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Krankenversicherung Selbstständige 2026: GKV vs. PKV Beitragsvergleich

FinanzenStand Noch keine Bewertung
€/Monat
Jahre
Krankengeld-Wahltarif (GKV)
%
PKV-Leistungsniveau
PKV-Selbstbeteiligung
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Kurzantwort

Krankenversicherung für Selbstständige: Hauptberuflich Selbstständige können zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) wählen. In der GKV richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen (Mindestbemessung 2026: 1.318,33 €, BBG: 5.812,50 €). Ohne Krankengeld-Wahltarif gilt der ermäßigte Satz von 14,0 % (Par. 243 SGB V), mit Wahltarif 14,6 %. In der PKV hängt der Beitrag von Alter, Leistungsumfang und Selbstbeteiligung ab, nicht vom Einkommen. Achtung: Ab 55 Jahren ist eine Rückkehr in die GKV nur noch in Ausnahmefällen möglich (Par. 6 Abs. 3a SGB V).

Krankenversicherung für Selbstständige berechnen

Autor: Rechner-Portal RedaktionGeprüft: Rechner-Portal Redaktion (September 2026)

Überblick

Krankenversicherung für Selbstständige: GKV oder PKV?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Was kostet die Krankenversicherung als Selbstständiger und welches System ist günstiger? Der Rechner beantwortet genau diese Frage, indem er GKV-Beitrag und PKV-Modellbeitrag gegenüberstellt.

Hauptberuflich Selbstständige sind nicht pflichtversichert und können frei zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen.

In der GKV richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen: Der ermäßigte Satz von 14,0 Prozent (ohne Krankengeld, Paragraf 243 SGB V) oder der allgemeine Satz von 14,6 Prozent (mit Krankengeld-Wahltarif, Paragraf 241 SGB V) plus der kassenindividuelle Zusatzbeitrag von durchschnittlich 2,9 Prozent (2026) wird auf den Gewinn berechnet.

Die Mindestbemessungsgrundlage von 1.318,33 Euro und die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro begrenzen den Korridor. In der PKV hängt der Beitrag nicht vom Einkommen ab, sondern von Alter, Leistungsumfang und Selbstbeteiligung.

Der Rechner ermittelt beide Beiträge, die monatliche und jährliche Differenz sowie das Break-even-Einkommen, ab dem die GKV teurer wird als die gewählte PKV-Konfiguration.

Zielgruppe: Gründer, Freiberufler und Selbstständige, die ihre Krankenversicherungskosten planen oder einen Systemwechsel erwägen. Die PKV-Beiträge sind Modellwerte; individuelle Angebote können erheblich abweichen.

Eingaben

Gewinn, Alter und PKV-Tarif eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Sieben Eingaben bestimmen den Vergleich. Beim monatlichen Einkommen trägs du deinen Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit ein, also Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben.

Die GKV setzt den Beitrag anhand des letzten Einkommensteuerbescheids fest; trage den monatlichen Durchschnitt daraus ein.

Das Alter beeinflusst den PKV-Modellbeitrag stark: Mit 25 Jahren zahlt man im Komfort-Tarif rund 540 Euro Basis-KV, mit 55 bereits über 1.050 Euro.

Die Zahl der Kinder unter 25 wirkt auf die Pflegeversicherung: Kinderlose ab 23 zahlen einen Zuschlag von 0,6 Prozent, ab dem zweiten Kind unter 25 sinkt der Satz um 0,25 Prozent je Kind.

Der Krankengeld-Wahltarif bestimmt den GKV-Beitragssatz: 14,0 Prozent ohne und 14,6 Prozent mit Krankengeldanspruch. Den Zusatzbeitrag findest du auf der Website deiner Kasse; der Durchschnitt 2026 beträgt 2,9 Prozent.

Für die PKV-Seite wählst du ein Leistungsniveau (Basis, Komfort oder Premium) und eine jährliche Selbstbeteiligung (0 bis 1.200 Euro). Höhere Selbstbeteiligung senkt den Monatsbeitrag um 10 bis 25 Prozent.

Häufiger Fehler: Umsatz statt Gewinn einzugeben, was den GKV-Beitrag zu hoch erscheinen lässt. Der GKV-Beitragsrechner zeigt den reinen GKV-Beitrag für Arbeitnehmer.

Praxisfälle

Freiwillig gesetzlich versichert: Beitrag aus dem Gesamteinkommen

Acht durchgerechnete Beispiele zu den größten Suchclustern rund um die Krankenversicherung für Selbstständige — vom Mindestbeitrag ohne Einkommen bis zum Höchstbeitrag an der Beitragsbemessungsgrenze.

  1. Mindestversicherung ohne Einkommen

    „Was kostet die Krankenversicherung für Selbstständige ohne Einkommen?“

    Eingabe
    Einkommen 1.000 €, 30 Jahre, keine Kinder, ohne Wahltarif, Zusatzbeitrag 2,9 %, PKV Basis, 0 € Selbstbeteiligung
    Ergebnis
    GKV 278,17 € (Mindestbemessung 1.318,33 € statt 1.000 € Gewinn) vs. PKV 396,50 € — GKV günstiger um 118,33 €/Monat.
  2. Krankenversicherung für Selbstständige bei 3.500 Euro Gewinn

    „Wie viel Krankenversicherung zahlt ein Selbstständiger bei 3.500 Euro Gewinn?“

    Eingabe
    Einkommen 3.500 €, 35 Jahre, keine Kinder, ohne Wahltarif, Zusatzbeitrag 2,9 %, PKV Komfort, 600 € Selbstbeteiligung
    Ergebnis
    GKV 738,50 € vs. PKV 584,90 € — PKV günstiger um 153,60 €/Monat, Break-even bei 2.772,04 €.
  3. Höchstbeitrag der GKV für Selbstständige

