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FTE-Rechner: Vollzeitäquivalent berechnen

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Kurzantwort

FTE-Rechner: Wochenstunden und Mitarbeiterzahl eingeben – Vollzeitäquivalent (Full Time Equivalent) und Auslastung sofort berechnen. Auch umgekehrt: FTE in Personenanzahl umrechnen.

FTE berechnen: Wochenstunden und Mitarbeiterzahl eingeben

Kilian AchatzFachredaktion Finanzen
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Rechenbasis

Annahmen und Grenzen

Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.

2 Annahmen und 2 Grenzen

Annahmen

  • Vollzeit-Wochenstunden: 40 h als Standardwert (nach TVöD 39 h, nach IGM 35 h).
  • FTE = 1,0 entspricht einer vollen Arbeitsstelle.

Grenzen

  • Überstunden, Urlaub und Fehlzeiten werden nicht berücksichtigt.
  • Branchenspezifische Regelarbeitszeiten müssen manuell eingestellt werden.

Stand der Prüfung: Definition nach internationaler Arbeitszeitstatistik (ILO, Destatis).

Überblick

Was ist ein Vollzeitäquivalent (FTE)?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Was ist ein FTE und wie viele Vollzeitstellen stecken in meinem Team? Der FTE-Rechner beantwortet diese Kernfrage der Personalplanung.

FTE steht für Full Time Equivalent, auf Deutsch Vollzeitäquivalent oder VZÄ — beide Abkürzungen bezeichnen dieselbe Kennzahl und werden im deutschsprachigen Raum gleichbedeutend verwendet.

Sie drückt die Arbeitskapazität einer oder mehrerer Personen als Bruchteil einer Vollzeitstelle aus. Die Formel lautet: FTE = tatsächliche Wochenstunden geteilt durch die Vollzeit-Wochenstunden der jeweiligen Branche oder des Tarifvertrags.

Eine Teilzeitkraft mit 30 Stunden pro Woche bei einer Vollzeitbasis von 40 Stunden entspricht damit 0,75 FTE.

Der Rechner arbeitet in zwei Richtungen: Im ersten Modus gibst du die tatsächlichen Wochenstunden und die Anzahl der Mitarbeiter ein und erhältst das FTE-Gesamt, das FTE pro Person sowie die Auslastung in Prozent.

Im zweiten Modus gibst du einen FTE-Zielwert vor und erfährst, wie viele Personen mit einer bestimmten Wochenstundenzahl nötig sind, um dieses Budget zu decken.

Das Ergebnis eignet sich für Personalcontrolling, Stellenplanung, Kapazitätsvergleiche und Fördermittelanträge, bei denen Stellen in FTE angegeben werden müssen.

Der Rechner richtet sich an Personalverantwortliche, Selbstständige mit Angestellten, Projektleiter und alle, die Teilzeit- und Vollzeitstellen in eine einheitliche Vergleichsgröße übersetzen wollen.

Entscheidend ist dabei die Wahl der richtigen Vollzeitbasis: Im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) gelten 39 Wochenstunden als Vollzeit, in der Metall- und Elektroindustrie (IGM) nur 35 Stunden.

Die OECD verwendet FTE-Werte auch international für Arbeitsmarktvergleiche.

Eingaben

Wochenstunden und Mitarbeiterzahl eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du wählst zunächst den Berechnungsmodus: Stunden zu FTE oder FTE zu Personen. Im Modus Stunden zu FTE gibst du die tatsächlichen Wochenstunden pro Mitarbeiter, die Anzahl der Mitarbeiter und die Vollzeit-Wochenstunden deiner Branche ein.

Typische Vollzeitwerte sind 40 Stunden (Privatwirtschaft), 39 Stunden (öffentlicher Dienst nach TVöD) oder 35 Stunden (Metall- und Elektroindustrie nach IGM-Tarifvertrag).

Im Modus FTE zu Personen gibst du den gewünschten FTE-Wert, die geplanten Stunden pro Person und die Vollzeit-Wochenstunden ein.

Achte darauf, dass die Vollzeit-Wochenstunden zu deiner Branche und deinem Tarifvertrag passen, denn sie bestimmen den Nenner der Berechnung und damit das gesamte Ergebnis.

Trägst du 40 statt 39 Stunden ein, verschiebt sich der FTE-Wert bei gleicher Teilzeit spürbar nach unten. Im öffentlichen Dienst ergibt eine 30-Stunden-Stelle bei 39 Stunden Vollzeitbasis ein FTE von 0,77, bei 40 Stunden Basis dagegen nur 0,75.

Die Vollzeitbasis ist keine frei wählbare Zahl, sondern ergibt sich aus dem geltenden Tarifvertrag, der betrieblichen Regelung oder dem Arbeitsvertrag. Die Stunden pro Person im zweiten Modus sind die tatsächlich geplante Wochenarbeitszeit je Stelle.

Stelle sicher, dass du hier die vertragliche oder geplante Arbeitszeit einträgst, nicht die Anwesenheitszeit inklusive Pausen.

Praxisfälle

FTE nach Arbeitszeitmodell und Tarifbereich berechnen

Sechs Rechenbeispiele für typische Arbeitszeitmodelle — jede Zahl direkt mit dem Rechner oben nachvollziehbar.

  1. FTE einer 75-%-Teilzeitstelle: 0,75 bei 30 von 40 Stunden

    „Wie viele FTE sind 30 Stunden?“

    Eingabe
    Modus „Stunden → FTE“, Wochenstunden 30, Vollzeit-Wochenstunden 40
    Ergebnis
    FTE gesamt 0,75, Auslastung 75 %
  2. FTE eines Minijobs: 0,25 bei 10 Wochenstunden

    „Welches FTE (VZÄ) hat ein Minijob mit 10 Stunden?“

    Eingabe
    Modus „Stunden → FTE“, Wochenstunden 10, Vollzeit-Wochenstunden 40
    Ergebnis
    FTE gesamt 0,25, Auslastung 25 %
  3. FTE im öffentlichen Dienst (TVöD): 0,641 bei 25 von 39 Stunden

    „Wie berechne ich FTE im öffentlichen Dienst mit 39 Wochenstunden?“

    Eingabe
    Modus „Stunden → FTE“, Wochenstunden 25, Vollzeit-Wochenstunden 39
    Ergebnis
    FTE gesamt 0,641 (bei 40-Stunden-Basis wären es nur 0,625)
  4. FTE einer Ausbildungsstelle: 0,875 bei 35 Wochenstunden

    „Welches FTE hat eine Ausbildungsstelle mit 35 Stunden?“

    Eingabe
    Modus „Stunden → FTE“, Wochenstunden 35, Vollzeit-Wochenstunden 40
    Ergebnis
    FTE gesamt 0,875, Auslastung 87,5 %
  5. Personalbedarf für 2,0 FTE: 2,5 Teilzeitkräfte bei 32 Stunden

    „Wie viele Teilzeitkräfte brauche ich für ein FTE-Budget von 2,0?“

    Eingabe
    Modus „FTE → Personen“, FTE-Wert 2, Stunden pro Person 32, Vollzeit-Wochenstunden 40
    Ergebnis
    Benötigte Personen 2,5, Auslastung pro Person 80 %

    Arbeitgeberkosten-Rechner

  6. IGM-Vollzeit (35 h): dieselbe Stelle, anderes FTE als bei 40-h-Basis

    „Warum ist 1 FTE in der Metall- und Elektroindustrie nicht gleich 40 Stunden?“

    Eingabe
    Modus „Stunden → FTE“, Wochenstunden 35, Vollzeit-Wochenstunden 35
    Ergebnis
    FTE gesamt 1,0 (volle Stelle bei IGM-Tarif bereits ab 35 Wochenstunden)

Berechnung

FTE Formel: Vollzeitäquivalent und Personenbedarf berechnen

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung ist in beiden Modi direkt nachvollziehbar. Modus 1 (Stunden zu FTE): FTE pro Person = Wochenstunden geteilt durch Vollzeit-Wochenstunden.

FTE gesamt = FTE pro Person mal Anzahl Mitarbeiter. Auslastung in Prozent = FTE pro Person mal 100. Stunden gesamt = Wochenstunden mal Anzahl Mitarbeiter. Rechenbeispiel Modus 1: Drei Mitarbeiter mit je 20 Stunden pro Woche, Vollzeitbasis 40 Stunden.

