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Mietkauf-Rechner 2026: Kosten und Vergleich zum Kauf

ImmobilienStand Noch keine Bewertung
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Kurzantwort

Mietkauf: Kaufpreis, monatliche Rate, Anrechnungsquote und Laufzeit eingeben – der Rechner zeigt den angerechneten Betrag, den Restpreis und den Vergleich mit einer klassischen Baufinanzierung.

Mietkauf-Rechner: Monatliche Rate, angerechneten Betrag und Gesamtkosten beim Mietkauf...

Kilian AchatzFachredaktion Immobilien
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist Mietkauf bei Immobilien?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Beim Mietkauf zahlt der Mietkäufer monatlich eine erhöhte Miete, von der ein vereinbarter Anteil – die Anrechnungsquote – auf den späteren Kaufpreis angerechnet wird. Wer 20 Jahre lang 1.400 Euro monatlich zahlt und eine Anrechnungsquote von 70 Prozent hat, akkumuliert dabei 235.200 Euro angerechneten Betrag – ob das günstiger ist als ein klassisches Annuitätendarlehen, zeigt erst der direkte Vergleich.

Genau das leistet dieser Rechner: Er stellt Mietkauf und klassischen Kauf auf dieselbe Laufzeit und macht sichtbar, wie groß die Kostendifferenz tatsächlich ist.

Rechtlich ist der Mietkauf in Deutschland keine eigenständige Vertragsform mit gesetzlicher Regelung; er verbindet Mietvertrag und Kaufoption und wird meist durch individuelle Vertragsgestaltung geregelt.

Ein gesonderter Optionsvertrag ist notwendig, damit der Mietkäufer am Ende wirklich das Recht hat, die Immobilie zu kaufen.

Risiken sind die Insolvenz des Vermieters, der keine Grundschuld bestellt hat, oder ein Streit über den verbleibenden Restpreis nach Ablauf der Laufzeit. Der Rechner liefert die Kostenseite – die Rechtslage sollte ein Fachanwalt prüfen.

Für wen macht Mietkauf Sinn? Mietkauf Haus oder Mietkauf Wohnung ist besonders geeignet für Haushalte ohne oder mit wenig Eigenkapital, mit unsicherer Bonität oder unregelmäßigem Einkommen — als schrittweiser Einstieg in Wohneigentum.

Wer hingegen Eigenkapital und gute Bonität mitbringt, fährt mit klassischer Baufinanzierung in der Regel günstiger. Wie lange darf ein Mietkauf dauern? Es gibt keine gesetzliche Obergrenze — üblich sind Laufzeiten von 10 bis 25 Jahren.

Die Laufzeit sollte so gewählt werden, dass der Restpreis am Ende finanzierbar bleibt oder vollständig durch die angerechneten Beträge gedeckt ist. Wie hoch ist der Kaufpreis nach 10 Jahren Mietkauf?

Beispiel: Bei 350.000 EUR Kaufpreis, 1.400 EUR Rate, 70 % Anrechnungsquote und 10 Jahren Laufzeit ergibt sich ein angerechneter Betrag von 1.400 × 120 × 0,7 = 117.600 EUR — der verbleibende Restpreis beträgt dann 232.400 EUR.

Welcher Zins gilt beim Mietkauf? Im klassischen Mietkauf gibt es keinen ausgewiesenen Zinssatz; der nicht angerechnete Anteil der Rate entspricht wirtschaftlich einem Mietzins und bildet das Äquivalent zu Finanzierungskosten.

Dieser implizite Kostenblock sollte stets mit dem Effektivzins einer klassischen Baufinanzierung verglichen werden.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Gib Kaufpreis, monatliche Mietkauf-Rate, Anrechnungsquote in Prozent, die vereinbarte Laufzeit in Jahren und den Vergleichszinssatz für einen klassischen Kauf ein. Der Kaufpreis und die Rate stammen aus dem Mietkaufvertrag, die Anrechnungsquote aus den Vertragsklauseln.

Der Vergleichszinssatz spiegelt das aktuelle Hypothekenmarktniveau wider und bestimmt, wie teuer eine klassische Baufinanzierung für denselben Kaufpreis wäre.

Ein häufiger Fehler ist, eine sehr hohe Anrechnungsquote anzunehmen, ohne diese vertraglich belegen zu können. Ebenso falsch ist es, den Vergleichszinssatz zu niedrig anzusetzen: Nur ein marktgerechter Zinssatz macht den Vergleich ehrlich.

Beachte, dass beim Mietkauf auch der nicht angerechnete Teil der Miete ein realer Kostenblock ist – er wird im Vergleich vollständig berücksichtigt.

Die Anrechnungsquote entnimmst du ausschließlich dem schriftlichen Vertrag; mündliche Zusagen des Anbieters sind für diesen Rechner wertlos, weil sie sich später nicht durchsetzen lassen.

Prüfe außerdem, ob der Vertrag eine Kaufoption oder eine Kaufverpflichtung vorsieht — bei einer Option darfst du am Ende kaufen, bei einer Verpflichtung musst du.

Für den Vergleichszinssatz nimmst du den Sollzins, den dir eine Bank für dieselbe Immobilie und dieselbe Laufzeit tatsächlich anbieten würde.

Setzt du ihn künstlich hoch an, gewinnt der Mietkauf im Vergleich fast zwangsläufig, ohne dass sich an seiner tatsächlichen Vorteilhaftigkeit etwas geändert hätte.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Gesamtzahlungen Mietkauf = monatliche Rate × Laufzeit in Monaten. Angerechneter Betrag = Gesamtzahlungen × Anrechnungsquote.

Verbleibender Restpreis = Kaufpreis − angerechneter Betrag (mindestens 0).

Für den klassischen Kaufvergleich wird eine vollständige Annuität berechnet: Monatsrate = Kaufpreis × (Monatszins × (1 + Monatszins)^n) / ((1 + Monatszins)^n − 1), wobei n die Gesamtlaufzeit in Monaten ist. Gesamtkosten klassisch = Annuität × n.

Kostendifferenz = Gesamtzahlungen Mietkauf + Restpreis − Gesamtkosten klassisch. Ein positiver Wert bedeutet: Mietkauf ist teurer; ein negativer Wert bedeutet: Mietkauf ist günstiger.

Beispiel: 350.000 Euro Kaufpreis, 1.400 Euro Rate, 70 % Anrechnungsquote, 20 Jahre Laufzeit, 4,0 % Zinssatz. Gesamtzahlung Mietkauf = 336.000 Euro. Angerechneter Betrag = 235.200 Euro. Restpreis = 114.800 Euro.

Klassisch: Annuität ≈ 2.121 Euro, Gesamtkosten ≈ 509.023 Euro. Mietkauf gesamt = 336.000 + 114.800 = 450.800 Euro – günstiger als klassischer Kauf!

Ein wichtiger Vorbehalt gehört allerdings zu dieser Rechnung: Der verbleibende Restpreis wird hier als Einmalbetrag am Ende der Laufzeit angesetzt.

In der Praxis muss auch dieser Betrag meist finanziert werden, und die dafür anfallenden Zinsen tauchen in der Gegenüberstellung nicht auf. Der ausgewiesene Vorteil des Mietkaufs fällt dadurch tendenziell zu günstig aus.

Sinnvoll ist deshalb ein zweiter Durchgang, bei dem du den Restpreis gedanklich als Anschlussdarlehen behandelst.

Ebenfalls nicht enthalten sind Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, die beim späteren Eigentumsübergang genauso anfallen wie beim direkten Kauf.

Die Kostendifferenz ist damit eine Näherung, die den Zinsvorteil sauber isoliert, aber nicht die vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung ersetzt.

Mietkauf-Formel: Angerechneter Betrag gleich Mietrate mal Monate mal Anrechnungsquote, Restkaufpreis gleich Kaufpreis minus angerechnetem Betrag.

Nachschlagen

Mietkauf vs. klassischer Kauf vs. Leasing im Vergleich

Mietkauf ist eine von mehreren Möglichkeiten, eine Immobilie zu erwerben. Die Tabelle vergleicht die Modelle hinsichtlich Eigenkapitalbedarf, Kosten und Flexibilität.

