Rechenbasis
Annahmen und Grenzen
Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.
5 Annahmen und 6 Grenzen
Annahmen
- Vom Bruttoeinkommen werden zuerst die Werbungskosten abgezogen (§ 21 Abs. 1 WoFG in Verbindung mit § 9a EStG): je Arbeitnehmer der höhere Betrag aus 1.230 € Arbeitnehmer-Pauschbetrag und den eingegebenen tatsächlichen Werbungskosten, je Rentner oder Pensionär 102 €, insgesamt höchstens bis zur Höhe der Bruttoeinnahmen. Erst auf die so ermittelten Einkünfte wird der pauschale Abzug nach § 23 WoFG angewendet.
- Die Abzugspauschalen nach § 23 WoFG (je 10 % für Steuern, KV/PV, RV) werden pauschal angesetzt, in Nordrhein-Westfalen je 12 % nach § 15 Abs. 2 WFNG NRW. Beamte erhalten den Abzug für Steuern und Krankenversicherung (PKV trotz Beihilfe), nicht für die beitragsfreie Altersversorgung.
- Landesspezifische Einkommensgrenzen entsprechen dem jeweiligen Standard-WBS (z. B. WBS 140 in Berlin, 1. Förderweg in Hamburg).
- Kinder zählen als Haushaltsmitglieder UND erhalten den zusätzlichen Kinderzuschlag zur Einkommensgrenze.
- Baden-Württemberg: Die Einkommensgrenze wird mit den Einkünften ohne pauschalen Abzug verglichen (Bruttoeinkommen minus Werbungskosten, § 12 LWoFG BW), nicht mit dem anrechenbaren Einkommen nach § 23 WoFG.
Grenzen
- Frei- und Abzugsbeträge nach § 24 WoFG (u. a. Schwerbehinderung, junge Ehepaare, Unterhalt) zieht der Rechner nicht ab.
- Werbungskosten werden je Arbeitnehmer mit einem einheitlichen Betrag gerechnet und auf Haushaltsebene auf das Bruttoeinkommen begrenzt; hat ein einzelnes Haushaltsmitglied Einnahmen unter dem Pauschbetrag, begrenzt das Wohnungsamt den Abzug bei dieser Person (§ 9a Satz 2 EStG). Gewerkschaftsbeiträge, die § 9a Satz 3 EStG neben dem Pauschbetrag zulässt, sind nicht abgebildet.
- Einige Bundesländer haben mehrstufige WBS-Systeme (z. B. Berlin WBS 100–220, Hamburg 3 Förderwege) – der Rechner zeigt die gängigste Stufe.
- Kommunale Abweichungen innerhalb eines Bundeslandes (z. B. Magdeburg +40 %, Halle +20 % in Sachsen-Anhalt) sind nicht abgebildet.
- Die Einkommensprognose für die nächsten 12 Monate, die das Wohnungsamt zugrunde legt, kann vom eingetragenen Jahresbrutto abweichen.
- Verbindlich ist allein der Bescheid des zuständigen Wohnungsamts.
Stand der Prüfung: Einkommensgrenzen nach § 9 WoFG und Landesrecht, Stand September 2026.