FTE pro Person = 20 / 40 = 0,50. FTE gesamt = 0,50 x 3 = 1,50. Auslastung = 50 %. Stunden gesamt = 20 x 3 = 60 Stunden. Das bedeutet: Die drei Teilzeitkräfte entsprechen zusammen 1,5 Vollzeitstellen.

Modus 2 (FTE zu Personen): Stunden gesamt = FTE mal Vollzeit-Wochenstunden. Personenanzahl = Stunden gesamt geteilt durch Stunden pro Person. Auslastung pro Person = Stunden pro Person geteilt durch Vollzeit-Wochenstunden mal 100.

Rechenbeispiel Modus 2: FTE-Budget 2,5, geplante Stunden pro Person 20, Vollzeitbasis 40 Stunden. Stunden gesamt = 2,5 x 40 = 100 Stunden. Personenanzahl = 100 / 20 = 5 Personen. Auslastung pro Person = 20 / 40 x 100 = 50 %.

Ein Budget von 2,5 FTE erfordert also fünf Personen mit je 20 Wochenstunden. An der Formel wird ein wichtiger Zusammenhang sichtbar: Die Vollzeitbasis steht im Nenner und bestimmt damit, wie viel eine einzelne Arbeitsstunde in FTE wiegt.

Bei 35 Stunden Vollzeitbasis (IGM) zählt jede Stunde mehr als bei 40 Stunden Basis, sodass dieselbe Teilzeitkraft einen höheren FTE-Wert erhält.

FTE-Formel: Vollzeitäquivalent gleich Wochenstunden geteilt durch Vollzeit-Stunden; Personenanzahl gleich FTE mal Vollzeit-Stunden geteilt durch Stunden pro Person.
Vollzeitäquivalent (FTE) als Quotient aus Wochenstunden und Vollzeit-Arbeitszeit. Umkehrformel für die Personalbedarfsermittlung.

Nachschlagen

Teilzeitmodelle und ihre FTE-Werte

Schnell nachschlagen – ohne selbst zu rechnen.

Typische Arbeitszeitmodelle mit den zugehörigen Vollzeitäquivalenten (FTE) bei verschiedenen Vollzeit-Wochenstunden. Berechnet mit dem FTE-Rechner. FTE = Wochenstunden / Vollzeit-Wochenstunden. Vollzeitbasis variiert nach Branche und Tarifvertrag.
ArbeitszeitmodellStunden/Woche (h)Vollzeit-Basis (h)FTEAuslastung (%)
Vollzeit (Privatwirtschaft)40401,0000100
80-%-Teilzeit32400,800080
75-%-Teilzeit30400,750075
Halbtags20400,500050
Minijob (10 h)10400,250025
OeD Vollzeit (TVOeD)39391,0000100
IGM Vollzeit (35 h)35351,0000100
OeD Teilzeit 80 %31,2390,800080

FTE wird im deutschsprachigen Raum auch als VZÄ (Vollzeitäquivalent) bezeichnet - beide Begriffe meinen dieselbe Kennzahl. Bei 40 Wochenstunden Vollzeitbasis entspricht 1,0 FTE rechnerisch 2.080 Stunden im Jahr (40 x 52 Wochen), bei 39 Stunden (TVöD) 2.028 Stunden, bei 35 Stunden (IGM) 1.820 Stunden - ohne Abzug von Urlaub und Feiertagen.

Expertenmodus

Häufige Fragen zum FTE-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist ein FTE (Full Time Equivalent) und was bedeutet VZÄ?

FTE steht für Full Time Equivalent, auf Deutsch Vollzeitäquivalent — im deutschsprachigen Raum auch als VZÄ abgekürzt, beide Begriffe meinen dieselbe Kennzahl.

Sie drückt die Arbeitskapazität einer oder mehrerer Personen als Bruchteil einer Vollzeitstelle aus: Eine Person mit 40 Wochenstunden bei 40 Stunden Vollzeitbasis hat ein FTE von 1,0, eine Teilzeitkraft mit 20 Stunden ein FTE von 0,5.