Vergleich der Erwerbsmodelle: Mietkauf, Kauf, Leasing
MerkmalMietkaufKlassischer KaufImmobilienleasing
EigenkapitalbedarfKeines bis geringMindestens 10–20 %Keines
EigentumsübergangNach Ablauf der MietphaseSofort bei KaufvertragOptional am Ende
Typische Anrechnungsquote50–80 % der RateEntfällt (Vollerwerb)Entfällt
GesamtkostenOft höher als KaufAm günstigsten (bei niedrigem Zins)Teurer als Kauf
InstandhaltungspflichtOft beim MietkäuferBeim EigentümerBeim Leasinggeber
RücktrittsrechtVertragsabhängigNicht ohne WeiteresAm Laufzeitende
BonitätsanforderungNiedrigerHoch (Bankprüfung)Mittel
Verbreitung in DESelten, NischenmodellStandardSehr selten (Gewerbe)

Mietkaufverträge sind in Deutschland nicht gesetzlich einheitlich geregelt und können stark variieren. Vor Abschluss stets den konkreten Vertrag von einem Fachanwalt prüfen lassen. Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband, BGB.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Mietkauf-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist Mietkauf bei Immobilien?

Beim Mietkauf zahlt der Mietkäufer monatlich eine erhöhte Miete, von der ein vereinbarter Anteil auf den späteren Kaufpreis angerechnet wird. Am Ende der Laufzeit kann der Mietkäufer die Immobilie zum vereinbarten Restpreis erwerben.

Es handelt sich rechtlich nicht um einen eigenständigen Vertragstyp – der Mietkauf verbindet Mietvertrag und Kaufoption in einem individuell ausgestalteten Vertrag.

Ein gesonderter Optionsvertrag ist notwendig, damit das Kaufrecht am Ende der Laufzeit auch tatsächlich durchsetzbar ist. Ohne schriftlich fixierte Kaufoption hat der Mietkäufer keinen Rechtsanspruch auf den Erwerb.

Wichtig: Mietkauf ist nicht dasselbe wie Leasing oder Ratenkauf – die Nutzungsrechte und die Eigentumsverhältnisse während der Laufzeit sind anders geregelt.

Typisch sind Laufzeiten von 10 bis 25 Jahren und Kaufpreise zwischen 150.000 € und 500.000 €.

Im Rechner lassen sich Kaufpreis, Laufzeit, Monatsrate und Anrechnungsquote frei kombinieren – so sieht man direkt, wie viel vom Kaufpreis am Ende der Laufzeit noch offen bleibt und ob das Modell günstiger ist als eine klassische Bankfinanzierung.

Welcher Anteil der Miete wird auf den Kaufpreis angerechnet?

Der angerechnete Anteil wird als Anrechnungsquote bezeichnet und wird vertraglich vereinbart. Übliche Werte liegen zwischen 50 und 80 Prozent der monatlichen Rate.

Der nicht angerechnete Anteil entspricht wirtschaftlich einer Marktmiete oder einem Nutzungsentgelt für die Wohnungsüberlassung.

Je höher die Anrechnungsquote, desto günstiger erscheint der Mietkauf im Vergleich zu einer klassischen Baufinanzierung – allerdings verlangen Vermieter bei höheren Anrechnungsquoten oft auch höhere Monatsraten.

Im Mietkauf-Rechner lässt sich die Anrechnungsquote flexibel einstellen, um den Einfluss dieses Parameters auf den verbleibenden Restpreis und die Kostendifferenz zum klassischen Kauf zu sehen.

Ein konkretes Beispiel: Bei einer Monatsrate von 1.200 € und einer Anrechnungsquote von 70 Prozent fließen 840 € in die Kaufpreisanrechnung – nach 20 Jahren wären das 201.600 € angerechnetes Kapital.

Die restlichen 360 € decken das Nutzungsentgelt des Vermieters. Im Rechner sieht man sofort, wie die Quote den Restpreis am Ende der Laufzeit senkt und wie er sich gegenüber einem gleichwertigen Annuitätendarlehen verhält.

Ist Mietkauf günstiger als klassischer Kauf?

Ob Mietkauf günstiger ist, hängt von drei Faktoren ab: der Anrechnungsquote, der Höhe der monatlichen Rate und dem Zinssatz einer vergleichbaren Baufinanzierung.

