Praxisfall Personalplanung: Eine Abteilungsleiterin hat ein Team aus fünf Personen mit unterschiedlichen Arbeitszeiten: zwei Vollzeitkräfte mit je 40 Stunden, eine 30-Stunden-Kraft, eine 20-Stunden-Kraft und ein Minijobber mit 10 Stunden pro Woche.
Vollzeitbasis im Unternehmen: 40 Stunden. Die einzelnen FTE-Werte: 1,0 + 1,0 + 0,75 + 0,5 + 0,25 = 3,5 FTE gesamt bei einem Headcount von 5.
Die Abteilungsleiterin sieht damit, dass ihr Team trotz fünf Personen nur die Kapazität von 3,5 Vollzeitstellen hat. Das gesamte Team leistet 40 + 40 + 30 + 20 + 10 = 140 Wochenstunden. Für den Stellenplan des nächsten Jahres sind 5,0 FTE vorgesehen.
Im Modus FTE zu Personen prüft sie: Bei geplanten 25 Wochenstunden pro neuer Stelle und 40 Stunden Vollzeitbasis benötigt sie für die fehlenden 1,5 FTE genau 60 zusätzliche Wochenstunden, also 60 / 25 = 2,4, aufgerundet 3 neue Teilzeitkräfte.
Der Fall zeigt, warum das FTE in der Personalplanung unverzichtbar ist: Es macht heterogene Arbeitszeitmodelle in einer einzigen Kennzahl vergleichbar und ermöglicht eine präzise Planung von Stellenbudgets, Personalschlüsseln und Fördermittelanträgen.
Eine zweite typische Anwendung ist der öffentliche Dienst: Ein Sachgebiet mit einer Vollzeitbasis von 39 Stunden (TVöD) hat drei Mitarbeiter mit je 30 Wochenstunden. Pro Person ergibt das 30 / 39 = 0,77 FTE, in Summe 2,31 FTE.
Die Differenz zu 3,0 FTE, die der Stellenplan vorsieht, beträgt 0,69 FTE und entspricht rund 27 zusätzlichen Wochenstunden.