Im Personalcontrolling, in Stellenplänen, Fördermittelanträgen und internationalen Statistiken ist die Angabe in FTE beziehungsweise VZÄ Standard, weil sie unterschiedliche Arbeitszeitmodelle vergleichbar macht.

Im Unterschied zum Headcount, der nur Köpfe zählt, misst FTE die dahinterliegende Kapazität. Zehn Halbtagskräfte mit je 20 Stunden ergeben einen Headcount von 10, aber nur 5,0 FTE bei 40 Stunden Vollzeitbasis.

Wie viele FTE sind 30 Stunden?

Bei einer Vollzeitbasis von 40 Stunden entsprechen 30 Wochenstunden einem FTE von genau 0,75 — der Rechner oben bestätigt das mit Auslastung 75 Prozent.

Die Formel lautet: FTE = Wochenstunden geteilt durch Vollzeit-Wochenstunden, also 30 geteilt durch 40 = 0,75.

Bei einer anderen Vollzeitbasis verschiebt sich der Wert: Im öffentlichen Dienst mit 39 Stunden Vollzeitbasis ergeben 30 Stunden ein FTE von 0,77, in der Metall- und Elektroindustrie mit 35 Stunden Vollzeitbasis sogar 0,857.

Die Vollzeitbasis ist deshalb immer mitzugeben, wenn ein FTE-Wert genannt wird, sonst lässt sich der Anteil an einer vollen Stelle nicht beurteilen.

30 Wochenstunden entsprechen in der Praxis oft einer 75-Prozent-Teilzeitstelle, wie sie in Stellenausschreibungen oder Arbeitsverträgen explizit benannt wird.

Wie viele Stunden im Jahr entspricht 1 FTE?

Bei einer Vollzeitbasis von 40 Wochenstunden entspricht 1,0 FTE rechnerisch 2.080 Stunden im Jahr (40 Stunden mal 52 Wochen). Diese Jahresstundenzahl wird in der Personalplanung häufig als Divisor für Jahresbudgets oder Projektstunden verwendet.

Bei 39 Stunden Vollzeitbasis (TVöD) sind es 2.028 Jahresstunden, bei 35 Stunden (IGM-Tarifbereich) 1.820 Stunden.

Abzüglich Urlaub und Feiertagen liegt die tatsächlich arbeitbare Jahresarbeitszeit in Deutschland niedriger, meist zwischen 1.600 und 1.750 Stunden netto — dieser Rechner bildet ausschließlich die vertragliche Bruttowochenarbeitszeit ab und rechnet keine Abwesenheiten heraus.

Für die reine FTE-Umrechnung zwischen Wochen- und Jahresbasis reicht die Multiplikation mit 52 Wochen, weil sich der Bruchteil einer Vollzeitstelle dadurch nicht ändert.

Wie berechne ich den FTE-Wert einer Teilzeitkraft?

Die Formel lautet: FTE = Wochenstunden geteilt durch Vollzeit-Wochenstunden. Beispiel: Eine Mitarbeiterin arbeitet 30 Stunden pro Woche, die Vollzeitbasis im Unternehmen beträgt 40 Stunden.

Ihr FTE-Wert ist 30 geteilt durch 40 = 0,75, sie deckt also 75 Prozent einer Vollzeitstelle ab. Bei mehreren Mitarbeitern addierst du die einzelnen FTE-Werte: Drei Personen mit je 0,75 FTE ergeben zusammen 2,25 FTE.

Der Rechner übernimmt diese Schritte im Modus Stunden zu FTE und zeigt zusätzlich die Auslastung in Prozent sowie die gesamten Wochenstunden an.

Entscheidend ist die richtige Vollzeitbasis: im öffentlichen Dienst nach TVöD 39 Stunden, in der Metall- und Elektroindustrie nach IGM-Tarifvertrag 35 Stunden, in der Privatwirtschaft meist 40 Stunden.

Dieselbe 30-Stunden-Kraft hat bei 39 Stunden Basis ein FTE von 0,77 statt 0,75.

Was ist der Unterschied zwischen FTE und Headcount?

Der Headcount zählt die Anzahl der beschäftigten Personen, unabhängig davon, ob sie Vollzeit oder Teilzeit arbeiten. Das FTE misst dagegen die tatsächliche Arbeitskapazität, normiert auf eine Vollzeitstelle.