Bei niedrigem Zinsniveau ist eine klassische Baufinanzierung oft günstiger, weil der Annuitätendarlehen die Zinslast auf den gesamten Kaufpreis reduziert.

Bei höheren Zinsen und einer hohen Anrechnungsquote kann der Mietkauf wirtschaftlich attraktiver sein.

Entscheidend ist immer der direkte Vergleich der Gesamtkosten über dieselbe Laufzeit: Gesamtzahlungen Mietkauf plus verbleibender Restpreis gegenüber den Gesamtkosten eines Annuitätendarlehens.

Der Mietkauf-Rechner macht diesen Vergleich in einem Schritt sichtbar. Beispiel: Kaufpreis 300.000 €, Laufzeit 20 Jahre, Monatsrate 1.400 €, Anrechnungsquote 75 Prozent.

Gesamtzahlungen: 336.000 €, davon 252.000 € angerechnet, Restpreis 48.000 € – macht insgesamt 384.000 € Aufwand. Ein Annuitätendarlehen über 300.000 € zu 3,5 Prozent Zinsen käme auf rund 390.000 € Gesamtkosten.

Mietkauf wäre hier knapp günstiger – allerdings ohne KfW-Förderung, die beim klassischen Kauf zugänglich wäre. Genau diesen Vergleich stellt der Rechner an.

Was passiert, wenn ich nach der Laufzeit nicht kaufen will?

Wenn der Mietkäufer am Ende der Laufzeit nicht kauft, hat er alle geleisteten Mietraten bezahlt und zieht typischerweise aus der Immobilie aus.

Die angerechneten Beträge verfallen in der Regel, sofern keine anderslautende Rückerstattungsklausel im Vertrag vereinbart wurde.

Das Risiko liegt also beim Mietkäufer: Wer unsicher ist, ob er am Ende kaufen will oder kann, trägt das volle finanzielle Risiko. Ein gesonderter Optionsvertrag kann das Kaufrecht regeln, verpflichtet aber auch rechtlich zum Kauf.

Vor dem Abschluss eines Mietkaufvertrags sollte die Situation mit einem Fachanwalt für Immobilien- oder Vertragsrecht besprochen werden. Praktisches Beispiel: Wer 15 Jahre lang 1.000 € monatlich zahlt, hat 180.000 € geleistet.

Verfallen die angerechneten Beträge – und das ist ohne Rückerstattungsklausel der Regelfall –, gehen je nach Quote 90.000 bis 144.000 € verloren. Verhandeln Sie daher eine Teilrückerstattungsklausel für den Fall des Nichtkaufs.

Im Rechner zeigt der angezeigte angerechnete Gesamtbetrag genau, welches Kapital bei einem Ausstieg auf dem Spiel steht.

Wer finanziert Mietkauf in Deutschland?

Mietkauf wird in Deutschland nicht von Banken, sondern meist von privaten Immobilienanbietern, Wohnungsbaugesellschaften, kirchlichen Trägern oder kommunalen Wohnungsunternehmen angeboten.

Es gibt kein standardisiertes Produkt wie ein Hypothekendarlehen – jeder Vertrag ist individuell ausgehandelt. In einigen Segmenten – etwa gefördertem Wohnungsbau – gibt es Mietkaufmodelle mit staatlicher Unterstützung.

Klassische Banken bieten kein Mietkauf-Modell an, weil das Eigentum während der Laufzeit beim Vermieter verbleibt und die Grundbuchabsicherung schwieriger ist.

Weil es keinen Marktstandard gibt, entscheidet allein der Vertrag – und der bedarf zwingend notarieller Beurkundung: Nach § 311b Abs. 1 BGB ist jede Vereinbarung über den Erwerb eines Grundstücks ohne Notar formunwirksam, die Kaufoption also wertlos.

Bestehe zusätzlich auf einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch (§ 883 BGB). Sie ist dein einziger echter Schutz, falls der Anbieter die Immobilie zwischenzeitlich verkauft oder insolvent wird. Lass den Entwurf vor der Unterschrift anwaltlich prüfen.

Prüfe dabei auch die Bonität des Anbieters: Anders als bei einer Bank gibt es beim privaten Verkäufer oder einer kleinen Immobiliengesellschaft keine gesetzliche Einlagensicherung.

