Überblick
Was berechnet der Phasenverschiebung-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die Phasenverschiebung ist der Winkel, um den zwei Schwingungen gleicher Frequenz gegeneinander versetzt sind. Eine volle Periode entspricht 360°, und die zeitliche Verschiebung zweier Signale lässt sich deshalb in einen Winkel umrechnen: φ = 360° · f · Δt.
Der Phasenverschiebung-Rechner bestimmt diesen Winkel aus dem Zeitversatz am Oszilloskop, aus einer R-C-, R-L- oder R-L-C-Reihenschaltung, aus Wirk- und Scheinleistung oder aus einer Sinusfunktion.
Im Standardfall mit f = 50 Hz und einem Zeitversatz von 2 ms sind es φ = 36° (0,6283 rad) bei einer Periode von 20 ms, der Leistungsfaktor cos φ liegt bei 0,809.
In der Wechselstromtechnik bestimmt der Winkel, ob eine Last induktiv oder kapazitiv wirkt; positive Winkel bedeuten, dass die Spannung dem Strom vorausläuft.
Eine R-L-Reihenschaltung mit 100 Ω und 100 mH hat bei 50 Hz φ = +17,44° (die Spannung eilt dem Strom voraus), eine R-C-Reihenschaltung mit 100 Ω und 10 µF dagegen φ = −72,56° (der Strom eilt voraus).
Je größer der Betrag von φ, desto kleiner cos φ und desto mehr Blindleistung muss das Netz tragen: Bei 800 W Wirkleistung und 1.000 VA Scheinleistung sind es φ = 36,87° und 600 var.
Der Rechner richtet sich an Studierende, Technikerinnen und Hobbyelektroniker, die Messungen am Oszilloskop auswerten oder Schaltungen nachrechnen.
Er rechnet mit idealen Bauteilen und sinusförmigen Größen; die Phase des Ausgangssignals eines Filters ist eine andere Größe.