    „Wie hoch ist der Höchstbeitrag der Krankenversicherung für Selbstständige?“

    Eingabe
    Einkommen 6.000 € (über der BBG), 55 Jahre, keine Kinder, ohne Wahltarif, Zusatzbeitrag 2,9 %, PKV Premium, 0 € Selbstbeteiligung
    Ergebnis
    GKV deckelt bei 1.226,43 € (Bemessung an der BBG von 5.812,50 €), PKV Premium kostet 1.530,00 € — GKV günstiger um 303,57 €/Monat.
  4. Krankenversicherung selbstständige mit drei Kindern

    „Wie wirken sich Kinder auf den Krankenkassenbeitrag für Selbstständige aus?“

    Eingabe
    Einkommen 4.000 €, 40 Jahre, 3 Kinder unter 25, mit Wahltarif, Zusatzbeitrag 1,5 %, PKV Komfort, 1.200 € Selbstbeteiligung
    Ergebnis
    GKV 768,00 € vs. PKV 718,00 € — PKV nur knapp günstiger um 50,00 €/Monat; der PV-Abschlag für 3 Kinder senkt den PV-Satz auf 3,10 Prozent.
  5. Krankengeld-Wahltarif für Selbstständige

    „Lohnt sich der Krankengeld-Wahltarif für Selbstständige?“

    Eingabe
    Einkommen 3.500 €, 35 Jahre, keine Kinder, mit Wahltarif, Zusatzbeitrag 2,9 %, PKV Komfort, 600 € Selbstbeteiligung
    Ergebnis
    Mit Wahltarif steigt der GKV-Beitrag von 738,50 € auf 759,50 € (+21,00 €/Monat) — dafür Anspruch auf Krankengeld ab Woche 7 (§ 44 Abs. 2 SGB V).
  6. Krankenversicherung wechseln: PKV mit 45 Jahren

    „Was kostet die PKV für Selbstständige mit 45 Jahren?“

    Eingabe
    Einkommen 4.500 €, 45 Jahre, keine Kinder, ohne Wahltarif, Zusatzbeitrag 2,9 %, PKV Komfort, 600 € Selbstbeteiligung
    Ergebnis
    GKV 949,50 € vs. PKV 853,33 € — PKV günstiger um 96,17 €/Monat, aber ab 55 Jahren ist die Rückkehr in die GKV kaum noch möglich (§ 6 Abs. 3a SGB V).
  7. Krankenversicherung für Existenzgründer mit Kindern

    „Wie viel Krankenversicherung zahlt ein Existenzgründer mit Kindern?“

    Eingabe
    Einkommen 1.000 €, 25 Jahre, 2 Kinder unter 25, mit Wahltarif, Zusatzbeitrag 2,9 %, PKV Basis, 300 € Selbstbeteiligung
    Ergebnis
    GKV 274,87 € (Mindestbemessung greift) vs. PKV 422,35 € — GKV günstiger um 147,48 €/Monat, plus beitragsfreie Familienversicherung der Kinder.
  8. Freiwillig gesetzlich versichert bei 2.000 Euro Einkommen

    „Wie hoch ist der freiwillige GKV-Beitrag bei 2.000 Euro Einkommen?“

    Eingabe
    Einkommen 2.000 €, 35 Jahre, keine Kinder, ohne Wahltarif, Zusatzbeitrag 2,9 %, PKV Komfort, 600 € Selbstbeteiligung
    Ergebnis
    GKV 422,00 € (KV 338,00 € + PV 84,00 €, Bemessung 2.000 €) vs. PKV 584,90 € — GKV günstiger um 162,90 €/Monat.

    GKV-Beitragsrechner für Arbeitnehmer

Berechnung

Krankenversicherung selbstständige berechnen: Mindestbemessung, Beitragssatz und PV-Zuschlag

Verstehe den Formelweg.

Der GKV-Beitrag für Selbstständige folgt drei Schritten. Schritt 1 - Bemessungsgrundlage: Das Einkommen wird in den Korridor zwischen Mindestbemessung (1.318,33 Euro) und Beitragsbemessungsgrenze (5.812,50 Euro) geklemmt.

Schritt 2 - KV-Beitrag: Bemessung mal (Beitragssatz plus Zusatzbeitrag). Ohne Krankengeld-Wahltarif: 14,0 Prozent plus 2,9 Prozent gleich 16,9 Prozent.

Schritt 3 - PV-Beitrag: Bemessung mal PV-Satz (3,6 Prozent, plus 0,6 Prozent ohne Kinder ab 23, minus 0,25 Prozent je Kind ab dem zweiten unter 25). GKV vs. PKV Beitragsvergleich für Selbstständige Rechenbeispiel: 3.500 Euro Gewinn, 35 Jahre, kinderlos, ohne Wahltarif, Zusatzbeitrag 2,9 Prozent.

Bemessung: 3.500 Euro (innerhalb des Korridors). KV: 3.500 mal 0,169 gleich 591,50 Euro. PV: 3.500 mal 0,042 gleich 147,00 Euro. GKV gesamt: 738,50 Euro.

Auf der PKV-Seite liefert das Modell für 35 Jahre, Komfort, 600 Euro Selbstbeteiligung: 459 Euro KV-Tarif plus 45,90 Euro gesetzlicher Zuschlag plus 80 Euro PPV gleich 584,90 Euro. Differenz: 153,60 Euro zugunsten PKV.

Das Break-even-Einkommen ergibt sich aus PKV-Gesamtbeitrag geteilt durch den gesamten GKV-Beitragssatz (KV plus Zusatz plus PV): 584,90 geteilt durch 0,211 gleich 2.772 Euro. Unterhalb von 2.772 Euro ist die GKV günstiger, oberhalb die PKV.