Was sind die Risiken beim Mietkauf?

Die wichtigsten Risiken beim Mietkauf sind erstens das Insolvenzrisiko des Vermieters: Geht der Vermieter während der Laufzeit insolvent, kann der Mietkäufer sein angerechnetes Kapital verlieren, wenn keine Grundbuchabsicherung oder treuhänderische Sicherung vereinbart wurde.

Zweitens das Vertragsrisiko: Ohne Kaufoption im Vertrag hat der Mietkäufer kein Recht auf den Erwerb am Ende der Laufzeit.

Drittens die Marktrisiken: Steigt der Immobilienwert stark, profitiert der Mietkäufer nicht vom Wertzuwachs während der Laufzeit.

Viertens steht keine staatliche Kaufförderung (wie KfW-Darlehen für Eigennutzer) zur Verfügung, solange die Immobilie noch nicht im Eigentum des Mietkäufers ist.

Fünftens das Zinsänderungsrisiko: Der vereinbarte Gesamtpreis ist fix, während Marktzinsen fallen können – dann wirkt der Mietkauf im Nachhinein teuer.

Konkret: Bei 300.000 € Kaufpreis, 200.000 € Anrechnungssumme über 20 Jahre und einem Restpreis von 100.000 € beträgt der Gesamtaufwand 380.000 € – ohne den entgangenen Zinsertrag der monatlich gebundenen Raten.

Der Rechner hilft, dieses Risikoszenario durchzurechnen.

Gibt es Mietkauf mit staatlicher Förderung?

Klassische staatliche Förderungen wie KfW-Darlehen für Eigenheimkäufer sind beim Mietkauf nicht direkt zugänglich, weil das Eigentum während der Laufzeit beim Vermieter verbleibt.

Einige Bundesländer und Kommunen bieten jedoch eigene Programme für soziales Wohneigentum an, die Mietkaufmodelle einschließen können.

Auch kirchliche Träger und Wohnungsbaugesellschaften bieten geförderte Mietkaufmodelle an, die geringere Anforderungen an Eigenkapital stellen.

Informationen zu möglichen Landesprogrammen erhalten Sie bei der zuständigen Wohnraumförderungsstelle oder der Verbraucherzentrale.

Rechne die entgangene Förderung mit ein, statt nur auf die Monatsrate zu schauen: Wer klassisch kauft, hält sich den Zugang zu den KfW-Programmen für Eigennutzer offen.

Kalkuliere zudem die Grunderwerbsteuer – 2026 je nach Bundesland zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (u. a. NRW, Brandenburg, Saarland).

Sie wird auf den vereinbarten Kaufpreis fällig, nicht nur auf den Restpreis: Bei 350.000 € sind das 12.250 € bis 22.750 €, die im Rechner fehlen.

WohnRiester kann erst nach dem tatsächlichen Eigentumsübergang am Ende der Laufzeit genutzt werden – plane diese Option in deiner Finanzierungsstrategie frühzeitig ein.

Wie unterscheidet sich Mietkauf vom Leasing?

Mietkauf und Leasing teilen die Struktur, dass Nutzung und Zahlung vor dem möglichen Eigentumsübergang stattfinden – aber es gibt wesentliche Unterschiede.

Beim Mietkauf liegt das Kaufrecht und die Kaufabsicht meist von Anfang an vor; bei guter Vertragsgestaltung kann der Mietkäufer ein Recht auf den Kauf erwerben.

Beim Leasing (z. B. bei Fahrzeugen) ist der Nutzungsgedanke dominant und der Eigentumsübergang die Ausnahme. Steuerlich sind Mietkauf-Zahlungen keine Betriebsausgaben wie Leasingraten im gewerblichen Kontext.

Zudem wird beim Mietkauf ein Teil der Rate auf den Kaufpreis angerechnet, was beim Standardleasing nicht vorgesehen ist. Rechtlich ist der Mietkauf in Deutschland also näher am Kaufvertrag als am Leasingvertrag.

Ein Alltagsvergleich: Wer ein Auto least, zahlt monatlich 400 € und erwirbt am Ende – ohne Restwert-Option – kein Eigentum. Wer dagegen eine Wohnung mietkauft und monatlich 800 € zahlt, davon 600 € angerechnet, baut echtes Eigenkapital auf.

