Überblick
Was ist der Immobilienbewertung?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Wer eine Immobilie kaufen, verkaufen oder beleihen will, braucht eine belastbare Schätzung ihres Verkehrswerts — und die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV 2021) normiert dafür drei Verfahren: Ertragswertverfahren (§ 27-34) für vermietete Objekte, Sachwertverfahren (§ 35-39) für selbstgenutzte Gebäude und Vergleichswertverfahren (§ 24-26), wenn ausreichende Marktdaten vorliegen. Dieser Rechner bildet alle drei Verfahren in einem einzigen Werkzeug ab und zeigt den geschätzten Verkehrswert sofort nach Eingabe der Objektdaten an.
Das Ertragswertverfahren leitet den Gebäudewert aus dem nachhaltig erzielbaren Mietertrag ab: Die Jahresnettokaltmiete wird um Bewirtschaftungskosten gemindert, die Bodenwertverzinsung abgezogen und der verbleibende Gebäudereinertrag mit dem Vervielfältiger kapitalisiert.
Der Bodenwert wird separat addiert. Das Sachwertverfahren schätzt den Wert über die Herstellungskosten: Normalherstellungskosten je Quadratmeter mal Wohnfläche ergibt den Herstellungswert, abzüglich linearer Alterswertminderung plus Bodenwert.
Das Vergleichswertverfahren multipliziert Fläche mit dem Quadratmeterpreis vergleichbarer Objekte aus der Kaufpreissammlung.
Der Rechner richtet sich an Kaufinteressierte, Eigentümer und Kapitalanleger, die eine erste Einschätzung des Verkehrswerts benötigen — kein Ersatz für ein Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB.