramm der Geldverteilung bei Privatinsolvenz: 10.397,52 € Gesamtzahlung abzüglich 2.506,17 € Verfahrenskosten ergibt 7.891,35 € an Gläubiger bei 30.000 € Schulden, Insolvenzquote 26,3 Prozent, 22.108,65 € Restschuld erlassen.

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Berechnung basiert auf der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (gültig ab 01.07.2026) und den InsVV-Sätzen für die Treuhändervergütung. Die Ergebnisse dienen als Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung oder Schuldnerberatung.

Quelle: InsO §§ 286–303, § 4a/4b InsO, § 850c ZPO, Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 80), InsVV §§ 2, 7, 13, 14, GKG KV 2310/2320 und Anlage 2 (Tabelle A)

Stand: 2026-10-02

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
02. Oktober 2026
Fachbereich
Finanzen / Recht & Gebühren
Formeln basieren auf
§ 850c ZPO + Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 80) + InsVV (Treuhändervergütung) + InsO §§ 286–303 (Restschuldbefreiung, dreijährige Abtretungsfrist nach § 287 Abs. 2 InsO seit dem Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens vom 22.12.2020)
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Privatinsolvenz-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/recht-gebuehren/privatinsolvenz-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Privatinsolvenz-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/recht-gebuehren/privatinsolvenz-rechner

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