Für Immobilien existiert kein Leasing-Standard – jeder Mietkaufvertrag ist individuell ausgehandelt und muss notariell beurkundet sein.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Wenn du 350.000 Euro Kaufpreis, 1.400 Euro Mietkaufrate, 70 % Anrechnungsquote und 20 Jahre Laufzeit bei 4,0 % Zinssatz eingibst, zeigt der Rechner: Mietkauf-Gesamtkosten 450.800 Euro, klassischer Kauf 509.023 Euro – ein Vorteil von rund 58.223 Euro für den Mietkauf. Dieser scheinbare Vorteil kommt fast ausschließlich daher, dass der klassische Kauf beim eingegebenen Zinssatz teurer ist als die niedrige Mietkaufrate.

Verändere die Anrechnungsquote auf 50 %: Der angerechnete Betrag sinkt auf 168.000 Euro, der Restpreis steigt auf 182.000 Euro – die Gesamtrechnung dreht sich. Die Anrechnungsquote ist damit die wichtigste Stellschraube beim Mietkauf.

Senke den Vergleichszinssatz auf 2,5 %, um ein günstigeres Marktumfeld zu simulieren: Schon jetzt wirkt der Mietkauf weniger attraktiv.

Die Verbraucherzentrale warnt vor Mietkaufverträgen ohne klare Vertragsklauseln – prüfe immer, ob die Anrechnungsquote schriftlich fixiert und eine echte Kaufoption vereinbart ist. Wie stark die Anrechnungsquote trägt, zeigt der direkte Vergleich.

Bei 70 Prozent zahlst du über 20 Jahre 336.000 Euro Mietkaufraten, davon werden 235.200 Euro angerechnet, und es bleibt ein Restkaufpreis von 114.800 Euro — der Rechner weist einen Kostenvorteil von 58.223 Euro gegenüber dem klassischen Kauf aus.

Bei 50 Prozent sinkt der angerechnete Betrag auf 168.000 Euro, der Restkaufpreis steigt auf 182.000 Euro, und der Vorteil kippt auf 8.977 Euro zugunsten des klassischen Kaufs.

Zwanzig Prozentpunkte Anrechnung entscheiden also darüber, welches Modell vorne liegt — und genau diese Quote steht im Vertrag, nicht im Gesetz.

Bei einem Mietkauf Haus gelten dieselben Grundprinzipien wie bei einer Mietkauf Wohnung — Kaufpreis, Anrechnungsquote und Laufzeit sind die entscheidenden Stellschrauben.

Der Rechner bildet beide Objekttypen ab; der Vergleich mit einer klassischen Baufinanzierung lohnt sich stets, um den impliziten Kostensatz des Mietkaufs zu beziffern.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Claudia überlegt, eine Wohnung für 280.000 Euro per Mietkauf zu erwerben. Das Angebot: 1.200 Euro monatlich, 65 % Anrechnungsquote, 15 Jahre Laufzeit. Sie vergleicht es mit einer klassischen Baufinanzierung bei 3,8 % Zinssatz.

Mietkauf: Gesamtzahlung 216.000 Euro, angerechneter Betrag 140.400 Euro, Restpreis 139.600 Euro, Gesamtkosten gesamt 355.600 Euro. Klassisch: Annuität ≈ 2.043 Euro, Gesamtkosten 367.772 Euro.

Kostendifferenz: 355.600 − 367.772 = −12.172 Euro – Mietkauf scheint günstiger. Claudia holt aber einen Rechtsanwalt hinzu: Sie erkennt, dass der Vertrag keine Eintragung im Grundbuch vorsieht und keine gesonderte Kaufoption enthält.

Sie verhandelt nach und lässt diese Punkte ergänzen, bevor sie unterschreibt.

Konkret besteht sie auf drei Punkten: einer notariell beurkundeten Kaufoption, einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch und einer klaren Rückabwicklungsregelung für den Fall, dass sie die Raten nicht mehr tragen kann.

