Sechs Punkte zur privaten Krankenversicherung. Erstens das Eintrittsalter: Je jünger du in die PKV eintrittst, desto niedriger ist dein Beitrag – und zwar dauerhaft.
Ein 25-Jähriger zahlt im Komfort-Tarif mit 600 Euro SB einen Eigenanteil von 217,16 Euro, ein 50-Jähriger 492,76 Euro. Der Altersunterschied wirkt lebenslang.
Zweitens die Selbstbeteiligung: Eine jährliche SB von 600 Euro senkt den monatlichen KV-Tarif um rund 15 Prozent. Bei 1.200 Euro sind es circa 25 Prozent.
Die Jahresersparnis übersteigt die SB oft deutlich – wer selten zum Arzt geht, profitiert besonders. Drittens der AG-Zuschuss: Angestellte erhalten 2026 maximal 613,22 Euro Zuschuss pro Monat.
Bei einem Bruttobeitrag unter 1.226,44 Euro trägt der Arbeitgeber exakt die Hälfte. Viertens die Beihilfe: Beamte mit 70 Prozent Beihilfe zahlen nur 30 Prozent des KV-Tarifs selbst und nutzen den günstigeren PPV-Beihilfetarif.
Das macht die PKV für Beamte fast immer attraktiver als die GKV. Fünftens der Vergleich mit der GKV: Der GKV-Höchstbeitrag für Arbeitnehmer liegt 2026 bei 613,22 Euro.
Ein 35-jähriger Angestellter im Komfort-Tarif mit 600 Euro SB zahlt nur 292,45 Euro Eigenanteil – 320,77 Euro weniger. Aber: PKV-Beiträge steigen im Alter, die GKV bleibt einkommensabhängig.
Sechstens das Krankentagegeld: Selbstständige ohne Lohnfortzahlung sollten KTG mitversichern. Der Modellwert beträgt 95 Euro monatlich; der tatsächliche Beitrag richtet sich nach dem vereinbarten Tagessatz.
Wie die GKV-Beiträge im Detail funktionieren, zeigt der GKV-Beitragsrechner. Was kostet die PKV für Angestellte? Im Komfort-Tarif mit 600 Euro SB zahlt ein 35-jähriger Angestellter 292,45 Euro Eigenanteil monatlich.
Der Arbeitgeber trägt 292,45 Euro als Zuschuss. Das ist 320,77 Euro weniger als der GKV-Höchstbeitrag.
Was kostet die PKV für Beamte? Ein 35-jähriger Beamter mit 70 Prozent Beihilfe im Komfort-Tarif mit 600 Euro SB zahlt nur 189,47 Euro monatlich.
Wie hoch fällt der Brutto-Netto-Unterschied mit PKV aus? Wie sich die Versicherungsbeiträge auf das Nettogehalt auswirken, zeigt der Brutto-Netto-Rechner. PKV-Kosten: Was kostet die private Krankenversicherung?
Die Kosten der privaten Krankenversicherung setzen sich aus vier Bausteinen zusammen: KV-Tarif, gesetzlicher Zuschlag nach Paragraf 149 VAG, Pflegepflichtversicherung und gegebenenfalls Krankentagegeld.
Ein 30-jähriger Angestellter im Komfort-Tarif mit 600 Euro Selbstbeteiligung zahlt laut Modellrechnung einen Bruttobeitrag von rund 490 Euro, nach Arbeitgeberzuschuss verbleiben etwa 245 Euro Eigenanteil monatlich.
Ein 45-Jähriger im selben Tarif zahlt brutto rund 780 Euro, nach Zuschuss circa 390 Euro. Die Kosten steigen also deutlich mit dem Eintrittsalter, weil der KV-Tarif altersabhängig kalkuliert wird.
Beamte mit 70 Prozent Beihilfe kommen im selben Alter und Tarif auf nur 189,47 Euro monatlich.
Die Selbstbeteiligung beeinflusst die PKV-Kosten erheblich: Eine SB von 600 Euro senkt den KV-Tarif um rund 15 Prozent gegenüber einem Tarif ohne Selbstbehalt.
Trage dein Eintrittsalter, die gewünschte Leistungsstufe und den Berufsstatus ein, um die voraussichtlichen PKV-Kosten für deine Situation zu ermitteln.