Nachschlagen

GKV-Beitrag für Selbständige nach Einkommen 2026

Schnell nachschlagen – ohne selbst zu rechnen.

Monatliche Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für freiwillig versicherte Selbständige nach Einkommensklasse (Zusatzbeitrag 2,9 %, kinderlos ab 23 Jahre)
Monatliches Einkommen (€)KV-Beitrag allgemein (€)KV-Beitrag ermäßigt (€)PV-Beitrag (€)Gesamt (€)
1.000230,71222,8055,37286,08
1.318,33 (Mindestbemessung)230,71222,8055,37286,08
2.000350,00338,0084,00434,00
3.000525,00507,00126,00651,00
4.000700,00676,00168,00868,00
5.000875,00845,00210,001.085,00
5.812,50 (Beitragsbemessungsgrenze)1.017,19982,31244,121.261,31

KV-Beitrag allgemein = 14,6 % + 2,9 % Zusatzbeitrag = 17,5 % (mit Krankengeld-Wahltarif nach Paragraf 241 SGB V). KV-Beitrag ermäßigt = 14,0 % + 2,9 % = 16,9 % (ohne Krankengeld nach Paragraf 243 SGB V). PV-Beitrag = 4,2 % (3,6 % Basissatz + 0,6 % Kinderlosenzuschlag nach Paragraf 55 Absatz 3 SGB XI). Gesamt-Spalte bezieht sich auf den allgemeinen KV-Satz. Mindestbemessungsgrundlage 2026: 1.318,33 € monatlich (Paragraf 240 Absatz 4 SGB V). Beitragsbemessungsgrenze 2026: 5.812,50 € monatlich (69.750 € jährlich). Selbständige tragen den vollen Beitrag ohne Arbeitgeberanteil.

Kennzahlen der freiwilligen GKV für Selbständige 2026

Schnell nachschlagen – ohne selbst zu rechnen.

Feste Rechengrößen und Beitragssätze, die den GKV-Beitrag für Selbständige unabhängig vom individuellen Einkommen begrenzen oder bestimmen
KennzahlWert 2026Rechtsgrundlage
Mindestbemessungsgrundlage (freiwillig Versicherte)1.318,33 €/MonatPar. 240 Abs. 4 SGB V
Beitragsbemessungsgrenze (BBG) KV/PV5.812,50 €/Monat (69.750 €/Jahr)Par. 223 Abs. 3 SGB V
Allgemeiner Beitragssatz KV (mit Krankengeld)14,6 % + ZusatzbeitragPar. 241 SGB V
Ermäßigter Beitragssatz KV (ohne Krankengeld)14,0 % + ZusatzbeitragPar. 243 SGB V
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 20262,9 %Par. 242 SGB V, BMG-Festlegung
Pflegeversicherungsbeitrag (Grundsatz)3,6 %Par. 55 Abs. 1 SGB XI
Kinderlosenzuschlag PV (ab 23 Jahre, kinderlos)+0,6 ProzentpunktePar. 55 Abs. 3 SGB XI
PV-Abschlag je Kind (2. bis 5. Kind unter 25)-0,25 Prozentpunkte je KindPar. 55 Abs. 3a SGB XI
Höchstbeitrag GKV gesamt (KV allgemein + PV kinderlos, an der BBG)1.261,31 €/MonatErrechnet aus BBG und Beitragssätzen
Jahresarbeitsentgeltgrenze (Wechsel zurück in Anstellung)77.400 €/JahrPar. 6 Abs. 6 SGB V
Rückkehr-Sperre PKV zu GKVab 55 Jahren nur AusnahmefällePar. 6 Abs. 3a SGB V

Diese Kennzahlen gelten unabhängig vom individuellen Gewinn und begrenzen bzw. bestimmen den GKV-Beitrag für Selbständige. Der Höchstbeitrag von 1.261,31 €/Monat ergibt sich aus 5.812,50 € mal (17,5 % KV allgemein plus 4,2 % PV kinderlos) und ist mit der Rechenfunktion dieses Rechners verifiziert. Alle Werte Stand 2026, jährlich per Rechengrößenverordnung neu festgesetzt.

Ausblick

Krankenversicherung Selbstständige 2027: Was ändert sich?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht für 2027 eine einmalige Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung um rund 300 Euro vor, zusätzlich zur üblichen jährlichen Anpassung an die Lohnentwicklung; der genaue Monatsbetrag wird erst mit der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2027 amtlich festgesetzt, die üblicherweise im Herbst des Vorjahres erscheint.
  • Weil sich auch die Mindestbemessungsgrundlage für freiwillig versicherte Selbstständige jährlich aus der Bezugsgröße ableitet (§ 240 Abs. 4 SGB V), steigt sie 2027 voraussichtlich über die aktuellen 1.318,33 Euro monatlich – ein amtlicher Wert liegt Stand September 2026 noch nicht vor.
  • Besonders relevant für Selbstständige mit Familie: Mitversicherte Ehe- oder Lebenspartner ohne Kinderbetreuung sollen ab 2027 einen eigenen Beitrag von 2,5 Prozent ihrer beitragspflichtigen Einnahmen zur Familienversicherung leisten – bisher rechnet dieser Rechner die Familienversicherung vollständig beitragsfrei.
  • Die Beitragssätze selbst (14,0 Prozent ermäßigt nach § 243 SGB V, 14,6 Prozent allgemein nach § 241 SGB V, 3,6 Prozent Pflegeversicherung nach § 55 SGB XI) sind gesetzlich fest verankert und ändern sich nicht automatisch jährlich – nur die Bemessungsgrenzen und der durchschnittliche Zusatzbeitrag werden regelmäßig neu festgesetzt.