Ein Team mit zehn Teilzeitkräften zu je 20 Wochenstunden hat einen Headcount von 10, aber nur 5,0 FTE bei einer Vollzeitbasis von 40 Stunden.

Beide Kennzahlen haben ihren Platz: Der Headcount ist relevant für Personalverwaltung und Sozialversicherungsmeldungen, das FTE für Kapazitätsplanung, Stellenbudgets und Fördermittelanträge.

In der Praxis führt die Verwechslung beider Kennzahlen regelmäßig zu Fehleinschätzungen: Wer nur den Headcount betrachtet, überschätzt die verfügbare Kapazität eines Teams mit vielen Teilzeitkräften.

Erst das FTE zeigt, ob die tatsächliche Arbeitsleistung den Bedarf deckt — viele Unternehmen weisen deshalb beide Werte nebeneinander aus.

Ist ein Minijob ein Vollzeitäquivalent (VZÄ)?

Ein Minijob ist kein eigenes Vollzeitäquivalent, sondern wird wie jede andere Teilzeitstelle in einen FTE-Bruchteil umgerechnet.

Bei einer typischen Minijob-Wochenarbeitszeit von 10 Stunden und einer Vollzeitbasis von 40 Stunden ergibt sich ein FTE von 0,25, bestätigt durch den Rechner oben.

Ein Minijob mit maximal 603 Euro Verdienst im Monat (Minijob-Grenze 2026) entspricht je nach Stundenlohn unterschiedlichen Wochenstunden und damit unterschiedlichen FTE-Werten — die Minijob-Grenze selbst ist eine Lohngrenze, keine Stundengrenze.

Für Stellenpläne und Personalstatistiken zählt ausschließlich die vereinbarte Wochenarbeitszeit im Verhältnis zur Vollzeitbasis, nicht der Beschäftigungsstatus.

Mehrere Minijobs derselben Person addieren sich wie jede andere Teilzeitstelle zu einem gemeinsamen FTE-Wert, sofern sie beim selben Arbeitgeber gezählt werden.

Wie berechne ich, wie viele Teilzeitkräfte ich für ein FTE-Budget brauche?

Im Modus FTE zu Personen gibst du einen FTE-Zielwert und die geplanten Wochenstunden pro Person ein, der Rechner ermittelt die benötigte Personenanzahl.

Die Formel lautet: Stunden gesamt = FTE mal Vollzeit-Wochenstunden, dann Personenanzahl = Stunden gesamt geteilt durch Stunden pro Person.

Beispiel: Ein Stellenplan sieht 2,0 FTE vor, geplant sind Teilzeitkräfte mit je 32 Wochenstunden bei 40 Stunden Vollzeitbasis. Stunden gesamt = 2,0 mal 40 = 80 Stunden, Personenanzahl = 80 geteilt durch 32 = 2,5.

Für ein Budget von 2,0 FTE werden also 2,5 Teilzeitkräfte mit je 32 Stunden benötigt — in der Praxis rundest du auf 3 Personen auf oder planst eine Person mit abweichender Stundenzahl.

Diese Rückwärtsrechnung ist besonders nützlich für Stellenausschreibungen, bei denen ein FTE-Budget vorgegeben ist und die passende Kombination aus Stundenzahl und Personenanzahl gefunden werden muss.

Wie rechne ich FTE im öffentlichen Dienst mit 39 Wochenstunden?

Im öffentlichen Dienst nach TVöD beträgt die reguläre Wochenarbeitszeit 39 Stunden; diese 39 Stunden trägst du als Vollzeit-Wochenstunden in den Rechner ein.

Eine Vollzeitkraft hat damit ein FTE von 39 geteilt durch 39 = 1,00, eine Teilzeitkraft mit 25 Stunden ergibt 25 geteilt durch 39 = 0,641. Das ist ein anderer Wert als bei 40 Stunden Vollzeitbasis, wo dieselbe 25-Stunden-Stelle nur 0,625 FTE ergäbe.

Der Unterschied von 0,016 FTE pro Person summiert sich bei größeren Teams spürbar und kann Stellenpläne verfälschen, wenn die falsche Basis verwendet wird.

