Überblick
Was ist der Effektivzins Immobilienkredit?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Was ein Kreditangebot pro Jahr tatsächlich kostet, macht der Effektivzins-Immobilien-Rechner sichtbar — nämlich dann, wenn neben dem Sollzins auch Nebenkosten und Auszahlungsabschläge berücksichtigt werden. Der Effektivzins bündelt Bearbeitungsgebühr, Kontoführung, Bereitstellungszins und ein mögliches Disagio in einer einzigen Jahreskennzahl und liegt deshalb fast immer über dem reinen Sollzins.
Eine Eigenheit dieses Rechners solltest du dabei kennen: In der Grundeinstellung sind sechs bereitstellungszinsfreie Monate hinterlegt, in denen noch keine Rate fließt – dieser zinsfreie Aufschub kann den ausgewiesenen Effektivzins rechnerisch auch unter den Sollzins drücken, solange kaum Nebenkosten anfallen; für den Vergleich zweier Angebote mit identischen Einstellungen bleibt die Kennzahl trotzdem aussagekräftig.
Damit lassen sich Finanzierungen fair vergleichen, selbst wenn Angebote mit niedrigen Nominalzinsen auf den ersten Blick ähnlich wirken.
Der Rechner bildet dafür den realen Zahlungsstrom aus Auszahlung minus Gebühren sowie laufenden Raten und Nebenkosten und leitet daraus den effektiven Jahreszins ab.
So wird ein Angebot, das nur über einen niedrigen Sollzins wirbt, schnell als teurer entlarvt, sobald Disagio oder laufende Gebühren hinzukommen.
Er ersetzt jedoch keine vollständige Finanzierungsplanung, denn Restschuld, Sondertilgungsrechte und die Länge der Zinsbindung bleiben eigenständige Kriterien.
Gerade bei einem Disagio lohnt der genaue Blick, weil der niedrigere Auszahlungsbetrag den beworbenen Sollzins optisch senkt, die realen Jahreskosten aber steigen lässt — und genau diesen Zusammenhang macht der Rechner in einer einzigen Prozentzahl sichtbar.