Stand: 27.09.2026 · Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG) – GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Expertenmodus

Häufige Fragen zur Krankenversicherung für Selbstständige

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Welchen Beitragssatz zahlen hauptberuflich Selbstständige in der GKV?

Hauptberuflich Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen den vollen Beitragssatz ohne Arbeitgeberanteil. Ohne Krankengeld-Wahltarif gilt der ermäßigte Satz von 14,0 Prozent nach Paragraf 243 SGB V.

Wer einen Krankengeld-Wahltarif abschließt, zahlt den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent nach Paragraf 241 SGB V. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, 2026 im Durchschnitt 2,9 Prozent, den Selbstständige ebenfalls allein tragen.

Bei einem Gewinn von 3.500 Euro monatlich und 2,9 Prozent Zusatzbeitrag ergibt sich ohne Wahltarif ein KV-Beitrag von rund 592 Euro. Mit Wahltarif steigt er auf rund 613 Euro.

Im Gegensatz zu Arbeitnehmern teilt kein Arbeitgeber die Kosten; ein Angestellter mit gleichem Brutto zählt effektiv nur die Hälfte.

Geben Sie Ihr monatliches Einkommen und den Zusatzbeitrag Ihrer Kasse ein, um Ihren individuellen Beitrag zu berechnen.

Ein Wechsel zu einer günstigeren Kasse spart bei 4.000 Euro Einkommen und einer Differenz von 1 Prozentpunkt rund 40 Euro monatlich.

Was ist die Mindestbemessungsgrundlage für Selbstständige 2026?

Die Mindestbemessungsgrundlage für freiwillig versicherte Selbstständige beträgt 2026 monatlich 1.318,33 Euro. Sie ergibt sich aus einem Drittel der monatlichen Bezugsgröße nach Paragraf 240 Absatz 4 Satz 1 SGB V.

Wer weniger als 1.318,33 Euro Gewinn erzielt, zahlt GKV-Beiträge trotzdem auf dieser Basis.

Bei einem Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent und dem ermäßigten Satz von 14,0 Prozent macht das rund 222,80 Euro KV-Beitrag plus circa 55,37 Euro Pflegebeitrag, zusammen etwa 278,17 Euro monatlich.

Dieser Mindestbeitrag fällt auch in Monaten ohne Umsatz an und muss bei der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden. Vor 2019 lag die Mindestbemessung für Selbstständige deutlich höher bei 2.283,75 Euro.

Das Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) hat sie 2019 auf das Niveau aller freiwillig Versicherten gesenkt. Wichtig: Die Mindestbemessung gilt für das beitragspflichtige Einkommen, nicht für den Beitrag selbst.

Die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro monatlich (69.750 Euro jährlich) bildet die Obergrenze, oberhalb derer keine weiteren Beiträge anfallen.

Wie wird der Pflegeversicherungsbeitrag für Selbstständige berechnet?

Selbstständige in der GKV zahlen den vollen Pflegeversicherungsbeitrag von 3,6 Prozent allein, da es keinen Arbeitgeberanteil gibt.

Wer ab 23 Jahre alt und kinderlos ist, zahlt zusätzlich den Kinderlosenzuschlag von 0,6 Prozent, insgesamt also 4,2 Prozent nach Paragraf 55 Absatz 3 SGB XI.

Ab dem zweiten Kind unter 25 Jahren wird ein Abschlag von 0,25 Prozent je Kind gewährt, maximal für vier weitere Kinder (1,0 Prozent Abschlag).

Bei einem Einkommen von 4.000 Euro und zwei Kindern unter 25 ergibt sich ein PV-Satz von 3,35 Prozent und ein monatlicher Beitrag von 134 Euro. Ohne Kinder bei gleichem Einkommen wären es 168 Euro, also 34 Euro mehr.

Dieser Unterschied summiert sich auf 408 Euro jährlich. Die Kinderabschläge gelten seit dem Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) ab Juli 2023 und werden automatisch berücksichtigt.

In der PKV ist der Pflegebeitrag altersabhängig und einkommensunabhängig, was besonders für Kinderlose bei hohem Einkommen günstiger sein kann.

Wann ist die PKV für Selbstständige günstiger als die GKV?

Die PKV wird tendenziell günstiger, wenn das Einkommen über dem Break-even-Punkt liegt und der Versicherte jung und gesund ist.

Bei einem 35-Jährigen ohne Kinder mit Komfort-Tarif und 600 Euro Selbstbeteiligung liegt der Break-even bei etwa 2.772 Euro Monatseinkommen.

Unterhalb zahlt man in der GKV weniger, oberhalb wird die GKV teurer als die PKV, weil der GKV-Beitrag linear mit dem Einkommen steigt, während der PKV-Beitrag einkommensunabhängig bleibt.

Bei 5.000 Euro Einkommen beträgt die monatliche Differenz zugunsten der PKV rund 200 Euro, was sich auf 2.400 Euro jährlich summiert.

Entscheidend ist aber die langfristige Perspektive: PKV-Beiträge steigen mit dem Alter durch medizinische Inflation und Alterungsrückstellungen, GKV-Beiträge nur mit dem Einkommen.

Außerdem bietet die GKV beitragsfreie Familienversicherung für nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder nach Paragraf 10 SGB V. Wer Familie plant, sollte das einkalkulieren.

Ab 55 Jahren ist die Rückkehr in die GKV nach Paragraf 6 Absatz 3a SGB V fast unmöglich.

Was passiert bei der GKV, wenn mein Einkommen stark schwankt?

Bei Selbstständigen in der GKV wird das beitragspflichtige Einkommen anhand des letzten Einkommensteuerbescheids festgesetzt, wie Paragraf 240 Absatz 4a SGB V regelt.

Da dieser oft 12 bis 18 Monate zurückliegt, stimmt der Beitrag nicht immer mit dem aktuellen Gewinn überein. Liegt der Bescheid vor, kann die Kasse den Beitrag rückwirkend anpassen.

Bei steigendem Einkommen drohen Nachzahlungen, bei sinkendem Einkommen erhält man Erstattungen. Die Mindestbemessung von 1.318,33 Euro monatlich greift als Untergrenze: Selbst bei Verlust zahlt man darauf Beiträge.

In einem schlechten Jahr mit null Euro Gewinn fällt trotzdem ein Mindestbeitrag von rund 278 Euro an. In der PKV ändert sich am Beitrag nichts, da dieser einkommensunabhängig ist.

Selbstständige mit stark schwankendem Einkommen sollten Rücklagen für mögliche Nachforderungen bilden und können bei der Kasse einen Herabsetzungsantrag stellen, wenn das laufende Einkommen deutlich unter dem Bescheid liegt.

Ein formloser Antrag mit aktueller BWA genügt in der Regel.

Ist der Krankengeld-Wahltarif für Selbstständige sinnvoll?

Der Krankengeld-Wahltarif nach Paragraf 44 Absatz 2 SGB V kostet Selbstständige effektiv den Unterschied zwischen 14,6 und 14,0 Prozent, also 0,6 Prozentpunkte vom beitragspflichtigen Einkommen.

Bei 3.500 Euro Einkommen sind das 21 Euro monatlich oder 252 Euro jährlich. Dafür erhält man ab der siebten Woche Arbeitsunfähigkeit Krankengeld in Höhe von 70 Prozent des Regelentgelts, maximal 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts.

Der Höchstsatz 2026 liegt bei rund 135 Euro kalendertäglich. Ohne Wahltarif hat ein Selbstständiger in der GKV keinen Krankengeldanspruch und muss die Erwerbsausfallzeit komplett selbst überbrücken.

Wer hohe laufende Kosten hat und keine Rücklagen für mehrere Monate Ausfall besitzt, profitiert vom Wahltarif. Der Wahltarif ist an eine Bindungsfrist von drei Jahren gekoppelt und kann nicht rückwirkend abgeschlossen werden.

In der PKV wird Krankentagegeld als separater Baustein abgerechnet, typisch rund 95 Euro monatlich, allerdings mit individueller Gesundheitsprüfung. Vergleichen Sie beide Optionen im Rechner.

Können Selbstständige von der PKV in die GKV zurückwechseln?

Die Rückkehr von der PKV in die GKV ist für hauptberuflich Selbstständige nur in bestimmten Fällen möglich.

Am häufigsten gelingt der Wechsel, indem man eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmt und das Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro (2026) liegt, dann wird man wieder pflichtversichert.

Alternativ kann der Wechsel bei Aufgabe der Selbstständigkeit und Bezug von Arbeitslosengeld gelingen. Ab 55 Jahren ist die Rückkehr nach Paragraf 6 Absatz 3a SGB V jedoch nahezu ausgeschlossen, selbst wenn man wieder angestellt wird.

Diese Altersgrenze gilt als einer der schärfsten Einschnitte im Sozialversicherungsrecht. Wer mit 40 in die PKV wechselt, hat nur noch 15 Jahre, um die Entscheidung gegebenenfalls zu revidieren.

Deshalb sollte der PKV-Wechsel besonders für Selbstständige unter 55 gut durchdacht sein. Unser Rechner zeigt die aktuelle Beitragsdifferenz, die bei steigendem Alter und sinkenden Einkünften kippen kann.

Wie setze ich GKV- oder PKV-Beiträge steuerlich ab?

Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sind als Sonderausgaben nach Paragraf 10 Absatz 1 Nr. 3 EStG abzugsfähig. Der Basiskrankenversicherungsschutz ist unbegrenzt absetzbar, sowohl in der GKV als auch in der PKV.

Das betrifft den Beitrag auf dem Niveau der GKV-Pflichtleistungen. Wahlleistungen der PKV wie Einbettzimmer oder Chefarzt sind nicht als Basisversorgung absetzbar und fallen unter die Höchstbetragsgrenze von 2.800 Euro nach Paragraf 10 Absatz 4 EStG.

Für GKV-Versicherte zählt der volle Beitrag inklusive Zusatzbeitrag als Basisabsicherung. Der Krankengeld-Wahltarif ist ebenfalls absetzbar.

Pflegeversicherungsbeiträge sind komplett als Sonderausgaben absetzbar, einschließlich des Kinderlosenzuschlags. Bei einem GKV-Gesamtbeitrag von 738 Euro monatlich ergibt sich ein jährlicher Sonderausgabenabzug von 8.856 Euro.

Je nach persönlichem Steuersatz spart das zwischen 2.200 und 3.700 Euro Einkommensteuer. In der Einnahmen-Überschuss-Rechnung wirken die Beiträge nicht als Betriebsausgabe, sondern werden privat als Sonderausgaben geltend gemacht.

Die Beiträge werden in der Anlage Vorsorgeaufwand der Steuererklärung eingetragen.

Wie berechnet sich der freiwillige GKV-Beitrag aus dem Gesamteinkommen?

Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen den Beitrag aus ihrer gesamten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, also aus allen Einnahmen wie Gewinn, Mieten oder Kapitalerträgen (§ 240 Abs. 1 SGB V).

Die Bemessung liegt zwischen der Mindestbemessung von 1.318,33 Euro, einem Drittel der Bezugsgröße (§ 240 Abs. 4 SGB V), und der Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro.

Bei 2.000 Euro Einkommen zahlt ein Selbstständiger ohne Krankengeld-Wahltarif 338 Euro Krankenversicherung (16,9 Prozent inklusive 2,9 Prozent Zusatzbeitrag) und 84 Euro Pflegeversicherung (4,2 Prozent für Kinderlose), zusammen 422 Euro.