Bei Beamten können je nach Bundesland und Laufbahn 40 oder 41 Wochenstunden gelten, deshalb immer den konkreten Tarifvertrag oder die Dienstvereinbarung prüfen, bevor die Vollzeitbasis festgelegt wird.

Welches FTE hat eine Ausbildungsstelle oder ein Werkstudentenjob?

Eine Ausbildungsstelle mit 35 Wochenstunden hat bei 40 Stunden Vollzeitbasis ein FTE von 0,875, bestätigt durch den Rechner oben.

Azubis werden in vielen Betrieben dennoch als volle Stelle im Stellenplan geführt, weil die Ausbildungsvergütung und der Betreuungsaufwand unabhängig vom rechnerischen FTE-Wert anfallen — hier lohnt sich eine getrennte Ausweisung von FTE-Kapazität und Stellenanzahl.

Werkstudenten arbeiten meist 20 Wochenstunden während des Semesters, was einem FTE von 0,5 entspricht, und entsprechend mehr in der vorlesungsfreien Zeit.

Für die Personalkostenplanung ist relevant, dass sowohl Azubis als auch Werkstudenten eigene sozialversicherungsrechtliche Regelungen haben, die unabhängig vom FTE-Wert gelten.

Der FTE-Rechner bildet ausschließlich die zeitliche Kapazität ab, nicht die arbeitsrechtliche Einordnung der Beschäftigungsform.

Hinweise

FTE und Headcount richtig einordnen

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Vier praktische Hinweise für die Personalplanung mit FTE. Erstens: Verwende immer die tarifvertraglich oder betrieblich geltende Vollzeitstundenzahl als Basis, nicht pauschal 40 Stunden.

Im öffentlichen Dienst (TVöD) gelten 39 Wochenstunden, in der Metall- und Elektroindustrie (IGM) 35 Stunden. Eine falsche Basis verschiebt alle FTE-Werte systematisch und verfälscht Stellenpläne, Personalschlüssel und Fördermittelanträge.

Zweitens: Unterscheide FTE von Headcount. Der Headcount zählt Köpfe, das FTE misst Kapazität. Zehn Mitarbeiter mit je 20 Wochenstunden ergeben einen Headcount von 10, aber nur 5,0 FTE bei 40 Stunden Vollzeitbasis.

Für die Personalkostenplanung ist der Headcount relevant, für die Kapazitätsplanung das FTE. Was ist ein guter FTE-Wert?

Das hängt von der Branche ab: In der Gastronomie liegt der Durchschnitt bei 0,5 bis 0,7 FTE wegen vieler Teilzeitkräfte, im Ingenieurwesen eher bei 0,9 bis 1,0.

Drittens: Nutze den Rechner für Kapazitätsvergleiche zwischen Abteilungen oder Standorten.

Erst das FTE macht heterogene Teilzeitmodelle vergleichbar und zeigt, ob ein Team mit vielen Teilzeitkräften dieselbe Kapazität hat wie eines mit weniger Vollzeitkräften.

Viertens: In Fördermittelanträgen und Personalstatistiken wird häufig die Angabe in FTE verlangt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) erhebt die durchschnittliche Normalarbeitszeit je Branche; der dort ausgewiesene Wert ist eine belastbare Quelle für die richtige Vollzeitbasis.

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine arbeitsrechtliche Beratung.

Anwendung

FTE Beispiel: Personalplanung und Stellenbudget

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall Personalplanung: Eine Abteilungsleiterin hat ein Team aus fünf Personen mit unterschiedlichen Arbeitszeiten: zwei Vollzeitkräfte mit je 40 Stunden, eine 30-Stunden-Kraft, eine 20-Stunden-Kraft und ein Minijobber mit 10 Stunden pro Woche.

Vollzeitbasis im Unternehmen: 40 Stunden. Die einzelnen FTE-Werte: 1,0 + 1,0 + 0,75 + 0,5 + 0,25 = 3,5 FTE gesamt bei einem Headcount von 5.

Die Abteilungsleiterin sieht damit, dass ihr Team trotz fünf Personen nur die Kapazität von 3,5 Vollzeitstellen hat. Das gesamte Team leistet 40 + 40 + 30 + 20 + 10 = 140 Wochenstunden. Für den Stellenplan des nächsten Jahres sind 5,0 FTE vorgesehen.