Zusätzlich rechnet ihr Anwalt vor, dass der Restpreis von 139.600 Euro nach fünfzehn Jahren ebenfalls finanziert werden muss — die Zinsen dafür fehlen in der ursprünglichen Gegenüberstellung.

Rechnet sie diesen Block mit ein, schrumpft der scheinbare Vorteil des Mietkaufs deutlich zusammen.

Claudia entscheidet sich am Ende trotzdem dafür, weil sie aktuell nicht genug Eigenkapital für eine klassische Finanzierung hat und der Mietkauf ihr den Einstieg überhaupt erst ermöglicht.

Sie tut es aber mit offenen Augen und abgesicherten Verträgen. Die Beispielwerte sind eine Modellrechnung und keine Empfehlung für oder gegen ein Mietkaufangebot. Claudias Mietkauf vs. Kauf: 355.600 EUR vs. 367.772 EUR – Mietkauf günstiger, aber mit Vertragsrisiken

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Denkfehler beim Mietkauf ist, den nicht angerechneten Teil der Rate als verloren zu betrachten ohne zu prüfen, ob die Miete selbst marktüblich ist. Wenn die Rate deutlich über einer Marktmiete liegt, ist auch der nicht angerechnete Teil eine Form von Mehrkosten, die in den Vergleich gehört.

Ein zweiter Fehler ist, die Anrechnungsquote als verhandlungssicher zu behandeln, obwohl viele Mietkaufverträge keine klare gesetzliche Grundlage für die Durchsetzung bieten.

Drittens wird das Insolvenzrisiko des Vermieters ignoriert: Ohne Eintragung des Mietkaufrechts im Grundbuch oder Sicherheitsmechanismus können Zahlungen verloren gehen.

Schließlich fehlt oft der Vergleich mit einer echten Baufinanzierung auf identischer Laufzeitbasis, weil pauschal angenommen wird, dass Mietkauf günstiger sei.

Der gefährlichste Fehler ist jedoch der Verzicht auf eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch.

Sie sichert deinen künftigen Eigentumserwerb gegen einen Weiterverkauf und gegen eine Insolvenz des Verkäufers ab — fehlt sie, sind die über Jahre angerechneten Zahlungen im Ernstfall nicht geschützt.

Ebenso wird übersehen, dass Kaufverträge und verbindliche Kaufoptionen über Grundstücke notariell beurkundet werden müssen; eine bloß privatschriftliche Vereinbarung ist nichtig.

Häufig fehlt zudem eine Regelung für den Fall, dass der Mietkäufer die Raten nicht mehr bedienen kann: Ohne Rückabwicklungsklausel droht der Verlust der bereits angerechneten Beträge.

Und schließlich wird der Restpreis am Ende der Laufzeit ungeprüft als finanzierbar unterstellt, obwohl die Bank die Bonität dann erneut bewertet.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Mietkauf-Rechner zeigt aus Kaufpreis, Monatsrate, Anrechnungsquote, Laufzeit und Vergleichszinssatz die Gesamtkosten des Mietkaufs und stellt sie einer klassischen Baufinanzierung gegenüber.

Das Ergebnis macht sichtbar, ob und um wie viel Mietkauf unter den eingegebenen Annahmen günstiger oder teurer ist.

Entscheidend für die Qualität des Vergleichs ist die Anrechnungsquote: Nur wer sie vertraglich belegt hat, kann sich auf das Ergebnis verlassen.

Für die vollständige Kaufvorbereitung lohnt danach der Blick auf die Kaufnebenkosten, die beim Mietkauf am Ende der Laufzeit ebenfalls anfallen.

Rechne zusätzlich den Restpreis als Anschlussfinanzierung durch, denn seine Zinsen fehlen in der reinen Kostendifferenz.

Der Rechner bildet ausschließlich die Kostenseite ab und liefert Orientierungswerte ohne Gewähr — er ist weder eine Finanz- noch eine Rechtsberatung.

Beim Mietkauf entscheidet die Vertragsgestaltung über weit mehr Geld als die Zinsdifferenz: Kaufoption, Anrechnungsquote, Auflassungsvormerkung und Rückabwicklung gehören notariell fixiert.