Bei 800 Euro Einkommen greift die Mindestbemessung mit 278,17 Euro, am Höchstbetrag sind es 1.226,43 Euro. Angestellte teilen den Beitrag mit dem Arbeitgeber, Selbstständige tragen ihn allein.

Die Bemessungsregeln gelten für alle freiwillig Versicherten; Sonderregeln für einzelne Gruppen wie Studierende oder Rentner und abweichende Beitragssätze bildet der Rechner nicht ab. Den Arbeitnehmer-Beitrag berechnet der GKV-Beitragsrechner.

Gibt es eine beste oder teuerste gesetzliche Krankenkasse für Selbstständige?

Nein, den pauschal besten oder teuersten Anbieter gibt es nicht, weil der Beitragssatz selbst bundesweit identisch ist: 14,0 Prozent ermäßigt oder 14,6 Prozent allgemein plus Pflegeversicherung gelten bei TK, AOK, Barmer, DAK und allen anderen gesetzlichen Kassen gleichermassen.

Der einzige Unterschied zwischen den Kassen ist der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, der 2026 im Durchschnitt bei 2,9 Prozent liegt, je nach Kasse aber niedriger oder höher ausfallen kann.

Bei 4.000 Euro Einkommen und einem Unterschied von einem Prozentpunkt zwischen zwei Kassen macht das rund 40 Euro monatlich oder 480 Euro jährlich aus - ein Kassenwechsel mit zweimonatiger Kündigungsfrist zum Monatsende kann sich also lohnen.

Wichtiger als der Zusatzbeitrag allein sind für Selbstständige oft Zusatzleistungen wie Naturheilverfahren, Vorsorgeuntersuchungen oder spezielle Wahltarife für Krankengeld, die von Kasse zu Kasse unterschiedlich ausfallen.

Vergleichen Sie den aktuellen Zusatzbeitrag Ihrer Kasse mit dem Durchschnitt und tragen Sie ihn in diesen Rechner ein, um Ihren tatsächlichen Beitrag zu ermitteln, statt sich auf pauschale Rankings einzelner Kassen zu verlassen.

Hinweise

Krankenversicherung für Selbstständige: Tipps zu Kassenwechsel und Wahltarif

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Sechs Punkte für die Entscheidung. Erstens: Langfristig denken.

PKV-Beiträge steigen mit dem Alter durch medizinische Inflation und Alterungsrückstellungen. Was mit 35 günstig ist, kann mit 55 deutlich teurer sein als die GKV. Zweitens: Familienversicherung einrechnen.

In der GKV sind nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder beitragsfrei mitversichert. In der PKV kostet jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag. Drittens: Rückkehr-Sperre beachten.

Ab 55 Jahren ist der Wechsel von PKV zu GKV nach Paragraf 6 Absatz 3a SGB V nahezu ausgeschlossen. Viertens: Krankengeld-Absicherung vergleichen.

Der GKV-Wahltarif kostet 0,6 Prozentpunkte Aufschlag; in der PKV kostet Krankentagegeld rund 95 Euro monatlich. Bei niedrigem Einkommen ist der Wahltarif günstiger, bei hohem die PKV-Lösung. Fünftens: Steuerliche Absetzbarkeit nutzen.

GKV- und PKV-Basisbeiträge sind nach Paragraf 10 Absatz 1 Nr. 3 EStG als Sonderausgaben absetzbar, was die effektive Belastung um 25 bis 42 Prozent senkt. Details dazu im Steuererstattungs-Rechner. Sechstens: Kassenwahl nicht vergessen.

Ein Wechsel zu einer Kasse mit niedrigerem Zusatzbeitrag spart bei 4.000 Euro Einkommen und 1 Prozentpunkt Differenz 40 Euro monatlich. Der PKV-Rechner zeigt PKV-Tarife im Detail.

Anwendung

Praxisbeispiel: GKV oder PKV bei 4.500 Euro Gewinn

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Eine 35-jährige Grafikdesignerin ohne Kinder erwägt den Wechsel von der GKV in die PKV. Ihr monatlicher Gewinn beträgt 4.500 Euro, sie hat keinen Krankengeld-Wahltarif und zahlt 2,9 Prozent Zusatzbeitrag.

GKV-Berechnung: Bemessung 4.500 Euro, KV-Satz 16,9 Prozent gleich 760,50 Euro, PV-Satz 4,2 Prozent (kinderlos) gleich 189,00 Euro, Gesamt 949,50 Euro.

PKV-Berechnung (Komfort, 600 Euro Selbstbeteiligung): KV-Tarif 459 Euro, gesetzlicher Zuschlag 45,90 Euro, PPV 80 Euro, Gesamt 584,90 Euro. Differenz: 364,60 Euro monatlich zugunsten PKV, das sind 4.375 Euro jährlich.

Das Break-even-Einkommen liegt bei 584,90 geteilt durch 0,211 gleich 2.772 Euro. Da ihr Gewinn mit 4.500 Euro weit darüber liegt, spart sie erheblich.

Aber: Wenn sie in fünf Jahren ein Kind bekommt und ihr Partner nicht erwerbstätig ist, kostet die Familienversicherung in der PKV rund 300 bis 400 Euro zusätzlich, während Partner und Kind in der GKV beitragsfrei wären.

Mit 55 wäre eine Rückkehr praktisch ausgeschlossen. Sie entscheidet sich für die PKV mit der Option, vor 55 bei Bedarf wieder in die GKV zu wechseln, und legt die jährliche Ersparnis in einen Gesundheitsfonds zurück.

Fallstricke

Häufige Fehler beim GKV-PKV-Vergleich für Selbstständige

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Irrtum: Den Arbeitgeberanteil einzukalkulieren. Selbstständige zahlen den vollen Beitragssatz allein, es gibt keinen halbierten Satz wie bei Arbeitnehmern.