Im Modus FTE zu Personen prüft sie: Bei geplanten 25 Wochenstunden pro neuer Stelle und 40 Stunden Vollzeitbasis benötigt sie für die fehlenden 1,5 FTE genau 60 zusätzliche Wochenstunden, also 60 / 25 = 2,4, aufgerundet 3 neue Teilzeitkräfte.

Der Fall zeigt, warum das FTE in der Personalplanung unverzichtbar ist: Es macht heterogene Arbeitszeitmodelle in einer einzigen Kennzahl vergleichbar und ermöglicht eine präzise Planung von Stellenbudgets, Personalschlüsseln und Fördermittelanträgen.

Eine zweite typische Anwendung ist der öffentliche Dienst: Ein Sachgebiet mit einer Vollzeitbasis von 39 Stunden (TVöD) hat drei Mitarbeiter mit je 30 Wochenstunden. Pro Person ergibt das 30 / 39 = 0,77 FTE, in Summe 2,31 FTE.

Die Differenz zu 3,0 FTE, die der Stellenplan vorsieht, beträgt 0,69 FTE und entspricht rund 27 zusätzlichen Wochenstunden.

Fallstricke

FTE berechnen: Häufige Fehler

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Verwendung einer falschen Vollzeitbasis. Wer pauschal 40 Stunden ansetzt, obwohl der geltende Tarifvertrag 39 oder 35 Stunden vorsieht, berechnet systematisch zu niedrige FTE-Werte und unterschätzt die vorhandene Personalkapazität.

Der zweite Fehler ist die Verwechslung von FTE und Headcount: Fünf FTE bedeuten nicht fünf Köpfe, sondern die Arbeitskapazität von fünf Vollzeitstellen, verteilt auf beliebig viele Personen.

Drittens werden Überstunden häufig in die Wochenstunden eingerechnet, was den FTE-Wert über 1,0 treibt und die reguläre Kapazität verfälscht. Für die Personalplanung sollte ausschließlich die vertragliche Arbeitszeit herangezogen werden.

Viertens vergessen viele, dass der FTE-Wert branchenspezifisch ist: Eine 35-Stunden-Kraft ist bei einer IGM-Vollzeitbasis von 35 Stunden exakt 1,0 FTE, bei einer 40-Stunden-Basis dagegen nur 0,875 FTE.

Wer FTE-Werte zwischen verschiedenen Tarifbereichen vergleicht, muss deshalb immer die jeweilige Vollzeitbasis mitangeben.

Fünftens wird bei gemischten Teams aus Vollzeit- und Teilzeitkräften gern vergessen, alle Personen mit derselben Vollzeitbasis zu rechnen.

Nutzt ein Team zwei verschiedene Tarifverträge, müssen die FTE-Werte getrennt berechnet und erst danach addiert werden.

Schließlich wird der FTE-Wert manchmal als Produktivitätskennzahl missverstanden, obwohl er ausschließlich die zeitliche Kapazität misst: Zwei Personen mit je 0,5 FTE leisten nicht automatisch dasselbe wie eine mit 1,0 FTE.

Nächster Schritt

FTE, VZÄ und Personenbedarf im Überblick

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der FTE-Rechner übersetzt individuelle Arbeitszeiten in die standardisierte Kennzahl Vollzeitäquivalent und macht damit heterogene Teilzeitmodelle vergleichbar.

Im Modus Stunden zu FTE erfährst du, wie viele Vollzeitstellen dein Team rechnerisch besetzt; im Modus FTE zu Personen planst du umgekehrt, wie viele Teilzeitkräfte ein FTE-Budget füllen.

Achte stets auf die richtige Vollzeitbasis: 40 Stunden in der Privatwirtschaft, 39 Stunden im TVöD, 35 Stunden im IGM-Tarifbereich.

Für die nächste Entscheidung empfiehlt sich, den FTE-Wert regelmäßig mit dem Stellenplan abzugleichen, um Über- oder Unterbesetzung frühzeitig zu erkennen. Wer den Personalaufwand in Euro umrechnen will, findet im Arbeitgeberkosten-Rechner die Gesamtkosten je Mitarbeiter.