Lass ein konkretes Angebot deshalb unbedingt von einem Notar und einem Fachanwalt für Immobilienrecht prüfen, bevor du dich bindest.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Restpreis: 120.400 €; Gesamtkosten Mietkauf: 336.400 €; Gesamtkosten Kauf: ca. 321.000 €

Niedrige Anrechnungsquote bei günstiger Finanzierung (3,5 % Zinsen)

Kaufpreis der Immobilie (€)
250.000 €
Monatliche Mietkauf-Rate (€)
1.200 €
Anrechnungsquote der Miete (%)
60 %
Laufzeit (Jahre)
15 Jahre

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Restpreis: 0 €; Gesamtkosten Mietkauf: 660.000 €; Gesamtkosten Kauf: ca. 877.000 €

Hohe Anrechnungsquote bei hohem Zinsniveau (5,0 % Zinsen)

Kaufpreis der Immobilie (€)
500.000 €
Monatliche Mietkauf-Rate (€)
2.200 €
Anrechnungsquote der Miete (%)
80 %
Laufzeit (Jahre)
25 Jahre

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Restpreis: 126.000 €; Gesamtkosten Mietkauf: 234.000 €; Gesamtkosten Kauf: ca. 198.000 €

Kurze Laufzeit mit niedrigen Zinsen (2,0 % Zinsen)

Kaufpreis der Immobilie (€)
180.000 €
Monatliche Mietkauf-Rate (€)
900 €
Anrechnungsquote der Miete (%)
50 %
Laufzeit (Jahre)
10 Jahre

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Claudia prueft eine Wohnung fuer 280.000 EUR per Mietkauf mit 1.200 EUR Monatsrate, 65 Prozent Anrechnungsquote und 15 Jahren Laufzeit. Der Mietkauf ergibt 216.000 EUR Gesamtzahlung, 140.400 EUR angerechnet und 139.600 EUR Restpreis, zusammen 355.600 EUR. Die klassische Baufinanzierung bei 3,8 Prozent kostet 2.043 EUR Monatsrate und 367.772 EUR gesamt. Der Mietkauf ist rechnerisch 12.172 EUR guenstiger, birgt aber Vertragsrisiken.

    Mietkauf-Praxisbeispiel: Claudia vergleicht Mietkauf und Baufinanzierung

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           alt="Claudia prueft eine Wohnung fuer 280.000 EUR per Mietkauf mit 1.200 EUR Monatsrate, 65 Prozent Anrechnungsquote und 15 Jahren Laufzeit. Der Mietkauf ergibt 216.000 EUR Gesamtzahlung, 140.400 EUR angerechnet und 139.600 EUR Restpreis, zusammen 355.600 EUR. Die klassische Baufinanzierung bei 3,8 Prozent kostet 2.043 EUR Monatsrate und 367.772 EUR gesamt. Der Mietkauf ist rechnerisch 12.172 EUR guenstiger, birgt aber Vertragsrisiken."
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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/immobilien/kaufen/mietkauf-rechner
  • Infografik: Mietkauf: So funktioniert der Weg zum Eigentum, PHASE 1: MIETZEIT, Mieten + Ansparen, Monatliche Zahlung:, Miete: 900 €, + Ansparteil: 400 €, = 1.300 €/Monat, Dauer: 2–10 Jahre

    Mietkauf-Rechner Phasen

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  • Infografik: Mietkauf vs. Direktkauf vs. Miete (25 Jahre), DIREKTKAUF, 475.000 €, Kaufpreis: 300.000 €, Nebenkosten: 36.000 €, Zinsen (25 J): 139.000 €, Ergebnis: Eigentum, Immobilienwert: ~400.000 €

    Mietkauf-Rechner Vergleich

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Berechnungen sind Orientierungswerte und ersetzen keine Rechts- oder Finanzberatung. Mietkaufverträge sind komplex – prüfen Sie stets einen konkreten Vertrag mit einem Fachanwalt.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband; BGB

Stand: 2026-07-26

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
26. Juli 2026
Fachbereich
Immobilien / Kaufen
Formeln basieren auf
Annuitätenformel für klassischen Kaufvergleich; Anrechnung als Prozentsatz der Gesamtzahlungen
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Mietkauf-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/immobilien/kaufen/mietkauf-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Mietkauf-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/immobilien/kaufen/mietkauf-rechner

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