Zweiter Fehler: Umsatz statt Gewinn einzugeben. Die GKV berechnet den Beitrag auf den steuerlichen Gewinn, nicht auf den Umsatz. Dritter Fehler: Die Mindestbemessung zu ignorieren.

Wer weniger als 1.318,33 Euro verdient, zahlt trotzdem Beiträge auf 1.318,33 Euro. Vierter Fehler: PKV-Modellbeiträge als verbindliche Angebote zu lesen.

Die Werte im Rechner sind Durchschnittswerte; individuelle Tarife können je nach Gesundheitszustand, Versicherer und Leistungsumfang stark abweichen. Fünfter Fehler: Die Familienversicherung in der GKV zu übersehen.

Wer Partner oder Kinder hat, spart in der GKV deren separate Beiträge. Sechster Fehler: Nur den aktuellen Beitrag zu vergleichen. PKV-Beiträge steigen mit dem Alter, GKV-Beiträge steigen mit dem Einkommen.

Ein Vergleich zum Zeitpunkt des Wechsels allein reicht nicht. Siebter Fehler: Den Krankengeld-Wahltarif mit dem PKV-Krankentagegeld gleichzusetzen.

In der GKV wird das Krankengeld aus dem Regelentgelt berechnet (70 Prozent Brutto, max. 90 Prozent Netto), in der PKV wird ein fester Tagessatz vereinbart.

Achter Fehler: Die Altersgrenze von 55 Jahren zu übersehen, ab der eine Rückkehr in die GKV nahezu unmöglich ist.

Nächster Schritt

Krankenversicherung für Selbstständige auf einen Blick

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Krankenversicherungs-Rechner für Selbstständige vergleicht GKV und PKV im direkten Beitragsvergleich.

Die GKV berechnet den Beitrag einkommensabhängig zwischen Mindestbemessung (1.318,33 Euro) und BBG (5.812,50 Euro), die PKV einkommensunabhängig nach Alter und Tarif.

Im Standardbeispiel (3.500 Euro Gewinn, 35 Jahre, kinderlos) ergibt sich ein GKV-Beitrag von 738,50 Euro gegenüber einem PKV-Komfort-Beitrag von 584,90 Euro, eine Differenz von 153,60 Euro monatlich. Das Break-even-Einkommen liegt bei 2.772 Euro.

Entscheidend ist die langfristige Perspektive: beitragsfreie Familienversicherung in der GKV, steigende PKV-Beiträge im Alter und die Rückkehr-Sperre ab 55 Jahren (Paragraf 6 Absatz 3a SGB V).

Der GKV-Beitragsrechner zeigt den reinen GKV-Beitrag für Arbeitnehmer, der PKV-Rechner detaillierte PKV-Tarife. Bei der Netto-Wirkung der Beiträge hilft der Steuererstattungs-Rechner.

Angestellte, die neben der GKV eine betriebliche Altersvorsorge per Entgeltumwandlung aufbauen, sehen deren Nettoaufwand und SV-Ersparnis im bAV-Rechner. Alle Werte sind unverbindliche Orientierung, Stand 2026.

PKV-Modellbeiträge können je nach Versicherer und Gesundheitszustand erheblich abweichen.

Vertiefung

Beispiele: Krankenversicherung für Selbstständige nach Einkommen

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Praxisbeispiel

Freiberufler, 35 Jahre, 3.500 € Gewinn, Komfort-PKV

Monatliches Einkommen (Gewinn)
3500
Alter
35
Anzahl Kinder unter 25
0
Krankengeld-Wahltarif (GKV)
Nein (ermäßigter Satz 14,0 %)
Zusatzbeitrag (Krankenkasse)
2,9
PKV-Leistungsniveau
Komfort (gehobener Schutz)
PKV-Selbstbeteiligung
600 € pro Jahr

Ergebnis: GKV 738,50 € vs. PKV 584,90 € — PKV günstiger um 153,60 €/Monat. Break-even bei 2.772 €.

Bei 3.500 € Gewinn liegt das Einkommen deutlich über dem Break-even von 2.772 €, weshalb die GKV mit 738,50 € teurer ist als der PKV-Komforttarif mit 584,90 €. Die Differenz von 153,60 € monatlich oder 1.843 € jährlich kann in die Altersvorsorge fließen. Allerdings sollte man die beitragsfreie Familienversicherung der GKV einkalkulieren, falls Kinder oder ein nicht erwerbstätiger Partner hinzukommen.

Beispiel 1 · Einfach · GKV 274,87 € vs. PKV 422,35 € — GKV günstiger um 147,48 €/Monat.

Existenzgründer, 25 Jahre, 1.000 € Gewinn, Basis-PKV

Monatliches Einkommen (Gewinn)
1000
Alter
25
Anzahl Kinder unter 25
2
Krankengeld-Wahltarif (GKV)
Ja (allgemeiner Satz 14,6 %)

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · GKV 1.226,43 € vs. PKV 1.530,00 € — GKV günstiger um 303,57 €/Monat.

Gutverdiener, 55 Jahre, 6.000 € Gewinn, Premium-PKV

Monatliches Einkommen (Gewinn)
6000
Alter
55
Anzahl Kinder unter 25
0
Krankengeld-Wahltarif (GKV)
Nein (ermäßigter Satz 14,0 %)

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · GKV 768,00 € vs. PKV 718,00 € — PKV günstiger um 50,00 €/Monat.

Mittleres Einkommen, 40 Jahre, 3 Kinder, niedriger Zusatzbeitrag

Monatliches Einkommen (Gewinn)
4000
Alter
40
Anzahl Kinder unter 25
3
Krankengeld-Wahltarif (GKV)
Ja (allgemeiner Satz 14,6 %)

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · GKV 278,17 € vs. PKV 396,50 € — GKV günstiger um 118,33 €/Monat.