Für die Ermittlung des Stundenlohns hilft der Stundenlohn-Rechner. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine arbeitsrechtliche Beratung.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Praxisbeispiel

Beispiel: Teilzeitkraft 30 h/Woche

Berechnungsrichtung
Stunden zu FTE
Wochenstunden pro Mitarbeiter
30 h
Anzahl Mitarbeiter
1
Vollzeit-Wochenstunden
40 h

Ergebnis: FTE gesamt 0,75, Auslastung 75 %, Stunden gesamt 30

Eine Teilzeitkraft mit 30 Wochenstunden bei 40 Stunden Vollzeitbasis entspricht 0,75 FTE (auch VZÄ genannt) — sie deckt drei Viertel einer Vollzeitstelle ab.

Beispiel 1 · Einfach · FTE gesamt 0,75, FTE pro Person 0,25, Auslastung 25 %, Stunden gesamt 30

3 Minijobber mit je 10 h/Woche

Berechnungsrichtung
Stunden zu FTE
Wochenstunden pro Mitarbeiter
10 h
Anzahl Mitarbeiter
3
Vollzeit-Wochenstunden
40 h

Beispiel 2 · Mittel · Personenanzahl 2,5, Stunden gesamt 80, Auslastung pro Person 80 %

FTE-Budget 2,0 in Personen umrechnen (32 h/Person)

Berechnungsrichtung
FTE zu Personen
FTE-Wert
2
Stunden pro Person
32 h
Vollzeit-Wochenstunden
40 h

Beispiel 3 · Komplex · FTE gesamt 0,641, Auslastung 64,1 %

Öffentlicher Dienst (TVöD, 39 h Basis): 25 h ergeben 0,641 FTE

Berechnungsrichtung
Stunden zu FTE
Wochenstunden pro Mitarbeiter
25 h
Anzahl Mitarbeiter
1
Vollzeit-Wochenstunden
39 h

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Weiternutzung

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  • Horizontale Balken zeigen typische Arbeitszeitmodelle mit dem jeweiligen FTE-Wert: Vollzeit 40 h gleich 1,0 FTE, 80-Prozent-Teilzeit 32 h gleich 0,8 FTE, 75-Prozent-Teilzeit 30 h gleich 0,75 FTE, Halbtags 20 h gleich 0,5 FTE, Minijob 10 h gleich 0,25 FTE.

    Teilzeitmodelle und ihre FTE-Werte

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/fte-rechner">Teilzeitmodelle und ihre FTE-Werte auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/fte-rechner
  • Drei Varianten für 3 FTE Stellen: Variante A 3 Vollzeitkräfte zu je 40 Stunden, Variante B 4 Teilzeitkräfte zu je 30 Stunden, Variante C 6 Halbtagskräfte zu je 20 Stunden. Alle ergeben 120 Wochenstunden und damit 3,00 FTE.

    FTE-Personalplanung: Besetzungsvarianten

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           alt="Drei Varianten für 3 FTE Stellen: Variante A 3 Vollzeitkräfte zu je 40 Stunden, Variante B 4 Teilzeitkräfte zu je 30 Stunden, Variante C 6 Halbtagskräfte zu je 20 Stunden. Alle ergeben 120 Wochenstunden und damit 3,00 FTE."
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/fte-rechner">FTE-Personalplanung: Besetzungsvarianten auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/fte-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Vollzeit-Wochenstunden variieren nach Branche und Tarifvertrag. Die Standardeinstellung von 40 Stunden entspricht dem allgemeinen Richtwert. Für tarifgebundene Stellen die tatsächliche Wochenarbeitszeit verwenden.

Quelle: Destatis Normalarbeitszeit, ILO-Definition

Stand: 2026-10-02

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
02. Oktober 2026
Fachbereich
Finanzen / Selbstständigkeit
Formeln basieren auf
FTE = Wochenstunden / Vollzeit-Wochenstunden. Personen = (FTE × Vollzeit-Stunden) / Stunden pro Person.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). FTE-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/fte-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. FTE-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/selbststaendigkeit/fte-rechner

Werbestatus

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