Überblick
Was ist der ADR-Check: 1000-Punkte-Regel?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die 1000-Punkte-Regel nach ADR Unterabschnitt 1.1.3.6 entscheidet, ob ein Gefahrguttransport unter die Kleinmengenfreistellung fällt oder den vollen Pflichtenkatalog des ADR auslöst. ADR steht für das Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße und wird alle zwei Jahre aktualisiert – die aktuelle Fassung ist das ADR 2025.
Der ADR-Check rechnet die mitgeführten Gefahrgüter in Punkte um und prüft, ob deren Summe die Schwelle von 1000 überschreitet. Jeder Gefahrstoff ist einer von fünf Beförderungskategorien (0 bis 4) zugeordnet.
Die Kategorie bestimmt den Multiplikationsfaktor: Kategorie 1 rechnet mit Faktor 50, Kategorie 2 mit 3, Kategorie 3 mit 1 und Kategorie 4 mit Faktor 0 – bei Kategorie 0 gibt es keine Freistellung, hier gelten immer die vollen ADR-Vorschriften.
Solange die Punktsumme bei oder unter 1000 bleibt, greift die Kleinmengenfreistellung: Der Transport unterliegt erleichterten Vorschriften bei Ausrüstung, Dokumentation und Personalqualifikation.
Überschreitet die Summe 1000 Punkte, gelten sämtliche ADR-Pflichten ohne Ausnahme. Praktisch relevant ist die Regel für Handwerker, Landwirte, Speditionen und jeden Gewerbetreibenden, der Diesel, Propangas, Lacke oder Reinigungsmittel auf der Straße befördert.
Die UN-Nummern und Beförderungskategorien stehen im Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Stoffes und in Kapitel 3.2 Tabelle A des ADR 2025.