Mindestversicherung ohne Einkommen, 30 Jahre, Basis-PKV

Monatliches Einkommen (Gewinn)
1000
Alter
30
Anzahl Kinder unter 25
0
Krankengeld-Wahltarif (GKV)
Nein (ermäßigter Satz 14,0 %)

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · GKV 949,50 € vs. PKV 853,33 € — PKV günstiger um 96,17 €/Monat.

Wechsel-Szenario, 45 Jahre, 4.500 € Gewinn, Komfort-PKV

Monatliches Einkommen (Gewinn)
4500
Alter
45
Anzahl Kinder unter 25
0
Krankengeld-Wahltarif (GKV)
Nein (ermäßigter Satz 14,0 %)

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 6 · Komplex · GKV 422,00 € vs. PKV 584,90 € — GKV günstiger um 162,90 €/Monat.

Freiwillig gesetzlich versichert, 2.000 € Einkommen, Komfort-PKV

Monatliches Einkommen (Gewinn)
2000
Alter
35
Anzahl Kinder unter 25
0
Krankengeld-Wahltarif (GKV)
Nein (ermäßigter Satz 14,0 %)

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

IHK-Beitrag-RechnerIHK-Beitrag berechnen: Grundbeitrag plus Umlage aus dem Gewerbeertrag nach § 3 IHKG, mit Freibetrag von 15.340 Euro, Beitragsfreistellung bis 5.200 Euro Gewerbeertrag und Gründerbefreiung.PKV-im-Alter-RechnerPKV im Alter berechnen: Beitrag mit 60, 67 und 75 Jahren, Wegfall des 10-Prozent-Zuschlags, Zuschuss der Rentenversicherung, Nettobelastung und Anteil an der Rente mit Vergleich zur KVdR.KSK-BeitragsrechnerKünstlersozialkasse-Beitrag berechnen: Monatsbeitrag für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung aus dem Jahreseinkommen sowie die Künstlersozialabgabe für Auftraggeber mit Bagatellgrenze.KVdR RechnerKVdR-Vorversicherungszeit berechnen: zweite Hälfte der Rahmenfrist, erforderliche 9/10-Zeit, Kinderpauschale, fehlende Monate und frühestes Antragsdatum nach § 5 SGB V.Elternzeit-RechnerElternzeit-Fristen nach BEEG §§ 15–18 berechnen: Anmeldefrist, Kündigungsschutz, Beginn, Ende und Restanspruch mit Mutterschutz-Anrechnung.GdB RechnerGesamt-GdB aus Einzel-GdB-Werten schätzen und Behinderten-Pauschbetrag, Fahrtkostenpauschale, Steuerersparnis sowie Rechtsfolgen (Schwerbehinderung, Zusatzurlaub, Kündigungsschutz) ablesen.WBS-RechnerWohnberechtigungsschein-Anspruch prüfen: Einkommensgrenze nach § 9 WoFG und Landesrecht für alle 16 Bundesländer, anrechenbares Einkommen nach §§ 20–24 WoFG mit Werbungskosten-Pauschbetrag berechnen.Aufstiegs-BAföG-RechnerAufstiegs-BAföG berechnen: Zuschuss, KfW-Darlehen, Erlass und Eigenanteil für Lehrgangsgebühren und Meisterstück, bei Vollzeit mit Unterhaltsbeitrag und Kinderbetreuungszuschlag nach dem AFBG.BAB-RechnerBerufsausbildungsbeihilfe (BAB) 2026 schätzen: Bedarf, Freibeträge und Einkommensanrechnung nach §§ 56–72 SGB III – monatlicher BAB-Anspruch für Azubis mit eigener Wohnung.BAföG-RechnerBAföG-Anspruch 2025 schätzen: Bedarfssatz nach § 13 BAföG minus Elterneinkommen- und Eigeneinkommensanrechnung – für Studierende und Schüler:innen. Nur Orientierung.Bürgergeld-RechnerBürgergeld 2026 berechnen: Regelbedarf, Kosten der Unterkunft und Freibeträge nach §§ 19–22 SGB II zum geschätzten Bürgergeld-Anspruch je Haushalt.Grundsicherung-RechnerGrundsicherungsanspruch im Alter und bei Erwerbsminderung 2025 schätzen: Regelbedarf nach § 28 SGB XII + Kosten der Unterkunft minus anrechenbares Einkommen. Nur Orientierung.Kinderkrankengeld-RechnerKinderkrankengeld 2026 schätzen: 90 % des Nettoverdienstes, max. 135,63 €/Tag – Anzahl der Anspruchstage nach § 45 SGB V (15 Tage/Kind, 30 bei Alleinerziehenden). Nur Orientierung.Kinderzuschlag-RechnerKinderzuschlag 2026 berechnen: bis zu 297 Euro je Kind nach § 6a BKGG, Mindesteinkommen und Anspruch dem Grunde nach prüfen.KindergeldrechnerKindergeld 2026 berechnen: 259 Euro je Kind und Monat nach § 66 EStG, Summe pro Monat und Jahr für alle Kinder.

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Dieser Rechner dient der Orientierung. PKV-Beiträge sind Modellwerte und können je nach Versicherer und Tarif erheblich abweichen. Individuelle Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsmakler wird empfohlen.

Quelle: Par. 240, 241, 243 SGB V, Par. 55 SGB XI, Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026 (BMG/vdek)

Stand: 2026-09-27

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Herausgeber
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Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
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Finanzen / Sozialleistungen & Familie
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Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). KV Selbstständige. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/sozialleistungen/krankenversicherung-selbststaendige

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Rechner-Portal, 2026. KV Selbstständige. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/sozialleistungen/krankenversicherung-selbststaendige

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